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DE102004006476B4 - Lasttrennschalter - Google Patents

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DE102004006476B4 DE200410006476 DE102004006476A DE102004006476B4 DE 102004006476 B4 DE102004006476 B4 DE 102004006476B4 DE 200410006476 DE200410006476 DE 200410006476 DE 102004006476 A DE102004006476 A DE 102004006476A DE 102004006476 B4 DE102004006476 B4 DE 102004006476B4
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Abstract

Lasttrennschalter (1) zum Unterbrechen eines Wechselstromes mit einer Hauptkontaktanordnung (4), die ein bewegliches Hauptbewegkontaktstück (2) aufweist, und mit einem elektrisch parallel zur Hauptkontaktanordnung (4) geschalteten Nebenschlusszweig, in dem eine Löschkontaktanordnung (8) zum Löschen eines Lichtbogens sowie eine aus Trennkontaktstücken bestehende Trennkontaktanordnung (6) zum Bereitstellen einer Trennstrecke in Reihe zueinander geschaltet sind, wobei nach dem Öffnen der Hauptkontaktanordnung (4) ein Stromfluss über den Nebenschlusszweig ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptbewegkontaktstück (2) gleichzeitig eines der Trennkontaktstücke der Trennkontaktanordnung (6) ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Lasttrennschalter zum Unterbrechen eines Wechselstromes mit einer Hauptkontaktanordnung, die ein bewegliches Hauptbewegkontaktstück aufweist, und mit einem elektrisch parallel zur Hauptkontaktanordnung geschalteten Nebenschlusszweig, in dem eine Löschkontaktanordnung zum Löschen eines Lichtbogens sowie eine aus Trennkontaktstücken bestehende Trennkontaktanordnung zum Bereitstellen einer Spannungsfestigkeit in Reihe zueinander geschaltet sind, wobei nach dem Öffnen der Hauptkontaktanordnung ein Stromfluss über den Nebenschlusszweig ermöglicht ist.
  • Ein solcher Lasttrennschalter ist beispielsweise aus der DE 195 40 552 A1 bereits bekannt. Der dort offenbarte Lasttrennschalter ist zum Unterbrechen eines Wechselstromes vorgesehen und weist eine aus einem verschwenkbaren Schaltmesser bestehende Hauptkontaktanordnung auf, die parallel zu einem Hilfsstromzweig geschaltet ist, in dem eine Löschkontaktanordnung sowie eine Trennkontaktanordnung in Reihe zueinander angeordnet sind. Beim Ausschalten des Lasttrennschalters eilt die Trennkontaktanordnung der Hauptkontaktanordnung zeitlich nach, so dass nach dem Öffnen der Hauptkontaktanordnung zunächst ein Stromfluss über den Hilfsstromzweig ermöglicht ist. Bei einem weiteren Verschwenken des Hauptbewegkontaktstückes kommt es zunächst zum Öffnen der Löschkontaktanordnung, die dort in einer mit Schwefelhexafluoridgas befüllten Löschkammer angeordnet ist. In der Löschkammer wird durch das Öffnen der Löschkontaktanordnung ein so hoher Gasstrom erzeugt, dass ein zwischen den Löschkontaktstücken gezogener Lichtbogen bei einem Nulldurchgang des Wechselstromes zum Er löschen gebracht wird. Bei einer weiteren Bewegung des Hauptbewegkontaktstückes in dessen Endstellung wird schließlich die Trennkontaktanordnung stromlos geöffnet, so dass eine ausreichend große Trennstrecke auch im Hilfsstromzweig des Lasttrennschalters bereitgestellt ist. Der vorbekannte Lasttrennschalter ist hinsichtlich seiner Auslegung jedoch aufwendig und daher kostenintensiv.
  • Die DE 38 32 493 A1 offenbart eine in einer Vakuumkammer angeordnete Löschkontaktanordnung, die parallel zu einer Hauptkontaktanordnung geschaltet ist. Dabei bilden Hauptkontaktanordnung und Löschkontaktanordnung einen Parallelkreis aus, der in Reihe zu einer Trennkontaktanordnung angeordnet ist.
  • Der in der DE 199 18 077 C1 offenbarte Lastschalter bildet einen in der WO 98/09310 beschriebenen Lasttrennschalter dahin fort, dass auch das erneute Einschalten des Lasttrennschalters über die Löschkontaktanordnung erfolgt. Dabei ist Löschkontaktanordnung in Reihe zu einer Trennkontaktanordnung in einem Nebenschlusszweig angeordnet, mit dem eine Hauptkontaktanordnung überbrückbar ist.
  • Aus der DE 100 47 032 C2 ist ferner ein Lasttrennschalter bekannt, bei dem ein Nebenschlusszweig mit einer Trennkontaktanordnung und einer dazu in Reihe geschalteten Löschkontaktanordnung parallel zur Hauptkontaktanordnung vorgesehen ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Lasttrennschalter der eingangs genannten Art bereitzustellen, der hinsichtlich seiner Konstruktion vereinfacht und kostengünstig ist.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Hauptbewegkontaktstück gleichzeitig eines der Trennkontaktstücke der Trennkontaktanordnung ist.
  • Erfindungsgemäß ist sowohl für die Hauptkontaktanordnung als auch für die Trennkontaktanordnung ein gemeinsames bewegliches Schaltstück vorgesehen. Das Hauptbewegkontaktstück ist in einer Betriebsstellung des Lasttrennschalters, in der ein Stromfluss über die Hauptkontaktanordnung ermöglicht ist, in Kontakt mit einem Hauptfestkontaktstück der Hauptkontaktanordnung. Das Hauptbewegkontaktstück kann in der Betriebsstellung ferner eines der Trennkontaktstücke der Trennkontaktstücke kontaktieren. Abweichend dazu kontaktiert das Hauptbewegkontaktstück in der Betriebsstellung lediglich das Hauptfestkontaktstück, wobei jedoch vor dem Trennen der Hauptkontaktstücke der Hauptkontaktanordnung das Hauptbewegkontaktstück in Kontakt mit dem diesem zugeordneten Trennkontaktstück der Trennkontaktanordnung gerät, so dass ein Nebenschluss der Hauptkontaktanordnung und damit das Ziehen eines Ausschaltlichtbogens zwischen den Kontaktstücken der Hauptkontaktanordnung vermieden ist. Ein solcher Lichtbogen könnte das Oberflächenmaterial der Hauptkontaktanordnung aufgrund der hohen Wärmeentwicklung beschädigen und die Haltbarkeit des Trennschalters herabsetzen. Der Strom fließt daher nach dem Öffnen der Hauptkontaktanordnung erfindungsgemäß über den Nebenschlusszweig und somit über die Löschkontaktanordnung sowie über die diesbezüglich in Reihe geschaltete Trennkontaktanordnung, bis die Kontaktstücke der Löschkontaktanordnung schließlich öffnen und der Lichtbogen zwischen den Kontaktstücken der Löschkontaktanordnung gezogen wird. Bei einem Nulldurchgang des zu unterbrechenden Wechselstromes wird der Lichtbogen auf bekannte Art und Weise gelöscht. Durch das stromlose Öffnen der Trennkontaktanordnung wird schließlich eine ausreichend große Trennstrecke zum Erhalt der geforderten Spannungsfestigkeit bereitgestellt.
  • Durch die Verwendung eines gemeinschaftlichen Bewegkontaktstückes sowohl für die Hauptkontaktanordnung als auch für die Trennkontaktanordnung ist ein separater Antrieb mit einer aufwändigen Synchronisation der Schaltvorgänge mittels einer abgestimmten Kinematik überflüssig geworden.
  • Der erfindungsgemäße Lasttrennschalter ist zum Unterbrechen eines Nennstromes vorgesehen und für einen Betrieb mit hohen Stückzahlen eingerichtet. Im Vergleich zu so genannten Leistungsschaltern, die in der Lage sind, wesentlich höhere Kurzschlussströme zu unterbrechen, ist der Lasttrennschalter daher kostengünstig. Der maximale Strom, den der erfindungsgemäße Lasttrennschalter noch unterbrechen kann, beträgt beispielsweise 2 kA.
  • Vorteilhafterweise ist die Löschkontaktanordnung in einer Vakuumkammer angeordnet. Hierbei handelt es sich im Rahmen der Erfindung um eine kostengünstige Vakuumröhre, die beispielsweise weder mit Kontaktdruckfedern noch mit sonstigen die Herstellungskosten der Vakuumröhre in die Höhe treibenden Zusatzbauteilen versehen ist. So ist es gemäß dieser Weiterentwicklung beispielsweise möglich, dass die Löschkontaktstücke nur aufgrund der sich aus der Druckdifferenz ergebenden Krafteinwirkung aneinander gehalten werden, die zwischen dem Vakuum der Vakuumröhre und der Außenatmosphäre herrscht. Abweichend hierzu ist es im Rahmen der Erfindung jedoch auch möglich, die Vakuumröhre mit kostengünstigen, Kontaktdruck erzeugenden Kontaktdruckfedern zu versehen.
  • Vorteilhafterweise weist die Trennkontaktanordnung einen schwenkbar gelagerten Schwenkbügel als Trennkontaktstück auf, der durch das Hauptbewegkontaktstück vor dem Öffnen der Trennkontaktanordnung verschwenkbar ist. Gemäß dieser Weiterentwicklung ist ein Trennkontaktstück als Schwenkbügel realisiert, der an seinem freien Ende zur Kontaktierung des Hauptbewegkontaktstückes vorgesehen ist und beispielsweise an ei nem ortsfesten Traggerüst des Lasttrennschalters angelenkt ist. Durch das Anlenken ist ein Verschwenken des Schwenkbügels durch das Hauptbewegkontaktstück ermöglicht, welches dabei den Schwenkbügel kontaktiert und diesen mit anderen Worten über eine bestimmte Weglänge eines gemeinsamen Schwenkweges mitnimmt. Der Trenn- oder Schaltweg des Hauptbewegkontaktstückes unterscheidet sich jedoch von denjenigen des Schwenkbügels, so dass es schließlich zu einem Abheben des Hauptbewegkontaktstückes von dem Schwenkbügel kommt. Dabei sind die Bewegungsbahnen des Schwenkbügels und des Hauptbewegkontaktstückes so aufeinander eingestellt, dass das Trennen der Trennkontaktanordnung stromlos, also nach dem Trennen der Löschkontaktanordnung, erfolgt.
  • Gemäß einer diesbezüglich vorteilhaften Weiterentwicklung weist der Schwenkbügel an seinem dem Hauptbewegkontaktstück zugewandten Ende einen Schnappmechanismus auf, der in einer Ausschaltrichtung eine Mitnahme des Schwenkbügels durch das Hauptbewegkontaktstück erlaubt, bei einer Bewegung des Hauptbewegkontaktstückes in einer der Ausschaltrichtung entgegengesetzten Einschaltrichtung jedoch ein Vorbeiführen des Hauptbewegkontaktstückes an dem Schwenkbügel ermöglicht. Durch das Vorbeiführen des Hauptbewegkontaktstückes an dem Schwenkbügel in Einschaltrichtung ist eine erneute Kontaktgabe zwischen den Kontaktstücken der Hauptkontaktanordnung im Anschluss ermöglicht. In Ausschaltrichtung sorgt der Schnappmechanismus hingegen dafür, dass das Hauptbewegkontaktstück den Schwenkbügel so weit mitnimmt, bis aufgrund unterschiedlicher Schaltwege das Hauptbewegkontaktstück und der Schwenkbügel voneinander getrennt werden.
  • Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung weist der Schnappmechanismus einen aus Kunststoff bestehenden Halteabschnitt sowie einen schwenkbar an dem Halteabschnitt gelagerten metallischen Umschnappbügel auf, wobei der Umschnappbügel über eine endseitige Mitnehmernase, die in einer Kontaktstellung der Trennkontaktanordnung in Kontakt mit dem Hauptbewegkontaktstück ist, und über ein der Mitnehmernase gegenüberliegendes Anschlagende verfügt, das in der Kontaktstellung der Trennkontaktanordnung an dem Schwenkbügel anliegt und ein Verschwenken des Umschwenkbügels in Ausschaltrichtung des Hauptbewegkontaktstückes verhindert.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Hauptbewegkontaktstück als drehbares Schaltmesser ausgebildet. Das drehbare Schaltmesser ist beispielsweise mittels einer Antriebswelle antreibbar. Abweichend dazu ist das Hauptbewegkontaktstück als Schaltstange realisiert, die eine Hubbewegung durchführt.
  • Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung ist der Schwenkbügel zum Einleiten einer Schaltbewegung mit der Löschkontaktanordnung verbunden. Aufgrund der mechanischen Anbindung des Schwenkbügels an die Löschkontaktanordnung ist eine aufwendige elektronische Synchronisation zwischen Trennkontaktanordnung und Löschkontaktanordnung vermieden.
  • Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung ist ein bewegliches Löschbewegkontaktstück der Löschkontaktanordnung starr mit einem Mitnehmerstift verbunden, der in einem Langloch des Schwenkbügels angeordnet ist. Die Synchranisation der Öffnung wird bei diesem Ausführungsbeispiel durch die Länge des Langloches bestimmt. So bleibt das Verschwenken des Schwenkbügels so lange ohne Auswirkungen auf die Löschkontaktanordnung, bis der Mitnehmerstift an einem Ende des Langloches anschlägt. Anschließend wird durch die Mitnahme des Schwenkbügels durch die Hauptkontaktanordnung eine Schaltbewegung in die Löschkontaktanordnung eingeleitet, mit der die Kontaktstücke der Löschkontaktanordnung voneinander getrennt werden. Erst nach dem Löschen des Lichtbogens kommt es zur Trennung der Kontaktstücke der Trennkontaktanordnung, die somit stromlos voneinander getrennt werden.
  • Vorteilhafterweise ist eine Drehfeder zum Halten des Schwenkbügels an dem Hauptfestkontaktstück vorgesehen. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung erfolgt nach dem Trennen der Trennkontaktanordnung eine Bewegung des Schwenkbügels in einer der Ausschaltrichtung entgegengesetzten Richtung. So liegt dieser beispielsweise nach dem Ausschalten an dem ortsfesten Hauptfestkontaktstück der Hauptkontaktanordnung an.
  • Vorteilhafterweise ist eine Druckfeder zum Anpressen eines Löschbewegkontaktstückes der Löschkontaktanordnung an ein diesbezüglich feststehendes Löschfestkontaktstück vorgesehen. Durch die zusätzliche Druckfeder wird ein Abheben der Kontakte der Löschkontaktanordnung durch elektrodynamische Kräfte weiter erschwert.
  • Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung, wobei gleichwirkende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und wobei
  • 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Trennschalters in einer Seitenansicht,
  • 2 eine vergrößerte Ansicht einer Vakuumröhre einer Löschkontaktanordnung und
  • 3 ein Ausführungsbeispiel eines Schnappmechanismus der Trennkontaktanordnung zeigen.
  • 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters 1 in einer schematischen Seitenansicht. Der dort gezeigte Lasttrennschalter 1 weist eine aus einem Hauptbewegkontaktstück 2 sowie einem ortsfesten Hauptfestkontaktstück 3 bestehende Hauptkontaktanordnung 4, eine aus einem Schwenkbügel 5 sowie dem Hauptbewegkontaktstück 2 bestehende Trennkontaktanordnung 6 sowie eine in einer Vakuumröhre 7 angeordnete Löschkontaktanordnung 8 auf, welche figürlich nicht dargestellt ist. Ferner ist ein Erdungskontakt 9 vorgesehen, der in einer Ausschaltstellung in Kontakt mit dem Hauptbewegkontaktstück 2 gerät. Der Trennschalter 1 ist in einem nur schematisch angedeuteten Traggerüst 10 gehalten, das auch als die Schaltbewegung begrenzender Anschlag, beispielsweise für den Schwenkbügel 5, dienen kann.
  • Das Hauptfestkontaktstück 3 der Hauptkontaktanordnung 4 ist fest mit dem Gehäuse 10 verbunden und dient zum Halten der Vakuumröhre 7, die über Schraubmittel 11 fest mit dem Hauptbewegkontaktstück 3 verbunden ist. Von dem Hauptfestkontaktstück 3 erstreckt sich ein in 1 nicht erkennbares Löschfestkontaktstück in die Vakuumröhre 7 hinein, das stirnseitig einem Löschbewegkontaktstück gegenüberliegt, das wiederum elektrisch mit dem Schwenkbügel 5 verbunden ist. Das innerhalb der Vakuumröhre 7 angeordnete Löschbewegkontaktstück ist längsbeweglich in der Vakuumröhre 7 geführt und über einen Metallfaltenbalg 12 nach außen hin abgedichtet. Zum Einleiten einer Schaltbewegung in die Vakuumröhre 7 ist das Löschbewegkontaktstück starr mit einer nicht leitenden Schaltstange 13 verbunden, die sich in Schaltrichtung des Löschbewegkontaktstückes erstreckt und in Querrichtung dazu mit einem Mitnehmerstift 13a versehen ist, welcher in einem Langloch 14 eines Koppelstückes 15 angeordnet ist. Das Koppelstück 15 ist fest mit dem Schwenkbügel 5 verbunden. An seinem vom Hauptbewegkontaktstück 2 abgewandten Ende ist der Schwenkbügel 5 mittels einer Drehachse 16 an dem Gehäuse 10 angelenkt, so dass ein Verschwenken des Schwenkbügels 5 in die durch den Pfeil angedeutete Ausschaltrichtung ermöglicht ist.
  • Das Hauptbewegkontaktstück 2 ist an seinem vom Hauptfestkontaktstück 3 abgewandten Ende mit einer Antriebswelle 17 drehfest verbunden, mittels derer eine in die dargestellte Pfeilrichtung gerichtete Ausschaltbewegung erzeugbar ist. Dabei überstreicht das dem Hauptfestkontaktstück 3 zugewandte Ende des Hauptbewegkontaktstückes 2 die in 1 angedeutete Kreisbahn 18 und trifft dabei auf das freie Ende des Schwenkbügels 5 mit einem Schnappmechanismus 19, so dass durch ein Verschwenken des Hauptbewegkontaktstückes 2 ein Verschwenken des Schwenkbügels 5 bewirkt. Der Schwenkbügel 5 überstreicht jedoch mit seinem dem Hauptbewegkontaktstück 2 zugewandten Ende eine zweite Kreisbahn 20. Das Hauptbewegkontaktstück 2 und der Schwenkbügel 5 bleiben daher so lange miteinander in Kontakt, bis es aufgrund der unterschiedlichen Schaltwege zu einem Auseinanderformen der Trennkontaktstücke der Trennkontaktanordnung 6 kommt. Diese findet an einem Wegpunkt 21 statt, an dem sich die Kreisbahnen 18 und 20 abermals schneiden.
  • Nach dem Einleiten einer Drehbewegung durch die Antriebswelle 17 kommt es somit zunächst zur Trennung der Hauptkontaktanordnung 4, wobei jedoch ein Stromfluss über einen im Wesentlichen durch die Löschkontaktanordnung 8 sowie die Trennkon taktanordnung 6 ausgebildeten Nebenschlusszweig ermöglicht ist. Hierbei kommt es auch zu einem leichten Verschwenken des Schwenkbügels 5, wobei der Mitnehmerstift 13a innerhalb des Langloches 14 bewegt wird.
  • Beim weiteren Verschwenken des Schwenkbügels 5 durch das Hauptbewegkontaktstück 2 kommt es schließlich zum Anschlag des Mitnehmerstiftes 13a an dem unteren Ende des Langloches 14, so dass bei einer weiteren Bewegung des Schwenkbügels 5 das Löschbewegkontaktstück der Löschkontaktanordnung 8 von dem ortsfesten Löschfestkontaktstück abgehoben wird, wodurch ein Lichtbogen in der Vakuumröhre 7 gezogen wird. Aufgrund des Vakuums wird bei einem Nulldurchgang des Wechselstromes der Lichtbogen gelöscht und der Stromfluss unterbrochen.
