DE19601229C2 - Türschloß für wasserbrauchende Wasch- oder Spülmaschinen - Google Patents
Türschloß für wasserbrauchende Wasch- oder SpülmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Türschloß für wasserbrauchende Wasch- oder
Spülmaschinen mit einem mit der Tür verbundenen Schließklo
ben und einem Verriegelungselement, das bewegbar ist, um mit
dem Schließkloben in Eingriff zu kommen und die Tür zu schließen
oder in einer Schließstellung zu halten.
Wasch- und Spülmaschinen weisen eine Tür auf, durch die das zu
waschende bzw. zu spülende Gut in die Maschine eingegeben wird.
Da die Maschine beim Betrieb Wasser aufnimmt, muß die Tür zuver
lässig wasserdicht geschlossen sein.
Der Stand der Technik kennt eine Vielzahl mechanischer und elektro
mechanischer Türverriegelungen für Wasch- und Spülmaschinen.
Die DE 31 19 764 C2 beschreibt eine Waschmaschine, insbesondere
eine Geschirrspülmaschine, bei der ein Wasserzuführschlauch zur
Maschine bei Außerbetriebsetzung der Maschine zwangsläufig gegen
den Wasserdruck abgesperrt und gleichzeitig auf Umgebungsdruck
gelegt wird. Steht der Wasserzuführschlauch der Maschine unter
erhöhtem Wasserdruck, so wird die Tür der Maschine durch einen
durch Wasserdruck beaufschlagten Stößel in der Schließstellung
gesichert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfach
und zuverlässig funktionierendes Türschloß für Wasch- oder Spül
maschinen bereitzustellen, bei dem insbesondere dann, wenn die
Maschine mit Wasser beschickt wird, die Tür sicher und dicht
geschlossen ist.
Gemäß der Erfindung wird das Ziel bei einem Türschloß der ein
gangs genannten Art dadurch erreicht, daß das Verriegelungsele
ment mit einer Feder in Richtung auf eine Schließstellung vor
gespannt und mit einem Sperrelement an einer Bewegung in die
Schließstellung gehindert ist, wobei mittels Wasserdruck das
Sperrelement so bewegbar ist, daß das Verriegelungselement un
ter Wirkung der Feder in die Schließstellung kommt und/oder
die Schließkraft erhöht wird.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, daß der Druck des für
die Wasch- oder Spülmaschine sowieso erforderlichen. Wassers
herangezogen werden kann, um die Tür zu schließen und zuzuhal
ten. Dabei kommt ein als solches bekanntes Verriegelungselement
des Türschlosses mit einem als solches ebenfalls bekannten
Schließkloben der Tür in Eingriff. Die Erfindung betrifft insbe
sondere die Betätigung des Verriegelungselementes bzw. eines
Sperrelementes, welche erfindungsgemäß durch Wasserdruck bewegt
werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung (Anspruch 2) ist ein Steuerventil vor
gesehen, durch das unter Druck stehendes Wasser wahlweise einem
Membranzylinder zuführbar ist, durch den das Verriegelungsele
ment bzw. das Sperrelement direkt oder indirekt bewegt wird. Es
können also zwischen dem Membranzylinder und dem Verriegelungs
element (welches mit dem Schließkloben in Eingriff tritt) bzw.
dem Sperrelement mehr oder weniger Bauteile zwischengeschaltet
sein, die die Kraft des Wassers auf das Verriegelungselement
übertragen.
Eine ebenfalls die Aufgabe lösende (nebengeordnete) Variante der
Erfindung betrifft ein Türschloß der eingangs
genannten Art, bei dem eine Feder das Verriegelungselement vor
spannt. Bei einem solchen Türschloß sieht die Erfindung die
drei folgenden Betriebsstellungen vor:
- - eine Offenstellung, in der der Schließkloben nicht in Ein griff mit dem Verriegelungselement steht,
- - eine Vorraststellung, in der der Schließkloben mit dem Verriegelungselement in Eingriff steht, die Tür geschlos sen und das Verriegelungselement durch die Feder mit einer ersten Zuhaltekraft vorgespannt ist, und
- - eine Schließstellung, in der das Verriegelungselement durch die Feder mit einer zweiten Zuhaltekraft vorgespannt ist, die größer ist als die erste Zuhaltekraft.
