DE19606014A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Etikettenrolle - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer EtikettenrolleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer
Rolle von auf einem Träger angeordneten, lösbar mit dem Trä
ger verklebten Selbstklebeetiketten, insbesondere von durch
Ausstanzen aus einem von einem bandförmigen Träger getragenen
Etikettenmaterial hergestellten Selbstklebeetiketten sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bekannt, Selbstklebeetiketten in der Weise herzustel
len, daß aus einem Etikettenmaterial, welches von einem band
förmigen Träger getragen wird und lösbar mit diesen verklebt
ist, Einzeletiketten durch Ausstanzen mit einem geeigneten
Stanzwerkzeug in der gewünschten vorm und Größe ausgestanzt
werden. Der Träger mit den daran haftenden Selbstklebeetiket
ten wird dann nach dem Entfernen der nicht benötigten Reste
des Etikettenmaterials, das heißt, nach dem sogenannten Ab
gittern zu einer Etikettenrolle aufgewickelt, die später in
einen Etikettenspender eingelegt wird, mit dessen Hilfe die
abgelösten Etiketten auf einen zu etikettierenden Gegenstand
bzw. Artikel übertragen werden.
Bei einem solchen Etikettenspender wird der bandförmige Trä
ger um eine scharfe Umlenkkante herum abgezogen, wobei sich
die Selbstklebeetiketten im Bereich der Umlenkkante von dem
Träger lösen und dabei in zunehmendem Maße frei über die Um
lenkkante vorstehen, so daß sie unter Verwendung einer An
drückwalze oder dergleichen mit dem zu etikettierenden Gegen
stand verklebt werden können.
Während die Selbstklebeetiketten bei Verwendung von konven
tionellen Etikettenrollen in der beschriebenen Weise in vie
len Fällen störungsfrei von dem bandförmigen Träger gelöst
und auf den zu etikettierenden Gegenstand übertragen werden
können, haben sich in einigen Fällen, speziell bei ausge
stanzten Etiketten aus einem relativ weichen Polyethylenmate
rial beim Etikettiervorgang Schwierigkeiten ergeben, nämlich
ein relativ häufiges Reißen des bandförmigen Trägers und/oder
Fehler beim Ablösen der ausgestanzten Einzeletiketten.
Bei einer Untersuchung der vorstehend angegebenen Probleme
zeigt es sich, daß beim Ausstanzen der Selbstklebeetiketten
aus dem Etikettenmaterial mit dem Stanzwerkzeug durch das
Etikettermaterial hindurch teilweise in den bandförmigen Trä
ger eingeschnitten wird, wodurch einerseits die Zugfestigkeit
des Trägers für den Etikettiervorgang in Abhängigkeit von der
Tiefe, der Größe und der Lage der beim Stanzvorgang entstan
denen Einschnitte beeinträchtigt wird und andererseits auch
das störungsfreie Ablösen der ausgestanzten Etiketten, was
darauf zurückzuführen ist, daß an der die Etiketten tragenden
Oberseite des bandförmigen Trägers üblicherweise eine Dehäsi
onsschicht vorgesehen ist, die beim Etikettiervorgang ein
leichtes Ablösen der Selbstklebeetiketten gewährleistet und
deren Beschädigung durch Einschnitte des Stanzwerkzeugs ein
Einsickern von Klebermaterial von der Rückseite der Etiketten
in das Innere des bandförmigen Trägers ermöglicht. Dabei ist
der zuletzt angegesprochene Aspekt des Einsickerns des Kle
bers in den Träger dann besonders gravierend, wenn eine Eti
kettenrolle nach dem Ausstanzen der Selbstklebeetiketten noch
längere Zeit gelagert wird.
Ausgehend von der vorstehend beschriebenen Problematik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfah
ren zum Herstellen von Etikettenrollen anzugeben, welches die
Möglichkeit bietet, das Auftreten von Problemen hinsichtlich
der Zugfestigkeit eines bandförmigen Trägers für die Selbst
klebeetiketten und hinsichtlich der Ablösecharakteristik für
die Selbstklebeetiketten zu vermeiden und gegebenenfalls die
Eigenschaften des bandförmigen Trägers für die Selbstklebe
etiketten in optimaler leise an die Funktion und Arbeitsge
schwindigkeit eines Etikettenspenders anzupassen, auf dem die
Etikettenrolle später bei einem Etikettiervorgang verarbeitet
werden soll.
Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine ge
eignete Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens anzugeben.
Was das Verfahren anbelangt, so wird die gestellte Aufgabe
durch ein Verfahren zum herstellen einer Rolle von auf einem
bandförmigen Träger angeordneten, lösbar mit dem Träger ver
klebten Selbstklebeetiketten gelöst, welches dadurch gekenn
zeichnet ist, daß die Selbstklebeetiketten an einer scharfen
Umlenkkante von dem Träger gelöst und dann mit einem neuen
Träger oder in einer gegenüber ihrer ursprünglichen Position
auf dem Träger ersetzten Position wieder mit dem bereits zu
vor verwendeten Träger verklebt werden.
Es ist ein besonderer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfin
dung, daß für den Fall der Verwendung eines neuen Trägers die
Eigenschaften dieses Trägers optimal auf den geplanten Ein
satzzweck der Etikettenrolle abgestimmt werden können, bei
spielsweise durch die Verwendung eines besonders zugfesten
Trägers, der für den Einsatz in einem mit hoher Geschwindig
keit arbeitenden Etikettenspender geeignet ist und dessen Ad
häsionseigenschaften auf eine hohe Ablösegeschwindigkeit für
die Etiketten abgestimmt sind.
Wenn andererseits der ursprüngliche Träger erneut verwendet
werden soll, dann verhindert das gegenüber der ursprünglichen
Position versetzte Anbringen der Selbstklebeetiketten bei ei
ner längeren Lagerzeit das Eindringen von Kleber in die beim
Stanzen entstandenen Einschnitte, während andererseits die
Zugfestigkeit des mit den Einschnitten versehenen Trägers
teilweise durch das Überkleben der Schnittstellen mit den
Selbstklebeetiketten wieder verbessert wird und auf jeden
Fall die besondere Belastung des Trägermaterials zu Beginn
eines Ablösevorgangs für ein Etikett nicht genau im Bereich
der Einschnitte auftritt, da ja die Etiketten versetzt wur
den.
Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemä
ßen Verfahrens zum herstellen einer Rolle von auf einem Trä
ger angeordneten, durch Ausstanzen aus einem von einem band
förmigen Träger getragenen Etikettenmaterial hergestellten,
lösbar mit dem Träger verklebten Selbstklebeetiketten wird
der bandförmige Träger nach dem Stanzvorgang längs einer er
sten Führung in einer vorgegebenen Transportrichtung ange
trieben und an einer scharfen ersten Umlenkkante unter Bil
dung einer Materialschleife aus der vorgegebenen Trans
portrichtung und dem Laufweg der sich in Transportrichtung
weiterbewegenden Selbstklebeetiketten ausgelenkt und dann er
neut um eine in geringem Abstand von der scharfen ersten Um
lenkkante angeordnete zweite Umlenkkante derart auf eine
zweite, in der ursprünglichen Transportrichtung verlaufende
Führung umgelenkt, daß die Etiketten im Bereich der weiteren
Führung angrenzend an einen zwischen den beiden Umlenkkanten
gebildeten, schmalen Spalt in einer gegenüber ihrer ursprüng
lichen Position auf dem Träger versetzten Position wieder mit
dem bereits verwendeten Träger verklebt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung hat es sich ferner als vor
teilhaft erwiesen, wenn die Etiketten im Bereich der ersten
Umlenkkante angrenzend an den Spalt derart konkav verformt
werden, daß ihr in Transportrichtung vorderer Teil beim Ablö
sevorgang über die Oberseite des bandförmigen Trägers angeho
ben wird, so daß er nach Passieren des an die Umlenkkante an
grenzenden Spalts von oben her beispielsweise mit Hilfe einer
relativ schweren Andrückwalze mit dem neuen Träger bzw. wie
der mit dem bisherigen Träger verklebt werden kann.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat
sich eine Vorrichtung als vorteilhaft erwiesen, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß in Verlängerung einer zu der Umlenk
kante führenden Führung und in geringem Abstand von der Um
lenkkante ein Übernahmeelement vorgesehen ist und daß An
