DE19606119C2 - Elektrisches Heizelement für Flüssiggasdruckregelgeräte - Google Patents
Elektrisches Heizelement für FlüssiggasdruckregelgeräteInfo
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Description
Gasverbrauchsanlagen mit Flüssiggas bestehen im Haus
halt oder im industriellen Bereich im allgemeinen aus
einem Tank und einer Versorgungsanlage. Diese Anlage
enthält die gesamte Rohrleitung vom Tank bis zum Ver
braucher. Der Tank ist ausgebildet als Druckbehälter.
Der im Behälter herrschende Druck hängt ab von der Au
ßentemeperatur und liegt in der Regel zwischen ca. 4
und 10 bar. Dieser Druck ist für die Versorgung von
häuslichen Gasgeräten zu hoch, da diese Geräte für ei
nen Druck von 50 mbar ausgelegt sind. Der im Behälter
herrschende Druck wird deshalb in zwei Stufen auf die
sen Versorgungsdruck von 50 mbar reduziert. Dabei wird
der Druck in der ersten Stufe vom Behälterdruck auf 0,7 bar
reduziert. Mit diesem Druck erfolgt die Leitung zum
Haus. Am Haus wird dann eine weitere Druckreduzierung
auf den gewünschten Versorgungsdruck vorgenommen.
Flüssiggas enthält im allgemeinen geringe Anteile von
Wasser oder Wasserdampf. Diese Anteile können jedoch
höher werden durch Reste von Wasser, die aus der Prü
fung der Druckbehälter und/oder des Tankfahrzeuges kom
men. Weiter besteht die Möglichkeit, daß das Gas schon
von der Raffinerie her Wasser enthält. Flüssiggas hat
einen negativen Joule-Thompson Faktor, d. h. bei Ent
spannung kühlt sich das Flüssiggas ab. Die Abkühlung
ist proportional dem Druckgefälle. Enthält es nun we
sentliche Bestandteile an Wasser, so kann es vorkommen,
daß die Regler der 1. Stufe, wo die höchste Druckredu
zierung stattfindet, vereisen. Dadurch kommt es entwe
der zum Ansprechen von Sicherheitseinrichtungen oder
einfach zum Abfallen des notwendigen Gasdrucks bis auf
0 bar.
Bis zum heutigen Tag hat man die auftretenden Probleme
der Reglervereisung dadurch versucht zu vermindern, daß
man die Regler überdimensioniert hat oder in den Reg
lern selbst Räume geschaffen hat, in denen sich das Eis
ablagern kann. Dadurch sind die Standzeiten der Regler
bis zur Vereisung höher geworden und es ist in weniger
Fällen zur Vereisung gekommen.
Für die Anlagen, die mit dieser Methode nicht zu einem
ordnungsgemäßen Betrieb gebracht werden konnten, sind
elektrische Begleitheizungen bekannt, die in der Form
von Bändern um die Regler und die Leitungen gelegt wer
den.
Die bekannten elektrischen Begleitheizungen haben den
Nachteil, daß die Wärme nicht in der erforderlichen In
tensität an die Orte gebracht wird, an denen die größte
Kälteentwicklung stattfindet. Dies ist der Bereich der
Ventile der Druckregler und der Bereich kurz dahinter.
Für Druckregler kleiner Leistung, insbesondere im Cam
ping- und Caravaning-Bereich, ist eine elektrische Be
heizung mittels eines elektrischen Widerstandes be
kannt. Diese Lösung ermöglicht zwar die Wärme an die
gewünschten Punkte des Druckreglergehäuses zu bringen,
aber die Wärmeleistung ist gering und kann nicht, da
sie konstant ist, an den jeweiligen Flüssiggasverbrauch
mit der davon abhängigen Kälteentwicklung angepaßt wer
den, es sei denn, es wird eine aufwendige zusätzliche
elektrische Regelung vorgesehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorbezeichneten Nach
teile zu beseitigen, also eine Druckreglerheizung zu
schaffen, die sich hinsichtlich ihrer Wärmeleistung an
die jeweils vom Flüssigkeitsvolumen abhängige Kälteent
wicklung anpaßt und außerdem
die Druckreglerheizung so auszubilden, daß sie bei gu
ter Wärmeübertragung an den Stellen des Druckreglerge
häuses angebracht werden kann, in deren Bereich die
größte Kälteentwicklung stattfindet.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Zur näheren Erläuterung des neuen Heizelementes für
Flüssiggas-Druckregelgeräte wird auf die Zeichnung ver
wiesen.
