DE19533495A1 - Akustisches Oberflächenwellenbauelement und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Akustisches Oberflächenwellenbauelement und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein akustisches
Oberflächenwellenbauelement und ein Verfahren zu seiner
Herstellung und ist anwendbar beispielsweise bei der
Herstellung von mit akustischen Oberflächenwellen
arbeitenden Transversalfiltern, wie sie in der
Informations- und Kommunikationselektronik verwendet
werden.
An die technischen Parameter der akustischen
Oberflächenwellenbauelemente werden im Zuge der
rasanten Entwicklung der Informations- und
Kommunikationstechnik immer höhere Anforderungen
gestellt.
Im Rahmen der traditionellen Herstellungsverfahren von
akustischen Oberflächenwellenbauelementen ist es
bekannt, an der Chipunterseite mittels Diamantscheiben
Rillen einzusägen, wodurch der negative Einfluß
reflektierter Volumenwellen reduziert wird.
Zur Beseitigung störender mechanischer Spannungen
zwischen Trägermaterial bzw. Gehäuse und
Bauelementechip ist es bekannt, einen relativ weichen,
elastischen Klebstoff zu verwenden, welcher derartige
Spannungen auszugleichen vermag.
Nachteilig an den bekannten technischen Lösungen ist,
daß die durch Volumenwellen hervorgerufenen Störungen
nur unzureichend eliminiert werden und dadurch
reproduzierbar gute technische Parameter, insbesondere
hohe Sperrselektionen, nicht garantiert werden können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
akustisches Oberflächenbauelement sowie ein Verfahren
zu seiner Herstellung zu schaffen, durch weiche mit
einfachen Mitteln und in den traditionellen
Herstellungsprozeß integrierbar negative Auswirkungen
der Volumenwellen, insbesondere Störungen im oberen
Sperrbereich, weitgehend beseitigt und reproduzierbare
technische Parameter gewährleistet werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
im kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1 und 11 im
Zusammenwirken mit den Merkmalen im Oberbegriff gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen enthalten.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin,
negative Auswirkungen der Volumen- bzw. Plattenwellen,
die beispielsweise zu Störungen insbesondere im oberen
Sperrbereich führen können, zu eliminieren und eine
höhere Sperrselektion zu garantieren, indem akustische
Oberflächenwellenbauelemente verwendet werden, bei
denen zwischen der Unterseite des Bauelementechips und
der aus einem ersten Klebstoff bestehenden
Klebstoffschicht eine Zwischenschicht angeordnet ist,
welche aus einem Material mit gleicher oder annähernd
gleicher akustischer Impedanz wie die des
Substratmaterials besteht.
Die Herstellung dieser akustischen
Oberflächenwellenbauelemente mit der oben beschriebenen
Sandwich-Struktur erfolgt derart, daß auf die
Unterseite des Bauelementechips eine Zwischenschicht
aufgebracht wird, welche eine gleiche oder annähernd
gleiche akustische Impedanz aufweist wie das
Substratmaterial und nachfolgend der Bauelementechip
mit der Zwischenschicht auf das Trägermaterial mit
einem ersten Klebstoff aufgeklebt wird.
Besonders günstige und reproduzierbare Werte lassen
sich dadurch realisieren, daß sowohl die
Zwischenschicht als auch die Klebstoffschicht
elektrisch leitfähig ist, wobei die Leitfähigkeit ganz
oder teilweise durch Metallpartikel in der
Klebstoffsubstanz hervorgerufen wird.
Dadurch, daß die Zwischenschicht die gleiche akustische
Impedanz aufweist wie das Substratmaterial, gehen die
Volumenwellen von der Chipunterseite in die
Zwischenschicht über und werden somit nicht mehr bzw.
nur geringfügig reflektiert, sondern in der
Zwischenschicht gedämpft und können dadurch keine
Störungen mehr hervorrufen.
Die Zwischenschicht ist von ihrer Beschaffenheit her
naturgemäß hart und unflexibel, so daß die Befestigung
des Bauelementechips am Gehäuse bzw. am Trägermaterial
durch eine weiche, flexible Klebstoffschicht erfolgt,
welche den Bauelementechip vom Trägermaterial bzw.
Gehäuse taktisch mechanisch entkoppelt und
Verspannungen ausgleicht.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungs
beispielen näher erläutert werden.
Die Fig. zeigt hierzu die Sandwich-Struktur des kom
pletten akustischen Oberflächenwellenbauelements.