  • Bei einer weiteren Drehbewegung erreicht die Trennkontaktanordnung 6 schließlich die Position 21, in der die Trennkontaktanordnung 6 stromlos getrennt wird.
  • Bei einer noch weiteren Drehbewegung in Ausschaltrichtung tritt das Hauptbewegkontaktstück schließlich in Kontakt mit dem Erdungskontakt 19.
  • An der Drehachse 16 ist eine in 1 figürlich nicht dargestellte Drehfeder vorgesehen, die nach dem Trennen der Trennkontaktanordnung 6 ein Zurückschwenken des Schwenkbügels 5 in die in 1 gezeigte Stellung bewirkt. In dieser Stellung liegt der Schwenkbügel 5 an dem Hauptfestkontaktstück 3 an.
  • Zum Einschalten wird eine zu der in 1 dargestellten Pfeilrichtung entgegengesetzte Drehbewegung in die Antriebswelle 17 eingeleitet und das Hauptbewegkontaktstück von dem Erdungskontakt 9 zurück zum Hauptfestkontaktstück 3 verschwenkt, wobei es zunächst gegen den Schnappmechanismus 19 schlägt. Der Schnappmechanismus 19 ermöglicht jedoch ein Vorbeiführen des Hauptbewegkontaktstückes, worauf nachfolgend noch genauer eingegangen werden wird.
  • 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Lasttrennschalters und verdeutlicht insbesondere die elektrische und mechanische Verbindung der in der Vakuumröhre 7 angeordneten Löschkontaktanordnung 8 mit dem Schwenkbügel 5. Insbesondere ist in dieser Darstellung erkennbar, dass das Löschbewegkontaktstück über ein metallisches und somit elektrisch leitendes Leiterband 22 mit dem Schwenkbügel 5 verbunden ist.
  • In 2 weist das fest mit dem Schwenkbügel 5 verbundene Koppelstück 15 einen Flanschabschnitt 23 auf, an dem eine Kontaktandruckfeder 24 abgestützt ist, über deren vom Flanschabschnitt 23 abgewandten Ende eine Andruckkraft in die Löschkontaktanordnung einleitbar ist. Durch zweckmäßige Ausgestaltungen des Langlochs 14 ist somit über den Schwenkbügel 5 des Koppelstücks 15 und die Kontaktfeder 24 eine Andruckkraft erzeugbar, die zu der sich aus der Druckdifferenz zwischen Vakuum und Außenatmosphäre ergebenden Kraft hinzutritt.
  • 3 zeigt den Schnappmechanismus 19 in einer genaueren Darstellung. Hier ist erkennbar, dass der Schnappmechanismus 19 einen metallischen Umschnappbügel 25 aufweist, der an einem aus Kunststoff bestehenden Halteabschnitt 26 angelenkt ist. Der Halteabschnitt 26 ist an dem dem Hauptbewegkontaktstück 2 zugewandten Ende des Schwenkbügels 5 befestigt. Dabei verfügt der Umschnappbügel 25 über eine dem Hauptbewegkontaktstück 3 zugewandte Mitnehmernase 27 sowie über einen von diesem abgewandten Anschlagarm 28, der in der gezeigten Stellung an dem Schwenkbügel 5 anliegt. Bei einer Drehbewegung des Bewegkontaktstückes 2, in 3 von unten nach oben, schlägt das Hauptbewegkontaktstück 2 gegen die untere Seite der Mitnehmernase 27, so dass eine Drehbewegung in den angelenkten Umschnappbügel 25 eingeleitet und der Anschlagarm 28 vom Schwenkbügel 5 abgehoben wird. Auf diese Weise ist ein Vorbeigleiten des Hauptbewegkontaktstückes 3 am Schwenkbügel 5 ermöglicht. Dabei überstreift die Mitnehmernase 27 die in 3 mit 29 bezeichnete Kreisbahn.
