DE19543992C1 - Motorbetriebenes Handwerkzeug - Google Patents
Motorbetriebenes HandwerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein motorbetriebenes Handwerkzeug zur
spanabhebenden Bearbeitung von, insbesondere flächenhaften
Werkstücken zum Erzeugen von im wesentlichen planaren
Oberflächen, mit einer auf das zu bearbeitende Werkstück
auflegbaren Führungsfläche und einem für die Bearbeitung über
die Führungsfläche vorstehenden Stirnfräswerkzeug mit
senkrecht zur Führungsfläche verlaufender Umdrehungsachse.
Es stellt sich häufig die Aufgabe, von einem flächenhaften
Werkstück, etwa einer Tischplatte, einer Tür, einem
Fensterrahmen oder auch einem Parkettboden oder von
Treppenstufen eine verhältnismäßig dünne Schicht abtragen zu
müssen, wobei es sich hierbei um eine alte Lackschicht oder
aber um eine beschädigte Oberflächenschicht des Werkstücks
handeln kann. Hierfür werden seit langem Schleifmaschinen, wie
handeln kann. Hierfür werden seit langem Schleifmaschinen, wie
Bandschleifmaschinen oder Schwingschleifer eingesetzt, wobei
tiefergehende Kratzer, Dellen oder ähnliche Beschädigungen auf
diese Weise nicht oder nur unter hohem Zeitaufwand entfernt
werden können. Bei der schleifenden Bearbeitung ist stets eine
störende Staubentwicklung hinzunehmen. Die nicht gerichteten
Schneidkanten der Schleifkörper erweisen sich für bestimmte
Anwendungen als nachteilig. Besonders für den ungeübten Laien
ist es darüber hinaus recht schwierig, eine Schleifmaschine,
Insbesondere eine Bandschleifmaschine, unter starkem
Anpreßdruck verkantungsfrei und gleichmäßig zu führen, so daß
eine ebene Oberfläche erzeugt wird. Aus den genannten Gründen
wird daher der spanabhebenden, schneidenden Bearbeitung der
Vorzug gegeben.
Aus der DE 35 41 728 A1 ist eine Handhobelmaschine mit einem
walzenförmigen Hobelwerkzeug bekannt, dessen Umdrehungsachse
parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche verläuft.
Derartige Handhobelmaschinen weisen jedoch den Nachteil auf,
daß sie praktisch nur in Umfangsrichtung der parallel zur
Werkstückoberfläche verlaufenden Hobelwalze bewegt werden
können.
Schließlich ist ein unter der Bezeichnung "Lamello-Plano" im
Handel erhältliches Gerät der gattungsbildenden Art bekannt,
bei dem ein Stirnfräswerkzeug mit senkrecht zur
Werkstückoberfläche verlaufender Umdrehungsachse vorgesehen
ist. Dieses Werkzeug ist jedoch zu einem von der Erfindung
abweichenden Zweck geeignet und bestimmt. Das Werkzeug soll
nicht zum flächigen Abtragen einer Oberflächenschicht
verwendet werden, sondern zum Abtragen eines örtlich
begrenzten Überstandes, wie er beispielsweise durch Einsetzen
einer Füllkralle in eine ausgeschnittene Störstelle des
Werkstücks entsteht. Das Stirnfräswerkzeug ist in einer
randoffenen Ausnehmung der auf das zu bearbeitende Werkstück
auflegbaren Führungsfläche angeordnet, wobei der Überstand
durch diese randoffene Ausnehmung in den Schnittbereich des
Stirnfräswerkzeugs gelangt. Beim bestimmungsgemäßen Einsatz
des bekannten Handwerkzeugs steht das Stirnfräswerkzeug hinter
der Führungsfläche zurück. Das bekannte Handwerkzeug weist
ebenfalls den Nachteil auf, daß ungeachtet seines abweichenden
bestimmungsgemäßen Gebrauchszwecks eine Bearbeitung bis zu
einem Innenkantenbereich nicht möglich ist, da Gehäuseteile
eine Annäherung des Stirnfräswerkzeugs an einen Kanten- oder
Stufenbereich unmöglich machen.
