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DE19608755A1 - Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst und Trägerelement für die Wärmebehandlung der Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüsts - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst und Trägerelement für die Wärmebehandlung der Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüsts

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DE19608755A1
DE19608755A1 DE19608755A DE19608755A DE19608755A1 DE 19608755 A1 DE19608755 A1 DE 19608755A1 DE 19608755 A DE19608755 A DE 19608755A DE 19608755 A DE19608755 A DE 19608755A DE 19608755 A1 DE19608755 A1 DE 19608755A1
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das mittels eines individuellen Trägerelements die Herstellung einer spannungsfreien implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw. von deren Trägergerüst gewährleistet sowie mittels eines individuellen Trägerelements für ein Metallgerüst einer Suprakonstruktion während eines Wärmebehandlungsvorganges bzw. eines Keramikbrandes.
Bei der prothetischen Implantatversorgung eines Patienten ist es bekannt, in den Kieferkamm Implantatpfeiler einge­ setzt werden, auf welchen eine Suprakonstruktion befestigt, die z. B. keramisch verblendet (zahnfarben) wird. Die übli­ che Vorgehensweise besteht darin, nach der Implantierung der Pfeiler mittels eines individuellen Löffels einen Abdruck zu nehmen, der die Mundsituation des Patienten, insbesondere die Form des Kieferkamms, der Schleimhäute etc. sowie die Lage der Implantatpfeiler wiedergibt. Hierzu werden auf die Implantatpfeiler in bekannter Weise Übertragungskappen auf­ gesetzt, die dann in den Abdruck des individuellen Löffels eingebettet sind. Nachfolgend werden Modellimplantate in die Übertragungskappen eingeschraubt, so daß es möglich ist, ein Meistermodell herzustellen, in welchem die Modellimplantate so eingebettet sind, wie die Implantatpfeiler im Kieferkamm des Patienten. Unter Verwendung des Meistermodells wird dann aus Wachs eine Suprakonstruktion modelliert, welche unter Anwendung üblicher Hilfsteile im Gußverfahren vergossen wird.
Diese Verfahrensschritte sind aus dem Stand der Technik be­ kannt, so daß auf eine nähere Beschreibung verzichtet werden kann.
Die nunmehr im Rohzustand gegossene Suprakonstruktion ist, bedingt durch die verwendeten metallischen Legierungen (bei­ spielsweise Gold-Legierungen) in gewissem Maße weich und verformbar. Weiterhin weist die Suprakonstruktion, bedingt durch den Abkühl- und Schrumpfungsvorgang beim Gießen, De­ formationen auf, so daß sie üblicherweise nicht exakt auf das Meistermodell paßt. Aus dem Stand der Technik ist es be­ kannt, die gegossene Suprakonstruktion zu teilen und ent­ sprechend zu löten, um sie wieder passend zu machen. Dies erweist sich jedoch als unzureichend, da sich beim nachfol­ genden Bearbeiten der Suprakonstruktion und bei einer Ver­ blendung mit Verblendmaterial, beispielsweise Keramikmate­ rial erneut Formänderungen ergeben. Als Ergebnis ist es somit aus dem Stand der Technik bekannt, daß die Suprakon­ struktionen nachgearbeitet werden müssen, um sie passend zu machen. Dies erfordert zum einen einen hohen labortechni­ schen Aufwand, zum anderen ist nicht sichergestellt, daß die Suprakonstruktion problemlos an den Implantatpfeilern des Patienten befestigt werden kann. Im ungünstigen Falle muß die Suprakonstruktion nochmals im Dentallabor nachgearbeitet oder gänzlich neu gefertigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion zu schaffen, welches bei einfacher Ausgestaltung und einfacher, betriebssicherer Handhabbarkeit die passende Herstellung von Suprakonstruktionen ermöglicht.
Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Trä­ gerelement für die Durchführung des Verfahrens zu schaffen, welches einfach und kostengünstig aufgebaut ist und dessen Verwendung keine Schwierigkeiten bereitet.
