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Einrichtung zur Innenausstattung einer lichtdurch-
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lässigen Gebäuderaum-Öffnung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung
zur Innenausstatt ng einer lichtdurchlässigen Gebäuderaum-Offaung, wie Fenster,
Glastür oder dergleichen.
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Lichtdurchlässige Gebäuderaum-Öffnuagen werden nach dem Stand der
Technik zumeist relativ kostenaufwendig mit mehreren Einrichtungen ausgestattet,
die bestimmten Zwecken dienen, beispielsweise einer Lichteinfallsregulierung, als
Sichtblende bzw. Einsichtsperre, für eine Wärmedämmung oder als Mittel zur Raumgestaltung.
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Bekannte derartige Einrichtungen sind Jalousien, Stores, Vorhänge
und Rolläden.
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Bekannte Jalousien, die aus Metall oder Eunststoff gefertigt sind,
sind starr und weisen eine aufwendige Verstell- und Üffnungsmechanik auf, sind durch
die Bedienungsperson praktisch nicht zerlegbar und schlecht zu reinigen. Darüber
hinaus schließen sie nicht vollständig dicht gegenüber Licht ab und klappern bei
uftzug. Neben den Nachteilen im Betrieb sind sie aufgrund des vergleichsweise komplizierten
Aufbaus vergleichsweise nur mit größeren Kosten herstellbar.
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Vorhänge weisen praktisch keine einstellbare Lich-tdurchlässigkeit
auf und bieten im geöffneten Zustand keine Einsichtsperre. Bei starker Sonneneinstrahlung
bieten sie im geöffneten Zustand überhaupt keinen Schutz und heizen im geschlossenen
Zustand durch Irichtabsorption den Innenraum auf.
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Obgleich als raumgestalterisches Mittel vielseitig anwendbar, sind
die Nachteile nicht unbeachtlich und stehen selten in einem günstigen Verhältnis
zu den Investitionskosten aufgrund des großen Stoffverbrauchs.
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Stores, die ebenfalls als raumgestalterisches Mittel dienen, schaffen
nur bei Tageslicht eine Sichtsperre und weisen keine Abdunklungseigenschaften auf.
Ähnlich wie Vorhänge weisen auch Stores einen hohen Anschaffungspreis aufgrund der
großen benötigten Stoffmenge auf.
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üblicherweise werden Vorhänge und Stores kombiniert, um mehr Vorteile
zu. erzielen bz, die Nachteile des anderen aus zu gleichen, sind aber besonders
teuer. Da selbst bei kombinierter Anwendung die Lichtdurchlässigkeit nicht einstellbar
ast, werden in der Praxis zusätzlich noch Jalousien montiert, die die kosten noch
weiter erhöhen.
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Rolläden weisen eine starre Lichtdurchlässigkeit auf, bieten im geöffneten
Zustand keine Einsichtsperre, heizen das Innere eines Raumes im geöffneten wie im
geschlossenen Zustand bei Sonneneinstrahlung auf und besitzen durch zumeist notwendige
Imprägnierung des Materials keine Luftdurchlässigkeit. Ferner sind sie schlecht
zu reinigen, Aufbauend auf den vorgenannten Stand der Technik ist bei Vermeidung
der Nachteile der vorgenannten bekannten Einrichtungen es Aufgabe der Erfindung,
eine Einrichtung zur Innenausstattung einer lichtdurchlässigen Gebäuderaum-Öffnung
zu schaffen, die kompakt und einfach im Aufbau und dadurch kostengünstig ist, wobei
möglichst viele positive Eigenschaften der vorgenannten bekannten Mittel verwirklicht
werden, Gelost wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch zwei textile
transparente flexible Bahnen, die parallel und in einem Abstand zueinander gelegen
und durch flexible transparente parallele Verbindungsstege miteinander verbunden
sind9 die im wesentlichen horizontal verlaufen und voneinander gleich beabstandet
sind, so daß im wesentlichen
gleich große Bahnen-Taschen ausgebildet
sind, eine an der Oberseite der Gebäuderaum-Öffnung befestigbare drehbare Haltestange,
die in der obersten Bahnen-asche rutschfest aufgenommen Ist, und Blattlamellen aus
lichtabsorbierendem, im Vergleich zu den Bahnen und den Verbindungsstegen steifen
Material entsprechend der Zahl und Größe der Verbindungsstege, wobei die Blattlamellen
in den Bahnen-Taschen angeordnet und auf den Taschenböden abgestützt sind.
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Durch die Erfindung werden somit in einer einzigen Einrichtung viele
Vorteile von Einzelvorrichtungen nach dem Stand der Technik in Kombination erzielt.
Insbesondere läßt sich das einfallende Licht stufenlos von fast vollständiger Abdunklung
bis praktisch 100 % Lichtdurchgang regulieren, etwa wie bei einer bekannten Verstelljalousie.
Darüber hinaus kann die erfindungsgemäß aufgebaute Einrichtung als Einsichtsperre
bei Tag und bei Nacht Verwendung finden entsprechend dem Lichtdichtigkeitsgrad der
als Blenden wirkenden Blattlamellen. Wird die Halte stange über den Verschwenkbereich
der einzelnen Blattlamellen hinaus verstellt bzw. in einer Richtung weitergedreht,
kann die erfindungsgemäße Einrichtung aufgerollt werden, etwa vergleichbar mit einem
bekannten Rolladen, so daß 100 %einer Lichtdurchtrftt durch die Raumöffnung ermöglicht
wird. Sind die einzelnen Blattlamellen auf einer Seite verspiegelt, kann auf der
einen Seite Sonnenstrahlung in einer Weise reflektiert werden, daß das eintreffende
Licht indirekt an die Raumdecke geworfen wird.
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Sind die Lamellen vollständig verschlossen, werden die einfallenden
Lichtstrahlen nach außen zurückreflekt ert, so daß der Innenraum aufgrund der nunmehr
gut ausgebildeten Wärmedämmung im praktischen Betrieb auf einfache Weise kühl gehalten
werden kann. Sind die Lamellen vollständig geschlosset und so verstellt, daß die
Verspiegelung in das Raujainnere weist, können - entsprechend einer Winterstellung
- vom Rauminnern aufgrund einer Wärmestrahlung auftreffende Wärmestrahlen
zum
Raum zuriickreflektiert werden. Die Erfindung dient somit sowohl im Sommer als auch
im Winter als wirkungsvolles Wärmedämmungsmittel und als stufenlos verstellbare
nicht blende sowohl in der einen Drehrichtung der Haltestange wie auch in der entgegengesetzten0
Ferner kann die Einrichtung durch den Verbraucher sehr leicht selbst montiert werden.
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Aufgrund der austauschbaren Blattlamellen eröffnen sich viele Möglichkeiten
einer Clnnen-)Raumgestaltung-. Beispielsweise können die Blattlamellen auf der einen
Seite versi)iegelt und auf der anderen Seite mit einem Tapetenmuster oder bild versehen
seine das durch einen anderen Blattlamell(msatz auf einfache Weise ausgetauscht
werden kann. Die Einrichtung nach der Erfindung ist sehr kompakt und nimmt vor einem
Fenster ein Minimum an Raum ein, das, wollte man durch bekannte Vorrichtungen die
gleiche Vielfalt an Einzel zwecken erSullen9 nicht annähernd erreichbar ist. In
gleicher Weise ergibt sich auch eine äußerst kostengünstige Fertigung. Die Haltestange
ist normalerweise in horizontaler Richtung an der Oberseite einer Fensteröffnung
montiert, sie kann aber auch bis zu einem gewissen Grade, beispielsweise an stirnseitigen
Dachgiebelfenstern, entsprechend der Schräge des Dachgiebels schräg montiert werden
ohne daß die Verstellbarkeit und die Aufrollbarkeit der Vorrichtung beeinträchtigt
werden. Insbesondere ist von Vorteil, daß die Einrichtung einfach gereinigt werden
kann. Hierzu werden die Blattlamellen aus den Taschen gezogen, gewaschen oder durch
neue ersetzt, wie auch die Grundstruktur aus Bahnen und Verbindungsstegen einfach,
etwa wie bekannte Stores, gereinigt oder gewaschen werden kann0 Die erfindungsgemäße
Einrichtung ist im Grundaufbau sehr Plexlbel und erhält ihre Grundstabilität durch
die eingebrachten vergleichsweise steifen Blattlamellen. Die an der Oberseite der
Raumöffnung befestigbare, in der obersten BahuenTasche rutschfest aufgenommene HaltestangebXteht
zweckmäßigerweise aus zwei Hälften eines Vollstabes, die im Betrieb den gesamten
Querschnittsbereich der obersten Tasche ausfüllen und durch eine geeignete Spreizeinrichtung
voneinander weggespreizt werden können, um ausreichende Rutschfestigkeit
zu
erzielen, so daß die Einrichtung leicht verstellt und in jeder Haltestangenrichtung
auf die Haltestange aufgerollt werden kann.
