DE3005773C2 - Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement - Google Patents
Akustisches Oberflächenwellen-BauelementInfo
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Description
dadurch gekennzeichnet, daß
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— das Zwischer.elerc^nt (10} vollständig aus elektrisch
isolierendem Klebematerial besteht,
— der Entnahmeabschnitt außerhalb des rahmenförmigen
Zwischenelementes (10) liegt,
— das Schichtelement {! 1) im Bereich der Elektroden
(5—9) eine druckabhängige elektrische Leitfähigkeit besitzt,
— die Anschlüsse (12—16) mit Klauen (12a—16a,)
versehen sind, durch die das Schichtelement (11) und das Substrat (1) im Bereich der Elektroden
(5—9) gegeneinandergedrückt werden, und daß
— Substrat (1), Zwischenelement (10), Schichtelement (11) und Klauen (12a— t6a) von Kunstharzmaterial
gemeinsam umgössen sind.
2. Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Hauptfläche des Substrats (1) zwei an gegenüberliegenden Rändern liegende Entnahmeabschnitte
vorhanden sind.
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Die Erfindung geht aus von einem akustischen Oberflächenwellen-Bauelement
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges akustisches Oberflächenwellen-Bauelement ist bereits aus der US-PS 38 85 173 bekannt,
Substrat, Zwischenelement und Schichtelement werden dabei mittels einer Gehäuseabdeckung gegeneinandergedrückt.
Zwischen dem Substrat und der Gehäuseabdeckung kann ferner eine elastische Schicht angeordnet
sein, die dem Druckausgleich dient und zusätzlich elektrische Eigenschaften aufweisen kann, um den
Wandlerbereich gegenüber elektromagnetischer Strah-
60
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lung zu schützen.
Ein weiteres akustisches Oberflächenwellen-Bauelement ist aus der US-PS 38 72 331 bekannt. Es besitzt
ebenfalls ein einen Wandlerbereich tragendes Substrat, auf dem ein rahmenförmiges und den Wandlerbereich
umgebendes Zwischenelement derart angeordnet ist, daß ein sich am Rand des Substrats befindender Entnahmeabschnitt
außerhalb des rahmenförmigen Zwischenelements liegt Auf dem rahmenförmigen Zwischenelement
ist ein als Keramikplatte ausgebildetes Schichtelement angeordnet, das mit dem Zwischenelement bei hoher
Temperatur verbunden wird. Dieses Schichtelement trägt keine elektrischen Anschlüsse.
Ausgehend vom eingangs genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine bauliche
Einheit zur Herstellung eines akustischen Oberflächenwellen-Bauelementes zu schaffen, bei der ein durch
ein Substrat, ein Zwischenelement und ein Schichtelement gebildeter Hohlraum leicht hermetisch abschließbar
ist
Diese Aufgabe wird bei einem akustischen Oberflächenweiien-Bauelement
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dem Unteranspruch zu entnehmen.
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Es zeigt
F i g. 1 eine auseinandergezogene Perspektivdarstellung
eines ersten Ausführungsbeispiels,
F i g. 2A bis 2D Echematische Darstellungen zur Herstellung des Ausf Uhrungsbeispiels von F i g. 1,
Γ; g. 3 einen Querschnitt durch eine Ebene ίίί-Ιίί von
F i g. 2D und
F i g. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel.
Das in Fig. 1 teilweise zerlegt dargestellte Ausführungsbeispie!
trägt auf einem Substrat 1 zwei !nterdigitalwandler 2 und 3, die in an sich bekannter Weise in
Fortpflanzungsrichtung einer akustischen Oberflächenwelle um eine geeignete Distanz voneinander getrennt
sind. Da die Elektrodenverteilung und Arbeitsweise der Interdigitalwandler 2 und 3, zwischen denen sich eine
Massenelektrode 4 befindet, dem Fachmann hinreichend bekannt sind, erübrigt sich eine Beschreibung dieser
Einzelheiten. An einem Rand des Substrats 1 befinden sich herausgeführte Elektroden 5 und 6 des Interdigitalwandlers
2, und daneben sind auf dem Substrat 1 ähnliche herausgeführte Elektroden 7 für die Masseelektrode
4 sowie 8 und 9 für den Interdigitalwandler 3 angeordnet. Sämtliche Elektroden 5 bis 9 enden an der
gleichen Substratendkante in einem Entnahmeabschnitt, der mit weiter unten beschriebenen Anschlußfaiinen
12 bis 16 elektrisch verbunden ist.
