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DE102006053050A1 - Rückhaltesystem für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Rückhaltesystem für Kraftfahrzeuge Download PDF

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DE102006053050A1
DE102006053050A1 DE200610053050 DE102006053050A DE102006053050A1 DE 102006053050 A1 DE102006053050 A1 DE 102006053050A1 DE 200610053050 DE200610053050 DE 200610053050 DE 102006053050 A DE102006053050 A DE 102006053050A DE 102006053050 A1 DE102006053050 A1 DE 102006053050A1
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DE
Germany
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belt
lap belt
restraint system
section
webbing
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Withdrawn
Application number
DE200610053050
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English (en)
Inventor
Asa Wedin
Lorenz Weigand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler AG
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Publication date
Application filed by Daimler AG filed Critical Daimler AG
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Publication of DE102006053050A1 publication Critical patent/DE102006053050A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/02Semi-passive restraint systems, e.g. systems applied or removed automatically but not both ; Manual restraint systems
    • B60R2022/027Four-point seat belt systems, e.g. with the two upper points connected together

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Abstract

Es wird ein Rückhaltesystem (21) für Kraftfahrzeuge, umfassend eine Gurtaufrolleinrichtung (23), mittels der ein Gurtband (25) auf- und abrollbar ist, und ein bewegbares Verschlusselement (27), mittels dem das Gurtband (25) in einen Beckengurtabschnitt (33) und einen Schultergurtabschnitt (29) unterteilbar ist wobei das Gurtband (25) an seinem anderen Ende an einer hinteren Anbindungsstelle (35) zumindest indirekt mit einer Fahrzeugkarosserie (5) verbunden ist, vorgeschlagen.
Das Rückhaltesystem (21) zeichnet sich dadurch aus, dass ein zusätzlicher Beckengurt (37) vorgesehen ist, der an einem Ende mit dem Beckengurtabschnitt (33) und an seinem anderen Ende an einer Anbindungsstelle (39) zumindest indirekt mit der Fahrzeugkarosserie (5) verbunden ist, wobei diese Anbindungsstelle (39) - in Fahrtrichtung (41) gesehen - vor der hinteren Anbindungsstelle (35) angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Rückhaltesystem für Kraftfahrzeuge, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Rückhaltesysteme der hier angesprochenen Art sind bekannt ( DE 195 13 229 C2 ). Diese umfassen eine Gurtaufrolleinrichtung, mittels der ein Gurtband auf- und abrollbar ist sowie ein bewegbares Verschlusselement, mittels dem das Gurtband in einen Beckengurtabschnitt und einen Schultergurtabschnitt unterteilbar ist. Dabei ist das Gurtband an seinem anderen, der Gurtaufrolleinrichtung gegenüberliegenden Ende an einer hinteren Anbindungsstelle mit einem Sitzrahmen oder direkt mit dem Karosserierohbau verbunden.
  • Heutige Gurtbandverzweigungspunkte, also karosserieseitige Befestigungs- und Umlenkpunkte, müssen neben den gesetzlichen Anforderungen vor allem den Möglichkeiten der Anbindung am Karosserierohbau genügen. Diese Punkte werden immer auf ideale Sitzpositionen des Fahrzeuginsassens auf dem Sitz hin optimiert und mit Dummys in immer gleicher Sitzposition überprüft. Reale Sitzpositionen ergeben sich jedoch vor allem im Fondbereich von Kraftfahrzeugen durch Veränderungen der Sitzhaltung. Häufig ist hier vor allem nach längerer Fahrt zu beobachten, dass der Fahrzeuginsasse in den Sitz hineinrutscht, das bedeutet, der Fahrzeuginsasse verlagert seinen Hüftpunkt nach vorne, um einen flacheren Thoraxwinkel zu erhalten. Da im Fondbereich zumeist Fahrzeugsitze eingesetzt werden, deren Sitzlehne eine Verstellung nicht zulassen, führt diese Veränderung der Sitzposition und damit der Haltung des Fahrzeuginsassen dazu, dass zwangsläufig ein Freiraum hinter der Lendengegend des Fahrzeuginsassens entsteht. Daraus resultiert eine Veränderung des Gurtbandverlaufs im Beckenbereich des Insassens. Das Gurtband verläuft nach Veränderung der Sitzposition nicht mehr unterhalb der Beckenschaufel, sondern rutscht nach oben in die Bauchgegend. Im Crashfall kann der Insasse daher nicht über sein Knochengerüst am Becken gehalten werden. Vielmehr kann das in den Bauchraum drückende Gurtband durch das Eigengewicht des Fahrzeuginsassens zur erhöhten Belastung der inneren Organe führen.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Rückhaltesystem der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Verletzungsgefahr eines im Crashfall in einer ungünstigen, vorstehend beschriebenen Sitzposition mit vor verlagerter Hüfte befindlichen Fahrzeuginsassens reduziert ist.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird ein Rückhaltesystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass ein zusätzlicher Beckengurt vorgesehen ist, der an einem Ende mit dem Beckengurtabschnitt und an seinem anderen Ende an einer Anbindungsstelle zumindest indirekt mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist, wobei diese Anbindungsstelle – in Fahrtrichtung gesehen – vor der hinteren Anbindungsstelle angeordnet ist. Bei einem Frontalaufprall des Kraftfahrzeuges auf ein Hindernis bei aufrecht auf dem Fahrzeugsitz sitzendem Insassen erfolgt die Rückhaltung des Insassen vor allem über den Beckengurtabschnitt, also über das konventionelle Gurtband, da der Beckengurtabschnitt bei aufrecht sitzendem Insassen und ordnungsgemäß angelegten. Gurt zumindest annährend optimal verläuft. Der zusätzliche Beckengurt verläuft bei aufrecht sitzendem Insassen in Querrichtung – je nach vorgesehenem Verlauf des Beckengurts – über einen Teil des Beckens und der Oberschenkel. Bei einem Frontalaufprall des Kraftfahrzeuges auf ein Hindernis bei in einer in den Sitz hineingerutschten Position befindlichen Insassen, in der sich sein Becken in Fahrtrichtung nach vorne aus einer idealen Sitzposition heraus verlagert hat, erfolgt die Rückhaltung des Insassens vor allem über den zusätzlichen Beckengurt, da der Beckengurtabschnitt des Gurtbandes über den Bauch des Insassens und der zusätzliche Beckengurt zumindest auf einer Seite unterhalb der Beckenschaufel des Insassen verläuft. Besonders vorteilhaft ist, dass der zusätzliche Beckengurt im Crashfall nicht nur den in seiner in den Fahrzeugsitz hineingerutschten Position befindlichen Insassen über sein Knochengerüst am Becken zurückhält, sondern er begrenzt auch das Eindringen des Beckengurtabschnitts des konventionellen Beckengurtabschnitts in den Bauchraum des Insassens. Mittels des zusätzlichen Beckengurts wird daher vorzugsweise nicht nur die Submarininggefahr reduziert, sondern auch Rückhaltung des Insassens verbessert, so dass auch die Belastung der inneren Organe des Insassens vermindert ist.
  • In besonders bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Beckengurt an der Anbindungsstelle über einen Gurtaufroller zumindest indirekt mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Derartige, auch als Aufrollautomaten bezeichnete Gurtaufroller umfassen eine Wickelrolle/-spule, mittels der der zusätzlichen Beckengurt auf- und abrollbar ist. Der Gurtaufroller ermöglicht eine Adaption des Beckengurts an den Verlauf und die Länge des Beckengurtabschnitts, die abhängig sind von der Gestalt des Insassens, insbesondere dessen Umfang im Bauch- und Hüftbereich sowie die Dicke seiner Oberschenkel, und dessen jeweilige Sitzposition. Der Gurtaufroller stellt dabei sicher, dass der zusätzliche Beckengurt vorzugsweise keine, zumindest aber nur eine geringe Lose aufweist. Mit Hilfe des Gurtaufrollers ist es ohne weiteres auch möglich, einen Kindersitz auf dem mit dem Rückhaltesystem versehenen Fahrzeugsitz unterzubringen und mittels des Rückhaltesystems zu befestigen. Dadurch, dass die mittels des Gurtaufrollers auszugleichende Längendifferenz und damit die auf der Wickelrolle/-spule erforderliche Gurtbandreserve relativ gering ist, kann eine kompakte, platzsparende Bauweise des Gurtaufrollers realisiert werden.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gurtaufroller eine bei schnellem oder starkem Zug am Gurtband selbsttätig wirkende Sperreinrichtung, insbesondere Sperrklinke, aufweist, die im aktivierten Zustand den Auszug des Beckengurts vom Gurtaufroller verhindert. Damit wird sichergestellt, dass der zusätzliche Beckengurt trotz auf der Wickelrolle/-spule des Gurtaufrollers befindlicher Gurtbandreserve am Körper des Insassens angelegt bleibt und in gewünschter Weise den Insassen im Fahrzeugsitz zurückhält.
  • Weiterhin wird ein Ausführungsbeispiel des Rückhaltesystems bevorzugt, bei dem die Anbindung des zusätzlichen Beckengurts am Beckengurtabschnitt so gewählt ist, dass diese Verbindungsstelle – bei in einem Gurtschloss festgelegtem Verschlusselement und ohne dass sich ein Insasse auf dem Fahrzeugsitz befindet – vor, insbesondere unmittelbar vor dem Verschlusselement liegt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verbindungsstelle zwischen zusätzlichem Beckengurt und dem Beckengurtabschnitt, welche aufgrund der Überlappung zwischen Beckengurt und Beckengurtabschnitt eine größere Dicke aufweist, weder bei vom Insassen angelegten Gurtband noch bei abgelegtem Gurtband durch eine im Verschlusselement vorgesehene, schlitzförmige Durchgangsöffnung zur Durchführung des Gurtbandes geführt wird, in der die Verdickung sich verklemmen beziehungsweise nur mit erhöhtem Kraftaufwand hindurch gezogen werden könnte, was einerseits im Crashfall ein Risiko bei der Gurtstraffung darstellen würde und andererseits zu einem Komfortverlust führt. Vorteilhaft ist weiterhin, dass das für konventionelle Rückhaltesysteme bereits eingesetzte Verschlusselement ohne Änderung für das erfindungsgemäße Rückhaltesystem verwendet werden kann, was die Teilevielfalt reduziert.
  • Sofern die Verdickung im Verbindungsbereich zwischen zusätzlichem Beckengurt und dem konventionellen Gurtband entsprechend ausgeprägt ist, kann diese auch als unterer Anschlag für das üblicherweise eine Schlosszunge aufweisende Verschlusselement dienen, wodurch ein heute üblicher Kunststoffstopper entfallen könnte.
  • Aufgrund der Anbindung des zusätzlichen Beckengurts am Beckengurtabschnitt, was vorzugsweise durch aneinanderlegen der beiden Gurtbänder mit ihren Flachseiten und entsprechender Fixierung miteinander erfolgt, liegen die beiden Gurtbänder zumindest über einen gewissen Längenbereich auf – beziehungsweise übereinander, das bedeutet, der Beckengurt verläuft entweder auf der dem Insassen zugewandten Flachseite des Beckengurtabschnitts, was bevorzugt wird, oder auf der dem Insassen abgewandten Flachseite des Beckengurtsabschnitts.
  • Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel des Rückhaltesystems, das sich dadurch auszeichnet, dass der Beckengurt zumindest in seinem Anbindungsbereich an den Beckengurtabschnitt und gegebenenfalls auch über einen sich in Richtung zum karosserieseitigen Anbindungsbereich erstreckenden Längenabschnitt parallel oder im Wesentlichen parallel zum Beckengurtabschnitt verläuft. Die beiden Gurtbänder liegen also in ihrem Anbindungsbereich an ihren Flachseiten aneinander, wobei deren Seitenränder bündig oder im Wesentlichen bündig zueinander sind.
  • Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel des Rückhaltesystems, bei dem der zusätzliche Beckengurt an den Beckengurtabschnitt angewebt oder angenäht ist. Diese Art der Befestigung ist besonders kostengünstig herstellbar und ermöglicht es, den Anbindungsbereich der Gurtbänder praktisch nicht zusätzlich zu verdicken.
  • Das erfindungsgemäße Rückhaltesystem kann einen dem Gurtband zugeordneten, zur Gurtlosenreduzierung dienenden Gurtstraffer, beispielsweise Aufrollstraffer oder Gurtschlossstraffer, aufweisen. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass auch dem zusätzlichen Beckengurt eine separate Straffereinrichtung zugeordnet ist, mittels derer der zusätzliche Beckengurt straffbar ist. In diesem Fall ist auch für den Beckgurtabschnitt eine Gurtstraffung mittels eines Endbeschlagsstraffer vorgesehen, da ansonsten beim Straffen des zusätzlichen Beckengurts eine Gurtlose im Beckgurtabschnitt erzeugt werden würde, wenn der zusätzliche Beckengurt und der Beckengurtabschnitt des Sicherheitsgurtbandes miteinander vernäht sind.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Rückhaltesystems ergeben sich aus Kombinationen der in den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie in den Zeichnungen offenbarten Merkmale.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rückhaltesystems in einem Kraftfahrzeug mit Blickrichtung entgegen der Fahrtrichtung und
  • 2 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer im Fondbereich eines Kraftfahrzeugs vorgesehenen Sitzanordnung, welcher ein Rückhaltesystem gemäß 1 zugeordnet ist.
  • 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem Innenraum 1 eines Kraftfahrzeugs 3, welches einen auch als Karosserietragstruktur bezeichneten Rohbau 5 aufweist, der hier lediglich angedeutet ist. Im Innenraum 1 ist eine Sitzanordnung 7 vorgesehen, die mehrere Sitze umfasst, von denen in 1 lediglich ein Sitz 9 dargestellt ist. Der Sitz 9 weist ein eine Sitzfläche 11 aufweisendes Unterteil 13, eine vom Unterteil 13 hochragende Rückenlehne 15 sowie eine am oberen Rand der Rückenlehne 15 vorgesehene Kopfstütze 17 auf. Auf dem Sitz 9 befindet sich ein Fahrzeuginsasse 19 in üblicher, aufrechter Sitzposition.
  • Dem Sitz 9 ist ein Rückhaltesystem 21 zugeordnet, welches eine Gurtaufrolleinrichtung 23 umfasst, mittels der ein Gurtband 25 aufrollbar und abrollbar ist. An dem Gurtband 25 ist ein mit einer Schlosszunge versehenes Verschlusselement 27 vorgesehen, das eine Durchgangsöffnung aufweist, durch welche das Gurtband 25 hindurchgeführt ist. Das Gurtband 25 ist in angelegter Gebrauchsposition vor dem Körper des auf dem Sitz 9 Platz genommenen Fahrzeuginsassens 19 angeordnet. Ein Schultergurtbandabschnitt 29 des Gurtbandes 25 verläuft dabei ausgehend von der karosseriefest angeordneten Gurtaufrolleinrichtung 23 vor dem Oberkörper des Insassens 19 quer zu diesem schräg nach unten bis zum Verschlusselement 27, welches mittels eines karosseriefest angeordneten Gurtschlosses 31 in bekannter Weise lösbar befestigt ist. Vom Verschlusselement 27 führt ein Beckengurtabschnitt 33 des Gurtbandes 25 quer über die Sitzfläche 11 zu einer hinteren Anbindungsstelle 35, an der das Gurtband 25 karosseriefest fixiert ist.
  • Am Beckengurtabschnitt 33 ist ein aus bandförmigem Material bestehender, flexibel ausgebildeter, zusätzlicher Beckengurt 37 befestigt, der an seinem dem Beckengurtabschnitt 33 abgewandten anderen Ende an einer Anbindungsstelle 39 ortsfest fixiert ist. Die Anbindungsstelle 39 ist von einem karosseriefest angeordneten Gurtaufroller 40 gebildet, der eine bei schnellem oder starkem Zug am Gurtband 25 oder zusätzlichem Beckengurt 37 selbsttätig wirkende, nicht dargestellte Sperrklinke oder dergleichen aufweist, die im aktivierten Zustand, also wenn sie sich in einer Sperrstellung befindet, den Beckengurt 37 verriegelt und somit ein Auszug desselben aus dem Gurtaufroller 40 verhindert.
  • Wie aus 2 ersichtlich, die eine Seitenansicht eines Sitzes 9 mit dem darauf angeordneten Fahrzeuginsassen 19 bei in angelegter Gebrauchsposition angeordnetem Gurtband 25 zeigt, befindet sich der Gurtaufroller 40 in Fahrtrichtung 41 des Kraftfahrzeugs gesehen vor der hinteren Anbindungsstelle 35 des Gurtbandes 25. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Anordnung der vorderen Anbindungsstelle 39 für den zusätzlichen Beckengurt 37 an der Karosserietragstruktur und dessen Befestigungspunkt 38 am Beckengurtabschnitt 33 so gewählt, dass diese Verbindungs-/Anbindungsstelle 38 bei im Gurtschloss 31 festgelegtem Verschlusselement 27 und ohne dass sich ein Insasse auf dem Fahrzeugsitz befindet noch vor dem Verschlusselement 27, also im Becken- und Oberschenkelbereich des Insassens liegt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Befestigungspunkt 38 zwischen zusätzlichem Beckengurt 37 und dem Beckengurtabschnitt 33 weder bei vom Insassen angelegten Gurtband 25 noch bei abgelegtem Gurtband 25 durch die schlitzförmige Durchgangsöffnung im Verschlusselement 27 zur Durchführung des Gurtbandes 25 geführt wird.
