DE19522601A1 - Blindenleitgerät - Google Patents
BlindenleitgerätInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61H—PHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
- A61H3/00—Appliances for aiding patients or disabled persons to walk about
- A61H3/06—Walking aids for blind persons
- A61H3/061—Walking aids for blind persons with electronic detecting or guiding means
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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- A61H3/00—Appliances for aiding patients or disabled persons to walk about
- A61H3/06—Walking aids for blind persons
- A61H3/061—Walking aids for blind persons with electronic detecting or guiding means
- A61H2003/063—Walking aids for blind persons with electronic detecting or guiding means with tactile perception
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Description
Die Erfindung betrifft ein Blindenleitgerät mit einem
Empfänger für von einem Sender abgegebene und an einem
Hindernis reflektierbare Schaltwellen sowie mit einer
elektronischen Auswertungsschaltung zur Verarbeitung der
empfangenen Schaltwellen zwecks Abgabe eines von Träger des
Blindenleitgerätes wahrnehmbare Signales bei der Unter
schreitung eines vorgegebenen Abstandes zwischen dem
Empfänger und dem Hindernis.
Ein Blindenleitgerät dieser Art ist z. B. durch die
DE 28 16 530 A bekanntgeworden. Die Entfernung zwischen dem
Träger des Gerätes und einem Hindernis wird dabei nach dem
Prinzip des Ultraschall-Radargerätes ermittelt. Ein ähnlich
wirkendes Gerät nach der DE 39 42 093 A ist derart ausge
bildet, daß es in eine Kopfbedeckung integrierbar ist und dem
Benutzer ein akustisches Abbild der Umgebung bietet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Blindenleit
gerät zu schaffen, das vom Benutzer individuell einsetzbar
ist, d. h. nicht an die Verwendung in Verbindung mit einer
Kopfbedeckung gebunden ist. Ferner soll anstelle einer
akustischen Signalgabe eine mechanische Signalgabe ermöglicht
werden, um den Gehörsinn des Benutzers in vollem Umfang für
akustische Wahrnehmungen der Umgebung freizuhalten. So
genannte Pulsatoren, die mechanische Tastimpulse auf den Kopf
eines Benutzers wirken lassen, sind durch die DE 22 61 975 B
bekanntgeworden.
Gemäß der Erfindung wird die genannte Aufgabe durch eine
zweiteilige Ausbildung des Blindenleitgerätes in der Weise
gelöst, daß eine erste Geräteeinheit den Sender und den
Empfänger enthält und eine Vorrichtung zur Befestigung an der
Bekleidung des Trägers aufweist und daß eine zweite Geräte
einheit einen durch den Empfänger steuerbaren Mikrorechner,
eine Stromversorgungseinheit sowie einen Signalgeber enthält.
Durch die zweiteilige Ausbildung des Blindenleitgerätes
bieten sich dem Benutzer zahlreiche Möglichkeiten für eine
zweckmäßige Anwendung. Da die erste Geräteeinheit nur den
Sender und den Empfänger enthält, ist sie mit verhältnismäßig
kleiner Baugröße ausführbar und ist daher an der Bekleidung
mittels einer Anstecknadel, einer Federklammer oder ähnlichen
Mittels einfach zu befestigen. Die zweite Geräteeinheit, die
mit Rücksicht auf die vorgesehenen Komponenten eine etwas
größere Bauform erfordert, kann dann in einer Tasche der
Bekleidung oder unter der Oberbekleidung getragen werden.
Auch hierbei hat der Benutzer die Möglichkeit, eine ihm
zusagende Art der Unterbringung zu wählen.
Im Rahmen der Erfindung kann die erste Geräteeinheit mit der
zweiten Geräteeinheit durch eine biegsame Leitung verbunden
sein, wobei die zweite Geräteeinheit eine vorzugsweise zur
Aufnahme in einer Tasche der Bekleidung des Trägers geeignete
Raumform aufweist.
Die Benutzung des Blindenleitgeräte kann noch dadurch er
leichtert werden, daß die zweite Geräteeinheit als Bestand
teil der Stromversorgungseinheit aufladbare Batterien und
eine Ladeschaltung für die Batterien enthält. Es genügt daher
die gelegentliche Verbindung der zweiten Geräteeinheit mit
einer Steckdose durch eine geeignete Anschlußleitung, um die
Geräteeinheit für einen weiteren Benutzungszeitraum wieder
aufzuladen.
Die verhältnismäßig geringe Baugröße der ersten Geräteeinheit
bietet die vorteilhafte Möglichkeit, eine Schwenkeinrichtung
zur Ausrichtung der ersten Geräteeinheit relativ zu der
Bekleidung des Trägers vorzusehen. Hierdurch kann der Be
nutzer beispielsweise erreichen, daß vorzugsweise horizontal
vor ihm liegende Hinternisse oder untenliegende Hinternisse
erfaßt werden, beispielsweise beim Abwärtsgehen über Treppen.
Als Signalgeber ist insbesondere ein Vibrationssignal der
eingangs erwähnten Art geeignet. Die von dem Signalgeber aus
gehenden mechanischen Schwingungen werden an der gesamten
Oberfläche der zweiten Geräteeinheit wahrgenommen und werden
auf diese Weise bei geeigneter Unterbringung der zweiten
Geräteeinheit an der Bekleidung des Benutzers auch auf die
Körperoberfläche übertragen. Dies ist beispielsweise beim
Tragen in einer Hosentasche erreichbar. Andererseits kann das
an einer weniger mit dem Körper in Berührung stehenden Unter
bringung der zweiten Geräteeinheit durch Berührung mit einer
Hand gleichfalls wahrgenommen werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine Person als Benutzer eines Blindenleit
gerätes nach der Erfindung.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein zwei Geräteeinheiten auf
weisendes Blindenleitgerät in einer Frontansicht und einer
Seitenansicht.
Das in der Figur gezeigte Blindenleitgerät 1 ist zweiteilig
ausgebildet und weist eine erste Geräteeinheit 2 sowie einen
zweite Geräteeinheit 3 auf. Eine biegsame Leitung 4 verbindet
die beiden Geräteeinheiten 2 und 3. Der in der Fig. 1
gezeigte Träger 5 des Blindenleitgerätes 1 benutzt das
Blindenleitgerät 1 in der Weise, daß die Geräteeinheit 2 an
einer Tasche 6 der Bekleidung 7 befestigt ist, während die
zweite Geräteeinheit 3 in einer Hosentasche getragen wird,
deren Eingriff bei 8 gezeigt ist. Ein Hindernis 10, z. B.
eine geschlossene Tür, reflektiert die von einem in der
Geräteeinheit 2 untergebrachten Sender abgegebene Ultra
schallwellen, die durch einen gestrichelten Pfeil 11
angedeutet sind. Die reflektierten Schallwellen sind
gleichfalls durch einen gestrichelten Pfeil 12 angedeutet.
Einzelheiten des Blindenleitgerätes 1 werden im folgenden
anhand der Fig. 2 und 3 erläutert.
In der beispielsweise rund bzw. knopfartig aufgebildeten
ersten Geräteeinheit 2 sind ein Sender 13 für Ultraschall
wellen sowie ein Empfänger 14 für die an einem Hinternis
reflektierten Ultraschallwellen untergebracht. Zur leichten
Ausrichtung ist die Geräteeinheit 2 mit einer Schwenkvor
richtung 15 versehen, die einen Kopfteil 16 der ersten
Geräteeinheit 2 mit einem Klammerträger 17 verbindet. Eine
Federklammer 18 gestattet das einfache Anstecken der Geräte
einheit 2 an der Bekleidung des Benutzers 5 (Fig. 1).
Anstelle der Federklammer 18 können auch andere geeignete
Mittel, wie sie beispielsweise von Krawattennadeln und
anderen Gebrauchsgegenständen her bekannt sind.
Die zweite Geräteeinheit 20 hat die Gestalt eines flachen
Kästchens solcher Gestalt, daß es leicht in eine Jackentasche
oder Hosentasche untergebracht werden kann. Falls eine
Befestigung gewünscht wird, kann hierzu eine gleichfalls
vorgesehene Federklammer 20 benutzt werden.
Die wesentlichen Bestandteile der Geräteeinheit 3 sind als
Funktionsblöcke in der Fig. 2 angedeutet. Dabei handelt es
sich um einen Mikrorechner 21, einen Signalgeber 22, der
vorzugsweise als elektromechanischer Vibrator ausgebildet
ist, so wie eine Stromversorgungseinheit 23 und ein Ladegerät
24. An der Außenseite der Geräteeinheit 3 sind eine Buchse 25
zum Aufladen der Stromversorgungseinheit 23 sowie ein
Schalter 26 zum Ein- und Ausschalten der Geräteeinheit 3
vorgesehen. Zusätzlich läßt sich die Intensität des Signal
gebers 22 durch ein Stellglied 27 verändern. Die zur Ver
bindung der ersten Geräteeinheit 2 mit der zweiten Geräte
einheit 3 vorgesehene biegsame Leitung 4 ist zweckmäßig
mehradrig ausgebildet, um dem Sender 13 die benötigte Be
triebsenergie zuzuführen und das von dem Empfänger 14 ausge
nommene Signal zur weiteren Verarbeitung durch den Mikro
rechner 21 zu der Geräteeinheit 3 zuleiten.
Die in der Fig. 1 gezeigte Unterbringung des Blindenleit
gerätes 1 an der Bekleidung 7 des Benutzers 5 ist lediglich
eines von zahlreichen unterschiedlichen Möglichkeiten, die
sich durch die zweiteilige Ausbildung ergeben. Beispielsweise
wäre es auch möglich, die erste Geräteeinheit 2 an einer
Kopfbedeckung anzubringen, wie dies für einteilige
Blindenleitgeräte bereits bekannt ist.
Claims (5)
1. Blindenleitgerät (1) mit einem Empfänger (14) für von
einem Sender (13) abgegebene und an einem Hindernis
reflektierbare Schallwellen sowie mit einer elektronischen
Auswertungsschaltung zur Verarbeitung der empfangenen
Schallwellen zwecks Abgabe eines vom Träger (5) des Blinden
leitgerätes (1) wahrnehmbaren Signales bei der Unter
schreitung eines vorgegebenen Abstandes zwischen dem
Empfänger (14) und dem Hindernis (10),
gekennzeichnet durch eine zweiteilige
Ausbildung derart, daß eine erste Geräteeinheit (2) den
Sender (13) und den Empfänger (14) enthält und eine
Vorrichtung (17, 18) zur Befestigung an der Bekleidung (7)
des Trägers (5) aufweist und daß eine zweite Geräteeinheit
(3) als Auswertungsschaltung einen durch den Empfänger (14)
steuerbaren Mikrorechner (21), eine Stromversorgungseinheit
(23) sowie einen Signalgeber (22) enthält.
2. Blindenleitgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Geräteeinheit (2) mit der zweiten Geräteeinheit (3)
durch eine biegsame Leitung (4) verbunden ist und daß die
zweite Geräteeinheit (3) eine vorzugsweise zur Aufnahme in
einer Tasche der Bekleidung (7) des Trägers (5) geeignete
Raumform aufweist.
3. Blindenleitgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Geräteeinheit (3) der Stromversorgungseinheit (23)
zugeordnete aufladbare Batterien und eine Ladeschaltung (24)
für die Batterien enthält.
4. Blindenleitgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Geräteeinheit (2) mit einer Schwenkvorrichtung (15) zur
Ausrichtung eines Kopfstückes (16) der ersten Geräteeinheit
(2) relativ zu der Bekleidung (7) des Trägers (5) ausgerüstet
ist.
5. Blindenleitgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Signalgeber (22) als elektromechanischer Vibrator ausgebildet
ist, der mit einem Gehäuse (28) der zweiten Geräteeinheit (3)
verbunden ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995122601 DE19522601A1 (de) | 1995-06-19 | 1995-06-19 | Blindenleitgerät |
| EP96250129A EP0749744A1 (de) | 1995-06-19 | 1996-06-12 | Blindenleitgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995122601 DE19522601A1 (de) | 1995-06-19 | 1995-06-19 | Blindenleitgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19522601A1 true DE19522601A1 (de) | 1997-01-02 |
Family
ID=7764931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995122601 Ceased DE19522601A1 (de) | 1995-06-19 | 1995-06-19 | Blindenleitgerät |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| EP (1) | EP0749744A1 (de) |
| DE (1) | DE19522601A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0749744A1 (de) | 1996-12-27 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |