DE1959295B - Anordnung zur Befestigung einer Glasscheibe, insbesondere der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Anordnung zur Befestigung einer Glasscheibe, insbesondere der Windschutzscheibe eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
klemmten Glasscheibe wird damit hei Einwirkung
einer auf die Innenseile der Glasscheibe wirkenden Kraft in dem Metallrahmen gehalten.
Diese bekannte Ausführung hai jedoch versehiedene
Nachteile. Die vorgeschlagene Befestigung der
Glasscheibe läßt sich z. B. bei Fahrzeugen, deren Metallrahmen nur einen einfachen Flansch, also
ohne seitlichen Steg, aufweist, nachtraglich nicht anbrincen.
Im Hinblick auf die heutigen Verkehrsverbältnisse scheint es jedoch geboten, auch ältere Fahr-
*eu2C so umrüsten zu können, daß sie den jeweils
gültigen Sicherheitsvorschriften genügen. Hinzu kommt, daß sich die Herstellung von Metallrahmen,
bei denen der am Flansch angebrachte seitliche Steg in den Metallrahmen integriert ist, wie ihn ein Ausführungsbeispiel
der genannten französischen Patentschrift zeigt, außerordentlich schwierig gestaltet, da
der Steg nicht in Ziehrichtung liegt.
Die Aufgabe der Erfindung besteilt deshalb darin, eine Anordnung zur Befestigung einer Glasscheibe
von der oben beschriebenen Art zu schaffen, durch die ohne großen Mehraufwand auch ältere Fahrzeuge
entsprechend umgerüstet werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Steg an einer auf den Flansch aufgesetzten
Federklammer angebracht ist, die einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem auf der
der Glasscheibe zugewandten Seite des Flansches (auß'.'n) liegenden Schenkel und einem auf der der
Glasscheibe abgewandten Seite des Flansches (innen) lieuenikn Schenkel aufweist, von dem der nach innen
welsende Steg abgeht.
Der Steg, der zweckmäßig mit dem Flansch einen
Winkel von weniger als 90"' bildet, wird vorteilhafterweise so angeordnet, daß er sich im wesentlichen
über die gesamte Länge des Flansches erstreckt. Der FeslMtz der Dichtleiste auf dem Flansch wird dadurch
bei Krafteinwirkung auf die Innenseite der Glasscheibe noch erhöht.
Die Federklammer hat zudem noch den Vorteil, daß ein gegebenenfalls vorhandener Dachhimmel im
Bereich des Fensterausschnittes einfacher befestigt werden kann. Der Randstreifen des Himmclbezuges
wird dann mit Hilfe der Federklammer auf dem Flansch lediglich festgeklemmt und braucht nicht
noch zusätzlich geklebt zu werden. Um Beschädiguneen des Dachhimmels bei der Montage zu vermeiden,
wird der innenliegende Schenkel des U-förmigen Querschnittes an seinem freien Ende etwa in Richtung
des Steges abgewinkelt. Die Montage der Federklammer wird erleichtert, wenn der außenlicgcnde
Schenkel des U-förmigen Querschnittes langer ist als der innenliegende.
In einer weiteren Ausbildung der Erfindung werden mehrere Federklammern zu einer Klammerleiste
zusammengefaßt. So wird das zeitraubende Aufstekken vieler einzelner Klammern durch das schnellere
Aufstecken einiger Klammerleisten ersetzt. Damit sich die Klammerleisten auch in nicht geradlinigen
Bereichen des Flansches diesem gut anpassen, sind sie zweckmäßigerweise in an sich bekannter Weise
durch Einschnitte in den Schenkeln und im Steg gerüstbandartig ausgebildet.
Die Federklammer bzw. Klammcrlciste ist vortcilhaftcrwei.se
so ausgebildet, daß sie einschließlich Steg aus einer vorgefertigten Platine nur durch Biegen
hergestellt wird.
