DE19513229C2 - Sitzintegrierte Fahrzeugsicherheitsvorrichtung - Google Patents
Sitzintegrierte FahrzeugsicherheitsvorrichtungInfo
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- B60R22/18—Anchoring devices
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine sitzintegrierte Fahr
zeugsicherheitsvorrichtung.
Ein Sitzgurtsystem schränkt die Bewegung eines Fahrzeug
insassen während einer plötzlichen Fahrzeugverzögerung,
wie sie zum Beispiel bei einem Fahrzeugzusammenstoß auf
tritt, ein. Ein typisches Sitzgurtsystem weist ein
Schultergurtband auf, das sich von einem Ort oberhalb und
hinter der Schulter des Fahrzeuginsassen über den Rumpf
des Insassen erstreckt.
Der Fahrzeugsitz kann von verschieden großen Fahrzeugin
sassen besetzt werden. Für optimalen Komfort ist es wün
schenswert, daß sich der Schultergurt über den Rumpf
eines Fahrzeuginsassen an einer vorbestimmten Position
unabhängig von der Größe des Fahrzeuginsassen erstreckt.
Für verschiedene Fahrzeuginsassen kann die vorbestimmte
Position an verschiedenen Stellen relativ zu dem
Fahrzeugsitz liegen, abhängig von der Größe des Insassen.
Demzufolge ist es wünschenswert, die Stelle relativ zu
dem Fahrzeugsitz verändern zu können, von der sich der
Schultergurt aus über den Rumpf eines Insassen, der in
dem Fahrzeugsitz sitzt, erstreckt.
Bezüglich des Standes der Technik sei noch auf die DE 40 01 119 A1
verwiesen, in der eine Sicherheitsgurtanordnung
an der Rücksitzbank für wahlweise zwei oder drei
Fondinsassen beschreiben wird. Ein Diagonalgurt jeweils
eines an der Rücksitzbank außen angeordneten
Sicherheitsgurtes wird an einer Aufwickelvorrichtung in
Fahrzeugmitte in Höhe der Schulter der Fondinsassen und
in Fahrzeugmitte umgelenkt. Ein dritter Sicherheitsgurt
in Form eines Beckengurtes zwischen den beiden äußeren
Sicherheitsgurten ist mit den Aufwickelvorrichtungen in
nicht dargestellter Weise antriebsverbunden. Beim
Ausziehen des Beckengurtes verlagern sich dadurch die
Aufwickelvorrichtungen in Fahrzeugquerrichtung nach
außen. Auf diese Weise wird bei drei Fondinsassen der
Verlauf des Diagonalgurtes in Schulterhöhe der beiden
äußeren Fondinsassen unverändert gehalten.
Ferner offenbart die EP 0 374 893 A2 ein
Sicherheitsgurtsystem, das aus folgendem besteht: einem
mit einer lösbar in einem fahrzeugfesten Schloß
gehaltenen Zunge versehener Gurt, einem Gurtaufroller mit
einem gurt- und/oder fahrzeugsensitiven Blockiersystem
für den Gurt und/oder Gurtaufroller und einer anpaßbaren
Gurtumlenkeinrichtung im Schulterbereich einer
Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes. Um die Umlenkeinrich
tung einfach an die Größe der zu sichernden Person
anpassen zu können, besteht diese aus einer im we
sentlichen horizontal oder winkelig gehaltenen Stange,
Buchse oder dergleichen, die mindestens in Querrichtung
der Rückenlehne verstellbar sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Vereinfachten Aufbau für eine verstellbare,
sitzintegrierte Fahrzeugsicherheitsvorrichtung
vorzusehen. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine sitzinte
grierte Fahrzeugsicherheitsvorrichtung gemäß Anspruch 1.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen
Ansprüchen offenbart. Gemäß der Erfindung ist das Gurt
bandeingriffsglied eine Sitzgurtrückziehvorrichtung, die
einen Rahmen aufweist. Eine Spule ist bevorzugterweise in
dem Rahmen zur Drehung in eine Gurtrückziehrichtung und
eine entgegengesetzte Gurtausziehrichtung angeordnet ist.
Das Gurtband ist um die Spule gewickelt und ein Schulter
gurtteil des Gurtbandes erstreckt sich von der Spule. Die
Rückziehvorrichtung ist horizontal bewegbar, und zwar
relativ zum Sitz.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung be
schrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungs
gemäßen Fahrzeugsicherheitsvorrichtung und eines
Gurtbands, das sich von dem Fahrzeugsitz an einer
ersten Stelle erstreckt;
Fig. 1A eine vergrößerte Ansicht eines Teils der Sicher
heitsvorrichtung der Fig. 1, die das Gurtband
zeigt, das sich von dem Fahrzeugsitz an einer
zweiten Stelle erstreckt;
Fig. 2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht von
hinten eines Teils der Sicherheitsvorrichtung der
Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittansicht durch einen Teil der Vor
richtung der Fig. 1; und
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie 4-4 der Fig.
3.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fahr
zeugsicherheitsvorrichtung und insbesondere auf eine
sitzintegrierte Fahrzeuginsassenrückhaltevorrichtung für
den Schutz des Insassen eines Fahrzeugs. Die vorliegende
Erfindung ist anwendbar auf verschiedene
Insassenrückhaltekonstruktionen. Repräsentativ für die
vorliegende Erfindung stellt Fig. 1 schematisch eine
Fahrzeugsicherheitsvorrichtung 10 dar.
Die Sicherheitsvorrichtung 10 weist einen Sitz 12 für
einen Insassen eines Fahrzeugs auf. Der Sitz 12 weist ein
Sitzunterkissen 14 auf, das auf einem am Körper des
Fahrzeugs (nicht gezeigt) befestigten Rahmen 16 getragen
wird. Der Sitz 12 weist eine Sitzrückenlehne bzw. einen
Sitzrücken 20 auf, der mit dem Sitzunterkissen 14
verbunden ist. Die Sitzrückenlehne 20 besitzt einen
unteren Teil 22 und einen oberen Teil 24. Die
Sitzrückenlehne 20 besitzt ebenfalls eine Außenbordseite
26 und eine Innenbordseite 28.
Die Sitzrückenlehne 20 weist eine Sitzbezug 30 auf. Der
Sitzbezug bzw. -überzug 30 ist typischerweise eine
Schicht aus Stoff bzw. Gewebe oder Leder, die die
strukturellen und tragenden Komponenten des Sitzes 12
abdeckt. Der Sitzrückenlehnenbezug bzw. -überzug 30 weist
Oberflächen auf, die eine sich horizontal erstreckende
Öffnung 32 in der Sitzrückenlehne 20 definieren. Die
Öffnung 32 besitzt gegenüberliegende Enden 34 und 36. Die
Öffnung 32 ist vorzugsweise ein Schlitz, der sich durch
das Material des Bezugs 30 an einer Stelle erstreckt
benachbart zu dem Oberteil 24 der Fahrzeugsitzrückenlehne
20.
Die Sicherheitsvorrichtung 10 weist ein Drei-Punkt-kon
tinuierliches Schleifen-Sitzgurtsystem 40 auf. Das Sitz
gurtsystem 40 weist eine einzelne kontinuierliche Länge
von Gurtband 42 auf, die durch eine bewegbare
Zungenanordnung 4 in einen Schoßteil 46 und einen
Schulterteil 48 geteilt wird. Der Schoßteil 46 erstreckt
sich über das Sitzbodenkissen 14 und über den Schoß eines
Insassen, der in dem Sitz 12 sitzt. Der Schulterteil 48
erstreckt sich über den Rumpf eines Insassen, der in dem
Sitz 12 sitzt. Die Zungenanordnung 44 kommt in Eingriff
mit einer Schnalle 50, die an dem Fahrzeugkörper veran
kert ist.
Ein Ende der Länge des Gurtbandes 42 ist in einem Anker
punkt 52 mit dem Sitzrahmen oder dem Fahrzeugkörper ver
bunden. Der Ankerpunkt 52 ist benachbart zu einer Seite
des Sitzes 12 gegenüber der Schnalle 50 angeordnet. Das
gegenüberliegende Ende der Länge des Gurtbandes 42, d. h.
das obere Ende des Schulterteils 48 erstreckt sich von
einem Gurtbandeingriffsglied 76, das in dem
Sitzrückenlehnenoberteil 24 angeordnet ist. Das Schulter
teil 48 erstreckt sich von dem Gurtbandeingriffsglied aus
dem Oberteil 24 der Sitzrückenlehne 20 und in einer
Richtung zu der Schnalle 50 hin. Es wird erwogen, daß die
vorliegende Erfindung auch in Verbindung mit anderen
Typen von Sitzgurtsystemen, wie zum Beispiel einem Dual
rückziehsystem verwendet werden kann.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Gurt
bandeingriffsglied eine Spule 76 einer Sitzgurtrückzieh
vorrichtung 60. Die Rückziehvorrichtung 60 (Fig. 2 und 4)
weist einen Rückziehrahmen 62 auf. Der Rückziehrahmen 62
weist eine Rückwand 64 auf, in der eine Befestigungsöff
nung 66 gebildet ist. Gegenüberliegende und beabstandete
Seitenwände 68 und 70 erstrecken sich senkrecht von der
Rückwand 64 aus. Der Rückziehrahmen 62 weist ebenfalls
eine Querwand 72 auf, die sich zwischen den Seitenwänden
68 und 70 und senkrecht zu der Rückwand 64 erstreckt. Die
Querwand 72 besitzt eine untere Oberfläche 74.
Das Gurtband 42 ist um die Spule 76 der Rückziehvor
richtung 60 gewickelt. Die Rückziehspule 76 wird drehbar
in dem Rückziehrahmen 62 zwischen den Seitenwänden 68 und
70 getragen. Die Rückziehspule 76 (Fig. 4) ist drehbar in
eine Gurtrückziehrichtung 78 und in eine entgegengesetzte
Gurtausziehrichtung 80 um eine Achse 82. Die Achse 82
erstreckt sich im allgemeinen horizontal in eine Richtung
zwischen der Außenbordseite 26 und der Innenbordseite 28
der Sitzrückenlehne 20.
Die Rückziehvorrichtung 60 ist innerhalb der
Sitzrückenlehne 20 angeordnet, wie man am besten in den
Fig. 1A und 2 erkennen kann. Die Rückziehvorrichtung 60
ist somit innerhalb der Begrenzungen des
Sitzrückenlehnenbezugs 30 angeordnet und ist
normalerweise in dem Fahrzeug nicht sichtbar. Das
Gurtband 42, genauer der Schulterteil 48, erstreckt sich
von der Rückziehspule 76 aus der Sitzrückenlehne 20 durch
die Öffnung 32 im Bezug 30.
Die Rückziehvorrichtung 60 wird auf einen Sitzrahmenglied
90 (Fig. 2-4) getragen. Das Sitzrahmenglied 90 ist ein
sich vertikal erstreckender Teil der lasttragenden Rah
menstruktur der Sitzrückenlehne 20. Das Sitzrahmenglied
90 ist vorzugsweise ein rohrförmiges Glied mit einem
rechteckigen Querschnitt, das parallele Vorder- und
Rückwände 92 und 94 und parallele Seitenwände 98 und 100
aufweist. Die Rückwand 94 weist Oberflächen auf, die
einen Schlitz 96 in der Rückwand definieren, der sich
horizontal in einer Richtung zwischen den Seitenwänden 98
und 100 des Sitzrahmenglieds 90 erstreckt.
Die Wände 92, 94, 98 und 100 des Sitzrahmenglieds 90
definieren innerhalb diesen eine Kammer 102 (Fig. 3 und
4). Der Schlitz 96 öffnet sich in die Kammer 102. Das
Sitzrahmenglied 90 weist eine Oberplatte 104 auf, die die
Oberseite der Kammer 102 schließt. Die Oberplatte bzw.
