DE19608755A1 - Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst und Trägerelement für die Wärmebehandlung der Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüsts - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst und Trägerelement für die Wärmebehandlung der Suprakonstruktion bzw. deren TrägergerüstsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das mittels
eines individuellen Trägerelements die Herstellung einer
spannungsfreien implantatgetragenen Suprakonstruktion bzw.
von deren Trägergerüst gewährleistet sowie mittels eines
individuellen Trägerelements für ein Metallgerüst einer
Suprakonstruktion während eines Wärmebehandlungsvorganges
bzw. eines Keramikbrandes.
Bei der prothetischen Implantatversorgung eines Patienten
ist es bekannt, in den Kieferkamm Implantatpfeiler einge
setzt werden, auf welchen eine Suprakonstruktion befestigt,
die z. B. keramisch verblendet (zahnfarben) wird. Die übli
che Vorgehensweise besteht darin, nach der Implantierung der
Pfeiler mittels eines individuellen Löffels einen Abdruck zu
nehmen, der die Mundsituation des Patienten, insbesondere
die Form des Kieferkamms, der Schleimhäute etc. sowie die
Lage der Implantatpfeiler wiedergibt. Hierzu werden auf die
Implantatpfeiler in bekannter Weise Übertragungskappen auf
gesetzt, die dann in den Abdruck des individuellen Löffels
eingebettet sind. Nachfolgend werden Modellimplantate in die
Übertragungskappen eingeschraubt, so daß es möglich ist, ein
Meistermodell herzustellen, in welchem die Modellimplantate
so eingebettet sind, wie die Implantatpfeiler im Kieferkamm
des Patienten. Unter Verwendung des Meistermodells wird dann
aus Wachs eine Suprakonstruktion modelliert, welche unter
Anwendung üblicher Hilfsteile im Gußverfahren vergossen
wird.
Diese Verfahrensschritte sind aus dem Stand der Technik be
kannt, so daß auf eine nähere Beschreibung verzichtet werden
kann.
Die nunmehr im Rohzustand gegossene Suprakonstruktion ist,
bedingt durch die verwendeten metallischen Legierungen (bei
spielsweise Gold-Legierungen) in gewissem Maße weich und
verformbar. Weiterhin weist die Suprakonstruktion, bedingt
durch den Abkühl- und Schrumpfungsvorgang beim Gießen, De
formationen auf, so daß sie üblicherweise nicht exakt auf
das Meistermodell paßt. Aus dem Stand der Technik ist es be
kannt, die gegossene Suprakonstruktion zu teilen und ent
sprechend zu löten, um sie wieder passend zu machen. Dies
erweist sich jedoch als unzureichend, da sich beim nachfol
genden Bearbeiten der Suprakonstruktion und bei einer Ver
blendung mit Verblendmaterial, beispielsweise Keramikmate
rial erneut Formänderungen ergeben. Als Ergebnis ist es
somit aus dem Stand der Technik bekannt, daß die Suprakon
struktionen nachgearbeitet werden müssen, um sie passend zu
machen. Dies erfordert zum einen einen hohen labortechni
schen Aufwand, zum anderen ist nicht sichergestellt, daß die
Suprakonstruktion problemlos an den Implantatpfeilern des
Patienten befestigt werden kann. Im ungünstigen Falle muß
die Suprakonstruktion nochmals im Dentallabor nachgearbeitet
oder gänzlich neu gefertigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion zu
schaffen, welches bei einfacher Ausgestaltung und einfacher,
betriebssicherer Handhabbarkeit die passende Herstellung von
Suprakonstruktionen ermöglicht.
Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Trä
gerelement für die Durchführung des Verfahrens zu schaffen,
welches einfach und kostengünstig aufgebaut ist und dessen
Verwendung keine Schwierigkeiten bereitet.
