DE19605700A1 - 2,2-Difluoralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel - Google Patents
2,2-Difluoralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende ArzneimittelInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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- C07C69/62—Halogen-containing esters
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- C07C57/00—Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind 2,2-Difluoralkancarbonsäuren,
Verfahren zu deren Herstellung und Arzneimittel, die diese Verbindungen enthalten.
Die Erfindung betrifft neue 2,2-Difluoralkancarbonsäuren der allgemeinen Formel I
in welcher
A eine Alkylenkette mit 5-20 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, eine Vinylen- oder Acetylengruppe oder eine Alkylenkette mit 1-10 Kohlenstoffatomen,
B ein Valenzstrich, eine Methylengruppe, Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe NR¹,
wobei
R¹ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Carbonyl-, Sulfonamid-, Sulfoxid- oder Sulfongruppe, eine E- oder Z-Vinylen- oder eine Acetylengruppe, eine CR²R³-Gruppe,
wobei
R² Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkylrest oder Phenyl,
R³ ein C₁-C₄-Alkylrest, Benzyl, Phenyl, Hydroxy oder eine Gruppe NR⁴R⁵,
worin
R⁴ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest und
R⁵ Wasserstoff oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Gruppe Y-Z-Y,
wobei
Y Schwefel oder Sauerstoff,
Z eine Alkylkette (CH₂)n und n 1-5 sein kann,
bedeutet, und
W ein Halogenatom; eine Cyano- oder Rhodanogruppe, Aminocarbonyl; ein Iso propyl oder tert.-Butylrest; ein C₃-C₈-Cycloalkylrest, der unsubstituiert oder durch Phenyl oder C₁-C₄-Alkyl substituiert sein kann; ein Cyclohexenyl- oder Cyclopentenylrest, ein Phenylring, der substituiert sein kann durch einen oder eine beliebige Kombinationen der folgenden Substituenten: C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₁-C₄-Alkylthio, C₁-C₄-Alkylsulfinyl, C₁-C₄-Alkylsulfonyl, Trifluormethyl, Nitro, Amino, Hydroxy, Cyano, Mercapto, Sulfonamino, Acetylamino, Carboxy, Phenoxy, Benzyloxy, Phenyl, Benzoyl, Car boxy-C₁-C₄-alkyl, Methylendioxy, Ethylendioxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Carboxymethoxy, Carboxyethoxy, Acetoxy, Acetyl, Propionyl, eine Gruppe NR⁶R⁷, wobei R⁶ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl und R⁷ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl, Phenyl oder Benzoyl ist, wobei die jeweiligen aromatischen Ringe unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Halogen, Hydroxy oder C₁-C₄-Alkoxy substituiert sein können, desweiteren ein α- oder β-Naphthylring, der durch Methyl, Hydroxy, Methoxy, Carboxy, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Cyano, Acetyl, Chlor oder Brom substituiert sein kann oder ein Tetrahydronaphthylrest,
bedeuten,
sowie deren physiologisch verträgliche Salze oder Ester und Substanzen, die in vivo zu Verbindungen der allgemeinen Formel I hydrolysiert oder metabolisiert werden. Falls durch die Substitution der Alkylenkette in I mit den beschriebenen Resten chirale Verbindungen entstehen sind sowohl die Substanzen mit R- als auch mit S-Konfiguration Gegenstand der Erfindung. Unter C₁-C₄-Alkyl-Substituenten werden geradkettige oder verzweigte Alkylreste verstanden, bevorzugt sind Methyl- und Ethylsubstituenten.
A eine Alkylenkette mit 5-20 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, eine Vinylen- oder Acetylengruppe oder eine Alkylenkette mit 1-10 Kohlenstoffatomen,
B ein Valenzstrich, eine Methylengruppe, Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe NR¹,
wobei
R¹ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Carbonyl-, Sulfonamid-, Sulfoxid- oder Sulfongruppe, eine E- oder Z-Vinylen- oder eine Acetylengruppe, eine CR²R³-Gruppe,
wobei
R² Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkylrest oder Phenyl,
R³ ein C₁-C₄-Alkylrest, Benzyl, Phenyl, Hydroxy oder eine Gruppe NR⁴R⁵,
worin
R⁴ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest und
R⁵ Wasserstoff oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Gruppe Y-Z-Y,
wobei
Y Schwefel oder Sauerstoff,
Z eine Alkylkette (CH₂)n und n 1-5 sein kann,
bedeutet, und
W ein Halogenatom; eine Cyano- oder Rhodanogruppe, Aminocarbonyl; ein Iso propyl oder tert.-Butylrest; ein C₃-C₈-Cycloalkylrest, der unsubstituiert oder durch Phenyl oder C₁-C₄-Alkyl substituiert sein kann; ein Cyclohexenyl- oder Cyclopentenylrest, ein Phenylring, der substituiert sein kann durch einen oder eine beliebige Kombinationen der folgenden Substituenten: C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₁-C₄-Alkylthio, C₁-C₄-Alkylsulfinyl, C₁-C₄-Alkylsulfonyl, Trifluormethyl, Nitro, Amino, Hydroxy, Cyano, Mercapto, Sulfonamino, Acetylamino, Carboxy, Phenoxy, Benzyloxy, Phenyl, Benzoyl, Car boxy-C₁-C₄-alkyl, Methylendioxy, Ethylendioxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Carboxymethoxy, Carboxyethoxy, Acetoxy, Acetyl, Propionyl, eine Gruppe NR⁶R⁷, wobei R⁶ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl und R⁷ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl, Phenyl oder Benzoyl ist, wobei die jeweiligen aromatischen Ringe unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Halogen, Hydroxy oder C₁-C₄-Alkoxy substituiert sein können, desweiteren ein α- oder β-Naphthylring, der durch Methyl, Hydroxy, Methoxy, Carboxy, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Cyano, Acetyl, Chlor oder Brom substituiert sein kann oder ein Tetrahydronaphthylrest,
bedeuten,
sowie deren physiologisch verträgliche Salze oder Ester und Substanzen, die in vivo zu Verbindungen der allgemeinen Formel I hydrolysiert oder metabolisiert werden. Falls durch die Substitution der Alkylenkette in I mit den beschriebenen Resten chirale Verbindungen entstehen sind sowohl die Substanzen mit R- als auch mit S-Konfiguration Gegenstand der Erfindung. Unter C₁-C₄-Alkyl-Substituenten werden geradkettige oder verzweigte Alkylreste verstanden, bevorzugt sind Methyl- und Ethylsubstituenten.