Es sind desweiteren Oberfräsen bekannt, die jedoch
bestimmungsgemäß zum Fräsen von Oberflächenprofilen, wie
Nuten, Schwalbenschwanzführungen oder dergleichen, eingesetzt
werden und darüberhinaus eine Oberflächenbearbeitung bis hin zu
einem Falz, einer Kante oder einer Stufe nicht erlauben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
motorbetriebenes Handwerkzeug der eingangs erwähnten Art im
Hinblick auf die vorstehend geschilderten Nachteile zu
verbessern und insbesondere so auszubilden, daß eine zu
bearbeitende Oberfläche bis zu einem Absatz, einer Kante oder
einer Stufe spanabhebend bearbeitet werden kann und daß das
Handwerkzeug insbesondere zur Bearbeitung eines Falzbereichs
an einem beliebigen Werkstück auf vorteilhafte Weise
eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Handwerkzeug der erwähnten Art
durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Unter der erwähnten Fluchtebene ist eine gedachte Ebene zu
verstehen, welche eine Seite des Geräts von außen tangiert, so
daß das Gerät mit dieser Ebene oder bis zu dieser Ebene an
einen Absatz, eine Stufe oder eine Wand angenähert werden
kann. Es ist daher möglich, eine zu bearbeitende Oberfläche,
etwa einen Parkettboden, mit den stirnseitigen Schneiden des
Stirnfräswerkzeugs bis zu den Seitenwänden des Raums zu
bearbeiten. Es ist aber auch möglich, gleichzeitig mit dem
Stirnplanfräsen beispielsweise einer Fensterflügeloberfläche
oder eines Treppenstufenbereichs einen rechtwinkligen
Falzbereich bis in die Falzkante hinein zu bearbeiten, wobei
das Stirnfräswerkzeug mit seinen radialen Schneiden
gleichzeitig eine spanabhebende Bearbeitung der dem radialen
Werkzeugumfang zugewandten Falzseite des Werkstücks
durchführt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht das
Stirnfräswerkzeug an mehreren Außenseiten über eine jeweilige,
das Gerät seitlich begrenzende Fluchtebene vor. Wenn diese
Außenseiten etwa rechtwinklig zueinander verlaufen, ist eine
sehr weitgehende spanabhebende Bearbeitung nicht nur eines
Falzbereichs, sondern eines Falzeckbereichs möglich.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das
Handwerkzeug eine Stützplatte aufweist, welche die der
Werkstückoberfläche zugewandte Führungsfläche bildet. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung definiert die
seitliche Begrenzung der Stützplatte wenigstens eine der das
Gerät seitlich begrenzenden Fluchtebenen. Das
Stirnfräswerkzeug steht dann mit dem Flugkreis seiner radialen
Schneiden in radialer Richtung um die angestrebte Spantiefe
über die seitliche Begrenzung der Stützplatte vor. In diesem
Fall erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn die
seitliche Begrenzung der Stützplatte eben ausgebildet ist und
somit an einem ebenen Stufenbereich oder dergleichen
entlanggeführt werden kann.
Das Stirnfräswerkzeug könnte etwa in einer Unterbrechung der
Stützplatte angeordnet sein, bevorzugtermaßen weist die
Stützplatte jedoch eine nach wenigstens einer Seite hin offene
Ausnehmung auf.
Besonders dann, wenn das Stirnfräswerkzeug einen
verhältnismäßig großen Durchmesser aufweist, erweist es sich
als vorteilhaft, wenn ein Fräskopf mit daran befestigbaren
Schneidmessern verwendet wird. Hierbei ist es möglich, die
Schneidmesser derart auszubilden und an dem Fräskopf lösbar zu
befestigen, daß sie sowohl der Stirnseite als auch der
Umfangsfläche des Fräswerkzeugs zugeordnete Schneidkanten
aufweisen. Bei der spanabhebenden Bearbeitung kommt es häufig
vor, daß Nägel, Schrauben oder sonstige störende Einschlüsse
in dem zu arbeitenden Werkstück von den Schneiden des
Fräswerkzeugs erfaßt werden, wobei es zu starken
Beschädigungen der Schneidmesser bzw. des Fräswerkzeugs kommen
kann, so daß diese ersetzt werden müssen. Aus diesem Grund
wird vorgeschlagen, solche Schneidmesser vorzusehen, welche
der Stirnseite des Fräskopfs zugeordnet sind und solche, die
dem radialen Umfang des Fräskopfs zugeordnet sind.
Sofern lediglich eine Stirnplanfräsung ausgeführt werden soll,
und daher die radialen, über die Fluchtebene überstehenden
Schneiden nicht benutzt werden, empfiehlt es sich, eine
abnehmbare Schutzabdeckung im Bereich des seitlichen
Überstands des Stirnfräswerkzeugs vorzusehen, um die
Verletzungsgefahr zu reduzieren.
Ein von der Schutzabdeckung begrenzter Raum ist vorzugsweise
mit einer Staubabsaugvorrichtung verbindbar.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus den beigefügten Patentansprüchen. In der
zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung ist
eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 ein Handwerkzeug in einem Längsschnitt;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1; und
Fig. 3 eine Ansicht des Handwerkzeugs von unten.
Die Figuren zeigen verschiedene Ansichten eines
motorbetriebenen Handwerkzeugs zur spanabhebenden
Werkstückbearbeitung zum Erzeugen von im wesentlichen planaren
Oberflächen. Das Gerät umfaßt ein Gehäuse 2, in dem ein nicht
näher beschriebener Antriebsmotor untergebracht ist, der über
ein Getriebe 4 eine Werkzeugspindel 6 antreibt. Das Getriebe 4
ist in einem metallischen, mit dem Gehäuse 2 verbundenen
Getriebegehäuse 8 untergebracht, und die Werkzeugspindel 6
erstreckt sich aus diesem Getriebegehäuse 8 heraus und in das
Innere einer Stützplatte 10 hinein. Die Stützplatte 10 ist an
dem Getriebegehäuse 8 montiert und bildet an ihrer von dem
Getriebegehäuse 8 abgewandten Seite eine auf die zu
bearbeitende Werkstückoberfläche aufzulegende Führungsfläche
12. In der Stützplatte 10 ist eine senkrecht zur
Führungsfläche 12 gebildete Ausnehmung 14 vorgesehen, in
welche ein Stirnfräswerkzeug 16 eingesetzt und am freien Ende
der Werkzeugspindel 6 drehfest montiert ist. Das
Stirnfräswerkzeug 16 besteht aus einem Fräskopf 18 oder
Grundkörper, an welchem Schneidmesser 20 auswechselbar
befestigt sind. Das Stirnfräswerkzeug 16 ist derart innerhalb
der Ausnehmung 14 an der Werkzeugspindel 6 montiert, daß die
Schneidmesser 20 mit ihrem Flugkreis um die angestrebte
Spantiefe, die beispielsweise im Bereich zwischen 0,1 und 1 mm
liegen kann, über die Führungsfläche 12 vorstehen. Die
Spantiefe ist einstellbar; sie wird bei der gezeigten
Ausführungsform beispielhaft dadurch variiert, daß
Ausgleichsscheiben 22 verschiedener Dicke zwischen einen
Aufnahmeflansch 24 der Werkstückspindel 6 und den Fräskopf 18
gelegt werden. Es versteht sich, daß die Spantiefe auch auf
andere Art und Weise einstellbar gestaltet werden kann.
Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, weist das
Stirnfräswerkzeug 16 an seinem radialen Umfang 26 parallel zur
Umdrehungsachse 27 erstreckte Nuten 28 auf, in welchen ein
Schneidmesser 30 eingesetzt und durch geeignete Klemmittel 32
gehalten ist. Die Schneidmesser 30 weisen in Richtung der
Umdrehungsachse 27 des Stirnfräswerkzeugs 16 verlaufende
Schneidkanten 34 auf, die über den radialen Umfang 26 des
Fräskopfes 18 überstehen. Die Stützplatte 10 weist an drei
rechtwinklig zueinander verlaufenden Außenseiten 38, 40, 42
rechteckförmige Öffnungen 44, 46, 48 zu der Ausnehmung 14 auf,
innerhalb der das Stirnfräswerkzeug 16 angeordnet ist. Die
Außenseiten 38, 40, 42 der Stützplatte 10 definieren senkrecht
zueinander verlaufende Fluchtebenen 50, 51, 52, bis zu denen
das dargestellte Handwerkzeug an einen Stufen-, Rand- oder
Absatzbereich angenähert werden kann. Das Stirnfräswerkzeug 16
bzw. die Schneidmesser 30 sind derart in der Ausnehmung 14
angeordnet, daß der Flugkreis 54 der Schneidkanten 34 über die
Fluchtebenen 50, 51, 52 übersteht, so daß die Bearbeitung
eines Falzes möglich ist.
