DE19540552A1 - Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter - Google Patents
Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-LasttrennschalterInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/12—Auxiliary contacts on to which the arc is transferred from the main contacts
- H01H33/121—Load break switches
- H01H33/125—Load break switches comprising a separate circuit breaker
- H01H33/126—Load break switches comprising a separate circuit breaker being operated by the distal end of a sectionalising contact arm
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Description
Die Erfindung betrifft einen Trennschalter, insbeson
dere einen Mittelspannungs-Lasttrennschalter mit
Stützisolatoren, an denen sich je Pol ein Trennkon
takt befindet, mit einem beweglichen Trennmesser, ei
nem Nacheilkontakt und mit einer mit einem bewegli
chen Schaltstift ausgestatteten, geschlossenen, ins
besondere mit SF₆-Gas gefüllten Löschkammer.
Aus der deutschen Patentschrift 1 154 170 ist ein
derartiger Lasttrennschalter bekannt, bei dem sich
die Löschkammer in einer Nebenstrombahn befindet, die
nur kurzzeitig unmittelbar nach Öffnen des Hauptkon
takts Strom über den noch vorübergehend in Einschalt
position verbleibenden Nacheilkontakt durch die
Löschkammer führt, bis durch den sich vom Gegenkon
takt trennenden beweglichen Schaltstift der Löschkam
mer der Stromkreis unterbrochen und der dabei entste
hende Lichtbogen in der Löschkammer gelöscht wird.
Die Vorteile der Anordnung der Löschkammer in einer
Nebenstrombahn sind insbesondere darin zu sehen, daß
die Löschkammer nicht ständig stromführend ist und
wegen ihrer nur kurzfristigen Stromführung relativ
klein bauen kann, mit dem Ergebnis eines relativ ge
ringen Gewichts, was wiederum eine durch die Leich
tigkeit bedingte gute Schaltschnelligkeit zur Folge
hat.
Dennoch haften dem bekannten Lasttrennschalter erheb
liche Nachteile an. So erfordert diese bekannte
Löschkammeranordnung einen relativ hohen Platzbedarf
und benötigt zudem zum Erreichen der die Unterbre
chung von Haupt- und Nebenstrombahn betreffenden
Schaltfolgen einen erheblichen baulichen und damit
störanfälligen Aufbau.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, den ein
gangs angegebenen Schalter unter Beibehaltung der
grundsätzlichen Vorteile der Anordnung einer Lösch
kammer in der Nebenstrombahn den Schalteraufbau zu
vereinfachen, insbesondere seinen Raumbedarf zu ver
ringern und seine Schaltleistung zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Stützisolator mit integrierter Löschkammer je Pol er
reicht, wobei die Löschkammer sich in bevorzugter
Ausführungsform jeweils zwischen den Stützisolatoren
eines Pols befindet. Während bisher bei den ein
schlägigen Schaltern die Löschkammern separate Bau
einheiten bildeten, die häufig nur aufwendig montiert
werden konnten und die Schalterabmessungen durch
ihren ausladenden Aufbau auch die Abmessungen der
Schalterzelle, in die sie einzubauen sind, bestimm
ten, ergibt sich durch die Erfindung eine äußerst
kompakte und raumsparende Konstruktion gepaart mit
einer sehr hohen Schaltzuverlässigkeit und Schaltge
schwindigkeit.
Eine besonders günstige Konstruktion nicht nur im
Sinne geringen Platzbedarfs, sondern auch im Hinblick
auf eine optimale Führung der Hilfsstrombahn ergibt
sich dann, wenn die Löschkammer in denjenigen
Stützisolator integriert ist, der den Hauptkontakt
mit dem Messerdrehpunkt trägt. Dadurch kann in nach
folgend noch näher zu erläuternder Weise die Neben
strombahn durch eine vergleichsweise kurze Kabelver
bindung zwischen dem Nacheilkontakt und der Löschkam
mer in besonders einfacher Weise realisiert werden.
Wie bereits erwähnt, sorgt der Nacheilkontakt dafür,
daß kurzfristig und vorübergehend der Strom auf einer
Nebenbahn fließt, sobald das Messer die Hauptstrom
bahn durch Öffnen des zugeordneten Trennkontakts un
terbricht, bis dann in der Löschkammer der bewegliche
Kontaktstift sich vom Festkontakt löst und damit der
Ausschaltvorgang abgeschlossen ist.
