DE19526110C1 - Ventil oder Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheibenpaket - Google Patents
Ventil oder Sanitärarmatur, mit einem VentilscheibenpaketInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ventil oder eine Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheiben
paket, das mit wenigstens zwei zumindest jeweils eine Wasserdurchtrittsöffnung
aufweisenden Ventilscheiben versehen ist, wobei die Ventilscheiben mit einander zu
gewandten Ventilflächen gegeneinander liegen und wobei in wenigstens eine Ventil
scheibe zusätzlich zur wenigstens einen Wasserdurchtrittsöffnung wenigstens eine
Schmiermittel-Aufnahmeöffnung mit darin aufgenommenem Schmiermittel vorgese
hen ist.
Ventile und Sanitärarmaturen mit einem Ventilscheibenpaket sind bereits seit langem
bekannt. Ein Ventilscheibenpaket kann aus zwei, drei oder auch mehr Ventilscheiben
bestehen. In der Regel gehören zu einem Ventilscheibenpaket eine untere Ventilsitz
scheibe und eine obere Ventilsitzscheibe sowie eine oder zwei dazwischen liegende
Mengen- und Temperatursteuerscheiben bzw. eine entsprechende Regelscheibe. Die
Ventilscheiben bestehen üblicherweise aus Keramik und weisen meist eine hydrau
lisch glatte Oberfläche auf, vorzugsweise mit einer abriebfesten Oberflächenbeschich
tung.
Wichtig ist es bei Ventilscheiben in einem Ventilscheibenpaket, daß sie sich einerseits
leichtgängig gegeneinander verschieben lassen, andererseits aber eine ausreichende
Dichtigkeit gewährleisten. Aus diesem Grunde liegen die Ventilscheiben mit einem
gewissen Druck aneinander. Um die leichte Verschiebbarkeit zu garantieren, wird
beim Zusammenbau eines Ventils oder einer Sanitärarmatur auf den einander gegen
überliegenden Ventilflächen der Ventilscheiben ein Schmiermittel aufgebracht. Mit
diesem Schmiermittel und aufgrund der sehr glatten Oberflächen der Ventilscheiben
ist eine gewisse Zeit eine leichtgängige Bedienung der Sanitärarmatur gegeben.
Allerdings verschlechtert sich mit zunehmendem Alter des Ventils bzw. der Sanitärar
matur die Leichtgängigkeit und auch die Dichtigkeit des Ventilscheibenpaketes. Hier
für gibt es an sich zwei Gründe. Einerseits ist das Schmiermittel nach einiger Zeit auf
gebraucht und ausgewaschen, so daß von daher bereits größere Verschiebekräfte er
forderlich sind, um die Ventilscheiben gegeneinander zu bewegen. Andererseits er
gibt sich nach einiger Zeit ein Abrieb zwischen den Ventilscheiben. Dabei entstehen
Abriebpartikel. Außerdem können über das Wasser mitgeführte Partikel zwischen die
Ventilscheiben gelangen. Diese Partikel sind dafür verantwortlich, daß sich die Ventil
scheiben schlecht gegeneinander verschieben lassen. Weiterhin haben die Partikel
eine schleifende Wirkung auf die Ventilflächen, so daß sich nach einiger Zeit Riefen
ergeben, die wiederum zu Undichtigkeiten führen können.
Ein Ventil der eingangs genannten Art ist bereits aus der DE-PS 5 03 298 bekannt.
Hierbei ist zur Verbesserung der Leichtgängigkeit und zur Erhöhung der Dichtigkeit
eine über eine Schraube oder einen hydraulisch oder federbeaufschlagten Kolben
wirksame Schmiermittelzuführeinrichtung vorgesehen, über die den Ventilscheiben
Schmiermittel zugeführt wird. In den einander gegenüberliegenden Ventilflächen der
benachbarten Ventilscheiben sind Schmiermittelnuten vorgesehen, über die eine Ver
teilung des Schmiermittels erfolgt.
Das bekannte Ventil, bei dem es sich um einen sogenannten Flachschieber handelt,
der üblicherweise in horizontal verlaufenden Rohrleitungen und nicht in Sanitärarma
turen eingebaut ist, hat allerdings verschiedene Nachteile. So wird das in die
Schmiermittelnuten der beweglichen Scheibe gedrückte Schmiermittel beim Ver
schwenken von der Geschlossen-Stellung bzw. der maximalen Öffnungsstellung in
eine Zwischenstellung aus den Schmiermittelnuten ausgewaschen. Hierunter leidet
natürlich die Qualität des aus der Leitung abgezogenen Wassers. Aufgrund des
ständigen Auswaschens des Schmiermittels aus den Schmiermittelnuten beim Öffnen
oder Schließen des Ventils - ein Vorgang, der sich bei dem bekannten Ventil nicht
vermeiden läßt -, ergibt sich außerdem ein vergleichsweise hoher Schmiermittelver
brauch. Im Falle der Verwendung einer Schraube als Schmiermittelzuführeinrichtung
ist es daher ständig erforderlich, diese nachzuziehen, um das Schmiermittel entspre
chend mit Druck zu beaufschlagen.
Schließlich ist es für den Endverbraucher unzumutbar, aufgrund des ständigen
Schmiermittelverlustes durch Auswaschen dem Ventil bzw. der Sanitärarmatur
dementsprechend häufig neues Schmiermittel zuführen zu müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Ventil oder eine Sanitärarmatur der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, wobei Schmiermittelverluste im wesentlichen
vermieden und die Schmiermittelzufuhr so einfach wie möglich gestaltet sein soll.
Die zuvor genannte Aufgabe ist bei einem Ventil oder einer Sanitätarmatur der ein
gangs genannten Art derart gelöst, daß die Ventilscheiben im eingebauten Zustand
übereinanderliegend angeordnet sind, daß die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung in der
obenliegenden Ventilscheibe von zwei benachbarten Ventilscheiben vorgesehen ist
und in Richtung der untenliegenden Ventilscheibe geöffnet ist, daß die Schmiermit
telzufuhr zur untenliegenden Ventilscheibe über die Schwerkraft ohne eine geson
derte Schmiermittelzuführeinrichtung bewirkt wird und daß die Schmiermittel-Auf
nahmeöffnung in jeder Ventilstellung von der untenliegenden Ventilscheibe über
deckt und damit zur Wasserdurchtrittsöffnung hin abgeschlossen ist. Die erfindungs
gemäße Lösung bietet eine Reihe von zum Teil wesentlichen Vorteilen. Aufgrund der
übereinander angeordneten Ventilscheiben und der Ausbildung der Aufnahmeöff
nung in der oberen Ventilscheibe ergibt sich eine selbsttätige Schmiermittelförderung
aufgrund der Schwerkraft. Eine gesonderte Schmiermittelzuführeinrichtung ist hier
bei nicht erforderlich. Ein Auswaschen des Schmiermittels aus der Schiermittel-Auf
nahmeöffnung ist nicht möglich, da die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung in jeder
Ventilstellung überdeckt ist, also mit der Wasserdurchtrittsöffnung in keiner Stellung
kommuniziert.
Es ist festgestellt worden, daß bei der Erfindung trotz des begrenzten Schmiermittel
angebotes über eine sehr lange Zeit eine hinreichende Schmierung und Dichtigkeit
der Ventilscheiben erzielt werden kann. Der konstruktive Aufwand zur Realisierung
der erfindungsgemäßen Schmierung ist extrem gering. Da keine von außen
zugängliche Schmiermittelzuführeinrichtung vorhanden ist, ist dies von außen auch
nicht erkennbar. Somit kann es wegen einer fehlenden von außen zugänglichen
Schmiermittelzuführeinrichtung nicht zu Verschmutzungen oder Ablagerungen von
Kalk oder dergleichen kommen, was überlicherweise bei Ventilen und
Sanitärarmaturen ein Problem darstellt.
Im übrigen bietet auch die Anordnung und Ausbildung einer schmiermittelfreien Par
tikel-Aufnahmeöffnung in der Ventilscheibe einen Vorteil. Die Partikel-Aufnahmeöff
nung kann dann nämlich als Auffangreservoir für Partikel jeglicher Art dienen, die
zwischen die Ventilscheiben kommen. Dadurch, daß diese Partikel in die Aufnahme
öffnung fallen, können diese keine Riefen mehr zwischen den Ventilscheiben bzw.
auf den Ventilflächen verursachen und dadurch die Dichtigkeit des Ventilscheiben
pakets beeinträchtigen.
Dem zuvor genannten Merkmal, nämlich der Ausbildung der Partikel-Aufnahmeöff
nung als Auffangreservoir für Partikel, kommt beispielsweise bei solchen Ventilen er
hebliche Bedeutung zu, bei denen es auf Keimfreiheit ankommt, wie dies beispiels
weise bei der Herstellung und Abfüllung von Medikamenten, die durch Injektion
oder Infusion verabreicht werden, der Fall ist.
Die Aufnahmeöffnung kann grundsätzlich schlitz- oder zumindest ringsegmentförmig
ausgebildet sein. Auf diese Weise wird ein relativ großer Bereich der Ventilscheibe
von der Aufnahmeöffnung erfaßt. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Aufnahme
öffnung beispielsweise in Form einer umlaufenden Nut auszubilden, so daß die betref
fende Ventilfläche vollständig geschmiert werden kann bzw. umlaufend die Mög
lichkeit des Auffangens von Partikel besteht. Natürlich können auch mehrere Auf
nahmeöffnungen über die Ventilfläche der Ventilscheibe verteilt sein.
Wird die Aufnahmeöffnung zum Auffangen von Partikeln verwendet, sollte für alle
Anwendungsfälle, bei denen es nicht auf Keimfreiheit ankommt, die Aufnahmeöff
nung für die aufzufangenden Partikel in der einen Ventilscheibe zumindest in einer
Ventilstellung mit einer Wasserdurchtrittsöffnung in der benachbarten Ventilscheibe
kommunizieren. Hierdurch ist sichergestellt, daß es niemals zu einem Überfüllen der
Aufnahmeöffnung kommt und daß die aufgefangenen Partikel ständig ausgetragen
werden.
Außerdem sollte die Partikel-Aufnahmeöffnung immer in der unteren Ventilscheibe
angeordnet sein, damit die Partikel in diese Aufnahmeöffnung "hineinfallen" können.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispie
len anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Ventilscheibe,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine bekannte Ventilscheibe,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein die Ventilscheiben aus den Fig. 1 und 2 aufwei
sendes Ventilscheibenpaket,
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Ventilscheibe,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine bekannte Ventilscheibe,
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein die Ventilscheiben aus den Fig. 4 und 5 aufwei
sendes Ventilscheibenpaket,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht eines Durchgangsventils,
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine weitere erfindungsgemäße Ventilscheibe,
Fig. 9 eine Querschnittsansicht der Ventilscheibe aus Fig. 8 entlang der
Schnittlinie IX-IX aus Fig. 8,
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine weitere Ventilscheibe und
Fig. 11 eine Querschnittsansicht der Ventilscheibe aus Fig. 10 entlang der
Schnittlinie XI-XI aus Fig. 10.
In Fig. 1 ist eine Ventilscheibe 1 eines in Fig. 3 dargestellten Ventilscheibenpakets 2
gezeigt. Die Ventilscheibe 1 und das Ventilscheibenpaket 2 können grundsätzlich in
einer Sanitärarmatur oder aber in einem Ventil 3, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist, ver
wendet werden. Bei der Ventilscheibe 1 handelt es sich an sich um eine übliche, d. h.
im Stand der Technik bekannte Ventilscheibe, die aus einem keramischen Material be
steht und mit einer Oberflächenbeschichtung versehen sein kann. Die Ventilscheibe 1
weist jedenfalls eine Wasserdurchtrittsöffnung 4 als Mischwasseröffnung auf.
Wesentlich ist nun, daß zusätzlich zur wenigstens einen Wasserdurchtrittsöffnung 4
wenigstens eine Aufnahmeöffnung 5 in der Ventilscheibe 1 zur Aufnahme von
Schmiermittel vorgesehen ist. Diese Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 kann, wie dies
bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 6 vorgesehen ist, als Sacklochöff
nung ausgebildet sein. Sie kann aber auch, wie dies bei der Ausführungsform gemäß
den Fig. 7 bis 11 vorgesehen ist, als Durchtrittsöffnung ausgebildet sein. Bei der in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung für
Schmiermittel als ringförmige Nut auf der Ventilfläche 6 ausgebildet. Grundsätzlich
kann die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 aber jede beliebige Form haben. Um ein
möglichst großes Aufnahmevolumen der Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 für das
Schmiermittel zur Verfügung zu stellen, sollte die Dicke der Ventilscheibe 1 im we
sentlichen vollständig genutzt werden. Dies bedeutet, daß die Tiefe der Schmiermittel-
Aufnahmeöffnung 5 vorzugsweise nur geringfügig kleiner ist als die Dicke der Ven
tilscheibe 1. Im übrigen garantiert die in Fig. 1 dargestellte ringförmige Ausbildung
der Schmiermittel-Aufnahmeöffnung eine allseitige Schmierung.
In Fig. 2 ist nun eine für die in Fig. 1 dargestellte Ventilscheibe 1 korrespondierende
Ventilscheibe 7 dargestellt. Die Ventilscheiben 1 und 7 sind Teil des in Fig. 3 darge
stellten Ventilscheibenpakets 2. Vorliegend handelt es sich bei der Ventilscheibe 7 um
eine feststehende Ventilscheibe, also um eine Ventilsitzscheibe, während die in Fig. 1
dargestellte Ventilscheibe gegenüber der Ventilscheibe 7 verschiebbar ist, d. h. hin
und her bewegbar sowie verdrehbar. Die Ventilscheibe 7 weist eine Kaltwasserein
lauföffnung 8 und eine Heißwassereinlauföffnung 9. Auf der Ventilfläche 10 der
Ventilscheibe 7 liegt die Ventilscheibe 1 mit ihrer Ventilfläche 6 auf. Dieser Zustand ist
in Fig. 3 dargestellt, wobei darauf hingewiesen werden darf, daß die Kaltwasserein
lauföffnung 8 und die Heißwassereinlauföffnung 9 sowie die Schmiermittel-Aufnah
meöffnung 5 an sich in diesem Zustand nicht erkennbar sind. Die Öffnungen 5, 8, 9
sind zum besseren Verständnis gestrichelt eingezeichnet worden. Im zusammenge
bauten Zustand, der in Fig. 3 angedeutet ist, befindet sich in der Schmiermittel-Auf
nahmeöffnung ein zur Schmierung der Ventilscheiben 1, 7 geeignetes Schmiermittel.
Wichtig ist weiterhin, daß die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 in jeder Ventilstel
lung der Ventilscheiben 1, 7 überdeckt ist, d. h. also, daß die Schmiermittel-Aufnah
meöffnung 5 in keiner Ventilstellung mit der Kaltwasseröffnung 8 oder der Heißwas
seröffnung 9 kommuniziert. Dies könnte nämlich zu einem sofortigen Auswaschen
des Schmiermittels aus der Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 führen.
Wichtig ist auch, daß bei einer Übereinanderanordnung der Ventilscheiben 1, 7 die
Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 immer in der oberen Ventilscheibe angeordnet ist.
Durch dieses Merkmal wird aufgrund der Schwerkraft garantiert, daß eine "selbsttä
tige" Zuführung des Schmiermittels zu den zu schmierenden Ventilflächen 6, 10 er
folgt.
Im übrigen versteht es sich, daß sowohl in der einen, als auch in der anderen Ventil
scheibe 1, 7 an den einander zugewandten Ventilflächen 6, 10 jeweils wenigstens
eine Schmiermittel-Aufnahmeöffnung vorgesehen sein kann, um möglichst viele
"Schmiermittelreservoirs" zu schaffen. Dabei sollte darauf geachtet werden, daß die
Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 sich in keiner Ventilstellung überdecken, so daß
die einzelnen Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen 5 voneinander unabhängige Reser
voirs darstellen. Hierdurch ist sichergestellt, daß es im Falle von Undichtigkeiten zwar
dazu kommen kann, daß das Schmiermittel in einer der Schmiermittel-Aufnahmeöff
nungen ausgewaschen wird, dies jedoch nicht die davon unabhängigen anderen
Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen berührt. Aus diesem Grunde könnte beispiels
weise auch bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform die ringförmige Schmier
mittel-Aufnahmeöffnung 5 in regelmäßigen Abständen von Trennstegen unterbro
chen sein, die die Schmiermittel-Aufnahmeöffnung 5 in einzelne segmentartige Ab
schnitte unterteilt.
Die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ventilscheiben 1, 7 sowie das in Fig. 6 darge
stellte Ventilscheibenpaket 2 entsprechen im wesentlichen den Ventilscheiben aus
den Fig. 1 und 2 sowie dem Ventilscheibenpaket aus Fig. 3. Während bei dem Ventil
scheibenpaket 2 aus Fig. 3 um den Mittelpunkt M der Ventilscheibe 7 gedreht wird,
erfolgt eine Verstellung der Ventilscheibe 1 aus Fig. 4 um den außermittigen Dreh
punkt D.
Aus der unterschiedlichen Form der beiden Ventilscheiben 1, 7 und der unterschiedli
chen Art der Verstellung der Ventilscheibe 1 gegenüber der Ventilscheibe 7 ergibt
sich vorliegend auch eine unterschiedliche Anordnung und Anzahl von Schmiermit
tel-Aufnahmeöffnungen. Vorliegend sind fünf über die Ventilscheibe 1 verteilte
Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen 5a, 5b, 5c, 5d und 5e vorgesehen. Trotz der ge
zeigten Form und Anzahl der Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen versteht es sich, daß
auch eine größere oder kleinere Anzahl von Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen vor
gesehen sein kann, wobei die Form der Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen ebenfalls
unterschiedlich sein kann. Wichtig ist nur, worauf bereits hingewiesen worden ist,
daß die einzelnen Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen in der Ventilscheibe in jeder
Ventilstellung des Ventilscheibenpakets von der anderen Ventilscheibe 7 verdeckt
bzw. geschlossen gehalten sind, so daß das in den Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen
befindliche Schmiermittel nicht ausgewaschen werden kann.
Im übrigen darf darauf hingewiesen werden, daß auf der feststehenden Ventilscheibe
7 auch Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen zum Auffangen von Partikeln vorgesehen
sein können. Diese Aufnahmeöffnungen dienen dann dazu, Partikel, die sich zwi
schen den Ventilscheiben befinden, aufzufangen, so daß diese keine Beschädigung
der Ventilflächen hervorrufen können.
In Fig. 7 ist nun ein Ventil 3 dargestellt. Bei dem Ventil 3 handelt es sich vorliegend
um ein Durchgangsventil, das bei der Abfüllung von Medikamenten verwendet wird.
Das Ventil 3 ist in seinem grundsätzlichen Aufbau an sich bekannt. Auf eine nähere
Beschreibung der einzelnen Bauteile wird vorliegend verzichtet. Obwohl bei dem
Ventil 3 keine Mengensteuerung von Wasser vorgenommen wird, werden die betref
fenden Durchgangsöffnungen gleichwohl als Wasserdurchtrittsöffnungen bezeich
net.
Das Ventil 3 weist ein aus drei Ventilscheiben bestehendes Ventilscheibenpaket 2 auf.
Die beiden äußeren Ventilscheiben 7, 11 sind als feststehende Ventilscheiben ausge
bildet, während die mittlere Ventilscheibe 1 über den Hebel 12 bewegbar, d. h. ver
drehbar ist. Der Aufbau der bewegbaren Ventilscheibe 1 ist in den Fig. 8 und 9 darge
stellt, während sich der Aufbau der feststehenden Ventilscheiben 7, 11 aus den Fig. 10
und 11 ergibt. Die einzelnen Ventilscheiben 1, 7, 11 weisen jeweils drei Wasserdurch
trittsöffnungen 4 auf. Die bewegbare Ventilscheibe 1 ist außerdem mit einer mittigen
Durchgangsöffnung 12 für einen eingepreßten Lagerbolzen 13 versehen. Zur Auf
nahme des Lagerbolzens 13 ist in den beiden Ventilscheiben 7, 11 jeweils eine mittige
Sacklochöffnung 13 vorgesehen.
Die bewegbare mittige Ventilscheibe 1 weist nun zwei umlaufende Schmiermittel-
Aufnahmeöffnungen 5f und 5g auf. Die Schmiermittel-Aufnahmeöffnungen 5f und
5g, die als Durchgangsöffnungen ausgebildet sind, sind durch Trennstege 14 in ein
zelne Ringsegmente unterteilt. Die Oberseite und die Unterseiten der Trennstege 14
sind mit der jeweiligen Ventilfläche der Ventilscheibe 1 ausgefluchtet.
Claims (6)
1. Ventil (3) oder Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheibenpaket (2), das mit wenig
stens zwei zumindest jeweils eine Wasserdurchtrittsöffnung (4, 8, 9) aufweisenden
Ventilscheiben (1, 7, 11) versehen ist, wobei die Ventilscheiben (1, 7, 11) mit einander
zugewandten Ventilflächen (6, 9) gegeneinander liegen und wobei in wenigstens ei
ner Ventilscheibe (1, 7, 11) zusätzlich zur wenigstens einen Wasserdurchtrittsöffnung
(4, 8, 9) wenigstens eine Schmiermittel-Aufnahmeöffnung (5) mit darin aufgenom
menem Schmiermittel vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilschei
ben (1, 7, 11) im eingebauten Zustand übereinanderliegend angeordnet sind, daß die
Schmiermittel-Aufnahmeöffnung (5) in der obenliegenden Ventilscheibe (1; 7) von
zwei benachbarten Ventilscheiben (1, 7; 7, 1; 1, 11) vorgesehen ist und in Richtung der
unten liegenden Ventilscheibe (7; 1; 11) geöffnet ist, daß die Schmiermittelzufuhr zur
untenliegenden Ventilscheibe (7; 1; 11) über die Schwerkraft ohne eine gesonderte
Schmiermittelzuführeinrichtung bewirkt wird und daß die Schmiermittel-Aufnahme
öffnung (5) in jeder Ventilstellung von der untenliegenden Ventilscheibe (7; 1; 11)
überdeckt und damit zur Wasserdurchtrittsöffnung (4, 8, 9) hin abgeschlossen ist.
2. Ventil oder Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenig
stens eine weitere schmiermittelfreie Partikel-Aufnahmeöffnung für aufzunehmende
Partikel vorgesehen ist.
3. Ventil oder Sanitärarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Partikel-Aufnahmeöffnung in der untenliegenden Ventilscheibe (7; 1; 11) vorge
sehen ist.
4. Ventil oder Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Partikel-Aufnahmeöffnung zumindest in einer Ventilstellung
mit einer Wasserdurchtrittsöffnung (4, 8, 9) in der benachbarten Ventilscheibe (1; 7;
11) kommuniziert.
5. Ventil oder Sanitärarmatur nach einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schmiermittel- und/oder die Partikelaufnahmeöffnung (5) als
Durchtrittsöffnung oder als Sacklochöffnung ausgebildet sind/ist.
6. Ventil oder Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schmiermittel- und/oder die Partikelaufnahmeöffnung (5)
schlitz- oder zumindest ringsegmentförmig ausgebildet sind/ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995126110 DE19526110C1 (de) | 1995-07-18 | 1995-07-18 | Ventil oder Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheibenpaket |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995126110 DE19526110C1 (de) | 1995-07-18 | 1995-07-18 | Ventil oder Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheibenpaket |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19526110C1 true DE19526110C1 (de) | 1997-04-24 |
Family
ID=7767100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995126110 Revoked DE19526110C1 (de) | 1995-07-18 | 1995-07-18 | Ventil oder Sanitärarmatur, mit einem Ventilscheibenpaket |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19526110C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10009089B4 (de) * | 2000-02-21 | 2006-07-20 | Sergey Radchenko | Steuerventil |
| DE102023003751A1 (de) * | 2023-09-15 | 2025-03-20 | Schuf-Armaturen Und Apparatebau Gmbh | Notschließventil |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE503298C (de) * | 1928-01-21 | 1930-07-30 | Robert William Leach | Flachschieber |
-
1995
- 1995-07-18 DE DE1995126110 patent/DE19526110C1/de not_active Revoked
Patent Citations (1)
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| DE503298C (de) * | 1928-01-21 | 1930-07-30 | Robert William Leach | Flachschieber |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10009089B4 (de) * | 2000-02-21 | 2006-07-20 | Sergey Radchenko | Steuerventil |
| DE102023003751A1 (de) * | 2023-09-15 | 2025-03-20 | Schuf-Armaturen Und Apparatebau Gmbh | Notschließventil |
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