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Druckbalken an einer Bandschleifmaschine Die Erfindung betrifft einen
Druckbalken an einer IPandschleifmaschine mit einem quer zur Werkstück-1 Iorschubrichtung
umlaufenden endlosen Schleifband.
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Der Druckbalken, der sich über die ganze Schleifeiner Bandschleifmaschine
erstreckt, preßt das Ilendlos umlaufende Schleifband gegen das zu schlei-:f ende
Werkstück. Da die Werkstücke verschiedene ;!Längen haben, ist es erforderlich, den
Druckbalken ,mit einer Einrichtung zu versehen, durch welche die "^ wirksame Drucklänge
auf die jeweilige Werkstück-','II@änge einstellbar ist.
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Es sind bereits Einrichtungen zum Verstellen der rksamen Druckfläche
bekannt (vgl. deutsche Patentanmeldung B 37 580 I b / 38 c), bei denen durch üeine
bestimmte Breite von Druckgliedern die Ver-"@tellung der Schleiffläche in nachteiliger
Weise nur ;stufenweise erfolgen kann.
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Soweit bereits zur vorteilhafteren stufenlosen Ver-Iptellung der wirksamen
Druckfläche des Druckbalkens verschiebbare elastische Unterlegdruckmatten vorbekannt
sind (vgl. brit. Patentschrift 843196, Patentschrift Nr.16 894 des Amtes f. Erfindungspnd
Patentwesen Ostberlin), so zeigen diese Matten ?dien wesentlichen Nachteil, daß
sich bei ihrer Umjenkung an den Umlenkrollen Abschnitte verformen und in den Schleifbereich
rücken, wenn nach einem Werkstück kurzer Schleiflänge ein solches mit langer Schleiflänge
geschliffen werden soll und in der Zwiachenzeit das untere Trum der Druckmatte weiter
'herschoben werden muß. Auch schließen derartige Unterlegmatten nicht aus, daß sich
zwischen der Andruckfläche des Druckbalkens und der verschieb-Ilichen Druckmatte
Schleifstaub festsetzt, der dort Knötchen oder streifenförmige Anhäufungen bildet,
'die stellenweise die Druckmatte in ihrer glatten Oberfläche verändern und daher
Schleifspuren auf der Werkstückoberfläche verursachen. Derartige Staubansammlungen
lassen sich nicht vermeiden, da die Druckmatte verschieblich bleiben muß.
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Wenn auch grundsätzlich an Bandschleifmaschinen chon Schieber zur
Verringerung oder Erhöhung gewisser auf das Schleifband einwirkender Abschnitte
orbekannt sind (vgl. USA-Patentschrift 1094 484), o kann aber hierbei keine genaue
Einstellung der Wirksamen Druckfläche entsprechend der Länge des u schleifenden
Werkstückes vorgenommen werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Druckbalken an Bandschleifmaschinen
zu schaffen; der unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile es gestattet, bei einem
stufenlosen Verstellen seiner wirksamen Druckfläche keine beachtlichen Markierungen
(unerwünschte Schleifbilder) an der Werkstückober-Fläche, insbesondere beim Feinschleifen
von dünnen Deckfurnieren oder sehr dünnen Lackschichten erscheinen zu lassen.
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Gemäß der Erfindung, ist ein Druckbalken an einer Schleifbandmaschine
mit einem quer zur Werkstückvorschubrichtung umlaufenden endlosen Schleifband, bestehend
aus einem starren Rahmen, auf dessen Druckseite ein elastischer Schichtkörper mittels
eines Stahlbandes anliegend angeordnet ist, wobei das Stahlband auf der dem Schleifband
zugewandten Seite mit einem Filzband belegt ist, und einer am Rahmen befestigten
Führungsschiene mit Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlband über Zuganker
an am Rahmen gelagerten Hebeln heb-und senkbar befestigt ist, die durch den Schieber
über eine schräge Anlauffläche nacheinander in beliebige- Zwischenstellungen gebracht
werden können, in der angehobenen Lage jedoch durch einen vom Schieber betätigten
Riegel festgelegt sind.
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Ein solcher Druckbalken gestattet es, ohne Schatten zu schleifen und
weiterhin die Einstellung der wirksamen Schleiflänge bzw. Druckfläche des Schleif-Bandes
in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln vorzunehmen.
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Dabei kann es zweckmäßig sein, die Hebel als einarmige Hebel paarweise
an den beiden Enden einer Welle zu befestigen, wobei am freien Ende der auf der
Schieberseite befindlichen Hebel Rollen angeordnet sein können.
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Vorteilhafterweise ist der Schieber mit einer schrägen Anlauffläche
versehen. Ebenfalls kann bevorzugt der Riegel mit zwei Arretierstiften versehen
sein, mit denen er jeweils mit einem davon in einer Lage an der Führungsschiene
anliegt und über einen Mitnehmer des Schiebers betätigt wird.
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Dieser konstruktive vorteilhafte Aufbau des Druck-Balkens mit Verstelleinrichtung
zeigt eine schnelle Verstellbarkeit mit sicherer Einstellung.
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Die erfindungsgemäße Anordnung gestattet es, beispielsweise durch
Verschieben des Schiebers parallel
zur Druckbalkenlängsachse, gewisse
Abschnitte des Druckbalkens stufenlos anzuheben und in angehobener Stellung festzulegen.
Durch entgegengesetztes Bewegen des Schiebers wird dem Druckbalken seine ursprüngliche
Stellung (Druckausübung auf das Schleifband) zurückgegeben.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht eines Druckbalkens mit Vorrichtung (ohne dargestellte
Leitschiene) zum stufenlosen Einstellen der wirksamen Druckfläche des Schleifbandes,
F i g. 2 eine Draufsicht auf denselben Druckbalken mit Einstellvorrichtung, F i
g. 3 einen Querschnitt durch denselben Druckbalken mit Einstellvorrichtung, entsprechend
der Schnittlinie I-I, F i g. 4 eine Ansicht des Schiebers der Verstelleinrichtung
in vergrößerter Darstellung.
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Eine beispielsweise zu erläuternde, automatische Bandschleifmaschine
besitzt ein Schleifband 37, das quer zu dem durchlaufenden Werkstück 10 in bekannter
Weise um Antriebs- und Umkehrrollen umläuft (nicht dargestellt). Innerhalb dieses
Schleifbandes 37 ist ein erfindungsgemäßer Druckbalken angeordnet. Unter dem kastenförmigen
Hauptkörper oder Rahmen 1 dieses Druckbalkens erstreckt sich ein elastischer Gummi-
oder Kunststoffschlauch 2, der mit Luft oder einem anderen Medium gefüllt ist. Dieser
Schlauch 2 liegt auf einem sich über die ganze Länge und Breite des Rahmens 1 ausdehnenden
Stahlband 3 aus gehärtetem Federstahl oder einem anderen Werkstoff von entsprechender
Elastizität. Dieses Stahlband 3 wird durch einen Streifen 4 aus elastischem Werkstoff,
z. B. gummiertem Leinen od. dgl. gehalten, der mittels Spannschienen 5 und 5' seitlich
an dem Rahmen 1 befestigt ist. Auf der Unterseite dieses Streifens 4 ist eine Bahn
6 aus Filz oder anderem elastischen Werkstoff angebracht, welche die Aufgabe hat,
über die darunter angeordnete Gleitmatte 7 den Druck unmittelbar oder mittelbar
über ein zwischengeschaltetes Drucklamellenband od. dgl. auf das Schleifband 37
auszuüben. Die Gleitmatte 7 ist an den Enden des Rahmens 1 in seitlichen Halterungen
8 und 9 festgelegt bzw. befestigt. Das Stahlband 3 hat die Aufgabe, die von dem
Schlauch 2 ausgehende Druckwirkung gleichmäßig über die Länge und Breite des Druckbalkens
über die Barunterliegenden Teile des Druckbalkens, und zwar die Bahn 6 und die Gleitmatte
7, auf das Schleifband zu verteilen. Erfindungsgemäß ist dieses Stahlband 3, das
beispielsweise eine Stärke von 1 mm hat und in gewissen Grenzen biegsam ist, an
Haltelementen wie senkrecht stehenden Zugankern 14 aufgehängt, die beidseitig des
Druckbalkens beispielsweise in einem Abstand von 100 bis 14.0 mm, beispielsweise
120 mm, voneinander angeordnet und jeweils an einem Hebel 16 a,16 b angelenkt
sind. Zwei sich gegenüberliegende einarmige Hebel 16 a, 16 b sind
durch die Welle 15 starr miteinander verbunden und drehen sich um diese Welle. Eines
der freien Enden dieser Hebel 16 a, 16 b trägt eine Rolle 19, ein Gleitstück od.
dgl., die bzw. das sich auf einer schrägen Anlauffläche 18 eines seitlichen Schiebers
17 abstützt bzw. abläuft. Dieser Schieber 17 ruht auf einer durchgehenden Führungsschiene
17a, einer Führungsbahn od. dgl. und kann von Hand mittels Handgriff 17 auf
der Führungsschiene 17 a hin- und herbewegt werden. Werden Werkstücke geschliffen,
deren Breite der Länge des Druckbalkens entspricht, so befinden sich die Hebel 16
a, 16 b in ihrer untersten Stellung, da sich der Schieber 17 beispielsweise
rechts außen in Ruhestellung befindet. Das Stahlband 3 liegt in einer Ebene. Über
die ganze Breite des Werkstückes bzw. die Länge des Druckbalkens wird ein gleichmäßiger
Schleifdruck des Schleifbandes 37 ausgeübt. Sollen Werkstücke geschliffen werden,
die schmaler sind als die Druckbalkenlänge, so ist es erforderlich, daß der Druckbalken
in dem Bereich, der außerhalb des Werkstückes 10 liegt, keine Schleifwirkung hat,
d. h., also von dem Schleifband abgehoben ist.
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Bezogen auf die dargestellte Ausführungsform einer Bandschleifmaschine
soll z. B. der Druckbalken beim Schleifvorgang von Punkt 11 bis Punkt
12 auf das Schleifband einwirken und von Punkt 12 bis Punkt 13 unwirksam,
also abgehoben sein.
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Das teilweise Anheben der Druckfläche des Druckbalkens erfolgt durch
stufenloses Anheben eines Teiles des Stahlbandes 3, indem die diesen Teil des Stahlbandes
3 haltenden Zuganker 14 aufwärts bewegt werden. Durch Verstellen des Schiebers 17
von rechts nach links laufen die Rollen 19 nacheinander auf der schrägen Anlauffläche
18 des Schiebers 17 nach oben und heben das Stahlband 3 an dem Punkt, an dem die
jeweiligen Zuganker 14 mit diesem verbunden sind, stufenlos an. Es werden so viele
Hebel 16 a, 16 b und damit Zuganker 14 angehoben, wie an Länge des
Druckbalkens vom Schleifband bzw. Werkstück 10 abgehoben werden soll. Kurz bevor
die Rolle 19 den höchsten Punkt der schrägen Anlauffläche 18 an dem Schieber 17
erreicht hat, wird der um den Drehpunkt 20 einer Feststelleinrichtung angeordnete
Kipphebel oder Riegel 21 nach links bewegt, stellt sich in dieser Stellung unter
eine Nase 16 a' des Hebels 16 a und hält diesen damit in der oberen
Stellung fest. Der Drehpunkt 20 bzw. ein entsprechender Drehzapfen ist dazu an einer
Parallelschiene 20 a zur Führungsschiene 17 a befestigt. Zur Bewegung des Riegels
21 ist an dem Schieber 17 ein Zapfen oder Mitnehmer 22 befestigt, der wechselweise
gegen Arretierstifte 23 und 24 des Riegels 21 schlägt und damit den Riegel um den
Drehpunkt 20 in die linke oder rechte Lage dreht. Im vorliegenden Falle schlägt
bei der Bewegung des Schiebers 17 der Mitnehmer 22 gegen den Arretierstift 23 und
drückt den Riegel nach links. Dabei legt sich der Arretierstift 23 gegen die Spannschiene
5', die als Anschlag dient, so daß der Riegel 21 sich nicht weiter nach links umlegen
kann. Der Mitnehmer 22 des Schiebers 17 ist damit frei geworden und gestattet eine
Weiterbewegung des Schiebers unter den nächsten Hebel 16 a, während der soeben aufwärts
bewegte Hebel 16 a in seiner oberen Stellung festgelegt ist.
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Wie die F i g. 1 zeigt, ist durch dieses Verschieben des Schiebers
17 der rechte Teil des Stahlbandes 3 und damit auch der Bahn 6 von der Gleitmatte
7 stufenlos abgehoben. Das Stahlband 3 verläuft auf Grund seiner gewissen Elastizität
in einer kontinuierlichen Krümmungslinie (konvex) nach oben, so daß irgendwelche
Markierungen auf der zu schleifenden Werkstückfläche vermieden werden.
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Soll das Stahlband 3 in dem angehobenen Bereich wieder in seine untere
Ausgangsstellung abwärts bewegt werden, so schiebt man den Schieber 17 nach rechts.
Der Mitnehmer 22 des Schiebers 17 schlägt dann gegen den Arretierstift 24 des Riegels
21 und
legt diesen in seine rechte Stellung um. Der Riegel 21 gibt
damit die Nase 16 ä des Hebels 16 a frei, die Rolle 19 läuft von der
schrägen Anlauffläche 18 ab. Der Hebel 16 a und damit der Zuganker 14 bzw. die beiden
Hebel 16 a und 16 b und die sich gegenüber-'liegenden Zuganker
14 senken sich nach unten, so 'laß durch den gefüllten Schlauch 2 das Stahlband
3 wieder nach unten bewegt wird. Der Schieber 17 ist 'iIbeispielsweise durch seine
besondere, die Führungsschiene 17 a umgreifende Ausbildung oder durch besondere
Einrichtungen so ausgebildet, daß er auf jeder Stelle der Führungsschiene 17 a stehen
bleiben kann. Bei dem vorliegenden Abstand der Zuganker 14 von 120 mm stehen die
Rolle 19 und der Hebel 16 a ebenfalls im gleichen Abstand voneinander. Die schräge
Anlauffläche 18 ist dabei etwas länger, so :'saß vor dem Ablaufen der vorhergehenden
Rolle 19 hines Hebels 16 a die nächstfolgende Rolle 19 beeits auf der schrägen Anlauffläche
18 wieder auf-'liegt. Bei den vorgenannten Abmessungen der Abstände der Rollen bzw.
Zuganker voneinander be-'irägt die Steigung der schrägen Anlauffläche 18 an dem
Schieber 17 beispielsweise 6 mm.
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Wesentlich für die vorbeschriebene stufenlose chnellverstellung der
wirksamen Druckfläche des '!Pruckbalkens bzw. des Schleifbandes ist die zweckmäßige
Abstimmung des Abstandes der Rollen 19, der Zuganker 14 voneinander, die Länge und
Steigung der schrägen Anlauffläche 18 mit Schieber 17 sowie die Stärke des Bandes
3.
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Um an den Enden des Druckbalkens, an denen der Schieber 17 nicht voll
wirksam wird, eine Fein-Einstellung des Druckbalkens zu ermöglichen, sind links
die beiden Zuganker 25 und 26 mit dem Stahlband 3 in ähnlicher Weise wie die Zuganker
14 verbunden. Durch die schwenkbaren Winkelhebel 27
und 28, die auf der Welle
29 befestigt sind, läßt sich das Stahlband 3 mit Hilfe der Stellspindel 30 in der
Höhe verstellen. An der rechten Seite dienen hierzu In analoger Weise die Zuganker
31 und 32 mit den Hebeln 33 und 34, der Welle 35 und der Stellspindel 36.
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Vorteilhaft ist, die Verstellung des Schiebers 17 an einem Handgriff
17' vorzunehmen, wobei dieser dann so angeordnet wird, daß er zugleich als Schleiflängen-Begrenzungspunkt
dient. Man legt das Werkstück auf den Arbeitstisch und schiebt den Schieber 1.7
so über das Werkstück 10, daß der Handgriff 17
lotrecht über der rechten Werkstückkante
- Punkt '12 - steht. Damit ist die Schleiflänge eingestellt.
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Der erfindungsgemäße Druckbalken mit Schnellverstellung der Schleiflänge
an Bandschleifmaschinen ist äußerst einfach. Er gewährleistet in vorteilhafter "'Weise
das stufenlose Abheben des Teiles der Druckäche des entsprechenden Druckbalkens,
der nicht Wirksam werden soll. An Stelle einer Führungsschiene mit Schieber kann
auch eine Kette mit daran befestigtem Nocken oder eine Spindel mit durchlaufender
Spindelmutter vorgesehen sein. Dieser Nocken oder die Spindehnutter trägt eine zweckentsprechende
Schrägfläche, wie sie beispielsweise bei dem vorbeschriebenen Schieber 17 aufgezeigt
ist.
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Die Aufhängung der Druckfläche des Druckbalkens bzw. des Stahlbandes
3 erfolgt mit möglichst kleiner Fläche, vorzugsweise punktförmig mittels Zugankern,
Bolzen oder anderer Aufhängeelemente.