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Vorteilhafterweise ist der Abstand zwischen den beiden textilen Bahnen
so gewählt, daß er dem Abstand benachbarter Verbindungsstege entspricht.
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Insbesondere kann der Abstand 1 bis 4 cm betragen.
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Eine besonders kostengünstige Fertigung ergibt sich, wenn die beiden
textilen Bahnen und die Verbindungsstege aus gleichem Material gebildet und einstückig
ausgebildet sind.
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Eine derartige kostengünstige Fertigung kann auf einer bekannten Raschelmaschine
in einem einzigen Herstellungsgang ohne weiteres durchgeführt werden, und zwar als
Endlos-Doppelbshn-Matarial, das auf beliebige Länge entsprechend der Höhe einer
Raumöffnung geschnitten werden kann.
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Zweckmäßigerweise weist das Material der textilen Bahnen Netzstruktur
auf, etwa vergleichbar mit bekannten Stores.
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Das Material der Verbindungsstege weist vorteilhaft Faden-oder Netzstruktur
auf, so daß die Grundstruktur der erfindungsgemäßen Einrichtung insgesamt sehr leicht
ausgebildet ist. Die Verbindungsstege können aber auch in einer alternativen Ausführungsform
folienmäßig aufgebaut sein.
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Die zum Versteifen dienenden Blattlamellen bestehen vorteilhafterweise
aus Kunststoff, Papier oder aus einem Metallblatt, können auf einer Seite bespiegelt
und/oder auf der anderen Seite bedruckt sein. Zweckmäßigerweise sind die Ränder
abgerundet, so daß sich jede einzelne Blattlamelle auf einfache Weise in die Grundstruktur
einführen läßt.
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Bei einer besonders zuverlässigen Einrichtung ist vorgesehen, daß
zumindest in der untersten Behnen-Tasche eine Beschwerung in Form eines Metallblatts,
einer Bleikette oder dergleichen integriert ist. Der Querschnitt des Metallblatts
kann so getroffen sein, daß bei vollständig geschlossener Verstellung der Einrichtung
das Netallblatt über die Vertikallage in eine Sicherungslage hinausgekippt wird
und dadurch die benachbarten Längsränder der Einzellamellen in einer Weise gegeneinander
gedrückt werden, daß diese insgesamt als nicht oder staubdichte Wand eingestellt
sind0 Bei einer besonders einz ach zu betätigenden Vorrichtung ist die Haltestange
über eine Endlosschlinge stufenlos verdrehbar, und es Ist im unteren Umkehrbereich
der Endlosschlinge insbesondere ein von Hand betätigbares Stellrad, etwa in Hüfthöhe,
vorgesehen, das einen gerändelten Umfang für ein rutschfestes Verstellen von Hand
und ein Mittelloch aufweist, das einen Finger einer Bedienungsperson, etwa Ring-
oder Zeigefinger, aufnehmen kann. Dadurch kann mit Hilfe einer einzigen Hand der
Versteliwinkel der einzelnen Blattlamellen eingestellt werden. Selbstverständlich
ist die Endlosschlinge sowohl im Stellrad als auch in einer an der Haltestange befestigten
Rolle rutschfest gehaltert.
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in alternativer Weise kann das verdrehbare Stellrad ortsfest an einer
benachbarten Stelle der Raumwand befestigt sein. Dadurch kann die erfindungsgemäße
Einrichtung mit einer einzigen Hand durch Zug an der Endlosschlinge auf-oder abgerollt
werden.
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Die Endlosschlinge besteht zweckmäßigerweise aus einer Schnur kann
aber auch eine Kette oder ein Band bzw. Riemen seine Das Material der Schlinge ist
so gewählt, daf! sich zusammen mit den Rollen - unteres Stellrad und obere Haltestangen-Verstellrolle
- eine rutschfeste sichere Verbindung ergibt.
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Bei einer vorteilhaften Ausfiihrungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Haltestange gegen einen raumfesten oberen Anschlag nach oben durch eine
Feder elastisch vorgespannt und dadurch arretiert und aus dieser Arretierung lösbar
angeordnet ist. Dadurch ergibt sich eine stufenlose Arretierung, die nur bei Betätigung
der Endlosschlinge (Zug nach unten) lösbar ist.
