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DE19540552A1 - Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter - Google Patents

Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter

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Publication number
DE19540552A1
DE19540552A1 DE19540552A DE19540552A DE19540552A1 DE 19540552 A1 DE19540552 A1 DE 19540552A1 DE 19540552 A DE19540552 A DE 19540552A DE 19540552 A DE19540552 A DE 19540552A DE 19540552 A1 DE19540552 A1 DE 19540552A1
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DE
Germany
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switch according
chamber
pin
contact
switch
Prior art date
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Withdrawn
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DE19540552A
Other languages
English (en)
Inventor
Raimund Buhl
Helmut Hoerchens
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DRIESCHER SPEZIALFAB FRITZ
Original Assignee
DRIESCHER SPEZIALFAB FRITZ
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Publication date
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/12Auxiliary contacts on to which the arc is transferred from the main contacts
    • H01H33/121Load break switches
    • H01H33/125Load break switches comprising a separate circuit breaker
    • H01H33/126Load break switches comprising a separate circuit breaker being operated by the distal end of a sectionalising contact arm
    • HELECTRICITY
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    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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    • H01H33/125Load break switches comprising a separate circuit breaker

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  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)
  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Trennschalter, insbeson­ dere einen Mittelspannungs-Lasttrennschalter mit Stützisolatoren, an denen sich je Pol ein Trennkon­ takt befindet, mit einem beweglichen Trennmesser, ei­ nem Nacheilkontakt und mit einer mit einem bewegli­ chen Schaltstift ausgestatteten, geschlossenen, ins­ besondere mit SF₆-Gas gefüllten Löschkammer.
Aus der deutschen Patentschrift 1 154 170 ist ein derartiger Lasttrennschalter bekannt, bei dem sich die Löschkammer in einer Nebenstrombahn befindet, die nur kurzzeitig unmittelbar nach Öffnen des Hauptkon­ takts Strom über den noch vorübergehend in Einschalt­ position verbleibenden Nacheilkontakt durch die Löschkammer führt, bis durch den sich vom Gegenkon­ takt trennenden beweglichen Schaltstift der Löschkam­ mer der Stromkreis unterbrochen und der dabei entste­ hende Lichtbogen in der Löschkammer gelöscht wird.
Die Vorteile der Anordnung der Löschkammer in einer Nebenstrombahn sind insbesondere darin zu sehen, daß die Löschkammer nicht ständig stromführend ist und wegen ihrer nur kurzfristigen Stromführung relativ klein bauen kann, mit dem Ergebnis eines relativ ge­ ringen Gewichts, was wiederum eine durch die Leich­ tigkeit bedingte gute Schaltschnelligkeit zur Folge hat.
Dennoch haften dem bekannten Lasttrennschalter erheb­ liche Nachteile an. So erfordert diese bekannte Löschkammeranordnung einen relativ hohen Platzbedarf und benötigt zudem zum Erreichen der die Unterbre­ chung von Haupt- und Nebenstrombahn betreffenden Schaltfolgen einen erheblichen baulichen und damit störanfälligen Aufbau.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, den ein­ gangs angegebenen Schalter unter Beibehaltung der grundsätzlichen Vorteile der Anordnung einer Lösch­ kammer in der Nebenstrombahn den Schalteraufbau zu vereinfachen, insbesondere seinen Raumbedarf zu ver­ ringern und seine Schaltleistung zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Stützisolator mit integrierter Löschkammer je Pol er­ reicht, wobei die Löschkammer sich in bevorzugter Ausführungsform jeweils zwischen den Stützisolatoren eines Pols befindet. Während bisher bei den ein­ schlägigen Schaltern die Löschkammern separate Bau­ einheiten bildeten, die häufig nur aufwendig montiert werden konnten und die Schalterabmessungen durch ihren ausladenden Aufbau auch die Abmessungen der Schalterzelle, in die sie einzubauen sind, bestimm­ ten, ergibt sich durch die Erfindung eine äußerst kompakte und raumsparende Konstruktion gepaart mit einer sehr hohen Schaltzuverlässigkeit und Schaltge­ schwindigkeit.
Eine besonders günstige Konstruktion nicht nur im Sinne geringen Platzbedarfs, sondern auch im Hinblick auf eine optimale Führung der Hilfsstrombahn ergibt sich dann, wenn die Löschkammer in denjenigen Stützisolator integriert ist, der den Hauptkontakt mit dem Messerdrehpunkt trägt. Dadurch kann in nach­ folgend noch näher zu erläuternder Weise die Neben­ strombahn durch eine vergleichsweise kurze Kabelver­ bindung zwischen dem Nacheilkontakt und der Löschkam­ mer in besonders einfacher Weise realisiert werden.
Wie bereits erwähnt, sorgt der Nacheilkontakt dafür, daß kurzfristig und vorübergehend der Strom auf einer Nebenbahn fließt, sobald das Messer die Hauptstrom­ bahn durch Öffnen des zugeordneten Trennkontakts un­ terbricht, bis dann in der Löschkammer der bewegliche Kontaktstift sich vom Festkontakt löst und damit der Ausschaltvorgang abgeschlossen ist.
Um diese vorübergehende Nebenflußbahn in besonders einfacher Weise sicherzustellen und den Nacheilkon­ takt auf die Bewegung des Trennmessers zur Erreichung optimaler Schaltsequenzen möglichst günstig abstimmen zu können, hat es sich bewährt, wenn das Trennmesser einen gegenüber diesem isolierten und schwenk­ beweglichen Nacheilstift trägt.
Zur weiteren Reduzierung der Baugröße trägt bei, wenn das Trennmesser längsgeteilt ist und zwischen den beiden Trennmesserhälften eine Schaltkinematik für die Löschkammer untergebracht ist, die für eine be­ sonders zuverlässige und hohe Schaltschnelligkeit sorgt. Diese Schaltkinematik steht vorzugsweise mit dem Schaltstift der Löschkammer und dem Trennmesser in Wirkverbindung, d. h. in Abhängigkeit von der je­ weiligen Stellung des Schaltmessers sorgt die Schalt­ kinematik für den richtigen Zeitpunkt, zu dem der Kontakt in der Löschkammer unterbrochen und der Funke gelöscht werden soll.
Besonders zuverlässig arbeitet unter den hier vorlie­ genden Bedingungen eine Kinematik, die aus einem He­ belmechanismus besteht, wobei sich ein Winkelhebel bewährt hat, der mit seinem einen Ende am Löschkam­ merschaltstift angelenkt ist, während sein anderes Ende an einer Gelenkstelle gelagert ist, die eine ge­ lenkige Verbindung des freien Endes eines an einem Fixpunkt angelenkten Gelenkhebels mit dem freien Ende eines vom Trennmesser betätigten Auslösegestänges bildet. Eine derartige, zwischen den Trennmesser­ hälften gelagerte Kinematik sorgt nicht nur für einen hinsichtlich der einzelnen Bewegungsabläufe exakt aufeinander abgestimmten Trennvorgang, sondern gewährleistet auch einen kompakten, raumsparenden Aufbau und führt wegen des geringen Gewichts zu schnellen Schaltvorgängen.
Wie bereits erwähnt, sorgt die Kinematik dafür, daß der bewegliche Schaltstift der Löschkammer sich von seinem festen Gegenkontakt genau zum gewünschten Zeitpunkt löst, bis zu welchem über die Kinematik der Schaltstift entgegen dem in der Löschkammer herr­ schenden Überdruck von ca. 1/2 bar gehalten wird.
Um diese Funktion zu erfüllen, sind vorzugsweise zwei Ausführungen der Kinematik vorgesehen, und zwar kann die Kinematik zum einen mit einer am mit dem Lösch­ kammerschaltstift verbundenen Winkelhebel gelagerten, mit einem fixen Raststift zusammenwirkenden Klinke versehen sein, in deren Drehpunkt eine auf die Klinke Einrastkräfte ausübende Schenkelfeder gelagert ist, wobei sich am Trennmesser ein Anschlagstift für das freie Klinkenende befindet, während bei der zweiten Version eine sich am Trennmesser abstützende Druckfe­ der am mit dem Löschkammerschaltstift verbundenen Winkelhebel angeordnet ist. Die Arbeitsweise dieser beiden Versionen wird in der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele noch näher erläutert werden.
Die kurzzeitig die Stromführung übernehmende Neben­ strombahn wird dadurch realisiert, daß der Nacheil­ kontakt elektrisch mit dem Festkontakt in der Lösch­ kammer verbunden ist, und zwar vorzugsweise über ein Kabel, während der bewegliche Löschkammerkontakt elektrisch über die Kinematik mit dem Trennmesser­ drehpunkt verbunden ist.
Anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen bevor­ zugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind, wird diese nachfolgend näher erläutert. Es zei­ gen:
Fig. 1 einen Lasttrennschalter in Seitenansicht;
Fig. 2 den dreipoligen Lasttrennschalter gemäß Fig. 1 in Frontansicht;
Fig. 3a eine bevorzugte Antriebskinematik mit Druck­ feder im eingeschalteten Zustand;
Fig. 3b die Antriebskinematik gemäß Fig. 3a in einer Zwischenstellung, in der das Trennmesser sich bereits vom Trennkontakt gelöst hat, während der Nacheilkontaktstift und der Löschkammerschaltstift noch in Kontakt mit dem jeweils zugehörigen Festkontakt sind, d. h. der Strom nun über eine Nebenstrombahn fließt;
Fig. 3c die Kinematik gemäß den Fig. 3a und 3b im ausgeschalteten Zustand;
Fig. 4a eine zweite Version der Antriebskinematik mit einer Auslöseklinke im eingeschalteten Zustand;
Fig. 4b die Kinematik gemäß Fig. 4a in der Zwischen­ stellung gemäß Fig. 3b; und
Fig. 4c die Kinematik gemäß den Fig. 4a und 4b im ausgeschalteten Zustand.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform einer Schalterein­ heit als Mittelspannungs-Lasttrennschalter 1 darge­ stellt, bei der ersichtlich die drei Pole A, B und C der Schaltereinheit auf einem gemeinsamen Grundrahmen 2 befestigt sind. In Zusammenschau mit Fig. 1, in der der ausgeschaltete Zustand des Schalters 1 gegenüber dem eingeschalteten strichpunktiert dargestellt ist, wird deutlich, daß jeder Pol mit zwei Isolatoren 3 und 4 am Grundrahmen 2 befestigt ist, wobei im darge­ stellten Ausführungsbeispiel jeweils der obere Stützisolator 3 der Trennkontaktstützer ist, während es sich bei dem unteren Stützisolator 4 um den Dreh­ punktkontaktstützer handelt. Demzufolge trägt der obere Stützisolator 3 den Anschluß- bzw. Trennkontakt 5, während das vom unteren Stützisolator 4 getragene Kontaktstück mit 6 bezeichnet ist und den Drehpunkt­ kontakt 7 aufweist.
Die Verbindung zwischen den Kontaktstücken 5 und 6 wird durch ein um den Drehpunktkontakt 7 verschwenk­ bares Trennmesser 8 erreicht, das, wie aus Fig. 2 er­ sichtlich, in Längsrichtung geteilt ist. Außenseitig trägt eine der beiden Trennmesserhälften einen Nach­ eilkontakt in Form eines Nacheilschaltstiftes 9, der gegenüber dem Trennmesser 8 isoliert ist und schwenk­ beweglich an diesem gelagert ist. Die Funktion dieses Nacheilstiftes wird unten noch näher beschrieben wer­ den.
Um den bei der endgültigen Unterbrechung des Strom­ kreises entstehenden Funken schnell und ohne Auswir­ kungen auf die Umgebung zu löschen, ist jeder Pol A, B und C mit einer Löschkammer 10 versehen, die in den Drehpunktkontakt-Isolator 4 integriert ist, und zwar derart, daß sie auf der zum Trennkontakt-Isolator 3 weisenden Seite des Drehpunktkontakt-Isolators 4 liegt, wodurch eine besonders kompakte und raumspa­ rende Anordnung erreicht wird, wie auch aus Fig. 2 hervorgeht, denn damit liegt jede Löschkammer inner­ halb der Fläche des im wesentlichen durch den Abstand der Stützisolatoren definierten Grundrahmens 2.
Der bewegliche Schaltstift 11 ragt auf der dem Trenn­ messer 8 zugekehrten Seite aus der Löschkammer 10 und wirkt mit einem Festkontakt 11a in der Löschkammer 10 in im Zusammenhang mit der Erläuterung der Hilfs­ strombahn 12 noch zu erklärender Weise zusammen. Ge­ genüber der Außenatmosphäre ist das unter einem Über­ druck von im konkreten Beispiel ca. 1/2 bar stehende Innere der Löschkammer 10 durch eine aus Gründen der Übersicht nur in Fig. 1 gezeigte Membran 11b abge­ dichtet, die den Bewegungen des Schaltstifts 11 eben­ so wie die mit dem Beblasen der Funkenstrecke beim Trennen der Kontakte 11, 11a dienenden Bohrungen ver­ sehene Kolbenplatte 11c folgt.
