DE19534814A1 - Tunnelbohrmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tunnelbohrmaschi
ne der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Derartige Tunnelbohrmaschinen sind bekannt. Das Prin
zip, das andringende Grundwasser im Arbeitsbereich einer
Tunnelbohrmaschine durch Druckluft zurückzudrücken, ist
auch in dem Buch von Günter Kühn "Der maschinelle Tiefbau"
Verlag B.G. Teubner Stuttgart (1992), Seite 355 beschrie
ben.
Bei den bekannten Tunnelbohrmaschinen der in Rede
stehenden Art läßt es sich insbesondere bei stärkerem
Grundwasserandrang nicht vermeiden, daß das ausgeschleuste
Material eine Mischung aus Grundwasser und Bohrgut, also
eine Art Schlempe oder Schlamm bildet, die auf den aus
fördernden Förderbändern zu starken, den Betrieb behin
dernden Verschmutzungen führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch in
Fällen andringenden Grundwassers das Bohrgut mit nur einem
geringen Wasseranteil ausschleusen zu können.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiederge
gebene Erfindung gelöst.
Wenn viel Grundwasser andringt, ist die Förderein
richtung normalerweise bis zu der Einrichtung zum Aus
schleusen des Bohrguts mit Wasser gefüllt. Bei der Erfin
dung bietet der ansteigende Endabschnitt der Förderein
richtung die Möglichkeit, innerhalb der Fördereinrichtung
einen Wasserspiegel aufrechtzuerhalten, oberhalb dessen
sich nur Druckluft befindet. Das Bohrgut auf oder in der
Fördereinrichtung taucht an dem Wasserspiegel aus dem
Wasser auf und verliert das mit ihm transportierte Wasser,
welches in den Wasserspiegel zurückströmt. Das in die
Schleuse gelangende Bohrgut ist zwar noch naß, schleppt
aber keine großen Mengen Wasser mehr mit, so daß die Ver
schmutzung der nachfolgenden Fördereinrichtungen durch
schlempen- oder schlammartige Bohrgutmasse wesentlich
vermindert ist.
Es muß dafür gesorgt sein, daß der ansteigende End
abschnitt einen Siphon bildet. Damit soll gemeint sein,
daß die über dem Wasserspiegel in dem Endabschnitt anste
hende Druckluft keine Gelegenheit haben darf, unmittelbar
auf einem steigenden Weg zu entweichen, sei dieser nun mit
Wasser gefüllt oder nicht. Es muß vielmehr für das in dem
ansteigenden Endabschnitt befindliche Wasser eine tiefste
Stelle vorhanden sein, die von der Luft überwunden werden
müßte, wenn sie zum Bereich des Bohrkopfes hin entweichen
wollte. Die Luftblasen bewegen sich aber im Wasser nicht
nach unten, so daß die Druckluft in dem Bereich oberhalb
des Wasserspiegels verbleibt. Ein Vorteil besteht auch
darin, daß die benötigte Druckluftmenge auf diese Weise in
Grenzen bleibt.
Der "ansteigende Endabschnitt" der Fördereinrichtung
kann insbesondere in der in Anspruch 2 wiedergegebenen
Weise verwirklicht werden, wonach also die Fördereinrich
tung zwei hintereinandergeschaltete einzelne Förderer
umfaßt, von denen der zweite unterhalb des ersten anfängt.
Dadurch werden die konstruktiven Voraussetzungen der Aus
bildung eines Siphons und der Ausbildung einer ausreichen
den Gehäusehöhe des zweiten Förderers in dem relativ engen
Tunnelprofil verbessert.
Als Förderer kommen die für die Förderung eines Mate
rials wie Bohrgut aus dem Tunnelbau bekannten Konstruktio
nen in Betracht, insbesondere jedoch ein Bandförderer für
den ersten Förderer und ein Kratzförderer für den anstei
genden zweiten Förderer.
Zur Bildung des Siphons ist die Ausgestaltung nach
Anspruch 3 zweckmäßig. Die Oberseite des Gehäuses des
zweiten Förderers verläuft relativ dicht über dem zweiten
Förderer, so daß am Übergang zu dem Gehäuseteil des ersten
Förderers die Siphonstelle leicht gebildet werden kann.
Die Einrichtung zum Ausschleusen des Bohrguts kann
gemäß Anspruch 4 eine Doppelschleuse umfassen.