Bevorzugt ist diese Variante der Erfindung weiter so ausgestaltet, daß
die Stellung der Feder relativ zum Verriegelungselement und/oder
der Vorspannzustand der Feder einstellbar sind, um die ersten
und zweiten Zuhaltekräfte zu erzeugen (Anspruch 5).
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, daß die Stellung der Feder
relativ zum Verriegelungselement und/oder der Vorspannzustand
der Feder durch Wasserdruck einstellbar sind (Anspruch 6).
Der Begriff "Zuhaltekraft" wird hier verstanden als diejenige
Kraft, die beim öffnen der Tür aus dem Schließzustand aufzubrin
gen ist.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1A, 1B und 1C ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
bei dem Wasserdruck und Federkraft kombiniert
zum Schließen und Zuhalten der Tür verwendet
werden;
Fig. 2A, 2B und 2C ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
in drei verschiedenen Betriebszuständen; und
Fig. 3A, 3B und 3C ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung in
drei Betriebszuständen.
In den Figuren sind nur die im Rahmen der Erfindung interessie
renden Teile des Türschlosses dargestellt. Einzelheiten der
Wasch- oder Spülmaschine sowie der Tür sind nicht dargestellt,
da sie herkömmlicher Art sein können.
Das Türschloß ist in einem Gehäuse 10 (welches nicht Teil der
bewegbaren Tür ist) untergebracht. Das Schloß 12 wirkt zusammen
mit einem Schließkloben 14, der fest (in bekannter Weise) mit
der zu schließenden Tür verbunden ist. Beim Bewegen der Tür
seitens des Benutzers in die Schließstellung bewegt sich also
der Schließkloben 14 in Fig. 1A von rechts nach links in Rich
tung auf das Gehäuse 10 (vgl. die Schließstellung in Fig. 1C).
Bei Verwirklichung der Erfindung mit einem Geschirrspüler ist
in Abwandlung des beschriebenen Ausführungsbeispieles das
Schloß in der Tür und der Schließkloben am Gehäuse des Gerätes
montiert.
Das in den Fig. 1A (Offenstellung) und 1C (Schließstellung)
dargestellte Türschloß weist einen Schließkloben 14 auf, der
fest mit der Tür (nicht dargestellt) verbunden ist. Ein Ver
riegelungselement 16a dient der Verriegelung des Schließklobens
14 und dem Anpressen der Tür in der Schließstellung (Fig. 1C).
Die Verriegelung des Schließklobens 14 im Schloß mittels des
Verriegelungselementes 16a erfolgt mit Wasserdruck. Zur Übertra
gung der vom unter Druck stehenden Wasser erzeugten Kraft dient
ein Membranzylinder 18, der zwischen den in den Fig. 1A, 1B
und 1C dargestellten Stellungen hin- und herbewegbar ist. Eine
im Schnitt U-förmige Kappe 20 liegt an der Membran 18 an und
stützt eine Feder 22 ab. An ihrem anderen Ende wird die Feder
22 durch einen Führungskörper 24 geführt und abgestützt. In der
in Fig. 1A gezeigten Offenstellung ist die Feder 22 im wesent
lichen entspannt.
Unter Druck stehendes Wasser wird mittels des Ventils 34 bei
Betätigung eines entsprechenden elektrischen Schalters in den
Druckzylinder 25 eingegeben. Im Druckraum 32 des Druckzylinders
25 entsteht also ein Wasserdruck, der im wesentlichen dem Was
serdruck (Überdruck) in der Zuleitung zur Wasch- bzw. Spülma
schine entspricht. Beim Schließen der Tür und der Bewegung des
Schließklobens 14 in die Schließstellung wird also ein (nicht
dargestellter) elektrischer Kontakt geschlossen, der das Ventil
34 dann so öffnet, daß Wasser in den Druckraum 32 schießen kann,
wenn der Schließkloben 14 so weit durch eine Öffnung 28 in das
Gehäuse 10 geschoben ist, daß das Verriegelungselement 16a in
eine Ausnehmung 30 des Schließklobens 14 eingreifen kann.
Während des Schließvorganges unter Wirkung des Wasserdruckes im
Druckraum 32 auf die Membran 18 wird die Feder 22 komprimiert.
Soll die Tür geöffnet werden, wird das Zwei-Wege-Ventil 34 elek
tromagnetisch so geschaltet, daß der Wasserdruck aus dem Druck
raum 32 genommen wird, d. h. der unter Druck stehende Zulauf,
durch den das Wasser gemäß dem Pfeil 36 in den Druckraum 32
strömt, wird geschlossen, während ein Ablauf - nicht gezeigt -
des Ventils 34 geöffnet wird, damit Wasser entgegen der Pfeil
richtung 36 abfließen kann. Die Feder 22 streckt sich so dann
wieder von der Stellung gemäß Fig. 1C in die Stellung gemäß
Fig. 1A und die Tür wird zum Öffnen freigegeben.
In den Fig. 1A, 1B und 1C sind die drei verschiedenen Stel
lungen des Türschlosses dargestellt.
Gemäß den Fig. 1A, 1B und 1C betätigt die Membran einen
Stößel 40, der nicht in direkten Eingriff mit dem Schließkloben
14 kommt. Das Verriegelungselement 16a ist um eine Drehachse 48
drehbar gelagert. Eine Sperrklinke 42 ist um eine Drehachse 44
drehbar gelagert. Eine Zugfeder 46 dreht die Sperrklinke 42
gegen den Uhrzeigersinn in die Offenstellung gemäß Fig. 2A.
Dabei schlägt die Sperrklinke 42 gegen die obere Stirnfläche
des Stößels 40.
Das als Drehklappe ausgebildete Verriegelungselement 16a wird
durch eine Feder 58 im Uhrzeigersinn vorgespannt. Die Feder 58
ist auf einem Führungskörper 54 geführt, der einen Aufnahme
schlitz aufweist, in den ein Stift 56 ragt. Auf dem Stift 56
ist der Führungskörper 54 mitsamt der Feder 58 verschwenkbar
(vgl. Fig. 1B und 1C). In der Offenstellung gemäß Fig. 1A
ist die Feder 58 im wesentlichen entspannt. Der Führungskörper
54 ist mittels eines Drehgelenkes 60 am Verriegelungselement
16a angelenkt.
Soll nun die Tür der Wasch- oder Spülmaschine geschlossen wer
den, so drückt der Benutzer die Tür und damit den Schließkloben
14 durch die Öffnung 28 in das Innere des Gehäuses 10. Die vor
dere Kante des Schließklobens 14 drückt dabei gemäß Fig. 1B
das Verriegelungselement 16a gegen den Uhrzeigersinn um dessen
Drehachse 48 in eine sogenannte Vorraststellung gemäß Fig. 1B.
Dabei wird noch kein unter Druck stehendes Wasser in den Druck
raum 32 des Druckzylinder 25 eingegeben, d. h. das Ventil 34
bleibt geschlossen. In der Vorraststellung gemäß Fig. 1B ist
die Tür zwar zu, jedoch noch nicht in der abdichtenden Schließ
stellung. Die vollständige Abdichtung der Tür, also der Über
gang des Schlosses von der Stellung gemäß Fig. 1B in die Stel
lung gemäß Fig. 1C, erfolgt aufgrund eines entsprechenden elek
trischen Signals, das beispielsweise dann erzeugt werden kann,
wenn die Maschine angestellt wird oder wenn Wasser in die Ma
schine eingelassen wird. Dieses Signal öffnet das Ventil, so
daß Wasser in Richtung des Pfeiles 36 in den Druckraum 32 ein
strömt. Die Membran 18 bewegt sich dann aus der Stellung gemäß
Fig. 1B in die Stellung gemäß Fig. 1C, wobei der Stößel 40
nach oben bewegt wird. Dabei wird die Feder 22 komprimiert. Der
Stößel 40 schwenkt die Sperrklinke 42 im Uhrzeigersinn um deren
Drehachse 44 in die Stellung gemäß Fig. 1C. Dabei kommt die
Sperrklinke 42 frei von einem Anschlag 50 am Verriegelungsele
ment 16a. Der Anschlag 50 am Verriegelungselement 16a hat in
der Stellung gemäß Fig. 1B das Verriegelungselement 16a daran
gehindert, unter Wirkung der gespannten Feder 58 sich weiter
gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Nachdem nun in der Stellung
gemäß Fig. 1C die Sperrklinke 42 den Anschlag 50 und damit das
Verriegelungselement 16a freigegeben hat, dreht sich das Verrie
gelungselement 16a um seine Achse 48 gegen den Uhrzeigersinn
unter der Wirkung der expandierenden Feder 58, so daß der
Schließkloben 14 weiter nach links in die vollständig geschlos
sene Endstellung gedrückt wird, und zwar mit genau bemessener,
vom Verhalten des Benutzers der Maschine unabhängiger Kraft,
die durch die Spannkraft der Feder 58 gegeben ist. Der Wasser
druck dient hier dazu, die Sperrklinke 42 in die Freigabeposi
tion (Fig. 1C) zu bewegen, und es wird außerdem noch die
Schließkraft erhöht.
Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß den Fig. 2A, 2B
und 2C sind diejenigen Bauteile, die den Ausführungsbeispielen
gemäß den Fig. 1A bis 1C entsprechen, mit gleichen Bezugszei
chen versehen, so daß insoweit auf die obige Beschreibung ver
wiesen werden kann.
Die Fig. 2A, 2B und 2C zeigen dieses Ausführungsbeispiel in
drei Betriebsstellungen, nämlich (in der gleichen Reihenfolge)
in einer Offenstellung, einer Vorraststellung und einer
Schließstellung. Die Tür der Wasch- oder Spülmaschine ist in
den Figuren wiederum nicht gezeigt, da sie zum Verständnis der
Erfindung nicht wesentlich ist. Entsprechendes gilt auch für
das Gehäuse, in dem das Türschloß untergebracht ist. Wie bei
den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen, ist der Schließ
kloben 14 bevorzugt an der Tür befestigt, während die übrigen
Teile des Schlosses im oder am Gehäuse der Wasch- oder Spülma
schine angeordnet sind. Die Anordnung kann aber auch vertauscht
werden (ebenso wie bei den oben beschriebenen Ausführungsbei
spielen).
In der in Fig. 2A gezeigten Offenstellung des Türschlosses ist
der Schließkloben 14 von den übrigen Schloßteilen entfernt und
eine Feder 58a drückt das als Drehklappe ausgebildete Verriege
lungselement 16b im Uhrzeigersinn so, daß ein durch die Nase 52
gebildetes Mundstück des Verriegelungselementes so positioniert
ist, daß es den Schließkloben 14 aufnehmen kann, wenn dieser in
Fig. 2A beim Schließen der Tür von rechts nach links bewegt
wird.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2A bis 2C ist wiede
rum ein Druckzylinder 25 vorgesehen mit einem Druckraum 32, in
den unter Steuerung eines Ventils (nicht noch einmal gezeigt)
unter Druck stehendes Wasser einströmen kann, um einen Stößel
70 in bestimmten Betriebsstellungen aus dem Druckzylinder 25
herauszudrücken. Der Stößel 70 ist mittels eines Stiftes 74 mit
einer Gelenkstange 72 gelenkig verbunden. Auf der Gelenkstange
72 ist die Feder 58a geführt. Die Feder 58a stützt sich unten
auf dem Stift 74 und oben an einem Stift 76 ab, der fest mit
dem Verriegelungselement 16b verbunden ist.
Der Stift 74 ist auf einer ortsfesten Kulissenbahn 82 verschieb
bar (vgl. Fig. 2A und 2C). Der Stift 76 ist in einem Langloch
84 in der Gelenkstange 72 geführt.
Wird beim Schließen der Tür der Schließkloben 14 in das Mund
stück im Verriegelungselement 16b eingeführt und die Tür vom
Benutzer geschlossen, so wird das Verriegelungselement 16b um
den Stift 80 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt, und zwar aus
der Stellung gemäß Fig. 2A in die Stellung gemäß Fig. 2B. Dabei
überwindet die Feder 58a einen sogenannten Schnappunkt, d. h.
die Feder 58a wird zunächst gegen ihre Spreizkraft komprimiert
und expandiert nach Überwinden des Schnappunktes wieder, bis
sie die Stellung gemäß Fig. 2B erreicht hat, in der die Tür mit
einer ersten Zuhaltekraft geschlossen ist. Diese Stellung ist
die Vorraststellung. In dieser Stellung ist die Zuhaltekraft,
also die Kraft, mit der die Tür gegen eine Dichtung (nicht ge
zeigt) gedrückt wird und die aufgebracht werden muß, um die Tür
gegen den in den Figuren dargestellten Mechanismus zu öffnen,
durch den Hebelarm "b" bestimmt. Diese erste Zuhaltekraft ist
noch relativ gering, da der Hebelarm "b" relativ klein ist.
Um die Zuhaltekraft und damit auch die Kraft, mit der die Tür
gegen eine Dichtung (nicht gezeigt) gedrückt wird, zu erhöhen
und damit auch ein unbeabsichtigtes Öffnen der Tür während des
Betriebs zu verhindern, wird im Betriebszustand der Wasch- oder
Spülmaschine der in Fig. 2C dargestellte Schließzustand einge
nommen. Hierzu wird der Stößel 70 durch Einführen von unter
Druck stehendem Wasser in den Druckraum 32 des Druckzylinders
25 in die Stellung gemäß Fig. 2C bewegt, d. h. der Stößel 70
wird ausgefahren und der Stift 74 gleitet auf der Kulissenbahn
82 aufwärts in die Stellung gemäß Fig. 2C. Dabei wird die Ge
lenkstange 72 mitsamt der Feder 58a ebenfalls im Uhrzeigersinn
verschwenkt. In der Stellung gemäß Fig. 2C hat die Wirklinie
der Kraft der Feder 58a einen größeren Abstand vom Stift 80, um
den das Verriegelungselement 16b schwenkt, als in der Stellung
gemäß Fig. 2B. Der Hebelarm, mit dem in der Stellung gemäß Fig.
3C das Verriegelungselement 16b in der Schließstellung der Tür
gehalten ist, ist durch den Abstand "c" bestimmt. Damit wird in
der Schließstellung gemäß Fig. 2C eine zweite Zuhaltekraft er
zeugt, die deutlich größer ist als die erste Zuhaltekraft gemäß
Fig. 2B.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2A bis 2C wird beim Übergang
von der Vorraststellung (Fig. 2B) in die Schließstellung mit
vergrößerter Zuhaltekraft (Fig. 2C) die Feder 58a nicht (oder
nur schwach oder unwesentlich) komprimiert. Vielmehr wird der
wirksame Hebelarm, mit dem die Feder auf das Verriegelungsele
ment 16b einwirkt, verändert. Mit dieser Anordnung ist es mög
lich, die zweite, größere Zuhaltekraft mit relativ geringem
Wasserdruck und auch mit einer relativ geringen Membranfläche
im Druckraum 32 zu erreichen. Dieses System hat den Vorteil,
daß notfalls die Tür mit einer großen Kraft aufgerissen werden
kann.
Das in den Fig. 3A bis 3C dargestellte weitere Ausführungsbei
spiel ähnelt dem Beispiel gemäß den Fig. 2A bis 2C. Einander
entsprechende Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Ähnlich dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2A bis 2C zeigen
die Fig. 3A bis 3C (in der gleichen Reihenfolge) eine Offenstel
lung, eine Vorraststellung und eine Schließstellung mit erhöhter
Zuhaltekraft.
Beim Schließen der Tür wird der Schließkloben 14 wieder in das
Mundstück des Verriegelungselementes 16b gedrückt und die Tür
gelangt von der Offenstellung gemäß Fig. 3A in die Vorraststel
lung gemäß Fig. 3B, in der die Tür bereits geschlossen ist,
allerdings mit noch relativ geringer Zuhaltekraft. Bei der
Schließbewegung überwindet die Feder 58b (ähnlich wie die oben
beschriebene Feder 58a) einen Schnappunkt. In der Vorraststel
lung (Fig. 3B) ist die Feder 58b geringfügig komprimiert und
hat die Länge I₀. Die in dieser Vorraststellung erreichte Zuhal
tekraft der Tür ist noch relativ gering, und durch die Spann
kraft der Feder 58b in diesem Zustand bestimmt. Aus dieser Stel
lung ist es für eine Bedienungsperson noch relativ leicht mög
lich, die Tür von Hand zu öffnen. Um im Betrieb der Wasch- oder
Spülmaschine jedoch sicher zu verhindern, daß die Tür sich selb
ständig öffnet oder auch durch leichtsinnige Benutzung (z. B.
durch Kinder) geöffnet wird, wird mittels Wasserdruck im Druck
zylinder 25 der Stößel 70 in die Position gemäß Fig. 3C ge
drückt, wobei die Feder 58b komprimiert wird und die Länge 11
annimmt. Dadurch wird die Kraft, mit der die Tür gegen die
Dichtung gedrückt wird, wesentlich erhöht und auch die Zuhalte
kraft wird wesentlich vergrößert. Bei diesem Ausführungsbei
spiel wird die Feder 58b direkt in ihrer Wirklinie vorgespannt.
Dieses Ausführungsbeispiel zeichnet sich durch einen besonders
einfachen Aufbau mit wenigen Bauteilen aus.
Claims (6)
1. Türschloß für eine wasserbrauchende Wasch- oder Spülma
schine mit einem mit der Tür verbundenen Schließkloben (14) und
einem Verriegelungselement (16a), das bewegbar ist, um mit dem
Schließkloben (14) in Eingriff zu kommen und die Tür zu schließen
oder in einer Schließstellung zu halten,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement (16a) mit
einer Feder (58) in Richtung auf eine Schließstellung vorge
spannt und mit einem Sperrelement (42) an einer Bewegung in die
Schließstellung gehindert ist, wobei mittels Wasserdruck das
Sperrelement (42) so bewegbar ist, daß das Verriegelungselement
(16a) unter Wirkung der Feder (58) in die Schließstellung kommt
und/oder die Schließkraft erhöht wird.
2. Türschloß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil (34) vorgesehen
ist, durch das unter Druck stehendes Wasser wahlweise einem
Membranzylinder (18) zuführbar ist, durch den das Verriegelungs
element (16a) oder das Sperrelement (42) direkt oder indirekt
bewegbar ist.
3. Türschloß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement (16a) eine
Drehklappe ist, die beim Schließen der Tür mit dem Schließkloben
(14) in Eingriff kommt.
4. Türschloß für eine wasserbrauchende Wasch- oder Spülmaschi
ne mit einem Schließkloben (14) und einem drehbar oder ver
schiebbar gelagerten Verriegelungselement (16b), das mit dem
Schließkloben (14) in Eingriff bringbar ist, um die Tür zu
schließen und in einer Schließstellung zu halten, wobei das
Verriegelungselement (16b) mit einer Feder (58a; 58b) vorspann
bar ist,
gekennzeichnet durch die drei folgenden Stellungen des Tür
schlosses:
- - eine Offenstellung, in der der Schließkloben (14) nicht in Eingriff mit dem Verriegelungselement (16b) steht,
- - eine Vorraststellung, in der der Schließkloben (14) mit dem Verriegelungselement (16b) in Eingriff steht, die Tür geschlossen und das Verriegelungselement (16b) durch die Feder (58a; 58b) mit einer ersten Zuhaltekraft vorgespannt ist, und
- - eine Schließstellung, in der das Verriegelungselement (16b) durch die Feder (58a; 58b) mit einer zweiten Zuhalte kraft vorgespannt ist, die größer ist als die erste Zuhal tekraft.
5. Türschloß nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung der Feder (58a;
58b) relativ zum Verriegelungselement (16b) und/oder der
Vorspannzustand der Feder (58a; 58b) einstellbar sind, um
die ersten und zweiten Zuhaltekräfte zu erzeugen.
6. Türschloß nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung der Feder (58a;
58b) relativ zum Verriegelungselement (16b) und/oder der
Vorspannzustand der Feder (58a; 58b) durch Wasserdruck
einstellbar sind.
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Families Citing this family (3)
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- 1996-01-15 DE DE19601229A patent/DE19601229C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3119764C2 (de) * | 1981-05-18 | 1983-07-21 | Alfred de 2000 Hamburg Waard | Waschmaschine insbes. Geschirrspülmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19601229A1 (de) | 1997-07-17 |
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