Verbindungen der Formel I weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf.
Sie bewirken die Normalisierung erhöhter Glucosespiegel ohne begleitendes
Hypoglykämierisiko und eignen sich daher hervorragend zur Therapie des Diabetes
mellitus.
Bisherige Wirkprinzipien oraler Antidiabetika wie der allgemein angewendeten
Sulfonylharnstoffe beruhen auf einer erhöhten Freisetzung von Insulin aus den
β-Zellen des Pankreas, ein Mechanismus der langfristig zu einer totalen Erschöpfung
der Insulineigenproduktion des Diabetikers führt. Moderne Betrachtungen der
Pathobiochemie des Altersdiabetes stellen daher die Notwendigkeit der Therapie der
in diesem Fall vorhandenen peripheren Insulinresistenz in den Vordergrund.
Verbindungen der Formel I bewirken die Verbesserung der Glucoseverwertung z. B.
im Muskel, durch Erhöhung der Insulinsensitivität bauen sie Hyperinsulinämie ab
und entsprechen damit genau dem geforderten Therapiekonzept.
Diabetiker leiden häufig unter einer generellen Entgleisung der gesamten
Stoffwechsellage, charakterisiert durch Hyperlipidämie, Cholesterinerhöhung,
Hypertonie, Adipositas und Hyperinsulinämie, ein Krankheitsbild, welches als
metabolisches Syndrom oder auch Syndrom X bezeichnet wird und Spätkom
plikationen größten Ausmaßes nach sich zieht. Verbindungen der allgemeinen
Formel I bewirken neben dem Abbau des Hyperinsulinismus zusätzlich eine Senkung
der Triglyceride, des Cholesterins und Fibrinogens, sie eignen sich daher
hervorragend zur Behandlung des metabolischen Syndroms.
Bevorzugte Verbindungen der allgemeinen Formel I sind Verbindungen,
in denen
A eine Alkylenkette mit 8-16, vorzugsweise 10-14 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, Vinylen oder Acetylen,
B Valenzstrich, eine Methylengruppe, Sauerstoff, Schwefel, Sulfoxid oder Sulfonyl und
W ein C₃-C₈-Cycloalkyl oder ein gegebenenfalls substituierter Phenylrest, insbesondere 4-Chlorphenyl, 4-Methylthiophenyl, 4-C₁-C₄-Alkylphenyl, 4-Methyl-Sulfonylphenyl,
bedeuten.
in denen
A eine Alkylenkette mit 8-16, vorzugsweise 10-14 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, Vinylen oder Acetylen,
B Valenzstrich, eine Methylengruppe, Sauerstoff, Schwefel, Sulfoxid oder Sulfonyl und
W ein C₃-C₈-Cycloalkyl oder ein gegebenenfalls substituierter Phenylrest, insbesondere 4-Chlorphenyl, 4-Methylthiophenyl, 4-C₁-C₄-Alkylphenyl, 4-Methyl-Sulfonylphenyl,
bedeuten.
Die Alkylenkette A bzw. A′ ist vorzugsweise geradkettig, kann aber auch verzweigt
sein.
Unter Halogen ist Fluor, Chlor, Brom oder Iod zu verstehen. Die C₃-C₈-Cycloalkyl-
Reste bedeuten Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl oder
Cyclooctyl, bevorzugt sind Cyclopentyl und Cyclohexyl.
Beispiele von physiologisch verwendbaren Salzen der Verbindungen der Formel I
sind Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium- und Alkylammoniumsalze, wie das
Na-, K-, Mg-, Ca- oder Tetramethylammoniumsalz.
Beispiele von Estern sind aliphatische Alkohole, wie C₁-C₆-Alkanole, insbesondere
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- und Isopropylester.
Die Carbonsäurederivate der allgemeinen Formel I können in flüssiger oder fester
Form oral und parenteral appliziert werden. Als Injektionsmedium kommt
vorzugsweise Wasser zur Anwendung, welches die bei Injektionslösungen üblichen
Stabilisierungsmittel, Lösungsvermittler und/oder Puffer enthält. Derartige Zusätze
sind z. B. Tartrat- oder Borat-Puffer, Ethanol, Dimethylsulfoxid, Komplexbildner
(wie Ethylendiamintetraessigsäure), hochmolekulare Polymere (wie flüssiges
Polyethylenoxid) zur Viskositätsregelung oder Polyethylen-Derivate von
Sorbitanhydriden. Feste Trägerstoffe sind z. B. Stärke, Lactose, Mannit,
Methylcellulose, Talkum, hochdisperse Kieselsäure, höhermolekulare Polymere (wie
Polyethylenglykole). Für die orale Applikation geeignete Zubereitungen können
gewünschtenfalls Geschmacks- und Süßstoffe enthalten.