Anspruch 5 gibt eine empfehlenswerte Bemessung der
Gehäusehöhe an, d. h. der Differenz zwischen der Siphon
stelle und der höchsten Stelle der Unterseite des Gehäuses
im Bereich der Schleuse. Der Wasserspiegel muß im Bereich
dieser Gehäusehöhe verbleiben. Fällt er unter den Siphon
spiegel, kann die Druckluft direkt einen steigenden Weg
nehmen und bläst durch das Gehäuse des ersten Förderers in
den Bereich des Bohrkopfes ab. Steigt der Wasserspiegel
bis oberhalb der höchsten Stelle der Unterseite des Gehäu
ses des zweiten Förderers, so strömt das Wasser in die
Schleuse und gelangt auf die weiterfördernde Förderein
richtung, was gerade vermieden werden soll. Größere Druck
luftmengen können ohne größeren Aufwand mit einer Toleranz
von etwa 0,1 bar gesteuert werden. 0,1 bar entspricht
einer Höhe einer Wassersäule von 1 m. Mindestens eine Höhe
von 2 m muß also in dem Bereich des ansteigenden Endab
schnitts der Fördereinrichtung als Spielraum für den Was
serspiegel zur Verfügung stehen.
Die Erfindung verkörpert sich auch in einem Betriebs
verfahren nach Anspruch 6, bei welchem also der Wasser
spiegel in dem erwähnten ansteigenden Endbereich gehalten
wird.
Die erfindungsgemäße Tunnelbohrmaschine ermöglicht
aber ohne Änderungen auch noch eine weitere Betriebsweise,
die in Anspruch 7 festgehalten ist. Wenn nämlich in Ge
birgsbereichen mit nicht zu großem Grundwasserandrang und
relativ dichten Gesteinsformationen der Druck in dem an
steigenden Endbereich stärker erhöht wird, so kann auf
diese Weise das Grundwasser aus dem Bereich des ersten
Förderers und des Bohrkopfes ganz verdrängt und in das
Gebirge ausreichend weit zurückgedrängt werden, so daß der
Bohrkopf nicht unter Wasser, sondern nur unter einem ge
wissen Luftüberdruck arbeiten kann, was Vorteile bietet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt.
Sie zeigt einen durch die Tunnelachse gehenden Längs
schnitt durch den vorderen Teil einer im Tunnel arbeiten
den Tunnelbohrmaschine.
Die als Ganzes mit 100 bezeichnete Tunnelbohrmaschine
dient zum Auffahren eines Tunnels 1 in einem Gebirge 2.
Von der Tunnelbohrmaschine 100 sind nur die für die Erfin
dung wichtigen Komponenten wiedergegeben. Der der Orts
brust 3 benachbarte vordere Teil der Tunnelbohrmaschine
100 hat eine Achse A, die im wesentlichen mit der Mittel
linie M des Tunnels 1 übereinstimmt, wobei die letztere
nicht gerade sein muß, sondern auch im Bogen verlaufen
kann.
In dem Maschinenkörper 20 der Tunnelbohrmaschine 100
ist ein das Tunnelprofil senkrecht zu der Achse M bestim
mender scheibenförmiger Bohrkopf 10 um die Achse A drehbar
gelagert, der auf seiner der Ortsbrust 3 zugewandten Seite
mit Bohrwerkzeugen 11, 12, 13, 14, 15 geeigneter Art und An
ordnung bestückt ist, die das Gebirge zerkleinern. Der
Bohrkopf 10 weist einen nach hinten, d. h. von der Orts
brust 3 hinweg entgegen der Vortriebsrichtung sich er
streckenden Lageransatz 16 auf, an welchem er in dem Ma
schinengehäuse 20 gelagert ist. Unmittelbar hinter dem
eigentlichen Bohrkopf 10 ist eine Auffangeinrichtung 17
für das Bohrgut vorgesehen, in die das gelöste Bohrgut
entweder unmittelbar hineinfällt oder die es mit einer Art
Schaufel 18 vom Boden des Tunnels 1 aufnimmt. Die
Sammeleinrichtung 17 gibt das Bohrgut in einen Trichter 19 ab,
aus dem das Bohrgut 3 in der durch die Punkte angedeuteten
Weise auf den Aufgabebereich 31 eines ersten Förderers 30
in Gestalt eines horizontalen Förderbandes herabfällt.
Das Maschinengehäuse 20 ist über eine als Ganzes mit
6 bezeichnete Schildanordnung am Innenumfang des Tunnels 1
abgestützt. In dieser Schildanordnung ist durch eine Quer
wandung 27 ein Druckschott 21 gebildet, welches von dem
Lageransatz 16 entgegen der Vortriebsrichtung durchgriffen
ist. Durch Dichtungen 22 erfolgt eine Abdichtung des Aus
senumfangs des Lageransatzes 16 gegenüber der für den
Durchgriff des Lageransatzes 16 in der Querwandung 27
belassenen Öffnung. Der Antrieb des Bohrkopfes 10 um die
Achse A geschieht mittels eines Hydromotors 23. Ein Zugang
zu dem ortsbrustseitigen Bereich hinter der Querwand 27
ist über Schleusen 24, 25, 26 möglich.
Unmittelbar hinter dem vorderen Teil der Tunnelbohr
maschine ist eine Tübbing-Setzeinrichtung 4 vorgesehen,
die die durch längliche Rechtecke angedeuteten Tübbinge 5
zur Abstützung der zuvor gebohrten Tunnelwandung setzt.
Der erste Förderer 30 wirft das Bohrgut B an seinem
Abgabeende 32 auf den Aufgabebereich 41 eines zweiten
Förderers 40 ab. Der Aufgabebereich 41 liegt dementspre
chend mit einem Abstand unterhalb des Abgabeendes 32. Der
zweite Förderer 40 ist ein im wesentlichen geradlinig
schräg nach oben durch einen Durchlaß der Tübbing-Setz
einrichtung 4 hindurchführender Kratzförderer, der das
Bohrgut B an seinem oben gelegenen Abgabeende 42 in eine
als Ganzes mit 50 bezeichnete Doppelschleuse abwirft.
Die Doppelschleuse 50 umfaßt eine erste Schleuse 51
mit einem vertikalen, unterhalb des Abgabeendes 42 gelege
nen Speicherschacht 52, der am unteren Ende durch einen
hängend gelagerten teilzylindrischen Verschlußschieber 53
verschließbar ist. Das Bohrgut B sammelt sich in der aus
der Zeichnung ersichtlichen Weise auf dem Verschlußschie
ber 53 bis zu einer bestimmten Menge in einer Art Zwi
schenspeicherung an. Der Verschlußschieber 53 kann um
seine Schwenkachse 54 in eine Stellung 53′ verlagert wer
den, in der er den Querschnitt des Speicherschachtes 52
freigibt, so daß das darin angesammelte Bohrgut B in einen
Speicherschacht 56 einer darunterliegenden zweiten Schleu
se 55 herabfällt, die ihrerseits durch einen Verschluß
schieber 57 verschlossen ist, der hängend um eine Achse 58
schwenkbar gelagert ist und aus der ausgezogen wiedergege
benen Verschlußstellung 57 in die gestrichelt angedeutete
Öffnungsstellung 57′ gebracht werden kann. Das auf den
Verschlußschieber 57 herabgefallene Bohrgut fällt bei
geöffnetem Verschlußschieber 57 auf den Aufgabebereich 71
eines anschließenden Förderers 70, der das Bohrgut B aus
der Tunnelbohrmaschine 100 nach hinten heraus zum Abtrans
port durch den bereits aufgefahrenen Tunnel weiterfördert.
Die gesamte Förderstrecke von der Samineleinrichtung
17 bis zu der Schleuse 50 ist von einem druckdichten Ge
häuse 60 umgeben, welches einen ersten, den ersten Förde
rer 30 umhausenden Gehäuseteil 61, einen von dessen in der
Zeichnung rechtem Ende ausgehenden vertikal nach unten
ausgehenden Schacht 62 sowie einen den zweiten Förderer 40
umgebenden ansteigenden Gehäuseteil 63 umfaßt, der in die
Doppelschleuse 50 übergeht. Der Gehäuseteil 61 durchgreift
die Querwandung 27 und reicht bis unter den Trichter 19,
wobei der Gehäuseteil 61 und die Querwandung 21 druckdicht
miteinander verbunden sind.
Auch die Doppelschleuse 50 ist druckdicht ausgebil
det. Der Verschlußschieber 53 verlagert sich innerhalb
eines druckdichten Gehäuseteils 59 und kann innerhalb
desselben geöffnet werden, ohne daß der in dem Gehäuseteil
63 herrschende Druck nach außen abbläst, sofern der Ver
schlußschieber 57 geschlossen ist.
Das Gehäuseteil 63 bildet an seiner Oberseite eine
tiefste Stelle 64 mit einem Niveau 65. Ferner bildet das
Gehäuseteil 63 an seiner Unterseite eine höchste Stelle 66
mit einem Niveau 67. Der Niveauunterschied ist mit h be
zeichnet.
Wenn in dem Tunnel 1 im Bereich der Ortsbrust Grund
wasser andrängt, füllt sich der durch die Querwandung 27
abgeteilte Bereich des Tunnels 1 mit Wasser, welches durch
die Wellenlinien W angedeutet sein soll. Ebenso füllt sich
das gesamte Gehäuse 60 bis hin zu der ersten Schleuse 51.