I'm den an der Federklammer oder Klammerleiste befindlichen Steg herzustellen, gibt es verschiedene
Möglichkeiten. So kann einmal der Steg durch Verlängerung des Bodens des U-förmigen Querschnitts
auf seiner der Glasscheibe abgewandien Seite und Zurückbiegen bis zum Ausgangsbereich des auf dieser
Seite liegenden Schenkels gewonnen werden. Zum anderen ist es möglich, den Steg durch Zurückbiegen
im Bereich des auf der der Glasscheibe abgewandten Seite liegenden Schenkels bis etwa in Höhe des Bodens
und dort erfolgendes Abbiegen zu gewinnen.
Mit Bezug auf die Zeichnung wird die Erfindung im folgenden an einem Beispiel näher erläutert, und
zwar zeigt
F i g. 1 eine mögliche Ausbildung des Profils der Federklammer gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Klammerieiste nach der Erfindung,
F i g. 3 die Platine, aus der die Klammerleiste der
Fig. 2 mil dem Profil nach Fig. ■ durch Biegen hergestellt
wird,
F i g. 4 einen Schnitt durch die mittels einer Federklammer gemäß der Erfindung in einen Wir.dschutzschcibenrahmen
eines Kraftfahrzeuges eingebaute Dichtung und
F i g. 5 eine Variante zu F i g. 1.
F i g. 5 eine Variante zu F i g. 1.
Eine größere Anzahl einzelner etwa U-förmiger Federklammern 1 oder 2 (F i g. 1 oder 5) wird so auf
den Flansch 3 der Fensteröffnung gesteckt, daß der im Bereich des Klammerbodens befindliche seitlich
3υ abstehende Steg 4 in Richtung auf das Wageninnere
zeigt. Dabei wird die einzelne Federklammer 1 oder 2 zweckmäßig derart von außen an den Flansch 3
herangeführt, daß der linke Schenkel 5 des U-förmigen Querschnittes, welcher etwas länger ist als der
rechte Schenkel 6, an den Flansch anstößt. Alsdann wird durch leichten Schlag auf den Klam/nerboden
die Federklammer 1 oder 2 auf dem Flansch 3 befestigt.
An Stelle vieler einzelner Federklammern können auch einige Klammerleisten treten, wie sie F i g. 2
zeigt. Diese Klammerleisten, die sich im Profil nicht von den Federklammern nach F i *,. 1 oder 5 unterscheiden,
sind vorzugsweise durch Einschnitte 7 in den Schenkeln und im Steg gerüstbandartig ausgebildet,
wodurch sie sich in nicht geradlinigen Bereichen des Flansches 3 dessen Kontur gut anpassen.
F i g. 3 zeigt eine Platine, in die den späteren Einschnitten
7 entsprechende Löcher gestanzt sind. Aus dieser Platine wird durch Biegen das Profi! der
Feuerklammer nach Fig. I bzw. das der Klammerleiste
nach F i g. 2 hergestellt. Aus ähnlichen, nicht dargestellten Platinen lassen sich auch Fedeiklammern
bzw. Klammerleisten mit dem Profil nach Fig. 5 durch Biegen fertigen. Während bei der
Federklammer 1. der Steg 4 doppelte und der recMe
Schenkel 6 einfache Blechstärke hat, ist es bei den Profil der Federklammer 2 umgekehrt. Der Schenkel 6 der Federklammer 1 (bzw. der Klammerleiste
nach F i g. 2) ist an seinem freien Ende 8 etwa in Richtung des Steges 4 abgewinkelt, damit während
der Montage Beschädigungen des Dachhimmels vermieden werden.
Nachdem die Federklammern bzw. Klammerleisten auf den Flansch montiert sind, wird die Glasscheibe9
(Fig. 4) mit der umlaufenden Dichtung in den Fensterausschnilt der Karosserie gegen den
Flansch 3 gedrückt. Mit Hilfe einer Montageschnur wird nun in bekannter Weise die Hallelippe 11 der
Dichtung 10 über den Flansch gezogen. Dabei faßt der Steg 4 der Federklammer bzw. der Klammerleiste
in eine dafür vorgesehene Ausnehmung der Dichtung 10 und verhindert, daß auch bei größerer Krafteinwirkung
auf die Innenseite der Glasscheibe 9 die Dichtung aus dem Karosserieaussch
drückt wird.
Die Unteransprüche sind echte I und gelten nur in Verbindung mit
spruch.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Anordnung zur Befestigung einer Glasscheibe, insbesondere der Windschutzscheibe eines 5
Kraftfahrzeuges, mittels einer Dichtleiste aus elastischem Werkstoff in einem eine Fensteröffnung
umgebenden Metallrahmen mit einem umlaufen" Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Befestiden
Flansch, der auf seiner der Glasscheibe abge- gung einer Glasscheibe, insbesondere der Windwandten
Seite mindestens einen etwa parallel zur io schutzscheibe eines Kraftfahrzeuges, mittels einer
Kante des Flansches verlaufenden Steg aufweist, Dichtleiste aus elastischem Werkstoff in einem eine
welcher in eine Aussparung der Dichtleiste faßt. Fensteröffnung umgebenden Metallrahmen mit
dadurch gekennzeichnet, daß der Steg einem umlaufenden Flansch, der auf seiner der Glas-(4)
an είηεΓ auf den Flansch (3) aufgesetzten scheibe abgewandten Seite mindestens einen etwa
Federklammer (1 oder 2) angebracht ~ ist, die 15 parallel zur Kante des Flansches verlaufenden Steg
einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist, welcher in eine Aussparung der Dichtleiste
mit einem au/ der der Glasscheibe (9) zugewand- faßt.
len Seite des Flansches (außen) liegenden Sehen- In Anbetracht der zunehmend strengeren Maßstäkel
(5) und einem auf der der Glasscheibe abge- be, die von den Behörden im Hinblick auf die Sicherwandten
Seite des Flansches (innen) liegenden 20 heit der Fahrgäste bei Verkehrsunfällen an die Fahr-Schenkel
(6) aufweist, von dem der nach innen zeuge gesetzt werden, muß dem Einbau von Kraftweisende
Steg (4) abgeht. fahrzeug-Fensterscheiben, insbesondere von Wind-
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge- Schutzscheiben, noch größere Aufmerksamkeit gekennzeichnet,
daß sich der Steg (4) im wesentli- widmet werden, um stets die behördlichen Forderunchen
über die gesamte Länge des Flansches (3) 25 gen zu erfüllen.
erstreckt. " Im heutigen Kraftfahrzeugbau werden Fenster-
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, da- scheiben vielfach mit einer Gummidichtleiste am
durch gekennzeichnet, daß der Steg (4) mit dem Fensterrahmen befestigt. Die Gummidichtleisle ist
Flansch (3) einen Winkel von «'eniger als 90c bil- hierzu mit Nuten versehen, in denen einerseits die
det. 30 Fensterscheibe und andererseits der Fensterrahmen
4. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis durch elastisches Einklemmen gehalten werden. Zur
3, dadurch gekennzeichnet, daß der innenliegen- Erhöhung der Klemm- und Dichtwirkung ist es bede
Schenkel (6) des U-förmigen Querschnittes an kannt. in einer weiteren Nut Füllstreifen einzulegen,
seinem freien Ende (8) etwa in Richtung des Ste- Es sind ferner verschiedene Verfahren bekannt. ges (4) abgewinkelt ist. 35 Fensterscheiben, insbesondere Windschutzscheiben.
seinem freien Ende (8) etwa in Richtung des Ste- Es sind ferner verschiedene Verfahren bekannt. ges (4) abgewinkelt ist. 35 Fensterscheiben, insbesondere Windschutzscheiben.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis einzukleben. Jedoch stehen dies.1 Verfahren ferii-
4, dadurch gekennzeichnet, daß der außenliegcn- gungstechnisch denen nach, bei welchen die Scheiber.
de Schenkel (5) des U-förmigen Querschnittes lediglich durch elastisches Einklemmen gehalten werlänger
ist als der innenliegende Schenkel (6). den. Auch ist es wesentlich einfacher, eine elastisch
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 40 eingeklemmte Scheibe auszuwechseln als eine einge-
5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Feder- klebte.
klammern (1) zu einer Klammerleiste (Fig. 2) Aus der deutschen Patentschrift 1 185 073 ist es
zusammengefaßt sind. weiterhin bekannt, die Verbindung der Dichtleiste
7. Anordnung nach Anspruch 6. dadurch ge- auf dem Flansch mit Hilfe von zwischengeschalteten
kennzeichnet, daß die Klammcrleiste (Fig. 2) 45 Befestigungsmittelrr, insbesondere auch solche mit
durch Einschnitte (7) im Steg (4) und in den U-förmigem Querschnitt, zu verbessern. Dabei wird
Schenkeln (S und 6) des U-förmigen Qucrschnit- eine U-förmigc Federklammer mit nach innen, der
tes gerüstbandartig ausgebildet ist. Bewegungsrichtung entgegengesetzt gerichteten
8. Anordnung "nach Anspruch 7. dadurch gc- Widerhaken auf den Flansch gesteckt. Die über die
kennzeichnet, daß die Einschnitte (7) im Steg (4) 5° Federklammer geschobene Dichtleiste wird mittels
gegenüber denen in den Schenkeln (5 und 6) des einer Zierleiste gehalten, welche mit ihrem einen
U-förmigcn Querschnittes versetzt angebracht Rand unter den außen I legenden abgewinkelten
sind. Schenkel der Federklammer und mit ihrem anderen
9. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis Rand in eine auf der Oberseite auf der Dichtleiste
8. dadurch gekennzeichnet, daß die Fedcrkiam- 55 befindliche Nut greift. Die Dichtung wird so mit HiI-mer
(1) oder Klammcrleiste (Fig. 2) einschließ- fc der Zierleiste in der Fensteröffnung gehalten. Welich
Steg (4) aus einer Platine (Fig. 3) nur durch gen der unbedingt erforderlichen Zierleiste ist die
Biegen hergestellt ist. Ausführung außerordentlich kostspielig. Die Widcr-
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 haken zerkratzen die meistens korrosionsgeschützte
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (4. 60 Oberfläche des Flansches, wodurch eine Rostbildung
Fig. I) gewonnen ist durch Verlängerung des begünstigt wird. Im übrigen ist diese Befestigungsart
Bodens des U-förmigen Querschnitts auf seiner nur sinnvoll, wenn die Fensterscheibe zwischen
der Glasscheibe abgewandten Seite und Zurück- Flansch und Wagen innen raum angebracht wird,
biegen bis zum Ausgangsbereich des auf dieser Aus der französischen Patentschrift I 394 484 ist Seite liegenden Schenkels (6). 65 es weiterhin bekannt, den Flansch des Metallrahmens
biegen bis zum Ausgangsbereich des auf dieser Aus der französischen Patentschrift I 394 484 ist Seite liegenden Schenkels (6). 65 es weiterhin bekannt, den Flansch des Metallrahmens
11. Anordnung nach einem der Ansprüche I mit einem zum Fahrgastraum weisenden Steg zu verbis
9. dadurch gekennzeichnet, dnß der Steg (4. sehen, welcher in eine Aussparung der Dichtleiste
F i g. 5) gewonnen ist durch Zurückbiegen im Be- faßt. Die Dichtleiste einschließlich der in ihr einge-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1959295B true DE1959295B (de) | 1972-02-17 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19909275A1 (de) * | 1999-03-03 | 2000-09-14 | Parat Automotive Schoenenbach | Klappverdeck für Kraftfahrzeuge mit einem äußeren Verdeckbezug und einem Himmel sowie mit mindestens einer im äußeren Verdeckbezug angeordneten Scheibe |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19909275A1 (de) * | 1999-03-03 | 2000-09-14 | Parat Automotive Schoenenbach | Klappverdeck für Kraftfahrzeuge mit einem äußeren Verdeckbezug und einem Himmel sowie mit mindestens einer im äußeren Verdeckbezug angeordneten Scheibe |
| DE19909275B4 (de) * | 1999-03-03 | 2004-07-01 | PARAT Automotive Schönenbach GmbH + Co KG | Klappverdeck für Kraftfahrzeuge mit einem äußeren Verdeckbezug und einem Himmel sowie mit mindestens einer im äußeren Verdeckbezug angeordneten Scheibe |
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