DE19544601A1 - Verpackung mit einer Ausgieß- und Verschließeinirchtung - Google Patents
Verpackung mit einer Ausgieß- und VerschließeinirchtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verpackung für fließfähige Füllgüter, bei der am Loch des
Oberbodens eine Ausgieß- und Verschließeinrichtung angebracht ist, die ein mit einem Greifteil
versehenes Oberteil aufweist, das zum Öffnen der Verschließeinrichtung als einer Ver
schließlage hochziehbar ist und an dessen dem Packungsinneren zugewandten Seite ein
erhabener Stopfen angebracht ist, welcher abdichtend in die Ausgießöffnung des Unterteiles
eindrückbar ist, wobei am Oberteil scharnierartig ein Unterteil angelenkt ist, in dem sich eine
Ausgießöffnung befindet.
Bekannt ist eine Fließmittelverpackung, an deren Loch eine Ausgießeinrichtung angebracht ist,
welche ähnlich wie die der vorstehend genannten Art ausgestaltet ist. Diese bekannte
Verpackung besteht aus plastisch verformbarem Kunststoff und benötigt für die Anbringung
der Ausgieß- und Verschließeinrichtung am Rand des Loches einen hochstehenden Bund, weil
die Ausgieß- und Verschließeinrichtung anders nicht befestigt werden kann. Aus diesem Grund
ist auch am Unterteil ein zum Verpackungsinneren hin ragender Kragen angebracht, der mit
dem Bund verschweißt wird. Die bekannte Ausgießeinrichtung ist in Verbindung mit der
Kunststoffpackung mit dem Bund am Loch des Oberbodens sehr praktisch und gut zu
handhaben, an Packungen mit flachem Oberboden ist die bekannte Ausgießeinrichtung aber
nicht anbringbar. Aus diesem Grunde kann eine Ausgieß- und Verschließeinrichtung der
vorstehend genannten Art auch nicht an eine Fließmittelpackung aus mit Kunststoff
beschichtetem Papier angebracht werden. Für diesen Typ von Packungen besteht aber
ebenfalls ein Bedürfnis, eine einfache und leicht zu handhabende Ausgieß- und Verschließ
einrichtung anzubringen, die gut zu öffnen und auch wiederzuverschließen ist.
An den ebenen Oberboden einer Flüssigkeitspackung aus Papier hat man zwar auch schon eine
Ausgieß- und Verschließeinrichtung angebracht, diese aber mußte durch Spritzgießen an das
Loch am Oberboden angeformt und mit einer Schwächungslinie versehen werden, längs
welcher der Verschlußteil mit einem Griff herausgerissen werden konnte. Eine Wiederver
schließmöglichkeit ist außerdem nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der eingangs genannten Art
zu schaffen, auf deren wenigstens teilweise ebenem Oberboden eine Ausgieß- und Verschließ
einrichtung ähnlich der vorstehend genannten Art angebracht werden kann, so daß die
Verpackung von dem Endverbraucher leicht zu öffnen und nach teilweisem Entleeren des
Füllgutes auch wiederverschlossen werden kann.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Unterteil mit der
Ausgießöffnung eben ist und auf dem das Loch umgebenden ebenen Teil des Oberbodens
befestigt ist und daß der am Oberteil angebrachte Stopfen einen elastisch verformbaren,
radialen Vorsprung hat, der radial größer als der diametrale Abstand des Rand es der
Ausgießöffnung ist. Die erfindungsgemäße Lösung geht von der selbstverständlichen
Voraussetzung aus, daß die in dem Unterteil bereits vorgesehene Ausgießöffnung über das
Loch im Oberboden zu liegen kommt. Durch die ebene Ausgestaltung des Unterteils kann
dieses auf den ebenen Teil des Oberbodens dort aufgelegt und mit ihm befestigt werden, wo
das Loch vorgesehen ist. Zieht man also das Oberteil mit dem Greifteil zum Öffnen hoch, dann
zieht man mit diesem den am Oberteil befestigten Stopfen durch die Ausgießöffnung nach oben
hoch, so daß die Ausgießöffnung und das darunter befindliche Loch im Oberboden der Packung
freigelegt sind. Der Benutzer kann nun Füllgut ausgießen.
Zur Verbesserung des dichtenden Verschließens der Ausgießöffnung, gegebenenfalls sogar vor
dem ersten Öffnen, ist der Stopfen mit einem radialen Vorsprung versehen, der größer als die
Ausgießöffnung und vorzugsweise sogar etwas größer als das Loch im Oberboden der
Verpackung ist. Der Stopfen muß sich also längs seines radialen Umfanges ein wenig elastisch
verformen, wenn er von außen in die Ausgießöffnung gesteckt und durch diese hindurch
gedrückt wird. Umgekehrt - zum Öffnen - muß der Stopfen sich wiederum an seinem Umfang
ein wenig elastisch verformen, um am Rand der Ausgießöffnung vorbei nach oben her
ausgezogen werden zu können.
Es ist hierbei vorausgesetzt, daß der Oberboden (vertikal) im oberen Bereich der Verpackung
angeordnet ist und daß der das Loch umgebende ebene Teil des Oberbodens im wesentlichen
horizontal liegt. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, denn auch bei Giebelverpackungen
kann die erfindungsgemäße Ausgieß- und Verschließeinrichtung verwendet werden. Für ein
leichteres Verständnis der Erfindung wird die Ausgieß- und Verschließeinrichtung hier jedoch
beispielsweise anhand einer quaderförmigen Verpackung beschrieben, deren Boden horizontal
und parallel zum Oberboden liegt und deren sechs Oberflächen senkrecht zueinander liegen
und einen Quader formen. Auf diese Verpackung ist die Erfindung jedoch bewußt nicht
beschränkt. Unter- und Oberteil der Ausgieß- und Verschließeinrichtung gemäß der Erfindung
liegen bei der beispielsweise betrachteten Quaderpackung parallel zum Oberboden und damit
horizontal. Da läßt sich nun gut erklären, daß sich der Stopfen, von der Unterseite des Oberteils
ausgehend, etwa vertikal nach unten erstreckt. Hierbei kann man sich die Form des Stopfens
ähnlich einem Becher vorstellen, dessen Längsachse dann etwa in der Vertikalen liegt. Wie ein
Becher so ist auch der Stopfen unten geschlossen und hat am Umfang Außenwände, die am
oberen Ende in das Oberteil übergehen oder an diesem befestigt sind. Diese Außenwände
können wie bei einem Becher z. B. rund sein. Aber auch auf diese Ausführungsform ist die
Erfindung nicht beschränkt, denn der Stopfen könnte auch andere Ausgestaltungen haben, wie
nachfolgend noch beschrieben wird. Wichtig aber ist für die erfindungsgemäße Lösung, daß
der Stopfen, wenn man von seiner vertikalen Mittelachse radial nach außen geht in Richtung
zu der Außenwand hin, einen radialen Vorsprung hat, der elastisch verformbar ist. Nimmt man
das Außenmaß des radialen Vorsprunges von diametral gegenüberliegenden Seiten, dann ergibt
sich ein Maß welches mit dem entsprechenden Maß der Ausgießöffnung in Beziehung gesetzt
wird. Erfindungsgemäß muß das Maß des radialen Vorsprunges in der betrachteten radialen
Richtung größer sein als das Maß des Randes der Ausgießöffnung, welches den Abstand
zweier diametral einander gegenüberliegender Teile des Randes der Ausgießöffnung bedeutet.
Durch diese Maßnahmen nach der Erfindung kann der Hersteller einer Fließmittelpackung eine
verhältnismäßig einfach herzustellende und daher preiswerte Ausgieß- und Verschließ
einrichtung am Loch des Oberbodens einer Packung anbringen, und der Endverbraucher kann
diese Ausgieß- und Verschließeinrichtung sowohl zum Öffnen als auch zum Wiederverschließen
einfach, ohne großen Kraftaufwand und zuverlässig bedienen. Es ist dabei zweckmäßig, wenn
die Gestalt des Loches im Oberboden der Verpackung im wesentlichen der Gestalt des
Stopfens entspricht, wenn man in Richtung der oben erwähnten Achse des Stopfens blickt,
d. h. senkrecht auf den Boden des becherförmig ausgestalteten Stopfens blickt. Dann nämlich
hintergreift der radiale Vorspruch im wesentlichen auf dem gesamten Umfang des Stopfens den
Rand der Ausgießöffnung und sorgt einerseits für eine mechanische Halterung, z. B. nach dem
Wiederverschließen, andererseits unter Umständen aber auch für eine Abdichtung.
Es ist erfindungsgemäß zweckmäßig, wenn der Stopfen hohl ausgestaltet ist und aus einer
Schicht aus plastisch verformbarem Kunststoff gebildet ist, wobei seine radiale Ausdehnung
auf mittlerer Höhe größer als oben und unten ist. "Oben und unten" sind diejenigen Bereiche
an der vorstehend besprochenen Außenwand des Stopfens, die am Unterteil befestigt sind
bzw. an diesem angrenzen oder in dieses übergehen (oben) oder benachbart zum Boden des
Stopfens angeordnet sind (unten). Blickt man also senkrecht auf die Längsachse des in etwa
becherförmig ausgestalteten Stopfens, dann liegt der Boden unten, und die Außenwandung
oder die radial äußeren Bereiche des Stopfens schließen sich "oben" an das außerhalb des
Stopfenbereiches liegende ebene Oberteil an. "Auf mittlerer Höhe" bedeutet in diesem Sinne,
daß beim seitlichen Blick auf den Stopfen, also quer zu seiner Längsachse, der Vorsprung sich
etwa in der Mitte zwischen "oben" und "unten" befindet. Mit anderen Worten hat die
Außenwandung des Stopfens nicht Zylindermantelform sondern einen sich vorzugsweise auf
mittlerer Höhe zwischen oben und unten angeordneten, sich über den ganzen Umfang
erstreckenden radialen Vorsprung. Dabei versteht sich, daß die radiale Ausdehnung des
Stopfens im Bereich dieses Vorsprunges, nämlich auf mittlerer Höhe zwischen oben und unten,
größer ist als die radiale Ausdehnung des Bodens des Stopfens oder des Bereiches, wo der
Stopfen am Oberteil angesetzt ist. Diese Maßverhältnisse erlauben es, den Stopfen durch die
Ausgießöffnung hindurchzubewegen, wobei jedoch die Außenwandung im Bereich des radialen
Vorsprunges im wesentlichen immer dann leicht deformiert werden muß, wenn dieser
Vorsprung an dem nächstliegenden Randbereich der Ausgießöffnung vorbeigeführt wird.
