DE19518457A1 - Vorrichtung zum Schleifen von Schienen - Google Patents
Vorrichtung zum Schleifen von SchienenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schleifen von Schienen eines
Gleises, mit einem über Tastrollen mit Drehachsen auf einer Schiene abroll
baren, ein relativ zur Schiene verstellbares Schleiforgan aufweisenden Trag
rahmen, der um eine in Schienenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse
schwenkbar an einem Aggregatrahmen mit auf den Schienen abrollbaren
Führungsrollen gelagert ist, wobei sowohl Tast- als auch Führungsrollen je
weils eine zum Abrollen auf der Schiene vorgesehene Abrollfläche aufwei
sen, und ein zur Anlage an eine vertikale Seitenfläche der Schiene ausgebil
detes Führungsorgan in bezug auf den Tragrahmen distanzierbar mit dem
Aggregatrahmen verbunden ist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 12 74 610 A bekannt. Diese von
Hand verfahrbare Schienenschleifmaschine weist einen mittels Tastrollen am
Schienenkopf aufliegenden Tragrahmen auf, an dem ein Schleiforgan samt
einem Antriebsmotor gelagert und an Hand eines Spindelantriebes relativ zur
Schiene verstellbar ist. Der Tragrahmen ist an seinen beiden Längsenden
verschwenkbar mit einem Aggregatrahmen verbunden, der über Führungsrol
len mit horizontalen Drehachsen auf der Schiene abgestützt ist. Diese mit
Spurkränzen ausgestatteten Führungsrollen sind jeweils in einem gabelförmi
gen Rollenträger gelagert, der in Führungsleisten am Aggregatrahmen relativ
zu diesem in Richtung der Drehachsen der Rollen verschiebbar angeordnet
ist. Die aus Tragrahmen und Aggregatrahmen gebildete Einheit ist in Gleis
querrichtung in verschiedene Positionen verstellbar und in diesen an Hand
von Spannmuttern an den - formschlüssig mit dem Schienenkopf in Eingriff
verbleibenden - Führungsrollen fixierbar. Die Verbindung von Trag- und Ag
gregatrahmen erfolgt über zwei Schwingen, die jeweils über einen in Schie
nenlängsrichtung ausgerichteten Drehzapfen am Tragrahmen und über einen
weiteren, zum ersten versetzt angeordneten Drehzapfen am Aggregatrah
men befestigt sind.
In der DE 29 08 244 A ist eine Schleifvorrichtung mit einem sich in Schienen
längsrichtung erstreckenden Rahmen beschrieben, der an beiden Längsen
den um eine parallel zur Schiene verlaufende Achse verschwenkbar mit je
einem Stützfuß verbunden ist und damit beidseits der Schleifstelle auf der
zu bearbeitenden Schiene festgeklemmt wird. Eine Verriegelungseinrichtung
gestattet das Fixieren des Rahmens in jeder gewählten Verschwenkposition.
Auf einer am Rahmen montierten Längsführung ist ein das Schleiforgan auf
weisender Schlitten in Schienenlängsrichtung verschiebbar gelagert, wobei
diese Längsführung mit Tastern ausgestattet ist, die während der Querver
schwenkung des Rahmens dem Schienenprofil folgen bzw. dieses kopieren.
Um die hierbei erforderlichen Abstandsänderungen der Längsführung mit
samt dem Schleiforgan in bezug auf die Schwenkachse zu ermöglichen, ist
die Längsführung über senkrecht zur Schienenlängsrichtung verlaufende
Säulen gleitend auf dem Rahmen gelagert und mit Rückstellfedern verse
hen.
Gemäß WO 91/08343 ist ebenfalls eine an einer Schiene anklemmbare Vor
richtung bekannt, bei der ein senkrecht zur Schiene verstellbares Schleifor
gan auf einer parallel zur Schiene verlaufenden, als Träger fungierenden
Längsführung verschiebbar gelagert ist. Dieser Träger ist an seinen beiden
Enden in einer zum Idealprofil der Schiene im wesentlichen parallel verlau
fenden Kurvenbahn geführt und zusätzlich mittels Rollen auf der Schiene ab
gestützt, die quer über den Schienenkopf abrollen und so die Schleifscheibe
im gleichen Abstand vom tatsächlichen Schienenprofil halten.
Bei einer weiteren, durch die DE 43 16 252 A1 bekannten gleisverfahrbaren
Schienenschleifmaschine ist das Schleiforgan auf einer Schwenkkonsole be
festigt, die um eine in Schienenlängsrichtung verlaufende Achse rotierbar
mit einem Liftrahmen verbunden ist. Dieser ist seinerseits höhenverstellbar
auf einem Zustellschlitten gelagert, der auf einem Tragrahmen senkrecht zur
Schienenlängsrichtung horizontal verschiebbar angeordnet ist. Der Trag
rahmen schließlich ist auf einem auf den Schienen abrollbaren Fahrgestell
rahmen montiert. Um das Schleiforgan auf einen bestimmten Punkt des zu
schleifenden Schienenprofiles einzustellen, sind drei separat voneinander
an Hand von eigenen Hydraulik- oder Spindelantrieben durchführbare Bewe
gungen erforderlich, nämlich Querverstellung, Höhenverstellung und Ver
schwenkung des Schleiforganes. Eine ähnliche Anordnung ist auch in der
US 4 993 193 geoffenbart.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun in der Schaffung einer
Vorrichtung der eingangs genannten Art, die ein problemloses und genaues
Kopieren des Schienenkopfprofiles in Kombination mit höchstem Bedienungs
komfort und Sicherheit für das Arbeitspersonal ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einer gattungsgemäßen Vorrichtung dadurch gelöst,
daß - bei Horizontalstellung der Drehachsen der Tastrollen parallel zu Dreh
achsen der Führungsrollen - ein durch Kontakt der Abrollfläche mit der
Schiene definierter Rollenaufstandspunkt der Führungsrolle in bezug auf
einen Rollenaufstandspunkt der Tastrolle unter höherer Positionierung di
stanziert angeordnet ist, und daß ein Verschwenkantrieb zum Verschwenken
des Aggregatrahmens relativ zum Tragrahmen vorgesehen ist.
Diese spezielle Anordnung der Tast- und Führungsrollen zueinander ermög
licht es, sowohl die horizontale Lauffläche als auch beide vertikale Seitenflä
chen eines Schienenkopfes problemlos und mit hoher Präzision zu bearbei
ten, wobei in Verbindung mit dem Verschwenkantrieb auch ein Höchstmaß
an Ergonomie gewährleistet ist. Beim Schleifen der Lauffläche und der obe
ren Schienenkopfkanten werden die als Kopierrollen fungierenden Tastrollen
in ihrer Verschwenkbewegung um die Schwenkachse in keiner Weise beein
trächtigt oder behindert, da die Führungsrollen hierbei keinen Kontakt mit
der Schiene haben und sich die gesamte Vorrichtung lediglich über die be
sagten Tastrollen auf der Schiene abstützt. Dadurch kann das Schienenpro
fil zu beiden Seiten der Schleifstelle genauestens verfolgt und an der Schleif
stelle selbst durch das Schleiforgan kopiert werden, um beispielsweise
einen geschweißten Schienenstoß plan zu schleifen. Wird der Tragrahmen
zum Schleifen der Schienenkopfseitenflächen ganz zur Seite verschwenkt,
so ermöglicht die - in bezug auf den Rollenaufstandspunkt der Tastrolle -
höhere Positionierung der Rollenaufstandspunkte der Führungsrollen ein
selbsttätiges bzw. automatisches Absenken der Vorrichtung, bis die Füh
rungsrollen auf der Schiene aufliegen. Diese Absenkung bietet den Vorteil,
daß das Schleiforgan besser auf der zu schleifenden Seitenfläche der Schie
ne plazierbar ist und der Schleifbereich weiter nach unten ausgedehnt wer
den kann. Gleichzeitig verhindert das Führungsorgan ein Abrutschen der
Vorrichtung von der Schiene ungeachtet der Verschwenkstellung des Schleif
organes. Die Bedienungsperson kann sich also - weitgehend unbelastet von
Vorsichtsmaßnahmen - auf das Balanzieren der Vorrichtung auf der Schiene
und auf die Bedienung des Verschwenkantriebes konzentrieren, wodurch
alle weiteren Bewegungen des Trag- und Aggregatrahmens relativ zueinan
der automatisch ausgelöst werden.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Beschreibung.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in den Zeichnungen darge
stellten Ausführungsbeispieles im Detail erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß aus
gebildeten Vorrichtung zum Schleifen von Schienen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1
in einer zum Schleifen einer Schienenkopfflanke seitlich
verschwenkten Position des Schleiforganes,
Fig. 3 eine Detailseitenansicht und Fig. 4 eine vergrößerte,
vereinfacht dargestellte Schrägansicht des den Verschwenk
antrieb aufweisenden Bereiches der Vorrichtung,
Fig. 5 eine Stirnansicht gemäß Pfeil V in Fig. 1,
Fig. 6 eine weitere Stirnansicht gemäß Pfeil VI in Fig. 2,
und
Fig. 7 stark schematisiert ein weiteres Ausführungsbei
spiel der Erfindung.
Eine in Fig. 1 und 2 ersichtliche Vorrichtung 1 zum Schleifen von Schienen 2
eines Gleises weist einen langgestreckt ausgebildeten Tragrahmen 3 auf,
der über zwei in Schienenlängsrichtung voneinander distanzierte Tastrollen
4 mit Drehachsen 5 auf der zu schleifenden Schiene 2 abgestützt bzw. auf
dieser abrollbar ist. Der Tragrahmen 3 ist an seinen beiden Längsenden um
eine in Schienenlängsrichtung verlaufende, aus einer Welle 6 gebildete
Schwenkachse 7 rotierbar mit einem Aggregatrahmen 8 verbunden, der mit
einem nach oben abragenden und den Tragrahmen 3 überbrückenden Bügel
9 versehen ist.
Auf einer am Aggregatrahmen 8 befestigten Konsole 10 befindet sich ein An
triebsmotor 11, der über eine flexible Antriebswelle 12 mit einem auf dem
Tragrahmen 3 vorgesehenen Schleifaggregat 13 in Verbindung steht. Dieses
setzt sich aus einem mittig zwischen den Tastrollen 4 am Tragrahmen 3 an
geordneten Schleiforgan 14 und einem Winkelgetriebe 15 zusammen, an
das die Antriebswelle 12 angeschlossen ist. Das Schleiforgan 14 ist als um
eine senkrecht zur Schienenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse 18
rotierende Topfscheibe 16 ausgebildet, die über das Winkelgetriebe 15 an
Hand eines Keilriemens 17 beaufschlagt wird. Die Topfscheibe 16 ist in Rich
tung ihrer Rotationsachse 18 senkrecht in bezug auf die zu bearbeitende
Schiene 2 mittels eines Verstellantriebes 20 vorschiebbar, wobei diese - vor
zugsweise elektrisch betriebene - Verstellbewegung durch eine im oberen
Bereich des Bügels 9 montierte Taste 19 fernsteuerbar ist.
Wie im weiteren in Fig. 3 und 4 noch deutlicher erkennbar, ist der Aggregat
rahmen 8 an seinen Längsenden mit je einer Führungsrolle 22 ausgestattet.
Diese Führungsrollen 22 mit horizontalen bzw. zur Gleisebene parallelen
Drehachsen 23 weisen jeweils in Richtung der Drehachse 23 voneinander di
stanzierte Spurkränze 21 auf, die die Funktion von - zur Anlage an eine verti
kale Seitenfläche 39 der Schiene 2 ausgebildeten - Führungsorganen 40 ha
ben. Diese sind in bezug auf den Tragrahmen 3 verstellbar bzw. zu diesem
distanzierbar ausgebildet. Zu diesem Zweck sind die Führungsrollen 22 ent
lang einer in Richtung der Drehachsen 23 verlaufenden Querführung 24 rela
tiv zum Aggregatrahmen 8 verschiebbar an diesem gelagert. Die Querfüh
rung 24 besteht aus einer Gleitmanschette 25, die mit Achslagern 26 der
Führungsrolle 22 verbunden ist und auf einem im Querschnittsprofil vierkant
förmigen Gleitträger 27 frei verschiebbar bzw. schwimmend gelagert ist. Der
Gleitträger 27 ist in einem auf einer Seite offenen Gehäuse 28 unterge
bracht, an dessen Unterseite sich ein Lagerblock 29 zur Aufnahme der mit
dem Tragrahmen 3 verbundenen Welle 6 befindet.
Ein im Inneren des Gleitträgers 27 befindliches Druckelement 41 in Form
einer Feder 42 ist mit der Gleitmanschette 25 verbunden und bestrebt, die
Führungsrolle 22 mittig in bezug auf die Querführung 24 bzw. bezüglich des
Aggregatrahmens 8 zentriert zu halten (siehe Fig. 5). Sowohl die Tastrollen
4 als auch die Führungsrollen 22 weisen eine zum Abrollen auf der Schiene 2
vorgesehene und mit 43 bzw. 44 bezeichnete Abrollfläche auf. Durch den
Kontakt dieser Abrollfläche 43 der Tastrolle 4 mit der Schiene 2 wird ein
Rollenaufstandspunkt 45 definiert, während ein entsprechender Rollenauf
standspunkt der Führungsrolle 22 das Bezugszeichen 46 trägt. Wie in Fig. 3
und insbesondere in Fig. 5 zu sehen, ist - bei einer horizontalen Ausrichtung
der Drehachsen 5 der Tastrollen 4 parallel zu den Drehachsen 23 der Füh
rungsrollen 22 - der Rollenaufstandspunkt 46 der Führungsrolle 22 in bezug
auf den Rollenaufstandspunkt 45 der Tastrolle 4 höher positioniert bzw. verti
kal von diesem distanziert angeordnet.
Zur Verschwenkung des Tragrahmens 3 relativ zum Aggregatrahmen 8 ist
ein Verschwenkantrieb 30 vorgesehen, der im Bereich der einen Verbin
dungsstelle der beiden Rahmen 3, 8 angeordnet und als Kegelradgetriebe 31
ausgebildet ist. Dieses setzt sich aus einem am Tragrahmen 3 befestigten,
entlang seines Umfanges einen Zahnkranz 32 aufweisenden Kegelrad 33 so
wie einem mit dem Aggregatrahmen 8 verbundenen Antriebsrad 34 zusam
men. Das als Halbkreis geformte Kegelrad 33 ist in einer senkrecht zur
Schienenlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene koaxial zur Schwenkach
se 7 bzw. zur Welle 6 angeordnet, während das - einen im Vergleich dazu
viel kleineren Durchmesser aufweisende - Antriebsrad 34 mit seiner Achse
35 im rechten Winkel zur Schwenkachse 7 in einer Halterung 36 des Aggre
gatrahmens 8 montiert ist. An Hand einer am Bügel 9 befestigten Kurbel 37
ist das Antriebsrad 34 über einen biegsamen Schaft 38 in Drehung versetz
bar, wodurch die Verschwenkung des Tragrahmens 3 ausgelöst bzw. gesteu
ert wird.
Im Arbeitseinsatz wird die Vorrichtung auf einer Schiene 2 von Hand verfah
ren und an der Schleifstelle hin- und herbewegt. Der Aggregatrahmen 8
bzw. der Bügel 9 bleibt dabei immer in lotrechter Stellung und wird - im Ge
gensatz zum Tragrahmen 3 - nicht gekippt. Dies bietet dem Vorteil einer er
gonomisch richtigen, bequem aufrecht stehenden Arbeitsweise für den Be
diener, der alle Einstellvorgänge an Hand der oben am Bügel 9 angeordne
ten Bedienungselemente durchführen kann. Zudem kann der Antriebsmotor
11, da er nicht gekippt wird, auch als Viertaktmotor mit besseren Emissions
werten und geringerer Lärmentwicklung ausgeführt sein.
Beim Schleifen der horizontalen Lauffläche 47 einer Schiene 2 befindet sich
die Vorrichtung 1 in der in Fig. 1 und 5 gezeigten Stellung. Der Tragrahmen
3 liegt auf der Schiene 2 über die Tastrollen 4 auf, deren Drehachsen 5 nun
horizontal ausgerichtet sind. Der Aggregatrahmen 8 ruht über die Querfüh
rung 24 ebenfalls auf den Tastrollen 4, während die Führungsrollen 22 auf
grund der höheren Positionierung ihrer Rollenaufstandspunkte 46 nicht auf
der Schiene 2 aufliegen. Die Spurkränze 21 der Führungsrollen 22 sind so
dimensioniert, daß sie sich dabei über die oberen Schienenkopfkanten nach
unten erstrecken und als Führungsorgane 40 verhindern, daß die Vorrich
tung 1 seitlich von der Schiene 2 abrutschen kann. Der Bediener regelt den
Vorschub des Schleiforganes 14 bzw. der Topfscheibe 16 mittels des Ver
stellantriebes 20 über die Taste 19, wobei das Eigengewicht der Vorrichtung
1 den für das Schleifen nötigen Anpreßdruck erzeugt.
Soll nun eine Schienenkopfkante oder - wie in Fig. 2 und 6 zu sehen - eine
der vertikalen Seitenflächen 39 eines Schienenkopfes 52 bearbeitet werden,
so ist dazu lediglich eine Verschwenkung des Tragrahmens 3 an Hand des
über die Kurbel 37 bedienbaren Verschwenkantriebes 30 erforderlich. Die
Rotation der Welle 6 um die Schwenkachse 7 führt zu einem Kippen der
Tastrollen 4, die in ihrer Funktion als Kopierrollen dem Querschnittsprofil
des Schienenkopfes 52 folgen. Dadurch wird automatisch auch eine Ver
schiebung des Tragrahmens 3 und des mit diesem über die Welle 6 gekop
pelten Aggregatrahmens 8 quer zur Schienenlängsrichtung ausgelöst. Die
Führungsrollen 22 bleiben dabei auf Grund der Spurkränze 21 in ihrer bezüg
lich der Schiene 2 zentrierten Stellung mit horizontaler Ausrichtung der Dreh
achsen 23. Die daraus resultierende Querverstellung der Gleitmanschette
25 relativ zum Gleitträger 27 der Querführung 24 bewirkt eine Kompression
des Druckelementes 41 auf der der Schleifstelle gegenüberliegenden Seite
und dadurch in weiterer Folge die Erzeugung eines Anpreßdruckes des
Schleiforganes 14 auf die Seitenfläche 39 des Schienenkopfes 52. Dieser
Anpreßdruck nimmt proportional zur Verschwenkung des Tragrahmens 3 zu
und ersetzt dadurch den zwangsweise abnehmenden, durch das Eigenge
wicht der Vorrichtung erzeugten Anpreßdruck automatisch.
Bei Erreichen der größtmöglichen Verschwenkung und dadurch bedingten
Querverstellung des Tragrahmens 3 nehmen die Drehachsen 5 der Tastrol
len 4 eine etwa vertikale Position ein (Fig. 6). Dies ermöglicht ein Absenken
der gesamten Vorrichtung 1 in vertikaler Richtung um jene Distanz, um die
der Rollenaufstandspunkt 46 der Abrollfläche 44 der Führungsrolle 22 in der
Ausgangsposition von der Lauffläche 47 der Schiene 2 distanziert war. Die
strichpunktierte Linie 48 in Fig. 6 zeigt die bogenförmige Bahn, die die
Schwenkachse 7 zwischen den beiden möglichen Extremstellungen be
schreibt. Da beide Seitenflächen 39 des Schienenkopfes 52 gleichermaßen
vom Schleiforgan 14 erreichbar sind, erübrigt sich ein Umdrehen der Vorrich
tung 1 auf der Schiene 2.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Variante einer Vorrichtung zum Schienen
schleifen sind funktionsgleiche Teile mit denselben Bezugszeichen wie in
den Fig. 1 bis 6 versehen. Diese Vorrichtung 49 unterscheidet sich von der
bereits beschriebenen dadurch, daß das Führungsorgan 40 nicht der zu be
arbeitenden Schiene 2 zugeordnet ist, sondern als auf der gegenüberliegen
den Schiene 2 abrollbare Doppelspurkranzrolle 50 ausgebildet ist. Diese ist
wieder über eine Querführung 24 mit dem Aggregatrahmen 8 verbunden und
relativ zu diesem querverstellbar. Die Querführung 24 ist als teleskopisch
verlänger- bzw. verkürzbarer Balken 51 ausgebildet und mit einem Druckele
ment 41 versehen. Die am Aggregatrahmen 8 angeordneten Führungsrollen
22 sind zu diesem nicht relativ verstellbar und weisen daher keine Spur
kränze auf, um die erforderliche Querverschiebung der Vorrichtung nicht zu
behindern.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung
2 Schiene
3 Tragrahmen
4 Tastrolle
5 Drehachse
6 Welle
7 Schwenkachse
8 Aggregatrahmen
9 Bügel
10 Konsole
11 Antriebsmotor
12 Antriebswelle
13 Schleifaggregat
14 Schleiforgan
15 Winkelgetriebe
16 Topfscheibe
17 Keilriemen
18 Rotationsachse
19 Taste
20 Verstellantrieb
21 Spurkranz
22 Führungsrolle
23 Drehachse
24 Querführung
25 Gleitmanschette
26 Achslager
27 Gleitträger
28 Gehäuse
29 Lagerblock
30 Verschwenkantrieb
31 Kegelradgetriebe
32 Zahnkranz
33 Kegelrad
34 Antriebsrad
35 Achse
36 Halterung
37 Kurbel
38 Schaft
39 Seitenfläche
40 Führungsorgan
41 Druckelement
42 Feder
43 Abrollfläche
44 Abrollfläche
45 Rollenaufstandspunkt
46 Rollenaufstandspunkt
47 Lauffläche
48 Linie
49 Vorrichtung
50 Doppelspurkranzrolle
51 Balken
52 Schienenkopf
2 Schiene
3 Tragrahmen
4 Tastrolle
5 Drehachse
6 Welle
7 Schwenkachse
8 Aggregatrahmen
9 Bügel
10 Konsole
11 Antriebsmotor
12 Antriebswelle
13 Schleifaggregat
14 Schleiforgan
15 Winkelgetriebe
16 Topfscheibe
17 Keilriemen
18 Rotationsachse
19 Taste
20 Verstellantrieb
21 Spurkranz
22 Führungsrolle
23 Drehachse
24 Querführung
25 Gleitmanschette
26 Achslager
27 Gleitträger
28 Gehäuse
29 Lagerblock
30 Verschwenkantrieb
31 Kegelradgetriebe
32 Zahnkranz
33 Kegelrad
34 Antriebsrad
35 Achse
36 Halterung
37 Kurbel
38 Schaft
39 Seitenfläche
40 Führungsorgan
41 Druckelement
42 Feder
43 Abrollfläche
44 Abrollfläche
45 Rollenaufstandspunkt
46 Rollenaufstandspunkt
47 Lauffläche
48 Linie
49 Vorrichtung
50 Doppelspurkranzrolle
51 Balken
52 Schienenkopf
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Schleifen von Schienen eines Gleises, mit einem
über Tastrollen (4) mit Drehachsen (5) auf einer Schiene (2) abrollbaren, ein
relativ zur Schiene (2) verstellbares Schleiforgan (14) aufweisenden Trag
rahmen (3), der um eine in Schienenlängsrichtung verlaufende Schwenkach
se (7) schwenkbar an einem Aggregatrahmen (8) mit auf den Schienen (2)
abrollbaren Führungsrollen (22) gelagert ist, wobei sowohl Tast- als auch
Führungsrollen (4, 22) jeweils eine zum Abrollen auf der Schiene (2) vorgese
hene Abrollfläche (43, 44) aufweisen, und ein zur Anlage an eine vertikale
Seitenfläche (39) der Schiene ausgebildetes Führungsorgan (40) in bezug
auf den Tragrahmen (3) distanzierbar mit dem Aggregatrahmen (8) verbun
den ist, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Horizontalstellung der Dreh
achsen (5) der Tastrollen (4) parallel zu Drehachsen (23) der Führungsrollen
(22) - ein durch Kontakt der Abrollfläche (44) mit der Schiene (2) definierter
Rollenaufstandspunkt (46) der Führungsrolle (22) in bezug auf einen Rollen
aufstandspunkt (45) der Tastrolle (4) unter höherer Positionierung distan
ziert angeordnet ist, und daß ein Verschwenkantrieb (30) zum Verschwen
ken des Aggregatrahmens (8) relativ zum Tragrahmen (3) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
in Richtung der Drehachse (23) voneinander distanzierte und mit der Füh
rungsrolle (22) verbundene Führungsorgane (40) in Form von Spurkränzen
(21) vorgesehen sind, wobei die Führungsrolle (22) entlang einer in Rich
tung der Drehachse (23) verlaufenden Querführung (24) relativ zum Aggre
gatrahmen (8) verschiebbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querführung (24) zur in Gleisquerrichtung frei gleitenden Lagerung der Füh
rungsrollen (22) am Aggregatrahmen (8) ausgebildet ist und ein Druckele
ment (41) zur Rückführung des Aggregatrahmens (8) in eine bezüglich der
Führungsrollen (22) zentrierte Stellung aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Querführung (24) eine mit Achslagern (26) der Führungsrollen (22) ver
bundene Gleitmanschette (25) aufweist, die auf einem mit dem Aggregatrah
men (8) verbundenen Gleitträger (27) verschiebbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Gleit
manschette (25) und Gleitträger (27) im Querschnittsprofil vierkantförmig
ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Schleiforgan (14) als rotierende Topfscheibe (16) mit einer
senkrecht zur Schienenlängsrichtung verlaufenden Rotationsachse (18) aus
gebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verschwenkantrieb (30) als Kegelradgetriebe (31) ausgebil
det ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kegelradgetriebe (31) aus einem am Tragrahmen (3) befestigten, in einer
senkrecht zur Schienenlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene koaxial zur
Schwenkachse (7) angeordneten Kegelrad (33) und einem mit dem Aggregat
rahmen (8) verbundenen Antriebsrad (34) besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kegelrad (33) einen sich über wenigstens 180° seines Umfanges erstrecken
den Zahnkranz (32) aufweist, und der Durchmesser des Kegelrades (33) ein
Vielfaches des Durchmessers des Antriebsrades (34) beträgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet
durch einen am Aggregatrahmen (8) befestigten Antriebsmotor (11), der über
eine flexible Antriebswelle (12) mit einem auf dem Tragrahmen (3) angeord
neten, das Schleiforgan (14) aufweisenden Schleifaggregat (13) in Verbin
dung steht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Schleiforgan (14) mittels eines fernbedienbaren Verstellan
triebes (20) in einer zur Schwenkachse (7) senkrechten Richtung in bezug
auf die zu bearbeitende Schiene (2) verstellbar ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aggregatrahmen (8) einen nach oben abragenden Bügel (9) aufweist, an
dem Bedienungselemente für den Verstellantrieb (20) und den Verschwenk
antrieb (30) angeordnet sind.
Priority Applications (19)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |