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DE19517C - Verfahren zur Gewinnung von Feinsprit direkt aus der Maische, durch Entwässerung und Entfuselung auf chemischem Wege und zugehörige Apparate; in Bezug auf Patentanspruch 2 b. Neuerungen an dem Patent Nr. 12340 - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Feinsprit direkt aus der Maische, durch Entwässerung und Entfuselung auf chemischem Wege und zugehörige Apparate; in Bezug auf Patentanspruch 2 b. Neuerungen an dem Patent Nr. 12340

Info

Publication number
DE19517C
DE19517C DENDAT19517D DE19517DA DE19517C DE 19517 C DE19517 C DE 19517C DE NDAT19517 D DENDAT19517 D DE NDAT19517D DE 19517D A DE19517D A DE 19517DA DE 19517 C DE19517 C DE 19517C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mash
asbestos
innovations
defusing
relation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT19517D
Other languages
English (en)
Original Assignee
K. trobach und A. cords in Berlin
Publication of DE19517C publication Critical patent/DE19517C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/24Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with sloping plates or elements mounted stepwise
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Neuerungen an dem Patent No. 12340.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1881 ab.
Um den Alkoholgehalt der Maischen in reinem und concentrirtem Zustande zu gewinnen, wenden wir Asbestfasern oder Asbestwolle (oder andere mineralische Wolle) an, welche mit Chlorsalzen, vorzugsweise aber mit Chlorbarium behandelt ist. Die Trennung des Alkohols vom Wasser und Fusel erfolgt, indem wir die Maische durch Zuführung von Wärme zum Sieden bringen und die dadurch entwickelten Dämpfe durch den in der Zeichnung veranschaulichten Apparat treiben, welcher mit Lagern von Chlorbariumasbest beschickt ist. Es ist eine Eigenthümlichkeit der unendlich hygroskopischen Asbestwolle, namentlich Wasserdämpfe selbst bei sehr hoher Temperatur zu fesseln, wobei aber vermöge der am Asbest gebundenen Chlorsalze eine radicale Abscheidung des Fuselöls erfolgt, welches von der Asbestwolle mit derselben Hartnäckigkeit gefesselt bleibt, wie die darin enthaltenen Wassertheilchen. Es ist jedoch nicht die Asbestwolle allein, welche den Alkohol vom Wasser scheidet, es ist auch der Apparat, der sich zwar an bereits bekannte Apparate anlehnt, aber dennoch in seiner wesentlichen Einrichtung neu und eigenthümlich ist. Die Entfuselung hingegen mufs einzig und allein der Einwirkung des Chlorasbests zugeschrieben werden.
Der Apparat ist aus folgenden Haupttheilen zusammengestellt:
1. der Maischcolonne A,
2. dem Condensator bezw. Vorwärmer B,
3. der Rectificationscolonne C.
Die Maischcolonne zerfällt wieder in Compartements a, welche, über einander gestellt, auf dem Schlempebehälter b ruhen und durch einen gewölbten Deckel c geschlossen werden. In jedem der Compartements α liegt diagonal ein doppelter Wellblecheinsatz. Diese Einsätze schliefsen fest gegen zwei Innenwandungen der Compartements und sind durch Rohransätze mit einander verbunden. Ferner ist jedes der Compartements behufs Aufnahme der Chlorasbestpräparate theilweise mit Siebböden e abgedeckt und mit Füllöffnungen f versehen.
Der Condensator bezw. Vorwärmer B schliefst sich an den Deckel c der Maischcolonne an. Derselbe ist aus Wellblech hergestellt und bildet ein kegelartiges Gefäfs, welches mehrere Böden g mit seitlichen Durchgangsöffnungen hat. Dieser Kegel ist von einem Mantel umschlossen, der das Maischrohr /, das Maischabfiufsrohr k und das Verbindungsrohr / trägt.
Die Rectificationscolonne C besteht, wie die Maischcolonne, ebenfalls aus mehreren Compartements a1 mit Füllöffnungen/1. Hier sind aber die Compartements mit Siebböden über die ganze Fläche versehen, welche auf einem Rohrsystem lagern. Die Compartements stehen auch hier auf einem Untersatz η, in welchen das Verbindungsrohr / endigt. Abgeschlossen ist die Colonne durch einen helmartigen Deckel mit Abflufsrohr.
Der Betrieb ist wie folgt:
Nachdem der Apparat gefüllt ist, wird er durch die Dampfleitungen stark angeheizt, bis
die darin befindlichen Präparate auf ca. 60 bis 700C. erwärmt sind. Alsdann wird Maische dem als Vorwärmer dienenden Condensator J3 durch das Rohr i zugeführt, und aus dem Condensator fliefst dieselbe darin in der Richtung der Pfeile von Abtheilung zu Abtheilung nach unten. Durch die Anordnung der treppenartigen Wellbleche ist die Maische gezwungen, langsam nach unten zu fliefsen; sie breitet sich infolge der grofsen Verdampfimgsfläche sehr dünn vertheilt über die Wellbleche aus, wobei sie sehr rasch entgeistet wird. Die Schlempe sammelt sich bis zu einer gewissen Grenze im Behälter b, um durch die eintretenden Dämpfe auch den letzten Rest des Alkohols zu verlieren.
Die Alkoholdämpfe bewegen sich in entgegengesetzter Richtung zur Maische, indem sie theils durch die Chlorasbestlager, theils durch die Maische strömen, bis sie fast gänzlich entfuselt in den Condensator gelangen.
Die in dem Condensator nicht verdichteten Alkoholdämpfe nehmen behufs weiterer Entfuselung und Entwässerung mit 95 bis 980 Tralles ihren Weg durch die Rectificationscolonne C und treten aus dieser in den Kühler. Die in dem Condensator verdichteten spiritushaltigen Wasserdämpfe laufen aus dem Condensator durch das Rohr q in den mit einer Heizschlange versehenen Untersatz η der Rectificationscolonne, um daselbst nochmals, und zwar vollständig entgeistet zu werden.
AVir erzielen also durch unser Verfahren:
1. eine sehr concentrate Schlempe,
2. einen vollkommen fuselfreien, sehr hochgradigen Alkohol,
3. die vollkommene Gewinnung des Fuselöls. Letzteres wird beim Regeneriren des Chlor-
asbests gewonnen, indem das gebrauchte Material in einer eisernen Retorte unter Anwendung einer hohen Temperatur verflüchtigt wird und als Destillat austritt. Das auf diese Weise ausgetrocknete und entfuselte Material, das Chlorasbestpräparat, kommt immer wieder zur Verwendung, ohne dafs seine Wirkung durch den_ Gebrauch beeinträchtigt würde.

Claims (1)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Bei Herstellung von Spiritus die Anwendung von Asbest oder faserigen Mineralien.
    a. Bei Herstellung von Spiritus die Anwendung von Chlorsalzen, mit Ausnahme von Chlorcalcium, vorzugsweise von Chlorbarium, welche an Asbest oder faserigen Materialien gebunden werden.
    2b. Bei Herstellung von Spiritus die Anwendung von Chlorcalcium, welches an Asbest oder faserige Materialien gebunden ist.
    3. In Spiritusapparaten ein schrägstehendes, doppelwandiges Gefäfs aus Wellblech behufs Verdampfung spiritushaltiger Substanzen.
    4. In Spiritusapparaten der Condensator in Form eines Kegels aus Wellblech.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT19517D Verfahren zur Gewinnung von Feinsprit direkt aus der Maische, durch Entwässerung und Entfuselung auf chemischem Wege und zugehörige Apparate; in Bezug auf Patentanspruch 2 b. Neuerungen an dem Patent Nr. 12340 Active DE19517C (de)

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