Um diese vorübergehende Nebenflußbahn in besonders
einfacher Weise sicherzustellen und den Nacheilkon
takt auf die Bewegung des Trennmessers zur Erreichung
optimaler Schaltsequenzen möglichst günstig abstimmen
zu können, hat es sich bewährt, wenn das Trennmesser
einen gegenüber diesem isolierten und schwenk
beweglichen Nacheilstift trägt.
Zur weiteren Reduzierung der Baugröße trägt bei, wenn
das Trennmesser längsgeteilt ist und zwischen den
beiden Trennmesserhälften eine Schaltkinematik für
die Löschkammer untergebracht ist, die für eine be
sonders zuverlässige und hohe Schaltschnelligkeit
sorgt. Diese Schaltkinematik steht vorzugsweise mit
dem Schaltstift der Löschkammer und dem Trennmesser
in Wirkverbindung, d. h. in Abhängigkeit von der je
weiligen Stellung des Schaltmessers sorgt die Schalt
kinematik für den richtigen Zeitpunkt, zu dem der
Kontakt in der Löschkammer unterbrochen und der Funke
gelöscht werden soll.
Besonders zuverlässig arbeitet unter den hier vorlie
genden Bedingungen eine Kinematik, die aus einem He
belmechanismus besteht, wobei sich ein Winkelhebel
bewährt hat, der mit seinem einen Ende am Löschkam
merschaltstift angelenkt ist, während sein anderes
Ende an einer Gelenkstelle gelagert ist, die eine ge
lenkige Verbindung des freien Endes eines an einem
Fixpunkt angelenkten Gelenkhebels mit dem freien Ende
eines vom Trennmesser betätigten Auslösegestänges
bildet. Eine derartige, zwischen den Trennmesser
hälften gelagerte Kinematik sorgt nicht nur für einen
hinsichtlich der einzelnen Bewegungsabläufe exakt
aufeinander abgestimmten Trennvorgang, sondern
gewährleistet auch einen kompakten, raumsparenden
Aufbau und führt wegen des geringen Gewichts zu
schnellen Schaltvorgängen.
Wie bereits erwähnt, sorgt die Kinematik dafür, daß
der bewegliche Schaltstift der Löschkammer sich von
seinem festen Gegenkontakt genau zum gewünschten
Zeitpunkt löst, bis zu welchem über die Kinematik der
Schaltstift entgegen dem in der Löschkammer herr
schenden Überdruck von ca. 1/2 bar gehalten wird.
Um diese Funktion zu erfüllen, sind vorzugsweise zwei
Ausführungen der Kinematik vorgesehen, und zwar kann
die Kinematik zum einen mit einer am mit dem Lösch
kammerschaltstift verbundenen Winkelhebel gelagerten,
mit einem fixen Raststift zusammenwirkenden Klinke
versehen sein, in deren Drehpunkt eine auf die Klinke
Einrastkräfte ausübende Schenkelfeder gelagert ist,
wobei sich am Trennmesser ein Anschlagstift für das
freie Klinkenende befindet, während bei der zweiten
Version eine sich am Trennmesser abstützende Druckfe
der am mit dem Löschkammerschaltstift verbundenen
Winkelhebel angeordnet ist. Die Arbeitsweise dieser
beiden Versionen wird in der nachfolgenden
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
noch näher erläutert werden.
Die kurzzeitig die Stromführung übernehmende Neben
strombahn wird dadurch realisiert, daß der Nacheil
kontakt elektrisch mit dem Festkontakt in der Lösch
kammer verbunden ist, und zwar vorzugsweise über ein
Kabel, während der bewegliche Löschkammerkontakt
elektrisch über die Kinematik mit dem Trennmesser
drehpunkt verbunden ist.
Anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen bevor
zugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
sind, wird diese nachfolgend näher erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 einen Lasttrennschalter in Seitenansicht;
Fig. 2 den dreipoligen Lasttrennschalter gemäß Fig.
