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DE19515693A1 - Material, enthaltend ein vulkanisiertes Elastomer, das mit einem thermoplastischen Elastomer verbunden ist - Google Patents

Material, enthaltend ein vulkanisiertes Elastomer, das mit einem thermoplastischen Elastomer verbunden ist

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Publication number
DE19515693A1
DE19515693A1 DE19515693A DE19515693A DE19515693A1 DE 19515693 A1 DE19515693 A1 DE 19515693A1 DE 19515693 A DE19515693 A DE 19515693A DE 19515693 A DE19515693 A DE 19515693A DE 19515693 A1 DE19515693 A1 DE 19515693A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyamide
elastomer
blocks
elastomers
material according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19515693A
Other languages
English (en)
Inventor
Patrick Alex
Christian Dousson
Loic Tron
Martine Cerf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Arkema France SA
Original Assignee
Elf Atochem SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elf Atochem SA filed Critical Elf Atochem SA
Publication of DE19515693A1 publication Critical patent/DE19515693A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/24Crosslinking, e.g. vulcanising, of macromolecules
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/12Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers

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  • Polyamides (AREA)

Description

In der EP-A-550 346 sind Materialien beschrieben, die aus einem vul­ kanisierten Elastomer gebildet sind, das ohne Klebemittel mit einem thermoplastischen Elastomer mit Polyamidblöcken verbunden ist. Diese Materialien können in Form einer vulkanisierten elastomeren Folie vorliegen, die auf einer thermoplastischen Elastomerfolie kleben. "Verbunden ohne Klebemittel" bedeutet, daß die beiden Elastomeren jeweils aufeinanderkleben, und daß, wenn man versucht sie zu tren­ nen, es zum Zerreißen eines der beiden Elastomere kommt.
Dieses ist ein kohäsives Zerreißen im Gegensatz zum adhäsiven Zer­ reißen, wenn die Trennung an der Grenzfläche der beiden Elastome­ ren erfolgt.
Man kann das Material gemäß dem Stand der Technik herstellen, indem man ein Elastomer in einer Form vulkanisiert, von der ein Teil mit einem thermoplastischen Elastomer aus Polyamidblöcken belegt ist.
Bis heute ist es notwendig, die Vulkanisierung in einem Temperatur­ bereich mit einer Spanne von höchstens 5°C durchzuführen.
Wenn man diesen Bereich nicht beachtet, läuft man Gefahr, ein schlechtes Haftvermögen (adhäsives Auseinanderbrechen) oder Schwierigkeiten in bezug auf das Entformen des Materials zu erhalten.
Dieses Verfahren gemäß dem Stand der Technik ist nützlich, um Schuhsohlen herzustellen; aber es ist in einem industriellen Betrieb mit einer Vielzahl von Pressen, die häufig geöffnet und geschlossen werden, schwierig, Temperaturschwankungen in einem Bereich von mehr als 5°C zu vermeiden.
Die Anmelderin hat nun herausgefunden, daß man die Vulkanisierung in einem Temperaturbereich mit einer Spanne von mehreren 10°C, häufig auch über einer Spanne von 40°C durchführen kann, wenn man ein thermoplastisches Elastomer verwendet, das Blöcke auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthält.
Das erhaltene Material weist eine kohäsive Bruchbildung unabhängig von der aus diesem weiten Bereich gewählten Vulkanisierungstempe­ ratur auf.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Material, das ein vulkanisiertes Elastomer enthält, welches im wesentlichen ohne Klebemittel auf einem thermoplastischen Elastomer haftet, das Einheiten auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthält.
Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Materials.
Die für die vorliegende Erfindung einsetzbaren vulkanisierbaren natür­ lichen oder synthetischen Elastomere sind dem Fachmann wohl bekannt; der Begriff Elastomer in der Definition der vorliegenden Erfindung bedeutet, daß dieses ebenfalls aus Mischungen mehrerer Elastomere gebildet werden kann.
Diese Elastomeren oder Mischungen aus Elastomeren haben eine remanente Verformung bei Kompressionen (RVK) bei 100°C von weniger als 50%, im allgemeinen zwischen 5 und 40%, vorzugsweise weniger als 30%.
Unter ihnen kann man natürlichen Kautschuk, Polyisopren mit einem erhöhten Anteil an Doppelbindungen in cis-Stellung, eine polymeri­ sierte Emulsion auf Basis eines Styrol/Butadien-Copolymers, ein Poly­ butadien mit einem erhöhten Anteil an Doppelbindungen in cis-Posi­ tionen, das durch Katalyse mit Nickel, Cobalt, Titan oder Neodynium erhalten wurde, ein halogeniertes Ethylen/Propylen/Dien-Terpolymer, einen halogenierten Butylkautschuk, einen Styrol/Butadien-Copoly­ merblock, ein Styrol/Isopren-Copolymerblock, die halogenierten Pro­ dukte der obigen Polymere, ein Acryl- und Nitril/Butadien-Copolymer, ein Acrylat-Elastomer, ein fluoriertes Elastomer und Chloropren nennen. Man kann auch Epichlorhydrin-Kautschuke verwenden.
In dem Fall, wo die genannten Elastomere keinen Carbonsäurerest oder Anhydride dieser Säuren enthalten, (was bei den meisten der Fall ist), können diese Reste durch herkömmliche Pfropfung der zuvor genannten Elastomeren oder Elastomerenmischungen, beispielsweise mit Acrylatelastomeren, eingebracht werden.
Unter diesen zuvor genannten Elastomeren wählt man vorzugsweise die der folgenden Gruppe aus: carboxylierte Nitrilelastomere, Acrylat­ elastomere, carboxylierte Polybutadiene, gepfropfte Ethylen/Propylen/Dien- Terpolymere oder Mischungen dieser Polymere mit den gleichen aber nicht gepfropften Elastomeren wie Nitrilkautschuke, Polybutadie­ ne, Ethylen/Propylen/Dien-Terpolymere, einzeln oder in Mischungen.
Vorzugsweise liegt der Gewichtsanteil an den Carbonsäureresten oder dem Dicarbonsäureanhydrid dieser vulkanisierbaren Elastomere zwi­ schen 0,3 und 10%, bezogen auf die genannten Elastomere.
Die für die vorliegende Erfindung einsetzbaren Vulkanisierungs­ systeme sind dem Fachmann wohl bekannt; daher ist die Erfindung nicht auf einen bestimmten Systemtyp limitiert.
Wenn das Elastomer aus einem ungesättigten Monomer besteht (Butadien, Isopren, Vinyliden-Norbornen etc.), kann man vier Arten von Vulkanisierungssystemen nennen:
  • - Schwefelsysteme, gebildet aus Schwefel, der an den üblichen Beschleunigern gebunden ist, wie z. B. Metallsalze von Dithio­ carbamaten (Dimethyldithiocarbamat von Zink, Tellur, usw.), Sul­ feramide, etc. Diese Systeme können gleichermaßen an Stearinsäure gebundenes Zinkoxid enthalten.
  • - Schwefel abgebende Systeme, in denen der größte Teil des zur Aushärtung verwendeten Schwefels aus schwefelhaltigen Molekü­ len, wie z. B. die oben genannten Organoschwefelverbindungen, stammt.
  • - Phenolharzsysteme, gebildet aus gegebenenfalls halogenierten difunktionellen Formaldehyd/Phenol-Harzen, die mit den Beschleunigern, wie z. B. Zinnchlorid, Zinkoxid, verbunden sind.
  • - Peroxidsysteme: Alle Donatoren von freien Radikalen (Dicumyl­ peroxid, etc.) können in Verbindung mit Zinkoxid und Stearin­ säure verwendet werden.
Wenn das Elastomer ein Acrylat ist (Butylpolyacrylat mit Säure- oder Epoxyfunktionen oder anderen reaktiven Funktionen, die eine Vernet­ zung erlauben), verwendet man die üblichen Vernetzungsmittel auf Basis von Diaminen (Orthotoluidylguanidin, Diphenylguanidin, etc.) oder blockierten Diaminen (Hexamethylendiamincarbamat, etc).
Die elastomeren Zusammensetzungen können durch Zugabe von Füll­ stoffen, wie z. B. Ruß, Siliciumdioxid, Kaolin, Aluminiumoxid, Ton, Talk, Calciumcarbonat, etc. in bezug auf bestimmte besondere Eigenschaften verändert werden (z. B. Verbesserung der mechanischen Eigenschaften). Diese Füllstoffe können durch Silane, Polyethylen­ glykole oder andere Kopplermoleküle oberflächenbehandelt werden. Im allgemeinen beträgt der Gewichtsanteil an Füllstoffen 5 bis 100% pro 100 Teile Elastomere.
Darüber hinaus können die Zusammensetzungen mit Weichmachern, wie z. B. den vom Erdöl abgeleiteten Mineralölen; Phthalsäureestern oder Sebacinsäureestern; flüssigen polymeren Weichmachern wie z. B. gegebenenfalls carboxyliertem Polybutadien mit geringer Masse und weiteren dem Fachmann wohl bekannten Weichmachern erweicht werden.
Die für das Verfahren verwendbaren Kombinationen von Vulkanisie­ rungsmitteln sind solche, die eine vollständige Vernetzung des Elasto­ mers gemäß einer solchen Kinetik erlauben, die zu guten Eigenschaf­ ten in bezug auf den Trennungswiderstand, wie es z. B. in der obigen Definition und im allgemeinen angegeben war, und zu guten kau­ tschukartigen Eigenschaften (gemessen gemäß der remanenten Ver­ formung bei Kompression bei 100°C, dynamometrischen Zugeigen­ schaften etc.) führt.
Hinsichtlich der thermoplastischen Elastomere, die Polyetherblöcke und Einheiten auf Basis von Polyamid-6 enthalten, können diese sich in statistischer oder vorgegebener Reihenfolge wiederholen. Die Poly­ amideinheiten können in dem aus der Kondensation von Caprolactam stammenden Oligomeren isoliert oder gruppiert vorhanden sein.
"Auf Basis von Polyamid 6" bedeutet, daß es sich um Homopolymere von Caprolactam oder Copolymere mit C6-Diaminen und -Dicarbon­ säuren oder Lauryllactam oder anderen Einheiten handelt. Im wesent­ lichen werden die Polyamideinheiten aus Caprolactamresten gebildet.
Die am häufigsten verwendeten Elastomere sind die, die Polyamid­ blöcke und Polyetherblöcke enthalten. Die Polyamidblöcke können aus der Kondensation von Caprolactam stammen.
Die Polyamidblöcke können in Gegenwart einer Dicarbonsäure herge­ stellt werden. Man erhält Polyamidblöcke mit endständigen Carbon­ säuren. Die mittlere molekulare Masse der Polyamidblöcke liegt zwischen 600 und 5000.
Die Polyether sind beispielsweise Polyethylenglykol, Polypropylen­ glykol oder Polytetramethylenglykol mit einer molekularen Masse zwischen 250 und 6000; mehrere Polyether können beispielsweise mit Dicarbonsäuren im Falle der Polyetherdiole verkettet werden.
Man verläßt nicht den Rahmen der vorliegenden Erfindung, wenn man andere Elastomere aus Polyamidblöcken und Polyetherblöcken ver­ wendet. Diese Produkte können durch Reaktion eines Dicarbonsäure­ lactams mit einem Polyetherdiol oder einem Polyetherdiamin herge­ stellt werden. Man kann auch endständig aminierte Polyamidblöcke mit Dicarbonsäurepolyethern oder Polyamidblöcke mit endständigen Carbonsäuren mit Polyetherdiaminen kondensieren.
Alle diese Produkte sind in der US-A-4,331,786, US-A-4,115,475, US-A-4,195,015, US-A-4,839,441 und US-A-4,864,014 beschrieben.
Vorzugsweise verwendet man Elastomere, die Polyamid-6-Blöcke mit einer mittleren molekularen Masse zwischen 1000 und 3000 enthal­ ten.
Unter den Elastomeren bevorzugt man diejenigen, die Polyetherblöcke aufweisen, die aus Polytetramethylenglykol (PTMG) stammen. Die mittlere molekulare Masse dieses PTMG liegt zwischen 300 und 2000.
Gemäß dem durch die EP-A-550 346 gegebenen Stand der Technik ist es notwendig, die Vulkanisation nahe beim VICAT-Punkt des thermo­ plastischen Elastomers durchzuführen, beispielsweise in einem Tem­ peraturbereich, der zwischen dem VICAT-Punkt und 5°C unter dem VICAT-Punkt liegt.
Der VICAT-Punkt oder auch der Erweichungspunkt ist ein allgemein bekannter Parameter zur Messung der physikalischen Eigenschaften eines Polymers. Der VICAT-Punkt ist die Temperatur, bei der ein Stift mit einem kreisförmigen Querschnitt von 1 mm² 1 mm tief in ein Pro­ bestück während einer Temperaturerhöhung von 50°C gemäß der Norm ASTM D1525 eingedrungen ist. Bei dieser Temperatur fließt das Polymer nicht und befindet sich auch nicht in geschmolzenem Zustand.
Wenn man diesen Temperaturbereich nicht beachtet, erhält man bestenfalls ein Material mit adhäsiver Bruchbildung.
Die Anmelderin hat nun herausgefunden, daß man die Vulkanisierung in einem verglichen mit dem Stand der Technik weiteren Bereich durchführen kann, wenn man thermoplastische Elastomere verwendet, die Einheiten auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthal­ ten.
Diese thermoplastischen Elastomere haben einen Schmelzpunkt zwischen 170 und 220°C und einen VICAT-Punkt zwischen 130 und 180°C.
Vorzugsweise liegt die mit Hilfe eines oszillierenden Rheometers gemessene Kinetik, d. h. die charakteristische Zeit t₉₀ zur Vulkanisie­ rung von 90% unter 15 Minuten und vorzugsweise zwischen 5 und 10 Minuten.
Darüber hinaus wurde nun gefunden, daß die Zeit für das Ingangbringen der Vulkanisierung (oder Erstarrungszeit), die einem Anstieg des Drehmoments um 0,2 N m entspricht, ein wichtiger Faktor ist, um Materialien mit guten Leistungen zu erhalten. Jedoch ist es vorteil­ haft, daß dieser Anstieg des zuvor genannten Drehmoments in einer Zeit von mindestens 4 Minuten bei der Preßtemperatur, vorzugsweise zwischen 4 und 6 Minuten, erreicht wird.
Im allgemeinen besteht das Verfahren darin, thermoplastische Elasto­ mere mit Polyamideinheiten und Polyetherblöcken zu bilden, diese thermoplastischen Elastomere mit Polyamideinheiten mit Hilfe geeig­ neter Vorrichtungen so in eine Vulkanisierungspresse zu geben, so daß es vorzugsweise gegen eine Seite der Form aufgebracht ist. Wenn das Elastomer ein Film ist, wird dieser insbesondere durch Extrusion gebildet. Seine Dicke schwankt vorzugsweise zwischen 0,3 und 5 mm, insbesondere beträgt die Dicke höchstens 1 mm. Die Breite des Films ist variabel, er kann mit einem Lochstanzer abgeschnitten werden. Dieses Filmstück kann anschließend in herkömmlicher Weise gegen mindestens einen Teil der Wandung der Vulkanisierungsform des Ela­ stomers angeordnet werden. Die Filmstücke können auch eine vorge­ gebene Zeit gelagert werden.
In dem Fall, wo das thermoplastische Elastomer aus einem beispiels­ weise in Form eines abgeschnittenen Profilteils definierten Formteil gebildet wird, ist es vorzugsweise am Boden der Form angeordnet.
Gleichermaßen kann man eine Form zum blockweisen Spritzgußver­ fahren von zwei Massen verwenden. In diesem Fall ist die Form mit Matrizenabdeckungen auf der elastomeren Seite ausgestattet, die nach Einspritzen des Thermoplasts herausgenommen werden, um ein Ein­ spritzen des zu vulkanisierenden Elastomers zu erlauben.
Die elastomere Zusammensetzung, die das Elastomer mit den Füllstof­ fen, Weichmachern und anderen Zusatzmitteln aber nicht das Vernet­ zungssystem enthält, wird in einem geeigneten Reaktor hergestellt und dann gegebenenfalls in einen anderen Mischer zusammen mit dem Vulkanisierungssystem bei einer geeigneten Temperatur gegeben.
Sowohl das Formpressen als auch die Vulkanisierung des Elastomers werden in einer Form, von der ein Teil mit einem obigen elastomeren Teil aus Polyamid-Einheiten beaufschlagt ist, gemäß den herkömmli­ chen Verfahren der Kautschukindustrie durchgeführt: Einfache Kom­ pression, Transferpressen, Spritzguß, Spritzpressen. Im allgemeinen wird sie in einem Preßwerkzeug aus Stahl mit einer Dicke von einigen Millimetern durchgeführt, das sich zwischen zwei heizbaren Platten einer Presse befindet. Die Menge der in die Form hinein­ gegebenen elastomeren Zusammensetzung kann das Volumen der Matrize leicht übersteigen. Das Schließen der Presse bewirkt ein Fließen des Elastomers in der Form und eine Entfernung des elastomeren Überschusses durch die Überlaufkanäle. So ist der Druck nach der Verteilung der Masse und unter Berücksichtigung der Formgeometrie auf die elastomere Zusammensetzung gering (etwa bei Atmosphärendruck).
Der Schmelzpunkt und der VICAT-Punkt der erfindungsgemäßen thermoplastischen Elastomere mit Polyamideinheiten sind eine Funk­ tion der Polyamideinheiten und der Polyetherblöcke.
Der mögliche Temperaturbereich der Vulkanisierung ist ebenfalls eine Funktion der Polyamideinheiten und der Polyetherblöcke.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Elastomeren mit Polyamideinhei­ ten ist der, daß man die Vulkanisierung ebenfalls weit unter ihrem Schmelzpunkt durchführen kann.
Der Temperaturbereich der Vulkanisierung ist derjenige, wo das erhal­ tene Material eine im wesentlichen kohäsive Bruchbildung zeigt. Die untere Grenze wird durch die tiefste Temperatur definiert, die zu einem Haftvermögen mit kohäsivem Bruchbildungstyp führt. Die obere Grenze ist im allgemeinen nicht durch die Eigenschaften des erhaltenen Materials fixiert, sondern durch die maximale Temperatur, die eine leichte Entformung des Materials ohne plastische Deformation weder mit Adhäsion des Elastomers mit Polyamideinheiten auf den Formwandungen noch mit einem Kleben des Materials auf den Form­ wandungen erlaubt.
Beispielsweise erlauben die thermoplastischen Elastomere mit Poly­ amid-6-Blöcken mit einer mittleren molekularen Masse von 1300 und von PTMG abgeleiteten Polyetherblöcken mit einer mittleren moleku­ laren Masse von 650 einen Vulkanisierungsbereich von 140 bis 180°C, in dem die herkömmliche Vulkanisierungstemperatur von Kautschuk d. h. 155°C liegt.
Man verläßt nicht den Rahmen der Erfindung, wenn man etwas Kle­ bemittel auf die Oberfläche des Elastomers mit Polyamid-Einheiten gibt.
Nachdem die Vulkanisierung nach weniger als 15 Minuten, vorzugs­ weise zwischen 5 und 10 Minuten, beendet ist, was zuvor anhand der t₉₀ mit dem oszillierenden Rheometer bestimmt wurde, wird das Form­ stück entnommen.
In dem Falle, wo das thermoplastische Elastomer mit Polyamid-Einhei­ ten ein Film ist, kann man die allgemein in der Vulkanisierungstechnik der Elastomere bekannte empirische Formel anwenden, wenn man die Dicke ändert:
E ist die Dicke in mm.
Der Trennungswiderstand wird gemäß verschiedener standardisierter Tests bestimmt, die in Abhängigkeit von der Art des zu untersuchen­ den Verbundmaterials ausgewählt werden.
Wenn der Polyether mit Polyamidblöcken in Form eines Films vorliegt, wird der Schichttrennungswiderstand durch einen Abriebstest bestimmt. Vorzugsweise liegt die Abriebsfestigkeit über 5 daN/cm.
In dem aus industrieller Sicht interessantesten Fall, in dem das thermoplastische Elastomer mit Polyamid-Einheiten ein Stück oder ein Gegenstand mit einer definierten Form ist, beispielsweise ein in einem vulkanisierten Elastomer teilweise eingegossenes oder eingebettetes Verstärkungselastomer, mißt man die Zugfestigkeit, die von der Form des Gegenstandes abhängt.
Eine besonders interessante Ausführungsform der Erfindung besteht in der Herstellung von Sportartikeln, von denen mindestens ein Teil aus einem Verbundmaterial besteht, wie es oben angegeben ist.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für die Herstellung von Sohlen für Sportschuhe, von denen mindestens ein Teil des vulkanisierten Elastomers ein oder mehrere Verstärkungselemente aus dem obigen thermoplastischen Elastomer enthält.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Material, das nacheinander (a) ein vulkanisiertes Elastomer, (b) ein thermoplastisches Elastomer, das Einheiten auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthält und (c) eine Mischung, enthaltend Polyamid-6 oder Polyamid-6,6 und gegebenen­ falls ein oder mehrere Polyolefine, enthält; der Teil (a) haftet im wesentlichen ohne Klebemittel auf dem Teil (b). (c) kann nur PA-6 oder PA-6,6 sein.
Unter Polyolefinen versteht man Polymere, die olefinische Einheiten, beispielsweise Ethylen-, Propylen-, 1-Buten-Einheiten, etc. enthalten.
Als Beispiel kann man nennen:
  • - Polyethylen, Polypropylen, Copolymere von Ethylen mit alpha- Olefinen. Diese Produkte können mit ungesättigten Carbonsäure­ anhydriden, wie z. B. Maleinsäureanhydrid oder ungesättigten Epoxiden, wie z. B. Glycidylmethacrylat gepfropft werden.
  • - Copolymere von Ethylen mit mindestens einem Produkt, ausge­ wählt aus (i) ungesättigten Carbonsäuren, ihren Salzen, ihren Estern; (ii) den Vinylestern gesättigter Carbonsäuren; (iii) den ungesättigten Dicarbonsäuren, ihren Salzen, ihren Estern, ihren Hemiestern, ihren Anhydriden; und (iv) den ungesättigten Epoxi­ den.
Diese Ethylen-Copolymere können mit ungesättigten Dicarbonsäure­ anhydriden oder ungesättigten Epoxiden gepfropft werden.
  • - Die Styrol/Ethylen-Buten/Styrol-Blockcopolymere (SEBS), die gegebenenfalls durch Maleinsäure modifiziert sind.
Man kann auch Mischungen aus zwei oder mehreren dieser Polyole­ fine verwenden.
Vorzugsweise verwendet man:
  • - Polyethylen,
  • - Copolymere von Ethylen und einem alpha-Olefin,
  • - Ethylen/Alkyl(meth)acrylat-Copolymere,
  • - Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinsäureanhydrid-Copolymere, das Maleinsäureanhydrid kann gepfropft oder copolymerisiert sein,
  • - Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Glycidyl(meth)acrylat-Copolymere, das Glycidyl(meth)acrylat ist gepfropft oder copolymerisiert,
  • - Polypropylen.
Wenn die Polyolefine nur wenig oder gar keine Funktionen haben, die die Kompatibilisation erleichtern kann, wird zum Zwecke des leichteren Mischens empfohlen, ein Kompatibilisierungsmittel hinzuzu­ fügen.
Das Kompatibilisierungsmittel ist ein an sich bekanntes Produkt, das die Polyamide und die Polyolefine kompatibilisiert.
Als Beispiele kann man nennen:
  • - Polyethylen, Polypropylen, Ethylen/Propylen-Copolymere, Ethy­ len/Buten-Copolymere und alle die Produkte, die mit Maleinsäu­ reanhydrid oder Glycidylmethacrylat gepfropft sind.
  • - Die Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinsäureanhydrid-Copolymere, wobei das Maleinsäureanhydrid gepfropft oder copolymerisiert ist,
  • - Ethylen/Vinylacetat/Maleinsäureanhydrid-Copolymere, wobei das Maleinsäureanhydrid gepfropft oder copolymerisiert ist.
  • - Die beiden obigen Copolymere, wobei das Maleinsäureanhydrid durch Glycidylmethacrylat ersetzt ist,
  • - Ethylen/(Meth)acrylsäure-Copolymere, gegebenenfalls ihre Salze,
  • - Polyethylen, Polypropylen oder ihre Ethylen/Propylen-Copoly­ mere; diese Polymere sind durch ein Produkt gepfropft, das eine mit Aminen reaktive Stelle aufweist; diese gepfropften Copolymere werden anschließend mit Polyamiden oder Polyamid-Oligomeren mit einer einzigen endständigen Aminfunktion kondensiert.
Diese Produkte sind in der FR-PS 2 291 225 und EP-B-342 066 beschrieben, deren Inhalt in der vorliegenden Anmeldung einbezogen ist.
Die die Matrize bildende Polyamidmenge kann zwischen 55 und 95 Teile pro 5 bis 45 Teile Polyolefin betragen.
Die Menge an Kompatibilisierungsmittel ist die ausreichende Menge, um das Polyolefin in Form von Kügelchen in der Polyamidmatrize zu dispergieren. Sie kann bis zu 20% des Gewichts des Polyolefins betragen. Man stellt diese Polymere durch Mischung von Polyamid, Polyolefin und gegebenenfalls dem Kompatibilisierungsmittel gemäß der zur Mischung in geschmolzenem Zustand verwendeten Techniken her (Zweischnecken-Verfahren, Buss-Cokneter, Einschnecken-Verfah­ ren).
Vorzugsweise enthält die Mischung Polyamid-6 (PA-6) oder -66 (PA- 6,6), in der entweder die Kügelchen einer Mischung aus Polyethylen mit niedriger Dichte und das Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinsäure­ anhydrid-Copolymer oder Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Glycidylmeth­ acrylat-Copolymer oder die Kügelchen aus Polypropylen dispergiert sind.
Solche Produkte sind in der US-A-5,070,145 und der EP-B-564 338 beschrieben.
Im Fall von Polypropylen gibt man ein Kompatibilisierungsmittel hinzu, das vorzugsweise ein Ethylen/Propylen-Copolymer mit über­ wiegender Anzahl von Propylen-Einheiten ist, das mit Maleinsäure­ anhydrid gepfropft wurde und anschließend mit monoaminierten Oli­ gomeren von Caprolactam kondensiert wurde.
Diese Mischungen aus Polyamid und Polyolefin können plastifiziert werden und gegebenenfalls Füllstoffe enthalten, wie z. B. Ruß, etc.
Solche Mischungen aus Polyamid und Polyolefin sind in der US-A-5,342,886 beschrieben.
Ein Material gemäß dieser besonderen erfindungsgemäßen Ausfüh­ rungsform ist das obige Material mit einer zusätzlichen Schicht (c) aus einer Mischung, die PA-6 oder PA-6,6 und gegebenenfalls ein oder mehrere Polyolefine enthält, wobei diese Schicht auf die thermoplasti­ sche Elastomerenseite aufgebracht ist, die Einheiten auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthält.
Man kann dieses Material, das (a), (b) und (c) enthält, genauso herstellen, wie das Material, das (a) und (b) enthält, indem man (b) durch den Verbund aus (b) und (c) ersetzt.
Der Verbund aus (b) und (c) kann durch Coextrusion, Laminierung etc. hergestellt werden.
Man verläßt nicht den Rahmen der Erfindung, wenn ein Coextrusions­ bindemittel zwischen den Schichten (b) und (c) angeordnet ist. Diese Bindemittel sind an sich bekannte Produkte.
Als Beispiel für solche Bindemittel kann man angeben:
  • - Polyethylen, Polypropylen, Copolymere von Ethylen und minde­ stens einem alpha-Olefin, Mischungen dieser Polymere, alle Poly­ mere, die mit ungesättigten Carbonsäureanhydriden, wie z. B. Maleinsäureanhydrid gepfropft sind. Man kann auch Mischungen dieser gepfropften Polymere und dieser nicht gepfropften Poly­ mere verwenden.
  • - Copolymere von Ethylen mit mindestens einem Produkt, ausge­ wählt aus (i) ungesättigten Carbonsäuren, ihren Salzen, ihren Estern; (ii) den Vinylestern gesättigter Carbonsäuren; (iii) ungesät­ tigten Dicarbonsäuren, ihren Salzen, ihren Estern, ihren Hemi­ estern, ihren Anhydriden; und (iv) ungesättigten Epoxiden; diese Copolymere können durch ungesättigte Dicarbonsäureanhydride, wie z. B. Maleinsäureanhydrid oder ungesättigte Epoxide, wie z. B. Glycidylmethacrylat gepfropft sein.
Man kann auch zu einer oder jeder der Schichten ein Produkt hinzu­ geben, das die Adhäsion verbessert, ohne eine Bindemittelschicht verwenden zu müssen. Dieses Produkt kann eines der zuvor beschriebenen Bindemittel sein.
Diese Materialien können in verschiedenen Formen vorliegen. Bei­ spielsweise können es Rohre mit einer inneren Schicht aus Polyamid (c) sein. Man kann sie durch Coextrusion herstellen, beispielsweise indem man die Schichten (b) und (c) coextrudiert, diese mit Kautschuk umhüllt und anschließend vulkanisiert. In diesen Rohren ist die Schicht (b) tatsächlich ein Bindemittel.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind es coextrudierte Folien oder Platten, die in Form von Riemen vorliegen, beispielsweise Antriebsriemen zur Übertragung von mechanischer Leistung. Man kann auch vor dem Aufbringen der Kautschukschicht das aus den Schichten (b) und (c) gebildete Material dehnen, um die mechani­ schen Eigenschaften zu verändern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform handelt es sich um Trans­ portbänder.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für die Herstellung von Sohlen für Sportschuhe, von denen mindestens ein Teil ein vulkanisiertes Ela­ stomer ist, das ein oder mehrere Verstärkungselemente aus dem zuvor beschriebenen thermoplastischen Elastomer enthält.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung, ohne diese zu begrenzen.
Gemäß einer allgemeinen Verfahrensweise für alle beschriebenen Bei­ spiele werden alle Elastomerenzusammensetzungen ohne Vernet­ zungssystem in einem Repiquet K1-Innenmischer mit 3,5 l Inhalt gemischt, wobei sich die Rotoren mit 60 Umdrehungen/min drehen. Das Verfahren wird in einem semi-adiabatischen Bereich durchgeführt, wo sich die mechanische Energie in Wärme umsetzt. Nach weniger als 5 Minuten erhält man eine innige Mischung und die Temperatur erreicht 110°C.
Das so hergestellte Elastomer wird anschließend in einen Zylinder­ mischer gegeben, der auf 80°C aufgeheizt wurde, und in den man das Vulkanisierungssystem hinzugibt.
Das Abformen des thermoplastischen elastomeren Stücks mit Poly­ amidblöcken durch die elastomere Zusammensetzung wird in einer Formpresse aus Stahl durchgeführt, die sich zwischen zwei Platten einer aufheizbaren Presse befinden.
Die Abriebskraft wird nach 24 Stunden gemessen. Man beginnt den Abrieb, indem man eine adhäsionsfreie Zone zwischen dem vulkani­ sierten Elastomer und dem Polyether mit Polyamidblöcken durch ein Aluminiumklebeband herstellt, das auf dem Polyether mit Polyamid­ blöcken vor dem Formen der Elastomere aufgebracht wurde.
Beispiel 1
Man stellt die folgende SBR-XNBR-Formulierung her.
SBR 1502 (Styrol/Butadien)-Kautschuk:
70
XNBR 775 (carboxylierter Nitrilkautschuk): 30
VN3-Siliciumdioxid: 30
DOP (Dioctylphthalat): 5
PEG 4000 (Polyethylenglykol): 2
Si 69: 1
TiO₂: 10
Wingstay L: 1
Polyvest C 70: 4
Stearinsäure: 2
ZnO: 5
AMBTS: 1,5
TMTD: 0,5
Schwefel: 2
Vulkalent E: 1
165
Ts2 bei 165°C: 4 min 30 sec
Ts2 bezeichnet die Anvulkanisationszeit der kautschukartigen Zusam­ mensetzung bei der Vulkanisierungstemperatur (gemäß MONSANTO- Rheogramm).
Die Zusammensetzung wird anschließend in eine Form gegossen, die aus einem thermoplastischen Elastomeren folgender Zusammenset­ zung gebildet wird:
  • - PEBAX 1 ist ein Blockcopolymer, das aus der Kondensation von PA6-Blöcken mit einer Mn von 2000 mit endständigen Säuregrup­ pen mit PTMG-Blöcken mit einer Mn von 1000 erhalten wurde.
  • - PEBAX 2 ist wie PEBAX 1, jedoch haben die PA6-Blöcke eine Mn von 1300 und die PTMG-Blöcke eine Mn von 650.
Tabelle 1
Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel)
Man verfährt wie in Beispiel 1 aber mit thermoplastischen Elastomeren mit Polyamid 12-Einheiten und PTMG-Einheiten.
PEBAX 3 bezeichnet ein Copolymer wie PEBAX 1, wobei die Poly­ amidblöcke PA12-Blöcke mit einer Mn von 2000 sind.
PEBAX 4 bezeichnet ein Copolymer wie PEBAX 1, wobei die Poly­ amidblöcke PA12-Blöcke mit einer Mn von 4000 sind.
PEBAX 5 bezeichnet ein Copolymer wie PEBAX 1, wobei die Poly­ amidblöcke PA12-Blöcke mit einer Mn von 5000 sind.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Tabelle 2
Beispiel 3
Elastomere Zusammensetzung auf Basis von XNBR:
Herstellung einer Zusammensetzung in einem Innenmischer, enthal­ tend in Gewichtsteilen:
XNBR RCG 7343 (carboxylierter Nitrilkautschuk von Good Year):
110
Silice KS 300: 20
DIUP (Diisoundecylenylphthalat): 5
PEG 4000 (Polyethylenglykol): 2
TiO₂ (Titandioxid): 5
Si 69 (Kopplungsmittel): 1
Wingstay 29 (in der Wärme wirkendes Antioxydationsmittel): 1
Polyvest C70 (Kopplungsmittel): 4
Diese Zusammensetzung wird in einem Zylindermischer mit einem Vulkanisierungssystem der Zusammensetzung:
Schwefel:
1,8
ZnO (Zinkoxid): 5
Stearinsäure: 1
MBTS: 1,5
TMTD: 0,5
gemischt.
Die mittels des Monsanto-Rheometers bestimmte ts2 dieser Zusam­ mensetzung beträgt 4 Minuten 35 Sekunden bei 160°C.
Die mit diesem Vulkanisierungssystem versetzte Zusammensetzung wird anschließend in eine Form aus einem Film aus Polyether mit Polyamidblöcken (PEBAX 2 von Beispiel 1) mit einer Dicke von 0,5 mm gegossen.
Die Preßbedingungen sind folgende: 40 bar bei einer vorgegebenen Temperatur (T) (in der folgenden Tabelle angegeben) für eine Dauer von 10 Minuten.
Die angegebenen Formpreßtemperaturen erlauben die Vulkanisierung des Kautschuks und ermöglichen ein Entformen in warmem Zustand des Verbundwerkstoffes ohne Deformation des PEBAX-Films.
Dieses Beispiel zeigt, daß es möglich ist, ausreichende Haftungswerte zu erreichen, die bezogen auf die von Vergleichsbeispiel 2 in einem Temperaturbereich während der Verarbeitung von 25°C mindestens äquivalent sind.

Claims (7)

1. Material, enthaltend ein vulkanisiertes Elastomer, das im wesentlichen ohne Klebemittel auf einem thermoplastischen Elastomer haftet, das Einheiten auf Basis von Polyamid-6 und Polyetherblöcke enthält.
2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das thermopla­ stische Elastomer Polyamid-6-Blöcke und von Polytetramethylenglykol abgeleitete Blöcke enthält.
3. Verfahren zur Herstellung eines Materials nach Anspruch 1 oder 2, in dem man eine Zusammensetzung bei einer Temperatur vulkanisiert, wodurch das Material eine kohäsive Bruchbildungsfähigkeit erlangt, wobei die Zusammensetzung ein Elastomer, das Carbonsäure- oder Anhydridfunktionen von Dicarbonsäuren enthält, und ein Vernetzungs­ system in einer Preßform enthält, von der ein Teil durch dieses Elastomer mit Einheiten auf Basis von Polyamid-6 beaufschlagt ist.
4. Material, enthaltend in Abfolge (a) ein vulkanisiertes Elastomer, (b) ein thermoplastisches Elastomer, enthaltend Einheiten auf Basis von Poly­ amid-6 und Polyetherblöcke, und (c) eine Mischung, die Polyamid-6 oder Polyamid-6,6 und gegebenenfalls ein oder mehrere Polyolefine enthält, wobei der Teil (a) im wesentlichen ohne Bindemittel auf dem Teil (b) haftet.
5. Rohr aus dem Material nach Anspruch 4, in dem (c) die innere Schicht bildet.
6. Antriebsriemen aus einem Material nach Anspruch 4.
7. Transportband aus einem Material nach Anspruch 4.
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