Es ist somit die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer paßgenauen implantatgetragenen Suprakon­ struktion zu schaffen, bei welchem die ungenau geformte Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst mittels eines individuellen Passivierungs-Trays in eine paßgenaue Form gebracht wird. Bezüglich des Trägerelements liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, dieses so auszubilden, daß es für die Keramikverblendung der Suprakonstruktion einsetzbar ist, wobei ein Verzug der Suprakonstruktion durch die Wärmebe­ handlung während des Keramikbrandes vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, daß ein Wärmebehandlungsmodell gefertigt wird, welches der durch das Meistermodell wiedergegebenen Mundsituation gleicht, wobei in das Wärmebehandlungsmodell Modellanker, entsprechend den Modellimplantaten eingesetzt werden und daß die gegossene Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst mittels Schrauben mit dem Wärmebehandlungsmo­ dell verbunden und nachfolgend wärmebehandelt wird. Dabei wird die Suprakonstruktion bzw. das Trägergerüst exakt an die Geometrie des Wärmebehandlungsmodells angepaßt.
Erfindungsgemäß kann der Begriff "Suprakonstruktion" sowohl das Trägergerüst der Suprakonstruktion als auch die fertig­ gestellte, mit einer keramischen Verblendung versehene Suprakonstruktion umfassen.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Während es aus dem Stand der Technik lediglich üblich war, die fertig gegossene Suprakonstruktion (sowohl vor als auch nach einer Verblen­ dung) mechanisch zu trennen und neu zu verlöten und dadurch dem Meistermodell anzupassen, ist es erfindungsgemäß nunmehr möglich, durch die zusätzliche Wärmebehandlung die Formsta­ bilität der Suprakonstruktion sicherzustellen. Die Wärmebe­ handlung erfolgt bevorzugterweise in Form eines spannungs­ frei-Glühens. Hierdurch wird erreicht, daß die Suprakon­ struktion keine inneren Spannungen mehr aufweist, die bei der weiteren Bearbeitung oder nach dem Einsetzen beim Pa­ tienten zu Paß-Ungenauigkeiten und dadurch zu Sprüngen in der Keramik führen könnten. Da die Suprakonstruktionen exakt gefertigt werden müssen, beispielsweise um formgenau zu den noch vorhandenen Zähnen eines Patienten zu passen oder um eine exakte Okklusion sicherzustellen, ist dies von besonde­ rer Wichtigkeit.
Das erfindungsgemäße Wärmebehandlungsmodell gleicht exakt dem Meistermodell und gibt damit exakt die Mundsituation des Patienten wieder. Hierdurch wird die Suprakonstruktion abso­ lut paßgenau durch die Wärmebehandlung geformt.
Das Wärmebehandlungsmodell kann erfindungsgemäß unter Ver­ wendung des individuellen Löffels hergestellt werden. Dieser ist in jedem Falle noch vorhanden, da er zur Herstellung des Meistermodells notwendig war. Somit braucht lediglich der individuelle Löffel nochmals mit der speziellen hitzebestän­ digen Modellmasse ausgegossen werden.
Alternativ hierzu ist es jedoch auch möglich, das Wärmebe­ handlungsmodell unter Verwendung eines Gipsschlüssels zu fertigen, wobei dieser unter Umschließung der Abdruckkappen vom Meistermodell ausgehend abgeformt wird. Die Verwendung eines derartigen Gipsschlüssels ist besonders bei schrägen, der Zahnrichtung angepaßten, auf die Implantatpfeiler aufzu­ setztenden Köpfen zu empfehlen.
Das Wärmebehandlungsmodell wird bevorzugterweise aus einer auf ein Trägerelement aufgesetzten Einbettmasse aufgebaut. Das erfindungsgemäße Trägerelement wird nachfolgend im ein­ zelnen beschrieben werden, es gestattet die verzugsfreie Verankerung sowohl der Modellanker als auch der Einbettmas­ se. Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß die Modellanker in Ausnehmungen des Trägerelements aufgenommen sind. Eine Lageänderung der Modellanker während des Wärmebehandlungs­ vorganges wird somit ausgeschlossen.
Vor der Wärmebehandlung wird die Suprakonstruktion erfin­ dungsgemäß mit dem Wärmebehandlungsmodell verschraubt, zur Beseitigung von Form- und/oder Maßabweichungen ist es mög­ lich, die Suprakonstruktion mehr oder weniger fest beim Aufsetzen auf das Wärmebehandlungsmodell zu verschrauben. Je nachdem wie ungenau die Suprakonstruktion gegossen ist, muß sie unter Umständen mehrfach hintereinander einer Wärmebe­ handlung oder einer Paß-Behandlung unterzogen werden.
