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DE19602395A1 - Preßballen aus Müll und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Preßballen aus Müll und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE19602395A1
DE19602395A1 DE19602395A DE19602395A DE19602395A1 DE 19602395 A1 DE19602395 A1 DE 19602395A1 DE 19602395 A DE19602395 A DE 19602395A DE 19602395 A DE19602395 A DE 19602395A DE 19602395 A1 DE19602395 A1 DE 19602395A1
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DE
Germany
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bale
garbage
pressed
baling
bitumen
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Withdrawn
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DE19602395A
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English (en)
Inventor
Werner Doppstadt
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Individual
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
    • B03B9/06General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B09DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09BDISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B09B3/00Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless
    • B09B3/30Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless involving mechanical treatment
    • B09B3/32Compressing or compacting
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B27/00Bundling particular articles presenting special problems using string, wire, or narrow tape or band; Baling fibrous material, e.g. peat, not otherwise provided for
    • B65B27/12Baling or bundling compressible fibrous material, e.g. peat
    • B65B27/125Baling or bundling compressible fibrous material, e.g. peat and wrapping or bagging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Preßballen aus Müll, der mit einer Umhüllung versehen ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Preßballens aus Müll, bei dem Müll zu einem Preßbal­ len zusammengepreßt und anschließend mit einer Umhüllung versehen wird.
Es ist bekannt, Abfälle aus Haushalt oder Industrie in aus der Landwirtschaft bekannten Rundballenpressen mittels einer Kunststoffnetzbahn zu Rundballen aufzuwickeln und die so aufgewickelten Rundballen mit einer Streckfolie zu um­ hüllen, vgl. zum Beispiel die DE-OS 39 41 727, 41 06 687 und 41 25 053. Der Rundballen wird so luftdicht umschlos­ sen, wodurch Gärungsprozesse in dem Rundballen verhindert werden und der Abfall auch bei längerer Lagerung in seiner Zusammensetzung unverändert bleiben soll. Das ist insbeson­ dere im Zusammenhang mit der Müllverbrennung von Bedeutung, weil sich bei Luftzutritt durch Gärungsprozesse und der­ gleichen der Heizwert der Rundballen erheblich verringert.
In der Praxis hat sich herausgestellt, daß die Umhüllung der Rundballen mit Streckfolie dadurch Nachteile bringt, daß die Streckfolie zwar den Rundballen umschließt, aber der unregelmäßigen Oberfläche des Rundballens nicht abdich­ tend anliegt. So kann die Umhüllung beispielsweise beim Transport oder der sonstigen Handhabung der Preßballen durch die an der Umhüllung des Preßballens angreifenden Werkzeuge verletzt werden, wodurch Löcher oder Risse ent­ stehen, durch die der Rundballen in Kontakt mit der umge­ benden Luft kommt. Der Rundballen ist dann nicht mehr luft­ dicht umhüllt, wodurch die unerwünschten Gärungsprozesse und dergleichen im Material des Rundballens ausgelöst wer­ den, die den Heizwert der Rundballen erheblich verringern. Ein weiterer Nachteil der bekannten Rundballen besteht dar­ in, daß die Streckfolie dem Rundballen nicht unter ausrei­ chendem Druck anliegt. Dadurch kann sich das Material der Rundballen wieder ausdehnen und so starke Formänderungen der Rundballen hervorrufen, daß ihre Lagerung und ihr Transport erheblich beeinträchtigt werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, umhüllte Preß­ ballen der eingangs genannten Art und ein Verfahren zur Herstellung solcher Preßballen zu schaffen, die gegen Ver­ letzungen der Umhüllung durch angreifende Werkzeuge wei­ testgehend unempfindlich sind und auch bei längerer Lage­ rung keinen unerwünschten Formänderungen unterliegen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Preßballen allseitig versiegelt ist. Vorteilhafterweise besteht die Umhüllung aus einem Versiegelungsmaterial, das rückstandsfrei und ohne Entwicklung schädlicher Verbren­ nungsstoffe verbrennbar ist. Vorzugsweise ist das Versiege­ lungsmaterial aus einem aus nachwachsenden Rohstoffen ge­ wonnenen Material oder Bitumen ausgewählt.
Unter "Versiegelung" wird hier verstanden, daß die übli­ cherweise unregelmäßige Oberfläche des Preßballens voll­ ständig dicht und ohne verbleibende Zwischenräume in das Versiegelungsmaterial eingeschlossen ist. Beispielsweise beim Transport oder bei sonstiger Handhabung des Preßbal­ lens kann die Versiegelung punktuell oder in einem kleinen Bereich verletzt werden. Luft kann aber nur in diesem klei­ nen Bereich mit der Oberfläche des Preßballens in Kontakt kommen. Da der erfindungsgemäß versiegelte Preßballen somit nur über eine sehr kleine Fläche in Kontakt mit der umge­ benden Luft steht, kann Luft nur in so geringem Umfang in das Material des im gepreßten Zustand zusammengehaltenen Preßballens eindringen, daß dadurch keine Gärungsprozesse und dergleichen ausgelöst werden, die den Heizwert des Preßballens merklich beeinträchtigen würden. Darüberhinaus ist der Heizwert des erfindungsgemäß versiegelten Preßbal­ lens durch die Verwendung eines rückstandsfrei und ohne Entwicklung schädlicher Verbrennungsgase verbrennbaren Ver­ siegelungsmaterials zusätzlich erhöht, ohne daß mit der Verbrennung des erfindungsgemäß versiegelten Preßballens eine zusätzliche Umweltbelastung verbunden wäre.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Preßballen allseitig versiegelt, vorteilhafterweise durch ein Versie­ gelungsmaterial, das rückstandsfrei und ohne Entwicklung schädlicher Verbrennungsstoffe verbrennbar ist. Vorzugswei­ se wird dabei so verfahren, daß der Müll in einem Müllzer­ kleinerer zerkleinert wird, daß der zerkleinerte Müll in eine Ballenpresse gefördert und darin zu einem Preßballen von allgemein prismatischer Form zusammengepreßt und mit einer Drahtumwicklung im gepreßten Zustand zusammengehalten wird und daß der im gepreßten Zustand zusammengehaltene Preßballen versiegelt wird.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in der einzigen Abbildungen schematisch dargestellt und wird nachfolgend an Hand der Bezugszeichen im einzelnen er­ läutert und beschrieben.
Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird an Hand einer in Fig. 1 schematisch dargestellten Anlage beschrieben. Darin wird der gesammelte Müll zunächst einem Müllzerklei­ nerer 1 bekannter Art (zum Beispiel Walzenbrecher DW 3080; Firma DVG-Doppstadt, Steinbrink 13, 42555 Velbert) zuge­ führt. Der zerkleinerte Müll gelangt dann mittels eines konventionellen Förderers 2, der beispielsweise ein Band­ förderer sein kann, in eine Ballenpresse 3. Darin wird der zerkleinerte Müll unter hohem Druck zu einem Preßballen 4 von allgemein prismatischer Form zusammengepreßt.
Solche Ballenpressen sind an sich bekannt (zum Beispiel Konti C der Firma PAAL′s Packpressenfabrik GmbH + Co. KG, Raiffeisenstraße 16-17, 49124 Georgsmarienhütte) und pres­ sen den zerkleinerten Abfall zu Preßballen 4 von beispiels­ weise allgemein rechteckigem Querschnitt zusammen, die durch eine vorzugsweise in Längs- und Querrichtung ange­ brachte Drahtumwicklung im gepreßten Zustand zusammengehal­ ten werden. Die Preßballen 4 werden unter dem Druck des Preßstempels der Ballenpresse 3 nacheinander durch einen Preßkanal 5 gefördert. Von dort gelangen sie in eine Füh­ rung 6, die beispielsweise als Rohrkäfig ausgebildet ist und in der die Preßballen 4 durch (nicht gezeigte) Ab­ standshalter in geringem Abstand voneinander gehalten wer­ den.
Die Führung 6 erstreckt sich durch ein Tauchbad 7, das eine Wanne 8 mit verflüssigtem, im Ausführungsbeispiel ge­ schmolzenem Bitumen bis zu einem die Führung 6 übersteigen­ den Niveau 9 enthält. Dem Tauchbad 7 sind Heizelemente 10 zugeordnet, die als Heizschlange für einen umlaufenden Wär­ meträger, als elektrische oder elektromagnetische Heizele­ mente, als Infrarotstrahler, als Gasbrenner oder derglei­ chen ausgebildet und entsprechend angeordnet sind. Beim Durchlauf durch das Tauchbad 7 wird der durch die Drahtum­ wicklung im gepreßten Zustand zusammengehaltene Preßballen 4 praktisch allseitig in Bitumen eingeschlossen. Der so allseitig in Bitumen eingeschlossene Preßballen passiert dann eine Kühl- und Trockenanlage 11, in der überschüssiges Bitumen von dem Preßballen abtropft und das Bitumen gekühlt und dadurch gehärtet wird. Es entsteht so ein versiegelter Preßballen 12, der praktisch allseitig durch Bitumen ver­ siegelt ist. Gegebenenfalls noch vorhandene geringe Fehl­ stellen der Versiegelung können durch Auftragen von Bitumen ausgebessert werden.