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Jchließlich kann bei einer weiteren zweckmäßigen Ausgespaltung der
Erfindung vorgesehen sein, daß die Bahnen und/oder die Blattlamellen eine seitliche
Führung besitzen, so daß im nichtaufgerollten Zustand der Vorrichtung die Erfindung
immer parallel zur Öffnungsebene angeordnet werden kann. Beispielsweise kann die
seitliche Führung entsprechend der Schräge eines Hausdachs verlaufen, so daß auch
schräge, d.h. nicht vertikale Dachfenster bestückt werden können.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung naher beschrieben; es zeigt: Fig. 1 in schematischer
Stirnansicht eine Grundstruktur der Erfindung in der Normalstellung, Fig. 2a bis
2e Verstellmöglichkeiten der Erfindung nach Fig. 1, Fig. 3a bis 3d Verstellmöglichkeiten
einer anderen Ausführungsform der Erfindung, Fig. 4 eine Stellvorrichtung zum Betätigen
der Erfindung nach Fig. 1 oder 2, im wesentlichen bestehend aus einer oberen an
der Haltestange befestigten Rolle und einem unteren von Hand betätigbaren Stellrad
mit einer als Schnur ausgebildeten Endlosschlinge, die um die Rollen gespannt ist,
Fig.
5 einen schematischen Axialschnitt einer oberen Stellrolle, Fig. 6 in schematischer
Ansicht einen Axialschnitt eines unteren Stellrades Fig. 7 eine weitere Ausführungsform
einer oberen Stellrolle ähnlich der Fig 59 Fig. 8 eine schematische Stirnansicht
einer weiteren husführungsform einer oberen Stellrolle mit einer Blattfeder als
Vorspannungseinrichtung, , und zeigt 9 eine alternative Ausführungsform einer oberen
Stellrolle ähnlich der Fig0 8.
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In Fig0 1 ist die Grundstrktur einer erfindungsgemäßen Einrichtung
1 zur Innenausstattung einer lichtdurchlässigen Gebäuderaum-Öffnung in einer Normalstellung
gezeigt. Die Einrichtung 1 gemäß Fig0 1 besteht im wesentlichen aus zwei vertikalen
textilen transparenten flexiblen Bahnen 2, 4, die parallel voneinander beabstandet
und mittels flexibler transparenter paralleler Verbindungsstege 6 verbunden sind.
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Der Abstand d zwischen den Bahnen 2,4 entspricht im wesentlichten
dem Abstand h zweier benachbarter Verbindungsstege 6, so daß in etwa gleich große
Taschen a ausgebildet sind.
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In der obersten Tasche a1 ist rutschfest eine an der Oberseite einer
Gebäuderaum-Öffnung befestigbare drehbare Haltestange 10 angeordnet, die in Fig.
1 schematisch gezeigt ist0 Durch die rutschfeste Anordnung können bei einem Drehen
der Haltestange die vertikalen Bahnen 2, 4 in der Höhe verstellt und bei großea
Verdrehungswinkel in jeder Drehrichtung auf die Haltestange 10 zusammen mit den
Verbindungsstegen 6 und Blattlamellen aufgerollt werden, die auf den einzelnen Verbindungsetegen
6 abgestützt sind.
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Die Blattlamellen 20 bestehen aus einem lichtabsorbierenden vergleichsweise
steifen Material und verleihen im montierten Zustand der textilen Grundstruktur
bestehend aus den Vertikalbahnen 2, 4 und den zweckmäßigerweise horizontal verbaf
enden Verbindungsstegen 6 ausreichende Steifigkeit, ohne daß die Aufrollbarkeit
der Vorrichtung beeinträchtigt wird.
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Bahnen und Verbindungsstege sind beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
1 einstückig aus gleichem Material in einer Netzstruktur gefertigt, und zwar auf
einer an sich bekannten llaschelmaschine.
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Das Material der Blattlamellen ist im Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 ein Folienstreifen aus Kunststoff, der auf seiner einen Seite mit einem tapetenartigen
Muster bedruckt ist, während die andere Seite eine Spiegelbeschichtung aufweist.
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In den Fig. 2a bis e sind verschiedene Stellmoglichkei-ten der erfindungsgemäßen
Einrichtung im ausgerollten Zustand gezeigt. Fig. 2a zeigt die Normalstellung gemäß
Fig. 1, wobei der Licht durchl aß von außen nach innen durch einen Pfeil dargestellt
ist.
