DE69516461T2 - Mittelspannung elektrischer Schalter - Google Patents
Mittelspannung elektrischer SchalterInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft mehrpolige Mittelspannungs-Dreh-Lastschalter oder -Leistungsschalter.
- Es sind beispielsweise aus der Druckschrift FR 2 655 766 der Anmelderin Mittelspannungs- Leistungsschalter bekannt, die ein mit einem Gas wie Schwefelhexafluorid gefülltes gasdichtes Gehäuse umfassen, welches zwei Hauptkontakte sowie eine Vakuumkammer mit zwei in einer Flucht angeordneten Lichtbogenkontakten enthält, die als feststehender bzw. beweglicher Kontakt ausgebildet und zu den genannten Hauptkontakten elektrisch parallel geschaltet sind. Der genannte bewegliche Kontakt ist gleitend in der Kammer gelagert und mit einem Antriebsmechanismus verbunden, der mit dem Antriebsmechanismus der Hauptkontakte zusammenwirkt, derart daß die Lichtbogenkontakte nach den Hauptkontakten öffnen und vor den Hauptkontakten schließen. Bei dieser Ausgestaltung erfolgt das Schließen des Stromkreises durch das Abschaltorgan, d. h. durch die Vakuumkammer, wodurch sich wesentliche konstruktive Einschränkungen für die Vakuumkammer ergeben.
- Es ist, beispielsweise aus der Druckschrift FR 2 668 851 der Anmelderin, auch ein mehrpoliger Drehschalter bekannt, der im wesentlichen aus einem gasdichten, mit einem Gas hoher dielektrischer Festigkeit gefüllten Drehgehäuse besteht, an dessen Innenwand pro Pol ein feststehender Eingangskontakt, ein feststehender Ausgangskontakt sowie ein feststehender Erdungskontakt angeordnet sind. Diese Kontakte sind um ein bestimmtes Winkelmaß versetzt zueinander angeordnet und wirken mit einer drehbaren messerförmigen Kontaktbrücke zusammen, die an einer in der Achse des Gehäuses liegenden Antriebswelle befestigt ist, wobei die genannte Welle wahlweise drei Stellungen einnehmen kann, die jeweils einer Ausschaltstellung, einer Einschaltstellung bzw. einer Erdungsstellung des Schalters entsprechen. Allerdings kommt in diesem Schalter keine Vakuumabschaltung mit den bekannten Vorteilen dieser Technik zum Einsatz.
- Die vorliegende Erfindung löst das Problem, das darin besteht, einen mehrpoligen Dreh- Lastschalter (bzw. -Leistungsschalter) zu schaffen, in dem die Vakuumabschaltung zum Einsatz kommt, der einen einfachen Aufbau und geringe Abmessungen aufweist und bei dem die hauptsächlich hinsichtlich der Dimensionierung bestehenden konstruktiven Einschränkungen vermieden werden, die sich daraus ergeben, daß der Nennstrom über das Abschaltorgan fließt und der Einschaltvorgang des Schalters über dieses Abschaltorgan erfolgt.
- Zu diesem Zweck ist das Ziel der vorliegenden Erfindung ein mehrpoliger Mittelspannungsschalter, der bauartgemäß ein mit Isoliergas gefülltes Gehäuse umfaßt, das pro Pol einen ersten sowie einen zweiten feststehenden Kontakt enthält, die längs der Innenwand des Gehäuses angeordnet und mit einer Eingangsklemme bzw. einer Ausgangsklemme verbunden sind, wobei die genannten feststehenden Kontakte mit einem ersten bzw. einem zweiten beweglichen Kontakt zusammenwirken, die auf einer zum Schließen bzw. Öffnen des zwischen der ersten und der zweiten Anschlußklemme verlaufenden Stromkreises durch einen Antriebsmechanismus mitgeführten, drehbaren Kontaktbrücke montiert sind, und dieser Schalter dadurch gekennzeichnet ist, daß er des weiteren
- - eine Vakuumkammer mit einem darin enthaltenen feststehenden Kontakt sowie einem beweglichen Kontakt, der durch einen, an den genannten Antriebsmechanismus gekoppelten Betätigungsmechanismus geradlinig verschoben wird, wobei einer der Kontakte der Vakuumkammer, welcher als erster Kontakt bezeichnet wird, mit dem genannten ersten feststehenden Kontakt des Schalters elektrisch verbunden ist, während der andere Kontakt, der als zweiter Kontakt bezeichnet wird, über Umschaltmittel zeitweilig elektrisch mit der Kontaktbrücke verbunden wird,
- - sowie Abfolgesteuermittel umfaßt, die dazu dienen, die Einschalt- und Ausschaltfolgen der beweglichen Kontakte des Schalters und der Vakuumkammer festzulegen, und derart mit den genannten Umschaltmitteln zusammenwirken, daß die Kontakte der Vakuumkammer in der Einschaltstellung geschlossen sind und der zweite Kontakt der Vakuumkammer elektrisch mit der Kontaktbrücke verbunden ist, daß während der Ausschalthandlung der zwischen dem ersten feststehenden Kontakt und dem ersten beweglichen Kontakt ausgebildete Lichtbogen auf die Vakuumkammer umgeschaltet wird, daß sich die Kontakte der Vakuumkammer nach einem bestimmten Ausschalthub öffnen und so die Unterbrechung des Stromkreises bewirken und daß während der Einschalthandlung des Schalters die Kontakte der Vakuumkammer erst dann schließen, wenn die ersten und zweiten Kontakte des Schalters geschlossen sind.
- Nach einem besonderen kennzeichnenden Merkmal umfassen die Umschaltmittel einen mit dem zweiten Kontakt der Vakuumkammer elektrisch verbundenen Umschaltkontakt sowie einen Umschaltfinger, dessen eines Ende an eine annähernd parallel zur Drehachse der Kontaktbrücke oder in einer Flucht mit dieser angeordnete Achse angelenkt ist, wobei der genannte Umschaltfinger während der Umschaltung des Lichtbogens und der Unterbrechung des Stromkreises die Kontaktbrücke mit dem genannten Umschaltkontakt elektrisch verbindet.
- Nach einer besonderen Ausgestaltung ist eines der Enden des Umschaltfingers an einem Zwischenpunkt der Kontaktbrücke angelenkt und elektrisch mit dieser verbunden, während sein anderes Ende dazu dient, bei der Umschaltung und Unterbrechung des Stroms mit dem Umschaltkontakt verbunden zu werden und zu bleiben.
- Nach einem besonderen kennzeichnenden Merkmal umfaßt die Kontaktbrücke Mittel zur Mitnahme des Kontaktfingers in Drehrichtung, und zwar während der Ausschalthandlung des Schalters nach erfolgter Umschaltung und Unterbrechung des Stromkreises und während der Einschalthandlung bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der erste bewegliche Hauptkontakt vor dem vollständigen Schließen des Schalters am Umschaltkontakt vorbeigeführt wird.