Dadurch erhält man eine Art Schnappeffekt, weil der Stopfen dann hinter den Rand der
Ausgießöffnung schnappt und eine mechanische Rückhaltekraft gegen unbeabsichtigtes Öffnen
des Oberteiles bewirkt. Das elastische Verformen des Stopfens gelingt besonders günstig,
wenn er in der vorstehend beschriebenen Weise hohl ausgestaltet ist, wobei seine Wandungen
in Form wenigstens einer Schicht eines verformbaren Kunststoffes gebildet sind. Es ist
bekannt, Schichten aus Kunststoff plastisch in verschiedene Formen umzugestalten, wobei
sogar aus einem ebenen Feld durch Tiefziehen oder dergleichen ein hohler Stopfen der hier
beschriebenen Art hergestellt werden kann. Die Umfangsfelder des Stopfens bzw. seine
Wandungen können im Falle der hohlen Ausgestaltung leicht elastisch deformiert werden,
insbesondere durch das Hindurchdrücken des Stopfens durch die Ausgießöffnung wobei der
Stopfen nach dem Hindurchzwängen durch die Ausgießöffnung wieder in seine ursprüngliche
Lage zurückspringt.
Mit der hier gewählten Terminologie ist also das Oberteil eben, und der Stopfen ist axial aus
diesem herausgeformt, im Falle geeigneter Kunststoffe durch Tiefziehen, wobei die axiale
Richtung und die Erstreckung des Stopfens senkrecht zur Ebene des Oberteiles liegt. Der
Vorsprung mit den über den ganzen Umfang erhabenen Außenwandungen des Stopfens kann
z. B. auch dadurch beschrieben werden, daß zwei Kegelstümpfe so aneinandergesetzt werden,
daß ihre beiden Achsen in Flucht liegen und in der erwähnten Mittelachse des Stopfens liegen,
wobei die verjüngten Bereiche sich oben und unten befinden, während die erweiterten Bereiche
einander berühren und dadurch den sich über den Umfang des Stopfens ziehenden Vorsprung
bilden.
Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn in Draufsicht die Form der Ausgießöffnung
im Unterteil und des Loches im Oberboden im wesentlichen der Form des Stopfens entspricht
und vorzugsweise diese Form rund oder vieleckig ist. Blickt man auf das Loch im Oberboden
oder die Ausgießöffnung im Unterteil, dann kann man sich diese kreisrund, oval, länglich,
dreieckig, viereckig, quadratisch oder rechteckig denken, mit scharfen Ecken oder mit
abgerundeten Ecken, jedenfalls sind diese Öffnungen gut als Ausgießöffnungen für fließfähige
und insbesondere flüssige Schüttgüter geeignet. Es ist technisch ohne weiteres möglich,
insbesondere durch Tiefziehen eines Kunststoffeldes, einen Stopfen auszugestalten, der in
Draufsicht eine der vorstehend beschriebenen und vorzugsweise eine entsprechend passende
Form hat. Die Draufsicht auf den Stopfen bedeutet dann die Blickrichtung in seiner Längsachse,
so daß man etwa senkrecht auf seinen Boden blickt. Durch diese Maßnahmen kann man
entweder besonders einfache oder für den Ausgießvorgang besonders zweckmäßige
Ausgestaltungen wählen und mit entsprechend geformtem Stopfen gute Wiederverschließ
möglichkeiten und mechanische Rückhaltekräfte erreichen.
Weiterhin ist es gemäß der Erfindung günstig, wenn das Loch im Oberboden größer ist als die
Ausgießöffnung im Unterteil. Dies bedeutet in einer gedachten Betrachtung einer Quer
schnittsansicht, daß die Ränder des Oberbodens der Verpackung von der Längsachse des
Stopfens und damit der Achse der Ausgießöffnung weiter zurücktreten; während die Ränder
der Ausgießöffnung weiter zur Mitte hin vorspringen. Würde man mit anderen Worten auf das
Unterteil blicken, so könnte man die Ränder des Loches im Oberboden nicht erkennen, denn
sie werden von den Rändern der Ausgießöffnung überragt und abgedeckt. Durch diese
Maßnahme ergeben sich zwei Vorteile: Zum einen werden die Ränder des Loches im Oberboden
mechanisch geschützt durch die Ränder der Ausgießöffnung, und zum anderen kann die
Außenumfangsfläche des Stopfens nebeneinander zwei Linienberührungen wie eine Art
Dichtlippen mit den erwähnten Rändern bilden, so daß sich eine mechanische und auch eine
abdichtende Wirkung ergibt. Geht man von einer der üblichen Quaderpackungen aus Papier aus,
dann ist ersichtlich der Rand des Loches im Oberboden empfindlich, weil es sich um eine
Schnittlinie durch an den Oberflächen mit Kunststoff beschichtetes Papier handelt. Würde man
einen Stopfen, auch wenn seine Umfangsflächen elastisch verformbar sind, verschiedene Male
durch ein solches Loch nach unten drücken oder nach oben herausziehen, so könnte sich eine
teilweise Beschädigung des Loches ergeben. Gerade diese Gefahr ist durch die Abdeckung der
Lochränder durch die Ränder der Ausgießöffnung vermieden. Sowohl beim Verschließen und
Hereindrücken des Stopfens in die Ausgießöffnung als auch beim Herausziehen zum Öffnen
kommen die Umfangswände des Stopfens in erster Linie nur mit den Rändern der Ausgießöff
nung in mechanischen Kontakt. Die Ränder der Ausgießöffnung bestehen aber aus dem
Material des Unterteils, und dieses ist vorzugsweise dasselbe wie das des Oberteils und das
des Stopfens, z. B. ein plastisch verformbarer Kunststoff.