Es ist somit die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Herstellung einer paßgenauen implantatgetragenen Suprakon
struktion zu schaffen, bei welchem die ungenau geformte
Suprakonstruktion bzw. deren Trägergerüst mittels eines
individuellen Passivierungs-Trays in eine paßgenaue Form
gebracht wird. Bezüglich des Trägerelements liegt weiterhin
die Aufgabe zugrunde, dieses so auszubilden, daß es für die
Keramikverblendung der Suprakonstruktion einsetzbar ist,
wobei ein Verzug der Suprakonstruktion durch die Wärmebe
handlung während des Keramikbrandes vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens
dadurch gelöst, daß ein Wärmebehandlungsmodell gefertigt
wird, welches der durch das Meistermodell wiedergegebenen
Mundsituation gleicht, wobei in das Wärmebehandlungsmodell
Modellanker, entsprechend den Modellimplantaten eingesetzt
werden und daß die gegossene Suprakonstruktion bzw. deren
Trägergerüst mittels Schrauben mit dem Wärmebehandlungsmo
dell verbunden und nachfolgend wärmebehandelt wird. Dabei
wird die Suprakonstruktion bzw. das Trägergerüst exakt an
die Geometrie des Wärmebehandlungsmodells angepaßt.
Erfindungsgemäß kann der Begriff "Suprakonstruktion" sowohl
das Trägergerüst der Suprakonstruktion als auch die fertig
gestellte, mit einer keramischen Verblendung versehene
Suprakonstruktion umfassen.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise zeichnet sich durch
eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Während es aus dem
Stand der Technik lediglich üblich war, die fertig gegossene
Suprakonstruktion (sowohl vor als auch nach einer Verblen
dung) mechanisch zu trennen und neu zu verlöten und dadurch
dem Meistermodell anzupassen, ist es erfindungsgemäß nunmehr
möglich, durch die zusätzliche Wärmebehandlung die Formsta
bilität der Suprakonstruktion sicherzustellen. Die Wärmebe
handlung erfolgt bevorzugterweise in Form eines spannungs
frei-Glühens. Hierdurch wird erreicht, daß die Suprakon
struktion keine inneren Spannungen mehr aufweist, die bei
der weiteren Bearbeitung oder nach dem Einsetzen beim Pa
tienten zu Paß-Ungenauigkeiten und dadurch zu Sprüngen in
der Keramik führen könnten. Da die Suprakonstruktionen exakt
gefertigt werden müssen, beispielsweise um formgenau zu den
noch vorhandenen Zähnen eines Patienten zu passen oder um
eine exakte Okklusion sicherzustellen, ist dies von besonde
rer Wichtigkeit.
Das erfindungsgemäße Wärmebehandlungsmodell gleicht exakt
dem Meistermodell und gibt damit exakt die Mundsituation des
Patienten wieder. Hierdurch wird die Suprakonstruktion abso
lut paßgenau durch die Wärmebehandlung geformt.
Das Wärmebehandlungsmodell kann erfindungsgemäß unter Ver
wendung des individuellen Löffels hergestellt werden. Dieser
ist in jedem Falle noch vorhanden, da er zur Herstellung des
Meistermodells notwendig war. Somit braucht lediglich der
individuelle Löffel nochmals mit der speziellen hitzebestän
digen Modellmasse ausgegossen werden.
Alternativ hierzu ist es jedoch auch möglich, das Wärmebe
handlungsmodell unter Verwendung eines Gipsschlüssels zu
fertigen, wobei dieser unter Umschließung der Abdruckkappen
vom Meistermodell ausgehend abgeformt wird. Die Verwendung
eines derartigen Gipsschlüssels ist besonders bei schrägen,
der Zahnrichtung angepaßten, auf die Implantatpfeiler aufzu
setztenden Köpfen zu empfehlen.
Das Wärmebehandlungsmodell wird bevorzugterweise aus einer
auf ein Trägerelement aufgesetzten Einbettmasse aufgebaut.