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In Sig. 2b ist die drehbare Haltestange 10 um einen kleinen Winkel
im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so daß sich eine Sichtblendenwirkung von außen gemäß
rechts der Zeichnung nach innen gemäß links der Zeichnung einstellt.
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Fig. 2c zeigt die vollständig geschlossene Stellung, die durch weiteres
Verdrehen der Haltestange 10 im Gegenuhrzeigersinn eintritt.
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Wird die Haltestange 10 aus der Stellung gemäß Fig. 2c im Gegenuhrseigersinn
weitergedreht, wird die Rolljalousie auf die Haltestange aufgerollt und gibt die
lichtdurchlässige Raumöffnung, beispielsweise ein Feinster, frei.
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Fig0 2d zeigt eine Stellung der erfindungsgemäßen Einrichtung, die
sich aus der Grundstellung gemäß Fig. 2a bei einem Drehen der Haltestange 10 im
Uhrzeigersinn ergibt, während Fig. 2e die vollständig geschlossene Stellung zeigt*
die sich bei einem weiteren Verdrehen der Haltestange aus der Stellung Fig, 2d im
Uhrzeigersinn einstellt Wird die Haltestange aus der Stellung gemäß Fig, 2e weiter
im Uhrzeigersinn gedreht , wird die Jalousie aufgerollte In den Fig0 3a bis d sind
verschiedene Stellungen entsprechend der Fig. 2 mit reflektierten Licht oder Wärmestrahlen
gezeigt, die sich aufgrund einer Spiegelbeschichtung der als Folien ausgebildeten
Blattlamellen 20 ergeben, welche auf den Böden einer jeden Tasche a abgestützt sind,
welche durch die Vertikalbahnen 2, 4 und benachbarte Verbindungsstege 6 entstehen.
Hierbei ist der in der Zeichnung rechts gelegene Raum die Atmosphäre, während der
linke Bereich der Einrichtung 1 das Rauminnere darstellt, wie dies bei der Fig.
2 der Fall ist Fig. 3a zeigt eine Sonnenflexion bei Normalstellung der erfindungsgemäßen
Einrichtung 1. Die Sonnenstrahlen werden auf der Spiegelbeschichtung abgelenkt ins
Rauminnere geleitet0 Fig0 3b zeigt die Einrichtung In einer verstellten Lage, wobei
die Sonnenstrahlen bei Raumerhellung ohne Blendwirkung an die Decke des Innenraums
geworden werden.
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Fig. 3c entspricht einer geschlossenen sogenannten Winterstellung
wobei die Spiegelbeschichtung auf der linken Seite gemäß Zeichnung gelegen ist und
Wärmestrahlen aufgrund einer raumseitigen Heizquelle nach innen in den Raum zurückreflektiert
werden.
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Fig0 3d entspricht der sogenannten Sommerstellung, die geeinet ist,
einen Innenraum links gemäß Zeichnung) zu kuhlen, indem raumäußere Sonnenstrahlen
in die Atmosphäre zurückgeworten
werden und nicht durch die Raumöffnung
in das Rauminnere eintreten können.
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In kig. 4 ist in schematischer perspektivischer Ansicht eine Verstellvorrichtung
der Erfindung gezeigt, wobei die Grundstruktur der Verstellvorrichtung gemäß Fig.
1 aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen ist.
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Die Verstellvorrichtung gemäß Fig. 4 besteht im wesentlichen aus einer
oberen Stellrolle 9 und einem unteren von Hand betätigbaren Stellrad 13, über die
eine Endlosschlinge 12 in Form einer Schnur in ausgesparten Bereichen der Rolle
bzw. des Rades gespannt ist.
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Die obere Stellrolle 9 ist an einem Axialende der Haltestange 10 drehfest
verbunden, während das untere Stellrad 13 aufgrund seines Eigengewichts die Endlosschlinge
12 spannt. Die Endlosschlinge kann zwecks Erhöhung der Guts6 festigkeit mehrfach
um jede Rolle geschlungen seine Das untere Stellrad 13 weist einen gerändelten Umfang
11 und ein Mittelloch 15 auf, wobei in das Mittenloch der Zeigefinger oder Ringfinger
einer Hand eingeführt und mittels Daumen der gleichen Hand der Rändelumfang berührt
und das Stellrad 13 um einen Winkel verdreht werden kann, so daß die Verbindungsstege
6 und dadurch die darauf gehalterten Blattlamellen 20 in ihrem Winkel in Stellungen
verstellt werden können, wie dies beispielsweise aus den iqg. 2 und 3 der Zeichnung
ersichtlich ist.