Bei vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auf dem Oberteil eine mindestens den
Bereich des Stopfens überdeckende Abdeckung befestigt. Hier kann es sich um eine ebene
Wandung oder ein Feld handeln, das mit dem Oberteil verklebbar ist. Im Falle des Kunststoffes
wird die Abdeckung angesiegelt oder durch Hot melt angeklebt. In diesem Fall wird etwaige
Schmutz- oder Staubansammlung im Inneren des Stopfens verhindert, denn der hohle
Innenbereich des Stopfens wird durch die Abdeckung nach außen verschlossen.
Erfindungsgemäß ist es weiterhin vorteilhaft, wenn sich die Abdeckung über den Oberboden
hinaus auf die benachbarte Seitenwand erstreckt. Die Abdeckung sorgt dann auch für die
Vermeidung von Schmutz- oder Staubteilchen am Packungsrand, wo sich eine Ausgießkante
befinden kann. Die gesamte Gießbahn des Füllgutes ist damit abgedeckt und nach außen
geschützt.
Dabei ist es besonders günstig, wenn erfindungsgemäß die Abdeckung mit großer Haftkraft
auf dem Oberteil befestigt ist, welches mit geringer Haftkraft am Unterteil befestigt ist. Als
Befestigung wird an Klebung, Versiegelung, formschlüssiges Klemmen und dergleichen
gedacht. Stellt man die Ausgieß- und Verschließeinrichtung aus Kunststoff her, dann wird auch
die Abdeckung vorzugsweise aus mit dem erstgenannten siegelfähigen Kunststoff hergestellt
werden. Die Abdeckung soll auf dem Oberteil befestigt bleiben, von der Herstellung bis zum
Wiederverschließen der Ausgieß- und Verschließeinrichtung. Deshalb ist es zweckmäßig, die
Abdeckung mit großer Haftkraft auf dem Oberteil anzubringen, jedenfalls größerer Haftkraft als
die zwischen Oberteil und Unterteil. Durch die scharnierartige Verbindung zwischen Ober- und
Unterteil sollen sich diese relativ zueinander bewegen. Durch die mechanische Haltekraft eines
geeigneten ausgestalteten Stopfens wäre es nicht einmal nötig, das Oberteil am Unterteil zu
befestigen. Aus Gründen der Dichtigkeit, insbesondere bei Flüssigkeiten, kann es aber
zweckmäßig sein, das Oberteil um die Ausgießöffnung herum mit geringer Haftkraft am
Unterteil zu befestigen, z. B. aufzusiegeln. Diese Befestigung soll nun nach den vorstehend
genannten Merkmalen schälfähig sein, so daß der Endbenutzer das Oberteil ergreifen und unter
Herausziehen des Stopfens aus der Ausgießöffnung mit Hilfe des Scharniers hoch klappen kann.
Die Abdeckung hingegen kann und soll auf der äußeren Oberfläche des Oberteils verbleiben.
Deshalb ist eine schälfähige Verbindung der Abdeckung nicht erwünscht und diese mit einer
größeren Haftkraft angebracht als zwischen Ober- und Unterteil wirkt.
Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung auch, wenn sich das Oberteil über den Oberboden hinaus
auf die benachbarte Seitenwand erstreckt. In Ergänzung zu den vorstehenden Maßnahmen wird
auch hierdurch der Bereich der Gießkante gegen Verunreinigungen von außen geschützt.
Außerdem erhöht diese Ausgestaltung die Festigkeit der erfindungsgemäßen Ausgieß- und
Verschließeinrichtung.
Zweckmäßig ist es auch, wenn erfindungsgemäß das Oberteil und das Unterteil vollständig aus
thermoformbarem Kunststoff unter Tiefziehen des Stopfens hergestellt sind und die Oberfläche
des Oberbodens der Packung wenigstens mit einem mit dem Unterteil versiegelbaren
Kunststoff beschichtet ist. Im Falle dieser Beschichtung, bei der man vorzugsweise an
Polyethylen denkt, kann eine Packung aus Papier als Trägermaterial für die Polyethylenbe
schichtung hergestellt werden. Solche quaderförmigen Packungen sind vielfach bekannt und
sehr preiswert. Wenn man an diesen eine Ausgieß- und Verschließeinrichtung gemäß der
Erfindung einfach anbringen kann, hat nicht nur der Hersteller sondern auch der Endbenutzer
viele Vorteile. Mit der Beschichtung auf dem Papier, d. h. beispielsweise mit dem Polyethylen,
kann ein thermoformbarer Kunststoff verbunden werden. Ist die Ausgieß- und Verschließ
einrichtung ganz aus einem solchen thermoformbaren Kunststoff hergestellt, dann kann ihr
Unterteil leicht mit dem Oberboden der Verpackung verbunden werden. Unter dieser Bedingung
kann der Stopfen auch durch Tiefziehen aus dem Unterteil gebildet werden. Ein tiefziehfähiges
Kunststoffmaterial kann z. B. ein thermoplastischer Kunststoff sein, z. B. Polypropen. Auch
PVC kann als solcher Kunststoff dienen, wobei Polypropen in der Technik weitgehend auch als
Polypropylen bekannt ist. Die erfindungsgemäße Ausgieß- und Verschließeinrichtung besteht
dann aus einwandfrei wieder aufarbeitbaren und leicht verrottbaren Teilen und Materialien. Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann man das Kunststoffmaterial, z. B. das
Polypropen, auch füllen, wobei als Füllstoffe hier an Kreide, Glimmer, Talkum, Gips oder
dergleichen gedacht ist. In der Praxis haben sich Füllgrade von bis zu 70%, vorzugsweise 60%,
als günstig erwiesen. Es hat sich gezeigt daß derartige gefüllte Kunststoffmaterialien
einerseits leicht verrottbar sind, natürlich auch ohne weiteres und nach einfachen Methoden
wieder aufgearbeitet bzw. rezykliert werden können und andererseits die Eigenschaften eines
Kunststoffes nicht beeinträchtigen, so daß derartige gefüllte Kunststoffmaterialien insbesondere
tiefziehfähig und auch siegelfähig sind.
Ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung der eingangs genannten Art ist bei vorteilhafter
Ausgestaltung der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von hintereinanderliegen
den, aneinander befestigten Ausgieß- und Verschließeinrichtungen gestanzt, am Stopfen
tiefgezogen und so verschlossen wird, daß das Oberteil auf das Unterteil gelegt und mit diesem
versiegelt ist, die vorderste Ausgieß- und Verschließeinrichtung vereinzelt und auf dem
Oberboden der Verpackung appliziert wird. Derartige Herstellungsverfahren erlauben eine
preiswerte Massenproduktion in zuverlässiger Weise. Aus Bögen, Platten oder Bahnen aus
thermoformbarem Kunststoff der vorstehend genannten Art können dann Bänder gebildet
werden, die zunächst länglich sind und an ihren Längsseiten aneinanderhängen. In einer Linie
liegende Perforationen oder Schwächungslinien sorgen dafür, daß man das eine Band später
beim Vereinzeln vom anderen abtrennen kann. Zunächst aber kann man für die Massenher
stellung das Verfahren so ausgestalten, daß ein Band hinter dem anderen liegt so daß sich eine
Reihe von hintereinanderliegenden, aneinander befestigten Bändern ergibt. Aus jedem dieser
Bänder wird dann eine Ausgieß- und Verschließeinrichtung hergestellt. Hierfür wird in die
Bänder an der betreffenden Stelle zunächst die Ausgießöffnung gestanzt und auf der durch die
Faltlinie, die später das Scharnier wird, abgewandten Seite ein Stopfen tiefgezogen. In der
nächsten Verfahrensstufe wird das Bandteil mit dem Stopfen entlang der scharnierartigen
Faltlinie auf das Bandteil mit der Ausgießöffnung so umgelegt, daß der Stopfen durch die
Ausgießöffnung hindurchgeführt wird. Es hat sich dadurch das mit dem Stopfen verbundene
Oberteil gebildet, welches auf dem Unterteil mit der Ausgießöffnung mit geringer Haftkraft
aufgesiegelt wird. Vorzugsweise erstreckt sich das Oberteil über das Unterteil auf der dem
Scharnier diametral gegenüberliegenden Seite hinaus in der Art, daß das Band, welches das
Oberteil mit dem Stopfen bildet, nochmals um 90° umgefaltet wird und am äußeren Ende mit
einer Greifflasche versehen oder zu einer solchen umgeformt wird (z. B. durch Abschneiden der
Ecken). Es kann dann, gleichzeitig mit dem Festsiegeln oder vorher eine Abdeckung auf das
Oberteil aufgelegt und an diesem befestigt werden. Auch die Abdeckung kann sich über die
Länge des Unterteils hinaus erstrecken und wie das Oberteil um 90° umgefaltet werden. Ein
derart behandeltes Band bildet dann die Ausgieß- und Verschließeinrichtung und liegt immer
noch in einer längeren Reihe neben dem nächsten Band, d. h. der nächsten in gleicher Weise
gebildeten Ausgieß- und Verschließeinrichtung. Von dieser Reihe von hintereinanderliegenden,
aneinander immer noch befestigten Ausgieß- und Verschließeinrichtungen, bei denen Oberteil
auf Unterteil befestigt ist, wird dann die vorderste Ausgieß- und Verschließeinrichtung
vereinzelt und im Bereich des Loches des Oberbodens auf die Verpackung appliziert. Dann ist
die eingangs beschriebene Verpackung fertiggestellt.