Es kann nun durch einen Anschluß 68 im oberen Bereich
des Gehäuseteils 63 Druckluft eingepreßt werden, die den
Wasserspiegel Sp durch den Gehäuseteil 63 zurückdrückt, wie
es aus der Zeichnung ersichtlich ist. Wie weit der Wasser
spiegel Sp bei einem bestimmten Druck der Druckluft zurück
gedrückt wird, hängt von dem Gegendruck des Grundwassers
in dem Bereich O ab. Bei einem bestimmten Luftdruck stellt
sich ein Gleichgewicht ein.
Der zweite Förderer 40 bildet einen Siphon, dessen
tiefste Stelle 64 auf dem Niveau 65 gelegen ist. Fällt der
Wasserspiegel Sp unter das Niveau 65, so kann die Druckluft
oberhalb des Wasserspiegels direkt nach oben in den Be
reich O entweichen und ungenutzt und unerwünscht abblasen.
65 ist also die untere Grenze der im ordnungsgemäßen Be
trieb zulässigen Höhe des Wasserspiegels Sp.
Steigt der Wasserspiegel Sp über das Niveau 67, so
strömt Wasser in die erste Schleuse 51 ein und gelangt auf
den weiteren Förderer 70, was gerade vermieden werden
soll, damit dieser kein schlempen- oder schlammartiges
Material transportieren muß. Die zulässige Lage des Was
serspiegels Sp ist also andererseits durch die obere Grenze
67 gekennzeichnet.
Große Druckluftmengen lassen sich mit praktikablem
Aufwand etwa mit einer Toleranz von 0,1 bar entsprechend 1
in Wassersäule steuern. Wenn also bei einer solchen Genau
igkeit der Steuerung ein sicherer Betrieb der Tunnelbohr
maschine 100 möglich sein soll, muß die Niveaudifferenz h
mindestens 2 in betragen, denn es muß ja davon ausgegangen
werden, daß der Sollwert des Drucks um 0,1 bar nach oben
oder unten von dem eingestellten Wert abweicht. Aus diesem
Grund ist die relativ steile Anordnung des zweiten Förde
rers 40 notwendig.
Wenn nun im Betrieb das Bohrgut B auf dem zweiten
Förderer 40 gefördert wird, taucht dessen oberes, das
Bohrgut B tragende Trum aus dem Wasserspiegel Sp auf und
verliert das mitgeschleppte Wasser, welches in die Wasser
menge unter dem Spiegel Sp zurückströmt. Das auf diese
Weise von den großen Wasseranteilen befreite Bohrgut B
wird an dem Abgabeende 52 in der angedeuteten Weise in die
erste Schleuse 51 auf den Verschlußschieber 53 abgegeben.
Wenn sich dort eine ausreichende Menge angesammelt hat,
wird bei geschlossenem Verschlußschieber 57 die Bohrgut
menge auf diesen herabfallen, wenn der Verschlußschieber
53 in die Stellung 53′ gebracht wird. Da der Verschluß
schieber 57 dicht ist, entweicht keine wesentliche Luft
menge nach außen. Nach der Abgabe der gespeicherten Bohr
gutmenge wird der Verschlußschieber 53 wieder geschlossen
und dann der Verschlußschieber 57 geöffnet, der die Bohr
gutmenge auf den weiteren Förderer 70 auslädt. Auf diese
Weise gelangt ein Bohrgut ohne übermäßige Wasserbeimengung
auf diesen weiteren Förderer 70. Voraussetzung dafür ist,
daß der Wasserspiegel Sp innerhalb der Gehäusehöhe h gehal
ten wird. Dies geschieht durch entsprechende Bemessung des
Drucks an dem Anschluß 68.
Wird dieser Druck erhöht, so kann auch das Wasser
ganz aus dem Gehäuse 63 und dem Bereich O verdrängt wer
den. In dem Bereich O herrscht dann ein solcher Luftdruck,
daß das Grundwasser in dem umgebenden Gestein zurückgehal
ten wird und in dem Bereich O im wesentlichen wasserfrei
gearbeitet werden kann. Dies hängt aber von der Menge des
andrängenden Grundwassers und auch von der Qualität des
anstehenden Gebirges ab.