- Nach einer Ausführungsvariante ist der Umschaltfinger mit einem seiner Enden an den Umschaltkontakt angelenkt und elektrisch mit diesem verbunden, während sein anderes Ende mit dem ersten beweglichen Kontakt der Kontaktbrücke zusammenwirkt.
- Nach einem weiteren kennzeichnenden Merkmal umfaßt der Schalter Mittel zur automatischen Rückstellung des Kontaktfingers in die Kontaktstellung mit dem ersten feststehenden Kontakt des Schalters sowie Mittel zur vorübergehenden Verrastung des Kontaktfingers mit dem ersten beweglichen Kontakt der Kontaktbrücke.
- Nach einem weiteren kennzeichnenden Merkmal ist einer der feststehenden Kontakte des Schalters elektrisch mit Kabeln und der andere mit einer Sammelschiene verbunden.
- Darüber hinaus umfaßt der Schalter vorteilhaft einen mit Erde verbundenen vierten feststehenden Kontakt, der dazu dient, über die Kontaktbrücke elektrisch mit dem an die Kabel angeschlossenen feststehenden Kontakt verbunden zu werden.
- Nach einer besonderen Ausgestaltung umfassen die genannten Abfolgesteuermittel eine am genannten zweiten feststehenden Kontakt ausgebildete lange feststehende Kontaktfahne sowie eine am ersten feststehenden Kontakt ausgebildete kurze feststehende Kontaktfahne.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung umfassen die genannten Abfolgesteuermittel zwei an beiden feststehenden Kontakten ausgebildete lange feststehende Kontaktfahnen.
- Nach einem weiteren kennzeichnenden Merkmal umfaßt der Betätigungsmechanismus des beweglichen Kontakts der Vakuumkammer eine Steuerkurve, die durch eine an den Mitnehmermechanismus der Kontaktbrücke angekoppelte Welle verdreht wird, wobei die genannte Steuerkurve zwei mit einem ihrer Enden an die gleiche Achse angelenkte Hebel beaufschlagt, die genannten Hebel eine gleitend in einem Stützkörper gelagerte und mit dem beweglichen Kontakt der Vakuumkammer fest verbundene Einheit beaufschlagen und das Profil der Steuerkurve die Ausschalt- und Einschaltfolgen der Kontakte der Vakuumkammer definiert.
- Die bewegliche Einheit umfaßt zwei Zylinder, die als Außen- bzw. Innenzylinder mit einem Boden ausgebildet sind, welche genannten Zylinder ineinander gleiten sowie einander gegenüberliegende Öffnungen aufweisen, die zur Durchführung der beiden Hebel zwischen zwei fest mit dem Innenzylinder verbundene Achsen, an denen sie jeweils anliegen, dienen, wobei die genannten Achsen mit ihren Enden in einerseits im Außenzylinder sowie andererseits in zwei den Mechanismus tragenden Seitenwänden ausgebildeten Schlitzen gleitend gelagert sind, Federscheiben in komprimiertem Zustand bei der Montage zwischen dem Boden des Innenzylinders und dem Boden des Außenzylinders eingesetzt werden und der genannte Außenzylinder den beweglichen Kontakt der Vakuumkammer trägt.
- Nach einer Ausführungsvariante umfaßt der Betätigungsmechanismus ein fest mit dem beweglichen Lichtbogenkontakt verbundenes Umlenkglied, das über einen, mit einem Übertotpunktsystem mit zwei Gelenkhebeln zusammenwirkenden Mitnehmermechanismus betätigt wird, wobei jeder der Gelenkhebel ein Ende aufweist, das in einer halbkugelförmigen Aufnahme gelenkig gelagert ist, die zu einem, translatorisch fest mit dem beweglichen Lichtbogenkontakt verbundenen ersten Teil gehört, sowie ein anderes Ende aufweist, das in einer zu einem zweiten, feststehenden Teil gehörenden, ebenfalls halbkugelförmigen Aufnahme gelenkig gelagert ist, wobei die genannten Gelenkhebel elastisch zwischen diesen beiden Teilen gehalten werden, derart daß sie bei der Verschiebung des beweglichen Kontakts um die Achse der im feststehenden Teil ausgebildeten halbkugelförmigen Aufnahme verschwenkt werden können.
- Nach einer besonderen Ausgestaltung sind die beiden Gelenkhebel mit jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen, die an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Umlenkglieds ausgebildet sind, und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen gelenkig gelagert, die in zwei einander gegenüberliegend montierten und von zwei Federblättern beaufschlagten Kontaktbügeln ausgebildet sind, wobei die Kontaktbügel und die Federblätter in bezug auf den beweglichen Kontakt feststehen.
- Nach einer besonderen Ausgestaltung sind die Gelenkhebel mit jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen eines feststehenden Stützkörpers und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen von zwei einander gegenüberliegend montierten und am Kontakt befestigten Kontaktbügeln gelenkig gelagert.
- Weiterhin liegt der Erfindung die Schaffung eines Vakuumschalters zugrunde, der insbesondere dazu dient, die Abschaltung in einem Lastschalter zu gewährleisten und bauartgemäß ein annähernd zylindrisches, durch zwei Böden geschlossenes Gehäuse umfaßt, das einen feststehenden und einen durch einen Betätigungsmechanismus geradlinig verschobenen beweglichen Kontakt enthält, wobei dieser Mechanismus die genannten kennzeichnenden Merkmale einzeln oder in Kombination aufweist.
- Zum besseren Verständnis ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Merkmale näher erläutert. Dabei zeigen
- Fig. 1 bis 5 eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Drehschalters in verschiedenen Stellungen entsprechend einer Einschaltstellung, einer Ausschalt- Zwischenstellung, einer Ausschaltstellung, einer Einschalt- Zwischenstellung und einer Erdungsstellung des Schalters,
- Fig. 6 eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Schalters in verschiedenen Stellungen entsprechend den genannten unterschiedlichen Ausschalt- und Einschaltphasen,
- Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausgestaltung des in der Erfindung verwendeten Betätigungsmechanismus der Kontakte der Vakuumkammer,
- Fig. 8 eine Schnittansicht zu Fig. 7,
- Fig. 9 eine Schnittansicht einer Ausführungsvariante des Betätigungsmechanismus' der Kontakte der Vakuumkammer,
- Fig. 10 bis 12 eine perspektivische Ansicht bzw. eine perspektivische aufgebrochene Ansicht sowie eine Schnittansicht des genannten Mechanismus' und Fig. 13 und 14 zwei Schnittansichten einer Einzelheit des gleichen Mechanismus'.
- Die Fig. 1 bis 6 zeigen einen dreipoligen Mittelspannungsschalter mit Gasisolierung. Dieser Schalter I ist von einem Isolierstoffgehäuse E umgeben, das die aktiven Teile des Schalters enthält und in ein gasdichtes Stahl- oder Metallgefäß (nicht dargestellt) eingesetzt ist. Das genannte Gefäß enthält ein Isoliergas, das vorzugsweise auf einem Druck im Bereich des atmosphärischen Drucks gehalten wird, während der Druck im Innern des Isolierstoffgehäuses E vorzugsweise mit diesem Druck übereinstimmt oder größer ist. Es sei darauf hingewiesen, daß die Wand des Gehäuses E zu einer gasisolierten Schaltanlage oder Netzstation oder zu einem Pol bzw. den drei Polen des Schalters I gehören kann. Nach einer in Fig. 1 bis 5 dargestellten ersten Ausgestaltung der Erfindung umfaßt dieser Schalter I im Innern des genannten Isolierstoffgehäuses E pro Pol im wesentlichen drei gasdicht durch die Wand des Gehäuses E geführte Kontaktfahnen 1, 2, 3, einen Trenner bzw. eine Kontaktbrücke 4, die aus zwei nicht parallel angeordneten Stegen S. 6 besteht und auf einer in der Achse des Gehäuses E angeordneten Schaltwelle A montiert ist, welche genannte Welle A mit einem externen Antriebsmechanismus (nicht dargestellt) verbunden ist, sowie eine Vakuumkammer 8 mit einem feststehenden Kontakt 9 und einem beweglichen Kontakt 10, die mit jeweils einer internen Kontaktfahne 11 bzw. 12 des Gehäuses E elektrisch verbunden sind, wobei der genannte bewegliche Kontakt 10 mit einem Betätigungsmechanismus M verbunden ist. Die erste durch die Wand des Gehäuses E geführte Kontaktfahne 1 ist im Innern des Gehäuses elektrisch mit einer internen Kontaktfahne 11 verbunden, die einen ersten feststehenden Kontakt 1a trägt und an der Außenseite des Gehäuses eine Anschlußfahne 1b zum Anschluß an eine Sammelschiene B bildet. Die zweite Kontaktfahne 2 bildet an der Außenseite des Gehäuses eine Anschlußfahne 2b zum Anschluß an Kabel C sowie im Gehäuseinnern einen zweiten feststehenden Kontakt 2a. Die dritte durch die Wand des Gehäuses geführte Kontaktfahne 3 bildet an der Außenseite dieses Gehäuses eine Anschlußfahne 3b zum Anschluß an Erde T sowie im Gehäuseinnern einen dritten feststehenden Kontakt 3a. Diese drei feststehenden Kontakte 1a, 2a und 3a dienen dazu, mit zwei an den freien Enden der Stege 5, 6 der Kontaktbrücke 4 ausgebildeten beweglichen Kontakten 5a, 6a zusammenzuwirken. Gemäß dieser Ausgestaltung umfaßt der Schalter I des weiteren einen Umschaltfinger 7, dessen eines Ende 7a an die gleiche Welle X wie der Trenner 4 angelenkt ist und dessen anderes Ende 7b dazu dient, mit der als Umschaltkontakt bezeichneten Kontaktfahne 12 in Berührung zu gelangen, wobei die genannte Kontaktfahne 12 im Innern des Gehäuses E angeordnet und mit dem feststehenden Kontakt 9 der Vakuumkammer 8 elektrisch verbunden ist. Dieser Umschaltfinger 7 ist mechanisch mit der Kontaktbrücke 4 verbunden, derart daß er von der genannten Kontaktbrücke im Drehsinn mitgeführt wird, und zwar in Ausschaltrichtung des Schalters I, sobald der bewegliche Kontakt 5a am Umschaltkontakt 12 vorbeigeführt wird, und in Einschaltrichtung bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Kontakt 5a erneut vor dem Umschaltkontakt 12 vorbeigeführt wird.
- Die Figuren zeigen auch, daß der genannte zweite feststehende Kontakt 2a eine längere Kontaktfahne 2c aufweist als der erste feststehende Kontakt 1, wodurch die Ausschalt- und Einschaltfolgen des ersten und zweiten beweglichen Kontakts 5a, 6a bestimmt werden können.
- Der Betätigungsmechanismus M der Vakuumkammer 8 besteht im wesentlichen aus einer Steuerkurve 13, die durch einen mechanisch mit der Mitnehmerwelle A der Kontaktbrücke 4 gekoppelten Antriebsmechanismus (nicht dargestellt) bewegt wird, wobei die genannte Steuerkurve 13 zwei Hebel 14, 15 beaufschlagt, die auf eine den beweglichen Kontakt 10 der Vakuumkammer 8 tragende bewegliche Einheit N wirken.
- Eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Schalters I ist insbesondere in Fig. 6 dargestellt. Gemäß dieser Ausführung umfaßt der Schalter I bis auf wenige Unterschiede im wesentlichen die gleichen Teile wie der Schalter gemäß der vorhergehenden Ausführung. Diese Unterschiede liegen im wesentlichen darin, daß der im Vergleich zur vorhergehenden Ausführung kürzere Umschaltfinger 16 mit einem seiner Enden 16a direkt an den Umschaltkontakt 12 angelenkt ist, während sein gegenüberliegendes Ende 16b mit dem ersten feststehenden Kontakt 1a und der Kontaktbrücke 4 zusammenwirkt. Darüber hinaus ist bei dieser Ausführung die Erdungs-Anschlußfahne 3 nicht wie bei der vorhergehenden Ausführung auf der dem Umschaltkontakt 12 gegenüberliegenden Seite sondern auf der Seite des Umschaltkontakts 12 zwischen den beiden feststehenden Kontakten 1a, 2a angeordnet und weisen die beiden feststehenden Kontakte 1a, 2a verlängerte Kontaktfahnen 1c, 2c auf. Es sei ebenfalls darauf hingewiesen, daß die Kontaktbrücke aus zwei parallel zueinander angeordneten Stegen 5, 6 besteht und daß der erste feststehende Kontakt 1a an die Kabel C und der zweite feststehende Kontakt 2a an die Sammelschiene B angeschlossen ist. Dieser Schalter I umfaßt darüber hinaus Mittel zur Verklinkung oder Verrastung (nicht dargestellt) des beweglichen Kontakts 5a auf dem Umschaltfinger 16, mit deren Hilfe der Trenner 4 den genannten Kontaktfinger 16 über einen bestimmten Teilabschnitt der Drehbewegung des Trenners 4 mitführen kann, sowie Mittel zur automatischen Rückstellung dieses Kontaktfingers 16 in eine Stellung, in der er erneut mit dem ersten feststehenden Kontakt 1a in Berührung steht.
- Nachstehend werden einige besondere Ausführungen eines Vakuumschalters beschrieben, der vorteilhaft zur Abschaltung des Stromkreises in einem Schalter entsprechend einer der beiden mit Bezug auf die Fig. 1 bis 6 zuvor beschriebenen Ausführungen verwendet wird.