Das erfindungsgemäße Trägerelement wird nachfolgend im ein
zelnen beschrieben werden, es gestattet die verzugsfreie
Verankerung sowohl der Modellanker als auch der Einbettmas
se. Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß die Modellanker
in Ausnehmungen des Trägerelements aufgenommen sind. Eine
Lageänderung der Modellanker während des Wärmebehandlungs
vorganges wird somit ausgeschlossen.
Vor der Wärmebehandlung wird die Suprakonstruktion erfin
dungsgemäß mit dem Wärmebehandlungsmodell verschraubt, zur
Beseitigung von Form- und/oder Maßabweichungen ist es mög
lich, die Suprakonstruktion mehr oder weniger fest beim
Aufsetzen auf das Wärmebehandlungsmodell zu verschrauben. Je
nachdem wie ungenau die Suprakonstruktion gegossen ist, muß
sie unter Umständen mehrfach hintereinander einer Wärmebe
handlung oder einer Paß-Behandlung unterzogen werden.
In einem weiteren Verfahrensschritt wird die spannungsfrei
geglühte Suprakonstruktion erfindungsgemäß mit einer Ver
blendung versehen, beispielsweise einem keramischen Mate
rial. Dieses wird üblicherweise pulverförmig bereitgestellt
und auf die Suprakonstruktion aufgetragen, wobei dies auf
dem Meistermodell erfolgt. Die so beschichtete Suprakon
struktion wird mehrfach gebrannt. Dieser Brennvorgang er
folgt erfindungsgemäß unter Verwendung des Wärmebehandlungs
modells, um einen nochmaligen Verzug oder Maßabweichungen
der Suprakonstruktion auszuschließen. Dies ist insbesondere
deshalb vorteilhaft, weil die keramischen Beschichtungen
sich während des Brennvorganges verziehen und schrumpfen und
somit, da der Brennvorgang nahe dem Schmelzpunkt der Supra
konstruktion erfolgt, zu einer Formänderung der Suprakon
struktion bzw. dem Trägergerüst führen können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch durch ein Trägerelement
für ein Metallgerüst einer implantatgetragenen Suprakon
struktion gelöst, welches zwei zueinander parallele, mit
Ausnehmungen zum Einsetzen von Modellankern versehene, fest
miteinander verbundene Trägerplatten umfaßt.
Das erfindungsgemäße Trägerelement bildet somit eine stabile
Grundkonstruktion, welche sich durch Wärmeeinflüsse nicht
oder nicht merkbar in ihrer Form ändert.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Trägerelement aus
einem Material gefertigt ist, dessen Wärmeausdehnungskoeffi
zient im wesentlichen gleich ist zu dem Wärmeausdehnungs
koeffizienten einer Einbettmasse zur Halterung der Modell
anker, dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Metallgerüsts
der Suprakonstruktion und/oder dem Wärmeausdehnungskoeffi
zienten einer Verblendungsmasse zur Verblendung der Supra
konstruktion. Durch diese Materialauswahl und Materialpaa
rung werden Wärmespannungen sowie Spannungen durch unter
schiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten vermieden. Ein
Verzug oder eine Verformung der Suprakonstruktion kann somit
ausgeschlossen werden.
Besonders günstig ist es, wenn die beiden zueinander paral
lelen Trägerplatten gitterartig ausgebildet sind. Die git
terartige Struktur ermöglicht ein Eindringen oder Durchgrei
fen der Einbettmasse, so daß diese durch die Trägerplatten
festgehalten und "armiert" wird. Hierdurch wird ausgeschlos
sen, daß die Einbettmasse während der Wärmebehandlung oder
beim Aufsetzen der Suprakonstruktion springt oder sich ver
formt. Die Maschenweite des Gitters der oberen Trägerplatte
ist bevorzugterweise größer, als die Maschenweite des Git
ters der unteren Trägerplatte. Hierdurch wird ein Um
schließen der oberen Trägerplatte durch die Einbettmasse
gefördert, während die untere Trägerplatte die Einbettmasse
im wesentlichen zurückhält und ein Ausfließen verhindert.
Das Trägerelement ist bevorzugterweise aus einem zunderfrei
en oder nicht zur Verzunderung neigenden Material gefertigt,
besonders vorteilhaft haben sich Legierungen aus
Kobalt-Chrom erwiesen. Es ist jedoch auch möglich, das Trägerele
ment aus keramischen Werkstoffen zu erzeugen.
Das Trägerelement kann erfindungsgemäß wiederverwendbar aus
gebildet sein, wobei die Einbettmasse nach Beendigung der
Arbeiten beispielsweise durch Sandstrahlen entfernt werden
kann.
Um das Einsetzen der Modellanker zu erleichtern, kann es
vorteilhaft sein, wenn die obere Trägerplatte mit zumindest
einer Ausnehmung versehen ist, welche beispielsweise bogen
förmig, der Form des Kieferkamms folgend, ausgestaltet ist.
Es ist jedoch auch möglich, die Maschenweite des Gitters
entsprechend groß zu dimensionieren oder einzelne Ausnehmun
gen individuell zu erzeugen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei
zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Teiles der
Unterkiefersituation eines Patienten,
Fig. 2 eine Darstellung, ähnlich Fig. 1, mit aufgesetzten
Übertragungskappen,
Fig. 3 eine Darstellung, ähnlich Fig. 2, mit aufgesetztem
individuellem Löffel,
Fig. 4 eine Unteransicht eines Abdrucks der Mundsituation
nach Fig. 3 und nach Aufsetzen von Modellimplantaten,
Fig. 5 eine vereinfachte Darstellung eines Meistermodells
mit aufgesetzter Suprakonstruktion,
Fig. 6 eine vereinfachte perspektivische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsmodells unter Verwendung
des erfindungsgemäßen Trägerelements, wobei eine Einbett
masse aufgebracht ist, in welche Modellanker eingesetzt
sind,
Fig. 7 eine schematische Rück-Ansicht des in Fig. 6 gezeig
ten Wärmebehandlungsmodells, wobei auf die Modellanker eine
bereits keramikverblendete Suprakonstruktion aufgesetzt ist,
Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf ein weiteres Ausfüh
rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Trägerelements, und
Fig. 9 eine schematische Seitenansicht des in Fig. 8 darge
stellten Trägerelements.
Die Fig. 1 bis 5 verdeutlichen in schematischer Weise die
Vorgehensweise zur Fertigung einer Suprakonstruktion.
In Fig. 1 ist schematisch die Mundsituation eines Patienten
dargestellt, in einen Kieferkamm 12 eines Unterkiefers sind
Implantatpfeiler 6 eingesetzt. Auf diese Weise werden, wie
in Fig. 2 gezeigt, Übertragungskappen 13 aufgeschraubt.
Nachfolgend wird, wie in Fig. 3 gezeigt, mittels eines indi
viduellen Löffels 7 ein Abdruck genommen, wobei die Übertra
gungskappen 13 in eine Abdruckmasse 14 eingebettet sind. Die
Fig. 4 zeigt eine Unteransicht des fertigen Abdrucks 8, in
die Übertragungskappen 13 sind Modellimplantate 9 einge
schraubt, welche hinsichtlich ihrer Lage und Ausrichtung den
Implantatpfeilern 6 entsprechen.
Unter Verwendung des in Fig. 4 gezeigten Abdrucks 8 wird in
konventieller Weise ein Meistermodell 10 gefertigt, wobei
die Modellimplantate 9 in das Meistermodell 10 eingebettet
sind. Unter Verwendung des Meistermodells 10 kann dann eine
Suprakonstruktion 1 bzw. deren Trägergerüst aus Wachs model
liert und abgegossen werden.
Die Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Wärmebehandlungsmodells. Dieses umfaßt ein Träger
element, welches aus einer oberen Trägerplatte 2 und einer
unteren Trägerplatte 3 aufgebaut ist. Die beiden Trägerplat
ten sind, wie schematisch dargestellt, in Form eines Gitters
oder Rasters ausgebildet.
Unter Verwendung des in Fig. 4 gezeigten Abdrucks 8 des in
dividuellen Löffels 7 wird mittels einer Einbettmasse 5 auf
den Trägerplatten 2, 3 ein Wärmebehandlungsmodell erzeugt,
welches hinsichtlich seiner Form und Dimensionierung der
Mundsituation des Patienten (Fig. 1 und 2) sowie dem Meister
modell 10 (Fig. 5) gleicht. Anstelle der in Fig. 4 gezeigten
Modellimplantate sind Modellanker 4 eingesetzt, welche durch
Ausnehmungen (nicht gezeigt) der oberen Trägerplatte 2
durchgeführt sind.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß die Einbettmasse 5 durch die
obere Trägerplatte 2 in den Zwischenraum zwischen den beiden
Trägerplatten gelangt, so daß die gitterartige obere Träger
platte 2 eine "Armierung" für die Einbettmasse 5 bildet.
Dies ist somit fest an dem Trägerelement verankert und bil
det einen sicheren Rückhalt für die Modellanker 4.
Die Fig. 7 zeigt eine rückseitige Ansicht der in Fig. 6 be
schriebenen Situation, wobei zusätzlich die Suprakonstruk
tion 1 aufgesetzt ist. Auf diese kann ein Verblendmaterial
11, beispielsweise ein Keramikmaterial aufgebracht sein.
Die Fig. 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Trägerelements, bei welchem dieses in Form
achteckiger gitterförmiger Trägerplatten ausgebildet ist.
Diese sind einstückig mit Stegen 15 versehen, die die Trä
gerplatten 2, 3 lagern und zur Versteifung des Trägerele
ments beitragen.
Das erfindungsgemäße Wärmebehandlungsmodell ermöglicht so
mit, die Suprakonstruktion paßgenau auszurichten und in die
ser Ausrichtung einer Wärmebehandlung zu unterziehen. Hier
durch wird die Formgenauigkeit der Suprakonstruktion gewähr
leistet, es wird weiterhin ausgeschlossen, daß nachfolgende
Bearbeitungsschritte, beispielsweise ein Brennen zur Fixie
rung einer Verblendung zu Formänderungen der Suprakonstruk
tion führen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch zur formgenauen An
passung weiterer dentalmedizinischer Präparationen, bei
spielsweise von Brücken geeignet.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion, bei welchem nach der Herstellung der Suprakonstruktion 1 ein Wärmbe handlungsmodell gefertigt wird, welches paßgenau zu einem Meistermodell bzw. zu der Mundsituation eines Patienten ge fertigt ist und auf welchem eine Wärmebehandlung der Supra konstruktion erfolgt, um es derart passend zu machen, daß es exakt auf das Meistermodell paßt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Suprakonstruktion, bei welchem nach der Herstellung der Suprakonstruktion 1 ein Wärmbe handlungsmodell gefertigt wird, welches paßgenau zu einem Meistermodell bzw. zu der Mundsituation eines Patienten ge fertigt ist und auf welchem eine Wärmebehandlung der Supra konstruktion erfolgt, um es derart passend zu machen, daß es exakt auf das Meistermodell paßt.
Claims (18)
1. Trägerelement für ein Metallgerüst einer implantatge
tragenen Suprakonstruktion (1) mit zwei zueinander
parallelen, mit Ausnehmungen zum Einsetzen von Modell
ankern (4) versehenen, fest miteinander verbundenen
Trägerplatten (2, 3).
2. Trägerelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material des Trägerelements einen Wärmeausdeh
nungskoeffizienten aufweist, der im wesentlichen gleich
ist mit dem Wärmeausdehnungskoeffizienten einer Einbett
masse (5) zur Halterung der Modellanker (4), dem Wärme
ausdehnungskoeffizienten des Metallgerüsts der Suprakon
struktion (1) und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
einer Verblendungsmasse zur Verblendung der Suprakon
struktion (1).