1 in Frontansicht;
Fig. 3a eine bevorzugte Antriebskinematik mit Druck
feder im eingeschalteten Zustand;
Fig. 3b die Antriebskinematik gemäß Fig. 3a in einer
Zwischenstellung, in der das Trennmesser
sich bereits vom Trennkontakt gelöst hat,
während der Nacheilkontaktstift und der
Löschkammerschaltstift noch in Kontakt mit
dem jeweils zugehörigen Festkontakt sind,
d. h. der Strom nun über eine Nebenstrombahn
fließt;
Fig. 3c die Kinematik gemäß den Fig. 3a und 3b im
ausgeschalteten Zustand;
Fig. 4a eine zweite Version der Antriebskinematik
mit einer Auslöseklinke im eingeschalteten
Zustand;
Fig. 4b die Kinematik gemäß Fig. 4a in der Zwischen
stellung gemäß Fig. 3b; und
Fig. 4c die Kinematik gemäß den Fig. 4a und 4b im
ausgeschalteten Zustand.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform einer Schalterein
heit als Mittelspannungs-Lasttrennschalter 1 darge
stellt, bei der ersichtlich die drei Pole A, B und C
der Schaltereinheit auf einem gemeinsamen Grundrahmen
2 befestigt sind. In Zusammenschau mit Fig. 1, in der
der ausgeschaltete Zustand des Schalters 1 gegenüber
dem eingeschalteten strichpunktiert dargestellt ist,
wird deutlich, daß jeder Pol mit zwei Isolatoren 3
und 4 am Grundrahmen 2 befestigt ist, wobei im darge
stellten Ausführungsbeispiel jeweils der obere
Stützisolator 3 der Trennkontaktstützer ist, während
es sich bei dem unteren Stützisolator 4 um den Dreh
punktkontaktstützer handelt. Demzufolge trägt der
obere Stützisolator 3 den Anschluß- bzw. Trennkontakt
5, während das vom unteren Stützisolator 4 getragene
Kontaktstück mit 6 bezeichnet ist und den Drehpunkt
kontakt 7 aufweist.
Die Verbindung zwischen den Kontaktstücken 5 und 6
wird durch ein um den Drehpunktkontakt 7 verschwenk
bares Trennmesser 8 erreicht, das, wie aus Fig. 2 er
sichtlich, in Längsrichtung geteilt ist. Außenseitig
trägt eine der beiden Trennmesserhälften einen Nach
eilkontakt in Form eines Nacheilschaltstiftes 9, der
gegenüber dem Trennmesser 8 isoliert ist und schwenk
beweglich an diesem gelagert ist. Die Funktion dieses
Nacheilstiftes wird unten noch näher beschrieben wer
den.
Um den bei der endgültigen Unterbrechung des Strom
kreises entstehenden Funken schnell und ohne Auswir
kungen auf die Umgebung zu löschen, ist jeder Pol A,
B und C mit einer Löschkammer 10 versehen, die in den
Drehpunktkontakt-Isolator 4 integriert ist, und zwar
derart, daß sie auf der zum Trennkontakt-Isolator 3
weisenden Seite des Drehpunktkontakt-Isolators 4
liegt, wodurch eine besonders kompakte und raumspa
rende Anordnung erreicht wird, wie auch aus Fig. 2
hervorgeht, denn damit liegt jede Löschkammer inner
halb der Fläche des im wesentlichen durch den Abstand
der Stützisolatoren definierten Grundrahmens 2.
Der bewegliche Schaltstift 11 ragt auf der dem Trenn
messer 8 zugekehrten Seite aus der Löschkammer 10 und
wirkt mit einem Festkontakt 11a in der Löschkammer 10
in im Zusammenhang mit der Erläuterung der Hilfs
strombahn 12 noch zu erklärender Weise zusammen. Ge
genüber der Außenatmosphäre ist das unter einem Über
druck von im konkreten Beispiel ca. 1/2 bar stehende
Innere der Löschkammer 10 durch eine aus Gründen der
Übersicht nur in Fig. 1 gezeigte Membran 11b abge
dichtet, die den Bewegungen des Schaltstifts 11 eben
so wie die mit dem Beblasen der Funkenstrecke beim
Trennen der Kontakte 11, 11a dienenden Bohrungen ver
sehene Kolbenplatte 11c folgt.
Über je einen sogenannten Betätigungsisolator 13 ist
jedes Trennmesser 8 bzw. sind jeweils die beiden zu
einem Messer gehörenden Messerhälften in aus Fig. 1
ersichtlicher Weise antriebsmäßig mit einer für die
drei Pole A, B und C gemeinsamen Antriebswelle 14
verbunden. Wie weiterhin aus Fig. 2 hervorgeht, lie
gen die Betätigungsisolatoren in Flucht zwischen den
Trennmesserhälften 8.