- Gemäß diesen Ausführungen umfaßt dieser Vakuumschalter D eine Vakuumkammer 8, die im wesentlichen aus einem annähernd zylindrischen Gehäuse 8a besteht, das einen feststehenden und einen beweglichen Kontakt 9, 10 enthält, wobei der feststehende Kontakt 9 mit dem genannten Umschaltkontakt 12 elektrisch verbunden ist und der bewegliche Kontakt 10 durch einen 8b der Böden des Gehäuses 8a hindurch gleitend verschoben werden kann und mit einem Betätigungsmechanismus M verbunden ist. Nach einer ersten Ausgestaltung des Schalters gemäß Fig. 7 und 8 umfaßt dieser Mechanismus M eine Steuerkurve 13, die durch eine an die Schaltwelle A der Kontaktbrücke 4 gekoppelte Welle 21 verdreht wird, wobei die genannte Steuerkurve 13 zwei Hebel 14, 15 beaufschlagt, die mit einem ihrer Enden 14a, 15a an die gleiche Welle Y angelenkt sind und mit ihren beiden gegenüberliegenden Enden 14b, 15b zwei einander gegenüberliegende, mit der Steuerkurve 13 zusammenwirkende Hebelarme bilden. Diese beiden Hebel 14, 15 beaufschlagen eine mit dem beweglichen Kontakt 10 der Vakuumkammer 8 verbundene bewegliche Einheit N. Diese bewegliche Einheit N umfaßt zwei als ineinandergleitendes Außen- und Innenteil ausgebildete, annähernd zylindrische Teile 22, 23 mit einem Boden 22a, 23a, welche genannten Teile 22, 23 einander gegenüberliegende Öffnungen 22b, 23b aufweisen, die eine Durchführung der beiden genannten Hebel 14, 15 ermöglichen, wobei die genannten Hebel 14, 15 an zwei Achsen 30, 31 anliegen, die fest mit dem Innenzylinder 23 verbunden sind und in zwei im Außenzylinder 22 ausgebildeten Langlöchern 22c gleitend verschoben werden können. Zwischen den beiden Zylindern 22, 23 ist ein Satz Federscheiben 32 angeordnet, die bei der Montage im komprimierten Zustand zwischen die beiden Böden 22a, 23a der genannten Teile 22, 23 eingesetzt werden. Diese bewegliche Einheit N wird in zwei Schlitzen 33a geradlinig geführt, die in zwei auf beiden Seiten des Mechanismus' M angeordneten und als Stützkonstruktion für diesen dienenden Seitenteilen 33, 34 ausgebildet sind.
- Nach einer zweiten Ausführung dieses Vakuumschalters umfaßt der Betätigungsmechanismus M der Vakuumkammer entsprechend der Darstellung in Fig. 9 ein mit dem beweglichen Kontakt 10 der Vakuumkammer 8 fest verbundenes Umlenkglied 40, welches Umlenkglied 40 an seiner Ober- und Unterseite 40a, 40b jeweils eine halbkugelförmige Aussparung zur Aufnahme eines der Enden der beiden Gelenkhebel 41, 42 aufweist, deren beiden gegenüberliegende Enden 41a, 42a durch zwei einander gegenüberliegend montierte Kontaktfederbügel 43, 44 gehalten werden. Es sei darauf hingewiesen, daß diese Teile vorzugsweise aus einer Kupferlegierung bestehen. Die Kontaktbügel 43, 44 werden durch Federblätter 45, 46 beaufschlagt, die den Druck der Kontaktfederbügel 43, 44 auf die Gelenkhebel 41, 42 und das Umlenkglied 40 aufrechterhalten.
- Die Fig. 10 bis 14 zeigen eine andere Ausführung eines Betätigungsmechanismus' M, der nach dem gleichen Funktionsprinzip arbeitet wie der Mechanismus aus Fig. 9, im Aufbau jedoch deutlich von diesem abweicht. Gemäß diesem in der Figur gezeigten Aufbau sind die genannten Bestandteile in einem Stützkörper 70 montiert, der zusätzlich die Funktion der Führung des beweglichen Kontakts 10 und des Umlenkglieds 40 gewährleistet. Die beiden Gelenkhebel 41, 42 weisen jeweils ein Ende auf, das in einer, in einem feststehenden Stützkörper 60 ausgebildeten halbkugelförmigen Aufnahme 60a gelagert ist, sowie ein Ende, das in einer, in zwei Kontaktbügeln 63, 64 des gleichen Teils ausgebildeten Aufnahme 63a, 64a gelagert ist. Die Gelenkhebel 41, 42 werden durch die Federblätter 61, 62 elastisch zwischen dem Stützkörper 60 und den Kontaktbügeln 63, 64 gehalten.
- Nachstehend wird die Funktionsweise der verschiedenen Ausführungen der Erfindung anhand der Figuren beschrieben, wobei zunächst die Funktionsweise des in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Schalters erläutert wird.
- In Fig. 1 befindet sich der Schalter I in der Einschaltstellung. In dieser Stellung liegen die beiden beweglichen Kontakte 5a, 6a des Trenners 4 an den beiden feststehenden Kontakten 1a und 2a und der Umschaltfinger 7 am Umschaltkontakt 12 an. Die Vakuumkammer 8 befindet sich in der Einschaltstellung, wobei allerdings der größte Teil des über die Kabel C zugeführten Stroms über die feststehende Kontaktfahne 2, die Kontaktbrücke 4, die feststehende Kontaktfahne 11 und die an die Sammelschiene B angeschlossene Kontaktfahne 1 fließt, ohne über den Vakuumschalter D zu verzweigen. Fig. 2 zeigt die Kontaktbrücke 4 nach ihrer Weiterdrehung in Ausschaltrichtung des Schalters I (siehe Pfeil), wobei der erste bewegliche Kontakt 5a der Kontaktbrücke 4 den ersten feststehenden Kontakt 1a verlassen hat, während der zweite bewegliche Kontakt 6a mit dem zweiten feststehenden Kontakt 2a aufgrund dessen verlängerter Kontaktfahne nach wie vor in Berührung steht. In dieser Stellung liegt der Umschaltfinger 7 weiterhin am Umschaltkontakt 12 an, derart daß der Strom unmittelbar nach der Freigabe des ersten feststehenden Kontakts 1a durch den ersten beweglichen Kontakt 5a über den Umschaltfinger 7, den Umschaltkontakt 12 und die Vakuumkammer 8 zur feststehenden Kontaktfahne 1 fließt. Sobald der Abstand zwischen diesem beweglichen Kontakt 5a und dem feststehenden Kontakt 1a so groß ist, daß es bei der Abschaltung nicht mehr zu einer Neuzündung kommen kann, öffnet die Vakuumkammer 8 und unterbricht den Nennstrom. Anschließend legt sich der erste bewegliche Kontakt 5a der Kontaktbrücke 4 über den Umschaltfinger 7 und führt diesen in Richtung der Ausschaltstellung mit, während gleichzeitig der zweite bewegliche Kontakt 6a den zweiten feststehenden Kontakt 2a freigibt, um so die Trennung herbeizuführen (siehe Fig. 3). In dieser Stellung sind der Trenner 4 und die Vakuumkammer 8 geöffnet. Bei einer Einschalthandlung des Schalters I wird die Kontaktbrücke 4 in die umgekehrte Richtung wie zuvor mitgeführt. Im Verlauf der Einschalthandlung wird, wenn der zweite bewegliche Kontakt 6a den feststehenden Kontakt 2a erreicht, der den Umschaltfinger 7 mitführende erste bewegliche Kontakt 5a am Umschaltkontakt 12 vorbeigeführt, ohne diesen zu berühren, während der Umschaltfinger 7 in Berührung mit diesem Umschaltkontakt 12 gelangt. Von diesem Zeitpunkt an ist der Umschaltfinger 7 vom beweglichen Kontakt 5a gelöst, der seine Drehung bis zum Erreichen des ersten feststehenden Kontakts 1a fortsetzt, während der zweite bewegliche Kontakt 6a auf dem zweiten feststehenden Kontakt 2a entlanggleitet. Sobald der bewegliche Kontakt 5a den feststehenden Kontakt 1a erreicht, schließt die bis dahin geöffnete Vakuumkammer (siehe Fig. 1). Zur Erdung des Trenners 4 werden die beweglichen Kontakte 5a, 6a der Kontaktbrücke 4 und der Umschaltfinger 7 ausgehend von der in Fig. 3 gezeigten Ausschaltstellung gleichzeitig in die in Fig. 5 dargestellte Stellung eines geschlossenen Erdungstrenners überführt. Der Einschaltzustand wird in dieser Stellung durch die beweglichen Kontakte 5a, 6a gewährleistet, und der Umschaltfinger ist ebenso wie die im Ausschaltzustand verharrende Vakuumkammer funktionslos. Es sei darauf hingewiesen, daß die Vakuumkammer eingeschaltet werden kann, falls das Betätigungsglied sie aus konstruktiven Gründen in diesen Zustand überführt, wobei dies jedoch keinerlei Einfluß auf die Kurzschlußeinschaltung hat. Beim Öffnen des Erdungstrenners 4 werden die beweglichen Kontakte 5a, 6a und der Umschaltfinger 7 gleichzeitig in die Ausschaltstellung überführt (siehe Fig. 3). Die Vakuumkammer 8 bleibt dabei in der Ausschaltstellung bzw. geht erneut in die Ausschaltstellung über, falls sie zuvor bei geschlossenem Erdungstrenner eingeschaltet war.
- Nachstehend wird mit Bezug auf Fig. 6 die Funktionsweise der zweiten Ausführung des Schalters beschrieben. Wie bei der vorherigen Ausführung ist der Schalter I eingeschaltet, wenn der erste und der zweite feststehende Kontakt 1a, 2a entsprechend der Darstellung A über die Kontaktbrücke 4 verbunden sind, wobei die Vakuumkammer 8 weiterhin geschlossen ist und der Hauptstrom vom an die Kabel C angeschlossenen ersten feststehenden Kontakt 1a über die Kontaktbrücke 4 zum an die Sammelschiene angeschlossenen zweiten Kontakt 2a fließt. Bei einer Ausschalthandlung nimmt die Kontaktbrücke 4 im Verlauf ihrer Drehung den Umschaltfinger 16 in Pfeilrichtung aus seiner vorherigen Stellung D bis in eine Stellung E mit. Wenn sich der erste bewegliche Kontakt 5a in einem bestimmten Abstand zum feststehenden Kontakt 1a befindet, bei dem es während der Abschaltung nicht mehr zu einer Neuzündung kommen kann, öffnet die Vakuumkammer 8 und unterbricht den Nennstrom. Erreichen der bewegliche Kontakt 5a die Stellung B und der Umschaltfinger 16 die Stellung E, löst sich der Umschaltfinger 16 vom beweglichen Kontakt 5a und wird über ein Rückstellsystem wieder auf den ersten feststehenden Kontakt 1a geführt. Der bewegliche Kontakt 5a setzt danach seine Drehung bis in die Ausschaltstellung C fort, um die Trennung zu bewirken. Bei einer Einschalthandlung verschwenken die beweglichen Kontakte 5a, 6a der Kontaktbrücke 4 in Einschaltrichtung bis in die Stellung A. Passiert der bewegliche Kontakt 5a der Kontaktbrücke 4 erneut den Umschaltfinger 16, verrastet der Kontakt 5a durch eine Verklinkung mit dem Umschaltfinger 16, wodurch bei einer nachfolgenden Ausschalthandlung eine erneute Mitnahme des Umschaltfingers 16 ermöglicht wird. Sobald der bewegliche Kontakt 5a den feststehenden Kontakt 1a erreicht hat, schließt die Vakuumkammer 8. Die Einschaltung des Erdungstrenners erfolgt, wenn die an Erde liegende Anschlußfahne 3 über die Kontaktbrücke 4 mit dem an die Kabel angeschlossenen feststehenden Kontakt 1a verbunden wird, der ebenso wie der zweite feststehende Kontakt 2a eine verlängerte Kontaktfahne 1c aufweist.
- Es sei darauf hingewiesen, daß mit Bezug auf die Fig. 1 bis 6 zwar ein Lastschalter mit einer Vakuumkammer beschrieben wurde, die für die Abschaltung des Nennstroms ausgelegt ist, diese Figuren jedoch ebenso zur Beschreibung eines Leistungsschalters dienen können, bei dem die Vakuumkammer die Abschaltung eines Kurzschlusses gewährleistet.
- Es wird deutlich, daß bei beiden dieser Ausführungen des Schalters die Einschaltung bei Nennstrom oder Kurzschlußstrom über die Kontakte des Trenners erfolgt.
- Nachstehend soll nun mit Bezug auf die Fig. 7 und 8 die Funktionsweise des Betätigungsmechanismus' M eines Vakuumschalters D beschrieben werden. Eine erste Drehung der Kurvenscheibe 13 im Uhrzeigersinn bewirkt eine gleichsinnige Drehung des Hebels 15, der die untere Achse 31 nach unten führt, wobei der andere Hebel 14 nicht beaufschlagt wird.
- Die untere Achse 31 schiebt den Innenzylinder 23 nach unten, welcher über die Federscheiben 32 den beweglichen Kontakt 10 sowie den Außenzylinder 22 mitführt.
- Sobald der bewegliche Kontakt 10 den feststehenden Kontakt 9 der Vakuumkammer 8 erreicht, kann keine weitere Verschiebung mehr erfolgen. Ab dieser Stellung der Kontakte bewirkt die Steuerkurve 13 ein Zusammendrücken der Federscheiben 32, um den nötigen Kontaktdruck zu gewährleisten. Während dieses Zusammendrückens der Federscheiben 32 gleitet der Innenzylinder 23 im Außenzylinder 22.
- Eine Drehung der Kurvenscheibe 13 in umgekehrter Richtung bewirkt eine gleichsinnige Drehung des Hebels 14, der die obere Achse 30 nach oben führt. Dabei erfolgt zunächst eine Entspannung der Federscheiben 32 und anschließend, wenn die obere Achse 30 in Anschlag gegen die obere Begrenzung des Langlochs 22c gelangt, eine gleichzeitige Mitnahme des Innenzylinders 22 und des Außenzylinders 23. Da der bewegliche Kontakt 10 fest mit dem Außenzylinder 22 verbunden ist, wird er ebenfalls mitgeführt, bis er die Ausschaltstellung der Vakuumkammer erreicht. Dieser Mechanismus M kann bei einem kleinen Drehwinkel erhebliche Kräfte auf die Kontakte übertragen. Darüber hinaus verläuft die Richtung der übertragenen Kraft stets koaxial zur Achse des beweglichen Kontakts.
- Anschließend wird die Funktionsweise der Mechanismen gemäß Fig. 9 bis 14 beschrieben.
- Insbesondere mit Bezug auf Fig. 9 wird deutlich, daß die Verschiebung des Umlenkglieds 40 eine Verschiebung der Gelenkhebel 41, 42, der Kontaktbügel 43, 44, der Federblätter 45, 46 und des beweglichen Kontakts 10 bis in die strichliert dargestellte Stellung bewirkt.
- Analog hierzu geht insbesondere aus Fig. 10 bis 14 hervor, daß die Verschiebung des mit dem Umlenkglied 40 verbundenen Zapfens 51 durch den Schwenkhebel 50 mit dem darin ausgebildeten Langloch 52 erfolgt, das einen Freilauf dieses Schwenkhebels 50 ermöglicht, bevor dieser den Zapfen 51 beaufschlagt, wobei der genannte Freilauf die Festlegung relativer Ausschalt- und Einschaltfolgen von Vakuumkammer 8 und Trenner erlaubt.
- Diese Verschiebung des Zapfens bewirkt eine Verschiebung der Kontaktbügel 63, 64 und der Federblätter 61, 62 (strichliert dargestellte Stellung) sowie ein Verschwenken der Gelenkhebel 41, 42 mit entsprechender Totpunktüberwindung. Dies geht insbesondere aus den Fig. 13 und 14 hervor, in denen der Mechanismus in zwei Stellungen entsprechend einer Ausschaltstellung der Kontakte 9, 10 der Vakuumkammer 8 sowie einer Einschaltstellung der genannten Kontakte dargestellt ist.
- Es sei darauf hingewiesen, daß sich der Kontaktdruck in der Einschaltstellung selbsttätig aufrechterhält. Die beschriebene Anordnung bildet einen Übertotpunktmechanismus, bei dem die Endstellungen A und B stabil sind und der vom beweglichen Kontakt auf den feststehenden Kontakt ausgeübte Einschaltdruck vom Mitnehmermechanismus unabhängig ist. Darüber hinaus erlaubt der Mechanismus eine Stromführung.
- Es sei ebenfalls darauf hingewiesen, daß die flexible Ausführung der Kontakte so gestaltet werden kann, daß eine Anziehung zwischen den genannten Kontakten in Abhängigkeit vom sie durchfließenden Strom auftritt, um so eine Gegenkraft zu den Abstoßkräften der Kontakte der Vakuumkammer zu erzeugen.
- Auf diese Weise erlaubt die Erfindung die Schaffung eines Mittelspannungs-Lastschalters bzw. Leistungsschalters, der nicht mit den konstruktiven Einschränkungen behaftet ist, welche daraus resultieren, daß die Vakuumkammer für die Führung des Nennstrom sowie für den Einschaltvorgang genutzt wird.
- Die spezifische Ausgestaltung des beweglichen Kontakts und insbesondere des Umschaltfingers einerseits sowie des Betätigungsmechanismus' des Abschaltorgans andererseits erlauben die Herstellung eines besonders kompakten Schalters mit drei Stellungen gemäß der gestellten Aufgabe.
- Durch die Erfindung konnte also das Problem der Integration des Abschaltorgans in den Öffnungsvorgang (Abschaltung) gelöst werden, der eine besondere Schaltabfolge aufweist, wobei sich aufgrund der stark voneinander abweichenden Schalthübe von Schaltgeräten, die mit Isoliergas unter Atmosphärendruck und solchen, die mit Vakuum arbeiten, eine komplexe Umsetzung dieser Schaltfolge ergibt.
- Die Erfindung ist jedoch selbstverständlich nicht auf die beispielhaft beschriebenen und dargestellten Ausgestaltungen beschränkt. Vielmehr umfaßt die Erfindung sämtliche technisch gleichwertigen Ausführungen der beschriebenen Mittel sowie deren Kombinationen, wenn diese auf dem Grundgedanken der Erfindung beruhen.
Claims (21)
1. Mehrpoliger Mittelspannungsschalter, der bauartgemäß ein mit Isoliergas gefülltes
Gehäuse (E) umfaßt, welches pro Pol einen ersten sowie einen zweiten feststehenden
Kontakt enthält, die längs der Innenwand des Gehäuses angeordnet und mit einer
Eingangsklemme bzw. einer Ausgangsklemme verbunden sind, wobei die genannten
feststehenden Kontakte mit einem ersten bzw. einem zweiten beweglichen Kontakt
zusammenwirken, die auf einer zum Schließen bzw. Öffnen des zwischen der ersten und
der zweiten Anschlußklemme verlaufenden Stromkreises durch einen
Antriebsmechanismus mitgeführten, drehbaren Kontaktbrücke (4) montiert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß er des weiteren
- eine Vakuumkammer (8) mit einem darin enthaltenen feststehenden Kontakt (9) sowie
einem beweglichen Kontakt (10), der durch einen, an den genannten
Antriebsmechanismus gekoppelten Betätigungsmechanismus (M) geradlinig verschoben
wird, wobei einer (10) der Kontakte der Vakuumkammer, welcher als erster
Lichtbogenkontakt bezeichnet wird, mit dem genannten ersten feststehenden Kontakt (1a)
des Schalters (I) elektrisch verbunden ist,
- den anderen Kontakt (9) der Vakuumkammer, der als zweiter Lichtbogenkontakt
bezeichnet wird, zeitweilig elektrisch mit der Kontaktbrücke (4) verbindende
Umschaltmittel
- sowie Abfolgesteuermittel umfaßt, die dazu dienen, Einschalt- und Ausschaltfolgen der
beweglichen Kontakte des Schalters (I) und der Vakuumkammer (8) festzulegen, und
derart mit den genannten Umschaltmitteln (7, 12, 16) zusammenwirken, daß die
Kontakte (9, 10) der Vakuumkammer (8) in der Einschaltstellung geschlossen sind und
der zweite Kontakt der Vakuumkammer (8) elektrisch mit der Kontaktbrücke (4)
verbunden ist, daß während einer Ausschalthandlung des Schalters der zwischen dem
ersten feststehenden Kontakt (1a) und dem ersten beweglichen Kontakt (5a) ausgebildete
Lichtbogen auf die Vakuumkammer (8) umgeschaltet wird, daß sich die
Lichtbogenkontakte (9, 10) der Vakuumkammer (8) nach einem bestimmten
Ausschalthub öffnen und so die Unterbrechung des Stromkreises herbeiführen und daß
während der Einschalthandlung des Schalters (I) die Kontakte (9, 10) der
Vakuumkammer (8) erst dann schließen, wenn die ersten und zweiten feststehenden bzw.
beweglichen Kontakte des Schalters (I) geschlossen sind.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmittel (7, 12, 16)
einen mit dem zweiten Lichtbogenkontakt (9) der Vakuumkammer (8) elektrisch
verbunden Umschaltkontakt (12) sowie einen Umschaltfinger (7, 16) umfassen, dessen
eines Ende (7a, 16a) an eine annähernd parallel zur Drehachse (X) der Kontaktbrücke (4)
oder in einer Flucht mit dieser angeordnete Achse angelenkt ist, wobei der genannte
Umschaltfinger (7, 16) während der Umschaltung des Lichtbogens und der
Unterbrechung des Stromkreises die Kontaktbrücke (4) mit dem genannten
Umschaltkontakt (12) elektrisch verbindet.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eines (7a) der Enden des
Umschaltfingers (7) an einem Zwischenpunkt der Kontaktbrücke (4) angelenkt und
elektrisch mit dieser verbunden ist, während sein anderes Ende (7b) dazu dient, bei der
Umschaltung und Unterbrechung des Stroms mit dem Umschaltkontakt (12) verbunden
zu werden und zu bleiben.
4. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbrücke (4) Mittel zur
Mitnahme des Kontaktfingers (7) in Drehrichtung umfaßt, und zwar während der
Ausschalthandlung des Schalters nach erfolgter Umschaltung und Unterbrechung des
Stromkreises und während der Einschalthandlung des Schalters bis zu dem Zeitpunkt, zu
dem der erste bewegliche Kontakt (5a) der Kontaktbrücke (4) vor dem vollständigen
Schließen des Schalters am Umschaltkontakt (12) vorbeigeführt wird.
5. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltfinger (16)
mit einem seiner Enden (16a) an den Umschaltkontakt (12) angelenkt und elektrisch mit
diesem verbunden ist, während sein anderes Ende (16b) mit dem ersten beweglichen
Kontakt (5a) der Kontaktbrücke (4) zusammenwirkt.
6. Schalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß er Mittel zur automatischen
Rückstellung des Kontaktfingers (16) in die Kontaktstellung mit dem ersten feststehenden
Kontakt (1a) des Schalters (I) sowie Mittel zur vorübergehenden Verrastung des
Kontaktfingers (16) mit dem ersten beweglichen Kontakt (5a) der Kontaktbrücke (4)
umfaßt.
7. Schalter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
einer der feststehenden Kontakte des Schalters (1a bzw. 2a) mit Kabeln (C) und der
andere (2a bzw. 1a) mit einer Sammelschiene (B) elektrisch verbunden ist.
8. Schalter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
er des weiteren einen vierten, mit Erde (T) verbundenen feststehenden Kontakt (3a)
umfaßt, der dazu dient, über die Kontaktbrücke (4) mit dem an die Kabel (C)
angeschlossenen feststehenden Kontakt (1a bzw. 2a) elektrisch verbunden zu werden.
9. Schalter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannten Abfolgesteuermittel eine am genannten zweiten feststehenden
Kontakt (2a) ausgebildete lange feststehende Kontaktfahne (2c) sowie eine am ersten
feststehenden Kontakt (1a) ausgebildete kurze feststehende Kontaktfahne (1c) umfassen.
10. Schalter nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
genannten Abfolgesteuermittel zwei an den beiden feststehenden Kontakten (1a, 2a)
ausgebildete lange feststehende Kontaktfahnen (1c, 2c) umfassen.
11. Schalter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungsmechanismus (M) des beweglichen Lichtbogenkontakts (10) der
Vakuumkammer (8) eine Steuerkurve (13) umfaßt, die durch eine an den
Antriebsmechanismus (A) der Kontaktbrücke (4) angekoppelte Welle (21) verdreht
wird, wobei die genannte Steuerkurve (13) zwei mit einem ihrer Enden (14a, 15a) an
die gleiche Achse (Y) angelenkte Hebel (14, 15) beaufschlagt, die genannten Hebel
(14, 15) eine gleitend in einem Stützkörper (33, 34) gelagerte und mit dem beweglichen
Kontakt (10) der Vakuumkammer (8) fest verbundene Einheit (N) beaufschlagen und
das Profil der Steuerkurve (13) die Ausschalt- und Einschaltfolgen der Kontakte (9, 10)
der Vakuumkammer (8) definiert.
12. Schalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Einheit (N)
zwei Zylinder (22, 23) mit einem Boden (22a, 23a) umfaßt, welche genannten Zylinder
(22, 23) ineinander gleiten sowie einander gegenüberliegende Langlöcher (22b, 23b)
aufweisen, die zur Durchführung der beiden Hebel (14, 15) zwischen zwei fest mit dem
Innenzylinder (23) verbundene Achsen (30, 31) dienen, an denen die genannten Hebel
(14, 15) anliegen, wobei die genannten Achsen (30, 31) mit ihren Enden in einerseits
im Außenzylinder (22) sowie andererseits in zwei Seitenwänden (33, 34) des
Stützkörpers des Mechanismus' (M) ausgebildeten Schlitzen (22c) gleitend gelagert
sind, Federscheiben (32) in komprimiertem Zustand bei der Montage zwischen dem
Boden (23a) des Innenzylinders (23) und dem Boden (22a) des Außenzylinders (22)
eingesetzt werden und der genannte Außenzylinder (22a) den beweglichen Kontakt (10)
der Vakuumkammer (8) trägt.
13. Schalter nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betätigungsmechanismus (M) ein fest mit dem beweglichen Lichtbogenkontakt (10)
verbundenes Umlenkglied (40) umfaßt, das über einen, mit einem Übertotpunktsystem
mit zwei Gelenkhebeln (41, 42) zusammenwirkenden Mitnehmermechanismus (50)
betätigt wird, wobei jeder der Gelenkhebel ein Ende aufweist, das in einer
halbkugelförmigen Aufnahme (40a, 40b, 63a, 64a) gelenkig gelagert ist, die zu einem
in Translationsrichtung fest mit dem beweglichen Lichtbogenkontakt (10) verbundenen
ersten Teil (40, 63, 64) gehört, sowie ein anderes Ende aufweist, das in einer zu einem
zweiten, feststehenden Teil (43, 44, 60) gehörenden, ebenfalls halbkugelförmigen
Aufnahme (43a, 44a, 60a) gelenkig gelagert ist, wobei die genannten Gelenkhebel (41,
42) elastisch zwischen diesen beiden Teilen (40, 43, 44 bzw. 60, 63, 64) gehalten
werden, derart daß sie bei der Verschiebung des beweglichen Kontakts (10) um die
Achse der im feststehenden Teil (43) ausgebildeten halbkugelförmigen Aufnahme
verschwenkt werden können.
14. Schalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkhebel (41,
42) mit jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen (40a,
40b), die an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Umlenkglieds (40)
ausgebildet sind, und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei halbkugelförmigen
Aussparungen (43a, 44a) gelenkig gelagert sind, die in zwei einander gegenüberliegend
montierten und von Federblättern (45, 46) beaufschlagten Kontaktbügeln (43, 44)
ausgebildet sind, wobei die Kontaktbügel und die Federblätter in bezug auf den
beweglichen Kontakt feststehen.
15. Schalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkhebel (14, 15) mit
jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen (60a) eines
feststehenden Stützkörpers (60) und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei
halbkugelförmigen Aussparungen (63a, 64a) von zwei einander gegenüberliegend
montierten und am Kontakt befestigten Kontaktbügeln (63, 64) gelenkig gelagert sind.
16. Vakuumschalter, der insbesondere dazu dient, die Abschaltung in einem Lastschalter zu
gewährleisten, und bauartgemäß ein annähernd zylindrisches, durch zwei Böden
geschlossenes Gehäuse mit einem darin montierten feststehenden Lichtbogenkontakt
sowie einem durch einen Betätigungsmechanismus geradling verschobenen beweglichen
Lichtbogenkontakt umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsmechanismus
(M) eine Steuerkurve (13) umfaßt, die durch eine Welle (21) verdreht wird, wobei die
genannte Steuerkurve (13) zwei mit einem ihrer Enden (14a, 15a) an die gleiche Achse
(Y) angelenkte Hebel (14, 15) beaufschlagt, die genannten Hebel (14, 15) eine gleitend
in einem Stützkörper (33, 34) gelagerte und den beweglichen Kontakt (10) der
Vakuumkammer (8) tragende Einheit (N) beaufschlagen und das Profil der Steuerkurve
(13) die Ausschalt- und Einschaltfolgen der Kontakte (9, 10) der Vakuumkammer (8)
definiert.
17. Schalter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Einheit (N)
zwei Zylinder (22, 23) mit einem Boden (22a, 23a) umfaßt, welche genannten Zylinder
(22, 23) ineinander gleiten sowie einander gegenüberliegende Langlöcher (22b, 23b)
aufweisen, die zur Durchführung der beiden Hebel (14, 15) zwischen zwei fest mit dem
Innenzylinder (23) verbundene Achsen (30, 31) dienen, an denen die genannten Hebel
(14, 15) anliegen, wobei die genannten Achsen (30, 31) mit ihren Enden in einerseits
im Außenzylinder (22) sowie andererseits in zwei Seitenwänden (33, 34) des
Stützkörpers des Mechanismus' (M) ausgebildeten Schlitzen (33a) gleitend gelagert
sind, Federscheiben (32) in komprimiertem Zustand bei der Montage zwischen dem
Boden (23a) des Innenzylinders (23) und dem Boden (22a) des Außenzylinders (22)
eingesetzt werden und der genannte Außenzylinder (22) den beweglichen
Lichtbogenkontakt (10) der Vakuumkammer (8) trägt.
18. Vakuumschalter, der bauartgemäß ein annähernd zylindrisches, durch zwei Böden
geschlossenes Gehäuse mit einem darin montierten feststehenden Lichtbogenkontakt
sowie einem durch einen Betätigungsmechanismus geradling verschobenen beweglichen
Lichtbogenkontakt umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Mechanismus ein
fest mit dem beweglichen Kontakt (10) verbundenes Umlenkglied (40) umfaßt, das über
einen, mit einem Übertotpunktsystem mit zwei Gelenkhebeln (41, 42)
zusammenwirkenden Mitnehmermechanismus (50) betätigt wird, wobei jeder der
Gelenkhebel ein Ende aufweist, das in einer halbkugelförmigen Aufnahme (40a, 40b,
63a, 64a) gelenkig gelagert ist, die zu einem in Translationsrichtung fest mit dem
beweglichen Lichtbogenkontakt (10) verbundenen ersten Teil (40, 63, 64) gehört,
sowie ein anderes Ende aufweist, das in einer zu einem zweiten, feststehenden Teil (43,
44, 60) gehörenden, ebenfalls halbkugelförmigen Aufnahme (43a, 44a, 60a) gelenkig
gelagert ist, wobei die genannten Gelenkhebel (41, 42) elastisch zwischen diesen beiden
Teilen (40, 43, 44 bzw. 60, 63, 64) gehalten werden, derart daß sie bei der
Verschiebung des beweglichen Lichtbogenkontakts (10) um die Achse der im
feststehenden Teil (43) ausgebildeten halbkugelförmigen Aufnahme (43a, 44a, 60)
verschwenkt werden können.
19. Schalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkhebel (41,
42) mit jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen (40a,
40b), die an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Umlenkglieds (40)
ausgebildet sind, und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei halbkugelförmigen
Aussparungen (43a, 44a) gelenkig gelagert sind, die in zwei einander gegenüberliegend
montierten und von Federblättern (45, 46) beaufschlagten Kontaktbügeln (43, 44)
ausgebildet sind, wobei die Kontaktbügel und die Federblätter in bezug auf den
beweglichen Kontakt feststehen.
20. Schalter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkhebel (41, 42) mit
jeweils einem ihrer Enden in zwei halbkugelförmigen Aussparungen (60a) eines
feststehenden Stützkörpers (60) und mit ihren gegenüberliegenden Enden in zwei
halbkugelförmigen Aussparungen (63a, 64a) von zwei einander gegenüberliegend
montierten und am stützkörper befestigten Kontaktbügeln (63, 64) gelenkig gelagert
sind.
21. Schalter nach irgendeinem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das
genannte Umlenkglied (40) über einen Schwenkhebel (50) mit einem darin
ausgebildeten Langloch (52) verschoben wird, in dem ein mit dem Umlenkglied (40)
verbundener Zapfen (51) entlanggleitet, wobei das genannte Langloch (52) die
Festlegung der Ausschalt- und Einschaltfolgen der Kontakte der Vakuumkammer
erlaubt.
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