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DE19601256C1 - Vorrichtung zum Führen bewegter Sendungen - Google Patents

Vorrichtung zum Führen bewegter Sendungen

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DE19601256C1
DE19601256C1 DE19601256A DE19601256A DE19601256C1 DE 19601256 C1 DE19601256 C1 DE 19601256C1 DE 19601256 A DE19601256 A DE 19601256A DE 19601256 A DE19601256 A DE 19601256A DE 19601256 C1 DE19601256 C1 DE 19601256C1
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DE19601256A
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Uwe Dipl Ing Maertin
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Siemens AG
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AEG Electrocom GmbH
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    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J3/00Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed
    • B41J3/54Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed with two or more sets of type or printing elements
    • B41J3/543Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed with two or more sets of type or printing elements with multiple inkjet print heads
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen bewegter Sendungen an mindestens einem Tintenstrahldruckkopf gemäß Oberbegriff des 1 Patentanspruches.
Der Einsatz von Tintenstrahldruckern zum Entwerten von Briefmarken hat gegenüber den mechanischen Druckern den Vorteil, daß man frei in der Gestaltung des Stempel- Layouts ist und eine hohe Druckqualität erreicht. Das Layout kann von Sendung zu Sen­ dung variieren. Der Verschleiß bei diesen Systemen ist geringer. Außerdem können hiermit von Sendung zu Sendung wechselnde Werbelogos aufgedruckt werden.
Es ist diesbezüglich eine Lösung bekannt (GB 2 272 401 A1), bei der Briefe zwischen zwei Transportbändern eingeklemmt Tintenstrahldruckköpfen zugeführt werden.
An den Tintenstrahldruckern müssen die Sendungen genau geführt werden. Dies ge­ schieht mit Hilfe einer Kulisse in Form einer ebenen Fläche, an der Sendungen 10 entlang geführt werden (Fig. 3). Diese Führung soll den benötig­ ten Abstand zwischen Sendung 10 und Tintenstrahldruckkopf 3 gewährleisten. Für die Tintenstrahldruckköpfe 3 sind Ausschnitte in der Kulisse vorhanden, in der die Druckköpfe liegen.
Die Führung mit diesen Kulissen weist folgende Nachteile auf:
Die zum Drucken verwendete Tinte ist auf Öl-Basis aufgebaut. Die Tinte trocknet nicht durch Verdunstung einer chem. Substanz, sondern die Tinte wird von dem Sendungsmaterial aufgesogen. Die Aufnahme der Tinte ist abhängig von dem zu bedruckenden Material. Bei sehr glatter Oberfläche wird weniger Tinte aufgenommen als bei sehr rauher. Das kann soweit führen, daß sehr feine Tintentropfen zurückspritzen. Diese lagern sich in der Umgebung des Druckers ab. Die Geschwindigkeit dieser Tropfen ist deutlich niedriger als die Geschwindigkeit der Tropfen, die direkt aus dem Druckkopf (etwa v = 11 m/s) kommen. Die Tropfen mit der geringeren Masse und niedriger Geschwindigkeit lassen sich durch Luftströmung leicht beeinflussen.
Jede Sendung erzeugt durch die Eigengeschwindigkeit in unmittelbarer Nähe ihrer Oberfläche eine Luftströmung. Durch den scharfkantigen Übergang von der Kulisse zum Druckkopf bilden sich Turbulenzen. Diese Turbulenzen führen zu Ablagerungen der feinen, zurückspitzenden Tropfen auf die Düsenplatte des Druckkopfes. Die feinen Tintentropfen schließen sich mit anhaltendem Drucken zu großflächigen Tropfen zusammen, welche die Düsen des Druckkopfes verschließen können.
Zur Verhinderung dieser Ablagerungen ist es bekannt (EP 604 029 A2), eine Zwangsströmung 8 auf die Düsenplatte aufzubringen. Diese bewirkt ein "sauber blasen" der Düsenplatte bzw. verhindert ein Anlagern von feinen Tropfen im Bereich der Düsen. Die Luftströmung wird durch feine Kanäle von hinten an die Düsenplatte herangeführt (siehe Fig. 4). Nachteilig ist hierbei, daß zum Erzeugen der Strömung zusätzlich ein Gebläse eingebaut werden muß. Um die Strömung zur Kulisse zu bringen, ist aufgrund der geringen Abstände ein erheblicher konstruktiver und fertigungstechnischer Aufwand notwendig.
Ein weiteres Problem entsteht durch die Sendungen, die die Druckköpfe berühren. Die Sendungen sind nicht ideal steif bzw. eben. Durch den geringen Abstand zwischen Sendung und Druckkopf berühren die Sendungen oft die Düsenplatte. Dieses führt zu einer erhöhten Tintenentnahme aus den Düsen. Bei dem hohen Durchsatz kann nicht genügend Tinte in die Düsen nachgeliefert werden und es dringt Luft in die Düsen ein. Dies führt zu einer Verringerung der Druckintensität bis hin zum kompletten Ausfall der Düsen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen bewegter Sendungen an Tintenstrahldruckern zu schaffen, die mit geringem Aufwand ein schnel­ les Verschmutzen der Druckdüsen infolge sich ablagernder Tintentröpfchen verhindert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Der Vorteil liegt hierbei darin, daß keine aufwendige, durch Lüfter erzeugte Zwangsströ­ mung benötigt wird, sondern in der Ausnutzung des durch die schnell bewegten Sen­ dungen erzeugten Luftströmung, um die zurückspritzenden Tropfen hinter die Druck­ köpfe zu transportieren. Diese Luftströmung kann sich erst in den Strömungskanälen ausbilden. Die Stege zur Einhaltung des notwendigen Abstandes zwischen Sendung und Tintenstrahldruckkopf haben dabei keinen wesentlichen negativen Einfluß auf den Ab­ transport der Tintentropfen. Die nach Patentanspruch 2 vorteilhaften Führungen über den Tintenstrahldruckköpfen zur besseren Abstandseinhaltung können gemäß der Pa­ tentansprüche 2 und 3 sowohl an den Stegen der Kulisse als auch den Tinten­ strahldruckköpfen selbst befestigt werden.
In einem Beispiel wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Frontansicht der erfindungsgemäßen Vorrich­ tung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 eine Frontansicht einer herkömmlichen Vorrichtung mit ebener Kulisse,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Vorrichtung mit ebener Kulisse und Zwangsbelüftung.
Die zwischen Transportband 4 und Deckband 2 eingeklemmten Sendungen 10 werden gemäß Fig. 1 in der angegebenen Richtung an zwei Tintenstrahldruckköpfen 3 mit einer Geschwindigkeit von ca 3 m/s vorbeitransportiert. Eine Lichtschranke 9 signalisiert, daß die Sendung 10 die Tintenstrahldruckköpfe 3 erreicht hat. Jeder Tintenstrahldruckkopf 3 weist 32 nebeneinanderliegende Düsenreihen á 3 Düsen auf, mit denen jeweils 1 Zeile gedruckt werden kann. Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, sind in der Umgebung der in Aussparungen befindlichen Tintenstrahldruckköpfe 3 in Transportrichtung der Sendungen verlaufende und ca. 1-1,5 mm tiefe Strömungskanäle 6 in die Kulisse 1 eingebracht. Diese Tiefe ist ausreichend, damit die durch die Sendungen 10 hervorgerufene Luftströmung an der Kulisse 1 nicht abreißt und die Tropfen hinter die Druckköpfe 3 transportiert. Zur Führung der Sendungen 10 und Einhaltung des geforderten Abstandes zwischen Sendung 10 und Tintenstrahldruckkopf 3 (ca. 0,5 mm) befinden sich zwischen den Strömungskanälen 6 schmale Stege. Über den Tintenstrahldruckköpfen 3 werden diese Stege mittels schmaler Führungen 7 überbrückt, die entweder durch Klemmverbindung an den Stegen befestigt werden oder mit den Tintenstrahldruckköpfen verbunden sind. Dabei werden diese Führungen 7 nur dort befestigt, wo sie die Druckdüsen 5 nicht verdecken und wo sie die frischen Drucke nicht verschmieren.
Die Stege nach den Druckdüsen 5 der Tintenstrahldruckköpfe 3 weisen eine geringere Höhe als die davorliegenden Stege auf, um ebenfalls ein Verschmieren des frischen Druckes zu vermeiden. Das Höhenprofil der Kulisse 1 ist in der Seitenansicht gemäß Fig. 2 gut zu erkennen.

Claims (4)

1. Vorrichtung zum Führen bewegter Sendungen an mindestens einem Tinten­ strahldruckkopf, vorzugsweise in Sendungsverteilanlagen, mit einem Transport- und Deckband sowie einer Kulisse zum Führen der Sendungen in definiertem Abstand an den Tintenstrahldruckköpfen vorbei, wobei der oder die Tintenstrahldruckköpfe sich jeweils in einem Ausschnitt der Kulisse befinden und wobei die Geschwindigkeit der Sendungen so groß ist, daß an Kanten Luftturbulenzen auftreten, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in der Umgebung des oder der Tintenstrahldruckköpfe (3) in der Kulisse (1) in Sendungstransportrichtung verlaufende Strömungskanäle (6) vorhan­ den sind, die so tief sind, daß kein Strömungsabriß erfolgt, wobei sich zwischen den Strömungskanälen (6) schmale Stege zum Führen der Sendungen befinden, und daß nach den Druckdüsen (3) des jeweiligen Tintenstrahldruckkopfes (3) in Transportrichtung der Sendungen (10) liegende Stege zum Verhindern des Berührens der bedruckten Sendungsteile gegenüber den davorliegenden Stegen eine geringere Höhe aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich über den Tintenstrahldruckköpfen (3) in Verlängerung der Stege der Ku­ lisse (1) schmale Führungen (7) nur dort befinden, wo die Druckdüsen (5) nicht ver­ deckt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (7) über den Tintenstrahldruckköpfen (3) an den Stegen der Ku­ lisse (1) befestigt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (7) über den Tintenstrahldruckköpfen (3) an diesen befestigt sind.
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