Die Herstellung des akustischen Oberflächenwellen
bauelementes geschieht wie folgt:
Auf die Unterseite des Wafers, aus welchem die Bauelementechips 1 hergestellt werden, wird vollflächig die Zwischenschicht 3 aufgetragen, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine zweite elektrisch leitfähige Klebstoffschicht ist. Die elektrische Leitfähigkeit resultiert aus in der Klebstoffsubstanz vorhandenen Metallpartikeln, beispielsweise Silber. Derartige metallgefüllte Klebstoffe haben günstige akustische Eigenschaften und ermöglichen so den Übergang der Volumenwellen vom Bauelementechip 1 in die Zwischenschicht 3, wo sie gedämpft werden.
Auf die Unterseite des Wafers, aus welchem die Bauelementechips 1 hergestellt werden, wird vollflächig die Zwischenschicht 3 aufgetragen, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine zweite elektrisch leitfähige Klebstoffschicht ist. Die elektrische Leitfähigkeit resultiert aus in der Klebstoffsubstanz vorhandenen Metallpartikeln, beispielsweise Silber. Derartige metallgefüllte Klebstoffe haben günstige akustische Eigenschaften und ermöglichen so den Übergang der Volumenwellen vom Bauelementechip 1 in die Zwischenschicht 3, wo sie gedämpft werden.
Nach Trocknung und Aushärtung der Zwischenschicht 3
werden die einzelnen Bauelementechips 1 durch Trennen
aus dem Ausgangswafer gewonnen, welche nun an ihrer
Unterseite 1a die Zwischenschicht 3 aufweisen. Die so
vorbehandelten Bauelementechips 1 werden nachfolgend
mit dem im vorliegenden Ausführungsbeispiel ebenfalls
elektrisch leitfähigen ersten Klebstoff durch die
Klebstoffschicht 2 auf das Trägermaterial 5 aufgeklebt.
Abschließend wird das aufgeklebte akustische
Oberflächenwellenbauelement mit einem Gehäuse
erschlossen. Die mechanischen Spannungen werden durch
die weiche, spezifische Beschaffenheit des ersten
Klebstoffes der Klebstoffschicht 2 ausgeglichen. Der
erste Klebstoff ist insbesondere deshalb elektrisch
leitfähig ausgebildet um die Entstehung von
Kapazitäten zwischen Eingangs- und Ausgangswandler und
der Zwischenschicht 3, die eine Kapazitätsbrücke bilden
könnten, und dadurch zu einem Übersprechen führen
können, zu verhindern.
Selbstverständlich ist es auch möglich, durch andere
geeignete Maßnahmen einen elektrischen Kontakt um
Trägermaterial herzustellen und einen
Potentialausgleich zu realisieren.
Sofern in die Wafer vor Auftragen der Zwischenschicht 3
Rillen 4 eingebracht wurden, so daß die
Bauelementechips 1 an ihrer Unterseite 1a nun ebenfalls
Rillen 4 aufweisen, sind diese Rillen 4 zumindest
teilweise mit dem die Zwischenschicht bildenden
zweiten Klebstoff ausgefüllt.
Das komplette akustische Oberflächenwellenbauelement,
jedoch ohne Gehäuse, ist in der Figur dargestellt.
Der Bauelementechip 1 besteht aus einem Substrat,
welches auf seiner Oberfläche als Interdigitalwandler
ausgebildete Elektroden 1c aufweist. An der Unterseite
1a sind Rillen 4 eingebracht. Zwischen dem
Trägermaterial 5 und dem Bauelementechip 1 befinden
sich Sandwich-artig die Zwischenschicht 3 und die
Klebstoffschicht 2. Zwischenschicht 3 und
Klebstoffschicht 2 bestehen im vorliegenden
Ausführungsbeispiel beide aus metallgefülltem
Klebstoff, wobei die Zwischenschicht 2 im ausgehärtetem
Zustand hart ist und die gleichen akustischen
Eigenschaften aufweist, wie das Substrat. Die
Klebstoffschicht 2 besitzt eine weiche, plastische,
Spannungen ausgleichende Beschaffenheit.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel besteht die
Klebstoffschicht 2 aus einem Schmelzklebstoff, welcher
zum Ausgleich der mechanischen Spannungen nach dem
Verschluß des akustischen Oberflächenwellenbauelementes
mit dem Gehäuse nochmals erwärmt wird.
Die vorstehend beschriebene Erfindung ist nicht auf die
hier dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr ist es möglich, durch Kombination der Mittel
und Merkmale weitere Ausführungsvarianten zu
realisieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen.
