[go: up one dir, main page]

DE27333C - Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse - Google Patents

Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse

Info

Publication number
DE27333C
DE27333C DENDAT27333D DE27333DA DE27333C DE 27333 C DE27333 C DE 27333C DE NDAT27333 D DENDAT27333 D DE NDAT27333D DE 27333D A DE27333D A DE 27333DA DE 27333 C DE27333 C DE 27333C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paraffin
decolorize
extracting
same
steam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT27333D
Other languages
English (en)
Original Assignee
WERNECKE in Gerstewitz bei Weifsenfels
Publication of DE27333C publication Critical patent/DE27333C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/42Refining of petroleum waxes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 27. October 1883 ab.
Zur Entfärbung des Paraffins werden theils dieRückstände von derBlutlaugensalz-Fabrikation, theils Knochenkohle und ähnliche Materialien verwendet, welche bei dieser Verwendung eine bedeutende Menge von Paraffin in sich aufnehmen.
Durch Kochen mit Wasser wird ein grofser Theil dieses Paraffins in geschmolzenem Zustande gewonnen, doch bleibt noch so viel davon zurück, dafs eine weitere Verarbeitung dieser Materialien behufs vollständiger Extraction des Paraffins lohnt.
Das hier zu beschreibende Verfahren hat eine gewisse Aehnlichkeit mit dem zur Entfettung der Knochen angewendeten; aber die Eigentümlichkeiten der zu behandelnden Materialien und des anzuwendenden Lösungsmittels erfordern eine wesentlich andere Ausbildung des Verfahrens und wesentlich andere Einrichtungen. Aufserdem mufs auf einen vollkommen continuirlichen Betrieb gesehen werden, wie solchen die in Fig. 1 und 2 dargestellten Apparate ermöglichen.
Die Einrichtung besteht aus zwei mit einander verbundenen Gefäfsen A und A1 aus Eisenblech, deren jedes durch einen trichterartig konischen Boden ax und einen auf geeigneten Unterstützungen ruhenden, sehr feinlöcherigen Siebboden b in die drei Abtheilungen B B1 C C1 DD1 getheilt ist.
Die oberste dieser drei Abtheilungen dient zur Aufnahme des zu behandelnden Materials und des Extractions- oder Lösungsmittels, die mittlere C C1, welche mit einer offenen Dampfschlange c ausgerüstet ist, wird, nachdem die centrale Oeffnung von α auch noch ■ mit einem Siebblech bedeckt ist, mit einem passenden Filtermaterial, ζ. B. Dochtabfällen, Heede, Putzwolle, gefüllt; die unterste Abtheilung DD1 endlich enthält eine geschlossene Dampfschlange d.
Diese letztere ist in Fig. 2 punktirt eingezeichnet, während die Schlange c in dieser Figur weggelassen ist.
Aufserdem enthält jedes der beiden Gefäfse die Eintrageöffnung E und , die beiden Ausräumeöffnungen F und G. Der Wasser- (OeI-) Standsanzeiger e und die beiden Probirhähne h . und i gestatten die Beobachtung der Vorgänge im Innern des Gefäfses, der Trichter / eiri Einfüllen von Flüssigkeiten in den Raum D. Das Rohr k dient zur Fortleitung der aus dem Inhalt sich entwickelnden Gase und Dämpfe nach dem Kühlfafs oder Condensator; / ist das Zuleitungsrohr für directen Dampf.
Der Betrieb wird alternirend geführt, derart, dafs stets in dem einen der beiden Gefäfse die Extraction oder Maceration erfolgt, in dem anderen gleichzeitig die vollkommene Abdestillation aller flüchtigen Substanzen aus den Materialien.
Demgemäfs werde angenommen, dafs das Gefäfs A mit frischer Ladung in Betrieb gelange, während in A1 der Procefs der Extraction beendet sei und nun zur Abdestillation geschritten werde.
Der Betrieb beginnt damit, dafs die Abtheilung D des Gefäfses A mit Wasser oder einer Lauge oder Salzlösung durch den Trichter / bis zum Hahn h gefüllt wird. Am besten eignet sich eine solche Lauge, welche bei der für den Macerationsprocefs nöthigen Erwärmung noch nicht ins Kochen geräth. Hierauf folgt
die Beschickung des Gefäfstheiles B mit dem zu behandelnden Material. Dasselbe besitzt einen feinpulverigen Aggregatzustand, so dafs es selbst theilweise durch die Löcher des Siebes b durchrieselt und nur durch die zwischen α und b befindlichen Filterstoffe vom weiteren Durchfallen abgehalten wird. Nun wird das Lösungsmittel durch E aufgegossen.
Als solches dienen in diesem Falle leichte, aus Braunkohlentheer gewonnene Mineralöle, welche im Stande sind, eine gewisse Menge Paraffin in Lösung zu führen. Damit das Filtermaterial in C gleich von vornherein mit solchem OeI imprägnirt und gegen die etwa auftretenden Wasserdämpfe geschützt wird, kann man auch durch f Mineralöle eingiefsen.
Nach erfolgter Beschickung und Schlufs von E wird in die Schlange d der Rück- oder indirecte Dampf aus der mit directem Dampf gespeisten Schlange dx geleitet. Zu dem Ende sind die Hähne ι und 2 offen, ebenso Hähne 5, IV und II, dagegen I und VI geschlossen. Die dadurch nach D gebrachte Wärme theilt sich der Lauge und durch diese dem Lösungsöl mit, welches bei dieser Temperatur das in den Materialien enthaltene Paraffin vollständig löst. Diese Paraffinlösung sinkt durch das Filter C nach D. Sobald dies in hinreichendem Mafse geschehen ist, wofür man durch die Erfahrung Anhaltspunkte gewinnt, wird durch g die Lauge und das unmittelbar darauf angesammelte, in Mineralöl gelöste Paraffin vollständig abgelassen. Hiermit ist der erste Theil des Processes beendet, und es wird in A zur Fertigdestillation geschritten, während A1 nun entleert und frisch gefüllt wird. Zu dem Ende wird nach Schlufs der Hähne 1 und VI unter Oeffnen von I directer Dampf nach d geleitet, welcher von d durch V, 2 und 4 nach d1 und durch 6 ins Freie streicht. Zugleich wird auch der Hahn III geöffnet und "durch die offene Schlange c directer Dampf in die Räume C und B geführt.
Die durch den directen Dampf in D C und B bewirkte Temperaturerhöhung bewirkt eine Verflüchtigung zunächst der nach D gelangenden Paraffinlösung, welche zum Theil als Dampf durch k abzieht, theils an der Füllung von B condensirt, abtropft und wieder verflüchtigt wird. Schliefslich wird auch der letzte Rest des noch in der Beschickung befindlichen Oeles als Dampf durch k abgetrieben.
Ist dies geschehen, so werden alle Hähne von A geschlossen, die vollkommen ausgelaugte Beschickung wird durch F entfernt und das Gefäfs für eine Wiederholung des Processes vorbereitet. -
Was hier von A gesagt ist, gilt auch von A1, so dafs der Procefs stets in gleichmäfsigem Wechsel der beiden Gefäfse fortgeführt wird.
Dem gleichen Vorgang werden auch andere ähnliche Materialien, z. B. die paraffinreichen Dochtabfälle aus der Paraffinkerzenfabrikation, unterworfen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Zur vollständigen Extraction des Paraffins aus den zur Entfärbung und Reinigung angewendeten Materialien und aus anderen Materialien der Apparat, bestehend aus zwei Gefäfsen mit den durch den Filterkörper C von einander getrennten Abtheilungen B und D, wobei Raum D eine geschlossene Dampfschlange d und der Filterkörper C eine durchlöcherte Dampfschlange c enthält.
2. Die eigentümliche, durch Rohre und Hähne hergestellte Verbindung der Theile des Apparates unter einander, so dafs bei fortlaufend abwechselndem Betrieb der Rückdampf der Schlange d des einen Gefäfses in der Schlange d des anderen benutzt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT27333D Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse Active DE27333C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE27333C true DE27333C (de)

Family

ID=303653

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT27333D Active DE27333C (de) Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE27333C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0196644A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Wiederaufbereiten von wässrigen , öl- und fetthaltigen Reinigungslösungen
DE27333C (de) Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse
DE615546C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung und Entfettung von Gegenstaenden aus starrem Werkstoff
DE259405C (de)
DE884675C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von oel- oder fetthaltigen feinkoernigen Materialien mittels fluechtiger Loesungsmittel in kontinuierlichem Arbeitsgang
DE25011C (de) Neuerung in der Entfettung von Knochen. (Abhängig von dem Patent Nr. 17181.)
DE287962C (de)
DE532326C (de) Apparat zum Reinigen von Schmieroelen oder OElrueckstaenden
DE55052C (de) Apparat zum Extrahiren von Fetten und anderen Stoffen durch flüchtige Lösungsmittel
DE857489C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von Schwefel aus schwefelhaltigen Massen, insbesondere Gasreinigungsmassen, mittels eines Loesungsmittels
DE237497C (de)
AT203128B (de) Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse
DE116270C (de)
DE583324C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurol
DE639775C (de) Verfahren zum Extrahieren von pflanzlichen Stoffen
DE258201C (de)
DE368402C (de) Verfahren zur Gewinnung von Paraffin aus paraffinhaltigen Massen, insbesondere Braunkohlenteer oder Schieferteer
DE117727C (de)
DE696499C (de) Extraktionsanlage, insbesondere fuer die Extraktion von fett- und oelhaltigen Stoffen
DE18309C (de) Verfahren und Apparat zur Gewinnung der flüchtigen Kaffeeröstprodukte
DE10288C (de) Apparat zur Gewinnung ätherischer Oele
DE378925C (de) Vorrichtung zum Entfetten von Abwaessern aller Art
DE1554C (de) Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten
DE45997C (de) Vorrichtung zum continuirlichen Beschicken des DestiUationskessels von Apparaten zur Destillation von Fettsäuren
DE19517C (de) Verfahren zur Gewinnung von Feinsprit direkt aus der Maische, durch Entwässerung und Entfuselung auf chemischem Wege und zugehörige Apparate; in Bezug auf Patentanspruch 2 b. Neuerungen an dem Patent Nr. 12340