Über je einen sogenannten Betätigungsisolator 13 ist jedes Trennmesser 8 bzw. sind jeweils die beiden zu einem Messer gehörenden Messerhälften in aus Fig. 1 ersichtlicher Weise antriebsmäßig mit einer für die drei Pole A, B und C gemeinsamen Antriebswelle 14 verbunden. Wie weiterhin aus Fig. 2 hervorgeht, lie­ gen die Betätigungsisolatoren in Flucht zwischen den Trennmesserhälften 8.
Die gewünschte Bewegungskoordination zwischen Trenn­ messer 8, Nacheilstift 9 und beweglichem Löschkammer­ schaltstift 11 wird durch eine Schaltkinematik 15 er­ reicht, die anhand der Fig. 3a bis c und Fig. 4a bis c erläutert wird.
Die Fig. 3a bis c zeigen eine erste Variante einer Kinematikausführung, wobei aus Gründen der Übersicht­ lichkeit die zur Erläuterung nicht unbedingt erfor­ derlichen Teile des Trennschalters 1 weggelassen bzw. vereinfacht dargestellt sind. Diese Kinematik 15 be­ steht im wesentlichen aus einem Winkelhebel 16 als Übertragungshebel, der mit seinem einen Ende 16a am Löschkammerschaltstift 11 angelenkt ist. Sein anderes Ende ist an einer Gelenkstelle 16b gelagert, die eine gelenkige Verbindung des freien Endes eines vom Trennmesser 8 betätigten Auslösegestänges 17 mit dem freien Ende eines an einem Fixpunkt 18a angelenkten Gelenkhebels 18 bildet.
An der Verbindungsstelle zwischen der Kinematik 15 und dem Trennmesser 8 ist am Auslösegestänge 17 ein die Stellfolge, d. h. die verschiedenen Bewegungsab­ läufe steuernder Freilauf vorgesehen, der in bevor­ zugter Ausführungsform aus einem Langloch 19 besteht, durch das ein am Trennmesser 8 befestigter Anschlag­ stift 20 ragt. Um bis zu einem nachfolgend noch näher definierten Zeitpunkt den beweglichen Schaltstift der Löschkammer 10 entgegen dem Überdruck in der Lösch­ kammer in Einschaltposition zu halten, trägt der Win­ kelhebel 16 eine Druckfeder 21, die sich einerseits am Winkelhebel und andererseits am Trennmesser 8 ab­ stützt. Die Wirkung dieser in ihrem Aufbau zuvor er­ läuterten Kinematik 15 ist folgende:
Fig. 3a zeigt die Kinematik 15 im normalen, einge­ schalteten Zustand. Kommt es zu einem Ausschaltvor­ gang, dann wird das Trennmesser 8 durch Linksdrehung der Antriebswelle 14 über den Betätigungsisolator 13 entgegen dem Uhrzeigersinn zunächst in die in Fig. 3b dargestellte Zwischenstellung verschwenkt, in der, wie aus Fig. 3b ersichtlich, der Nacheilstift 9 eben­ so wie die Kinematik 15 in der in Fig. 3a darge­ stellten Position verbleiben. Damit ist die Haupt­ strombahn durch das Ziehen des Messers 8 vom Trenn­ kontakt 5 unterbrochen, während der Strom nunmehr über die Nebenstrombahn 12 fließt, d. h. vom oberen Anschlußkontakt 5 über den Nacheilstift 9 weiter über ein Kabel 9a und eine elektrische Verbindung zwischen diesem und dem Festkontakt der Löschkammer 11a, über den beweglichen Löschkammerschaltstift 11 und die mit dem Trennmesser 8 elektrisch verbundene Kinematik 15 zum Drehpunktkontakt 7 des unteren Kontaktstücks 6.
Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Druckfeder 21 be­ reits etwas entspannt, wirkt jedoch immer noch so stark auf den beweglichen Schaltstift 11 ein, daß dieser sich nicht vom Festkontakt 11a in der Lösch­ kammer 10 löst. Nunmehr ist der Anschlagstift 20 im Langloch 19 bis an die linke Begrenzungskante des Langlochs gelangt und wirkt im Sinne einer Ver­ schwenkung der Kinematik 15 ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn auf das Auslösegestänge 17 ein, das den Winkelhebel 16 ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Erst bei dieser weiteren Bewegung des Trennmessers 8 und nunmehr auch der Kinematik 15 entgegen dem Uhrzeigersinn entspannt sich die Druck­ feder 21 so weit, daß sie dem in der Löschkammer 10 herrschenden Überdruck nicht mehr standzuhalten ver­ mag und deshalb sich der bewegliche Schaltstift 11 vom ortsfesten Gegenkontakt 11a löst, und zwar kurz bevor der Nacheilstift 9 vom Trennkontakt 5 getrennt wird.
Durch die Kontaktunterbrechungsbewegung des bewegli­ chen Schaltstifts 11 wird die mit ihm verbundene Kol­ benplatte 11c nach links bewegt, wodurch der Druck im linken Teil des Inneren der Löschkammer 10 erhöht wird, was aufgrund der in der Kolbenplatte 11c be­ findlichen Bohrungen zu einem Löschwirkungen entfal­ tenden Gasstrom in Richtung auf den beim Trennen der Kontakte 11 und 11a und damit Unterbrechen des Strom­ flusses entstehenden Lichtbogen führt.
Kurz nach der Trennung der Kontakte 11 und 11a wird der nunmehr stromlose Nacheilstift 9 vom Anschlußkon­ takt 5 gelöst und in die in Fig. 3c dargestellte Par­ allelposition zum Trennmesser 8 gebracht. Fig. 3c ist auch die Relativposition der Gestängeteile 16, 17 und 18 der Kinematik 15 im ausgeschalteten Zustand zu entnehmen.
Die Fig. 4a bis c zeigen eine bevorzugte Variante für die Ausbildung der Kinematik 15, die sich von der zu­ vor im Zusammenhang mit den Fig. 3a bis c in ihrem Aufbau erläuterten Kinematik lediglich bezüglich der die Gegenkraft zum Innendruck der Löschkammer 10 be­ wirkenden Ausführung unterscheidet. So besitzt näm­ lich diese Kinematik 15 eine Klinke 22, die vorzugs­ weise im Knie des Winkelhebels 16 schwenkbar gelagert ist und von einer Schenkelfeder 23, die sich einer­ seits am Winkelhebel 16 und andererseits an der Klinke 22 abstützt, in Einrastposition gehalten wird, in der sie mit einem hakenförmig ausgebildeten Ende hinter einen Fixpunkt (Stift) 24 einrastet und da­ durch indirekt, nämlich über den Winkelhebel 16 den Überdruck der Löschkammer als Gegendruckkomponente kompensiert. Das Trennmesser 8 trägt einen in der ge­ wünschten Winkelposition des Trennmessers 8 auf das freie Ende der Klinke 22 einwirkenden Auslöseanschlag 25.
Der Bewegungsablauf der relevanten Einzelteile sowie die Schalt- bzw. Trennfolge der leitenden Teile ent­ spricht im wesentlichen denen der zuvor im Zusammen­ hang mit den Fig. 3a bis 3c erläuterten, so daß nach­ folgend nur die sich durch die "Klinkenversion" erge­ benden Unterschiede während des Ausschaltvorgangs er­ läutert werden.
Fig. 4a zeigt wiederum die Einschaltposition der Ki­ nematik 15, während Fig. 4b das bereits vom Kontakt 5 gezogene Trennmesser 8 in der entgegen dem Uhrzeiger­ sinn verschwenkten Lage zeigt, zu welchem Zeitpunkt die erläuterte Einwirkung des Anschlagstifts 20 auf die Kinematik erfolgt. In diesem Augenblick ist der Nacheilstift 9 wiederum noch mit dem Kontakt 5 in elektrischer Verbindung, so daß nunmehr der Strom entlang der zuvor erläuterten Nebenstrombahn fließt, bis bei weiterem Verschwenken des Trennmessers 8 im Gegenuhrzeigersinn unter Anlage des Anschlagstifts 20 an der linken Kante des Langlochs 19 eine wiederum entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtete Bewegung der Kinematik 15 eingeleitet wird, zu welchem Zeitpunkt schließlich über den Auslöseanschlag 25 ein Relativ­ verschwenken der Klinke 22 - entgegen dem Uhrzeiger­ sinn - erfolgt, die sich dadurch vom Einrastpunkt 24 löst und damit die dem Innendruck der Löschkammer 10 entgegenwirkende Kraft aufhebt, so daß sich deren Schaltstift 11 vom Gegenkontakt 11a lösen kann, wo­ durch der Stromfluß unterbrochen wird. Kurz danach gelangt dann der Nacheilstift 9 in die Parallellage zum Trennmesser 8, wie in Fig. 4c dargestellt.
Für beide Varianten gilt, daß der Einschaltvorgang in einfacher Weise durch Verschwenken des Trennmessers 8 im Uhrzeigersinn bis zu seiner Einschaltposition am Trennkontakt 5 erfolgen kann. Bei dieser Schwenkbewe­ gung bewirkt das Trennmesser 8 durch die zuvor im einzelnen erläuterten mechanischen Verbindungen zudem die Rückführung der übrigen Schalterteile in die Aus­ gangsposition (eingeschalteter Zustand) gemäß Fig. 1, 3a und 4a.

Claims (17)

1. Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Last­ trennschalter mit Stützisolatoren, an denen sich je Pol ein Trennkontakt befindet, mit einem be­ weglichen Trennmesser, einem Nacheilkontakt und mit einer mit einem beweglichen Schaltstift aus­ gestatteten, geschlossenen, insbesondere mit SF₆- Gas gefüllten Löschkammer, gekennzeichnet durch einen Stützisolator (4) mit integrierter Lösch­ kammer (10) je Pol.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Löschkammer (10) jeweils zwischen den Stützisolatoren (3, 4) eines Pols befindet.
3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Löschkammer (10) in den Stützisolator (4) integriert ist, an dem sich der Trennmesserdrehpunkt (7) befindet.
4. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen vom Trennmesser (8) getragenen, gegenüber diesem isolierten und schwenkbeweglichen Nacheilschaltstift (9).
5. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein längsgeteiltes Trennmesser (8) und eine zwischen den beiden Trennmesserhälften angeordnete Schaltkinematik (15) für die Löschkammer (10).
6. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltki­ nematik (15) mit dem Schaltstift (11) der Lösch­ kammer (10) und dem Trennmesser (8) in Wirkver­ bindung steht.
7. Schalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkinematik (15) aus einem Hebelme­ chanismus besteht.
8. Schalter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Winkelhebel (16), der mit seinem einen Ende (16a) am Löschkammerschaltstift (11) angelenkt ist, während sein anderes Ende an einer Gelenk­ stelle (16b) gelagert ist, die eine gelenkige Verbindung des freien Endes eines an einem Fix­ punkt (18a) angelenkten Gelenkhebels (18) mit dem freien Ende eines vom Trennmesser (8) betätigten Auslösegestänges (17) bildet.
9. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch einen Freilauf an der Verbindungsstelle zwischen der Kinematik (15) und dem Trennmesser (8).
10. Schalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf aus einem Langloch (19) am frei­ en Ende des Auslösegestänges (17) besteht, durch das ein am Trennmesser (8) befestigter Stift (20) ragt.
11. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine dem Löschkam­ merüberdruck entgegenwirkende Stellkraft.
12. Schalter nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine auf den mit dem Löschkammerschaltstift (11) verbundenen Winkelhebel (16) einwirkende Feder (21; 23).
13. Schalter nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine am Winkelhebel (16) gelagerte, mit ei­ nem fixen Raststift (24) zusammenwirkende Klinke (22), in deren Drehpunkt eine auf die Klinke (22) Einrastkräfte ausübende Schenkelfeder (23) gela­ gert ist.
14. Schalter nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Anschlagstift (25) für das freie Klinkenen­ de am Trennmesser (8).
15. Schalter nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine sich am Trennmesser (8) abstützende Druckfeder (21) am mit dem Löschkammerschaltstift verbundenen Winkelhebel (16).
16. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Nacheil­ kontakt (9) elektrisch mit dem Festkontakt (11a) in der Löschkammer (10) verbunden ist.
17. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegli­ che Löschkammerschaltstift (11) elektrisch über die Kinematik (15) mit dem Trennmesserdrehpunkt­ kontakt (7) verbunden ist.
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