triebseinrichtungen vorgesehen sind, mit deren Hilfe ein über
das Übernahmeelement laufender Träger jenseits eines zwischen
der Umlenkkante und dem Übernahmeelement vorgesehen Spalts
zur Übernahme der abgelösten Etiketten in der vorgegebenen
Transportrichtung antreibbar ist, wobei das Übernahmeelement
gemäß einer ersten Variante der Erfindung eine Übernahmewalze
ist und gemäß einer anderen vorteilhaften Variante der Er
findung eine Übernahmeschiene, welche insbesondere am Ende
einer aus dem ursprünglichen bandförmigen Träger gebildeten
Bandschleife für eine erneute Umlenkung des bandförmigen Trä
gers sorgt, so daß dieser sich nach dem Passieren des Spalts
wieder in derselben Transportrichtung und mit derselben
Transportgeschwindigkeit weiterbewegt, wobei es sich ver
steht, daß in diesem Fall eine einzige Antriebseinrichtung
genügt, um den bandförmigen Träger auf der Einlaufseite der
Vorrichtung, im Bereich der Bandschleife und auf der Auslaß
seite der Vorrichtung zu einem Vorrücken mit einer vorgegebe
nen Geschwindigkeit anzutreiben.
In weiterer Ausgestaltung einer Vorrichtung gemäß der Erfin
dung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zwischen der
Umlenkkante und dem Übernahmeelement mindestens eine Umlenk
walze vorgesehen ist, die vorzugsweise verstellbar ist, um
die Länge der Bandschleife derart zu variieren, daß sich für
die Selbstklebeetiketten beim erneuten Verkleben mit dem Trä
ger der erwünschte Versatz gegenüber ihrer ursprünglichen Po
sition auf dem Träger ergibt.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Füh
rung angrenzend an die Umlenkkante auf ihrer im Betrieb dem
bandförmigen Träger zugewandten Oberseite mit einer konkav
gekrümmten Auslenkrinne versehen ist, welcher eine damit zu
sammenwirkende Niederhaltewalze zugeordnet ist, deren Krüm
mungsradius höchstens gleich dem Krümmungsradius der Auslenk
rinne ist.
Durch diese Naßnahme wird erreicht, daß das Etikett, welches
steifer ist als der bandförmige Träger, zumindest aber eine
freie Kante aufweist, an der es sich von dem Träger lösen
kann, in Laufrichtung des Trägers unmittelbar vor der Umlenk
kante beim Ablösevorgang etwas nach oben gerichtet wird, so
daß der vordere Bereich des gerade abzulösenden Etiketts den
Spalt bis zu dem Übernahmeelement leichter überbrücken kann,
um hinter dem Spalt wieder mit dem ursprünglichen oder einem
neuen Träger verklebt zu werden. Dabei ist es vorteilhaft,
wenn das erneute Verkleben des Etiketts mit dem bzw. einem
Träger in an sich bei Etikettiervorrichtungen bekannter Weise
durch ein geeignetes Andrückelement, insbesondere eine An
drückwalze, unterstützt wird, die beispielsweise relativ
schwer sein und im Übernahmebereich mit ihrem Eigengewicht
auf dem Träger aufliegen kann, wobei es vorteilhaft ist, wenn
die Andrückwalze eine relativ weiche Oberfläche hat, die ver
hindert, daß die Etikettenoberfläche bei der Übertragung be
schädigt wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nach
stehend anhand von Zeichnungen noch näher erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten bevorzug
ten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchfüh
rung des erfindungsgemäß Verfahrens;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer zweiten bevorzug
ten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchfüh
rung des erfindungsgemäß Verfahrens, und
Fig. 3 eine Detaildarstellung einer bevorzugten Ausführungs
form des an die einlaufseitige Umlenkkante angrenzen
den Bereichs einer Bandführung einer Vorrichtung ge
mäß der Erfindung mit einer zugeordneten Niederhalte
walze.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer einlaufseitigen
Führung 10, einer ersten Umlenkkante 12, einer Umlenkrolle
14, einer zweiten Umlenkkante 16, einer ausgangsseitigen Füh
rung 18 und einer Andrückwalze 20.
Zur Durchführung des erfindungsgemäß Verfahrens wird ein
bandförmiger Träger 22, welcher auf seiner einen Seite vor
zugsweise durch Ausstanzen hergestellte Einzeletiketten 24
trägt, von einer als Vorratsrolle dienenden, drehbar gehal
terten Etikettenrolle 26 abgezogen und in der durch einen
Pfeil angedeuteten Transportrichtung längs der eingangsseiti
gen Führung 10 in Richtung auf die das Ende der eingangssei
tigen Führung 10 bildende erste Umlenkkante 18 angetrieben.
An dieser Umlenkkante 18 werden die Selbstklebeetiketten 24
in der Weise, wie dies an sich von Etikettenspendern bekannt
ist, durch die scharfe Umlenkung des bandförmigen Trägers 22
von dem Träger gelöst, welcher in Laufrichtung anschließend
um die Umlenkwalze 14 herumgeführt wird. Dabei wird eine
Bandschleife gebildet, deren Größe durch die Position der Um
lenkwalze bestimmt wird, welche, wie dies durch einen Doppel
pfeil angedeutet ist, nach oben oder unten verstellbar ist.
In Laufrichtung hinter der Umlenkwalze 14 befindet sich, zu
mindest im wesentlichen auf derselben Höhe wie die Umlenk
kante 12 eine zweite Umlenkkante 16, an der der Träger 22 er
neut scharf umgelenkt wird. Dabei haben die beiden Umlenkkan
ten 12, 16 einen sehr geringen, in der Zeichnung übertrieben
groß dargestellten Abstand a voneinander, wobei dieser Ab
stand a bzw. die Spaltbreite a zwischen den beiden Umlenkkan
ten 12, 16 so gering gewählt werden kann, daß er praktisch
nur noch der doppelten Materialstärke des bandförmigen Trä
gers 22 entspricht. Hinter der zweiten Umlenkkante 16 gelangt
der bandförmige Träger 22 dann auf die ausgangsseitige Füh
rung 18 und wird zu einer neuen Etikettenrolle 28 gewickelt,
die über geeignete Antriebseinrichtungen (nicht gezeigt) zu
einer Drehbewegung angetrieben wird und den bandförmigen Trä
ger 22 von der Etikettenrolle 26 abzieht und längs seines ge
samten Laufweges antreibt und dabei gleichzeitig auch die
freilaufende Umlenkwalze 14 zu einer Drehbewegung antreiben
kann.
Die Etiketten 24, welche im Bereich der ersten Umlenkkante 12
von dem bandförmigen Träger 22 abgelöst werden, rücken im
Verlauf des Ablösevorganges frei über den Spalt a hinaus vor
und werden im Bereich der zweiten Umlenkkante 16 erneut mit
dem bandförmigen Träger 22 verklebt, wobei das Herstellen der
erneuten Klebverbindung durch die Andrückwalze 20 unterstützt
wird, die ebenfalls als freilaufende Walze ausgebildet sein
kann und allein aufgrund ihres Gewichts einen entsprechenden
Anpreßdruck für die zunächst abgelösten und hinter der zwei
ten Umlenkkante 16 erneut mit dem Träger 22 zu verklebenden
Etiketten 24 erzeugt. Die Andrückwalze 20 besitzt dabei vor
zugsweise eine weiche Oberfläche, um die Oberfläche der Eti
ketten 24 nicht zu zerkratzen oder in sonstiger Weise zu be
schädigen.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 1 werden der Umfang und die
Position der Umlenkwalze 14 so gewählt, daß die Selbstklebe
etiketten 24 in Bereich der ausgangsseitigen Führung 18 mit
dem Träger in einer Position verklebt werden, die gegenüber
der ursprünglichen Position der von dem Träger 22 abgelösten
Etiketten versetzt ist, so daß beim Prägevorgang gegebenen
falls in dem Trägermaterial entstandene Einschnitte nicht mehr
mit den ausgestanzten Randbereichen der neu aufgeklebten Eti
ketten 24 zusammenfallen, was, wie eingangs erläutert, einer
seits die Zugfestigkeit des bandförmigen Trägers 22 für die
weitere Verarbeitung desselben verbessert und andererseits
das Einsickern von Kleber von der Rückseite der Etiketten in
das Trägermaterial verhindert, so daß diese bei einem Etiket
tiervorgang schnell und sauber von dem Träger gelöst werden
können, und zwar selbst dann, wenn die neu hergestellte Eti
kettenrolle 28 auf der Ausgangsseite der Vorrichtung nach ih
rer Fertigstellung noch für eine gewisse Zeit gelagert wird.
Ergänzend ist zu der Vorrichtung gemäß Fig. 1 nachzutragen,
daß anstelle einer einzigen Umlenkwalze 14 auch zwei oder
mehrere Umlenkwalzen eingesetzt werden können, von denen min
destens eine verstellbar sein sollte, um die Länge der durch
diese Umlenkeinrichtungen gebildeten Bandschleife regulieren
zu können, beispielsweise um den gewünschten Versatz, der im
Bereich der zweiten Führung 18 erneut mit dem Träger 22 ver
klebten Selbstetiketten 24 gegenüber den beim Stanzvorgang im
Trägermaterial entstandenen Einschnitten zu erzielen.
Die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung unterscheidet sich von
derjenigen gemäß Fig. 1 dadurch, daß die an der ersten Um
lenkkante 12 abgelösten Etiketten 24 nach ihrer Übertragung
über den Spalt hinweg nicht wieder auf den ursprünglichen
Träger 22 übertragen werden sondern auf einen neuen Träger
22′. Im übrigen spricht die Darstellung gemäß Fig. 2 für sich
selbst.
Zur Unterstützung des Ablösevorgangs für die Etiketten 24 im
Bereich der ersten Umlenkkante 12 ist es vorteilhaft, wenn
unmittelbar angrenzend an diese Führungskante 12 in der Ober
seite der eingangsseitigen Führung 10 eine Rinne 30 ausgebil
det ist, wie dies in der Detaildarstellung gemäß Fig. 3 dar
gestellt ist. Das Anbringen einer solchen Rinne 30 führt in
Verbindung mit einer damit zusammenwirkenden Niederhaltewalze
32 dazu, daß die zunächst konkav verformten Etiketten bei Be
ginn des Ablösevorgangs an der Umlenkkante 12 leicht schräg
nach oben laufen, so daß sie gegenüber dem bisherigen Laufweg
etwas angehoben werden und daher den Spalt bis zu dem Über
nahmeelement, das heißt, bis zu der zweiten Umlenkkante 16
bzw. zum Umfang der Übernahmewalze, leichter überbrücken kön
nen. Dabei ist zu beachten, daß die Niederhaltewalze norma
lerweise einen Durchmesser haben sollte, der etwas kleiner
ist als der Krümmungsdurchmesser der Rinne 30, damit die Eti
ketten und der sie tragende Träger 22 in definierter Weise
bis zum Grund der Rinne 30 niedergedrückt werden. Anderer
seits sollten die Rinne 30 und die Niederhaltewalze 32 jedoch
auch so dimensioniert werden, daß der Anstiegswinkel des in
Transportrichtung vorderen Randes eines von dem bandförmigen
Träger 22 gelösten Etiketts 24 im Bereich der ersten Umlenk
kante 12 nicht zu steil ist, um zu verhindern, daß das Eti
kett 24 vorzeitig in einer gegenüber der Ebene der ausgangs
seitigen Führung 18 erhöhten Position gegen die Andrückwalze
20 läuft und durch diese verformt wird.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß die Er
findung die Möglichkeit eröffnet, ausgehend von im Prinzip
bereits fertigen, konventionellen Etikettenrollen durch Um
setzen der Selbstklebeetiketten neue Etikettenrollen zu er
zeugen, bei denen das Material des Trägers im Hinblick auf
spezielle Anforderungen optimal ausgewählt werden kann oder
bei denen ein schädlicher Einfluß von beim Stanzvorgang ent
standenen Einschnitten in dem Material des bandförmigen Trä
gers verhindert wird.