In den Figuren ist ferner eine Schutzabdeckung 60 bzw. 62
dargestellt, welche den Bereich des Überstands der am Umfang
26 des Stirnfräswerkzeugs 16 vorgesehenen Schneidmesser 30
über die seitlichen Öffnungen 44, 46, 48 abschirmen und einen
Benutzer so vor Verletzungen schützen, wenn das Handwerkzeug
nur zum Stirnplanfräsen verwendet werden soll.
Die in der Fig. 3 dargestellte Schutzabdeckung 62 überdeckt
indessen nur die seitlichen Öffnungen 44 und 46 und gibt die
Öffnung 48 für die Bearbeitung eines Werkstücks frei.
Die Schutzabdeckungen 60, 62 begrenzen zusammen mit der
Stützplatte 10 einen Raum 64, der über Staubabsaugkanäle 66
(Fig. 2) mit einem in Längsrichtung erstreckten
Staubabsaugkanal 68 kommuniziert, der seinerseits mit einer
nicht dargestellten Staubabsaugvorrichtung verbindbar ist.
Claims (11)
1. Motorbetriebenes Handwerkzeug zur spanabhebenden
Bearbeitung von, inbesondere flächenhaften Werkstücken
zum Erzeugen von im wesentlichen planaren Oberflächen,
mit einer auf das zu bearbeitende Werkstück auflegbaren
Führungsfläche (12) und einem für die Bearbeitung über
die Führungsfläche (12) vorstehenden Stirnfräswerkzeug
(16) mit senkrecht zur Führungsfläche (12) verlaufender
Umdrehungsachse, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stirnfräswerkzeug (16) mit an seinem radialen Umfang (26)
vorgesehenen Schneidkanten (34) über eine das gesamte
Handwerkzeug nach einer Seite hin begrenzende Fluchtebene
(50, 51, 52) übersteht, damit es mit dieser Fluchtebene
(50, 51, 52) an einen Absatz, eine Stufe oder eine Wand
angenähert werden kann.
2. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stirnfräswerkzeug (16) an mehreren Außenseiten (38,
40, 42) über eine das Gerät seitlich begrenzende
Fluchtebene (50, 51, 52) vorsteht.
3. Handwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
eine die Führungsfläche (12) bildende Stützplatte (10).
4. Handwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die seitliche Begrenzung der Stützplatte (10) wenigstens
eine der das Gerät seitlich begrenzenden Fluchtebenen
(50, 51, 52) begrenzt und das Stirnfräswerkzeug (16) in
radialer Richtung um die angestrebte Spantiefe über die
Außenseiten (38, 40, 42) der Stützplatte (10) vorsteht.
5. Handwerkzeug nach wenigstens einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stirnfräswerkzeug (16) in einer Ausnehmung (14) in der
Führungsfläche (12) angeordnet ist, die nach wenigstens
einer Seite hin offen ist.
6. Handwerkzeug nach wenigstens einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche
Begrenzung des Handwerkzeugs eben ausgebildet ist.
7. Handwerkzeug nach wenigstens einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stirnfräswerkzeug (16) von einem Fräskopf (18) mit daran
befestigbaren Schneidmessern (20, 30) gebildet ist.
8. Handwerkzeug nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch
Schneidmesser (20), welche der Stirnseite des Fräskopfs
(18) zugeordnet sind und solchen (30), die dem radialen
Umfang (26) des Fräskopfs (18) zugeordnet sind.
9. Handwerkzeug nach wenigstens einem der vorstehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine abnehmbare
Schutzabdeckung (60, 62) im Bereich des radialen
Überstands des Stirnfräswerkzeugs (16).
10. Handwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der von der Schutzabdeckung (60, 62) begrenzte Raum (64)
mit einer Staubabsaugvorrichtung verbindbar ist.
11. Handwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Raum (64) mit einem Staubabsaugkanal (66, 68)
kommuniziert, der seinerseits mit einer
Staubabsaugvorrichtung verbindbar ist.
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ID=7778422
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Country Status (3)
| Country | Link |
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