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Das untere Stellrad 13 kann an geeigneter Stelle raumfest, aber verdrehbar
gehaltert sein.
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Fig. 5 und 6 zeigen schematisch Ausbildungen einer oberen Stellrolle
9 bzw. eines unteren Stellrads 13 in einem Axialschnitt.
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Insbesondere ist aus Fig. 5 das eine Axialende der Haltestange 10
mit aufgerollter Jalousie ersichtlich, an dem die obere Stellrolle 9 drehfest mittels
eines Axialstifts 8 befestigt ist , der die eigentliche Stellrolle 9 haltert, welche
mit einer in Umfangsrichtung verlaufenden Aussparungen zur Aufnahme der Endlosschnur
versehen Ist, Die Stelrolle 9 weist ferner in Umfangsrichtung an radial äußerster
Stelle eine Bremsbeschichtung 7 auf, die mittels einer nicht dargestellten elastischen
Vorspannungseinrichtung im moutierten Zustand an eine ortsfeste Halterung in Form
eines oberen Anschlags 14 gedrückt wird. Der orts- oder raumfeste obere Anschlag
14 kann zusätzlich mit einer Bremsschicht ausgestattet sein, wie dies in Fig. 5
gezeigt ist.
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Aufgrund vorgenannter Konstruktion ist die obere Stellrolle 9 und
damit die Haltestange 10 stufenlos in jeder Drehlage arretierbar und kann durch
Zug der Endlosschlinge 12 nach unten aus der Arretierung gelöst und gleichzeitig
im Stellwinkel verstellt werden. Hierbei erfährt der Axialstift 8 eine geringfügige
Bewegung nach unten, der in einer ortsfesten Vert;ikalnut geführt ist, Fig0 6 zeigt
schematisch eine Ausführungsform des unteren Stellrads 13, das im wesentlichen aus
zwei identischen Basis-Spritzgußteilen 24 besteht, die miteinander verzapft sind,
wobei im montierten Zustand der Spritzgußteile 24 eine Umfangsaussparung ausgebildet
wird, die eine Gleiteinlage mit einem äußeren Rändelumfang aufnimmt, welche ihrerseits
die ndlosschlinge 12 rutschfest führt. Für ein Verstellen wird der Zeigefinger oder
Mittelfinger einer Hand in die Zentralöffnung der Spritzgußteile 24 eingeführt und
mit dem Daumen der gleichen Hand der Rändelumfang der Gleiteinlage 26 berührt und
gedreht, so daß die Endlosschlinge transmissionsmäßig eine Verstellung der erfindungsgemäßen
Einrichtung insgesamt besorgt0
Fig. 7 zeigt eine andere Ausführungsform
einer oberen Stellrolle, die auf das eine Axialende der Haltestange 10 drehfest
integriert ist und im wesentlichen aus einem aufgezogenen Gummiring 17 besteht,
der eine Umfangsaussparung zur Aufnahme der Endlossphlinge 12 besitzt. Das Axialende
der Haltestange 10 ist mit einem Zapfen 19 ausgebildet, der in Vertikalrichtung
in einem Schlitz 18 einer ortsfesten Halterung geführt ist und mittels einer Zugfeder
22 nach oben in Richtung des gezeigten Pfeils vorgespannt ist, so daß der obere
Rand des Gummirings 17 an den oberen ortsfesten Anschlag 14 anstößt und bei Nichtbetätigung
des unteren Stellrads eine stufenlose Arretierung der Haltestange schafft.
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Fig. 8 und 9 zeigen in schematischer Darstellung weitere Ausführungsmöglichkeiten
einer oberen Stellrolle 9, wobei jeweils eine Blattfeder als Vorspannungseinrichtung
vorgesehen ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 wird die obere Stellrolle 9
in Seitenrichtung durch das bogenförmige Bremsbeschichtungssegment 16 fixiert, das
seinerseits an einer ortsfesten Halterung befestigt ist, während bei der Ausfüiirungsform
nach Fig. 9 die Feder- 22 eine zentrale Einbuchtung aufweist, die die Achse der
oberen Stellrolle 9 in Seitenrichtung führt. Letzere Ausführungsform ist insgesamt
verkleidet, so daß dies obere Stellrolle insgesamt nicht einzusehen werden kann
Die Verkleidung ist (gemäß Zeichnung rechts) ortest montiert, wie dies schematisch
in Fig. 9 gezeigt ist.
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