DE19517615A1 - Leistungsschalter - Google Patents
LeistungsschalterInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/18—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
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- H01H33/982—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being initiated by an auxiliary arc or a section of the arc, without any moving parts for producing or increasing the flow in which the pressure-generating arc is rotated by a magnetic field
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
- Gas-Insulated Switchgears (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einem Leistungsschalter gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind mit einem gasförmigen Isolier- und Löschmedium,
vorzugsweise Schwefelhexafluorid, gefüllte Leistungsschalter
bekannt, die eine Löschkammer mit einer Leistungsstrombahn und
einer Nennstrombahn aufweisen. In der Regel ist eine mit einer
Isolierdüse versehene Lichtbogenlöschzone vorgesehen. Die
Leistungsstrombahn weist mindestens einen feststehenden und
einen beweglichen Kontakt auf. Die Löschkammer kann als
einfach beblasene oder mit einer Doppelblasung versehene
Kammer ausgebildet sein. Ferner kann die Löschkammer als
selbstbeblasene Kammer ausgebildet sein, bei welcher die
Energie des Lichtbogens den für die Löschung desselben nötigen
Blasdruck selbst erzeugt, welcher in einem Blasvolumen solange
gespeichert wird, bis eine erfolgversprechende Beblasung des
Lichtbogens möglich ist. Ein besonders rascher Druckaufbau im
Blasvolumen wird erreicht, wenn der Lichtbogen durch eine der
bekannten Maßnahmen in Rotation versetzt wird. Bei den
bekannten Leistungsschaltern tritt ein vergleichsweise großer
Kontaktabbrand auf.
Aus der Offenlegungsschrift DE 30 41 083 A1 ist eine
Löschkammeranordnung mit Doppelbeblasung bekannt, welche zwei
feststehende, voneinander beabstandete, rohrförmig
ausgebildete Kontakte aufweist. Im eingeschalteten Zustand ist
der Abstand zwischen den beiden Kontakten mittels eines
beweglichen Kontaktkorbs elektrisch leitend überbrückt. Beim
Ausschalten gleitet der Kontaktkorb von dem einen der Kontakte
herunter und zieht dabei einen Lichtbogen. Dieser Lichtbogen
kommutiert, wenn sich der Kontaktkorb weiterbewegt, vom
Kontaktkorb auf den zweiten der feststehenden Kontakte, so daß
der Lichtbogen nun zwischen den beiden feststehenden Kontakten
brennt. Der Lichtbogen wird dort mit druckbeaufschlagtem
Isoliergas beblasen, wobei der Druck beispielsweise durch eine
Kolben-Zylinder-Anordnung oder durch die Lichtbogenenergie
selbst erzeugt werden kann. Die Lichtbogenfußpunkte wandern
bei dieser Löschkammeranordnung ins Innere der feststehenden
Kontakte und der Lichtbogen verlängert sich danach, so daß die
im Lichtbogen umgesetzte Energie ansteigt, was einen
beträchtlichen Kontaktabbrand zur Folge hat.
Die Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einen Leistungsschalter
zu schaffen, bei welchem mit einfachen Mitteln der
Kontaktabbrand reduziert wird.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesent
lichen darin zu sehen, daß der Lichtbogen in einem Ringspalt
brennt, so daß ein Auslängen desselben mit großer Sicherheit
vermieden wird, was zur Folge hat, daß die Lichtbogenenergie
auf kontrollierbare Werte begrenzt wird. Das Volumen und auch
die Abmessungen der Löschkammer können damit vorteilhaft klein
gehalten werden, so daß ein vorteilhaft raumsparender und
preislich günstiger Leistungsschalter entsteht.
Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände
der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren
Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung, welche
lediglich einen Ausführungsweg darstellt, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen ersten, stark vereinfachten Teilschnitt durch eine
erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leistungs
schalters mit eingeschalteter Löschkammer,
Fig. 2 einen zweiten, stark vereinfachten Teilschnitt durch die
erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leistungs
schalters mit einer beim Abschalten in einer ersten
Zwischenstellung dargestellten Löschkammer,
Fig. 3 einen dritten, stark vereinfachten Teilschnitt durch die
erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leistungs
schalters mit einer beim Abschalten in einer zweiten
Zwischenstellung dargestellten Löschkammer, und
Fig. 4 einen stark vereinfachten Teilschnitt durch eine zweite
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leistungsschalters.
Bei den Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Alle für das unmittelbare Verständnis
der Erfindung nicht erforderlichen Elemente sind nicht
dargestellt.
In der Fig. 1 ist ein erster, stark vereinfachter Teilschnitt
durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Leistungsschalters dargestellt. Dieser Leistungsschalter weist
eine mit einem isolierenden Medium, beispielsweise
Schwefelhexafluorid (SF₆-Gas), gefüllte Löschkammer 1 auf. Die
Löschkammer 1 weist eine Längsachse 2 auf, um welche die
Löschkammerkontakte zentrisch symmetrisch angeordnet sind.
Eine feststehende Kontaktanordnung 3 aus einem elektrisch
leitenden Metall ist mit einem zentral angeordneten, aus einem
Isoliermaterial bestehenden, zylindrisch ausgebildeten
Führungsteil 4 starr verbunden. Als besonders geeignet für die
Herstellung des Führungsteils 4 hat sich Polytetrafluoräthylen
(PTFE) erwiesen. Das Polytetrafluoräthylen (PTFE) kann mit
Hilfe von Füllstoffen den jeweiligen Betriebsanforderungen des
Leistungsschalters angepaßt werden. Wenn vergleichsweise hohe
Wechselströme zu unterbrechen sind, so wird das Führungsteil 4
aus besonders abbrandfestem PTFE hergestellt. Es ist jedoch
möglich, das Führungsteil 4 aus anderen Isolierstoffen, die
ebenfalls gefüllt sein können, herzustellen. Das Führungsteil
4 erstreckt sich auf eine Kontaktanordnung 5 zu und wird bei
eingeschalteter Löschkammer 1 vom dieser teilweise
umschlossen. Die feststehende Kontaktanordnung 3 ist mit einem
konzentrisch zum Führungsteil 4 angeordneten, ringförmig
ausgebildeten Abbrandkontakt 6 versehen. Die der
Kontaktanordnung 5 zugewandte Seite des Abbrandkontakts 6 ist
mit einer ringförmig ausgebildeten Abdeckung 7 aus einem
abbrandfesten, elektrisch leitenden Material, vorzugsweise
Graphit, versehen. Die Kontaktanordnung 5 weist einen inneren
Kontaktkorb 8 auf, den ein äußerer Abbrandkontakt 9
konzentrisch umgibt. Der innere Kontaktkorb 8 wird durch einen
nicht dargestellten Antrieb in axialer Richtung betätigt. Der
äußere Abbrandkontakt 9 ist feststehend angeordnet. Der
innere Kontaktkorb 8 und der Abbrandkontakt 9 sind elektrisch
leitend miteinander verbunden, sie weisen stets das gleiche
elektrische Potential auf. Die der feststehenden
Kontaktanordnung 3 zugewandte Seite des feststehenden
Abbrandkontakts 9 ist mit einer ringförmig ausgebildeten
Abdeckung 10 aus einem abbrandfesten, elektrisch leitenden
Material, vorzugsweise Graphit, versehen. Der innere
Kontaktkorb 8 besteht aus einzelnen Kontaktfingern, die
parallel zueinander verlaufen. Die Kontaktfinger weisen an der
Spitze jeweils eine abbrandfeste, aus elektrisch leitendem
Material bestehende Kappe 11 auf. Für diese Kappe 11 wird
vorzugsweise Wolframkupfer verwendet. Die Kappen 11 liegen im
eingeschalteten Zustand der Löschkammer 1 mit ihrer
Kontaktfläche 11a auf einer zylindrisch ausgebildeten
Kontaktfläche 3a der feststehenden Kontaktanordnung 3 auf und
kontaktieren diese Kontaktfläche 3a elektrisch leitend. Die
Kontaktfläche 3a kann an der dem Führungsteil 4 zugewandten
Seite mittels eines Abbrandrings 3b aus abbrandfestem
elektrisch leitendem Material verstärkt werden.
Die Strombahn für den durch die geschlossene Löschkammer 1
fließenden Wechselstrom führt, wenn vergleichsweise kleine
Nennströme zu führen sind, von der feststehenden
Kontaktanordnung 3 in die Kappen 11, durch den Kontaktkorb 8
und weiter durch den nicht dargestellten Teil der
Kontaktanordnung 5. Wenn die Löschkammer 1 für vergleichsweise
große Nennströme ausgelegt ist, so ist parallel zu der
beschriebenen Strombahn eine, in der Regel außen und
konzentrisch zu dieser angeordnete, separate Nennstrombahn
vorgesehen.
Die oben beschriebene Strombahn wird von einem aus einem
Isoliermaterial gefertigten Gehäuse 12 eingeschlossen. Als
besonders geeignet für die Herstellung des Gehäuses 12 hat
sich Polytetrafluoräthylen (PTFE) erwiesen. Das
Polytetrafluoräthylen (PTFE) kann mit Hilfe von Füllstoffen
den jeweiligen Betriebsanforderungen des Leistungsschalters
angepaßt werden. Das Gehäuse 12 kann auch aus einem anderen
elektrisch isolierenden Kunststoff hergestellt werden und dann
innen mit einer entsprechenden Auskleidung aus
Polytetrafluoräthylen (PTFE) versehen werden. Wenn
vergleichsweise hohe Wechselströme zu unterbrechen sind, so
wird das Gehäuse 12 aus besonders abbrandfestem PTFE
hergestellt. Es ist jedoch möglich, das Gehäuse 12 aus anderen
Isolierstoffen, die ebenfalls gefüllt sein können,
herzustellen. Das Gehäuse 12 weist einen in Richtung der
Längsachse 2 zeigenden Absatz 13 auf, der sich in Richtung der
Längsachse 2 erstreckt. Es kann auch vorteilhaft sein, diesen
Absatz 13 aus einem besonders abbrandfesten Isoliermaterial
herzustellen, wobei der Absatz 13 beispielsweise durch ein
gezieltes Dotieren bei der Gehäuseherstellung abbrandfest
gemacht wird. Der Absatz 13 kann beispielsweise auch als
separater Ring aus besonders abbrandfestem Isoliermaterial
gefertigt werden, welcher dann in das Gehäuse 12 eingegossen
wird. Der Absatz 13 ragt in den Raum zwischen den beiden
Abbrandkontakten 6 und 9 hinein. Die innere Oberfläche 14 des
Absatzes 13 reicht bei geschlossener Löschkammer 1
vergleichsweise nahe an die äußere Oberfläche 8a des
Kontaktkorbs 8 heran, sie berührt diese jedoch nicht. Der
Absatz 13 füllt den Raum zwischen den beiden Abbrandkontakten
6 und 9 nicht vollständig auf, zwischen der einen Flanke 13a
des Absatzes 13 und der Abdeckung 7 verbleibt ein ringförmig
ausgebildeter Raum 15, der in einen ringförmig ausgebildeten
Kanal 16 übergeht. Der Kanal 16 mündet in ein konzentrisch zur
Längsachse 2 angeordnetes, nicht dargestelltes Blasvolumen
ein. Zwischen der anderen Flanke 13b des Absatzes 13 und der
Abdeckung 10 verbleibt ein ebenfalls ringförmig ausgebildeter
Raum 17, der in einen ringförmig ausgebildeten Kanal 18
übergeht. Der Kanal 18 führt hier nach unten und mündet in ein
nicht dargestelltes Auspuffvolumen ein. Der Kontaktkorb 8
umschließt das Führungsteil 4.
Die Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Löschkammer 1 in
einer ersten Zwischenstellung kurz nach dem Beginn des
Abschaltvorgangs. Ein Pfeil 20 gibt die Bewegungsrichtung des
Kontaktkorbs 8 beim Ausschalten an. Der mit der Abdeckung 10
versehene Abbrandkontakt 9 bewegt sich nicht mit in diese
Richtung. Die Kontaktfläche 11a der Kappe 11 der Kontaktfinger
des Kontaktkorbs 8 ist bereits von der Kontaktfläche 3a auf
den Abbrandring 3b und danach auf die bündig an ihn
anschließende Oberfläche des Führungsteils 4 aus
Isoliermaterial geglitten, wobei ein kleiner Lichtbogen
zwischen der dem Führungsteil 4 zugewandten Kante des
Abbrandrings 3b und der Kappe 11 entstanden ist. Dieser
Lichtbogen brennt jedoch nur kurzzeitig auf diese Kante des
Abbrandrings 3b. Sowie die Ausschaltbewegung weiter
fortschreitet, kommutiert der eine Lichtbogenfußpunkt von der
Kante des Abbrandrings 3b auf die abbrandfeste Abdeckung 7 des
Abbrandkontakts 6. Zwischen dieser Abdeckung 7 und der
Vorderkante der Kappe 11 brennt nun ein Lichtbogen 21. Dieser
Lichtbogen 21 heizt das Gas in seiner Umgebung, also im Raum
15, auf und bringt es auf ein höheres Druckniveau. Das
druckbeaufschlagte Gas strömt dann, wie die Pfeile 22
andeuten, durch den Kanal 16 in das nicht dargestellte
Blasvolumen ab, wo es gespeichert wird. Der Lichtbogen 21 kann
in diesem Bereich der Ausschaltbewegung die Kontaktfläche 11a
der Kappe 11 nicht angreifen, da diese Kontaktfläche 11a auf
der Oberfläche des Führungsteils 4 aufliegt, wodurch sie
geschützt wird. Das Stromtragvermögen der Kontaktfläche 11a
der Kappe 11 bleibt demnach voll erhalten.
Die Fig. 3 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Löschkammer 1 in der
Ausschaltstellung. Der Kontaktkorb 8 hat sich soweit in
Richtung des Pfeils 20 bewegt, daß die Abdeckungen 7 der
Kontaktfinger des Kontaktkorbs 8 nun innerhalb des mit der
Abdeckung 10 versehenen feststehenden Abbrandkontakts 9
liegen, so daß der untere Fußpunkt des Lichtbogens 21 von der
Kappe 11 auf die Abdeckung 10 des Abbrandkontakts 9 kommutiert
ist. Der Lichtbogen 21 brennt nun im zwischen der Oberfläche
14 des Absatzes 13 und der Oberfläche des Führungsteils 4
gebildeten Ringspalt 23 zwischen der Abdeckung 7 und der
Abdeckung 10, so daß auch in diesem Bereich des Ablaufs der
Ausschaltbewegung die Kontaktfläche 11a der Kappe 11 sicher
gegen schädliche Direkteinwirkungen des Lichtbogens 21
geschützt ist. Der Kontaktkorb 8 wird in dieser Position durch
den feststehenden Abbrandkontakt 9 dielektrisch abgeschirmt.
Der ringförmige Raum 17 wird durch den Lichtbogen 21 nun
ebenfalls aufgeheizt, und das dort entstandene
druckbeaufschlagte Gas strömt, wie ein Pfeil 24 andeutet,
durch den Kanal 18 ab in ein nicht dargestelltes
untenliegendes Auspuffvolumen.
Ein besonders günstiges Abbrandverhalten ergibt sich, wenn der
Lichtbogen 21 rotiert. Um dieses Rotieren zu erreichen, ist
ein axiales, auf den Lichtbogen 21 einwirkendes Magnetfeld
nötig. Dieses Magnetfeld kann auf bekannte Weise durch
zweckmäßig angeordnete Magnetspulen oder durch entsprechende
Permanentmagnete erzeugt werden. In der Fig. 4 ist
beispielsweise ein Permanentmagnet 27 im Innern des
Führungsteils 4 konzentrisch zum Ringspalt 23 angeordnet,
welcher dieses auf den Lichtbogen 21 einwirkende Magnetfeld
erzeugt, so daß der Lichtbogen 21 im Ringspalt 23 um die
Längsachse 2 rotiert.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise werden die Figuren nun näher
betrachtet. In der Fig. 2 ist der Raum 15 gegen unten durch den
Absatz 13 und die Kappen 11 abgeschlossen. Der Lichtbogen 21
heizt das in dem Raum 15 befindliche Gas auf. Das aufgeheizte,
sich nun auf einem höheren Druckniveau befindende Gas strömt,
wie die Pfeile 22 andeuten, durch den Kanal 16 in das
Blasvolumen ab, wo es gespeichert wird, bis es für die
Löschung des Lichtbogens 21 benötigt wird. Der Raum 15 weist
bei dieser Stellung des Kontaktkorbs 8 keine weiteren
nennenswerten Abströmquerschnitte auf, so daß praktisch das
gesamte druckbeaufschlagte Gas in das Blasvolumen strömt,
dadurch ist sichergestellt, daß gleich nach der erfolgten
Kontakttrennung eine wirkungsvolle Druckerzeugung stattfinden
kann.
Die Löschung des Lichtbogens 21 erfolgt, wenn der Lichtbogen
21, wie in Fig. 3 dargestellt, zwischen den Abdeckungen 7 und
10 im Ringspalt 23 brennt. Der Lichtbogen 21 brennt in der
Regel nicht stationär, die Lichtbogenfußpunkte wechseln,
bedingt durch die einwirkenden elektrodynamischen Kräfte, ihre
Position laufend, so daß sich der Abbrand der Abdeckungen 7
und 10 über deren Peripherie verteilt. Wird nun der Lichtbogen
21 durch ein Magnetfeld zum schnellen Rotieren im Ringspalt 23
gebracht, so reduziert sich der Abbrand der Abdeckungen 7 und
10 nochmals.
Der Lichtbogen 21 weist, abhängig vom Augenblickswert des
abzuschaltenden Wechselstroms, eine unterschiedliche
Intensität auf, so daß auch die Druckerzeugung im Raum 15
unterschiedlich stark ist. Wenn der Lichtbogenstrom in den
Bereich um einen Stromnulldurchgang gelangt, so herrscht im
Raum 15 ein kleinerer Gasdruck als im Blasvolumen. Dieses
Druckgefälle zwischen dem Blasvolumen und dem Raum 15
verursacht eine Strömung des komprimierten Gases aus dem
Blasvolumen heraus durch den Kanal 16 in den Raum 15 und von
dort weiter durch den Ringspalt 23, den Raum 17 und den Kanal
18 in das Auspuffvolumen. In der Fig. 3 ist diese Gasströmung
durch einen gestrichelt ausgeführten Pfeil 28 angedeutet.
Diese Gasströmung kühlt den Lichtbogen 21 und bringt ihn in
einem Stromnulldurchgang zum Erlöschen.
Für höhere Betriebsspannungen kann der Abstand zwischen den
Abdeckungen 7 und 10 vergrößert werden, wobei der Ringspalt
23 gleichzeitig entsprechend in axialer Richtung verlängert
wird.
Bezugszeichenliste
1 Löschkammer
2 Längsachse
3 feststehende Kontaktanordnung
3a Kontaktfläche
3b Abbrandring
4 Führungsteil
5 bewegliche Kontaktanordnung
6 Abbrandkontakt
7 Abdeckung
8 Kontaktkorb
8a Oberfläche
9 Abbrandkontakt
10 Abdeckung
11 Kappe
11a Kontaktfläche
12 Gehäuse
13 Absatz
13a, b Flanke
14 Oberfläche
15 Raum
16 Kanal
17 Raum
18 Kanal
20 Pfeil
21 Lichtbogen
22 Pfeile
23 Ringspalt
24 Pfeil
27 Permanentmagnet
28 Pfeil
2 Längsachse
3 feststehende Kontaktanordnung
3a Kontaktfläche
3b Abbrandring
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7 Abdeckung
8 Kontaktkorb
8a Oberfläche
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10 Abdeckung
11 Kappe
11a Kontaktfläche
12 Gehäuse
13 Absatz
13a, b Flanke
14 Oberfläche
15 Raum
16 Kanal
17 Raum
18 Kanal
20 Pfeil
21 Lichtbogen
22 Pfeile
23 Ringspalt
24 Pfeil
27 Permanentmagnet
28 Pfeil
Claims (9)
1. Leistungsschalter mit mindestens einer mit einem
isolierenden Medium gefüllten, zylindrisch ausgebildeten
Löschkammer (1), welche eine in einem isolierenden Gehäuse
(12) angeordnete, entlang einer Längsachse (2) erstreckte
Leistungsstrombahn aufweist, mit einer in der
Leistungsstrombahn angeordneten feststehenden Kontaktanordnung
(3) und mit einer einen beweglichen Kontaktkorb (8)
aufweisenden Kontaktanordnung (5), wobei sowohl die
feststehende Kontaktanordnung (3) als auch die
Kontaktanordnung (5) mit jeweils einer feststehenden
abbrandfesten Abdeckung (7, 10) versehen ist, mit einem den bei
einem Ausschaltvorgang auftretenden, erhöhten Druck des
isolierenden Mediums speichernden Blasvolumen, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß der Kontaktkorb (8) in der Einschaltstellung ein elektrisch isolierend ausgebildetes Führungsteil (4) umgibt,
- - daß das isolierende Gehäuse (12) einen Absatz (13) aufweist, der in den Bereich zwischen einer ersten abbrandfesten Abdeckung (7) und einer zweiten abbrandfesten Abdeckung (10) hineinragt, und
- - daß die beiden abbrandfesten Abdeckungen (7, 10) konzentrisch um den Bereich des beweglichen Kontaktkorbs (8) angeordnet sind.
2. Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Führungsteil (4) und das Gehäuse (12) aus Polytetrafluoräthylen (PTFE) gefertigt sind.
3. Leistungsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß Mittel vorgesehen sind, welche den Lichtbogen (21) in Rotation um die Längsachse (2) versetzen.
4. Leistungsschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Mittel, welche den Lichtbogen (21) in Rotation um die Längsachse (2) versetzen, im Bereich des Absatzes (13) angeordnet sind.
5. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß für höhere Betriebsspannungen der Absatz (13) in axialer Richtung verlängert ausgebildet ist, und
- - daß die abbrandfesten Abdeckungen (7, 10) entsprechend der Verlängerung des Absatzes (13) größer beabstandet sind.
6. Leistungsschalter nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß beidseitig des Absatzes (13) jeweils ein ringförmig ausgebildeter Raum (15, 17) vorgesehen ist, von denen ein nach der Kontakttrennung erster durch die Lichtbogenenergie beaufschlagter Raum (15) durch einen Kanal (16) mit dem Blasvolumen verbunden ist, während ein zweiter durch die Lichtbogenenergie beaufschlagter Raum (17) durch mindestens eine Verbindung mit einem Auspuffvolumen verbunden ist.
7. Leistungsschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Kanal (16) als ringförmiger Kanal ausgebildet ist, und
- - daß die mindestens eine Verbindung zum Auspuffvolumen als ringförmiger Kanal (18) ausgebildet ist.
8. Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Bereich zwischen der Oberfläche des Führungsteils (4) und der Oberfläche (14) des Absatzes (13) als ein Ringspalt (23) ausgebildet ist, wenn der bewegliche Kontaktkorb (8) diesen Bereich verlassen hat.
9. Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß mindestens eine der beiden abbrandfesten Abdeckungen (7, 10) aus Graphit gefertigt ist.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19517615A DE19517615A1 (de) | 1995-05-13 | 1995-05-13 | Leistungsschalter |
| CA002172352A CA2172352A1 (en) | 1995-05-13 | 1996-03-21 | Circuit breaker |
| US08/621,641 US5844189A (en) | 1995-05-13 | 1996-03-26 | Circuit breaker having contacts with erosion-resistant covering |
| DE59609674T DE59609674D1 (de) | 1995-05-13 | 1996-04-25 | Leistungsschalter |
| EP96810265A EP0743665B1 (de) | 1995-05-13 | 1996-04-25 | Leistungsschalter |
| KR1019960015252A KR100409412B1 (ko) | 1995-05-13 | 1996-05-09 | 차단기 |
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