Deckplatte 102 besitzt eine obere Oberfläche 106, die in
einem anstoßenden Eingriff mit der unteren Oberfläche 74
der Rückziehrahmenquerwand 72 angeordnet ist, wie man am
besten in Fig. 4 erkennen kann. Es sei bemerkt, daß die
vorliegende Erfindung in Verbindung mit anderen Typen von
Sitzrahmengliedern oder Sitzverstärkungen, wie zum
Beispiel einem C-förmigen oder einem U-förmigen Glied
verwendet werden kann. Derartige andere Typen von
Gliedern brauchen keine Wände haben, die eine
geschlossene Kammer in dem Glied definieren.
Die Sicherheitsvorrichtung 10 weist eine Einstellvorrich
tung 120 zum Einstellen der Position der Rückziehvor
richtung 60 relativ zu dem Sitzrahmenglied 90 und somit
relativ zu den Sitzseiten 26 und 28 auf. Die Einstellvor
richtung 120 weist eine zur Drehung in dem
Sitzrahmenglied 90 getragene Schraube 122 auf. Die
Schraube 122 erstreckt sich durch die Kammer 102 in dem
Sitzrahmenglied 90 in einer horizontalen Richtung
parallel zu und zwischen den Rahmengliedvorder- und
rückwänden 92, 94. Die Schraube 122 ist ein langge
strecktes Glied, das ein Außengewindemittelteil 124 be
sitzt, und zwar angeordnet zwischen den glatten
gegenüberliegenden Endteilen 126 und 128. Das glatte
Endteil 126 der Schraube 122 wird zur Drehung in einem
Plastiklager bzw. einer Plastikbuchse 130 getragen, die
in der Seitenwand 98 des Sitzrahmenglieds 90 aufgenommen
wird. Das glatte Endteil 128 der Schraube 122 wird zur
Drehung in einem Plastiklager bzw. einer Plastikbuchse
132 getragen, die in der Seitenwand 100 des
Sitzrahmenglieds 90 aufgenommen wird. Ein Querstift bzw.
Splint 133 oder eine andere geeignete Rückhaltevorrich
tung, die durch das glatte Endteil 126 der Schraube 122
eingesetzt wird, blockiert eine axiale Bewegung der
Schraube relativ zu dem Sitzrahmenglied 90. Die Schraube
122 ist drehbar um ihre Längsmittelachse 134, die sich
parallel zur Achse 82 erstreckt, um die sich die
Rückziehspule 76 dreht. Die Achse 134 erstreckt sich in
einer horizontalen Richtung zwischen den Seiten 26 und 28
der Fahrzeugsitzrückenlehne 20.
Die Einstellvorrichtung 120 weist einen manuell im Ein
griff bringbaren drehbaren Knopf 136 auf, der zur Drehung
mit der Schraube 122 befestigt ist. Der Knopf 136 ist
außerhalb des Sitzrahmenglieds 90 angeordnet, d. h. nicht
innerhalb der Kammer 102. Ebenfalls ist der Knopf 136
außerhalb des Sitzrückenlehnenbezugs 30, d. h. nicht
innerhalb der Sitzrückenlehne 20 selbst angeordnet.
Die Einstellvorrichtung 120 weist eine Mutter bzw.
Verstellmutter 140 auf, die gewindemäßig mit der
Einstellschraube 122 in Eingriff kommt. Die Mutter 140
ist ein einstückiges Glied, das einen Innenteil 142,
einen Mittelteil 144, und einen mit einem Gewinde
versehenen Außenteil 150 besitzt. Der Innenteil 142 ist
innerhalb der Kammer 102 in dem Sitzrahmenglied 90
angeordnet und besitzt eine Innengewindewindung bzw. -
gang. Der mit einem Gewinde versehene Zwischenteil 124
der Schraube 122 ist gewindemäßig in dem Mutterinnenteil
142 aufgenommen, so daß die Drehung der Schraube 122 eine
Bewegung der Mutter 140 entlang der Schraube bewirkt. Die
Gewinde der Schraube 122 und der Mutter 140 können von
irgendeinem Typ sein, sind aber vorzugsweise Acme-Typ
gewinde.
Der Mittelteil 144 der Mutter 140 erstreckt sich von dem
Innenteil 142 durch den Schlitz 96 in der Rückwand 24 des
Sitzrahmenglieds 90. Der Mittelteil 144 erstreckt sich
ebenfalls durch die Befestigungsöffnung 66 in der Rück
ziehvorrichtungsrahmenrückwand 64. Der mit einem Außen
gewinde versehene Außenteil 150 der Mutter 140 erstreckt
sich von dem Mittelteil 144 und ist außerhalb des Sitz
rahmenglieds 90 angeordnet. Eine mit einem Gewinde
versehene Befestigungsvorrichtung 154 wird an dem
Außenteil 150 der Mutter 140 aufgenommen. Alternative
Befestigungsmittel, wie zum Beispiel eine Schub- oder
Steck- bzw. Druckmutter, können anstelle der mit einem
Gewinde versehene Befestigungsvorrichtung 154 verwendet
werden.
Eine Scheibe bzw. Beilagscheibe 146 ist auf dem
Mittelteil 144 der Mutter 140 befestigt und trennt den
Innenteil 142 der Mutter von einer
Innenhauptseitenoberfläche 148 der Sitzrahmenglied
rückwand 94. Die Beilagscheibe 146 erleichtert eine
Gleitbewegung zwischen der Mutter 140 und der Rückwand 94
des Rahmenglieds 90. Die Rückziehvorrichtungsrahmenrück
wand 64 ist in einem gleitbaren anstoßenden Eingriff mit
der Außenhauptseitenoberfläche der Sitzrahmengliedrück
wand 94. Eine zweite Plastikscheibe 156 ist auf dem
Mittelteil 144 der Mutter 140 befestigt, und zwar
zwischen der Rückziehvorrichtungsrahmenrückwand 64 und
der Befestigungsvorrichtung 154. Die Befestigungsvor
richtung 154 sichert die Rückziehvorrichtungsrahmenrück
wand 64 und somit die Rückziehvorrichtung 60, und zwar
zur Bewegung mit der Mutter 140.
Der Einstellknopf 136 ist manuell in Eingriff bringbar
und drehbar durch einen Insassen des Fahrzeugs, in dem
der Sitz 12 angeordnet ist. Wenn der Knopf 136 gedreht
wird, dreht sich die Schraube 122 um die Achse 134. Wenn
sich die Schraube 122 dreht, bewegt sich die Mutter 140,
die gewindemäßig in Eingriff mit der Schraube kommt
relativ zu der Schraube. Die Mutter 140 bewegt sich
entlang der Schraube 122 in einer Richtung zwischen den
Sitzrahmengliedseitenwänden 98 und 100. Die Bewegung der
Mutter 140 ist in einer Richtung parallel zu der Achse
134 und parallel zu der Achse 82.
Wenn sich die Mutter 140 bewegt, bewegt sich die Rück
ziehvorrichtung 60 mit der Mutter 140 relativ zu dem
Sitzrahmenglied 90 und relativ zu dem Sitz 12. Wenn sich
die Rückziehvorrichtung 60 bewegt, gleiten die untere
Oberfläche 74 der Rückziehrahmenquerwand 72 entlang der
oberen Oberfläche 106 der Sitzrahmengliedoberwand 104.
Ebenfalls gleitet die Rückziehrahmenrückwand 64 entlang
der Sitzrahmengliedrückwand 94.
Die Rückziehspule 76 bewegt sich mit der Rückziehvorrich
tung 60 relativ zu dem Sitz 12. Wenn sich die Rück
ziehspule 76 bewegt, bewegt sich der Schultergurtteil 48
des Gurtbandes 42 entlang der Länge des Bezugsschlitzes
32 und erstreckt sich so von der Fahrzeugsitzrückenlehne
20 an verschiedenen Orten, um sich Fahrzeuginsassen von
verschiedenen Größen anzupassen.
Die Bewegung des Gurtbandes 42 ist in einem Vergleich der
Fig. 1 mit Fig. 1A zu erkennen. Die Rückziehvorrichtung
60 ist in Fig. 1 in einer ersten Position dargestellt,
und zwar bei oder in der Nähe seiner Außenbordgrenzbe
wegung relativ zu den Fahrzeugsitzrückenlehnenseiten 26
und 28, d. h. in einer Richtung zu der Außenbordseite 26
der Fahrzeugsitzrückenlehne 20. Wenn die
Rückziehvorrichtung 60 in dieser Position ist, erstreckt
sich der Schulterteil 48 des Gurtbandes 42 von dem
Sitzbezugschlitz 32 an der ersten Stelle benachbart zu
dem Ende 34 des Schlitzes.
Fig. 1A stellt die Rückziehvorrichtung 60 in einer
Position dar, und zwar angeordnet an oder in der Nähe
seiner Innenbordgrenze der Bewegung relativ zu den Fahr
zeugsitzrückenlehnenseiten 26 und 28. Wenn die
Rückziehvorrichtung 60 in dieser Position ist, erstreckt
sich der Schulterteil 48 des Gurtbandes 42 durch den
Schlitz 32 an einer zweiten Stelle in der Nähe des Endes
36 des Schlitzes.
Somit kann die Sicherheitsvorrichtung 10 sich den Fahr
zeuginsassen von verschiedener Größe anpassen, und zwar
durch horizontales Bewegen des Punktes, von dem sich das
Schultergurtteil 48 aus der Sitzrückenlehne 20 und über
den Rumpf des Insassen zu der Schnalle 50 erstreckt. Ein
Fahrzeuginsasse kann den Knopf 136 drehen, um den Aus
trittspunkt des Gurtbandes 42 aus dem Bezugschlitz 32
einzustellen, und zwar innerhalb des Bereichs der Be
wegung der Rückziehvorrichtung 60, in eine optimale Posi
tion für den Komfort des Insassen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel besitzt das
Sitzgurtbandeingriffsglied, wie zum Beispiel die Rück
ziehvorrichtung 60 einen Bewegungsbereich, der mindestens
teilweise in einer Richtung von Seite zu Seite in dem
Fahrzeug ist. Dies ermöglicht ein geeignetes Einstellen
des Schultergurtteils 48 relativ zu dem Rumpf eines Fahr
zeuginsassen, der in dem Sitz 12 sitzt. Es sei bemerkt,
daß der Ausdruck "horizontal" hier verwendet wird, um
sich auf eine typische Orientierung in einem Fahrzeug
einer Sicherheitsvorrichtung, wie zum Beispiel die
Sicherheitsvorrichtung 10, zu beziehen. Abhängig von der
Sitzkonfiguration und seiner Befestigung und abhängig von
der Plazierung und Befestigung des Gurtbandeingriffs
glieds innerhalb des Sitzes, können sich der Schlitz 32
und die Achsen 82 und 134 nicht horizontal erstrecken.
Genauer gesagt können sich der Schlitz 32 und die Achsen
82 und 134 unter einem Winkel zu der Horizontalen
erstrecken und somit eine Vertikalbewegungskomponente
aufweisen. Zusätzlich könnte die Rückziehvorrichtung 60
für eine separate Vertikalbewegung befestigt sein, so wie
für eine Horizontalbewegung. Derartige separate Vertikal-
und Horizontalbewegungen würden eine zusätzliche
Einstellvorrichtung und ein Zwischenbefestigungsglied
erforderlich machen, um eine Vertikaleinstellung der
Rückziehvorrichtung 60 zu gestatten. Es ist beabsichtigt,
daß die vorliegende Erfindung Sicherheitsvorrichtungen
aufweist, die Teile besitzen, die in anderen derartigen
Orientierungen angeordnet sind.
Ein Gurtbandeingriffsglied gemäß der vorliegenden Er
findung kommt mit dem Gurtband in Eingriff und führt die
Bewegung des Gurtbandes, wenn es aus dem Fahrzeugsitz
rücken austritt oder sich erstreckt. Die Rückziehspule 76
weist an ihren axialen Enden ein Paar von kreisförmigen
sich radial erstreckenden Seitenflanschen (wie man am
besten in den Fig. 1A und 2 erkennt) auf, die beabstandet
sind und zwischen denen sich das Gurtband 42 erstreckt.
Die Spule 76 und die Flansche der Spule positionieren das
Gurtband 42 seitlich bzw. lateral und führen so das Gurt
band 42, wenn es aus der Fahrzeugsitzrückenlehne 20
austritt. Die Rückziehspule 76 funktioniert so als eine
Gurtführung.
Eine Sicherheitsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann einen Antriebsmechanimus zum Bewegen der
Rückziehvorrichtung 60 aufweisen. Zum Beispiel kann eine
manuelle Drehung des Knopfs 136 eine Betätigung eines
elektrischen Motors oder einer anderen Einrichtung zum
Drehen der Schraube 122 zur Folge haben und somit das
Sitzgurtbandeingriffsglied axial bewegen. Alternativ
könnte ein Richtungsschalter oder ein anderer Typ von
Steuerglied den Knopf 136 für die Betätigung jedes ge
eigneten Typs von Antriebsmechanismus ersetzen.
Claims (9)
1. Sitzintegrierte Fahrzeugsicherheitsvorrichtung mit
einer innerhalb einer Rückenlehne (20) angeordneten
Gurtrückziehvorrichtung (60), von der ein Gurtband
auf- und abrollbar ist, welches durch eine Öffnung
(32) in der Rückenlehne (20) und deren Bezug (30)
verläuft und eine kleinere Breite als die Breite der
Öffnung (32) besitzt,
wobei die Gurtrückziehvorrichtung (60) in einem
Rahmen (62) angeordnet ist, welcher innerhalb der
Rückenlehne (20) entsprechend der Breite der Öffnung
(32) durch manuell von außerhalb der Rückenlehne
betätigbare Einstellmittel längs der Breite der
Öffnung (32) bewegbar ist.
2. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1,
wobei der Rahmen (62) der Gurtrückziehvorrichtung
(60) an einem Sitzrahmen (90) des Sitzes relativ
zum Sitz beweglich angeordnet ist.
3. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2,
wobei die Einstellmittel eine an dem Sitzrahmen (90)
des Sitzes (12) drehbar gelagerte Schraube (122) und
eine auf dieser angeordnete Verstellmutter (140)
aufweisen, die mit der Gurtrückziehvorrichtung (60)
zu deren Bewegung verbunden ist.
4. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach Anspruch 3,
wobei erste und zweite Endteile (126, 128) der
Schraube (122) am Sitzrahmen (90) drehbar
gelagert sind, und die Mutter (140) auf einem
Zwischenteil der Schraube (122) zwischen deren
ersten und zweiten Endteilen aufgeschraubt ist.
5. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 2 bis 4, wobei der Sitzrahmen (90) Wände
(92, 94, 98, 100) aufweist, die eine Kammer (102)
definieren, innerhalb der sich die Schraube (122)
erstreckt, und wobei die Wände (92, 94, 98, 100)
eine Öffnung (96) in die Kammer (102) für den
Durchtritt der Verstellmutter (190) bilden.
6. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 3 bis 5, wobei die Gurtrückziehvorrichtung
(60) zum Drehen der Schraube (122) an deren einem
Ende einen Knopf (136) aufweist.
7. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 2 bis 6, wobei der
Gurtrückziehvorrichtungsrahmen (62) eine Oberfläche
(74) in Gleiteingriff mit einer Oberfläche (104) des
Sitzrahmens (90) besitzt.
8. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 3 bis 7, wobei die Gurtrückziehvorrichtung
(60) eine Rückziehspule (76) mit einer Achse (83)
besitzt, die parallel zu einer Achse (134) der
Schraube (122) verläuft.
9. Fahrzeugsicherheitsvorrichtung nach einem der vor
hergehenden Ansprüche, wobei die Öffnung (32) in der
Rückenlehne (20) als horizontaler und/oder als
vertikal bzw. unter einem Winkel zur Horizontalen
verlaufender Schlitz ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US08/225,445 US5441332A (en) | 1994-04-08 | 1994-04-08 | Seat integrated vehicle safety apparatus |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE19513229A1 DE19513229A1 (de) | 1995-10-12 |
| DE19513229C2 true DE19513229C2 (de) | 2000-11-30 |
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ID=22844901
Family Applications (1)
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