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Trägerplatten (2, 3) gitterartig aus
gebildet sind.
4. Trägerelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Maschenweite des Gitters der oberen Trägerplatte
(2) größer ist als die Maschenweite des Gitters der un
teren Trägerplatte (3).
5. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Trägerelement aus einem zunder
freien Material gefertigt ist.
6. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Trägerelement aus einer Kobalt
und Chrom enthaltenden, edelmetallfreien Legierung
besteht.
7. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Trägerelement wiederverwendbar
ist.
8. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die obere Trägerplatte (2) mit
zumindest einer Ausnehmung zum Einsetzen von
Modellankern (4) versehen ist.
9. Trägerelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung bogenförmig ausgebildet ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer implantatgetragenen Su
prakonstruktion (1), bei welchem von einer Mundsituation
eines Patienten, nach Implantieren von Implantatpfeilern
(6), ein Abdruck (8) mittels eines individuellen Löffels
(7) erstellt wird, in diesen Abdruck (8) Modellimplan
tate (9) eingesetzt und von diesem Abdruck (8) ein Mei
stermodell (10) gefertigt wird, nachfolgend eine Wachs
modellation der Suprakonstruktion (1) bzw. deren Träger
gerüst gefertigt und abgegossen wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Wärmebehandlungsmodell gefertigt wird,
welches der durch das Meistermodell (10) wiedergegebenen
Mundsituation gleicht, wobei in das Wärmebehandlungs
modell Modellanker (4), entsprechend den Modellimplanta
ten (9), eingesetzt werden und daß die gegossene Supra
konstruktion (1) bzw. deren Trägergerüst mit dem Wärme
behandlungsmodell verbunden wird und daß das Wärmebe
handlungsmodell zusammen mit der Suprakonstruktion (1)
bzw. deren Trägergerüst wärmebehandelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wärmebehandlungsmodell durch Abdruck eines indivi
duellen Löffels (7) hergestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wärmebehandlungsmodell unter Verwendung eines Gips
schlüssels gefertigt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wärmebehandlungsmodell aus einer
auf ein Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9
aufgesetzten Einbettmasse (5) aufgebaut ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Modellanker (4) in Ausnehmungen des Trägerelements
aufgenommen sind.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren
Trägergerüst mit dem Wärmebehandlungsmodell verschraubt
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren
Trägergerüst zur Beseitigung von Form- und/oder Maßab
weichungen vor dem Aufsetzen auf das Wärmebehandlungsmo
dell verformt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren
Trägergerüst bei der Wärmebehandlung spannungsfrei ge
glüht wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suprakonstruktion (1) bzw. deren
Trägergerüst nach jedem Aufbringen eines Verblendmate
rials (11) nochmals auf das Wärmebehandlungsmodell auf
gesetzt und wärmebehandelt und/oder gebrannt wird, um
einen Verzug zu vermeiden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19608755A DE19608755C2 (de) | 1996-03-06 | 1996-03-06 | Trägerelemente für ein Metallgerüst einer implantatgetragenen Suprakonstruktion und Verfahren zur Herstellung |
| US08/952,037 US6022215A (en) | 1996-03-06 | 1997-03-05 | Method of producing an implant-supported superstructure and its support frame, and support element for heat treatment of the superstructure and its support frame |
| PCT/EP1997/001101 WO1997032538A1 (de) | 1996-03-06 | 1997-03-05 | Verfahren zur herstellung einer implantatgetragenen suprakonstruktion bzw. deren trägergerüst und trägerelement für die wärmebehandlung der suprakonstruktion bzw. deren trägergerüst |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19608755A DE19608755C2 (de) | 1996-03-06 | 1996-03-06 | Trägerelemente für ein Metallgerüst einer implantatgetragenen Suprakonstruktion und Verfahren zur Herstellung |
Publications (2)
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