  • Der zusätzliche Beckengurt 37 verläuft bei aufrecht sitzendem Insassen quer – je nach vorgesehenem Verlauf des Beckengurts 37 – über einen Teil des Beckens und zumindest des dem Gurtaufroller 40 gegenüberliegenden Oberschenkel des Insassens. Bei einem Frontalaufprall des Kraftfahrzeuges auf ein Hindernis bei aufrecht auf dem Fahrzeugsitz sitzendem Insassen und ordnungsgemäß angelegtem Gurt erfolgt die Rückhaltung des Insassen vor allem über das Gurtband 25, dessen Beckengurtabschnitt 33 mit gewünschtem Verlauf in Querrichtung über die Beckenschaufel des Insassen verläuft. In diesem Fall ist die Rückhaltewirkung des zusätzlichen Beckengurts 39 eher gering. Bei einem Frontalaufprall des Kraftfahrzeuges auf ein Hindernis bei in einer in den Sitz hineingerutschten Position befindlichen Insassen erfolgt die Rückhaltung des Insassen hauptsächlich über den zusätzlichen Beckengurt 39, da der Beckengurtabschnitt 33 des Gurtbandes 25 über den Bauch des Insassens verläuft, während der zusätzliche Beckengurt 39 zumindest auf einer Seite unterhalb der Beckenschaufel des Insassen verläuft, so dass in dieser in den Sitz hineingerutschten Position der Insasse mittels des Beckengurts 39 über sein Knochengerüst am Becken zurückgehalten wird.
  • Es bleibt festzuhalten, dass bei dem erfindungsgemäßen Rückhaltesystem 21, das gemäß dem Ausführungsbeispiel der 1 und 2 ein Dreipunkt-Sicherheitsgurtsystem ist, ein Gurtband 25 vorgesehen ist, das im Bereich seines Beckengurtabschnitts 33 quasi zweigeteilt ist.
  • Die Anbindungsstelle 39 kann – in vertikaler Richtung gesehen – auf dem gleichen Höhenniveau wie die hintere Anbindungsstelle 35, oberhalb oder unterhalb dieser angeordnet sein. Wichtig ist, dass sich die Anbindungsstelle 39 in Fahrtrichtung 41 vor der hinteren Anbindungsstelle 35 befindet. Grundsätzlich ist es möglich, den Gurtaufroller 40 für den zusätzlichen Beckengurt 37 – wie in 2 angedeutet – direkt am Karosserierohbau 5 zu befestigen. Denkbar ist es auch, den Gurtaufroller 40 an einem Sitzrahmen des Sitzes 9 vorzusehen, wodurch der zusätzliche Beckengurt 37 über das Unterteil 13 des Sitzes 9 mit dem Fahrzeugrohbau 5 gekoppelt ist.
  • Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Gurtaufroller 40 eine Straffereinrichtung aufweist beziehungsweise dem Gurtaufroller 40 eine Straffereinrichtung zugeordnet ist, die vor oder während eines Crashs den zusätzlichen Beckengurt 37 strafft, also eine Lose aus dem Beckengurt 37 herauszieht. Um zu verhindern, dass dabei das konventionelle Gurtband 25, insbesondere im Bereich des Beckengurtabschnitts 33, gelockert wird, ist ein weiterer, dem Gurtband 25 zugeordneter Gurtstraffer vorzusehen, welcher vorzugsweise als Endbeschlagsstraffer ausgeführt ist, mittels dem die eigentliche Gurtlose im Gurtband 25 über den Beckgurtabschnitt herausgezogen werden kann. Bei dieser Ausgestaltung muss die Straffereinrichtung den zusätzlichen Beckengurtgurtabschnitt nur um ein kurzes Stück verlagern, um die gewünschte Straffung zu realisieren. Zusätzlich kann auch ein weiterer, beispielsweise in die Gurtaufrolleinrichtung 23 integrierter Straffer vorgesehen sein, um die Gurtlose aus dem Schultergurtabschnitt herauszuziehen.
  • Der vorstehend beschriebene zusätzliche Beckengurt 37 ist bandförmig und flexibel ausgebildet und besteht vorzugsweise aus dem gleichen Material wie das Gurtband 25. Dies bietet die Möglichkeit den Beckengurt 37 an dem Beckengurtabschnitt 33 des Gurtbandes 25 anzuweben/anzunähen. Selbstverständlich sind alternativ oder zusätzlich andere Befestigungsmöglichkeiten des zusätzlichen Beckengurts 37 am Gurtband 25 möglich.
  • Das erfindungsgemäße Rückhaltesystem 21 ist vorstehend anhand der 1 und 2 im Zusammenhang mit einem im Fondbereich angeordneten Sitz 9 beschrieben worden, der eine feststehende oder in ihrer Neigung verstellbare Rückenlehne aufweisen kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass zusätzlich oder alternativ auch den vorderen Fahrzeugsitzen jeweils ein derartiges Rückhaltesystem 21 zugeordnet ist. In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass jedem Sitzplatz im Kraftfahrzeug 1 ein derartiges Rückhaltesystem 21 zugeordnet ist.

Claims (10)

  1. Rückhaltesystem (21) für Kraftfahrzeuge (3), umfassend eine Gurtaufrolleinrichtung (23), mittels der ein Gurtband (25) aufrollbar und abrollbar ist, und ein bewegbares Verschlusselement (27), mittels dem das Gurtband (25) in einen Beckengurtabschnitt (33) und einen Schultergurtabschnitt (29) unterteilbar ist, wobei das Gurtband (25) an seinem anderen Ende an einer hinteren Anbindungsstelle (35) zumindest indirekt mit einer Fahrzeugkarosserie (5) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzlicher Beckengurt (37) vorgesehen ist, der an einem Ende mit dem Beckengurtabschnitt (33) und an seinem anderen Ende an einer Anbindungsstelle (39) zumindest indirekt mit der Fahrzeugkarosserie (5) verbunden ist, wobei diese Anbindungsstelle (39) – in Fahrtrichtung (41) gesehen – vor der hinteren Anbindungsstelle (35) angeordnet ist.
  2. Rückhaltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beckengurt (37) an der Anbindungsstelle (39) über einen Gurtaufroller (40) zumindest indirekt mit der Fahrzeugkarosserie (5) verbunden ist.
  3. Rückhaltesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtaufroller (40) eine bei schnellem oder starkem Zug am Gurtband (25) selbsttätig wirkende Sperreinrichtung, insbesondere Sperrklinke, aufweist, die im aktivierten Zustand den Auszug des Beckengurts (37) vom Gurtaufroller verhindert.
  4. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbindung des zusätzlichen Beckengurts (37) am Beckengurtabschnitt (33) so gewählt ist, dass die Anbindungsstelle (39) – bei in einem Gurtschloss festgelegtem Verschlusselement (27) und ohne dass sich ein Insasse auf dem Fahrzeugsitz befindet – vor, insbesondere unmittelbar vor dem Verschlusselement (27) liegt.
  5. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Beckengurt (37) auf der dem Insassen zugewandten Flachseite des Beckengurtabschnitts (33) verläuft.
  6. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Beckengurt (37) auf der dem Insassen abgewandten Flachseite des Beckengurtsabschnitts (33) verläuft.
  7. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Beckengurt (37) zumindest in seinem Anbindungsbereich (38) an den Beckengurtabschnitt (33) und gegebenenfalls auch über einen sich in Richtung zum karosserieseitigen Anbindungsbereich (39) erstreckenden Längenabschnitt parallel oder im Wesentlichen parallel zum Beckengurtabschnitt (33) verläuft.
  8. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Beckengurt (37) an den Beckengurtabschnitt (33) angewebt oder angenäht ist.
  9. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen dem Gurtband (25) zugeordneten, zur Gurtlosenreduzierung dienenden Gurtstraffer.
  10. Rückhaltesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Beckengurt (37) mittels einer separaten Straffereinrichtung straffbar ist.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19828255A1 (de) * 1997-09-19 1999-04-01 Daimler Benz Ag Fahrzeugsitz
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US7059445B2 (en) * 2002-10-10 2006-06-13 Honda Motor Co., Ltd. Seat belt device for automobile

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