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DE1953021B - Platte, insbesondere Tischplatte - Google Patents

Platte, insbesondere Tischplatte

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Publication number
DE1953021B
DE1953021B DE1953021B DE 1953021 B DE1953021 B DE 1953021B DE 1953021 B DE1953021 B DE 1953021B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate according
color
plate
metal powder
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Harry 7101 Affaltrach Kiehl
Original Assignee
Emü-Möbelwerk, Emil Müssig, 7101 Affaltrach

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Description

Die Erfindung betrifft eine Platte, insbesondere Fnrbwirkungen besonders betont und verstärkt wird
Tischplatte, mit einer strukturierte Erhebungen auf- und je nach Lichtauffall, insbesondere bei schräg
weisenden Oberfläche aus einer ein Metallpulver ent- auf die Platte gerichtetem Licht, noch besonders
haltenden erhärteten Kunststoffschicht, wobei die stark zur Geltung kommt. Diese Effekte sind beson-
Farbe der Oberfläche der einzelnen Pulverteilchen 3 ders vorteilhaft bei Strukturen mit geringen Ver-
von der Farbe in deren Innerem abweicht. tiefungen und Erhöhungen, die den zusätzlichen
Bei einer bekannten Tischplatte (deutsches Ge- Vorteil haben, daß der Gebrauchswert der Platte brauchsmuster 1969 713) wird die Wirkung einer nicht durch größere Unebenheiten beeinträchtigt ist. gehämmerten Metallplatte hervorgerufen. Diese Wir- Ein wesentlicher Vorteil einer derartigen Platte kung wird durch die ungleichmäßige Verteilung der to liegt auch darin, daß durch einen hohen Metall-Metallflitterteilchen in der Kunststoffmasse erzielt, in gehalt eine sehr unempfindliche, kratz- und stoßfeste der die Metallflitterteilchen schweben. Die Wirkung Oberfläche mit zum Teil fast metallischen Eigenkann durch Aufspritzen von Lösungsmittel noch ver- schäften erzielt wird. Die die Struktur bildende stärkt werden. Der Anteil an Metall in Kunstharz Schicht enthält dabei so viel Metallpulver, daß sie ist verhältnismäßig gering; die Teilchen schweben 15 wie eine Metalloberfläche aussieht, daß also ein einzeln für sich in der Kunststoffmasse. metallartiger Eindruck erweckt wird. Dabei ist bei-
Es ist auch eine Möbelplatte bekannt (deutsches soielsweise so viel Metallpulver verwendet, daß das
Gebrauchsmuster 6 800 851), bei der Relief-Darstel- Kunstharz nur noch als Bindemittel zwischen den
lungen auf einer Platte angebracht sind, die von Metallteilchen dient. Die obere Grenze des Metall-
einem Rahmen umgeben ist. Der Rahmen steht über 20 gehaltes ist dann erreicht, wenn das Kunstharz die
die Höhe des Reliefs hinaus aus der Plattenebene Zwischenräume der aneinander anliegenden Metall-
vor. Anschließend ist ein durchsichtiger Kunststoff teilchen gerade noch auszufüllen vermag; die untere
aufgegossen, der in einer relativ dicken Schicht über Grenze des Metallgehaltes ist dann erreicht, wenn
den Relief-Darstellungen steht. Die Höhe dieser der Effekt verlorenzugehen beginnt, daß die Platte
durchsichtigen Schicht reicht mindestens bis zur as aus Metall m bestehen scheint oder wenn keine feste
Höhe des Rahmens. Die Oberfläche der durchsich- Oberfläche mehr erzielt wird wie bei Verwendung
tigen Schicht ist völlig glatt und eben. eines ausreichenden Metallgehaltes. Die Gestalt der
Die bekannte Tischplatte mit strukturierter Ober- Pulverteilchen kann dabei blättchenartig sein, sie ist
fläche (deutsches Gebrauchsmuster 1969 713) ist jedoch vorzugsweise körnig. Das hängt auch davon
lediglich durch Abließen "on einer die Oberflächen- 30 ab, welches Kunstharz verwendet ist und ob sich
struktur enthaltender Form hergestellt. Dabei ergibt dabei auch mit blättchenartigen Pulverteilchen ein
das Metallpulver einen FarV on, der durch die Farbe ausreichender Metallgehalt erzielen läßt Die Pulver-
der Oberfläche der Pulverteilchen bestimmt ist. teilchen bilden in der Strukturschicht eine homogene
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe Masse, befinden sich also in ziemlich gleichmäßiger
zugrunde, das Feld der Gestaltungsmöglichkeiten für 35 Verteilung in diesem Bereich der Schicht,
derartige Platten zu erweitern und Platten mit neuen Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die
ästhetischen Wirkungsmöglichkeiten zu schaffen. Platte über der Schliffsteik mit einem an sich be-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch kannten Schutzlacküberzug versehen. Dabei wird
gelöst, daß die Erhebungen der Kunststoffschicht erreicht, daß bei Verwendung eines Metalls, das an
örtlich begrenzt bis zum Sichtbarmachen der Farbe 40 der Atmosphäre oxydiert oder sonstwie verändert
im Inneren der Pulverteilchen angeschliffen sind. wird, die metallische Farbe an den angeschliffenen
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß aus- Stellen erhalten bleibt, da die nach dem Anschleifen gebildeten Platte liegt in ihrer ästhetischen Wirkung. metallische Oberfläche durch den Überzugslack ge-Durch das partielle Abschleifen, das beispielsweise schützt ist. Als Überzugslacke finden beispielsweise durch Abziehen mit einer feinen Stahlwolle oder 45 die als DD-Lacke bekannten Lacke Verwendung; es durch Schwabbeln. Polieren od. dgl. erfolgen kann, handelt sich hierbei um Zwei-Komponenten-Lacke werden die Erhebungen der Struktur metallisch auf der Basis Polyisocyanat-hvdroxylhaltige Polyglänzend, wogegen die Vertiefungen die Farbe be- ester. Auf einen derartigen Schutzlack kann dann halten, die der Oberflächenfarbe des Pulvers en1- verzichtet werden, wenn das verwendete Metall unter spricht. Die Oberflächenfarbe des Metallpulvers ist 50 Atmosphäreneinfluß beständig ist und seine der im allgemeinen durch natürliche Oxydation oder Atmosphäre ausgesetzte Oberfläche ihre Farbe nicht ähnliche sich unter dem Einfluß der Atmosphäre ändert.
abspielende Vorgänge gegenüber der Farbe des blan- Gemäß der Erfindung kann das Metallpulver in an
ken Metalls verändert; diese Farbänderung kann sich bekannter Weise aus Kupfer oder Zink oder
jedoch auch durch entsprechende Behandlung her- 55 Messing oder Aluminium bestehen; es versteht sich
vorgerufen werden. Als Beispiel sei darauf hin- jedoch, daß grundsätzlich alle Metallsorten, die sich
gewiesen, daß die Oberflächenfarbe von Aluminium entsprechend pulverisieren lassen und die eine Ober-
durch Eloxieren mit ganz verschiedenen Farben, flächerifarbe aufweisen, die von der des blanken
beispielsweise rot, oliv, schwarz versehen werden Metalls abweicht, verwendet werden können,
kann, die im Gegensatz stehen zu der silberartigen 60 Der Schutzlacküberzug besteht in an sich bekann-
Farbc des metallischen Aluminiums, die im Inneren ter Weise aus einem Klarlack. Dabei kann der Klar-
der Pulverteilchen erhalten bleibt. Durch das An- lack in an sich bekannter Weise getönt sein, wobei
schleifen mit einem nachgiebigen Schleifkörper wer- der Farbton je nach der Farbe des verwendeten
den bei Erhatten der Grundstruktur der Platten- Metalls ausgesucht ist und der die erwünschten
oberfläche die in den Kunststoff eingelagerten Metall- 65 Farbwirtkungen des Metallpulvers unterstützt und
teilchen an den exponierten Stellen abgeschliffen, an noch besser zur Geltung kommen läßt,
vertieften Stellen dagegen nicht abgeschliffen, so daß Bei besonders bevorzugten AusfUhrurtgsformen
die raumliche Struktur durch die unterschiedlichen der Erfindung ist die Oberfläche mit einer Relief-
1 953
g verse"ei1· Beispielsweise kann 0ie Relief-
artnö als Miinzenubdruck ausgebildet sein.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist dabei im Bereich des Reliefs ein andersfarbiges Metallpulver angeordnet. Es lassen sieh aiii' diese Weise besondere Wirkungen erzielen, die beispielsweise das Relief deutlicher und stärker hervortretend ins Erscheinungsbild rücken.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung weist die seitliche Randoberfläche eine Stniktür einer Holzmaserung auf.
Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung weist die Plattenoberfläche die Struktur einer an sich bekannten Steinoberfläche auf. Die Oberfläche kann eine Schieferstruktur aufweisen. Insbesondere ist es auch möglich, daß die Oberfläche die Struktur eines Versteinerungen enthaltenden Kalksteines aufweist. Derartig strukturierte Oberflächen weisen ein sehr apartes Aussehen auf.
Die V -'rwendung einer Struktu- in der Farbe ao ein*., Metalltones ergibt eine völlig neue ästhetische Wirkung, die sich deutlich von allen bekannten Platten vorteilhaft unterscheidet.
Bei der Erfindung wird durch die farblichen Tönungen, die slrukturbedingt örtlich unterschiedlich sind, eine räumliche Wirkung erzielt, die sich darin fiußert, daß die Erhöhungen und Vertiefungen stark betont zur Geltung kommen. Durch diese optische Verstärkung der Struktur können daher bei gleicher oder ähnlicher plastischer (räumlicher) Wirkung die tatsächlich vorhandenen Erhöhungen und Vertiefungen wesentlich flacher ausgebildet sein. Das hat beispielsweise die Vorteile, daß sich absetzender Staub ohne Schwierigkeiten entfernt werden kann, daß eine gegebenenfalls aufgelegte Glasplatte oder Gläser gut aufliegen und daß bei der Herstellung weniger mit Metallpulver vermischtes Harz benötigt wird. Letzteres rührt daher, daß diese die Oberfläche bildende zuerst in die Form eingebrachte Harzichicht eine von der Oberflächenstruktur abhängige Dicke aufweist, da sie als flüssigkeitsähnliche Masse eingebracht wird, die in alle Vertiefungen fließt und eine Höhe aufweisen muß. daß alle Strukturunebenheiten der Form bedeckt sind. Sind die Unterschiede r"i,ehen tiefster und höchster Stelle der Struktur beispielsweise 5 mm, dann ist die höchste Schichtdicke mindestens 6 mm. Durch die Erfindung werden dagegen bei gleicher räumlicher Wirkung der Platteni/berflächenstruktur die Unterschiede zwischen tiefster und höchster Stelle auf beispielsweise 2 rrrn ^o reduziert, so daß die höchste Schichtdicke nur noch 3 mm zu betragen braucht. Dadurch können erhebliche Mengen der die Oberfläche der Platte bildenden teuren Schicht eingespart und die Herstellung der Platten verbilligt werden.
Die Herstellung der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Es zeigt
F i g. I eine perspektivische Ansicht der Platte,
F i g. 2 einen Querschnitt nach der Linie ΙΙ-Π der Fig. 1 und
F i g. 3 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt gemäß ItI der F i g. 2.
Eine Plattet, die beispielsweise als Tischplatte, aber auch als Wand- oder Tiirenelement Verwendung rinden kann, weist eine Oberfläche 2 mit einer Struktur auf, die einer Schieferplatte entspricht, also ■■"■'t r;'n;v flachen Vertiefungen und Erhöhungen versehen ist, zwischen denen sich auch relativ steile, Kurze übergänge befinden. In die Oberfläche 2 sind münzen- oder meclaillenartige Reliefs 3 eingefurmt. Die Oberfläche 2 weist beispielsweise eine gruue Farbe auf, wogegen die Reliefs 3 beispielsweise eine kupferartige Farbe aufweisen. Die Farbgebung der Platte 1 ist erzielt durch Zugabe eines entsprechenden Metallpulver zu einem Kunstharz. Die seitlichen Randoberfltichen 4 und 5 der Platte 1 können entweder eine holzartige Maserung wie die Randoberlläche 4 oder eine ebenfalls steinartige Struktur wie die Randoberfläche 5 aufweisen.
Die Platte 1 weist eine obere, mit Metallpulver versetzte Kunststoffschicht 6 auf, unter der sich eine mit Füllstoffen versetzte Kunststoffschicht 7 befindet Unter der Kunststoffschicht 7 ist eine Spanplatte 8 vorgesehen, die als Trägerplatte dient. Die Kunststoffschicht 7 ist mit mine* alischen Füllstoffen, wie beispielsweise Quarzsand oder Kreide gefüllt, sie kann jedoch auch mit Holzmehl, Holzspänen, Textilgewebe oder Glasgewebe gefüllt sein. Bei der Verwendung von Glasgewebe ist es möglich, die Platte 1 so starr auszubilden, daß auf eine Trägerplatte, also auf eine Spanplatte 8 oder sonstige Holzplatte verzichtet werden kann.
Auf die die Deckschicht bildende Kunststoffschicht 6 ist stellenweise ein Patinierlack 9 aufgespritzt, und die ganze Oberfläche ist mit einem Schutzlacküberzug 10 versehen, der hart und widerstandsfähig ist.
Die Herstellung erfolgt in der Art, daß eine Steinplatte, vorzugsweise eine Schieferplatte, genommen wird, in die einzelne Wappenplatten oder Reliefdarstellungen eingelegt sind. Die Platte mit den Einlagen wird dann mit einem Trennmittel versehen, das verhindert, daß eine Bindung zwischen aufgegossenem Material und Muster eintritt. Diese Originalplatte zeigt also die originale Oberflächenstruktur, jedoch in ihrer ursprünglichen Steinfarbe. Von der mit Trennmittel verseiienen Platte samt Einlagen wird ein Negativaoguß hergestellt. Dazu wird eine Form verwendet, die etwas größer ist als die Platte und die einen glatten Boden aufweist. In diese Form wird eine bestimmte Menge Epoxydharz oder Silikonkautschuk eingegossen. In die noch flüssige Masse wird die Originalplatte eingedrückt oder eingepreßt. Nach Erstarren der Masse wird die Platte wieder herausgehoben. Die Form ist dabei etwa ringsum 2 cn größer als die Originalplatte, so daß auch die seitlichen Ränder der Steinplatte, die sich nach oben verjüngen, an den seitlichen Flächen abgeformt werden. Von der in dieser Art hergestellten, die Oberflächenstruktur und das Relief im Negativabdruck Teigenden Form werden nunmehr Abaüsse hergestellt. Zunächst wird in die Form eine dünne Schicht eines Polyesterharzes eingegeben, die einen sehr hohen Gehalt an Metallpulver aufweist. Diese Schicht wird etwa 0,5 bis 1 mm stark aufgetragen und enthält beispielsweise je tn2 ein bis zwti Kilogramm M.-tallpulver und etwa 0,2 bis 0,4 kg Polyesterharz, so daß also praktisch eine Metallschicht entsteht, die mit wenig Polyesterharz gebunden ist. Als Metallpulver wird vorzugsweise körniges Bronzepcilver verwendet. Dieses Pulver kann auch aus Elektrolytkupfer bestehen. Das verwendete Metallpulver durchsetzt die ganze Harzschicht, die bei der fertigen Platte die Deckschicht ergibt, etwa homogen.
Sie besteht im wesentlichen aus Metallpulver, und die Zwischenräume zwischen den Pulverteilchen sind durch das Harz ausgefüllt. Durch diesen relativ hohen Metallgehalt entsteht eine Schicht, die einer Metallschicht täuschend ähnlich ist. Das Auftragen dieser Schicht in die Negativform erfolgt durch Aufspritzen oder durch Auftragen mittels eines Pinsels. Dabei können Metallpulver mit verschiedenen Oberflächenfarben verwendet sein; das Harz mit dem Metaltpulver in der einen Oberflächenfarbe wird zum Bedecken des Negativabdruckes des Reliefs verwendet, das Harz mit dem andersfarbigen Metallpulver wird zum Abdecken des Negativabdruckes der Steinstruktur verwendet. Hinter diese das Metallpulver enthaltende Schicht wird ein Füllharz gegeben, beispielsweise ein billigeres Polyesterharz, das mit mineralischen oder organischen Füllstoffen gefüllt ist und beispielsweise einen grauen Farbton aufweist. Dieser Farbton und auch die Eigenschaften dieses Harzes wirken sich auf die spätere Oberfläche der Platte nicht aus, da diese Harzschicht nicht an die Oberfläche tritt. Nach dem Einbringen des Füllharzes wird die Trägerplatte eingesetzt, beispielsweise die Spanplatte 8. An Stelle der Trägerplatte kann jedoch auch das Füllharz mit Glasfasereinlagen verstärkt sein. Nach dem Aushärten wird der Abguß aus der Form herausgenommen.
Nach dem Ausformen weist die Platte 1 eine von der ortlichen Struktur unabhängige gleichmäßige Farbe auf, die, falls zwei verschiedene Metallpulversorten verwendet sind, im Bereich des Reliefs 3 andersfarbig ist. Innerhalb des Bereiches der Steinstruktur jedoch ist die Farbe überall gleich.
Im nächsten Arbeitsgang wird die Oberfläche mit einem nachgiebigen Schleifkörper angeschliffen, beispielsweise mit feiner Stahlwolle, mit einer Polierscheibe oder einer Schwabbelscheibe. Bei diesem Polieren werden die vorstehenden Kanten und Flächen der Oberflächenstruktur erfaßt, wogegen die Vertiefungen nur teilweise oder gar nicht erfaßt werden. Bei dieser Bearbeitung werden an den exponierten Stellen der strukturierten Oberfläche die Metallkörnchen abgeschliffen, und es kommt das blanko Mein!! des Körncheninneren zum Vorschein. Durch diese Behandlung wird also erreicht, daß an den exponierten Stellen der Oberflächenstruktur eine metallische Farbe, an den nicht exponierten Stellen der Oberflächenstruktur jedoch die ursprüngliche Farbe der Oberfläche der Metallteilchen in Erscheinung tritt. Durch diese Bearbeitung der Platte wird die Struktur der Oberfläche betont und tritt deutlicher in Erscheinung. Es wird also ein Pulver verwendet, bei dem die Farbe der Körnchenoberfläche abweicht von der Farbe des Körncheninneren.
Dieser Effekt der Betonung der Oberflächenstruktur kann durch die im folgenden beschriebene weitere Behandlung der Platte 1 noch verstärkt werden. Dazu wird nach dem Schleifen die Oberfläche 2 mit dem Patinierlack 9 behandelt. Dieser Patinierlack 9 wird so aufgetragen, daß sich in bestimmten, strukturbedingt ausgesuchten Oberfiä'chenbereichen dieser getönte Patinierlack 9 unterschiedlich stark absetzt. Das wird dadurch erzielt, daß der Patinierlack 9 unter einem sehr spitzen Winkel zui Plattenebene in einer Richtung aufgespritzt wird. Dadurch wird erreicht, daß die zur Aufspritzrichtung steil geneigten Flächenabschnitte relativ viel Patinierlack 9 erhalten, woseaen die zur Aufspritzrichtung flach geneigten oder »im Schatten« liegenden Oberflächenbereiehe wenig oder keinen Patinierlack 9 erhalten. Auch durch Wahl der Viskosität des Patinierlackes 9 und der mehr oder weniger luichten Verdtinstbarkeit der Verdünnung des Patinierlackes 9 sowie durch entsprechende, mehr oder weniger zur Horizontalen geneigte Lage der Platte 1 beim Aufbringen des Patinierlackes 9 kann der gewünschte Effekt verschieden stark in Erscheinung treten.
ίο Anschließend wird noch ein ziemlieh gleichmäßig starker Schutzlacküberzug 10 als Decklack aufgebracht. Als Decklack kann beispielsweise ein Zwei-Komponenten-Lack auf der Basis Polyisocyanat-hydroxylhaltige Polyester verwendet sein.
i$ Diese Lackschicht ist außerordentlich hart und widerstandsfähig und hat die Aufgabe, den Patinierlack 9 zu schützen. Der Decklack kann dabei glasklar oder auch getönt sein. In Fig. 3 ist dargestellt, wie durch das Abschlei-
fen der Platte 1 einzelne der Pulverteilehen 11 abgeschliffen sind, so daß ihre freie äußere Oberfläche die Metallfarbe zeigt, wogegen die nicht angeschliffenen Körnchen, die sich in den Vertiefungen der Struktur befinden, ihre ursprüngliche Oberfiächen-
aj farbe behalten.
Die Originalsteinplatte kann vor dem Herstellen des Negativabdruckes auch mit einem Holzrahmen versehen werden, so daß man bei den Abgüssen dann eine Nachbildung der Holzstruktur, also eine ganz leicht angedeutete Holzmaserung auf den Randflächen erhält. Dabei kann auch für diese Randflächen ein andersfarbiges Metallpulver verwendet sein als für die die Steinstruktur bildenden Oberflächen.

Claims (14)

  1. Patentansprüche:
    I Platte, insbesondere Tischplatte, mit einer strukturierte Erhebungen aufweisenden Oberfläche aus einer ein Metallpulver enthaltenden erhärteten Kunststoffschicht, wobei die Farbe der Oberfläche der einzelnen Pulverteilchen von der Farbe in deren Innerem abweicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebun gen der Kunststoffschicht örtlich begrenzt bis zum Sichtbarmachen der Farbe im Inneren der Pulverteilchen (11) angeschliffen sind.
  2. 2. Platte nach Anspruch I. dadurch gekenn zeichnet, daß sie über der Schliffstelle mit einem an sich bekannten Schutzlacküberzu« (LO) versehen ist.
  3. 3. Platte nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Metallpulver in an sich bekannter Weise aus Kupfer oder Zink oder Messing oder Aluminium besteht.
  4. 4. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzlacküberzug (10) in an sich bekannter Weise aus einem Klarlack besteht.
  5. 5. Platte nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Kiarlack in an sich bekannter Weise getönt ist.
  6. 6. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (2) mit einer Reliefdarstellung versehen ist.
  7. 7. Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reliefdarstellung als Münzenabdruck ausgebildet ist.
    ■ V '
    1806
    I 953 021
  8. 8. Platte nach Anspruch 6 oder f, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Reliefs (3) ein andersfarbiges Metallpulver angeordnet ist.
  9. 9. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auch die seitlichen Randoberflächen (4 und S) in an sich bekannter Weise strukturiert sind.
  10. 10. Platte nach Anspruch 9, dadurch gekennieichnet, daß die seitlichen Randoberflächen (4, S) eine Struktur einer Holzmaserung aufweisen.
  11. 11. Plutle nach einem der vorhergehenden Aniprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober-
    fläche (2) die Struktur einer an sich bekannten Steinoberfläche aufweist.
  12. 12. Platte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Rafldöberflächen (4, S) eine Struktur einer an sich bekannten Steinoberfläche aufweisen.
  13. 13. Platte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (2) eine Schieferstruktur aufweist.
  14. 14. Platte nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (2) die Struktur eines Versteinerungen enthaltenden Kalksteines aufweist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    109 549/1
    1806

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