DE19517101C1 - Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer überlaufenden Flüssigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer überlaufenden FlüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Ab
scheidegut aus einer an einem Wehr überlaufenden Flüssigkeit an
Überlaufbecken, insbesondere an Regenauslässen und Regenüber
laufbecken, mit einer von der Flüssigkeit durchströmten Abschei
defläche, die eine horizontale, parallel zum Wehr angeordnete
Achse und einen die Füllstandshöhe überragenden Bereich auf
weist, und mit einer Übernahmeeinheit zur Abnahme des an der Ab
scheidefläche abgeschiedenen Abscheidegutes Vorrichtungen der
angegebenen Art werden dann benutzt, wenn große Wassermengen
gesiebt werden sollen und es darauf ankommt, daß das Abscheide
gut, meist in Form von schwimmfähigem Rechengut, aus der über
laufenden Flüssigkeit entfernt ist, so daß diese Flüssigkeit
gesiebt abgegeben bzw. weitergeleitet werden kann. Es kommt
dabei nicht so sehr darauf an, das Abscheidegut auch effektiv
und endgültig aus der Flüssigkeit herauszuholen; es ist durchaus
möglich, dafür zu sorgen, daß das Abscheidegut in dem Becken
verbleibt und über eine Beckenentleerung weiterbehandelt bzw.
dann entfernt wird.
Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE
42 37 123 C2 bekannt. Die Vorrichtung ist in Fließrichtung der
an einem Wehr überlaufenden Flüssigkeit entweder auf dem Wehr
oder nach dem Wehr angeordnet. Die Abscheidefläche besteht aus
einer Siebwandung, die sich über einen Großteil des Umfangs
eines Zylindermantels erstreckt, wobei der Zylindermantel an
einer Umfangsstelle über seine Länge durchgehend offen gestaltet
ist, so daß an dieser Stelle die Einströmung und insoweit auch
die Zwangsdurchströmung der Abscheidefläche erfolgen können. Die
Achse der Abscheidefläche ist horizontal liegend und damit
parallel zu der Wehrkrone angeordnet. Es ist eine rotierend
angetriebene Übernahmeeinheit vorgesehen, die zur Abnahme des an
der Abscheidefläche abgeschiedenen Abscheidegutes dient. Die
Abscheidefläche kann auch aus mehreren parallel zueinander
angeordneten Rechenstäben bestehen, wobei als Übernahmeeinheit
eine die Rechenstäbe durchdringende kammartige Harke vorgesehen
ist. Die Übernahmeeinheit kann entweder selbst den seitlichen
Abtransport des abgeschiedenen Gutes erbringen, oder es besteht
die Möglichkeit, hier eine gesonderte Fördereinrichtung für das
Abscheidegut vorzusehen. Diese bekannte Vorrichtung ist damit
darauf gerichtet, nicht nur die an dem Wehr überlaufende
Flüssigkeit zu sieben, sondern auch noch das Abscheidegut zu
gewinnen. In manchen Einbausituationen eines großen Beckens,
beispielsweise eines Rückhaltebeckens im innerstädtischen
Bereich, ist das Becken mit einer Abdeckung versehen, also
unterirdisch bei beengten Einbausituationen vorgesehen. Oft
besteht auch gar nicht die Möglichkeit oder der Wunsch, das
Abscheidegut an dieser Stelle zu gewinnen und aus dem Becken
herauszuholen.
Aus der DE 40 37 884 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die
ebenfalls zur Siebung großer Wassermengen dient. Auch dabei ist
eine ortsfest vorgesehene Abscheidefläche aus einzelnen Stäben
gebildet, die sich über einen Umfang von etwa 90° erstrecken.
Den Stäben ist eine umlaufend angetriebene Reinigungsharke
zugeordnet, die durch die Zwischenräume der Stäbe hindurch
greift. Die an dem Wehr übertretende Flüssigkeit mit dem
Abscheidegut wird auf die Außenseite der Stäbe aufgegeben. Es
ist zusätzlich ein gegenüber den Stäben angestellter Abstreifer
vorgesehen, der das Abscheidegut von der Reinigungsharke über
nimmt. Bei entsprechender Belegung der Abscheidefläche besteht
die Gefahr, daß die Flüssigkeit ungereinigt überströmt. Eine
Rückführmöglichkeit für das abgeschiedene Abscheidegut in das
Becken ist nicht vorgesehen.
Aus der DE 36 15 499 C2 ist eine Vorrichtung zum Entfernen von
Abscheidegut bekannt, die einer Wasserkraftmaschine vorgeschal
tet ist. Die Vorrichtung weist eine zylindermantelförmige Ab
scheidefläche auf, die unterhalb des Wasserspiegels angeordnet
und durch das strömende Wasser in Fließrichtung um eine hori
zontal angeordnete Achse angetrieben ist. Ein Abstreifer greift
von oben in Schlitze in der Abscheidefläche.
Es sind weiterhin maschinell gereinigte Hochleistungs-Siebrechen
für Entlastungsbauwerke in der Mischkanalisation bekannt, bei
denen als plane, ebene Flächen ausgebildete Abscheideflächen
horizontal oder vertikal angeordnet sind und von der Flüssigkeit
durchflossen werden. Die Reinigung dieser Abscheidefläche
erfolgt über eine angetriebene Reinigungseinrichtung, die an der
Abscheidefläche entlangfährt. Diese Vorrichtung zielt darauf ab,
die abgeschiedenen Schwimmstoffe in dem Becken zu belassen und
über eine Beckenentleerung weiter zu behandeln. Nachteilig
hieran ist die aufwendige Führung der Reinigungseinrichtung
sowie deren Antrieb. Außerdem arbeitet die Reinigungseinrichtung
auf der Seite der Abscheidefläche, an der das Abscheidegut
anfällt. Bei einer Überflutung der belegten Abscheidefläche bzw.
bei einem Ausfall der Reinigungseinrichtung strömt die Flüssig
keit ungereinigt über.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs beschriebenen Art bereitzustellen, mit der an einem
Wehr eines Beckens überströmende Flüssigkeit wirksam von Ab
scheidegut gereinigt werden kann, die einen einfachen, robusten
Aufbau aufweist und bei der sichergestellt ist, daß das Ab
scheidegut im Becken zurückbleibt. Weiterhin sollen Überflu
tungssituationen, bei denen ungereinigte Flüssigkeit überströmt,
vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art dadurch erreicht, daß die Abscheidefläche
zylindermantelförmig ausgebildet und in Fließrichtung wenigstens
teilweise unmittelbar vor dem Wehr angeordnet ist, daß die
zylindermantelförmige Abscheidefläche in ihrem oberen, die
Füllstandshöhe überragenden Bereich entgegen der Fließrichtung
der an dem Wehr überströmenden Flüssigkeit um die Achse ange
trieben ist und daß die Übernahmeeinheit einen ortsfest ange
ordneten Abstreifer aufweist, der unterhalb der Füllstandshöhe
im Becken vorgesehen und relativ zur Abscheidefläche angestellt
ist.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die Abscheidefläche als
durchgehenden Zylindermantel auszubilden, also eine Unter
brechungsstelle über den Umfang zu vermeiden, wodurch die
Abscheidefläche selbst nicht nur erheblich stabiler wird,
sondern auch einfacher herstellbar ist. Eine solche Abscheide
fläche oder Abscheidetrommel wird nun nicht mehr - in Fließrich
tung gesehen - nach dem Wehr angeordnet, sondern vor oder allen
falls auf diesem. Die zylindermantelförmige Abscheidefläche
selbst wird angetrieben, und zwar entgegen der Fließrichtung der
überströmenden Flüssigkeit, so daß die zylindermantelförmige
Abscheidefläche das Abscheidegut mit ihrer äußeren Umfangsfläche
erfaßt und von der Oberfläche des Beckens nach unten abwärts
fördert und weitertransportiert. Als Übernahmeeinheit ist der
angetriebenen Abscheidefläche ein ortsfest angeordneter
Abstreifer zugeordnet, der im Becken ortsfest angeordnet ist und
damit seine Abstreifwirkung dort erbringt, wo letztendlich das
Abscheidegut abgelagert werden soll. Dies geschieht unterhalb
der Füllstandshöhe im Becken, so daß das Abscheidegut tendenz
mäßig nach unten gedrückt wird. Gleichzeitig ist durch die
besondere Drehrichtung des Antriebes der Abscheidefläche sicher
gestellt, daß mit der Oberfläche der Flüssigkeit und damit mit
dem Abscheidegut immer eine gerade von dem Abstreifer gereinigte
Abscheidefläche in Berührung kommt. Insoweit wird eine Über
strömung der Abscheidefläche vermieden. Das der Abscheidefläche
zuströmende Wasser wird auch aus tieferen Schichten des Beckens
kommen und sich ebenso wirkungsvoll an der Abscheidefläche
ablagern und dann von dem Abstreifer gelöst werden. Das abge
schiedene Material kann dann im Becken absinken. Es findet damit
eine Zwangsdurchströmung der Abscheidefläche statt. Die Flüssig
keit durchtritt - jedenfalls zum großen Teil - die Abscheide
fläche einmal von außen nach innen in das Innere der Abscheide
trommel und dann ein zweites Mal von innen nach außen, wobei bei
dieser zweiten Durchströmung bereits eine weitgehend gereinigte
Flüssigkeit vorliegt.
Der ortsfeste Abstreifer kann im Becken derart angeordnet sein,
daß er den Spalt zwischen der zylindermantelförmigen Abscheide
fläche und dem Wehr abdeckt. Damit ist sichergestellt, daß keine
ungereinigte Flüssigkeit durch den Spalt hindurchtreten kann.
Auch der Abstreifer selbst kann insoweit Abscheidefunktion
besitzen und von einem Teil der Flüssigkeit durchströmt werden.
Die wesentliche Menge des Abscheidegutes wird sich jedoch an der
rotierend angetriebenen Abscheidefläche ablagern.
Die zylindermantelförmige Abscheidefläche kann auf Abstand
angeordnete Ringe oder ein gelochtes oder geschlitztes Siebblech
aufweisen. Derartige Abscheideflächen lassen sich preisgünstig
herstellen, wobei gleichzeitig durch die geschlossene Umfangs
fläche eine hohe Stabilität erzielt wird.
Für den Fall, daß die zylindermantelförmige Abscheidefläche auf
Abstand angeordnete Ringe aufweist, kann der Abstreifer in die
Zwischenräume zwischen den Ringen eingreifend, insbesondere nach
innen vorstehend, angestellt sein. Der Abstreifer reinigt damit
nicht nur die äußere Umfangsfläche der Abscheidefläche, sondern
auch die innere Umfangsfläche.
Der Abstreifer kann tiefer als die Wehrkrone an dem Wehr ange
ordnet sein. Er befindet sich damit an einer Stelle im Becken,
an der die abgeschiedenen Schwimmstoffe nach unten im Becken
absinkend geführt werden können.
Es ist aber auch möglich, daß der Abstreifer auf dem Wehr
angeordnet ist und daß dem Abstreifer ein Strömungsabweisblech
zugeordnet ist. Das Strömungsabweisblech kann auch bei anderen
Ausbildungen des Abstreifers vorgesehen sein. Es sorgt dafür,
daß die Schwimmstoffe, die abgeschieden werden sollen, vor dem
Strömungsabweisblech aufschwimmen und in den Bereich der rotie
rend angetriebenen Abscheidefläche gelangen, während zwischen
dem Strömungsabweisblech und dem Wehr ein Raum entsteht, in
welchem das vom Abstreifer gelöste Abscheidegut in das Becken
absinken kann.
Es kann eine Wehrkrone für das Wehr vorgesehen sein, die zum
Wehr höheneinstellbar ausgebildet ist und den Abstreifer trägt.
Eine solche Wehrkrone, die beispielsweise aus Edelstahl ausge
bildet ist, erlaubt den Ausgleich von Bauunebenheiten und Tole
ranzen an dem Wehr und die genaue Ausrichtung des Abstreifers in
horizontaler Richtung. Auch die entsprechende Ausrichtung der
Abscheidefläche über eine solche Wehrkrone ist möglich. Der
Abstreifer selbst kann auch höheneinstellbar an der Wehrkrone
angeordnet sein.
Die zylindermantelförmige Abscheidefläche kann in Abschnitte
unterteilt sein. Als Antrieb für die Abscheidefläche kann ein
Motor sowie als Übertragungsmittel Zahnkränze eine Kette mit
Kettenrad o. dgl. vorgesehen sein. Die Unterteilung der
zylindermantelförmigen Abscheidefläche in Abschnitte ist sowohl
in herstellungstechnischer Hinsicht als auch bezüglich einer
Montage bei beengten Einbaubedingungen sinnvoll und vorteilhaft.
Damit wird auch eine Montage durch enge Zugangsöffnungen an
einem Becken, welches mit einem Deckel abgedeckt ist, möglich.
Oberhalb der zylindermantelförmigen Abscheidefläche kann ein
zusätzlicher Rechenrost angeordnet sein. Ein solcher Rechenrost
bietet sich insbesondere dann an, wenn trotz der Ausbildung der
Vorrichtung Überlaufsituationen nicht vermieden werden können,
z. B. bei großen Regenereignissen, wie sie nur selten vorkommen.
Falls dann trotzdem eine Überflutung stattfindet, stellt der
zusätzliche Rechenrost sicher, daß kein Abscheidegut über das
Wehr übertritt. Der zusätzliche Rechenrost kann in Deckelbereich
oberhalb des Wehres ortsfest vorgesehen sein.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, daß in Fließrichtung hinter
dem Wehr eine schwenkbare Klappe zur Einstellung der Füllstands
höhe im Becken vorgesehen ist. Durch diese schwenkbare Klappe
läßt sich die Füllstandshöhe im Becken einstellen bzw. die Höhe
der Wehrkrone derart verändern, daß auf die überströmende Menge
Einfluß genommen wird. Dies kann durchaus auch sinnvoll sein, um
die ordnungsgemäße Funktion der Vorrichtung zu begünstigen bzw.
zu gewährleisten.
Die Erfindung wird anhand einiger bevorzugter Ausführungsbei
spiele weiter erläutert und beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematisierten Vertikalschnitt durch
wesentliche Elemente der Vorrichtung in der
Einbausituation,
Fig. 2 eine schematisierte Draufsicht auf die aus Ringen
gebildete Abscheidefläche und
Fig. 3 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1, jedoch bei
einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung.
In Fig. 1 ist ein Becken 1 dargestellt, welches dazu ausgebil
det und bestimmt ist, mit Abscheidegut beladene Flüssigkeit in
Richtung eines Pfeils 2 einströmend aufzunehmen und zwischenzu
speichern. Solche Becken 1 können als unterirdische Becken
angelegt sein und beispielsweise einen Deckel 3 aufweisen. Sie
dienen insbesondere der Aufnahme von Flüssigkeit nach Regener
eignissen und sind dazu bestimmt, die nachgeschaltete Kläranlage
vor einer mengenmäßigen Überlastung zu schützen. Im Bereich
einer Überfallstelle befindet sich ein Wehr 4 sowie daran
anschließend ein Abfuhrkanal 5, wobei es darauf ankommt, nur
gesiebte Flüssigkeit, also Wasser ohne Schwimmstoffe über das
Wehr 4 in den Abfuhrkanal 5 übertreten zu lassen. Das Wehr 4
bildet mit seiner höchsten Stelle eine Wehrkante 6, über die die
gesiebte Flüssigkeit gemäß Pfeil 7 überströmt.
In Fließrichtung der Flüssigkeit vor dem Wehr 4 ist eine
Abscheidefläche 8 in Form eines durchbrochenen Zylindermantels
9 vorgesehen. Die Abscheidefläche 8 bzw. Abscheidetrommel weist
eine horizontal ausgerichtete Achse 10 auf. Damit ist die
Abscheidetrommel bzw. Abscheidefläche 4 in Fließrichtung gemäß
den Pfeilen 2 und 7 vor dem Wehr 4 angeordnet. Die Abscheide
fläche 8 wird rotierend angetrieben, und zwar entgegen dieser
Fließrichtung und somit gemäß Pfeil 11. Die Füllstandshöhe 12 im
Becken 1 richtet sich nach den Gegebenheiten, insbesondere nach
den Zustrombedingungen der Flüssigkeit. Aus der Anordnung ist
bereits erkennbar, daß die wesentliche Schmutzfracht zu Beginn
eines Regenereignisses in das leere Becken 1 eingetragen wird
und sich dieses Becken zunächst langsam füllt, bis überhaupt die
Wehrkante 6 erreicht wird. Der Abscheidefläche 8, die hier aus
Ringen 13 (Fig. 2) zusammengesetzt ist, welche auf Abstand
angeordnet sind, ist ein Abstreifer 14 zugeordnet, der ortsfest
im Bereich des Wehres 4, jedoch innerhalb des Beckens 1 ange
ordnet ist. Der Abstreifer 14 besteht aus einzelnen Zinken 15,
die durch die Zwischenräume zwischen den Ringen 13 hindurchragen
und damit in erster Linie eine Ablösefunktion für das an der
äußeren Oberfläche der Abscheidefläche 8 abgeschiedene Abschei
degut bilden. Durch das Hindurchragen und nach innen vorstehen
gegenüber den Ringen 13 reinigen die Zinken 15 aber auch
zusätzlich noch die innere Oberfläche der Ringe 13 bzw. der
Abscheidefläche 8. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß,
bedingt durch die Drehrichtung gemäß Pfeil 11, im Bereich des
Wasserspiegels, also der Füllstandshöhe 12, immer eine saubere,
abgereinigte Abscheidefläche zur Verfügung steht und in die
Flüssigkeit eintaucht. Durch die Fließbewegung der Flüssigkeit
wird das Abscheidegut am äußeren Umfang der Abscheidefläche 8
abgelagert und in der fortgesetzten Drehbewegung in das Becken
1 hinein unter die Füllstandshöhe 12 gefördert und schließlich
am Abstreifer 14 abgeschieden. Die Flüssigkeit durchströmt dabei
den Innenraum 16 der Abscheidetrommel und fließt in dem der
Wehrkante 6 zugekehrten rückwärtigen Bereich ein zweites Mal
durch die Abscheidefläche 8, nämlich von innen nach außen. Dabei
kann kleinformatiges Abscheidegut, welches von der Abscheide
fläche 8 nicht erfaßt ist, durchtreten oder solches Abscheide
gut, welches von dem Abstreifer 14 nicht erfaßt und abgelöst
worden ist, zusätzlich von der Abscheidefläche 8 entfernt
werden. Dieses Abscheidegut gelangt zwar in den Überlauf, stört
dort jedoch relativ wenig, weil es die vorgesehene Abscheide
grenze erheblich unterschreitet. Es versteht sich, daß je nach
Anwendungsfall der Abstand zwischen den Ringen 13 konstruktiv
entsprechend gewählt werden muß. Am inneren Umfang der Abschei
defläche 8, also dem Innenraum 16 zugekehrt, können Verstei
fungsleisten 17 vorgesehen sein, die sich axial durchgehend in
der dargestellten Weise erstrecken. Diese Versteifungsleisten 17
tragen zur Stabilität der Abscheidetrommel erheblich bei. Es
versteht sich, daß die Abscheidetrommel mit der Abscheidefläche
8 in entsprechenden Lagern gelagert ist. Diese sind der Über
sichtlichkeit halber nicht dargestellt. In Fig. 2 ist ein
solches Lager 18 angedeutet. In diesem Bereich kann auch ein
Motor 19 sowie entsprechende Übertragungsmittel vorgesehen sein,
um die Abscheidetrommel mit der Abscheidefläche 8 gemäß Pfeil 11
anzutreiben.
Fig. 1 läßt erkennen, daß der Abstreifer 14 unterhalb der
Füllstandshöhe 12 auf jeden Fall so positioniert ist, daß er
nicht nur die Abscheidefläche 8 säubert, sondern auch zugleich
den Spalt 20 zwischen der Abscheidetrommel und dem Wehr 4
abdeckt, so daß kein Abscheidegut an dieser Stelle an der
Abscheidetrommel vorbeiströmen und überströmen kann. Im oberen
Bereich der Abscheidetrommel, beispielsweise an dem Deckel 3
befestigt, kann ein zusätzlicher Rechenrost 21 vorgesehen sein,
der ebenfalls aus Zinken besteht, die in die Zwischenräume
zwischen den Ringen 13 einragen. Dieser Rechenrost ist für
außergewöhnliche Regenereignisse vorgesehen, bei denen der
Wasserspiegel schneller steigt, als ein Überfall erfolgen kann.
Auch damit wird dann sichergestellt, daß sämtliches überströmen
de Wasser nur in gesiebter Form in den Abfuhrkanal 5 gelangt.
Fig. 2 läßt erkennen, daß die die Abscheidefläche 8 bildende
Abscheidetrommel aus mehreren Abschnitten 22, 23 zusammengesetzt
sein kann. Dies erleichtert einerseits die Herstellung und
ermöglicht andererseits erst einen Einbau bei beengten Verhält
nissen. Die einzelnen Ringe 13 können an Verbindungsstreben 24
aus Flachstahl angeschweißt und damit auf Abstand fixiert sein.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Vorrich
tung. Die auch hier zylindermantelförmig ausgebildete Abscheide
fläche 8 ist hier im Bereich oberhalb des Wehres 4, also auf dem
Wehr 4 angeordnet. Die Abscheidefläche 8 besteht hier aus einem
Siebblech 25 in zylindrischer Form, welches geschlitzt oder
gelocht ausgebildet ist. Auch hier sind die Dimensionen der
Durchbrechungen auf den Anwendungsfall abgestimmt.
Auf dem Wehr 4 ist eine gesonderte Wehrkrone 26 angeordnet, die
aus Edelstahl ausgebildet sein kann und mit der bauliche Uneben
heiten des Wehres 4 ausgeglichen werden. Diese Wehrkrone 26
bildet mit ihrem höchsten Punkt die Wehrkante 6. Der Abstreifer
14, der hier gegen den Außenumfang der Abscheidetrommel ange
stellt ist, kann höhenverstellbar an der Wehrkrone 26 vorgesehen
sein. Dem Abstreifer 14 vorgeordnet ist ein Strömungsabweisblech
27 im Becken 1 vorgesehen, so daß die ankommende Strömung gemäß
der Pfeildarstellung auf die Abscheidefläche 8 geleitet wird. In
dem Zwischenraum 28 zwischen dem Strömungsabweisblech 27 und dem
Wehr 4 bzw. der Wehrkrone 26 entsteht ein strömungsmäßig
beruhigter Raum, der dazu dient, das Absinken des von dem
Abstreifer 14 an der Abscheidefläche 8 abgelösten Abscheidegutes
gemäß Pfeil 29 zu begünstigen. Damit ist sichergestellt, daß das
Abscheidegut in das Becken 1 zurücksinken kann und ein Aufstau
an dem Abstreifer 14 vermieden wird. Die Wehrkrone 26 kann
selbst höhenverstellbar oder höheneinstellbar an dem Wehr 4
angeordnet sein. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine Klappe
30 an der Wehrkrone 26 schwenkbar in Richtung des Doppelpfeils
31 zu lagern, um je nach Einstellung die überströmende Menge zu
regulieren und insoweit Einfluß auf die Füllstandshöhe 12 zu
nehmen. Es versteht sich, daß eine solche Klappe 30 auch dann
angeordnet werden kann, wenn, wie in Fig. 1 dargestellt, eine
gesonderte Wehrkrone 26 an dem Wehr 4 fehlt.
Bezugszeichenliste
1 - Becken
2 - Pfeil
3 - Deckel
4 - Wehr
5 - Abfuhrkanal
6 - Wehrkante
7 - Pfeil
8 - Abscheidefläche
9 - Zylindermantel
10 - Achse
11 - Pfeil
12 - Füllstandshöhe
13 - Ring
14 - Abstreifer
15 - Zinken
16 - Innenraum
17 - Versteifungsleiste
18 - Lager
19 - Motor
20 - Spalt
21 - Rechenrost
22 - Abschnitt
23 - Abschnitt
24 - Verbindungsstrebe
25 - Siebblech
26 - Wehrkrone
27 - Strömungsabweisblech
28 - Zwischenraum
29 - Pfeil
30 - Klappe
31 - Doppelpfeil
2 - Pfeil
3 - Deckel
4 - Wehr
5 - Abfuhrkanal
6 - Wehrkante
7 - Pfeil
8 - Abscheidefläche
9 - Zylindermantel
10 - Achse
11 - Pfeil
12 - Füllstandshöhe
13 - Ring
14 - Abstreifer
15 - Zinken
16 - Innenraum
17 - Versteifungsleiste
18 - Lager
19 - Motor
20 - Spalt
21 - Rechenrost
22 - Abschnitt
23 - Abschnitt
24 - Verbindungsstrebe
25 - Siebblech
26 - Wehrkrone
27 - Strömungsabweisblech
28 - Zwischenraum
29 - Pfeil
30 - Klappe
31 - Doppelpfeil
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer an einem
Wehr (4) überlaufenden Flüssigkeit an Überlaufbecken, insbeson
dere an Regenauslässen und Regenüberlaufbecken, mit einer von
der Flüssigkeit durchströmten Abscheidefläche (8), die eine
horizontale, parallel zum Wehr (4) angeordnete Achse (10) und
einen die Füllstandshöhe (12) überragenden Bereich aufweist, und
mit einer Übernahmeeinheit zur Abnahme des an der Abscheide
fläche (8) abgeschiedenen Abscheidegutes, dadurch gekennzeich
net, daß die Abscheidefläche (8) zylindermantelförmig ausgebil
det und in Fließrichtung (2, 7) wenigstens teilweise unmittelbar
vor dem Wehr (4) angeordnet ist, daß die zylindermantelförmige
Abscheidefläche (8) in ihrem oberen, die Füllstandshöhe (12)
überragenden Bereich entgegen der Fließrichtung (2, 7) der an
dem Wehr (4) überströmenden Flüssigkeit um die Achse (10) ange
trieben ist und daß die Übernahmeeinheit einen ortsfest ange
ordneten Abstreifer (14) aufweist, der unterhalb der Füllstands
höhe (12) im Becken (1) vorgesehen und relativ zur Abscheide
fläche (8) angestellt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
ortsfeste Abstreifer (14) im Becken (1) derart angeordnet ist,
daß er den Spalt (20) zwischen der zylindermantelförmigen
Abscheidefläche (8) und dem Wehr (4) abdeckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zylindermantelförmige Abscheidefläche (8) auf Abstand angeord
nete Ringe (13) oder ein gelochtes oder geschlitztes Siebblech
(25) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstreifer (14) in die Zwischenräume zwischen den Ringen (13)
eingreifend, insbesondere nach innen vorstehend, angestellt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abstreifer (14) tiefer als die Wehrkante (6)
an dem Wehr (4) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abstreifer (14) auf dem Wehr (4) angeordnet
ist und daß dem Abstreifer (14) ein Strömungsabweisblech (27)
zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Wehrkrone (26) für das Wehr (4) vorgesehen ist, die zum Wehr
höheneinstellbar ausgebildet ist und den Abstreifer (14) trägt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zylindermantelförmige Abscheidefläche (8) in
Abschnitte unterteilt ist und daß als Antrieb für die Abschei
defläche ein Motor (19) sowie als Übertragungsmittel Zahnkränze,
eine Kette mit Kettenrad o. dgl. vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß oberhalb der zylindermantelförmigen Abscheide
fläche (8) ein zusätzlicher Rechenrost (21) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß in Fließrichtung (2, 7) hinter dem Wehr (4)
eine schwenkbare Klappe (30) zur Einstellung der Füllstandshöhe
(12) im Becken (1) vorgesehen ist.
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| DE1995117101 DE19517101C1 (de) | 1995-05-10 | 1995-05-10 | Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer überlaufenden Flüssigkeit |
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| DE1995117101 DE19517101C1 (de) | 1995-05-10 | 1995-05-10 | Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer überlaufenden Flüssigkeit |
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| DE19517101C1 true DE19517101C1 (de) | 1996-12-05 |
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| DE1995117101 Expired - Fee Related DE19517101C1 (de) | 1995-05-10 | 1995-05-10 | Vorrichtung zum Entfernen von Abscheidegut aus einer überlaufenden Flüssigkeit |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1995
- 1995-05-10 DE DE1995117101 patent/DE19517101C1/de not_active Expired - Fee Related
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