Die gewünschte Bewegungskoordination zwischen Trenn
messer 8, Nacheilstift 9 und beweglichem Löschkammer
schaltstift 11 wird durch eine Schaltkinematik 15 er
reicht, die anhand der Fig. 3a bis c und Fig. 4a bis
c erläutert wird.
Die Fig. 3a bis c zeigen eine erste Variante einer
Kinematikausführung, wobei aus Gründen der Übersicht
lichkeit die zur Erläuterung nicht unbedingt erfor
derlichen Teile des Trennschalters 1 weggelassen bzw.
vereinfacht dargestellt sind. Diese Kinematik 15 be
steht im wesentlichen aus einem Winkelhebel 16 als
Übertragungshebel, der mit seinem einen Ende 16a am
Löschkammerschaltstift 11 angelenkt ist. Sein anderes
Ende ist an einer Gelenkstelle 16b gelagert, die eine
gelenkige Verbindung des freien Endes eines vom
Trennmesser 8 betätigten Auslösegestänges 17 mit dem
freien Ende eines an einem Fixpunkt 18a angelenkten
Gelenkhebels 18 bildet.
An der Verbindungsstelle zwischen der Kinematik 15
und dem Trennmesser 8 ist am Auslösegestänge 17 ein
die Stellfolge, d. h. die verschiedenen Bewegungsab
läufe steuernder Freilauf vorgesehen, der in bevor
zugter Ausführungsform aus einem Langloch 19 besteht,
durch das ein am Trennmesser 8 befestigter Anschlag
stift 20 ragt. Um bis zu einem nachfolgend noch näher
definierten Zeitpunkt den beweglichen Schaltstift der
Löschkammer 10 entgegen dem Überdruck in der Lösch
kammer in Einschaltposition zu halten, trägt der Win
kelhebel 16 eine Druckfeder 21, die sich einerseits
am Winkelhebel und andererseits am Trennmesser 8 ab
stützt. Die Wirkung dieser in ihrem Aufbau zuvor er
läuterten Kinematik 15 ist folgende:
Fig. 3a zeigt die Kinematik 15 im normalen, einge
schalteten Zustand. Kommt es zu einem Ausschaltvor
gang, dann wird das Trennmesser 8 durch Linksdrehung
der Antriebswelle 14 über den Betätigungsisolator 13
entgegen dem Uhrzeigersinn zunächst in die in Fig. 3b
dargestellte Zwischenstellung verschwenkt, in der,
wie aus Fig. 3b ersichtlich, der Nacheilstift 9 eben
so wie die Kinematik 15 in der in Fig. 3a darge
stellten Position verbleiben. Damit ist die Haupt
strombahn durch das Ziehen des Messers 8 vom Trenn
kontakt 5 unterbrochen, während der Strom nunmehr
über die Nebenstrombahn 12 fließt, d. h. vom oberen
Anschlußkontakt 5 über den Nacheilstift 9 weiter über
ein Kabel 9a und eine elektrische Verbindung zwischen
diesem und dem Festkontakt der Löschkammer 11a, über
den beweglichen Löschkammerschaltstift 11 und die mit
dem Trennmesser 8 elektrisch verbundene Kinematik 15
zum Drehpunktkontakt 7 des unteren Kontaktstücks 6.
Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Druckfeder 21 be
reits etwas entspannt, wirkt jedoch immer noch so
stark auf den beweglichen Schaltstift 11 ein, daß
dieser sich nicht vom Festkontakt 11a in der Lösch
kammer 10 löst. Nunmehr ist der Anschlagstift 20 im
Langloch 19 bis an die linke Begrenzungskante des
Langlochs gelangt und wirkt im Sinne einer Ver
schwenkung der Kinematik 15 ebenfalls entgegen dem
Uhrzeigersinn auf das Auslösegestänge 17 ein, das den
Winkelhebel 16 ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt. Erst bei dieser weiteren Bewegung des
Trennmessers 8 und nunmehr auch der Kinematik 15
entgegen dem Uhrzeigersinn entspannt sich die Druck
feder 21 so weit, daß sie dem in der Löschkammer 10
herrschenden Überdruck nicht mehr standzuhalten ver
mag und deshalb sich der bewegliche Schaltstift 11
vom ortsfesten Gegenkontakt 11a löst, und zwar kurz
bevor der Nacheilstift 9 vom Trennkontakt 5 getrennt
wird.
Durch die Kontaktunterbrechungsbewegung des bewegli
chen Schaltstifts 11 wird die mit ihm verbundene Kol
benplatte 11c nach links bewegt, wodurch der Druck im
linken Teil des Inneren der Löschkammer 10 erhöht
wird, was aufgrund der in der Kolbenplatte 11c be
findlichen Bohrungen zu einem Löschwirkungen entfal
tenden Gasstrom in Richtung auf den beim Trennen der
Kontakte 11 und 11a und damit Unterbrechen des Strom
flusses entstehenden Lichtbogen führt.
Kurz nach der Trennung der Kontakte 11 und 11a wird
der nunmehr stromlose Nacheilstift 9 vom Anschlußkon
takt 5 gelöst und in die in Fig. 3c dargestellte Par
allelposition zum Trennmesser 8 gebracht. Fig. 3c ist
auch die Relativposition der Gestängeteile 16, 17 und
18 der Kinematik 15 im ausgeschalteten Zustand zu
entnehmen.
Die Fig. 4a bis c zeigen eine bevorzugte Variante für
die Ausbildung der Kinematik 15, die sich von der zu
vor im Zusammenhang mit den Fig. 3a bis c in ihrem
Aufbau erläuterten Kinematik lediglich bezüglich der
die Gegenkraft zum Innendruck der Löschkammer 10 be
wirkenden Ausführung unterscheidet. So besitzt näm
lich diese Kinematik 15 eine Klinke 22, die vorzugs
weise im Knie des Winkelhebels 16 schwenkbar gelagert
ist und von einer Schenkelfeder 23, die sich einer
seits am Winkelhebel 16 und andererseits an der
Klinke 22 abstützt, in Einrastposition gehalten wird,
in der sie mit einem hakenförmig ausgebildeten Ende
hinter einen Fixpunkt (Stift) 24 einrastet und da
durch indirekt, nämlich über den Winkelhebel 16 den
Überdruck der Löschkammer als Gegendruckkomponente
kompensiert. Das Trennmesser 8 trägt einen in der ge
wünschten Winkelposition des Trennmessers 8 auf das
freie Ende der Klinke 22 einwirkenden Auslöseanschlag
25.
Der Bewegungsablauf der relevanten Einzelteile sowie
die Schalt- bzw. Trennfolge der leitenden Teile ent
spricht im wesentlichen denen der zuvor im Zusammen
hang mit den Fig. 3a bis 3c erläuterten, so daß nach
folgend nur die sich durch die "Klinkenversion" erge
benden Unterschiede während des Ausschaltvorgangs er
läutert werden.
Fig. 4a zeigt wiederum die Einschaltposition der Ki
nematik 15, während Fig. 4b das bereits vom Kontakt 5
gezogene Trennmesser 8 in der entgegen dem Uhrzeiger
sinn verschwenkten Lage zeigt, zu welchem Zeitpunkt
die erläuterte Einwirkung des Anschlagstifts 20 auf
die Kinematik erfolgt. In diesem Augenblick ist der
Nacheilstift 9 wiederum noch mit dem Kontakt 5 in
elektrischer Verbindung, so daß nunmehr der Strom
entlang der zuvor erläuterten Nebenstrombahn fließt,
bis bei weiterem Verschwenken des Trennmessers 8 im
Gegenuhrzeigersinn unter Anlage des Anschlagstifts 20
an der linken Kante des Langlochs 19 eine wiederum
entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtete Bewegung der
Kinematik 15 eingeleitet wird, zu welchem Zeitpunkt
schließlich über den Auslöseanschlag 25 ein Relativ
verschwenken der Klinke 22 - entgegen dem Uhrzeiger
sinn - erfolgt, die sich dadurch vom Einrastpunkt 24
löst und damit die dem Innendruck der Löschkammer 10
entgegenwirkende Kraft aufhebt, so daß sich deren
Schaltstift 11 vom Gegenkontakt 11a lösen kann, wo
durch der Stromfluß unterbrochen wird. Kurz danach
gelangt dann der Nacheilstift 9 in die Parallellage
zum Trennmesser 8, wie in Fig. 4c dargestellt.
Für beide Varianten gilt, daß der Einschaltvorgang in
einfacher Weise durch Verschwenken des Trennmessers 8
im Uhrzeigersinn bis zu seiner Einschaltposition am
Trennkontakt 5 erfolgen kann. Bei dieser Schwenkbewe
gung bewirkt das Trennmesser 8 durch die zuvor im
einzelnen erläuterten mechanischen Verbindungen zudem
die Rückführung der übrigen Schalterteile in die Aus
gangsposition (eingeschalteter Zustand) gemäß Fig. 1,
3a und 4a.
Claims (17)
1. Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Last
trennschalter mit Stützisolatoren, an denen sich
je Pol ein Trennkontakt befindet, mit einem be
weglichen Trennmesser, einem Nacheilkontakt und
mit einer mit einem beweglichen Schaltstift aus
gestatteten, geschlossenen, insbesondere mit SF₆-
Gas gefüllten Löschkammer, gekennzeichnet durch
einen Stützisolator (4) mit integrierter Lösch
kammer (10) je Pol.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Löschkammer (10) jeweils zwischen
den Stützisolatoren (3, 4) eines Pols befindet.
3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Löschkammer (10) in den
Stützisolator (4) integriert ist, an dem sich der
Trennmesserdrehpunkt (7) befindet.
4. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3, gekennzeichnet durch einen vom Trennmesser
(8) getragenen, gegenüber diesem isolierten und
schwenkbeweglichen Nacheilschaltstift (9).
5. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4, gekennzeichnet durch ein längsgeteiltes
Trennmesser (8) und eine zwischen den beiden
Trennmesserhälften angeordnete Schaltkinematik
(15) für die Löschkammer (10).
6. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltki
nematik (15) mit dem Schaltstift (11) der Lösch
kammer (10) und dem Trennmesser (8) in Wirkver
bindung steht.
7. Schalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltkinematik (15) aus einem Hebelme
chanismus besteht.
8. Schalter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch
einen Winkelhebel (16), der mit seinem einen Ende
(16a) am Löschkammerschaltstift (11) angelenkt
ist, während sein anderes Ende an einer Gelenk
stelle (16b) gelagert ist, die eine gelenkige
Verbindung des freien Endes eines an einem Fix
punkt (18a) angelenkten Gelenkhebels (18) mit dem
freien Ende eines vom Trennmesser (8) betätigten
Auslösegestänges (17) bildet.
9. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 6
bis 8, gekennzeichnet durch einen Freilauf an der
Verbindungsstelle zwischen der Kinematik (15) und
dem Trennmesser (8).
10. Schalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Freilauf aus einem Langloch (19) am frei
en Ende des Auslösegestänges (17) besteht, durch
das ein am Trennmesser (8) befestigter Stift (20)
ragt.
11. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 10, gekennzeichnet durch eine dem Löschkam
merüberdruck entgegenwirkende Stellkraft.
12. Schalter nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch
eine auf den mit dem Löschkammerschaltstift (11)
verbundenen Winkelhebel (16) einwirkende Feder
(21; 23).
13. Schalter nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet
durch eine am Winkelhebel (16) gelagerte, mit ei
nem fixen Raststift (24) zusammenwirkende Klinke
(22), in deren Drehpunkt eine auf die Klinke (22)
Einrastkräfte ausübende Schenkelfeder (23) gela
gert ist.
14. Schalter nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch
einen Anschlagstift (25) für das freie Klinkenen
de am Trennmesser (8).
15. Schalter nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet
durch eine sich am Trennmesser (8) abstützende
Druckfeder (21) am mit dem Löschkammerschaltstift
verbundenen Winkelhebel (16).
16. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Nacheil
kontakt (9) elektrisch mit dem Festkontakt (11a)
in der Löschkammer (10) verbunden ist.
17. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegli
che Löschkammerschaltstift (11) elektrisch über
die Kinematik (15) mit dem Trennmesserdrehpunkt
kontakt (7) verbunden ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19540552A DE19540552A1 (de) | 1995-10-31 | 1995-10-31 | Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter |
| NO964375A NO964375L (no) | 1995-10-31 | 1996-10-15 | Skillebryter, særlig mellomspenningslast-skillebryter |
| DE59605621T DE59605621D1 (de) | 1995-10-31 | 1996-10-22 | Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter |
| AT96116928T ATE194879T1 (de) | 1995-10-31 | 1996-10-22 | Trennschalter, insbesondere mittelspannungs- lasttrennschalter |
| EP96116928A EP0772215B1 (de) | 1995-10-31 | 1996-10-22 | Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19540552A DE19540552A1 (de) | 1995-10-31 | 1995-10-31 | Trennschalter, insbesondere Mittelspannungs-Lasttrennschalter |
Publications (1)
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