Durch die Aufbringung der Abdeckung auf dem Oberteil wird außer der Schutzwirkung gegen
Verschmutzung die neue Ausgieß- und Verschließeinrichtung auch versteift. Bevor die Ausgieß-
und Verschließeinrichtung auf die Verpackung aufgebracht und an deren Oberboden befestigt
wird, sind also Unterteil, Oberteil und Abdeckung miteinander verbunden, z. B. durch Kleben
oder Siegeln. Es wird dabei zweckmäßigerweise daran gedacht, das Loch im Oberboden der
Verpackung so groß auszustanzen, daß der Stopfen durch dieses Loch hindurchgesteckt
werden kann, ohne daß der Rand des Loches wesentlich deformiert wird.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den
Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht einer besonderen Verpackung in Quaderform, die durch Falten
und Versiegeln hergestellt ist und an der linken vorderen Oberseite eine
Ausgieß- und Verschließeinrichtung einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung aufweist,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die Verpackung der Fig. 1, wenn man von links nach
rechts auf die Packung der Fig. 1 sieht, wobei der obere Bereich mit der
Ausgieß- und Verschließeinrichtung abgebrochen und im Schnitt dargestellt ist,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Verpackung der Fig. 1 mit der Ausgieß- und Verschließ
einrichtung,
Fig. 4 ohne die Verpackung die Ausgieß- und Verschließeinrichtung nach der in diesen
Figuren gezeigten bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 5 eine andere Gestalt des Loches im Oberboden und der Ausgießeinrichtung sowie
des Stopfens,
Fig. 6 eine weitere andere Ausgestaltung in gleicher Blickrichtung wie Fig. 5,
Fig. 7 eine weitere andere Ausgestaltung des Loches, der Ausgießöffnung und des
Stopfens in gleicher Blickrichtung wie bei den Fig. 5 und 6,
Fig. 8 die Querschnittsdarstellung der abgebrochenen rechten oberen Ecke der
Verpackung in Fig. 2, in stark vergrößertem Maßstab, und
Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 8, bei welcher jedoch die Ausgieß- und
Verschließeinrichtung gerade geöffnet wird.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Verpackung 1 ist durch Falten und Versiegeln aus mit
Kunststoff beidseitig beschichtetem Kartonmaterial bzw. Papier in Quaderform hergestellt und
weist daher die durch die Längssiegelnaht 2 durchzogene vordere Seitenwand 3, den durch die
obere Quersiegelnaht 4 durchzogenen Oberboden 5 und weitere Seitenwände sowie den Boden
6 auf, wobei nur die linke große Seitenwand 7 in Fig. 2 dargestellt ist, welche rechts oben
ab der Bruchlinie 8 abgebrochen dargestellt ist.
Die allgemein mit 9 bezeichnete Ausgieß- und Verschließeinrichtung, die bei der hier
dargestellten Ausführungsform aus thermoformbarem Kunststoff besteht, der mit der
Polyethylenbeschichtung des Papiers der Verpackung 1 versiegelbar ist, ist auf den Oberboden
5 neben der Quersiegelnaht 4 auf der einen Hälfte der dreieckförmigen Faltlasche 10
aufgesiegelt.
Aus den Fig. 8 und 9 sieht man wegen des größeren Maßstabes deutlich das Loch 11 im
Oberboden 5 der Verpackung. Auf dem das Loch 11 umgebenden, ebenen Teil des Oberbodens
5 ist das ebene Unterteil der Ausgieß- und Verschließeinrichtung 9 so aufgesiegelt, daß sich
seine Vorderkante 13 im Bereich des vorderen Randes 14 der Verpackung befindet. Deren
vorderer Rand 14 stellt die Grenzlinie dar zwischen dem Oberboden 5 und der vorderen
Seitenwand 3. Außerdem liegt die Ausgießöffnung 15, welche im Unterteil 12 z. B. durch
Ausstanzen angebracht ist, so über dem Loch 11 des Oberbodens 5, daß in Richtung der
vertikalen Achse 16 (strichpunktierte Linie in Fig. 8 und untere strichpunktierte Linie in Fig.
9) von außerhalb der Verpackung 1 zu deren Innerem hin, also vertikal nach unten geblickt in
Richtung des Pfeiles 17 die Ränder 18 des Loches 11 von den Rändern 19 der Ausgießöffnung
15 verdeckt sind.
Die Ausgieß- und Verschließeinrichtung 9 weist außer dem mit der Ausgießöffnung 15
versehenen Unterteil 12 das über eine als Scharnier 20 wirkende Faltlinie verbundene Oberteil
21 auf, in dessen mittlerem Bereich sich der allgemein mit 22 bezeichnete Stopfen befindet.
Dieser hat einen radialen Vorsprung 23, der sich bei dem hier hohl ausgebildeten ovalförmigen
bzw. rhombusförmigen Stopfen 22 wie eine vorspringende Kante um den ganzen Stopfen 22
herumzieht. Diesen Vorsprung 23 sieht man in der perspektivischen Darstellung der Fig. 4 als
am Umfang umlaufende Linie dargestellt. In den Querschnittsansichten der Fig. 2, 8 und
9 ist der Vorsprung 23 die Spitze, die sich rechts von der vertikalen Längsmittellinie 16 nach
rechts verjüngt und in der linken Hälfte nach links verjüngt. Die beiden Spitzen 23 sind in der
Querschnittsansicht also einander diametral angeordnet und voneinander fortweisend
dargestellt. Dieser radiale Vorsprung 23 des hier hohl ausgestalteten Stopfens 22 befindet sich
auf mittlerer Höhe h, wenn man von dieser den Vorsprung 23 darstellenden Linie am äußersten
Umfang in Höhe der in Fig. 9 strichpunktiert gezeichneten Mittellinie 24 des Stopfens 22
parallel nach oben bis zur Oberfläche des Oberteils 21 mißt (Fig. 9). Durch diesen Vorsprung
23 erhält der Stopfen 22 auch seine radiale Ausdehnung r, r′, die in den Querschnittsansichten
der Fig. 2, 8 und 9 die längere radiale Ausdehnung r ist und in der Darstellung der Fig. 4
quer dazu die kürzere radiale Ausdehnung r′ ist. Wenn man senkrecht auf den Boden 25 des
Stopfens 22 blickt, also in Richtung der Mittellinie 24, hat der Stopfen 22 bei der Ausführungs
form der Fig. 2, 4, 8 und 9 die Form eines Rhombus mit abgerundeten Ecken.
In gleicher Weise kann man sich auch einen runden Stopfen gemäß Fig. 5, einen dreieckigen
Stopfen gemäß Fig. 6 oder einen rechteckigen Stopfen gemäß Fig. 7 vorstellen. Das Maß
r stellt in allen Ausführungsformen die radiale Ausdehnung in einer ausgewählten Richtung dar,
wenn man z. B. in Querrichtung 26 blickt (Fig. 3) senkrecht zur Quersiegelnaht 4 und parallel
zur Vorderkante 13 des Unterteils 12. Senkrecht dazu erkennt man die Projektion r′ der radialen
Ausdehnung. Im Falle des Kreises der Fig. 5 sind diese beiden radialen Ausdehnungen r gleich.
Bei den Fig. 6 und 7 ist die Projektion beim Blick in der Richtung 26 gesehen.
Unabhängig von der Gestalt des Stopfens 22, ob er also rhombusförmig ist wie in Fig. 4 oder
die anderen Formen nach den Fig. 5 bis 7 oder ähnliche Formen hat, die Ausgießöffnung
15 im Unterteil 12 hat die gleiche Form (wenn auch leicht veränderte Maße) wie das Loch 11
im Oberboden 5. Die vorstehend beschriebene Überdeckung der Ränder 18 des Loches 11
durch die Ränder 19 der Ausgießöffnung 15, wenn man in Richtung 17 blickt, rührt daher, daß
im Oberboden 5 das Loch 11 größer ist als die Ausgießöffnung 15. Bei dem rhombischen
Stopfen 22 bedeutet dies, daß die längere radiale Ausdehnung r etwa gleich groß, gegebenen
falls 1 bis 5% größer ist als der betreffende Abstand (lichte Weite) der zugeordneten Ränder
18 des Loches 11. Entsprechendes gilt für die kürzere radiale Ausdehnung r′.
Folgt man der Kontur des Stopfens 22 von seinem Boden 25 in Richtung seiner Mittellinie 24
nach oben, dann erweitert sich das Außenmaß zunächst bis zu der Linie des radialen
Vorsprunges 23, um sich von dort wieder verjüngend einzuschnüren, bis die Ebene des ebenen
Oberteils 21 erreicht ist. Das Außenmaß an dieser Stelle des Stopfens 22 ist in Fig. 9 mit a
bezeichnet. Bei den anderen Ausführungsformen der Fig. 5 bis 7 liegt dieses Maß zwischen
den beiden durchgezogenen Linien, deren äußere die Linie des radialen Vorsprunges 23 ist und
deren innere die Außenkontur 27 des Bodens 25 ist.
Auf dem Oberteil 21 ist eine die auf dem Oberboden 5 liegende Fläche des Unterteils 12 und
des Oberteils 21 ganz überdeckende Abdeckung 28 angesiegelt. Diese ist im vorderen Bereich
über der vorderen Seitenwand 3 der Verpackung 1 um die Faltlinie 29 etwa senkrecht
umgefaltet und erstreckt sich somit über den Oberboden 5 und damit auch über das Unterteil
12 über dessen Vorderkante 13 nach vorn hinaus auf die benachbarte, nämlich die vordere
Seitenwand 3.
Auch das Oberteil 21 ist um eine nicht bezeichnete Faltkante, welche direkt neben der
Faltkante 29 der Abdeckung 28 liegt quer nach unten umgefaltet und endet in einer
trapezförmigen Greifflasche 30. Der diametrale Abstand des Randes 19 der Ausgießöffnung 15
ist kleiner als der des Randes 18 des Loches 11 und etwa gleich oder nur geringfügig (1 bis 8%)
größer als der diametrale Abstand a des Stopfens 22 auf der Höhe des Oberteils 21.
Die Ausgieß- und Verschließeinrichtung 9 wird in die Form der Fig. 4 gebracht, d. h. das
Oberteil 21 mit der Abdeckung 28 wird mit dem Unterteil 12 verbunden, wobei der Stopfen
22 durch die Ausgießöffnung 15 des Unterteils 12 hindurchgedrückt wird. Es ist dann die
Gestaltung der Fig. 4 erreicht.
Diese Ausgieß- und Verschließeinrichtung 9 wird auf dem Oberboden 5 der Verpackung 1
angebracht, wobei zuvor der Stopfen 22 durch das Loch 11 im Oberboden 5 der Verpackung
1 hindurchgedrückt wurde. Hierbei wird der Rand 18 des Loches 11 kaum deformiert und daher
nicht beschädigt.
Zum Öffnen ergreift der Endbenutzer die Greifflasche 30, die zweckmäßigerweise auch etwas
von der ebenen vorderen Seitenwand 3 abgewinkelt vorstehen kann, damit man sie mit den
Fingern besser erreicht. Unter Herausziehen des Stopfens 22 aus dem Loch 11 und der
Ausgießöffnung 15 wird das Oberteil 21 mit aufgelegter Abdeckung 28 um das Scharnier 20
(in Gegenuhrzeigerrichtung in der Darstellung der Fig. 2, 8 und 9) hochgezogen, so daß
dadurch das Loch 11 und die Ausgießöffnung 15 freigelegt werden. Das Oberteil 21 wird
selbstverständlich noch weiter hochgestellt, damit der Inhalt der Verpackung 1 aus der
Ausgießöffnung 15 leicht herausfließen kann. Zum Wiederverschließen wird das Oberteil 21
wieder heruntergeklappt und der Stopfen 22 unter leichter Deformierung seines radialen
Vorsprunges 23 durch die Ausgießöffnung 15 und das Loch 11 gedrückt, bis wieder die
Position der Fig. 8 und 1 bis 3 erreicht ist.