Es zeigen:
Fig. 1: Im Schnitt die Seitenansicht des Ge
häuses des neuen Heizelementes mit Kaltleiter
widerstand
Fig. 2: In Draufsicht das Gehäuse mit Kaltlei
terwiderständen.
Wie aus den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 hervor
geht, besteht das Heizelement aus einem zylindrischen
Aus der DE 35 06 759 C1 ist ein Heizelement mit einem Kalt
leiterwiderstand bekannt, dessen Widerstands-/Temperatur
kennlinie bei Erreichen einer bestimmten Temperatur die Auf
heizung stark reduziert. Das Gehäuse des Heizelements ist mit
einer Einführung für elektrische Versorgungsleitungen verse
hen. - Beim bekannten Heizelement ist die Wärmeübertragung
vom Heizelement auf das Gehäuse nicht besonders gut. Außerdem
eignet sich das Heizelement nicht zum Beheizen von Flüssig
gas-Druckreglern, weil es nicht ex-geschützt ist.
Gehäuse 1, z. B. aus Messing, in dessen Inneren ein
Kaltleiterwiderstand 2 am Boden befestigt ist. Der
Durchmesser des Gehäuses 1 beträgt ungefähr 30 mm und
die Höhe etwa 15 mm. Je nach Größe des Druckregelgerä
tes können aber auch andere Abmessungen vorgesehen wer
den, auch können die Gehäuseformen an das Gehäuse des
Druckregelgerätes angepaßt werden. Im Inneren des Ge
häuses 1 ist an seinem Boden der Kaltleiterwiderstand 2
befestigt. Dies kann z. B. mit Hilfe eines leitenden
Klebstoffes oder durch Löten oder durch Anpressen er
folgen. Der Kaltleiterwiderstand 2 ist über seine An
schlußleitungen 3 und 4 mit einer nicht dargestellten
elektrischen Energiequelle verbunden. Das Gehäuse 1 ist
ferner mit einer temperaturfesten Vergußmasse 5 ausge
füllt, einmal, um eine Isolierung zu erreichen, zum an
deren wird mit der Vergußmasse der notwendige elektri
sche ex-Schutz erreicht. Hierdurch wird einmal ein kom
paktes Heizelement geschaffen, zum anderen trägt die
Vergußmasse 5 zur Eigensicherheit des Heizelementes
bei.
Nach oben ist das Heizelement durch einen Gehäusedeckel
6 abgeschlossen. Die Befestigung des Gehäusedeckels 6
erfolgt durch Bördelung der Gehäusewand.
Fig. 2 zeigt in Draufsicht ein Heizelement mit am
Boden des Gehäuses 1 befestigten Kaltleiterwiderständen
2. Die Kaltleiterwiderstände sind elektrisch parallel
geschaltet und über die Leitungen 3, 4 über die dich
tende Einführung 7 mit Überwurfmutter an eine elektrische
Energiequelle (nicht dargestellt) angeschlossen.
Das Heizelement wird im Betrieb an der Gehäusewand des
Druckregelgerätes befestigt. Die Befestigung kann da
bei, insbesondere wenn es sich um eine nachträgliche
Ausrüstung handelt, mit Federn erfolgen. Um den Wärme
übergang vom Heizelement zum Gehäuse des Druckregelgerätes
zu verbessern, ist zwischen Gehäuseboden des Gehäuses 1
des Heizelementes und dem Gehäuse des Druckregelgerätes
eine Wärmeleitpaste eingebracht. Die Anordnung des
Heizelementes erfolgt dabei an der Stelle des Druckre
gelgerätes, die hinsichtlich der Vereisung besonders
kritisch ist.
Im Betrieb hängt die Wärmeleistung des Heizelementes
weitgehend von der Temperatur am Kaltleiterwiderstand
ab. Entsprechend der Widerstands/Temperatur-Kennlinie
des Kaltleiterwiderstandes 2 fließt bei steigender Tem
peratur immer weniger Strom, bis dieser bei Erreichen
des Knickpunktes der Widerstands/Temperatur-Kennlinie
fast auf Null absinkt, also kaum noch Heizung erfolgt.
Das Heizelement nach der Erfindung paßt sich somit mit
der jeweiligen Heizleistung an den Flüssigkeitsver
brauch und die dadurch entstehende Kälte an. Dadurch
werden die Energiekosten minimiert.
Bei Verwendung von parallelgeschalteten Kaltleiterwi
derständen kann zudem durch Verwendung, von Kaltleiter
widerständen mit verschiedenen Widerstands/Temperatur-
Kennlinien ein stufenweises Wirksamwerden der Halblei
terwiderstände erreicht werden.
In besonders kritischen Fällen kann mit den einzelnen
Kaltleiterwiderständen oder auch nur einem von diesen
ein Heizwiderstand in Reihe geschaltet werden, z. B. um
die Heizleistung zu erhöhen. Die selbsttätige Regelung
der Heizleistung je nach Temperatur bleibt dabei erhal
ten.
Claims (5)
1. Heizelement für Flüssiggas-Druckregler mit minde
stens einem Kaltleiterwiderstand (2), wobei jeder Kalt
leiterwiderstand (2) eine Widerstands-/Temperatur
kennlinie aufweist, die bei Erreichen einer bestimmten
Temperatur die Aufheizung stark reduziert, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Heizelement ein Ex-geschütztes Ge
häuse (1) mit einem Boden und einer Gehäusewand aufweist,
dass die Gehäusewand mit einer Einführung (7) für elektri
sche Versorgungsleitungen (3, 4) versehen ist, dass jeder
Kaltleiterwiderstand (2) am Boden des Gehäuses befestigt
ist und dass das Gehäuse zur Erreichung einer Isolierung
jedes Kaltleiterwiderstands (2) sowie des elektrischen
Ex-Schutzes mit einer temperaturfesten Vergussmasse aus
gefüllt ist.
2. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (1) des Heizelements mit Federn am Ge
häuse des Flüssiggas-Druckreglers befestigt ist.
3. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung (7) gasdicht
ausgeführt ist.
4. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gehäuse (1) des
Heizelements und dem Gehäuse des Flüssigas-
Druckregelgeräts eine Wärmeleitpaste vorgesehen ist.
5. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kaltleiterwi
derstand (2) mit einem elektrischen Heizungswiderstand in
Reihe geschaltet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19606119A DE19606119C2 (de) | 1996-02-20 | 1996-02-20 | Elektrisches Heizelement für Flüssiggasdruckregelgeräte |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19606119A1 DE19606119A1 (de) | 1997-08-21 |
| DE19606119C2 true DE19606119C2 (de) | 1999-12-16 |
Family
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Family Applications (1)
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| DE19606119A Expired - Fee Related DE19606119C2 (de) | 1996-02-20 | 1996-02-20 | Elektrisches Heizelement für Flüssiggasdruckregelgeräte |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19606119C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3506759C1 (de) * | 1985-02-26 | 1986-09-18 | Türk & Hillinger GmbH, 7200 Tuttlingen | Selbstregelnder, elektrischer Heizkörper |
-
1996
- 1996-02-20 DE DE19606119A patent/DE19606119C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|---|---|---|
| DE3506759C1 (de) * | 1985-02-26 | 1986-09-18 | Türk & Hillinger GmbH, 7200 Tuttlingen | Selbstregelnder, elektrischer Heizkörper |
Also Published As
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| DE19606119A1 (de) | 1997-08-21 |
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