  • In Ausschaltrichtung drückt das Hauptbewegkontaktstück 3 die Mitnehmernase 27 von oben nach unten und somit den Anschlagarm 28 gegen den Schwenkbügel 5, so dass der Schwenkbügel 5 von dem Hauptbewegkontaktstück 2 in seiner nach unten gerichteten Bewegung mitgenommen wird. Der aus Kunststoff gefertigte Halteabschnitt 26 sorgt für einen definierten Stromfluss über den Umschnappbügel 25. Ein über den Nebenschlusszweig fließender Strom fließt somit über den Anschlagarm 28 sowie die Mitnehmernase 27 in das Hauptbewegkontaktstück 2 ein.

Claims (10)

  1. Lasttrennschalter (1) zum Unterbrechen eines Wechselstromes mit einer Hauptkontaktanordnung (4), die ein bewegliches Hauptbewegkontaktstück (2) aufweist, und mit einem elektrisch parallel zur Hauptkontaktanordnung (4) geschalteten Nebenschlusszweig, in dem eine Löschkontaktanordnung (8) zum Löschen eines Lichtbogens sowie eine aus Trennkontaktstücken bestehende Trennkontaktanordnung (6) zum Bereitstellen einer Trennstrecke in Reihe zueinander geschaltet sind, wobei nach dem Öffnen der Hauptkontaktanordnung (4) ein Stromfluss über den Nebenschlusszweig ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptbewegkontaktstück (2) gleichzeitig eines der Trennkontaktstücke der Trennkontaktanordnung (6) ist.
  2. Lasttrennschalter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschkontaktanordnung (8) in einer Vakuumkammer (7) angeordnet ist.
  3. Lasttrennschalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennkontaktanordnung (6) einen schwenkbar gelagerten Schwenkbügel (5) als Trennkontaktstück aufweist, der durch das Hauptbewegkontaktstück (2) zum Öffnen der Trennkontaktanordnung (6) verschwenkbar ist.
  4. Lasttrennschalter (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbügel (5) an seinem dem Hauptbewegkontaktstück (2) zugewandten Ende einen Schnappmechanismus (19) auf weist, der in einer Ausschaltrichtung eine Mitnahme des Schwenkbügels (5) durch das Hauptbewegkontaktstück (2) erlaubt, bei einer Bewegung des Hauptbewegkontaktstückes (2) in einer der Ausschaltrichtung entgegengesetzten Einschaltrichtung jedoch ein Vorbeiführen des Hauptbewegkontaktstückes (2) an dem Schwenkbügel (5) ermöglicht.
  5. Lasttrennschalter (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnappmechanismus (19) einen aus Kunststoff bestehenden Halteabschnitt (26) sowie einen schwenkbar an dem Halteabschnitt (26) gelagerten metallischen Umschnappbügel (25) aufweist, wobei der Umschnappbügel (25) über eine endseitige Mitnehmernase (27), die in einer Kontaktstellung der Trennkontaktanordnung (6) in Kontakt mit dem Hauptbewegkontaktstück (2) ist, und über ein der Mitnehmernase (27) gegenüberliegendes Anschlagende (28) verfügt, das in der Kontaktstellung der Trennkontaktanordnung (6) an dem Schwenkbügel (5) anliegt und ein Verschwenken des Umschwenkbügels in Ausschaltrichtung des Hauptbewegkontaktstückes (2) verhindert.
  6. Lasttrennschalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptbewegkontaktstück (2) als drehbares Schaltmesser ausgebildet ist.
  7. Lasttrennschalter (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbügel (5) zum Einleiten einer Schaltbewegung mit der Löschkontaktanordnung (8) verbunden ist.
  8. Lasttrennschalter (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein bewegliches Löschbewegkontaktstück der Löschkontaktanordnung (8) starr mit einem Mitnehmerstift (13a) verbunden ist, der in einem Langloch (14) des Schwenkbügels (5) angeordnet ist.
  9. Lasttrennschalter (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch eine Drehfeder zum Halten des Schwenkbügels (5) an dem Hauptfestkontaktstück (3).
  10. Lasttrennschalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Druckfeder (24) zum Anpressen eines Löschbewegkontaktstückes der Löschkontaktanordnung (8) an ein diesbezüglich feststehendes Löschfestkontaktstück.
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