In einem weiteren Verfahrensschritt wird die spannungsfrei geglühte Suprakonstruktion erfindungsgemäß mit einer Ver­ blendung versehen, beispielsweise einem keramischen Mate­ rial. Dieses wird üblicherweise pulverförmig bereitgestellt und auf die Suprakonstruktion aufgetragen, wobei dies auf dem Meistermodell erfolgt. Die so beschichtete Suprakon­ struktion wird mehrfach gebrannt. Dieser Brennvorgang er­ folgt erfindungsgemäß unter Verwendung des Wärmebehandlungs­ modells, um einen nochmaligen Verzug oder Maßabweichungen der Suprakonstruktion auszuschließen. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, weil die keramischen Beschichtungen sich während des Brennvorganges verziehen und schrumpfen und somit, da der Brennvorgang nahe dem Schmelzpunkt der Supra­ konstruktion erfolgt, zu einer Formänderung der Suprakon­ struktion bzw. dem Trägergerüst führen können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch durch ein Trägerelement für ein Metallgerüst einer implantatgetragenen Suprakon­ struktion gelöst, welches zwei zueinander parallele, mit Ausnehmungen zum Einsetzen von Modellankern versehene, fest miteinander verbundene Trägerplatten umfaßt.
Das erfindungsgemäße Trägerelement bildet somit eine stabile Grundkonstruktion, welche sich durch Wärmeeinflüsse nicht oder nicht merkbar in ihrer Form ändert.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Trägerelement aus einem Material gefertigt ist, dessen Wärmeausdehnungskoeffi­ zient im wesentlichen gleich ist zu dem Wärmeausdehnungs­ koeffizienten einer Einbettmasse zur Halterung der Modell­ anker, dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Metallgerüsts der Suprakonstruktion und/oder dem Wärmeausdehnungskoeffi­ zienten einer Verblendungsmasse zur Verblendung der Supra­ konstruktion. Durch diese Materialauswahl und Materialpaa­ rung werden Wärmespannungen sowie Spannungen durch unter­ schiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten vermieden. Ein Verzug oder eine Verformung der Suprakonstruktion kann somit ausgeschlossen werden.
Besonders günstig ist es, wenn die beiden zueinander paral­ lelen Trägerplatten gitterartig ausgebildet sind. Die git­ terartige Struktur ermöglicht ein Eindringen oder Durchgrei­ fen der Einbettmasse, so daß diese durch die Trägerplatten festgehalten und "armiert" wird. Hierdurch wird ausgeschlos­ sen, daß die Einbettmasse während der Wärmebehandlung oder beim Aufsetzen der Suprakonstruktion springt oder sich ver­ formt. Die Maschenweite des Gitters der oberen Trägerplatte ist bevorzugterweise größer, als die Maschenweite des Git­ ters der unteren Trägerplatte. Hierdurch wird ein Um­ schließen der oberen Trägerplatte durch die Einbettmasse gefördert, während die untere Trägerplatte die Einbettmasse im wesentlichen zurückhält und ein Ausfließen verhindert.
Das Trägerelement ist bevorzugterweise aus einem zunderfrei­ en oder nicht zur Verzunderung neigenden Material gefertigt, besonders vorteilhaft haben sich Legierungen aus Kobalt-Chrom erwiesen. Es ist jedoch auch möglich, das Trägerele­ ment aus keramischen Werkstoffen zu erzeugen.
Das Trägerelement kann erfindungsgemäß wiederverwendbar aus­ gebildet sein, wobei die Einbettmasse nach Beendigung der Arbeiten beispielsweise durch Sandstrahlen entfernt werden kann.
Um das Einsetzen der Modellanker zu erleichtern, kann es vorteilhaft sein, wenn die obere Trägerplatte mit zumindest einer Ausnehmung versehen ist, welche beispielsweise bogen­ förmig, der Form des Kieferkamms folgend, ausgestaltet ist. Es ist jedoch auch möglich, die Maschenweite des Gitters entsprechend groß zu dimensionieren oder einzelne Ausnehmun­ gen individuell zu erzeugen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei­ spielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Teiles der Unterkiefersituation eines Patienten,
Fig. 2 eine Darstellung, ähnlich Fig. 1, mit aufgesetzten Übertragungskappen,
Fig. 3 eine Darstellung, ähnlich Fig. 2, mit aufgesetztem individuellem Löffel,
Fig. 4 eine Unteransicht eines Abdrucks der Mundsituation nach Fig. 3 und nach Aufsetzen von Modellimplantaten,
Fig. 5 eine vereinfachte Darstellung eines Meistermodells mit aufgesetzter Suprakonstruktion,
Fig. 6 eine vereinfachte perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsmodells unter Verwendung des erfindungsgemäßen Trägerelements, wobei eine Einbett­ masse aufgebracht ist, in welche Modellanker eingesetzt sind,
Fig. 7 eine schematische Rück-Ansicht des in Fig. 6 gezeig­ ten Wärmebehandlungsmodells, wobei auf die Modellanker eine bereits keramikverblendete Suprakonstruktion aufgesetzt ist,
Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf ein weiteres Ausfüh­ rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Trägerelements, und
Fig. 9 eine schematische Seitenansicht des in Fig. 8 darge­ stellten Trägerelements.
Die Fig. 1 bis 5 verdeutlichen in schematischer Weise die Vorgehensweise zur Fertigung einer Suprakonstruktion.
In Fig. 1 ist schematisch die Mundsituation eines Patienten dargestellt, in einen Kieferkamm 12 eines Unterkiefers sind Implantatpfeiler 6 eingesetzt. Auf diese Weise werden, wie in Fig. 2 gezeigt, Übertragungskappen 13 aufgeschraubt. Nachfolgend wird, wie in Fig. 3 gezeigt, mittels eines indi­ viduellen Löffels 7 ein Abdruck genommen, wobei die Übertra­ gungskappen 13 in eine Abdruckmasse 14 eingebettet sind. Die Fig. 4 zeigt eine Unteransicht des fertigen Abdrucks 8, in die Übertragungskappen 13 sind Modellimplantate 9 einge­ schraubt, welche hinsichtlich ihrer Lage und Ausrichtung den Implantatpfeilern 6 entsprechen.
Unter Verwendung des in Fig. 4 gezeigten Abdrucks 8 wird in konventieller Weise ein Meistermodell 10 gefertigt, wobei die Modellimplantate 9 in das Meistermodell 10 eingebettet sind. Unter Verwendung des Meistermodells 10 kann dann eine Suprakonstruktion 1 bzw. deren Trägergerüst aus Wachs model­ liert und abgegossen werden.
Die Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsge­ mäßen Wärmebehandlungsmodells. Dieses umfaßt ein Träger­ element, welches aus einer oberen Trägerplatte 2 und einer unteren Trägerplatte 3 aufgebaut ist. Die beiden Trägerplat­ ten sind, wie schematisch dargestellt, in Form eines Gitters oder Rasters ausgebildet.
Unter Verwendung des in Fig. 4 gezeigten Abdrucks 8 des in­ dividuellen Löffels 7 wird mittels einer Einbettmasse 5 auf den Trägerplatten 2, 3 ein Wärmebehandlungsmodell erzeugt, welches hinsichtlich seiner Form und Dimensionierung der Mundsituation des Patienten (Fig. 1 und 2) sowie dem Meister­ modell 10 (Fig. 5) gleicht. Anstelle der in Fig. 4 gezeigten Modellimplantate sind Modellanker 4 eingesetzt, welche durch Ausnehmungen (nicht gezeigt) der oberen Trägerplatte 2 durchgeführt sind.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß die Einbettmasse 5 durch die obere Trägerplatte 2 in den Zwischenraum zwischen den beiden Trägerplatten gelangt, so daß die gitterartige obere Träger­ platte 2 eine "Armierung" für die Einbettmasse 5 bildet. Dies ist somit fest an dem Trägerelement verankert und bil­ det einen sicheren Rückhalt für die Modellanker 4.
Die Fig. 7 zeigt eine rückseitige Ansicht der in Fig. 6 be­ schriebenen Situation, wobei zusätzlich die Suprakonstruk­ tion 1 aufgesetzt ist. Auf diese kann ein Verblendmaterial 11, beispielsweise ein Keramikmaterial aufgebracht sein.
Die Fig. 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Trägerelements, bei welchem dieses in Form achteckiger gitterförmiger Trägerplatten ausgebildet ist. Diese sind einstückig mit Stegen 15 versehen, die die Trä­ gerplatten 2, 3 lagern und zur Versteifung des Trägerele­ ments beitragen.
Das erfindungsgemäße Wärmebehandlungsmodell ermöglicht so­ mit, die Suprakonstruktion paßgenau auszurichten und in die­ ser Ausrichtung einer Wärmebehandlung zu unterziehen. Hier­ durch wird die Formgenauigkeit der Suprakonstruktion gewähr­ leistet, es wird weiterhin ausgeschlossen, daß nachfolgende Bearbeitungsschritte, beispielsweise ein Brennen zur Fixie­ rung einer Verblendung zu Formänderungen der Suprakonstruk­ tion führen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch zur formgenauen An­ passung weiterer dentalmedizinischer Präparationen, bei­ spielsweise von Brücken geeignet.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion, bei welchem nach der Herstellung der Suprakonstruktion 1 ein Wärmbe­ handlungsmodell gefertigt wird, welches paßgenau zu einem Meistermodell bzw. zu der Mundsituation eines Patienten ge­ fertigt ist und auf welchem eine Wärmebehandlung der Supra­ konstruktion erfolgt, um es derart passend zu machen, daß es exakt auf das Meistermodell paßt.

Claims (18)

1. Trägerelement für ein Metallgerüst einer implantatge­ tragenen Suprakonstruktion (1) mit zwei zueinander parallelen, mit Ausnehmungen zum Einsetzen von Modell­ ankern (4) versehenen, fest miteinander verbundenen Trägerplatten (2, 3).
2. Trägerelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Trägerelements einen Wärmeausdeh­ nungskoeffizienten aufweist, der im wesentlichen gleich ist mit dem Wärmeausdehnungskoeffizienten einer Einbett­ masse (5) zur Halterung der Modellanker (4), dem Wärme­ ausdehnungskoeffizienten des Metallgerüsts der Suprakon­ struktion (1) und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten einer Verblendungsmasse zur Verblendung der Suprakon­ struktion (1).
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Trägerplatten (2, 3) gitterartig aus­ gebildet sind.
4. Trägerelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenweite des Gitters der oberen Trägerplatte (2) größer ist als die Maschenweite des Gitters der un­ teren Trägerplatte (3).
5. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement aus einem zunder­ freien Material gefertigt ist.
6. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement aus einer Kobalt und Chrom enthaltenden, edelmetallfreien Legierung besteht.
7. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement wiederverwendbar ist.
8. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Trägerplatte (2) mit zumindest einer Ausnehmung zum Einsetzen von Modellankern (4) versehen ist.
9. Trägerelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung bogenförmig ausgebildet ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Su­ prakonstruktion (1), bei welchem von einer Mundsituation eines Patienten, nach Implantieren von Implantatpfeilern (6), ein Abdruck (8) mittels eines individuellen Löffels (7) erstellt wird, in diesen Abdruck (8) Modellimplan­ tate (9) eingesetzt und von diesem Abdruck (8) ein Mei­ stermodell (10) gefertigt wird, nachfolgend eine Wachs­ modellation der Suprakonstruktion (1) bzw. deren Träger­ gerüst gefertigt und abgegossen wird, dadurch gekenn­ zeichnet, daß ein Wärmebehandlungsmodell gefertigt wird, welches der durch das Meistermodell (10) wiedergegebenen Mundsituation gleicht, wobei in das Wärmebehandlungs­ modell Modellanker (4), entsprechend den Modellimplanta­ ten (9), eingesetzt werden und daß die gegossene Supra­ konstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst mit dem Wärme­ behandlungsmodell verbunden wird und daß das Wärmebe­ handlungsmodell zusammen mit der Suprakonstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst wärmebehandelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmebehandlungsmodell durch Abdruck eines indivi­ duellen Löffels (7) hergestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmebehandlungsmodell unter Verwendung eines Gips­ schlüssels gefertigt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmebehandlungsmodell aus einer auf ein Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufgesetzten Einbettmasse (5) aufgebaut ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Modellanker (4) in Ausnehmungen des Trägerelements aufgenommen sind.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst mit dem Wärmebehandlungsmodell verschraubt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst zur Beseitigung von Form- und/oder Maßab­ weichungen vor dem Aufsetzen auf das Wärmebehandlungsmo­ dell verformt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst bei der Wärmebehandlung spannungsfrei ge­ glüht wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst nach jedem Aufbringen eines Verblendmate­ rials (11) nochmals auf das Wärmebehandlungsmodell auf­ gesetzt und wärmebehandelt und/oder gebrannt wird, um einen Verzug zu vermeiden.
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