Die verabreichte Dosis hängt vom Alter, der Gesundheit und dem Gewicht des
Empfängers, dem Ausmaß der Krankheit, der Art gleichzeitiger gegebenenfalls
durchgeführter weiterer Behandlungen und der Art der gewünschten Wirkung ab.
Üblicherweise beträgt die tägliche Dosis der aktiven Verbindung 0.1 bis 50 mg/kg
Körpergewicht. Normalerweise sind 0.5 bis 40 und vorzugsweise 1.0 bis
20 mg/kg/Tag in einer oder mehreren Anwendungen pro Tag wirksam, um die
gewünschten Resultate zu erhalten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A, A′, B und W die oben
genannten Bedeutungen besitzen, werden hergestellt, indem man eine
Halogenverbindung der allgemeinen Formel II
X-A-B-A′-W (II),
mit Estern der Difluoressigsäure in Gegenwart von starken Basen umsetzt. Die
Reaktion wird üblicherweise in Lösungsmitteln wie Diethylether, Tetrahydrofuran,
Dimethoxyethan, Diethylenglycoldimethylether oder t-Butyldimethylether bei
Temperaturen zwischen -80°C und -20°C durchgeführt. Bevorzugte Base ist
Lithiumdiisopropylamid (LDA). Die Reinigung der Produkte erfolgt üblicherweise
durch Flashchromatographie an Kieselgel und/oder Umkristallisation der
Natriumsalze aus Alkoholen wie Methanol, Ethanol oder Isopropanol.
Die Verbindungen der Formel II sind literaturbekannt oder können nach an sich
bekannten Verfahren hergestellt werden. So kann z. B. die Synthese der Halo
genverbindungen erfolgen durch Wittig-Reaktion eines aromatischen oder ali
phatischen Aldehyds W-CHO mit dem Phosphoniumsalz einer α,ω-Dihalogen
verbindung, gegebenenfalls gefolgt von anschließender katalytischer Hydrierung der
entstandenen Doppelbindung. Alternativ kann ein aus Aryl- oder Alkylbromid W-Br
durch Magnesium in die Grignard-Verbindung überführt und unter Cuprat-Katalyse
nach Schlosser (Angew. Chem. 86, 50 (1974)) an α,ω-Dihalogenverbindungen
gekuppelt werden.
Halogenverbindungen der allgemeinen Formel II, in denen W einen Aryl-, Alkyl- oder
Cycloalkylrest bedeutet, werden erhalten, indem die entsprechende
Bromverbindung W-Br durch Magnesium in die Grignard-Verbindung überführt und
unter Cuprat-Katalyse nach Schlosser (Angew. Chem. 86, 50 (1974)) an eine
α,ω-Dihalogenverbindung gekuppelt wird.
Verbindungen II, bei denen A′ oder B einer Acetylengruppe entspricht, werden
durch Umsetzung der Acetylenverbindung W-C≡C-H bzw. W-A′-C≡C-H mit
α,ω-Dibromalkanen in flüssigem Ammoniak in Gegenwart von Natriumamid oder in
Dioxan in Gegenwart von Butyllithium synthetisiert. Durch Hydrierung der
Dreifachbindung nach bekannten Methoden, z. B. am Katalysator nach Lindlar, sind
Substanzen der Formel II zugänglich, in denen B bzw. A′ eine Vinylengruppe
bedeutet.
Handelt es sich um Verbindungen der Formel II, in denen B ein Schwefelatom
darstellt, werden diese durch Reaktion der Thiole W-SH bzw. W-A′-SH mit den in
dieser Erfindung beschriebenen ω-Brom-2,2-dichlorcarbonsäureestern dargestellt.
Geeignet zur Durchführung dieser Reaktion sind dipolare, aprotische Lösungsmittel,
vorzugsweise Dimethylformamid, in Gegenwart von anorganischen Basen wie
Natriumhydrid oder Kaliumcarbonat. Die erhaltenen Thioether können auf bekannte
Art und Weise durch Oxidation mit 3-Chlor-perbenzoesäure bzw.
Wasserstoffperoxid in die Sulfoxide bzw. Sulfone überführt werden.
Die Darstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel II, in denen B Sauerstoff
oder Stickstoff bedeutet, erfolgt durch Umsetzung der Alkohole, Phenole W-A′-OH
bzw. Amine W-A′-NHR¹ mit α,ω-Dibromalkanen, wobei die Reaktion
überlicherweise in Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid in Gegenwart von
Basen wie Natriumhydrid, Kaliumhydroxid, Triethylamin, Kaliumcarbonat oder
Pyridin bei Temperaturen von 20-120°C durchgeführt wird.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I
besteht darin, daß die Halogenverbindungen der allgemeinen Formel II in die
Grignardverbindungen überführt und mit Oxalsäuredialkylestern, Oxalsäure
halbesterchloriden oder Oxalsäurehalbesterimidazoliden zur Reaktion gebracht
werden.