Claims (7)
1. Tunnelbohrmaschine (100),
mit einem Maschinenkörper (20),
mit einem an dem Maschinenkörper (20) um eine im wesentlichen in der Tunnelachse (M) gelegene Achse (A) drehbaren Bohrkopf (10), dessen Arbeitsquerschnitt dem Tunnelprofil entspricht,
mit Mitteln zum Andrücken des Bohrkopfs (10) in Vor triebsrichtung gegen die Ortsbrust,
mit einem hinter dem Bohrkopf (10) gelegenen, gegen diesen durch eine Drehdichtung (22) abgedichteten Druck schott (21) zum Zurückhalten von von der Ortsbrust (3) herandringendem Grundwasser durch Druckluftbeaufschlagung,
mit einer das Druckschott (21) durchgreifenden, bis in den Bereich des Bohrkopfes (10) reichenden Förderein richtung zum Abtransport des am Bohrkopf (10) aufgenomme nen Bohrguts (B) durch das Druckschott (21) nach hinten,
mit einem die Fördereinrichtung druckdicht umschlie ßenden Gehäuse (60),
und mit einer am Abgabeende (42) der Fördereinrich tung vorgesehenen Einrichtung (50) zum Ausschleusen des Bohrguts (B) in den drucklosen Raum hinter dem Druckschott (21), dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördereinrichtung einen gegen das Abgabeende (42) ansteigenden, einen Siphon bildenden Endabschnitt (40) aufweist, der mit Druckluft unter einem auf den Druck des andringenden Grundwassers abgestimmtem Druck füllbar ist.
mit einem Maschinenkörper (20),
mit einem an dem Maschinenkörper (20) um eine im wesentlichen in der Tunnelachse (M) gelegene Achse (A) drehbaren Bohrkopf (10), dessen Arbeitsquerschnitt dem Tunnelprofil entspricht,
mit Mitteln zum Andrücken des Bohrkopfs (10) in Vor triebsrichtung gegen die Ortsbrust,
mit einem hinter dem Bohrkopf (10) gelegenen, gegen diesen durch eine Drehdichtung (22) abgedichteten Druck schott (21) zum Zurückhalten von von der Ortsbrust (3) herandringendem Grundwasser durch Druckluftbeaufschlagung,
mit einer das Druckschott (21) durchgreifenden, bis in den Bereich des Bohrkopfes (10) reichenden Förderein richtung zum Abtransport des am Bohrkopf (10) aufgenomme nen Bohrguts (B) durch das Druckschott (21) nach hinten,
mit einem die Fördereinrichtung druckdicht umschlie ßenden Gehäuse (60),
und mit einer am Abgabeende (42) der Fördereinrich tung vorgesehenen Einrichtung (50) zum Ausschleusen des Bohrguts (B) in den drucklosen Raum hinter dem Druckschott (21), dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördereinrichtung einen gegen das Abgabeende (42) ansteigenden, einen Siphon bildenden Endabschnitt (40) aufweist, der mit Druckluft unter einem auf den Druck des andringenden Grundwassers abgestimmtem Druck füllbar ist.
2. Tunnelbohrmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung in zwei in einem
gemeinsamen druckdichten Gehäuse (60) untergebrachte För
derer (30, 40) unterteilt ist und der zweite Förderer (40)
seinen Aufgabebereich (41) mit Abstand unterhalb des Ab
gabeendes (32) des ersten Förderers (30) hat sowie den
ansteigenden Endabschnitt der Fördereinrichtung bildet.
3. Tunnelbohrmaschine nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das gemeinsame druckdichte Ge
häuse (60) an seiner Oberseite im Bereich des Übergangs
zwischen den Förderern (30, 40) eine ausgeprägte tiefste
Stelle (64) aufweist.
4. Tunnelbohrmaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (50)
zum Ausschleusen des Bohrguts (B) eine unterhalb des Ab
gabeendes (42) des zweiten Förderers (40) angeordnete
Doppelschleuse (51, 55) umfaßt.
5. Tunnelbohrmaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusehöhe (h) im
Bereich des ansteigenden Endabschnitts mindestens der im
Bereich des zweiten Förderers (40) als Wassersäule minde
stens dem im Bereich des zweiten Förderers (40) einhaltba
ren Drucktoleranzbereichs der Druckluft entspricht.
6. Verfahren zum Betrieb einer Tunnelbohrmaschine
nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck der Druckluft so gewählt wird, daß der Was
serspiegel (Sp) in dem Bereich des ansteigenden Endab
schnitts (40) der Fördereinrichtung verbleibt.
7. Verfahren zum Betrieb einer Tunnelbohrmaschine
(100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Druck der Druckluft so gewählt wird, daß
das Grundwasser im Bereich der Ortsbrust (3) zurückge
drängt wird und der Arbeitsbereich des Bohrkopfs (10)
weitgehend wasserfrei bleibt.
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| EP0764761B1 (de) | 2001-04-04 |
| JPH09217589A (ja) | 1997-08-19 |
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