Auf das Substrat 1 ist beispielsweise mittels Bedrukken ein als Zwischenelement dienendes Klebemittel 10
aufgetragen, welches die Ausbreitungsbahn einer akustischen Oberflächenwelle zwischen den Interdigitalwandlern
2 und 3 eingrenzt und dabei den Bereich der herausgeführten Elektroden 5 bis 9 am Rand des Substrates
frei läßt. Dieses Klebemittel 10 kann viskoses Klebemittel wie Silicongummi sein und zum Befestigen
eines nachstehend beschriebenen Schichtelementes 11 an dem Substrat 1 dienen. Dabei verbleibt ein notwendiger
Spalt zwischen Substrat 1 und Schichtelement 11 im Bereich der Interdigitalwandler 2 und 3. Wenn dieses
Klebemittel 10 akustisch absorbierend wirkt, dann dient es auch zur Absorption unerwünschter Oberflächenwellen.
Hat das Klebemittel 10 keine absorbierenden Ei-
genschaften, dann kann ein Absorptionsmaterial wie Silicongummi dort angebracht sein, wo unerwünschte
Oberflächenwellen zu absorbieren sind. Wenn mindestens Abschnitte 10a und lOb des Klebemittels 10 aus
einem akustisch absorbierenden Material bestehen, dann werden dort durch die Interdigitalwandler 2 und 3
angeregte unerwünschte Oberflächenwellen wirksam absorbiert, auch wenn die restlichen Bereiche nicht aus
einem akustisch absorbierenden Material bestehen.
Das in Richtung seiner Dicke auf Druckeinwirkung empfindliche Schichtelement 11 ist über das Klebemittel
10 auf das Substrat 1 auflaminiert. Als in Richtung der Dicke empfindliches Schichtelement kann bekanntlich
eine Schicht verwendet werden, weiche entweder eine in Silicongummi eingebettete Metallpulvermischung,
Graphitfasern, dünne Meta'ldrähte od. dgl. enthält, die
im Silicongummi in Richtung der Dicke eingebettet sind. Ein derartiges Schichtelement besitzt an gegebenen Positionen
bestimmte elektrische Leitfähigkeitseigenschaften in Dickenrichtung und ferner bestimmte isolierende
Eigenschaften in Längsrichtung bzw. Erstrekkungsrichtung. So hat beispielsweise ein derzeit verfügbares
Gummischichtelement mit einer Richtungsleitfähigkeit in Dickenrichtung bei einer Dicke von 0,2 mm
einen Widerstand von 0,6 bis 13 Ω/mm2 bei Einwirkung
eines Druckes von 74 g/mm2 in Dickenrichtung und einen Isolationswiderstand von mehr als 2 · 109 Ω zwischen
benachbarten Elektroden. Das verfügbare druckempfindliche elektrisch leitfähige Gummischichtelement
entwickelt eine sprungartige Widerstandsverminderung
von 108 Ω cm auf 102 Ω cm in einem Bereich, wo
es einem Druck von 40 g/cm2 in Dickenrichtung ausgesetzt wird. Ein derartiges Schichtelement 11 ist über das
Klebemittel 10 auf dem Substrat 1 festgeklebt.
Für die Entnahmeabschnitt-Elektroden 5 bis 9 gibt es vorbereitete Anschlußfahnen 12 bis 16, die an einem
Ende zu Klauen 12a bis 16a gabelförmig gebogen sind. Jede dieser Anschlußfahnen 12 bis 16 wird mit ihrer
Klaue 12a bis 16a elektrisch mit einer der Elektroden 5 bis 9 verbunden, jedoch liegt jeweils das in der Dickenrichtung
leitfähige Schichtelement 11 dazwischen (siehe F i g. 2D). Auf diese Weise sind die Interdigitalwandler 2
und 3 sowie die Masseelektrode 4 über ihre zugeordneten Entnahmeabschnitt-Elektroden 5,6,8,9 und 7 sowie
durch das Schichtelement 11 hindurch mit ihren entsprechend«! Anschlußfahnen 12 bis Ϊ6 verbunden. Die
Klauen 12a bis 16a der Anschlußfahnen 12 bis 16 sind so vorgespannt, daß das Schichtelement 11 mit einer gewissen
Klemmkraft in Dickenrichtung eingespannt ist.
Die aus dem Substrat 1, Klebemittel 10, Schichtelement 11 und Anschlußfahnen 12 bis 16 gebildete Baugruppe
wird in Kunstharz getaucht oder eingeformt, wobei die anderen Endabschnitte der Anschlußfahnen
12 bis 16 aus der auf diese Weise gebildeten äußeren Kunstharzkapsel Vf frei herausragen. Das die Bereiche
der Interdigitalwandler 2 und 3 eingrenzende Klebemittel 10 verhindert das Eindringen von Harz in die Wandlerbereiche
und Ausbreitungsbahnen der akustischen Oberflächenwelle.
Nachstehend wird in Verbindung mit den F i g. 2A bis 2D und 3 ein Herstellverfahren für die Ausführung von
F i g. 1 beschrieben. Zunächst wird ein in Scheibchen unterteiltes Substrat 20 vorbereitet, welches Muster 21
mit elektrischen Leiterbahnen einschließlich Elektroden und Entnahmeabsehnitten für die Interdigitalwandler in
vorgegebener Anordnung enthält. Dazu gehört auch ein Leiterbahnmuster für dk Masseelektrode und die herausgeführten
Elektroden. Wird als Material für das Substrat 20 ein Material wie Keramik verwendet, das polarisiert
werden muß, dann erfolgt dieser Polarisationsprozeß entweder vor oder nach Bildung des Leiterbahr.-musters
21. Dann wird gemäß Fig.2B z. B. durch Aufdrucken
eines Klebemittels 10 das Zwischenelement entsprechend F i g. 1 gebildet Anschließend wird gemäß
F i g. 2C ein dem Schichteiement 11 von F i g. 1 entsprechendes
und aus dem gleichen Material bestehendes Schichteiement 22 mit den gleichen Abmessungen wie
das Substrat 20 auf dem Substrat durch das Klebemittel 10 befestigt. Danach wird im Verlauf der in F i g. 2 A und
2B unterbrochen dargestellten Linien dieses Zwischenprodukt in Einzelelemente unterteilt, die jeweils ein Leiterbahnmuster
21 enthalten und aus einem laminierten Substrat 1, Klebemittel-Zwischenlage 10 und Schichtelement
11 gemäß F i g. 1 bestehen.
Sodann werden die Anschlußfahnen 12 bis 16 so montiert, daß ihre KJauen 12a bis 16a das Substrat 1 und das
Schichteiement 11 im Bereich der Entnahmeelektroden 5 bis 9 (Fig. 1) einklemmen. Anschließend wird nach
einem bekannten Verfahren wie Taiüiien oder Formen
eine äußere Kunstharzkapsel 17 gebildet, und damit ist das in F i g. 3 geschnitten dargestellte akustische Oberflächenwellen-Bauelement
fertig.
Das in F i g. 4 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen in der
Weise, daß seine Anschlußfahnen 12 bis 16 in der sog. Dual-in-Line-Anordnung befestigt sind. Zu diesem
Zweck sind die Entnahmeabschnitt-Elektroden 5 bis 9 an beiden Rändern des Substrates 1 angeordnet, und zu
der Masseelektrode 4 gehört eine zusätzliche Elektrode T.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement
mit
— einem Substrat (1), das auf seiner einen Hauptfläche einen Wandlerbereich sowie wenigstens
einen am Rand der Hauptfläche liegenden Entnahmeabschnitt aufweist in dem Elektroden
(5—9) zur Verbindung des Bauelementes mit einer externen Schaltung verlaufen,
— einem auf der genannten Hauptfläche liegenden rahmenförmigen Zwischenelement (10), welches
den Wandlerbereich umgibt,
— einem auf dem rahmenförmigen Zwischenelement
(10) liegenden und dem Wandlerbereich im Abstand gegenüberliegenden Schichtelement
(11), dessen Ausdehnung im wesentlichen der des Substrats (1) entspricht, und das mit
elektrischen Anschlüssen (12—16) verbunden ist, und mit
— Elementen zum Gegeneinanderdrücken von Substrat (1), Zwischenelement (10) und Schichtelement
(11), so daß jeweils zwischen den EIektroden (5—9) und den Anschlüssen (12—16) liegende
Materialbereiche mit druckabhängiger elektrischer Leitfähigkeit durchgehend leitend
sind,
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