R-O-CO-CO-A-B-A′-W (III)
Die dabei erhaltenen α-Ketoester der allgemeinen Formel III ergeben nach
Umsetzung mit DAST (Diethylaminoschwefeltrifluorid) in einem inerten
Lösungsmittel wie Dichlormethan oder Tetrahydrofuran die entsprechenden Difluor
carbonsäureester der allgemeinen Formel I.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen außer den in den Beispielen
genannten Verbindungen die folgenden Verbindungen der Formel I in Frage, die
auch als Salze oder Ester vorliegen können:
- 1. 2,2-Difluor-14-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxy-phenyl)-tetradecansäure-
- 2. 2,2-Difluor-14-(3,5-dimethyl-4-hydroxy-phenyl)-tetradecansäure
- 3. 12-(4-Chlorphenyl)-2,2-difluor-dodecansäure
- 4. 2,2-Difluor-14-(2-methoxy-phenyl)-tetradecansäure
- 5. 2,2-Difluor-12-phenylsulfonyl-dodecansäure
- 6. 12-(4-Chlorphenylthio)-2,2-difluor-dodecansäure
- 7. 12-(4-Carboxymethoxy-phenyl)-2,2-difluordodecansäure
- 8. 14-(Cyclohex-2-enyl)-2,2-difluor-tetradecansäure
- 9. 14-Cyclohexyl-2,2-difluor-tetradecansäure
- 10. 2,2-Difluor-14-phenylsulfinyl-tetradecansäure
- 11. 2,2-Difluor-12-(5,6,7,8-tetrahydro-napht-1-yl)-dodecansäure
- 12. 14-(4-Cyano-phenyl)-2,2-difluor-tetradecansäure
- 13. 12-Biphen-4-yl-2,2-difluor-dodecansäure
- 14. 10-(4-Benzyloxy-phenyl)-2,2-difluor-decansäure
- 15. 2,2-Difluor-12-(4-methylphenylsulfonylamino)-dodecansäure
- 16. 2,2-Difluor-12-(4-phenoxy-phenyl)-dodecansäure
- 17. 14-(4-Acetylamino-phenyl)-2,2-difluor-tetradecansäure
- 18. 10-(4-Benzyl-phenyl)-2,2-difluor-decansäure
- 19. 2,2-Difluor-17,17-dimethyl-octadecansäure
- 20. 2,2-Difluor-14-(4-methyl-phenyl)-14-oxo-tetradecansäure
- 21. 2,2-Difluor-14-(4-fluor-phenyl)-tetradecansäure
- 22. 2,2-Difluor-12-(4-methylsulfonylphenyl)-dodecansäure
- 23. 12-(4-tert.-Butylphenyl)-2,2-difluor-dodecansäure
- 24. 12-(4-tert.-Butylphenoxy)-2,2-difluor-dodecansäure
- 25. 2,2-Difluor-15-phenyl-pentadecansäure
- 26. 2,2-Difluor-18-phenyl-octadecansäure
- 27. 2,2-Difluor-13-phenyl-tridecansäure
- 28. 14-Cyclopentyl-2,2-difluor-tetradecansäure
Zu einer Lösung aus 18.3 g (61.1 mmol) 1,10-Dibromdecan in 24 ml THF gab man
bei 0°C 10 ml (0.1 mmol) einer aus 1.34 g (1.00 mmol) CuCl₂ und 0.85 g (2.00 mmol)
wasserfreiem Lithiumchlorid und 100 ml THF hergestellten orange-roten
Lösung von Li₂CuCl₄. Anschließend wurde innerhalb von 1 h bei 0°C eine aus
1.96 g (80.6 mmol) Magnesium und 11.5 g (73.2 mmol) Brombenzol gebildete
Grignardlösung zugetropft. Man ließ auftauen, wobei sich der Ansatz dunkel
verfärbte und ein Niederschlag ausfiel. Nach 20 h Rühren gab man 50 ml ges.
Ammoniumchloridlsg. und 100 ml Essigester zu, trennte die Phasen, wusch
zweimal mit ges. NaCl-Lsg., trocknete die organische Phase über Natriumsulfat,
entfernte das Lösungsm. am Rotationsverdampfer und fraktionierte den Rückstand
durch Vakuumdestillation. 17.2 g (94%) 5, Kp. 130-134°C/0.7 mbar als farblose
Flüssigkeit.
Eine aus 0.70 g (30 mmol) Magnesium und 7.0 g (23 mmol) 5 in 10 ml THF
hergestellte Grignardlsg. wurde bei 0°C langsam zu einer Lösung von 20.0 g
(137 mmol) Oxalsäurediethylester in 20 ml THF getropft. Man ließ auftauen
und einen Tag bei Raumtemp. nachrühren. Nach Zugabe von 50 ml ges.
Ammoniumchloridlsg. und 100 ml Essigester und wusch zweimal mit ges.
Ammoniumchloridlsg., einmal mit ges. NaCl-Lsg., trocknete über
Natriumsulfat und dampfte das Lösungsm. i. Vak. ab. Man destillierte
überschüssiges Diethyloxalat bei 90°C im Hochvakuum ab, und reinigte den
Rückstand durch Flashchromatographie an Kieselgel (Heptan/Essigester 9 : 1).
Es wurden 3.5 g (48%) 6 als farbloses Öl erhalten.
Zu einer Lösung von 4.33 g (13.6 mmol) 6 in 15 ml Dichlormethan tropfte
man unter Kühlung 2.19 g (14.9 mmol) Diethylaminoschwefeltrifluorid
(DAST). Die klare gelb-orange gefärbte Lösung ließ man 20 h rühren und
versetzte anschließend mit 30 ml Wasser. Man extrahierte dreimal mit je 30 ml
Dichlormethan, trocknete über Natriumsulfat und dampfte das Lösungsmittel
im Vakuum ab. Es wurden 5.3 g eines gelben Öls erhalten, welches nach
Flashchromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Isohexan/Essigester 95 : 5)
3.7 g (80%) 7 ergab.
In 30 ml Wasser wurden vorsichtig 0.20 g (28 mmol) Lithiumdraht gelöst und
danach eine Lösung von 3.5 g (10 mmol) 7 in 30 ml THF zugegeben. Nach 30 Min.
versetzte man mit 50 ml 3 N HCl und 50 ml Essigester, wusch die
organische Phase mit 3 N HCl und ges. NaCl-Lsg., trocknete über
Natriumsulfat und entfernte das Lösungsm. i. Vak. Nach
Flashchromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Heptan/Essigester 9 : 1, 1%
Eisessig) wurde aus Isohexan umkristallisiert. 2.3 g (74%) 1 vom Schmp.
53-54°C.
Zu 34.0 g (1.40 mol) Magnesiumspänen gab man 50 ml Tetrahydrofuran, versetzte
mit einer Lösung aus 188.4 g (1.20 mol) Brombenzol in 300 ml THF und erhitzte
1 h zum Rückfluß. Die so erhaltene Reaktionslsg. tropfte man innerhalb von 2 h bei
0°C zu einer Mischung aus 341.5 g (1.40 mol) 1,6-Dibromhexan gelöst in 450 ml
THF und einer aus 1.34 g (1.00 mmol) CuCl₂ und 0.85 g (2.00 mmol) wasserfreiem
Lithiumchlorid und 100 ml THF hergestellten orange-roten Lösung von Li₂CuCl₄.
Anschließend wurde 25 h bei Raumtemp. gerührt, mit 6 N HCl zersetzt, mit Wasser
verdünnt und mehrmals mit Ether extrahiert. Man wusch mit Wasser, trocknete über
Natriumsulfat und entfernte das Lösungsm. i. Vak. Die erhaltenen 345 g
Rohprodukt wurden über eine Vigreuxkolonne mit Kolonnenkopf
(Rücklaufverhältnis 10 : 1) fraktioniert destilliert. 80.4 g (45%) 8,
Kp. 74-78°C/0.04 mbar.
Zu 2.25 g (93.0 mmol) Magnesiumspänen und 5 ml THF tropfte man eine
Lösung von 20.0 g (83.0 mmol) 8 in 40 ml THF und erhitzte für 1 h zum
Rückfluß. Die so erhaltene Lösung tropfte man innerhalb von 30 Min. bei 0°C
zu einer Mischung aus 25.3 g (93.0 mmol) 1,8-Dibromoctan in 50 ml THF und
9.3 ml (0.93 mmol) einer 0.1 M Lithiumcupratlsg. (s. o.). Anschließend ließ
man auf Raumtemp. kommen und rührte noch 18 h nach. Nach Zersetzung mit
Ammoniumchloridlsg. und 6 N HCl wurde mit Ether extrahiert. Man wusch
mit Wasser, trocknete über Natriumsulfat und entfernte das Lösungsm. i. Vak.
Die erhaltenen 32.2 g einer farblosen Flüssigkeit wurden durch
Vakuumdestillation gereinigt, 10.5 g (36%) 8, Kp. 162-165°C/0.01 mbar.
Zu einer Mischung aus 0.83 g (34 mmol) Magnesiumspänen und 2 ml THF
gab man 10.0 g (28.3 mmol) 10 gelöst in 25 ml THF und erhitzte für 1 h zum
Rückfluß. Die so erhaltene Lösung tropfte man bei 0°C zu einer einer Lösung
von 4.97 g (34 mmol) Diethyloxalat in 10 ml THF. Man rührte noch 20 h bei
Raumtemp., versetzte mit Ammoniumchloridlsg. und 2 N HCl und extrahierte
mit Ether. Die organische Phase wurde mit ges. NaCl-Lsg. gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und überschüssiges Diethyloxalat bei 90°C im
Hochvakuum abdestilliert. Durch Säulenchromatographie an Kieselgel
(Laufmittel: Heptan/Essigester 50 : 1) wurden 2.10 g (21%) 10 als farbloses Öl
erhalten.
1.90 g (5.10 mmol) 10 wurden in 1.5 ml Dichlormethan gelöst und unter
Stickstoff mit 0.82 g (5.3 mmol) Diethylaminoschwefeltrifluorid (DAST)
versetzt, wobei man den Ansatz mit etwas Eiswasser kühlte. Man rührte 6 h
bei Raumtemp., goß auf 100 ml Eiswasser und extrahierte mit Ether. Nach
Trocknung über Natriumsulfat wurde das Lösungsm. abgedampft und der
Rückstand durch Säulenchromatographie an Kieselgel (Laufmittel:
Heptan/Essigester 50 : 1)
gereinigt. 1.40 g (70%) 11.
1.20 g (3.00 mmol) 11 wurden mit einer Lösung von 8.1 ml (8.1 mmol) 1 N
KOH in 8.1 ml Ethanol versetzt. Man rührte 20 h bei Raumtemp. und säuerte
dann mit 2 N HCl an. Nach Extraktion mit Ether wurde über Natriumsulfat
getrocknet und das Lösungsmittel entfernt. Nach Säulenchromatographie an
Kieselgel (Laufmittel: Heptan/Essigester 5 : 1) erhielt man 0.45 g (40%) 2 von
wachsartiger Konsistenz, Zers. < 130°C.
Zu 3.40 g (140.0 mmol) Magnesiumspänen und 120 ml THF tropfte man 31.0 g
(128 mmol) 8 und erhitzte für 1 h zum Rückfluß. Die so erhaltene Lösung
tropfte man innerhalb von 1 h zu einer Mischung aus 26.8 g (110 mmol)
1,8-Dibromhexan in 100 ml THF und 20 ml (2.0 mmol) einer 0.1 M
Lithiumcupratlsg. (s. o.), wobei die Innentemperatur zwischen 0 und 5°C
gehalten wurde. Anschließend ließ man auf Raumtemp. kommen und rührte
noch 20 h nach. Nach Zersetzung mit Ammoniumchloridlsg. und 6 N HCl
wurde mit Essigester extrahiert. Man wusch mit Wasser, trocknete über
Natriumsulfat und entfernte das Lösungsm. i. Vak. Die erhaltenen 39.6 g einer
farblosen Flüssigkeit wurden durch Vakuumdestillation gereinigt, 16.8 g
(47%) 12, Kp. 128-132°C/0.03 mbar.
Zu einer Mischung aus 0.80 g (33 mmol) Magnesiumspänen und 2 ml THF
gab man 10.0 g (30.7 mmol) 12 gelöst in 25 ml THF und erhitzte für 1 h zum
Rückfluß. Die so erhaltene Lösung tropfte man bei 0°C zu einer einer Lösung
von 4.97 g (34 mmol) Diethyloxalat in 10 ml THF. Man rührte noch 20 h bei
Raumtemp., versetzte mit Ammoniumchloridlsg. und 2 N HCl und extrahierte
mit Ether. Die organische Phase wurde mit ges. NaCl-Lsg. gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und überschüssiges Diethyloxalat bei 90°C im
Hochvakuum abdestilliert. Durch Säulenchromatographie an Kieselgel
(Laufmittel: Heptan/Essigester 50 : 1) wurden 2.44 g (23%) 13 als farbloses Öl
erhalten.
2.30 g (6.60 mmol) 13 wurden unter Stickstoff mit 1.07 g (6.60 mmol)
Diethylaminoschwefeltrifluorid (DAST) versetzt, wobei man den Ansatz mit
etwas Eiswasser kühlte. Man rührte 6 h bei Raumtemp., goß auf 100 ml
Eiswasser und extrahierte mit Ether. Nach Trocknung über Natriumsulfat
wurde das Lösungsm. abgedampft und der Rückstand (2.2 g) durch
Säulenchromatographle an Kieselgel (Laufmittel: Heptan/Essigester 50 : 1)
gereinigt. 0.67 g (27%) 14.
Zu 0.650 g (1.76 mmol) 14 tropfte man bei Raumtemperatur eine Mischung
aus 5.3 ml (5.3 mmol) 1 N KOH und 5.3 ml Ethanol. Man rührte 50 h bei
Raumtemp., säuerte mit 2 N HCl, extrahierte mit Ether, trocknete über
Magnesiumsulfat und entfernte das Lösungsmittel i. Vak. Es wurde 0.56 g
(93%) 3 als farbloses Öl erhalten.
Zur Überführung in das Natriumsalz wurden 0.560 g (1.64 mmol) 3 mit etwas
Ether angelöst und mit einer Lösung von 66 mg (1.64 mmol) Natriumhydroxid
in 3 ml Ethanol versetzt. Man wusch den erhaltenen Niederschlag mit Ether
und trocknete in Vakuum. 0.42 g (70%) 2,2-Difluor-14-phenyl
tetradecansäure Natriumsalz, Zers. ab 130°C.
Homocygote ob/ob-Mäuse entwickeln eine Hyperglykämie, Hyperinsulinämie und
Übergewicht [Herberg und Coleman, Metabolism 26, 59-99 (1977)]. Die
Fettsäuresynthese ist in der Leber und im Fettgewebe erhöht [Hems et al., Biochem.
J. 1950, 167-173 (1975)]. Die erhöhte Blutglukose ist wahrscheinlich das Ergebnis
mehrerer Faktoren wie erhöhte Insulinresistenz, Änderung im Glukose-Transport
und sowohl erhöhte Glukoneogenese als auch Glykogenolyse [Genuth et al.,
Endocrinology 88, 1230-1238 (1971)]. Dieser Symptomenkomplex bei der
ob/ob-Maus ist dem Typ-II-Diabetes bei Menschen sehr ähnlich.
Die Untersuchungen wurden an übergewichtigen weiblichen ob/ob-Mäusen (Jackson
Laboratory, USA) durchgeführt. Die Zuteilung zu den einzelnen Versuchsgruppen
erfolgte aufgrund des Blutglukosespiegels vor der ersten Substanzapplikation. Dabei
wurde auf eine homogene Verteilung in den verschiedenen Gruppen geachtet. Die
Testsubstanzen wurden nach Suspension in wäßriger Carboxymethylcellulose
(10 ml/kg) mit einer Stahlsonde p.o. an 5 aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht.
Zur Bestimmung des Blutzuckers, des Insulins, der Triglyceride und der freien
Fettsäuren wurde Blut 2 Stunden nach der letzten Substanzgabe durch Eröffnen der
Halsgefäße entnommen. Die Bestimmung der Parameter erfolgte unter Verwendung
von Standardtestkits der Firmen Boehringer Mannheim und Pharmazia.
Tab.: Wirkung von 2,2-Difluoralkancarbonsäuren, gezeigt am Beispiel 1, 2 und 3 auf
Blutzucker, Insulin, Triglyceride und nicht veresterte Fettsäuren im Blutserum von
diabetischen ob/ob-Mäusen. Die Substanzen wurden in einer Dosierung von
100 mg/kg/d an 5 aufeinanderfolgenden Tagen in Carboxymethylcellulose-
Suspension p.o. verabreicht. Die Kontrollen wurden mit der gleichen Menge Vehikel
behandelt (Mittelwert, n = 10/Gruppe).
Die beschriebenen Substanzen führten zu einer drastischen Reduktion der
Hyperglykämie und Hyperinsulinämie. Bei Beispiel 3 wird sogar Normoglykämie
und Normoinsulinämie erreicht. Reduktion einer Hyperglykämie bei gleichzeitiger
Senkung des Insulins weist auf eine signifikante Verbesserung der Insulinresistenz
hin. Als weitere Wirkqualität besitzen diese Substanzen deutliche lipidsenkende
Eigenschaften, hier an einer Erniedrigung der Triglyceride und der nicht veresterten
Fettsäuren gezeigt.
Zusammenfassend wird festgestellt, daß 2,2-Difluoralkancarbonsäuren als
Therapeutikum sowohl für Diabetes als auch Dyslipidämie und einer Kombination
von beidem, wie im metabolischen Syndrom beschrieben, geeignet sind.
Claims (5)
1. Neue Verbindungen der Formel I
in welcher
A eine Alkylenkette mit 5-20 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, eine Vinylen- oder Acetylengruppe oder eine Alkylenkette mit 1-10 Kohlenstoffatomen,
B ein Valenzstrich, eine Methylengruppe, Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe NR¹,
wobei
R¹ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Carbonyl-, Sulfonamid-, Sulfoxid- oder Sulfongruppe, eine E- oder Z-Vinylen- oder eine Acetylengruppe, eine CR²R³-Gruppe,
wobei
R² Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkylrest oder Phenyl,
R³ ein C₁-C₄-Alkylrest, Benzyl, Phenyl, Hydroxy oder eine Gruppe NR⁴R⁵,
worin
R⁴ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest und
R⁵ Wasserstoff oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Gruppe Y-Z-Y,
wobei
Y Schwefel oder Sauerstoff,
Z eine Alkylkette (CH₂)n und n 1-5 sein kann,
bedeutet, und
W ein Halogenatom; eine Cyano- oder Rhodanogruppe, Aminocarbonyl; ein Isopropyl oder tert-Butylrest; ein C₃-C₈-Cyclo alkylrest, der unsubstituiert oder durch Phenyl oder C₁-C₄-Alkyl substituiert sein kann; ein Cyclohexenyl- oder Cyclopentenylrest, ein Phenylring, der substituiert sein kann durch einen oder eine beliebige Kombinationen der folgenden Substituenten: C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₁-C₄-Alkylthio, C₁-C₄-Alkylsulfinyl, C₁-C₄-Alkylsulfonyl, Trifluormethyl, Nitro, Amino, Hydroxy, Cyano, Mercapto, Sulfonamino, Acetylamino, Carboxy, Phenoxy, Benzyloxy, Phenyl, Benzoyl, Car boxy-C₁-C₄-alkyl, Methylendioxy, Ethylendioxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Carboxymethoxy, Carboxyethoxy, Acetoxy, Acetyl, Propionyl, eine Gruppe NR⁶R⁷, wobei R⁶ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl und R⁷ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl, Phenyl oder Benzoyl ist, wobei die jeweiligen aromatischen Ringe unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Halogen, Hydroxy oder C₁-C₄-Alkoxy substituiert sein können, desweiteren ein α- oder β-Naphthylring, der durch Methyl, Hydroxy, Methoxy, Carboxy, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Cyano, Acetyl, Chlor oder Brom substituiert sein kann oder ein Tetrahydronaphthylrest,
bedeuten,
sowie deren physiologisch verträgliche Salze oder Ester und optische Isomeren.
A eine Alkylenkette mit 5-20 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, eine Vinylen- oder Acetylengruppe oder eine Alkylenkette mit 1-10 Kohlenstoffatomen,
B ein Valenzstrich, eine Methylengruppe, Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe NR¹,
wobei
R¹ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Carbonyl-, Sulfonamid-, Sulfoxid- oder Sulfongruppe, eine E- oder Z-Vinylen- oder eine Acetylengruppe, eine CR²R³-Gruppe,
wobei
R² Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkylrest oder Phenyl,
R³ ein C₁-C₄-Alkylrest, Benzyl, Phenyl, Hydroxy oder eine Gruppe NR⁴R⁵,
worin
R⁴ Wasserstoff, Benzyl, Phenyl oder ein C₁-C₄-Alkylrest und
R⁵ Wasserstoff oder ein C₁-C₄-Alkylrest sein kann,
eine Gruppe Y-Z-Y,
wobei
Y Schwefel oder Sauerstoff,
Z eine Alkylkette (CH₂)n und n 1-5 sein kann,
bedeutet, und
W ein Halogenatom; eine Cyano- oder Rhodanogruppe, Aminocarbonyl; ein Isopropyl oder tert-Butylrest; ein C₃-C₈-Cyclo alkylrest, der unsubstituiert oder durch Phenyl oder C₁-C₄-Alkyl substituiert sein kann; ein Cyclohexenyl- oder Cyclopentenylrest, ein Phenylring, der substituiert sein kann durch einen oder eine beliebige Kombinationen der folgenden Substituenten: C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₁-C₄-Alkylthio, C₁-C₄-Alkylsulfinyl, C₁-C₄-Alkylsulfonyl, Trifluormethyl, Nitro, Amino, Hydroxy, Cyano, Mercapto, Sulfonamino, Acetylamino, Carboxy, Phenoxy, Benzyloxy, Phenyl, Benzoyl, Car boxy-C₁-C₄-alkyl, Methylendioxy, Ethylendioxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Carboxymethoxy, Carboxyethoxy, Acetoxy, Acetyl, Propionyl, eine Gruppe NR⁶R⁷, wobei R⁶ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl und R⁷ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, Benzyl, Phenyl oder Benzoyl ist, wobei die jeweiligen aromatischen Ringe unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Halogen, Hydroxy oder C₁-C₄-Alkoxy substituiert sein können, desweiteren ein α- oder β-Naphthylring, der durch Methyl, Hydroxy, Methoxy, Carboxy, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Cyano, Acetyl, Chlor oder Brom substituiert sein kann oder ein Tetrahydronaphthylrest,
bedeuten,
sowie deren physiologisch verträgliche Salze oder Ester und optische Isomeren.