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen einer Rolle von auf einem band
förmigen Träger angeordneten, lösbar mit dem Träger ver
klebten Selbstklebeetiketten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Selbstklebeetiketten an einer scharfen Umlenk
kante von dem Träger gelöst und dann mit einem neuen
Träger oder in einer gegenüber ihrer ursprünglichen Po
sition auf dem Träger versetzten Position wieder mit dem
bereits zuvor verwendeten Träger verklebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Herstellen einer Rolle von
auf einem Träger angeordneten, durch Ausstanzen aus ei
nem von einem bandförmigen Träger getragenen Etiketten
material hergestellten, lösbar mit dem Träger verklebten
Selbstklebeetiketten, dadurch gekennzeichnet, daß der
bandförmige Träger nach dem Stanzvorgang längs einer er
sten Führung in einer vorgegebenen Transportrichtung an
getrieben und an einer scharfen ersten Umlenkkante unter
Bildung einer Materialschleife aus der vorgegebenen
Transportrichtung und dem Laufweg der sich in Trans
portrichtung weiterbewegenden Selbstklebeetiketten aus
gelenkt und dann erneut mm eine in geringem Abstand von
der scharfen ersten Umlenkkante angeordnete zweite Um
lenkkante derart auf eine zweite, in der ursprünglichen
Transportrichtung verlaufende Führung umgelenkt wird,
daß die Etiketten im Bereich der weiteren Führung an
grenzend an einen zwischen den beiden Umlenkkanten ge
bildeten, schmalen Spalt in einer gegenüber ihrer ur
sprünglichen Position auf dem Träger versetzten Position
wieder mit dem bereits verwendeten Träger verklebt wer
den.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Etiketten im Bereich der ersten Umlenkkante
angrenzend an den Spalt derart konkav verformt werden,
daß ihr in Transportrichtung vorderer Teil beim Ablöse
vorgang über die Oberseite des bandförmigen Trägers an
gehoben wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
Verlängerung einer zu der Umlenkkante führenden Führung
und in geringem Abstand von der Umlenkkante ein Übernah
meelement vorgesehen ist und daß Antriebseinrichtungen
vorgesehen sind, mit deren Hilfe ein über das Übernah
meelement laufender Träger jenseits eines zwischen der
Umlenkkante und dem Übernahmeelement vorgesehen Spalts
zur Übernahme der abgelösten Etiketten in der vorgegebe
nen Transportrichtung antreibbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Übernahmeelement eine Übernahmewalze ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Übernahmeelement eine Übernahmeschiene ist, durch
die der bandförmige Träger am Ende einer aus dem ur
sprünglichen bandförmigen Träger gebildeten Bandschleife
erneut derart umlenkbar ist, daß dieser sich nach dem
Passieren des Spalts wieder in vorherigen Transportrich
tung und mit vorherigen Transportgeschwindigkeit weiter
bewegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Umlenkkante und dem
Übernahmeelement mindestens eine Umlenkwalze vorgesehen
ist, die vorzugsweise verstellbar ist, um die Länge der
Bandschleife derart zu variieren, daß sich für die
Selbstklebeetiketten beim erneuten Verkleben mit dem
Träger der erwünschte Vorsatz gegenüber ihrer ur
sprünglichen Position auf dem Träger ergibt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führung angrenzend an die Um
lenkkante auf ihrer im Betrieb dem bandförmigen Träger
zugewandten Oberseite mit einer konkav gekrümmten Aus
lenkrinne versehen ist, welcher eine damit zusammenwir
kende Niederhaltewalze zugeordnet ist, deren Krümmungs
radius höchstens gleich dem Krümmungsradius der Auslenk
rinne ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß angrenzend an das Übernahmeelement
in einem Übernahmebereich für die zuvor abgelösten Eti
ketten ein Andrückelement vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Andrückelement als relativ schwere, mit ihrem Eigen
gewicht auf dem Träger aufliegende, freilaufende An
drückwalze mit einer weichen Oberfläche ausgebildet ist.
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|---|---|---|---|
| DE1996106014 DE19606014A1 (de) | 1996-02-19 | 1996-02-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Etikettenrolle |
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| EP (1) | EP0800996A3 (de) |
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Also Published As
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| EP0800996A3 (de) | 1998-08-12 |
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