DE3128592C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Oberflächenbelag nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Zur Herstellung der inneren und äußeren Flächen von Gebäuden
wird oft anorganisches Material verwendet. Dabei kann es sich
um natürliches Gestein, wie Granit oder Marmor, in unregel
mäßig geformten Stücken oder in geometrischen Formen handeln,
oder um künstlich hergestelltes Material, z.B. verschiedene
Kalkprodukte, oder um Platten aus Lehm, wie Ziegel, oder aus
keramischen Massen, wie Kachel, Klinker u.a. Die Flächen wer
den aus Stücken der genannten Materialien mit Hilfe von Mör
tel in den dazwischenliegenden Fugen aufgebaut, wobei dieser
nach der Erhärtung eine feinkörnige Oberfläche von gewöhn
lich etwas abweichender Farbe mit eingebetteten, dunkleren
Körnern aufweist. Die Sandkörner, die aus der an sich glat
ten Oberfläche des Bindemittels herausragen, bilden die Ober
fläche des Mörtels, der im allgemeinen aus Sand und einem
sehr feinkörnigen, meistens auf Kalk basierenden Binde
mittel hergestellt sowie in gewissen Fällen mit Farbzusatz
versehen wird. Das anorganische Material in den so zusammen
gefügten Stücken kann sehr unterschiedlichen Charakter,
Farbe und Schattierungen aufweisen. Normal bildet es aber
einen Kontrast zu den Fugen, da seine Oberfläche - relativ
glatt oder wenigstens teilweise glatt - das Licht reflek
tiert und rein optisch einen "harten" Eindruck macht. Ganz
allgemein wertet man den rhythmischen Aufbau der Flächen,
der bei Verwendung dieser Materialien zustande kommt und
durch den Kontrast zwischen dem Charakter der Materialstücke
und des Fugenmaterials erhalten wird, als ästhetisch an
sprechend, wobei noch hinzukommt, daß viele Menschen die
althergebrachte Art, den Eindruck von Stabilität und Halt
barkeit, der schon immer damit verknüpft war, schätzen.
Aus diesen Gründen besteht eine stabile Nachfrage nach
solchem Material.
Diese Materiale haben aber aus praktischen und kaufmännischen
Gesichtspunkten große Nachteile: sie erfordern einen beach
tenswerten Arbeits- und Materialeinsatz bei der Herstellung
und müssen Stück für Stück mit dem Mörtel zusammengefügt
werden. Da außerdem das hohe Gewicht auch die tragenden Kon
struktionsteile beansprucht, erhöhen sich die Kosten noch
einmal, und die Dicke der Fläche ist tatsächlich bei Innen
verkleidung nicht vernachlässigbar.
Diese Umstände haben zu dem Wunsch geführt, die ästhetischen
Vorteile solcher Materialien beizubehalten, die mit ihnen
verbundenen Nachteile zu vermeiden und ein Material zu schaf
fen, das ästhetisch den obengenannten Materialien gleich
kommt, aber, in dünnen Bahnen oder Platten hergestellt, leicht
zu handhaben ist, geringes Volumen einnimmt und preiswert
produziert werden kann.
Ein solches Material hat man in den relief- und farbgemuster
ten Materialien gefunden, die als Boden- und Wandbeläge
schon bekannt sind. Sie bestehen meistens aus einer PVC-
Schaumstoffschicht und einem Träger, beispielsweise Faser
flor. Durch Unterschiede in der Porenbildung verschiedener
Bereiche läßt sich ein Reliefmuster herstellen, das mit
einem gedruckten Farbmuster vervollständigt wird. Meistens
schützt man dann noch die Oberfläche mittels einer trans
parenten PVC-Schicht. Obwohl solche Materialien ausgezeich
net Oberflächen aller Art nachbilden können, ist es bisher
nicht gelungen, eine wirklich naturgetreue Reproduktion
der genannten Flächen aus Steinmaterial usw. und Mörtel
fugen zu erstellen. Die Mehrzahl der normalen, oben genann
ten Materialien, wie Ziegel, polierte Steinplatten, Klinker
und Kacheln, eignen sich vorzüglich als Vorbild für Kunst
stoffprodukte, die leicht mit der entsprechenden Oberflä
chentextur und einem reichnuancierten Farbmuster versehen
werden können; dies gilt sogar von den mehr oder weniger
groß zugehauenen Rustiksteinen. Sobald es aber um die Fugen
oberflächen 2 geht, wird es schwierig, da die Kunststoffe
nicht ohne weiteres die matte, feinstrukturierte, griffige
Oberfläche der Mörtelfugen annehmen. Diese Materialien,
nach den bisher bekannten Verfahren verarbeitet, ergeben
kein naturgetreues, sondern ein "aufgemaltes" Aussehen der
Fugen, was auch den ästhetischen Wert der dazwischenliegen
den, an sich sehr "echt" gelungenen Steinflächen stört.
Es ist ein Oberflächenbelag bekannt (DE-OS 28 36 732), der aus
geometrisch oder unregelmäßig geformten Stücken anorganischer
Materialien, wie Naturstein, Ziegel oder keramische Produkte mit aus
Bindemittel und einem körnigen Material, wie Sand, bestehendem Mörtel
zusammengefügte Flächen nachbildet, wobei der Oberflächenbelag teils
aus einem Relief gemusterten und mittels eines Druckverfahrens
farbgemusterten Kunststoffmaterial mit Bereichen einer ersten Art in
einer ersten Hauptebene, geformt und angeordnet, um die genannten
anorganischen Stücke nachzubilden, und teils aus dazwischen
liegenden Bereichen einer zweiten Art in einer zweiten Hauptebene mit
Abstand von der ersten Hauptebene, geformt und angeordnet, um
Mörtelfiguren nachzubilden, besteht, so daß ein Relief entlang den
Konturen der Bereiche der ersten Art entsteht, wobei die Bereiche der
ersten Art aus der farbgemusterten, sichtbaren Oberfläche des
Kunststoffmaterials gebildet sind und die Bereiche der zweiten Art
einen Belag aus körnigem Material aufweisen, das mittels eines
Klebers an der Oberfläche des Kunststoffmaterials - diese in der
Hauptsache deckend - haftet. Mit diesem bekannten Belag soll eine im
wesentlichen aus Metall bestehende Wandplatte so ausgebildet und
beschichtet werden, daß sie das Aussehen einer natürlichen Bauplatte
erhält. Hierzu werden auf die Oberfläche der Wandplatte
Kunststoffbeschichtungen aufgebracht, die als Kleber für ein
Kunststoffmaterial dienen. Ein solches Partikelmaterial ist aber oft
unerwünscht, da es die Oberfläche des Belages rauh macht und eine
Reinigung erschwert.
Durch die US-PS 23 36 732 ist es auch bekannt, zur
Imitation von Mörtel Sand zu verwenden.
Es sind auch Verfahren zur Herstellung eines unterschiedlich
expandierten flächigen Materials (DE-AS 27 10 250) und zur
Herstellung einer Bahn aus einer harzigen Zusammensetzung mit einer
strukturierten Oberfläche (DE-OS 29 15 136) bekannt, die sich nur auf
Verfahren zur Herstellung eines flächigen Materials für
Mehrfarbendrucke beziehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Oberflächenbelag der
genannten Art sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung zu schaffen,
bei welchem das die Mörtelfugen bildende Material fest haftet und bei
guter Nachbildung weder kratzende, abrasive oder schmutzansammelnde
Eigenschaften aufweist.
Dies wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bzw.
4 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert. ln der Zeichnung zeigen:.
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines Oberflächenbelages nach
der Erfindung, der eine Ziegelwand nachbildet, und
Fig. 2-5 je in einem Querschnitt die einzelnen Herstellungsschritte des
erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt einen Teil des erfindungsgemäßem Oberflächenbelages
das die Fläche einer Ziegelwand nachbildet. Diese setzt sich
zusammen aus in regelmäßigem Muster verlegten Rechtecken (1),
im folgenden "Steinoberflächen" genannt, und aus dazwischen
liegenden, relativ schmale Streifen bildende Flächen (2),
im folgenden "Fugenoberflächen" genannt. Hier sollen die
Steinoberflächen den sichtbaren Teil der Ziegelsteine nach
bilden und die Fugenoberflächen den Eindruck von zwischen
den Ziegelsteinen liegenden Mörtelfugen wiedergeben.
Das Material besteht aus mit einem Relief
und einem Farbmuster aus einem mit verschiedenen Farben und Schat
tierungen versehenen Kunststoff. Durch das Hochrelief wird
ein Höhenunterschied im Material hergestellt, so daß die
Steinoberflächen (1) auf einer in der Hauptsache gemeinsamen
ersten Ebene und die Fugenoberflächen (2) auf einer in der
Hauptsache gemeinsamen zweiten Ebene liegen. Gewöhnlich zieht
man vor, daß die Fugenoberflächen eine unter den Steinober
flächen liegende Ebene bilden, obwohl auch die umgekehrte
Disposition vorkommen kann. Meistens sind die Steinoberflä
chen überwiegend flach und befinden sich daher zum Großteil
auf einer gemeinsamen Ebene. Die Fugenoberflächen dagegen
sind oft profiliert, d.h. im Schnitt - quer über die Fuge
gesehen - konvex und konkav, und ihre gemeinsame Ebene hat
daher eher den Charakter einer Hauptebene.
Bei dem Material wird ein naturge
treues Aussehen der Fugenoberflächen (2) dadurch erreicht,
daß das Kunststoffmaterial in diesen Bereichen mit einer
Körnerschicht versehen ist, die zur Nachbildung einer Mör
telfuge wohl geeignet ist. Man kann hier gekörntes anorga
nisches Material, beispielsweise Sand vom gleichen Typ wie
der in Mörtel verwendete, in natürlicher Farbe oder mit
Farbzusätzen zur Anwendung bringen. Da aber ein anorgani
sches Material dem Kunststoff gegenüber weitgehend artfremd
ist, ergeben sich bei der gemeinsamen Verwendung verschie
dene Nachteile, beispielsweise unzureichende Haftung. Weiter
können scharfkantige Partikel wegen ihres kratzenden, abra
siven und/oder schmutzsammelnden Charakters aus anwendungs
technischen Gründen unerwünscht sein. Diese Auswirkungen
werden geeigneterweise durch Mitverwendung von thermoplastischen
Partikeln, z.B. PVC, mit den anorganischen Körnern gemäßigt.
Diese Partikel sintern durch Wärmebehandlung mit den anorga
nischen Körnern zusammen, verbessern die Haftung und bedecken
diese Körner mit einer dünnen, praktisch unsichtbaren, ober
flächenglättenden Kunststoffschicht. Selbstverständlich darf
das Einbetten der anorganischen Körner nicht soweit getrieben
werden, daß der angestrebte Struktureffekt wieder eliminiert
wird. In einer noch interessanteren Version ersetzt man die
anorganischen Körner gänzlich durch thermoplastische Körner.
Wählt man diese in einer zur Nachbildung von Mörtelfugen
geeigneten Größe und angemessenen Farbabstimmung, so ergibt
die Verwendung von ausschließlich thermoplastischen Parti
keln eine erstaunlich naturgetreue Nachbildung einer Mörtel
fuge. Hierbei kann man eine heterogene Partikelmasse nehmen,
in welcher die leichter schmelzenden Körner die zusammen
haltende Sintermasse und die höher schmelzenden Partikel
die Struktus ergeben. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Grundmaterial der Partikelmasse einheitlich, und es
werden die Körner durch Anschmelzen ihrer Oberfläche in
der Hitze zusammengesintert. Der Hauptteil der Partikel
ist eingefärbt und undurchsichtig. Sie haben vorzugsweise
sphärische Gestalt mit Durchmessern von 0,05-1 mm, be
sonders von 0,3-0,6 mm.
Praktische Versuche haben ergeben, daß ein Oberflächenbe
lag aus solchen Kunststoffpartikeln, vorzugsweise von ver
schiedener Farbe und variierenden Schattierungen, eine nur
mäßig schmutzsammelnde und nichtkratzende Oberfläche ergibt,
die im Vergleich zu nicht-belegtem Material das Reinigen
nur unwesentlich erschwert. Es muß noch erwähnt werden, daß
an die Genauigkeit der Ausführung der Fugenkonturen keine
hohen Ansprüche gestellt werden müssen, da dies auch bei
gewöhnlich verwendeten Mörtelfugen nicht erwartet wird.
Im Sinne der Erfindung werden die Bereiche für Fugenober
flächen (2) an der Kunststoffoberfläche angebracht. Diese
Unterlage wird wunschgemäß mit der Farbe des naturgefärbten
oder eingefärbten Bindemittels der nachzubildenden Fugen
in Übereinstimmung gebracht. Wo dann dieses Kunststoff
material zwischen den Körnern sichtbar wird, trägt es ana
log zum Bindemittel respektive den Sandkörnern des Mörtels
zum natürlichen Aussehen bei.
Sofern es um den Oberflächenbelag geht, besteht das Wesen
der Erfindung hauptsächlich darin, daß er auf einem farb-
und reliefgemustertem Kunststoffmaterial aufgebaut ist, wo
die die "Steinoberflächen" nachbildenden Bereiche aus dem
farb- und reliefgemusterten Kunststoff und die die Fugen nach
bildenden Bereiche aus einer an der Kunststofffläche ange
brachten Schicht eines in Bezug auf den Charakter des Fugen
materials und der nachzubildenden Fuge zweckmäßig einge
färbten, gekörnten Materials bestehen. Es ist die Hauptauf
gabe des gekörnten Materials, der Fuge ein naturgetreues
Aussehen zu verleihen. Gleichzeitig erhält man aber auch
eine gute Imitation in Bezug auf den Griff, was bei Wand
belägen wertvoll ist. Man kann auch Partikel auf gewissen,
begrenzten Bereichen der Steinoberflächen zulassen, bei
spielsweise um Einschlüsse und Partikel nachzubilden, wie
sie in Ziegeln vorkommen.
Durch Wahl einer zur Reliefbildung geeigneten Kunststoffmasse
kann man die Ebene der Fugenoberflächen (2) von der der
Steinoberflächen (1) gesondert ausführen. Die Fugen eines
Bodenbelags sollen im allgemeinen im Verhältnis zu den
Steinoberflächen versenkt liegen, da sich dann der Verkehr
auf eine größere Fläche verteilt. Das schützt auch die auf
getragenen Partikel der Fugen gegen Abrieb. Strebt man da
gegen eine erhöhte Gleitsicherheit an, so verwendet man die
Korntextur der Fugenoberflächen dazu, das Material griffiger
zu gestalten. An sich wird das schon erreicht, sobald die
versenkten Fugen nicht zu schmal oder zu tief sind. Der
Effekt verstärkt sich aber bei Fugenoberflächen, die haupt
sächlich im oder sogar etwas über dem Niveau der Steinober
flächen liegen. Bei der Wahl der relativen Lage der Oberflä
chen von Wandbelägen hat man größere Freiheit und kann auch
konvexe, über die Steinoberflächen hinausragende Fugen zu
lassen, wie sie manchmal bei Ziegel- und Steinflächen ge
funden werden.
Die Fig. 2-5 zeigen schrittweise die Herstellung eines
Materials im Sinne der Erfindung. In Fig. 2 ist ein Sub
strat 3 aus beispielsweise Glasfaserflor mit einer Kunststoff
schicht 4, vorzugsweise aus PVC-Plastisol, überzogen. Vor
einer weiteren Behandlung geliert man die Schicht 4, um ihr
genügende mechanische Widerstandskraft zu verleihen.
Die gelierte Schicht 4 in Fig. 3 bildet die Unterlage, auf
die man das Muster der Steinoberfläche 1 durch die Farbschicht
5 und das Muster der Fugenoberflächen 2 durch die Farbschicht
6 aufbringt. Da nun die Ebene der Steinoberflächen und der
Fugenoberflächen nicht zusammenfallen sollen, müssen die
Farbschichten 5 und 6 außer ihrer farblichen auch eine di
mensionsbestimmende Wirkung ausüben. Dies kann gemäß mehre
rer an sich bekannter Verfahren geschehen. Ein solches Ver
fahren geht davon aus, daß die Kunststoffschicht 4 ein Treib
mittel enthält. Die Farbschichten 5 und 6 können ihrerseits
mit Acceleratoren oder Inhibitoren versehen sein, die das
Aufschäumen der Schicht 4 während der Wärmebehandlung beein
flussen. Die genannten Acceleratoren oder Inhibitoren unter
scheiden sich in ihren Konzentrationen oder sind auf eine
andere Weise so abgestimmt, daß die Steinflächenbereiche der
Schicht 4 anders aufschäumen als die Fugenoberflächenbe
reiche. Außer diesen beiden Hauptebenen kann man den
Niveaueinfluß strukturieren, so daß die Steinoberflächen
uneben (Fig. 5) und die Fugenoberflächen buchtig werden
(Fig. 5). Normal werden die schaumkontrollierenden Farb
schichten mittels Tiefdruck aufgebracht, da dieses Verfahren
besonders gute Halbtöne erlaubt.
Unterschiedliche Höhe der Hauptebene kann auch nach einer
anderen Methode so verwirklicht werden, daß man die Schichten
5 und 6 in Kunststoffmassen verschiedener Zusammensetzung
und Schäumungsfähigkeit ausführt. Zum selektiven Auftrag un
terschiedlicher Bereiche eignet sich das Schablonendruck
verfahren. Abhängig von der jeweiligen Schäumungsfähgikeit
der Kunststoffmassen bilden die Bereiche bei der nachfol
genden Wärmebehandlung verschiedene Höhen aus. Sie können
je nach der Einfärbung der verschiedenen Kunststoffmassen
unterschiedlich gefärbt sein. Darüberhinaus können die Be
reiche mit einem Farbüberdruck versehen oder die beiden
Methoden miteinander kombiniert werden. Dabei stellt man
die beiden Hauptebenen durch selektives Bedrucken von Be
reichen mit Kunststoffmassen unterschiedlichen Schäumungs
vermögens her, während Halbtöne und Oberflächenstrukturen
nach der erstgenannten Methode in den verschiedenen Bereichen
erzeugt werden. Da sie aus treibmittelhaltigen Massen be
stehen, sind sie nämlich für den Einfluß von Inhibitoren
und Acceleratoren empfänglich.
Bei Oberflächenbelägen ist oft eine Schutzschicht wünschens
wert, besonders wenn sie als Bodenbeläge verwendet werden
sollen. Man wählt dann einen durchsichtigen Kunststoff, um
die darunterliegende Farbschicht zu schützen. In Fig. 3 sieht
man diese Schicht mit 7 bezeichnet und aus PVC-Plastisol
hergestellt. Sie kann gleichmäßig über die ganze Oberfläche
aufgerakelt oder mittels Schablone aufgetragen werden. Soll
sie aber nur auf den Steinoberflächen 1 angebracht werden,
bedient man sich des Schablonendruckverfahrens. Sind für be
stimmte Waren höherer Glanz und/oder größere Abriebfestig
keit erwünscht, so wählt man geeigneterweise Polyurethan-
oder Akryllackschichten. Diese Lacke sollten sich aber nicht
auch auf die Fugenoberflächen 2 erstrecken, da dies die Haf
tung des gekörnten Materials verhindert: aus diesem Grunde
empfiehlt sich ein auf die Steinoberflächen beschränkter
Auftrag mit dem Schablonendruckverfahren. Wegen des nach
folgenden Auftrags der Kleberschicht (siehe unten) sollen
die Lackschichten nicht mehr kleben und daher vorgeliert
oder gehärtet sein.
Die Bereiche 2, d.h. also die Fugenoberflächen, werden mit
Kleber 8 versehen. Vorteilhaft läßt sich dies mit der Schab
lonendruckmethode so durchführen, daß man mit dem schon
aufgedruckten Muster der Schichten 5 und 6 in Rapport bleibt.
Der Kleber kann ein an sich bekannter Typus mit Lösungs
mittel und einer bestimmten Offenzeit sein, oder vorgezoge
nerweise ein PVC-Plastisol, das bis zu seiner Gelierung
durch Wärmebehandlung klebrig bleibt. Aber auch Zwei-Kom
ponenten-Kleber oder strahlungsvernetzende Kleber können
verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit bieten Schmelz
kleber, die über, aber nicht unter, einer gewissen Temperatur
klebrig sind. Schließlich würde die Kombination von Farbe,
Inhibitor resp. Accelerator und Kleber in der gleichen Masse
einen Druckvorgang sparen.
Im nächsten Schritt schichtet man das gekörnte Material auf
die Oberfläche. Während die Körner auf den mit Kleber 8 be
druckten Bereichen 2 haften bleiben, fehlt dieser Effekt
auf der nicht mit Kleber bestrichenen und relativ glatten
Kunststoffschicht 7. Überschüssiges Material, das nicht am
Kleber 8 haftet, wird durch Drehen der belegten Oberfläche
nach unten, durch Bürsten, Absaugen oder Blasen entfernt,
so daß die Kornschicht 9 nur auf den Fugenoberflächen 2 zu
rückbleibt, wie dies auf Fig. 4 dargestellt ist. Die in Ver
bindung mit dem Kleben erwähnte Wärmebehandlung kann ein
Vorstadium oder einen Teil des unten beschriebenen Erhitzungs
schrittes ausmachen.
Bis zur Fertigstellung des Produktes hängt die Fixierung
der Kornschicht gänzlich von der Klebrigkeit der Leimschicht
ab. Daraus folgt, daß die Partikel einigermaßen gut in der
Schicht verankert sein müssen, damit sie nicht während der
Entfernung des überschüssigen Materials oder der anderen
Produktionsstufen verlorengehen. Dies wird mit Andrücken
erreicht, also entweder durch Ansprühen oder durch freien
Fall der Körner aus einer gewissen Höhe auf die Schicht
oder durch Vibrieren dieser Schicht. Gegebenenfalls kann
man auch weiche Andruckwalzen verwenden.
Nachdem alle Bestandteile beisammen sind, d.h. also das
Substrat 3, die verschiedenen Kunststoff- und Farbschichten
4-6, die Schutzschicht 7 und die mit Kleber 8 fixierten
Partikel 9, wird das Material, das voraussetzungsgemäß eine
Bahn bildet, zur Erhitzung einem Ofen zugeführt. Das ausge
löste Schäumen verleiht dem Material sein Reliefmuster
(Fig. 5). Gleichzeitig gelieren die Kunststoffmaterialien
aus, und, sofern ein Plastisol zur Fixierung der Partikel
9 verwendet wurde, erhalten diese Körner ihre permanente
Verankerung. Damit erhält man als Endprodukt das obenbeschrie
bene Material nach Fig. 1.
Vom Typus abhängig, kann die Verfestigung des Klebers geson
derte Maßnahmen erfordern, beispielsweise Strahlungsbehand
lung für strahlungsvernetzende Kleber und Möglichkeit des Ab
dunstens, wo Lösungsmittel verwendet wurden.
War das gekörnte Material entsprechend der vorgezogenen
Ausführungsform thermoplastischer Natur, so verbinden sich
die Partikel zu einer auch auf den von ihnen bedeckten Be
reichen relativ schmutzabweisenden, kompakten Oberfläche.
Von der Materialwahl, besonders im Hinblick auf das Erwei
chungsintervall oder den Schmelzpunkt, abhängig - man kann
in dieser Hinsicht gradiertes Gut verwenden - erhält man
unterschiedliche Arten der Kornverbindung: sie decken die
ganze Gamme vom schwachen Sintern mit geringem Anschmelzen
der Kornoberfläche über eine immer innigere Vereinigung
bis zu ungeschmolzene Partikel enthaltenden Schmelze. So
können verschiedene ungestrebte Oberflächentypen und -struk
turen verwirklicht werden.
Die Herstellung des Produkts kann auf verschiedene Art ge
schehen und im folgenden werden einige Beispiele hierfür
gegeben.
Das Substrat 3 - ein durch Vorstrich abgeglätteter Glasfa
serflor - wird mit Treibmittel enthaltendem PVC-Plastisol
belegt und das Plastisol vorgeliert, s. Schicht 4 in Fig. 2.
Die Schicht wird mit einem Mehrfarbdruck, der einerseits die
Steinoberflächen 1, andererseits die Fugenoberflächen 2 dar
stellt, bemustert. Diese Dekoration stellt eine aus gemu
sterten Kacheln bestehende Fläche vor, wobei die einzelnen
Steinoberflächen je eine mit einem gezeichneten Muster ver
sehene Kachel nachbildet. Ein Teil der Druckfarben, der
kleineren, isolierten Bereichen der Steinoberfläche entspre
chen soll, wird mit einer geringen Menge Inhibitor versehen,
der das Treibmittel der Schicht 4 beeinflussen und anteil
mäßig inhibieren kann. Die Farbe für die Fugenoberflächen
2 enthält den Inhibitor in hocheffektiver Konzentration, so
daß das Treibmittel weitgehend neutralisiert wird. Diese
Farbschichten entsprechen den Schichten 5 und 6 der Fig. 3.
Der Druck wird im Tiefdruckverfahren ausgeführt.
Das gedruckte Farbmuster wird mit einer transparenten Plasti
solschicht, entsprechend Schicht 7, Fig. 3, überdeckt, die
man dann vorgeliert.
Man bedruckt die Bereiche, die die Fugenoberflächen 2 ausma
chen sollen, mittels Schablone mit einem Plastisol, das der
Kleberschicht 8 entspricht.
Man führt der Oberfläche eine Lage PVC-Körner mit einem Er
weichungsbereich zu, der ein Zusammenschmelzen ermöglicht.
Durch ihre verschiedenen Farben ergeben die Körner eine na
turgetreue Fuge. Die Partikel werden mit Hilfe einer weichen
Walze angedrückt und damit sicher im klebrigen Plastisol
über den Fugenoberflächen 2 (Schicht 8) verankert. Überschüs
siges Material, das sich auf den nicht haftenden Bereichen
der Schicht 7 über den Steinoberflächen 1 befindet, wird
abgesaugt.
Dann zieht man das Material in einen Ofen, wo die auf 180°
C erhitzten Kunststoffschichten, die Schicht 8 miteinbegrif
fen, ausgelieren und dadurch die gekörnte Masse permanent
abgebunden wird. Gleichzeitig mit dem Gelieren schäumt die
Schicht 4 auf und bildet dabei das angestrebte Reliefmuster
aus. Außerdem erhalten die Steinoberflächen eine gewisse
Struktur, da sie punktweise durch den schwachen Inhibitor,
der in gewissen Farben enthalten ist, beeinflußt wird. Damit
gewinnt man den Eindruck rauher Oberflächen, wie man sie
bei anorganischen Materialien wie Ziegel u.ä. antrifft. An
den Fugenoberflächen macht sich dagegen eine starke Inhibi
tion bemerkbar, und diese Bereiche 2 sind deshalb deutlich
versenkt, s. Fig. 5.
Das Substrat 3, ein Glasfaserflor, wird in den Bereichen, die
den Steinoberflächen entsprechen, mit einem Treibmittel ent
haltenden Plastisol im Schablonenverfahren in einem Muster
bedruckt, das dem Aussehen einer Ziegelwand entspricht (Fig.
1). Die Stärke und das Schäumvermögen der Plastisolschicht
ist darauf ausgelegt, die dicken Stellen des Produkts zu
bilden. Die Farbe des Plastisols ist in der Grundfarbe der
angestrebten Steinoberflächen eingestellt. Dann wird vorge
liert.
Die voneinander freistehenden Plastisolbereiche werden im
Tiefdruckverfahren mit einem mehrfarbigen Muster bedruckt,
das zusammen mit der Grundfarbe des Plastisols einen natur
getreuen Eindruck von Steinoberflächen ergibt. Dabei enthal
ten die Farben einen individuell abgestimmten Inhibitor, um
den bedruckten Bereichen beim Schäumen eine Feinstruktur
zu verleihen. Man druckt ohne Rücksicht auf Übereinstimmung mit den
"Plastisolinseln" des obengenannten Schablonendrucks, da
die Feinstruktur im Verhältnis zu den Steinoberflächen frei
variieren kann: bei Wänden, wie man sie hier nachbilden
will, erwartet man auch nicht, daß ihre Steinoberflächen eine
den Konturen entsprechenden Feinstruktur oder Muster aufwei
sen. Dies gilt für Ziegel, deren Farbe und Struktur über
die ganze Steinoberfläche verschoben auftritt, und ähnlich
liegt der Fall bei Naturstein. Der übereinstimmungslose Druck setzt
aber voraus, daß man nicht eine Kachelwand mit individuell
dekorierten Kacheln als Vorlage hat: da müssen Dekoration
und Grenzkonturen der einzelnen Steinoberflächen unbedingt
übereinstimmen.
Wieder unter Verwendung von Schablonen werden die Plastisol
inseln, die die Steinoberflächen bilden sollen, mit einer
Schicht belegt, die auf an sich bekannte Weise zu Polyurethan
vernetzt wird. Man hält die Übereinstimmung so, daß man ausschließ
lich auf die genannten Bereiche begrenzt bleibt.
Die Bereiche, die die Fugenoberflächen 2 bilden sollen, und
die bisher keinerlei Schicht tragen, werden jetzt mit Scha
blonen mit einem schwach schäumbaren Plastisol entsprechend
der Klebeschicht 8 bedruckt. Die Fläche wird mit einem Lager
von gekörntem PVC beschichtet, wie das im Beispiel 1 be
schrieben ist.
Dann werden die Kunststoffschichten wie im Beispiel 1 ausge
liert bzw. vernetzt. Auch hier erhält man eine gewisse
Struktur der Steinoberflächen durch punktweise Beeinflussung
durch den schwachen Inhibitorzusatz von gewissen Farben.
Die Hauptstärke der Steinoberflächen erhält man durch Auf
schäumen der genannten zu Beginn aufgedruckten Plastisol
inseln. Das Plastisol, das die Fugenoberflächen bildet,
macht sowohl den Belag des Substrats in diesen Bereichen
als auch den Kleber für das gekörnte Material aus. Nach
dem Schäumen zeigen diese Bereiche eine geringere Höhe als
die Steinoberflächen, und die Fugen erscheinen dadurch
versenkt.
Claims (9)
1. Oberflächenbelag, der aus geometrisch oder unregel
mäßig geformten Stücken anorganischer Materialien, wie
Naturstein, Ziegel oder keramische Produkte und mit aus
Bindemittel und einem körnigen Material, wie Sand, beste
hendem Mörtel zusammengefügte Flächen nachbildet, wobei
der Oberflächenbelag teils aus einem reliefgemusterten
und mittels eines Druckverfahrens farbgemusterten Kunst
stoffmaterial mit Bereichen einer ersten Art in einer
ersten Hauptebene, geformt und angeordnet um genannte
anorganische Stücke nachzubilden und teils aus dazwischen
liegenden Bereichen einer zweiten Art in einer zweiten
Hauptebene mit Abstand von der ersten Hauptebene, geformt
und angeordnet, um Mörtelfugen nachzubilden, besteht, so
daß ein Relief entlang den Konturen der Bereiche der ersten
Art entsteht, wobei die Bereiche der ersten Art aus der
farbgemusterten, sichtbaren Oberfläche des Kunststoffmaterials
gebildet sind und die Bereiche der zweiten Art einen Belag aus
körnigem Material aufweisen, das mittels eines Klebers an der
Oberfläche des Kunststoffmaterials - diese in der Hauptsache
deckend - haftet, dadurch gekennzeichnet, daß das körnige
Material (9) wenigstens in der Hauptsache aus gefärbten,
thermoplastischen Partikeln besteht.
2. Oberflächenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bereiche der zweiten Art (2) im Verhältnis zu den Be
reichen der ersten Art (1) versenkt sind.
3. Oberflächenbelag nach einem der vorausgehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffmaterial
der Bereiche der zweiten Art (2) teilweise zwischen und/
oder durch die Körner des gekörnten Materials (9) sichtbar
ist und das Kunststoffmaterial in einer der Farbe des
Bindemittels in der dem nachzubildenden Mörtel entsprechen
den Schattierung eingefärbt ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Oberflächenbelags nach
einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Herstellung
- - eine Unterlage mit Treibmittel enthaltender Kunst stoffmasse, vorzugsweise mit PVC-Plastisol, in Be reichen mit verschiedenem Schäumungsvermögen in Über einstimmung mit den Bereichen der ersten bzw. der zweiten Art belegt, so daß sich die beiden Hauptebenen entlang den Konturen der Bereiche der ersten Art ausbilden können,
- - ein Farbmuster in erster Hand auf Bereiche der ersten Art aufbringt, und
- - das Material erhitzt, so daß es verschäumt und das End produkt entsteht, wobei man in Rapport mit dem dekorativen Muster der Steinoberflächen, auf die Bereiche, die die Bereiche der zweiten Art bilden sollen, einen Kleber, vorzugsweise ein PVC-Plastisol, druckt, während der offenen Zeit des Klebers das körnige Material aufbringt das körnige Material, das nicht durch den Kleber zum Haften gebracht ist, entfernt, und den Kleber verfestigt, so daß das gekörnte Material fixiert wird, daß man als gekörntes Material Thermoplastpartikel von vor zugsweise 0,05-1 mm verwendet, wobei der Schmelz punkt des Thermoplasten so gewählt wird, daß ein Sintern der Körner, d.h. ein Zusammenschmelzen der Partikel ohne völligen Formverlust, erfolgt und eine geschlossene, aber strukturierte Oberfläche entsteht.
5. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kleber (8) ein PVC-Plastisol verwendet wird, das durch
Gelieren während der genannten Wärmebehandlung des Materials
verfestigt wird.
6. Verfahren nach einem der Patentansprüche 4+5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht aus Treibmittel enthal
tender Kunststoffmasse gleichförmig belegt und mittels
Farben, die Inhibitoren oder Acceleratoren für das Treib
mittel enthält, im genannten Farbmuster bedruckt wird, so
daß sich durch differenziertes Aufschäumen die beiden Haupt
ebenen und vorzugsweise auch eine Feinstruktur wenigstens
aus der Oberfläche der Bereiche der ersten Art ausbilden.
7. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche 4-6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht aus Treibmittel
enthaltendem Kunststoff mittels Schablonen auf begrenzte,
den Bereichen entsprechende Gebiete gedruckt und die Schicht
für die Bereiche der zweiten Art in Form eines anderen
Plastisols mit einer von dem des ersten Plastisols abweichen
den Schaumwirkung auf begrenzte, den Bereichen der zweiten
Art entsprechenden Gebiete gedruckt wird.
8. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die angebrachte Kunststoffschicht, die den Bereichen
der ersten Art entspricht, mit einem Farbdekor aus Farben,
die Inhibitoren oder Acceleratoren für das Treibmittel ent
halten, bedruckt wird, so daß beim Aufschäumen der Schicht
auf den Bereichen der ersten Art eine Feinstruktur entsteht.
9. Verfahren nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Farbmuster im Tiefdruckverfahren und ohne Rück
sicht auf Übereinstimmung mit dem Muster gedruckt wird, das durch
die Aufteilung der Gesamtfläche in Bereiche einer ersten
Art und einer zweiten Art entsteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| SE8005323A SE428449B (sv) | 1980-07-23 | 1980-07-23 | Ytbeklednadsmaterial avsett att efterlikna ytor bildade av geometriskt formade eller oregelbundna stycken av material av mineraltyp samt forfarande for ytbeklednadsmaterialets framstellning |
Publications (2)
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| DE3128592C2 true DE3128592C2 (de) | 1990-04-19 |
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- 1981-07-22 FR FR8114269A patent/FR2487406A1/fr active Granted
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