2. Neue Verbindungen nach Anspruch 1, bei denen in Formel I
A eine Alkylenkette mit 8-16, vorzugsweise 10-14 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, Vinylen oder Acetylen,
B Valenzstrich, eine Methylengruppe, Sauerstoff, Schwefel, Sulfoxid, Sulfonamid oder Sulfonyl und
W ein C₃-C₈-Cycloalkyl oder ein gegebenenfalls substituierter Phenylrest, insbesondere 4-Chlorphenyl, 4-Methylthiophenyl, 4-C₁-C₄-Alkylphenyl, 4-Methylsulfonylphenyl bedeutet.
A eine Alkylenkette mit 8-16, vorzugsweise 10-14 Kohlenstoffatomen,
A′ ein Valenzstrich, Vinylen oder Acetylen,
B Valenzstrich, eine Methylengruppe, Sauerstoff, Schwefel, Sulfoxid, Sulfonamid oder Sulfonyl und
W ein C₃-C₈-Cycloalkyl oder ein gegebenenfalls substituierter Phenylrest, insbesondere 4-Chlorphenyl, 4-Methylthiophenyl, 4-C₁-C₄-Alkylphenyl, 4-Methylsulfonylphenyl bedeutet.
3. Verwendung von Verbindungen der Formel I gemäß einem der Ansprüche 1
oder 2 zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes
mellitus.
4. Arzneimittel enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel I nach
einem der Ansprüche 1 oder 2 neben üblichen pharmazeutischen Hilfs- und
Trägerstoffen.
5. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß einem der Ansprüche 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man nach an sich bekannten Methoden
eine Verbindung der Formel II
X-A-B-A′-W (II),in der A, B, A′ und W die angegebene Bedeutung haben und X Halogen
bedeutet,
mit Difluoressigsäureester in Gegenwart von starken Basen umsetzt oder alternativ in Grignard-Verbindungen umgesetzt werden und mit Diethylaminoschwefeltrifluorid in Verbindungen der Formel I überführt werden und anschließend gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen der Formel I in andere Verbindungen der Formel I durch Oxidation, Hydrierung oder Verseifung überführt sowie gegebenenfalls freie Säure in Ester oder Salze überführt.
mit Difluoressigsäureester in Gegenwart von starken Basen umsetzt oder alternativ in Grignard-Verbindungen umgesetzt werden und mit Diethylaminoschwefeltrifluorid in Verbindungen der Formel I überführt werden und anschließend gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen der Formel I in andere Verbindungen der Formel I durch Oxidation, Hydrierung oder Verseifung überführt sowie gegebenenfalls freie Säure in Ester oder Salze überführt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996105700 DE19605700A1 (de) | 1996-02-16 | 1996-02-16 | 2,2-Difluoralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel |
| AU17902/97A AU1790297A (en) | 1996-02-16 | 1997-02-15 | 2,2-difluoroalkane carboxylic acids, process for their preparation and medicaments containing the same |
| PCT/EP1997/000725 WO1997030018A1 (de) | 1996-02-16 | 1997-02-15 | 2,2-difluoralkancarbonsäuren, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende arzneimittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996105700 DE19605700A1 (de) | 1996-02-16 | 1996-02-16 | 2,2-Difluoralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19605700A1 true DE19605700A1 (de) | 1997-08-21 |
Family
ID=7785538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996105700 Withdrawn DE19605700A1 (de) | 1996-02-16 | 1996-02-16 | 2,2-Difluoralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU1790297A (de) |
| DE (1) | DE19605700A1 (de) |
| WO (1) | WO1997030018A1 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4764623A (en) * | 1987-06-15 | 1988-08-16 | American Home Products Corporation | N-(1H-tetrazol-5-yl-alkylphenyl)polyfluoroalkanamides |
| DE4040619A1 (de) * | 1990-12-19 | 1992-06-25 | Boehringer Mannheim Gmbh | Neue aliphatische amide, verfahren zu ihrer herstellung sowie arzneimittel, die diese verbindungen enthalten |
| DE4439947A1 (de) * | 1994-11-09 | 1996-05-15 | Boehringer Mannheim Gmbh | 2,2-Dichloralkancarbonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel |
-
1996
- 1996-02-16 DE DE1996105700 patent/DE19605700A1/de not_active Withdrawn
-
1997
- 1997-02-15 WO PCT/EP1997/000725 patent/WO1997030018A1/de not_active Ceased
- 1997-02-15 AU AU17902/97A patent/AU1790297A/en not_active Abandoned
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AU1790297A (en) | 1997-09-02 |
| WO1997030018A1 (de) | 1997-08-21 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ROCHE DIAGNOSTICS GMBH, 68305 MANNHEIM, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |