DE19517197A1 - Selbstreinigender Staubsauger - Google Patents
Selbstreinigender StaubsaugerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Staubsauger, insbesondere
Industriestaubsauger, mit einem Gehäuse mit einem An
saugstutzen, der mit einem im Gehäuse angeordneten Staub
kessel zur Aufnahme des Sauggutes in Verbindung steht, mit
einem Verdichter zur Erzeugung einer Druckdifferenz zwi
schen dem Druck im Staubkessel und dem Umgebungsdruck sowie
mit einem Rundfilter, welcher den Staubkessel gegen einen
Reingasraum abtrennt und zur Abscheidung von Staub aus der
mit Staub beladenen Saugluft dient.
Nahezu die meisten Einrichtungen zur Entstaubung von Ar
beitsplätzen in Industrie und Handwerk sind mit Einweg
filtern versehen, zum Beispiel Papierbeutel oder Filter
patronen oder auch Schwebstoffilter, welche nach entspre
chender Gebrauchsdauer unbrauchbar sind, weil ihre Fil
terflächen mit dem angesaugten Staub zugesetzt sind, und
ausgetauscht werden müssen.
Solange es sich bei der Entstaubung um die Entsorgung von
normalen, das heißt ökologisch oder gesundheitlich unbe
denklichen, Stäuben handelt, ist diese Verfahrensweise
möglicherweise nur unwirtschaftlich, da je nach Staubanfall
die Zyklen der Filterwechsel sehr rasch aufeinander folgen
können und demgemäß häufig der erforderliche Filterwechsel
durchzuführen ist.
Problematisch, insbesondere im Hinblick auf die Umwelt
verträglichkeit, ist jedoch eine derartige Verfahrensweise,
wenn es sich um die Entsorgung von solchen Verunreinigungen
handelt, die als Sondermüll eingestuft sind und daher nicht
dem normalen Müll zugegeben werden dürfen.
Zwangsläufig führt die Beaufschlagung der Filter mit der
artigen Stoffen zu einer erhöhten Konzentration dieser
Substanzen im bzw. am betreffenden Filter, so daß selbst,
wenn die Ungefährlichkeit des betreffenden Stoffes in
niedrigen Konzentrationen bestätigt ist, wegen der hohen
Konzentration dieses Stoffes im Filter dessen Einstufung
als gefährlich oder als umweltgefährdend erfolgen kann.
Dies hat dann zur Folge, daß der jeweilige mit diesem Stoff
beladene Filter als Sondermüll besonderen Entsor
gungsvorschriften mit den entsprechenden Konsequenzen in
der Handhabung unterworfen ist.
Unabhängig davon jedoch, ob es sich um Stäube handelt, die
als Normal- oder Hausmüll eingestuft sind oder um solche,
für die besondere Vorschriften gelten, sollte generell der
Gedanke der Müllvermeidung zur Entlastung der Umwelt ver
stärkt Beachtung finden. Die Handhabung mit Einwegfiltern
kommt diesem Anspruch nicht entgegen.
Zwar ist es im Prinzip bekannt, Staubsauger mit regene
rierbaren Filtern zu versehen, zum Beispiel Staubsauger mit
einem Staubsack mit mechanischer Abreinigung oder Staub
sauger mit einem Lamellen- beziehungsweise Patronenfilter
mit einer durch Preßluft von etwa 300-600 kPa Überdruck
bewirkten impulsartigen Abreinigung. Doch sind derartige
Geräte sowohl bei der Anschaffung als auch im praktischen
Betrieb sehr kostspielig. Sei es wegen der aufwendigen
mechanischen Zusatzeinrichtungen oder wegen der bei Verwen
dung von Preßluft zur Abreinigung resultierenden Sicher
heitsanforderungen. Darüberhinaus muß die Hilfsenergie
"Preßluft" bereitgestellt werden, was sich ebenfalls
kostenerhöhend auswirkt. Bei den bekannten, mit Preßluft
beaufschlagten Filtern wird die Preßluft impulsartig mit
Schallgeschwindigkeit in die Filterkammer zugeführt, so daß
sowohl der Filter als auch das ihn aufnehmende Gehäuse
genügend stabil sein müssen, um derartige Druckstöße unbe
schadet aufnehmen zu können.
Infolge der Beaufschlagung des Staubsaugergehäuses mit
unter Überdruck stehender Luft zur Abreinigung ist das
Staubsaugergehäuse als Druckbehälter anzusehen und muß
dementsprechend wegen der hierfür erforderlichen Druck
festigkeit verstärkt ausgeführt werden. Eine andere aber
ebenfalls kostspielige Möglichkeit besteht darin, den Über
druck durch gezielte Ableitung der Preßluft abzubauen, zum
Beispiel durch den Rohgaseintritt. Allerdings ist der roh
gasseitige Druckabbau auf Großfilteranlagen mit erheblichem
Bauvolumen beschränkt, da bei kleinen Anlagen die Gefahr
besteht, daß beim Abreinigen des Filters sich die Druck
welle in die Rohgasleitung beziehungsweise in den Absauge
schlauch unmittelbar fortpflanzt und dabei Staub mitreißt.
Bei gesundheitlich gefährlichen Stoffen wäre eine solche
Folge unbedingt zu verhindern. Somit bleibt als einzige
Möglichheit, während des Abreinigungsintervalls die Ab
saugung in Betrieb zu halten, was die Wirksamkeit derselben
reduziert und letztlich keine absolute Sicherheit für das
Nichtaustreten von Staub auf der Rohgasseite gewährt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der
Erfindung einen Staubsauger der eingangs genannten Art zu
schaffen, der einen preiswerten regenerierbaren Filter
aufweist, dessen Funktion auf einfache Weise, nämlich ohne
zusätzliche Energieträger, zum Beispiel elektrische An
triebe, gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dementsprechend ist
eine Einrichtung zur Abreinigung des Filters vorgesehen
ist, welche den am Filter auf dessen staubkesselseitiger
Filteroberfläche angelagerten Staub infolge einer Gasgegen
strömung mit Spülluft löst und so dessen Filterfunktion
wiederherstellt.
Darüberhinaus liefert die vorliegende Erfindung einen Bei
trag zur Müllvermeidung, indem die Entsorgung des Filters
jeweils erst nach langer Gebrauchsdauer erforderlich ist,
wenn durch mechanischen oder sonstigen Verschleiß dessen
Funktion gestört ist.
Üblicherweise handelt es sich bei der zur Abreinigung des
Filters vorgesehenen Gasgegenströmung um saubere Luft,
welche einer staubfreien Umgebung, zum Beispiel dem Rein
gasraum, entnommen ist und dazu dient, die mit angesaugtem
Staub zugesetzte äußere Oberfläche des Filters von innen
her frei zu blasen, um hierdurch den erforderlichen Ansaug
druck zu gewährleisten.
Ferner kommt dem erfindungsgemäßen Staubsauger zugute, daß
regenerative Filter normalerweise eine mehrjährige Lebens
dauer aufweisen. Die Lebensdauer wird dabei praktisch nur
durch die Wechselwirkung der mechanischen Festigkeit des
Filtermaterials einerseits und der Abrasivität des Saugguts
andererseits bestimmt, nicht jedoch durch die Verschmutzung
des Filters, da angelagerter Staub entsprechend der Erfin
dung zyklisch entfernt wird.
Vorteilhafterweise ist der erfindungsgemäße Staubsauger
modular aufgebaut, das heißt, er besteht aus den Haupt
baugruppen Gehäuse mit einer Filterkammer und dem Staub
kessel, der Abreinigungsvorrichtung und dem Verdichter.
Dabei weist jede Hauptbaugruppe selbstverständlich weitere
Einzelteile auf.
Entsprechend einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist
die Abreinigungseinrichtung als Gebläselaufrad ausgebildet,
welches zyklisch den Filter in der dem Saugbetrieb ent
gegengesetzten Richtung mit Spülluft beaufschlagt. Hier
durch wird erreicht, daß einerseits die Filterwirksamkeit
im Mittel konstant bleibt und andererseits die Gebrauchs
dauer des Filters sich erhöht, da infolge der sich in ent
sprechendem zeitlichen Turnus wiederholenden Luftspülung
des Filters ein Anbacken des an der Filteroberfläche ange
lagerten Staubes verhindert wird, was die Brauchbarkeit des
Filters und damit dessen Nutzungsdauer wesentlich beein
trächtigen würde.
Vorzugsweise ist der erfindungsgemäß zum Einsatz vorgese
hene Filter als eine Rundpatrone mit spezifisch hoher Fil
terfläche ausgebildet, beispielsweise als einseitig offener
Filtertopf mit wellenartig geformten oder sternförmig ge
falteten Filterflächen, um bei geringem Raumbedarf eine
möglichst große Filteroberfläche zu erhalten. Insbesondere
ist an sogenannte Monopatronen gedacht, welche Filterflä
chen zwischen 0,2 m² und ca. 20 m² aufweisen. Dabei ist je
weils nur ein Filterelement je Staubsauger vorgesehen.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der
Ansaugstutzen gehäuseseitig mit einer Rückschlagklappe
versehen, welche sich aufgrund des erwähnten Druckunter
schiedes öffnet und dem angesaugten Staub den Zugang in den
Staubkessel und damit zum Filter ermöglicht.
Um den Filter vor mechanischer oder gegebenenfalls ther
mischer Beschädigung, zum Beispiel infolge angesaugter
glühender Partikel, zu schützen, ist der Filter zutritts
seitig mit einem Prallblech versehen, welches auftreffenden
Partikeln sowohl die kinetische als auch deren thermische
Energie entzieht, so daß die Partikel anschließend entweder
den Filter gar nicht erst erreichen, sondern unmittelbar
nach Auftreffen auf das Prallblech auf den Boden des Staub
kessels fallen, oder entsprechend abgekühlt zum Filter
gelangen, wo sie sich anlagern.
Ausgehend von der Überlegung, daß eine impulsartige
Druckbeaufschlagung, wie sie bei bekannten Saugeinrich
tungen erfolgt, neben Festigkeitsfragen auch Fragen zur
Funktionssicherheit aufwerfen kann, ist entsprechend einer
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der von der
Abreinigungseinrichtung ausgehende Gasstrom den Filter
gleichförmig über mehrere Sekunden mit geringem Überdruck
beaufschlagt. Hiermit ist ein schonendes Abreinigen der
Filteroberfläche gewährleistet, was mechanisch verursachte
Funktionsstörungen, zum Beispiel infolge eines Druckstoßes,
ausschließt, da die Abreinigungseinrichtung den Filter mit
einem Überdruck von höchstens 80 kPa, vorzugsweise mit
einem Überdruck von 10 bis 30 kPa, beaufschlagt.
Auch kann eine zusätzliche Quelle für die Spülluft als
Hilfsenergie entfallen, da gemäß einer vorteilhaften Wei
terbildung der Erfindung die Abreinigungseinrichtung mit
dem für den Saugbetrieb vorgesehenen Verdichter zusammen
arbeitet.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Abreinigungseinrichtung ein
mit Schaufeln versehenes Gebläserad aufweist, welches von
dem von dem für den Saugbetrieb vorgesehenen Verdichter
ausgehenden Spülluftstrom angetrieben ist, der zur Beauf
schlagung des Filters dient. Dabei erweist es sich als
günstig, daß die Abreinigungsvorrichtung wenigstens ein
Düsenrohr aufweist, welches den Spülluftstrom in den Filter
leitet, und daß das Düsenrohr mit dem Gebläserad zusammen
arbeitet. Entsprechend einer Ausgestaltung der Erfindung
ist dabei das Düsenrohr als Rotationsdüse ausgebildet. Dies
erlaubt den Spülluftdruck relativ niedrig zu halten, da die
Beaufschlagung des Filters jeweils örtlich erfolgt, das
heißt an der jeweils verstopften Filterpore, so daß etwaige
Druck- und/oder Strömungsverluste, zum Beispiel infolge
Verwirbelung, gering bleiben.
Vorteilhafterweise beaufschlagt das Gebläserad über einen
Mitnehmer das Düsenrohr, welches innerhalb des Filters eine
Drehbewegung ausführt. Dabei ist vorgesehen, daß der Mit
nehmer drehfest mit dem Gebläserad verbunden ist und als
Strömungsdichte Luftführung ausgebildet ist, an welche das
Düsenrohr angeschlossen ist.
Vorzugsweise ist der im folgenden als Luftführung be
zeichnete Mitnehmer als rotationssymmetrische, allseits
geschlossene Kammer ausgebildet, zum Beispiel bestehend aus
zwei kreisrunden koaxial im Abstand zueinander angeordneten
Böden, die mit einer gemeinsamen Ringwand verbunden sind.
Das wenigstens eine Düsenrohr ist dabei wahlweise gerade
und axial an dem dem Filter zugewandten Boden angesetzt
oder aber abgewinkelt und radial an die Ringwand angesetzt.
Hieraus resultiert in Weiterbildung der Erfindung, daß das
rotierende Düsenrohr exzentrisch an dem Mitnehmer ange
schlossen ist.
Eine weitere das Düsenrohr betreffende Ausgestaltung der
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Düsenrohr
derart am Mitnehmer angeordnet ist, daß es sich jeweils in
geringem Abstand zur Innenseite des Filters befindet, um
diesen möglichst unmittelbar zu beaufschlagen.
Das rotierende Düsenrohr zeichnet sich entsprechend einer
Weiterbildung der Erfindung dadurch aus, daß es an seinem
in den Filter kragenden Umfang mit abstandsgleichen Öff
nungen versehen ist, deren Mittelachsen radial gegen die
Filterinnenseite gerichtet sind. Hierdurch wird der aus
tretende Spülluftstrom direkt auf die Filterinnenseite
gerichtet, das heißt diametral der Richtung entgegenge
setzt, in welcher das staubbeladene Rohgas die Filter
außenseite beaufschlagt, und erreicht so bei verhältnis
mäßig geringem Druck die gewünschte Ablösung des auf der
Filteraußenseite angelagerten Staubs.
Vorteilhafterweise weisen die Öffnungen jeweils einen
gleich großen Querschnitt auf. Dabei erweist sich für alle
Öffnungen ein Querschnitt als günstig, bei welchem der
bestimmungsgemäße Spülluftstrom das Düsenrohr und die darin
angeordneten Öffnungen mit einer Geschwindigkeit von 80 bis
120 m/s durchströmt.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Staubsaugers weist am Verdichter jeweils saug-
und/oder druckseitig ein Ventil auf, vorzugsweise ein Mehr
wegeventil, mittels welchem der Saugluftstrom bezie
hungsweise der Spülluftstrom einstellbar ist.
Dabei kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, daß die
saug- und druckseitig am Verdichter angeordneten Ventile
jeweils mit einem Umschalter zusammenarbeiten, der sie
gegeneinander so verriegelt, daß der Filter stets nur in
einer Strömungsrichtung von einem Luftstrom beaufschlagt
ist. Hierdurch wird erreicht, daß sich die einander ent
gegengerichteten Luftströme nicht gegenseitig beeinflussen
oder gar aufheben und damit die Funktion des Staubsaugers
gefährden.
Die Umschaltung von Saugbetrieb auf Abreinigung des Filters
erfolgt dabei durch manuelle Betätigung des Umschalters,
wobei statt dessen grundsätzlich auch die Einbeziehung einer
selbsttätigen Steuerung vorgesehen sein kann.
Im Hinblick auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung der
Umgebung des Staubsaugers ist zur Vermeidung einer Ge
räuschbelästigung durch das Ansauggeräusch der Spülluft
beziehungsweise durch das Ausströmgeräusch des Reingases
jeweils ein Schalldämpfer am Verdichter vorgesehen. Hier
durch ist gewährleistet, daß bei Abreinigung des Filters
die hierzu verwendete Spülluft dem Verdichter über einen
ersten Schalldämpfer zuströmt, der strömungsmäßig parallel
zum Ansaugstutzen am Staubkessel geschaltet ist.
Ebenso wird hierdurch erreicht, daß der im Filter gerei
nigte Reingasstrom austrittseitig einen zweiten Schall
dämpfer durchströmt, der dem Verdichter nachgeschaltet ist.
Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
ein Differential-Manometer vorgesehen, welches den Druck
unterschied zwischen dem Staubkessel und dem Reingasraum
anzeigt und so eine Beurteilung der aktuellen Staubbeladung
des Filters erlaubt.
Gemäß der Erfindung kann der erfindungsgemäß ausgestaltete
Staubsauger zur Staubentsorgung an Schweißanlagen und
Schweißarbeitsplätzen, an Schleifmaschinen und ähnlichen
Bearbeitungsvorrichtungen beziehungsweise an Signier- und
Gravieranlagen oder generell an solchen Orten vorgesehen
sein, an welchen bei der Fertigung anfallender Staub
schnell und sicher permanent entsorgt werden muß.
Bei großen Staubentsorgungsanlagen kann es vorteilhaft
sein, daß an Stelle eines Verdichters mit verschiedener,
durch entsprechende Ventile einstellbarer Funktion für den
Saugbetrieb und für den Spülbetrieb jeweils separate Ver
dichter vorgesehen sind. Demgemäß sind dann ein erster
großer Verdichter für den Saugbetrieb und ein zweiter Ver
dichter für die Abreinigung des Filters vorgesehen, die
zyklisch im Wechsel arbeiten.
Grundlage für die Erfindung war die Überlegung, den Luft
filter unter Ausnutzung der kinetischen Energie von Un
terdruck- und Überdrucksystemen durch gegenläufiges Spülen
bei gleichzeitiger Rotation entweder des Filters oder der
Reinigungsanordnung ohne zusätzliche Hilfsenergie zu reini
gen und dabei bestmögliche Betriebssicherheit zu gewähr
leisten. Dies führte zu einer neuen Anwendung von Spülluft.
Dabei macht sich die Erfindung ferner zunutze, daß ein
Verdichter stets eine Saug- und eine Druckseite aufweist,
welche beide bei der vorliegenden Erfindung abwechselnd zum
Einsatz kommen, nämlich die Saugseite beim normalen be
stimmungsgemäßen Saugbetrieb und die Druckseite beim Abrei
nigungsbetrieb.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Anhand eines in der schematischen Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels sollen die Erfindung, vorteilhafte
Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sowie
besondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und be
schrieben werden.
Es zeigt die einzige Figur
einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungs
gemäßen Staubsauger.
In der einzigen Figur ist ein Staubsauger 10 mit einem
Gehäuse 12 mit einer Filterkammer 14 und einem Staubkessel
16 sowie mit einer Abreinigungsvorrichtung 18 und einem
Verdichter 20 zum Teil schematisch im Längsschnitt gezeigt.
So sind beispielsweise Leitungen und Stellorgane jeweils
symbolisch dargestellt.
Das Gehäuse 12 des Staubsaugers 10 ist im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel zylinderförmig ausgebildet und weist an
seiner Seitenwand 22 einen Ansaugstutzen 24 mit einer ge
häuseseitig integrierten Rückschlagklappe 26 auf, durch
welchen das Sauggut über einen nicht näher dargestellten
Schlauch oder eine Saugleitung dem Gehäuse 12 zuströmt.
Strömungsmäßig hinter der Rückschlagklappe ist ein Prall
blech 28 angeordnet, welches die Filterkammer 14 mit einem
darin angeordneten Filter 30 vor mechanischen oder ther
mischen Schäden schützen soll. Derartige Beschädigungen
können von größeren Saugpartikeln infolge deren kinetischer
Energie oder von angesaugten glühenden oder glimmenden
Partikeln, wie sie bei der Werkstückbearbeitung anfallen
können, herrühren. Das dem Eintrittsstutzen 24 gegenüber
befindliche, leicht gekrümmte Prallblech 28 deckt vorteil
hafterweise den Filter über einen Sektor von etwa einem
Viertelkreis (ca. ± 90°) am Umfang des Filters 30 über
dessen gesamte Höhe ab, so daß größere Staubpartikel, wel
che mit entsprechender Energie auf das Prallblech auftref
fen, von dort unmittelbar in den Staubkessel abgelenkt
werden, ohne jemals den Filter 30 zu berühren.
Der Filter 30 ist als topfartige Rundpatrone, vorzugsweise
als Monopatrone, mit sternförmig gefalteten Filterlamellen
32 ausgebildet und weist in bekannter Weise einen nicht
näher dargestellten flanschartigen Dichtrand auf. Er bildet
so eine strömungsdichte Barriere zwischen der Filterkammer
14 und dem Staubkessel 16 einerseits und einem oberhalb
davon angeordneten Reingasraum 34, in welchem sich gerei
nigtes Gas, insbesondere gefilterte Luft befindet. Speziell
für Kompaktanlagen ist es vorteilhaft, Filterelemente mit
hoher spezifischer Oberfläche bei minimalem Raumbedarf
einzusetzen. Daneben soll auch der Anschaffungspreis gün
stig sein. Diese Anforderungen werden am besten mit einer
Monopatrone mit sternförmig gefalteten Filterlamellen 32
erfüllt, die eine Oberfläche zwischen 0,2 und 20 m² auf
weisen.
In dem Reingasraum 34 ist die Abreinigungsvorrichtung 18
angeordnet, die als wesentliches Bauteil wenigstens ein
Düsenrohr 36 aufweist, das im gezeigten Beispiel mit einem
rotierenden als Luftführung 38 bezeichneten Mitnehmer ver
bunden ist und über eine hierzu vorgesehene Spülluftleitung
40 mit Spülluft versorgt wird, welche über am Düsenrohr 36
an dessen Umfang angeordnete Spülluftöffnungen 42 austritt
und den Filter 30 an dessen Innenoberfläche diametral ent
gegen der Richtung, in welcher der angesaugte Staub an der
Außenseite des Filters 30 angelagert wird, mit Luft beauf
schlagt. Hierdurch wird der angelagerte Staub von dem Fil
ter 30 abgelöst, so daß dieser praktisch seine ursprüng
liche Filterfunktion wiedererhält.
Die Spülluft gelangt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
von der Druckseite des Verdichters 20 über die Spülluft
leitung 40 zu der Abreinigungsvorrichtung 18, welche aus
dem bereits erwähnten Düsenrohr 36 mit den Spülluftöff
nungen 42, der rotierenden Luftführung 38 sowie einem Dreh
antrieb 44 mit einem Schaufelrad 46 gebildet ist. Dabei
schließt die Spülluftleitung 40 an den Drehantrieb 44 an,
wobei sie das Schaufelrad 46 vergleichbar einer Luftturbine
beaufschlagt. Das Schaufelrad 46 ist drehfest über eine
Hohlwelle 39 mit der Luftführung 38 verbunden, so daß diese
gemeinsam mit dem wenigstens einen Düsenrohr 36 eine Dreh
bewegung ausführt, wobei gleichzeitig die zugeführte Spül
luft nach Beaufschlagung des Schaufelrads 46 durch die
Hohlwelle 39 und die Luftführung 38 zum Düsenrohr 36 ge
langt.
Wie anhand der einzigen Figur leicht zu erkennen ist,
schließt das Düsenrohr 36 exzentrisch an die Luftführung 38
an bezogen auf deren Drehachse. Dabei ist die Exzentrizität
des Düsenrohres 36 so festgelegt, daß es sich bei seiner
Drehbewegung stets in geringem Abstand zur Innenseite der
starr montierten Filterpatrone 30 befindet, um so eine
bestmögliche Freiblasewirkung der Abreinigungsvorrichtung
18 zu gewährleisten.
Die Spülluft wird mit geringem Überdruck von etwa 10 bis 30
kPa der Abreinigungsvorrichtung 18 zugeführt, um zunächst
den Drehantrieb 44 zu beaufschlagen, der das Düsenrohr 36
mittelbar antreibt. Der verhältnismäßig geringe Überdruck
ist für den Antrieb einerseits ausreichend; andererseits
ist er niedrig genug, um eine herkömmliche festigkeits
mäßige Auslegung zu erlauben. Hierdurch können die Her
stellkosten niedrig gehalten werden, da sowohl hinsichtlich
der zulässigen Werkstoffe als auch bezüglich der festig
keitsmäßigen Nachweise sowie entsprechender Druckprüfungen
keine Anforderungen bestehen. Der Spülluftstrom durchströmt
das Düsenrohr 36 und tritt aus den einzelnen Spülöffnungen
42 mit einer Geschwindigkeit von etwa 80-120 m/s aus,
wobei die Spülluft auf die Filteroberfläche auftrifft und
hierdurch die einzelnen beaufschlagten Filterporen frei
bläst. Die übrige Spülluft verbleibt im Reingasraum, wo bei
Erreichen eines zu hohen Innendruckes eine dort angeordnete
Überlasteinrichtung 35 anspricht.
Der Verdichter 20 ist herkömmlicher Bauart mit einer
Saugseite, die über eine Saugleitung 48 mit einem Aus
trittsstutzen 50 am Reingasraum 34 verbunden ist, und mit
der bereits erwähnten Druckseite, an welche die Spülluft
leitung 40 angeschlossen ist.
An der Saugseite ist ein als Mehrwegeventil ausgebildeter
erster Ventilblock 52 angeordnet, ebenso wie auch an der
Druckseite ein entsprechender zweiter Ventilblock 54 an
geschlossen ist. Beide Ventilblöcke 52, 54 dienen dazu, die
jeweilige Funktion des Staubsaugers 10 einzustellen. Da der
Saugbetrieb einerseits und der Abreinigungsbetrieb anderer
seits nie gleichzeitig erfolgen dürfen, sind die beiden
über eine Steuerleitung 56 miteinander verbundenen Ventil
blöcke 52, 54 gegeneinander verriegelt. Die Verriegelung
verhindert dabei das gleichzeitige Ansaugen von Staub und
das Abreinigen des Filters 30.
Aufgabe der beiden Ventilblöcke 52, 54 ist es dementspre
chend sicherzustellen, daß einerseits die im Saugbetrieb
aus dem Reingasraum 34 dem Verdichter 20 zuströmende Luft
nicht anschließend über die Spülluftleitung 40 den Dreh
antrieb 44 und die Abreinigungsvorrichtung 18 beaufschlagt,
sondern an die Umgebung abgegeben wird. Andererseits soll
im Abreinigungsbetrieb keine Luft aus dem Saugkreislauf,
das heißt aus dem Reingasraum, sondern aus der staubfreien
Umgebungsatmosphäre entnommen werden.
Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß jeder Ventilblock 52,
54 als Dreiwegeventil ausgebildet ist, wobei jeweils ein
Anschluß mit dem Verdichter 20, ein Anschluß mit der Um
gebungsatmosphäre und ein Anschluß mit der zugeordneten
Saugleitung 48 beziehungsweise Spülluftleitung 40 verbunden
ist. Dabei ist im Saugbetrieb bei geöffneter Saugleitung 48
druckseitig der Strömungsweg an die Umgebung
freigeschaltet, während im Abreinigungsbetrieb saugseitig
die Verbindung mit der Atmosphäre offen ist und gleich
zeitig druckseitig der Anschluß an die Spülluftleitung 40
geöffnet ist. Auch kann es zweckmäßig sein, den Staubsauger
im Abstand zu der jeweiligen Staubquelle beziehungsweise
Saugstelle anzuordnen, um so eine Rückkopplung zwischen den
staubführenden und den gereinigten Luftströmen zu verhin
dern.
Bei dem in der einzigen Figur gezeigten Staubsauger 10
erfolgt die Umschaltung vom Saugbetrieb auf Abreinigung des
Filters 30 manuell, der, wie hier nicht näher gezeigt ist,
in an sich bekannter Weise mit dem Antriebsmotor des Ver
dichters 20 sowie mit den beiden Ventilblöcken 52, 54 ver
bunden ist.
Um die Geräuschentwicklung des Staubsaugers in jedem Be
triebszustand gering zu halten, ist jeder der beiden Ven
tilblöcke 52, 54 mit einem Schalldämpfer 60, 62 versehen,
welche jeweils dazu dienen, die Ausstoß- und Ansaugge
räusche des Verdichters zu dämpfen. Vorteilhafterweise kann
dabei der Ansaugdämpfer 60, durch welchen die zum Abreini
gen benötigte Luft angesaugt wird, mit einem eigenen Luft
filter versehen sein, um sicherzustellen, daß nur gerei
nigte Luft zur Abreinigungsvorrichtung 18 gefördert wird.
Anstelle der Ansaugung von Spülluft über den mit Schall
dämpfer 60 versehenen Anschluß am Mehrwegeventil 52 kann
auch die im Reingasraum 34 angeordnete Überlasteinrichtung
35 herangezogen werden, sofern diese so gestaltet ist, daß
sie wahlweise einen Durchfluß in beiden Richtungen erlaubt
und für den Saugbetrieb in Mittelstellung arretierbar ist.
Um rechtzeitig zu erkennen, ob eine Abreinigung erforder
lich ist oder ob der Saugbetrieb fortgesetzt werden kann,
ist der Reingasraum 34 mit einem Manometer 64 versehen, das
als Differentialmanometer ausgebildet ist und den Druck
unterschied zwischen dem Staubkessel und dem Reingasraum,
das heißt den Druck strömungsmäßig vor dem Filter 30 und
den Druck strömungsmäßig nach dem Filter 30, erfaßt und
anzeigt. Sobald ein vorgegebener Grenzwert erreicht ist,
wird die Abreinigung des Filters 30 eingeleitet.
Für ein wirksames und betriebssicheres Abreinigen ist die
Dosierung der Spülluft hinsichtlich Menge und Druck von
maßgeblichem Einfluß. Daher ist zur Einstellung und Be
grenzung des Drucks im Reingasraum 34 die bereits erwähnte
Überlasteinrichtung 35 in Form eines Überdruckventils oder
vorzugsweise in Form einer Überdruckklappe vorgesehen,
welche im Ansprechfall eine Verbindung zur Umgebungsatmo
sphäre herstellt.
Um die Funktion des Drehantriebs 44 trotz des geringen
Luftüberdrucks der Spülluft sicher zu gewährleisten, ist
entsprechend einer vorteilhaften, im Ausführungsbeispiel
gezeigten Weiterbildung der Erfindung eine Lagerung 66 der
Verbindungswelle 39 des Drehantriebs 44 mit der hiermit
verbundenen Luftführung 38 vorgesehen, die vorzugsweise als
Wälzlager ausgebildet ist. Dabei ist, wie vorher bereits
erläutert, die Verbindungswelle 39 als Hohlwelle ausge
bildet, durch welche die Spülluft zur Speisung des Düsen
rohres 36 erfolgt. Auf der dem Filter 30 abgewandten Seite
des Drehantriebs 44 ist das Schaufelrad 46 ebenfalls ge
führt, um die aus der exzentrischen Anordnung des Düsen
rohres 36 resultierenden Reaktionskräfte aufnehmen zu kön
nen.
Am Beispiel eines angesaugten Staubpartikels soll die Wir
kungsweise des erfindungsgemäßen Staubsaugers erläutert
werden. Das Staubpartikel wird an der jeweiligen Saugstelle
erfaßt und gelangt über einen Saugschlauch oder eine Saug
leitung durch den Ansaugstutzen 24 an der Rückschlagklappe
26 vorbei in das Gehäuse 12. Je nach Größe und seiner dem
entsprechenden Masse prallt das Staubpartikel gegen das
Prallblech und von dort in den Staubkessel 16, wo es liegen
bleibt, oder es wird von dem Saugluftstrom mitgerissen und
lagert sich an der Außenseite des Filters 30 an. Gemeinsam
mit den weiteren Staubpartikeln bildet sich so ein Filter
kuchen, der nach und nach die gesamte Oberfläche des Fil
ters 30 mit einer stetig zunehmenden Schichtdicke bedeckt.
Dieser Vorgang wiederholt sich stetig solange, bis sämtli
che Poren des Filters mit Staubpartikeln bedeckt sind, so
daß der Saugströmungsweg dadurch blockiert und die Saug
luftförderung unterbrochen ist. Soweit sollte es im prakti
schen Betrieb aber nicht kommen, sondern die Abreinigung
der Oberfläche des Filters 30 sollte bereits vorher erfol
gen.
Um das Abreinigen zu intensivieren, kann bedarfsweise der
Spülluftstrom pulsierend oder kurzfristig mit höherem Druck
arbeiten. Hierzu wird die Klappe 35 manuell in mehr oder
weniger kurzer zeitlicher Abfolge betätigt. Dadurch kann
das Abreinigen selbst bei schwierigen Stäuben effizient
durchgeführt werden. Ist der Filter von der außen
angelagerten Staubschicht befreit, was sich anhand einer
entsprechenden Anzeige des Manometers 64 zeigt, kann wieder
auf Saugbetrieb geschaltet werden. Die Abreinigung selbst
dauert dabei nur einige Sekunden.
Bezugszeichenliste
10 Staubsauger
12 Gehäuse
14 Filterkammer
16 Staubkessel
18 Abreinigungsvorrichtung
20 Verdichter
22 Seitenwand
24 Ansaugstutzen
26 Rückschlagklappe
28 Prallblech
30 Filter
32 Lamellen
34 Reingasraum
35 Überlasteinrichtung
36 Düsenrohr
38 Mitnehmer (Luftführung)
39 Hohlwelle
40 Spülluftleitung
42 Spülluftöffnungen
44 Drehantrieb
46 Schaufelrad
48 Saugleitung
50 Austrittsstutzen
52 erster Ventilblock
54 zweiter Ventilblock
56 Steuerleitung
58 el. Schalter
60 erster Schalldämpfer (Saugseite)
62 zweiter Schalldämpfer (Druckseite)
64 Manometer
66 Lagerung.
12 Gehäuse
14 Filterkammer
16 Staubkessel
18 Abreinigungsvorrichtung
20 Verdichter
22 Seitenwand
24 Ansaugstutzen
26 Rückschlagklappe
28 Prallblech
30 Filter
32 Lamellen
34 Reingasraum
35 Überlasteinrichtung
36 Düsenrohr
38 Mitnehmer (Luftführung)
39 Hohlwelle
40 Spülluftleitung
42 Spülluftöffnungen
44 Drehantrieb
46 Schaufelrad
48 Saugleitung
50 Austrittsstutzen
52 erster Ventilblock
54 zweiter Ventilblock
56 Steuerleitung
58 el. Schalter
60 erster Schalldämpfer (Saugseite)
62 zweiter Schalldämpfer (Druckseite)
64 Manometer
66 Lagerung.
Claims (30)
1. Staubsauger (10), insbesondere Industriestaubsauger, mit
einem Gehäuse (12) mit einem Ansaugstutzen (24), der mit
einer im Gehäuse (12) angeordneten Filterkammer (14) und
einem Staubkessel (16) zur Aufnahme des Sauggutes in Ver
bindung steht, mit einem Verdichter (20) zur Erzeugung
einer Druckdifferenz zwischen dem Druck im Staubkessel (16)
und dem Umgebungsdruck sowie mit einem in der Filterkammer
(14) angeordneten Filter (30), welcher den Staubkessel (16)
gegen einen Reingasraum (34) abtrennt und zur Staubabschei
dung der mit Staub beladenen Saugluft dient, dadurch ge
zeichnet, daß eine Einrichtung zur Abreinigung des Filters
(30) vorgesehen ist, welche den am Filter (30) auf dessen
staubkesselseitiger Filteroberfläche angelagerten Staub in
folge einer Gasgegenströmung löst und den Filter (30) spült
und so dessen Wirksamkeit wiederherstellt.
2. Staubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abreinigungseinrichtung (18) als Gebläse ausgebildet
ist, welches zyklisch den Filter (30) in der dem Saugbe
trieb entgegengesetzten Richtung mit Spülluft beaufschlagt.
3. Staubsauger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Filter (30) als eine Rundpatrone mit
spezifisch hoher Filterfläche ausgebildet ist.
4. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der von der Abreinigungseinrichtung
ausgehende Gasstrom den Filter (30) gleichförmig über meh
rere Sekunden mit geringem Überdruck beaufschlagt.
5. Staubsauger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abreinigungseinrichtung den Filter (30) mit einem Über
druck von höchstens 80 kPa, vorzugsweise von 10 bis 30 kPa,
beaufschlagt.
6. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abreinigungseinrichtung (18) mit
dem für den Saugbetrieb vorgesehenen Verdichter (20) zu
sammenarbeitet.
7. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Filter (30) eine sternförmig gefal
tete Filterfläche mit Lamellen (32) aufweist.
8. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Filter (30) von einer Monopatrone
gebildet ist.
9. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abreinigungseinrichtung (18) ein
mit Schaufeln versehenes Gebläserad (46) aufweist, welches
von dem von dem für den Saugbetrieb vorgesehenen Verdichter
(20) ausgehenden Spülluftstrom angetrieben ist, der zur
Beaufschlagung des Filters (30) dient.
10. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Abreinigungsvorrichtung (18)
ein Düsenrohr (36) aufweist, welches den Spülluftstrom in
den Filter (30) leitet.
11. Staubsauger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Düsenrohr (36) mit dem Gebläserad (46) zusammen
arbeitet und als Rotationsdüse ausgebildet ist.
12. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Gebläserad (36) über einen
Mitnehmer (38) das Düsenrohr (36) beaufschlagt, welches
innerhalb des Filters (30) eine Drehbewegung ausführt.
13. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (36) drehfest mit
dem Gebläserad (46) verbunden ist und als strömungsdichte
Luftführung, vorzugsweise als rotationssymmetrische ge
schlossene Kammer, ausgebildet ist, an welche das Düsenrohr
(36) angeschlossen ist.
14. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das rotierende Düsenrohr (36) an
seinem in den Filter (30) kragenden Umfang mit ab
standsgleichen Öffnungen (42) versehen ist, deren Mittel
achsen radial gegen die Filterinnenseite gerichtet sind.
15. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (42) jeweils einen
gleichen Querschnitt aufweisen.
16. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Querschnitt aller Öffnungen
(42) so festgelegt ist, daß der bestimmungsgemäße Spül
luftstrom das Düsenrohr (36) und die darin angeordneten
Öffnungen (42) mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 120 m/s
durchströmt.
17. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das rotierende Düsenrohr (36)
exzentrisch an dem Mitnehmer (38) angeschlossen ist.
18. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Düsenrohr (36) derart am
Mitnehmer (38) angeordnet ist, daß es sich jeweils in ge
ringem Abstand zur Innenseite des Filters (30) befindet.
19. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Verdichter (20) druckseitig
ein Mehrwegeventil (54) aufweist, mittels welchem der Spül
luftstrom einstellbar ist.
20. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Verdichter (20) saugseitig
ein Mehrwegeventil (52) aufweist, mittels welchem der Saug
luftstrom einstellbar ist.
21. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die saug- und druckseitig am
Verdichter (20) angeordneten Mehrwegeventile (52, 54) je
weils gegeneinander verriegelt sind, so daß der Filter (30)
stets nur in einer Strömungsrichtung von einem Luftstrom
beaufschlagt ist.
22. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Umschaltung von Saugbetrieb
auf Abreinigung des Filters (30) durch manuelle Betätigung
vorgesehen ist.
23. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß bei Abreinigung des Filters (30)
die hierzu verwendete Spülluft dem Verdichter (20) über
einen ersten Schalldämpfer (60) zuströmt, der strö
mungsmäßig parallel zum Ansaugstutzen (24) am Staubkessel
(16) geschaltet ist.
24. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der im Filter (30) gereinigte
Reingasstrom austrittsseitig einen zweiten Schalldämpfer
(62) durchströmt, der dem Verdichter (20) nachgeschaltet
ist.
25. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Reingasraum ein Manometer
(64), vorzugsweise ein Differential-Manometer, aufweist,
welches den Druck zwischen Reingasraum und Rohgasraum an
zeigt und die Beurteilung der aktuellen Staubbeladung des
Filters (30) erlaubt.
26. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche vor
gesehen zur Staubentsorgung an Schweißanlagen und
Schweißarbeitsplätzen.
27. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche vor
gesehen zur Staubentsorgung an Schleifmaschinen und ähn
lichen Bearbeitungsvorrichtungen.
28. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche vor
gesehen zur Staubentsorgung an Signier- und Gravieranlagen.
29. Staubsauger nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß ein erster Verdichter für den
Saugbetrieb und ein zweiter Verdichter für die Abreinigung
des Filters vorgesehen sind, die zyklisch im Wechsel arbei
ten.
30. Staubsauger nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
daß erste und zweite Verdichter bei Groß-Sauganlagen vor
gesehen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995117197 DE19517197A1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Selbstreinigender Staubsauger |
| DE29521391U DE29521391U1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Selbstreinigender Staubsauger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995117197 DE19517197A1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Selbstreinigender Staubsauger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19517197A1 true DE19517197A1 (de) | 1996-11-14 |
Family
ID=7761595
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995117197 Ceased DE19517197A1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Selbstreinigender Staubsauger |
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