Bezugszeichenliste
1 Verpackung
2 Längssiegelnaht
3 vordere Seitenwand
5 Oberboden
6 Boden
7 linke, große Seitenwand
8 Bruchlinie
9 Ausgieß- und Verschließeinrichtung
10 dreieckförmige Faltlasche
11 Loch
12 Unterteil
13 Vorderkante des Unterteils
14 vorderer Rand der Verpackung
15 Ausgießöffnung
16 vertikale Achse
17 (Pfeil) vertikale Blickrichtung nach unten
18 Ränder des Loches 11
19 Ränder der Ausgießöffnung 15
20 Scharnier
21 Oberteil
22 Stopfen
23 radialer Vorsprung
24 Mittellinie des Stopfens
25 Boden
26 Querrichtung
27 Außenkontur des Bodens
28 Abdeckung
29 Faltlinie
30 Greifflasche
2 Längssiegelnaht
3 vordere Seitenwand
5 Oberboden
6 Boden
7 linke, große Seitenwand
8 Bruchlinie
9 Ausgieß- und Verschließeinrichtung
10 dreieckförmige Faltlasche
11 Loch
12 Unterteil
13 Vorderkante des Unterteils
14 vorderer Rand der Verpackung
15 Ausgießöffnung
16 vertikale Achse
17 (Pfeil) vertikale Blickrichtung nach unten
18 Ränder des Loches 11
19 Ränder der Ausgießöffnung 15
20 Scharnier
21 Oberteil
22 Stopfen
23 radialer Vorsprung
24 Mittellinie des Stopfens
25 Boden
26 Querrichtung
27 Außenkontur des Bodens
28 Abdeckung
29 Faltlinie
30 Greifflasche
Claims (10)
1. Verpackung für fließfähige Füllgüter, bei der am Loch (11) des Oberbodens (5) eine
Ausgieß- und Verschließeinrichtung (9) angebracht ist, die ein mit einem Greifteil (30)
versehenes Oberteil (21) aufweist, das zum Öffnen der Verschließeinrichtung (21, 22,
28) aus einer Verschließlage (Fig. 8) hochziehbar ist und an dessen dem Packungs
inneren zugewandten Seite ein erhabener Stopfen (22) angebracht ist, welcher
abdichtend in die Ausgießöffnung (15) des Unterteils (12) eindrückbar ist, wobei am
Oberteil (21) scharnierartig (bei 20) ein Unterteil (12) angelenkt ist, in dem sich eine
Ausgießöffnung (15) befindet, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (12) mit der
Ausgießöffnung (15) eben ist und auf dem das Loch (11) umgebenden ebenen Teil des
Oberbodens (5) befestigt ist und daß der am Oberteil (21) angebrachte Stopfen (22)
einen elastisch verformbaren, radialen Vorsprung (23) hat, der radial größer als der
diametrale Abstand des Randes (19) der Ausgießöffnung (15) ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen (22) hohl
ausgestaltet und aus einer Schicht aus plastisch verformbarem Kunststoff gebildet ist,
wobei seine radiale Ausdehnung (r, r′) auf mittlerer Höhe (h) größer als oben und unten
ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Draufsicht die
Form der Ausgießöffnung (15) im Unterteil (12) und des Loches (11) im Oberboden (5)
im wesentlichen der Form des Stopfens (22) entspricht und vorzugsweise diese Form
rund oder vieleckig ist.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Loch
(11) im Oberboden (5) größer ist als die Ausgießöffnung (15) im Unterteil (12).
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
Oberteil (21) eine mindestens den Bereich des Stopfens (22) überdeckende Abdeckung
(28) befestigt ist.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Abdeckung (28) über den Oberboden (5) hinaus auf die benachbarte Seitenwand (3)
erstreckt.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdeckung (28) mit großer Haftkraft auf dem Oberteil (21) befestigt ist, welches mit
geringerer Haftkraft am Unterteil (12) befestigt ist.
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich das
Oberteil (21) über den Oberboden (5) hinaus auf die benachbarte Seitenwand (3)
erstreckt.
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberteil (21) und das Unterteil (12) vollständig aus thermoformbarem Kunststoff unter
Tiefziehen des Stopfens (22) hergestellt ist und die Oberfläche des Oberbodens (5) der
Packung (1) wenigstens mit einem mit dem Unterteil (12) versiegelbaren Kunststoff
beschichtet ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von hintereinanderliegenden, aneinander
befestigten Ausgieß- und Verschließeinrichtungen (9) gestanzt, am Stopfen (22)
tiefgezogen und so verschlossen wird, daß das Oberteil (21) auf das Unterteil (12)
gelegt und mit diesem versiegelt ist, die vorderste Ausgieß- und Verschließeinrichtung
(9) vereinzelt und auf dem Oberboden (5) der Verpackung (1) appliziert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144601 DE19544601A1 (de) | 1995-11-30 | 1995-11-30 | Verpackung mit einer Ausgieß- und Verschließeinirchtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144601 DE19544601A1 (de) | 1995-11-30 | 1995-11-30 | Verpackung mit einer Ausgieß- und Verschließeinirchtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19544601A1 true DE19544601A1 (de) | 1997-06-05 |
Family
ID=7778775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995144601 Withdrawn DE19544601A1 (de) | 1995-11-30 | 1995-11-30 | Verpackung mit einer Ausgieß- und Verschließeinirchtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19544601A1 (de) |
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Legal Events
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| 8130 | Withdrawal |