Als Versiegelungsmaterial eignen sich außer Bitumen auch alle bitumenartigen Materialien, die sich verflüssigen las­ sen und sich bei der Versiegelung entsprechend verhalten. Anstatt Bitumen können dabei auch Materialien verwendet werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und beispielsweise bei der Verarbeitung landwirtschaftli­ cher Produkte, zum Beispiel Getreide, Zuckerrohr, Zuckerrü­ ben, Stärke und dergleichen anfallen und zu einer Versiege­ lung im Sinne der Erfindung geeignet sind. Auch Gelatine oder gelatinöse Massen sind dafür geeignet.
Anstelle des vorstehend erwähnten Versiegelungsmaterials kann der aus der Ballenpresse 3 kommende, durch die Drah­ tumwicklung im gepreßten Zustand zusammengehaltene Preßbal­ len 4 in einer an sich bekannten und daher nicht im einzel­ nen beschriebenen Anlage in eine Schrumpffolie eingehüllt werden, die anschließend auf den Preßballen aufgeschrumpft wird und diesen ebenfalls allseitig versiegelt.
Die so allseitig versiegelten Preßballen 12 können ohne Gefahr der Veränderung ihrer Zusammensetzung transportiert und auch sonst gehandhabt werden, zum Beispiel auf Lager gelegt und dem Lager wieder entnommen werden, ohne daß da­ bei unter Umständen hervorgerufene Verletzungen der Versie­ gelung einen nennenswerten Luftzutritt zu dem Material des Preßballens 12 ermöglichen. Die versiegelten Preßballen 12 können daher in Verbrennungsanlagen auch in Anwesenheit solcher Verletzungen längere Zeit bis zu ihrer Verfeuerung gelagert werden, ohne daß sich dadurch ihr Heizwert merk­ lich verringert. Die so ermöglichte Langzeitlagerung der versiegelten Preßballen 12 ohne merkliche Verringerung ih­ res Heizwertes gestattet es, daß auf der Basis der Müllver­ brennung arbeitende Kraftwerke unabhängig vom Anfall des Mülls kontinuierlich ohne Zufeuerung anderer Brennstoffe betrieben werden können.

Claims (12)

1. Preßballen aus Müll mit einer Umhüllung, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßballen ein allseitig versiegelter Preßballen (12) ist.
2. Preßballen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Preßballen (12) allseitig versiegelnde Umhül­ lung aus einem Versiegelungsmaterial besteht, das rück­ standsfrei und ohne Entwicklung schädlicher Verbren­ nungsstoffe verbrennbar ist.
3. Preßballen nach Anspruch 2, daß das Versiegelungsmate­ rial aus einem aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Material oder Bitumen ausgewählt ist.
4. Preßballen nach einem der vorstehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Preßballen aus zerklei­ nertem Müll allgemein prismatische Form hat und durch eine Drahtumwicklung im gepreßten Zustand zusammenge­ halten ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Preßballens aus Müll nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem Müll zu einem Preßballen (4) zusammengepreßt und anschließend mit ei­ ner Umhüllung versehen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßballen (4) allseitig versiegelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßballen (4) allseitig durch ein rückstandsfrei und ohne Entwicklung schädlicher Verbrennungsstoffe verbrennbares Versiegelungsmaterial versiegelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich­ net, daß der Müll in einem Müllzerkleinerer (1) zer­ kleinert wird, daß der zerkleinerte Müll in eine Bal­ lenpresse (3) gefördert und darin zu einem Preßballen (4) von allgemein prismatischer Form zusammengepreßt und mit einer Drahtumwicklung im gepreßten Zustand zu­ sammengehalten wird und daß der im gepreßten Zustand zusammengehaltene Preßballen (4) versiegelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Versiegelungsmaterial aus einem aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Material oder Bitumen ausgewählt wird und daß der im gepreßten Zustand zusammengehaltene Preßballen (4) durch ein Tauchbad (7) gefördert wird, das verflüssigtes Versiegelungsmaterial enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Ballenpresse (3) austretenden, im gepreßten Zustand zusammengehaltenen Preßballen (4) durch einen Preßkanal (5) unter Einwirkung des in der Ballenpresse (3) wirksamen Preßdrucks nacheinander durch eine das Tauchbad (7) durchsetzende Führung (6) gefördert wer­ den.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich­ net, daß die Preßballen anschließend an das Tauchbad (7) eine Kühl- und Trockenanlage (11) durchlaufen.
11. Verwendung von aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Material oder Bitumen zum Versiegeln von Preßballen aus Müll.
12. Verwendung von aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Material oder Bitumen nach Anspruch 11 bei Preßballen aus zerkleinertem Müll, die allgemein prismatische Form haben und durch eine Drahtumwicklung im gepreßten Zu­ stand zusammengehalten werden.
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