Claims (18)
1. Akustisches Oberflächenwellenbauelement, bestehend
aus mindestens einem mittels einer Klebstoffschicht
am Trägermaterial befestigten Bauelementechip mit
auf seiner Oberfläche angeordneten Elektroden zur
Erzeugung von akustischen Oberflächenwellen,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Unterseite (1a) des
Bauelementechips (1) und der aus einem ersten
Klebstoff bestehenden Klebstoffschicht (2) zur
Befestigung des Bauelementechips (1) am
Trägermaterial (5) eine Zwischenschicht (3)
angeordnet ist, welche aus einem Material besteht,
das die gleiche oder annähernd gleiche akustische
Impedanz aufweist wie das Substrat.
2. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite (1a) des Bauelementechips (1)
gezielt eingebrachte Störungen aufweist.
3. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gezielt eingebrachten Störungen Rillen (4)
sind.
4. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) aus einem zweiten
Klebstoff besteht.
5. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) und die
Klebstoffschicht (2) elektrisch leitfähige
Schichten sind.
6. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (;3) und die
Klebstoffschicht (2) Metallpartikel enthält.
7. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) eine harte
Beschaffenheit und die Klebstoffschicht (2) eine
weiche, plastische Beschaffenheit aufweist.
8. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Zwischenschicht (3) und dem
Trägermaterial (5) eine elektrisch leitfähige
Verbindung besteht.
9. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebstoffschicht (2) aus Schmelzklebstoff
besteht.
10. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach
Anspruch 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) die Rillen (4)
zumindest teilweise ausfüllt.
11. Verfahren zur Herstellung akustischer
Oberflächenwellenbauelemente,
wobei mindestens ein Bauelementechip auf ein
Trägermaterial aufgeklebt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Unterseite (1a) des Bauelementechips
(1) eine Zwischenschicht (3) aufgebracht wird,
welche eine gleiche oder annähernd gleiche
akustische Impedanz aufweist wie das
Substratmaterial (1b) und nachfolgend der
Bauelementechip (1) mit der Zwischenschicht (3) auf
das Trägermaterial (5) mit einem ersten Klebstoff
aufgeklebt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) vor dem Vereinzeln der
Bauelementechips (1) auf den Wafer aufgebracht
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Aufbringen der Zwischenschicht (3)
gezielte Störungen in die Unterseite (1a) des
Bauelementechips (1) eingebracht werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gezielten Störungen als Rillen (4)
eingesägt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) aus einem zweiten
Klebstoff bestehend aufgebracht wird.
16. Verfahren nach Anspruch 11 und 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) zumindestens teilweise
in die Rillen (4) eingebracht wird.
17. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet
daß die Klebstoffschicht (2) und die
Zwischenschicht (3) als elektrisch leitfähige
Schichten aufgebracht werden.
18. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebstoffschicht (2) im ausgehärteten
Zustand eine weiche bzw. plastische Schicht und die
Zwischenschicht (3) im ausgehärteten Zustand eine
harte Schicht bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995133495 DE19533495A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Akustisches Oberflächenwellenbauelement und Verfahren zu seiner Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995133495 DE19533495A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Akustisches Oberflächenwellenbauelement und Verfahren zu seiner Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19533495A1 true DE19533495A1 (de) | 1997-03-06 |
Family
ID=7771790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995133495 Withdrawn DE19533495A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Akustisches Oberflächenwellenbauelement und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19533495A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007019129A1 (en) * | 2005-08-05 | 2007-02-15 | Honeywell International Inc. | Acoustic wave sensor packaging for reduced hysteresis and creep |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2016849A (en) * | 1978-02-14 | 1979-09-26 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Surface elastic wave device and method for making the same |
| US4500867A (en) * | 1982-01-13 | 1985-02-19 | Nec Kansai, Ltd. | Joystick controller using magnetosensitive elements with bias magnets |
| DE3729014A1 (de) * | 1987-08-31 | 1989-03-09 | Siemens Ag | Oberflaechenwellenbauteil mit unterdrueckung unerwuenschter akustischer wellen |
-
1995
- 1995-09-01 DE DE1995133495 patent/DE19533495A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2016849A (en) * | 1978-02-14 | 1979-09-26 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Surface elastic wave device and method for making the same |
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| DE3729014A1 (de) * | 1987-08-31 | 1989-03-09 | Siemens Ag | Oberflaechenwellenbauteil mit unterdrueckung unerwuenschter akustischer wellen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2007019129A1 (en) * | 2005-08-05 | 2007-02-15 | Honeywell International Inc. | Acoustic wave sensor packaging for reduced hysteresis and creep |
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