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DE19512156A1 - Saumherstellungsvorrichtung - Google Patents

Saumherstellungsvorrichtung

Info

Publication number
DE19512156A1
DE19512156A1 DE1995112156 DE19512156A DE19512156A1 DE 19512156 A1 DE19512156 A1 DE 19512156A1 DE 1995112156 DE1995112156 DE 1995112156 DE 19512156 A DE19512156 A DE 19512156A DE 19512156 A1 DE19512156 A1 DE 19512156A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hem
fabric
seam
sewing
side edge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1995112156
Other languages
English (en)
Inventor
Yutaka Hirasawa
Tomio Nii
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Juki Corp
Original Assignee
Juki Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Juki Corp filed Critical Juki Corp
Publication of DE19512156A1 publication Critical patent/DE19512156A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B35/00Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
    • D05B35/02Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for facilitating seaming; Hem-turning elements; Hemmers
    • D05B35/04Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for facilitating seaming; Hem-turning elements; Hemmers with movable tools
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B25/00Sewing units consisting of combinations of several sewing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/10Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for making piped openings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Saum­ herstellungsvorrichtungen und insbesondere eine Saumher­ stellungsvorrichtung gemäß der Oberbegriff des Anspruches 1, mit der ein Saum hergestellt werden kann, der in drei Schichten gefaltet ist.
Im Stand der Technik wird ein Saum beispielsweise für die Verzierung der Kante einer Taschenöffnung gemäß einer in den Fig. 19(a) bis 19(c) gezeigten Prozedur hergestellt.
Zunächst wird auf einem Basisstoff 1 ein Saumstoff 2 angeordnet, woraufhin ein Saumstofflineal R mit T-Form von oben auf dem Saumstoff 2 positioniert wird. In diesem Zustand werden die Endabschnitte des Saumstoffs 2 längs des Lineals R übereinandergefaltet, wie in Fig. 19(a) gezeigt ist, woraufhin der Basisstoff 1 und der Saumstoff 2 unter Verwendung von Nähnadeln N zusammengenäht werden. Dann werden mittels eines Messers der Basisstoff 1 und der Saumstoff 2 bei Betrachtung in Breitenrichtung in der Mitte zerschnitten, wie in Fig. 19(b) gezeigt ist, um eine Öffnung 1a herzustellen. Dann werden die Stoffe 1 und 2 aus der Nähmaschine entnommen. Die beiden Endab­ schitte des Saumstoffs 2 werden durch die Öffnung 1a gesteckt und über die Rückseite des Basisstoffs 1 gefal­ tet. Daher bildet jeder auf diese Weise gefaltete Ab­ schnitt des Saumstoffs 2 einen Saum, wie in Fig. 19(c) gezeigt ist, der die Öffnung einer Tasche verziert.
In jedem der auf diese Weise hergestellten Säume unter­ scheidet sich ein Teil 10 der Tasche, an dem der Saum­ stoff 2 und der Basisstoff 1 zusammengenäht sind (was im folgenden, falls dies möglich ist, als "vernähter Teil 10" bezeichnet wird) von einem Teil 11 der Tasche, an dem der Saumstoff 2 freiliegt (was im folgenden, falls dies möglich ist, als "freiliegender Teil 11" bezeichnet wird), hinsichtlich der Anzahl der Stoffschichten. D.h., daß im vernähten Teil 10 vier Stoffschichten vorhanden sind, während im freiliegenden Teil 11 lediglich zwei Stoffschichten vorhanden sind. Die beiden Teile 10 und 11 sind voneinander um eine Strecke T verschoben, was das äußere Erscheinungsbild der Säume negativ beeinflußt. Außerdem ist es schwierig, die auf diese Weise gebildeten Säume gleichmäßig zu pressen.
Um die obenbeschriebenen Schwierigkeiten zu beseitigen, ist im Stand der Technik vorgeschlagen worden, Säume wie in Fig. 20(a) gezeigt herzustellen. In den Säumen von Fig. 20(a) besitzt der vernähte Teil, bei dem der Basis­ stoff 1 und der Saumstoff 2 zusammengenäht sind, drei Stoffschichten, während der freiliegende Teil, bei dem der Saumstoff 2 freiliegt, ebenfalls drei Stoffschichten besitzt. Die Oberfläche des Basisstoffs 1 ist mit der Oberfläche des Saumstoffs 2 bündig. Die Säume werden unter Verwendung einer in Fig. 21 gezeigten Vorrichtung hergestellt.
Die Vorrichtung von Fig. 21 besitzt ein Paar von Stoffaufnahmeträgern 14, die auf der oberen Fläche des Nähmaschinentischs sowohl nach vorn und nach hinten als auch nach links und nach rechts bewegt werden. Zunächst wird ein Basisstoff 1 auf den Aufnahmeträgern 14 flach angeordnet. Dann werden zwei Basisstoffhalter 18, die in vertikaler Richtung in der Weise beweglich sind, daß sie an die Stoffaufnahmeträger 14 angenähert und von diesen entfernt werden können, nach unten auf den Basisstoff 1 bewegt, so daß der rechte und der linke Endabschnitt des Basisstoffs 1 durch den rechten bzw. den linken Basis­ stoffhalter 18 und durch den rechten bzw. den linken Stoffaufnahmeträger 14 gehalten werden.
Anschließend werden die Basisstoffhalter 18 leicht (ungefähr 0,5 mm) aufeinander zu bewegt, so daß der Ba­ sisstoff 1 durchhängt, wie in Fig. 21 bei 1W gezeigt ist. Dann werden zwei Saumstofflineale 17 von oben zwischen den Basisstoffhaltern 18 angeordnet. Zwei Saumstoffe 2a und 2b werden über die Basisstoffhalter 18 bzw. die Saum­ stofflineale 17 gelegt. Genauer wird einer der Saumstoffe 2a über einen der Halter 18 und über eines der Lineale 17 gelegt, während der andere Saumstoff 2b über den anderen Halter 18 und das andere Lineal 17 gelegt wird.
Anschließend werden ein rechtes und ein linkes Haltearm­ element 16, die jeweils vertikal beweglich und oberhalb der entsprechenden Basisstoffhalter 18 vorgesehen sind, nach unten bewegt. Auf diese Weise werden die Saumstoffe 2a und 2b mit dem linken bzw. dem rechten Abschnitt des Basisstoffs 1 in der Nähe der Nadeleinstichpositionen der Nadeln N in Kontakt gebracht (Fig. 21).
In diesem Zustand startet ein Befehl den Nähvorgang. Aufgrund dieses Befehls beginnen die beiden von der Näh­ maschine gehaltenen Nähnadeln N eine vertikale Bewegung, während die Basisstoffhalter 18 synchron mit der vertika­ len Bewegung der Nadeln N vorwärts (in einer Vorwärts­ richtung senkrecht zur Fläche der Zeichnung) bewegt wer­ den. Daher werden der rechte Abschnitt und der linke Abschnitt des Basisstoffs 1 und des Saumstoffs 2b bzw. 2a mit Unternähten X (erste Unternaht X1 und zweite Unter­ naht X2) zusammengenäht, wie in Fig. 20(b) gezeigt ist.
Danach werden der Basisstoff 1 und die Saumstoffe 2a und 2b zusammen mit dem Basisstoffhalter 18 in ihre anfängli­ chen Positionen gedreht. Die Basisstoffhalter 18 werden voneinander entfernt, um den Basisstoff 1 flach zu span­ nen und den durchhängenden Abschnitt 1W zu beseitigen.
Nach dem Zurückziehen der Haltearmelemente 16 nach oben werden zwei Faltelemente 15, die für die jeweiligen Ba­ sisstoffhalter 18 vorgesehen sind, nach oben bewegt, um erste Endabschnitte 2d der Saumstoffe 2a bzw. 2b, die über die jeweiligen Basisstoffhalter 18 gelegt worden sind, hochzuheben. In diesem Zustand stehen vorstehende Elemente 20, die mit den Saumstofflinealen 17 verbunden sind, nach außen vor, so daß zweite Endabschnitte 2c der Saumstoffe 2a und 2b längs der Unternähte X1 bzw. X2 gefaltet werden, während die ersten Endabschnitte 2d über die jeweiligen zweiten Endabschnitte 2c gefaltet werden (Fig. 22).
Anschließend werden die vorstehenden Elemente 20 zurück­ gezogen, ferner werden die Haltearmelemente 16 nach unten bewegt, um die Saumstoffe 2a und 2b zu halten, wovon jeder in drei Schichten gefaltet ist. Dann werden Ober­ nähte Y (erste Obernaht Y1 und zweite Obernaht Y2) herge­ stellt, um die Saumstoffe 2a und 2b am Basisstoff 2 anzu­ nähen (Fig. 20(d)).
Bei diesem Nähvorgang wird der Basisstoff flach gespannt gehalten (ohne jegliches Durchhängen). Daher sind die erste und die zweite Obernaht Y1 bzw. Y2 in bezug auf die erste bzw. die zweite Unternaht X1 bzw. X2 leicht (in der Größenordnung von 0,5 mm) nach innen verschoben.
Danach wird der Mittelabschnitt des Basisstoffs 1, der sich zwischen der ersten und der zweiten Obernaht Y1 bzw. Y2 befindet, mittels eines Messers zerschnitten, um eine Öffnung 1a auszubilden, ferner werden an beiden Enden der Öffnung 1a V-förmige Ecköffnungen 1b hergestellt. Dann werden die Saumstoffe 2a und 2b durch die Öffnung 1a geschoben und über die Rückseite des Basisstoffs 1 gefal­ tet.
Auf diese Weise besitzen der vernähte Teil und der frei­ liegende Teil des Basisstoffs 1 und der Saumstoffe 2a bzw. 2b jeweils die gleiche Anzahl von Stoffschichten (drei Stoffschichten). Die Oberfläche des Basisstoffs 1 und die Oberfläche der Saumstoffe 2a und 2b sind mitein­ ander bündig. Die auf diese Weise gebildeten Säume besit­ zen ein ausgezeichnetes äußeres Erscheinungsbild und können einfach gepreßt werden.
Wenn wie oben beschrieben die Unternähte X in der her­ kömmlichen Vorrichtung hergestellt werden, hängt der Basisstoff 1 durch, während er bei der Herstellung der Obernähte Y gespannt ist. Daher sind die Unternähte X und die Obernähte Y relativ zueinander leicht verschoben. Somit werden die Unternähte X bei genau durchhängendem Basisstoff 1 an den korrekten Positionen ausgebildet, so daß die sich ergebenden Säume eine zufriedenstellende Qualität besitzen. Manchmal kann jedoch in Abhängigkeit von der Materialart oder der Dicke des Basisstoffs 1 dieser Basisstoff 1 den Basisstoffhaltern 18 und den Stoffaufnahmeträgern 14 nicht folgen, so daß der Basis­ stoff 1 nicht präzise bewegt wird (und daher nicht wie gewünscht durchhängt). In diesen Fällen ist es nicht möglich, die Unternähte X an den richtigen Positionen auszubilden.
Beispielsweise kann im Falle eines dicken oder steifen Basisstoffs 1 dieser Basisstoff 1 der Bewegung der Stoffaufnahmeträger 14 nicht folgen, so daß er unzurei­ chend bewegt wird (und nicht wie gewünscht durchhängt). Im Ergebnis sind die Unternähte X in bezug auf die Soll­ positionen verschoben, so daß die sich ergebenden Säume eine nicht zufriedenstellende Qualität besitzen. Daher sind bei der Herstellung der Säume die Positionen der Unternähte X für die Bestimmung der Breite der Säume und die Position der Endabschnitte der letzteren wichtig.
Falls die Positionen der Unternähte in bezug auf die Sollpositionen verschoben sind, kann es vorkommen, daß die mit den Saumstoffen verzierte Öffnung stets offen­ bleibt oder daß die Saumstoffe beiderseits der Öffnung übereinander liegen bleiben. Daher besitzt das resultie­ rende Produkt ein erheblich verschlechtertes äußeres Erscheinungsbild.
Die vorliegende Erfindung ist angesichts der obigen Um­ stände gemacht worden, so daß es die Aufgabe der vorlie­ genden Erfindung ist, die erwähnten Nachteile von Saum­ herstellungsvorrichtungen des Standes der Technik zu beseitigen.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung für die Herstellung qualitativ hochwer­ tiger Säume zu schaffen.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch eine Saumherstellungsvorrichtung der gattungsgemäßen Art, die die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale besitzt.
Die weiteren unabhängigen Ansprüche sowie die abhängigen Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformen der vor­ liegenden Erfindung gerichtet.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlich beim Lesen der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nimmt; es zeigen:
Fig. 1(a), (b) perspektivische Ansichten einer beispiel­ haften Saumherstellungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfin­ dung, die einen Nahtherstellungsmechanis­ mus mit zwei Nähmaschinen vom Einzelna­ deltyp enthält;
Fig. 2(a), (b) perspektivische Ansichten einer Heftvor­ richtung in der in den Fig. 1(a) und 1(b) gezeigten Saumherstellungsvorrichtung;
Fig. 3(a), (b) perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in den Fig. 1(a) und 1(b) gezeigten Saumherstellungsvorrich­ tung veranschaulichen;
Fig. 4(a), (b) perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in den Fig. 1(a) und 1(b) gezeigten Saumherstellungsvorrich­ tung veranschaulichen;
Fig. 5(a), (b) perspektivische Ansichten einer zweiten Ausführungsform der Saumherstellungsvor­ richtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung, die einen Nahtherstellungsmechanis­ mus mit einer Nähmaschine des Zweinadel­ typs enthält;
Fig. 6(a), (b) perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in den Fig. 5(a) und 5(b) gezeigten Saumherstellungsvorrich­ tung veranschaulichen;
Fig. 7(a), (b) perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in den Fig. 5(a) und 5(b) gezeigten Saumherstellungsvorrich­ tung veranschaulichen;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht einer drit­ ten Ausführungsform der Saumherstellungs­ vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung, die einen Nahtherstellungsmechanis­ mus mit vier Nähmaschinen des Einzelna­ deltyps enthält;
Fig. 9 bis 12 perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in Fig. 8 gezeigten Saumherstellungsvorrichtung veranschauli­ chen;
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht einer vier­ ten Ausführungsform der Saumherstellungs­ vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung, die einen Nahtherstellungsmechanis­ mus mit zwei Nähmaschinen des Zweinadel­ typs enthält;
Fig. 14, 15 perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in Fig. 13 gezeigten Saumherstellungsvorrichtung veranschauli­ chen;
Fig. 16 eine perspektivische Ansicht einer fünf­ ten Ausführungsform der Saumherstellungs­ vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung, die einen Nahtherstellungsmechanis­ mus mit einer Nähmaschine des Viernadel­ typs enthält;
Fig. 17, 18 perspektivische Teilansichten, die die Funktionsweise der in Fig. 16 gezeigten Saumherstellungsvorrichtung veranschauli­ chen;
Fig. 19(a)-(d) die bereits erwähnten Darstellungen zur Veranschaulichung einer herkömmlichen Saumherstellungsprozedur;
Fig. 20(a)-(d) die bereits erwähnten Darstellungen zur Veranschaulichung einer weiteren herkömm­ lichen Saumherstellungsprozedur;
Fig. 21 die bereits erwähnte Vorderansicht einer herkömmlichen Vorrichtung zur Herstellung des in den Fig. 20(a)-(d) gezeigten Saums; und
Fig. 22 die bereits erwähnte Vorderansicht, die die Herstellung einer Obernaht in der herkömmlichen Vorrichtung veranschau­ licht.
Die Saumherstellungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält eine Stoffvorschubeinrichtung, die einen Basisstoff und einen Saumstoff hält und den Basis­ stoff und den Saumstoff in Nährichtung bewegt. Für die Bildung einer Unternaht und einer Obernaht enthält der Nahtherstellungsmechanismus zwei Nähnadeln an Positionen, die den Positionen entsprechen, an denen die Unternaht bzw. die Obernaht hergestellt werden sollen. Eine Heft­ vorrichtung faltet einen Seitenkantenabschnitt des Saum­ stoffs über den anderen Seitenkantenabschnitt. Eine Falt­ platte faltet den anderen Seitenkantenabschnitt des Saum­ stoffs über den einen Seitenkantenabschnitt, der durch die Heftvorrichtung gefaltet worden ist, so daß der Saum­ stoff in drei Schichten gefaltet ist.
Die erfindungsgemäße Saumherstellungsvorrichtung enthält außerdem eine Stoffvorschubeinrichtung, die einen Basis­ stoff und zwei Saumstoffe hält, die auf den Basisstoff in der Weise gelegt sind, daß die Saumstoffe um eine vorge­ gebene Strecke voneinander beabstandet und zueinander parallel sind, damit der Basisstoff und die Saumstoffe in Nährichtung bewegt werden können. Ein Nahtherstellungsme­ chanismus stellt eine erste und eine zweite Unternaht sowie eine erste und eine zweite Obernaht her. Der Nahtherstellungsmechanismus besitzt vier Nähnadeln, die an Positionen vorgesehen sind, die den Positionen der ersten und der ersten Unternaht bzw. der ersten und der zweiten Obernaht entsprechen. Eine Heftvorrichtung faltet einen Seitenabschnitt jedes der Saumstoffe über den ande­ ren Seitenkantenabschnitt. Eine Faltplatte faltet den anderen Seitenkantenabschnitt jedes Saumstoffs über den einen Seitenkantenabschnitt, der von der Heftvorrichtung gefaltet worden ist, so daß jeder der Saumstoffe in drei Schichten gefaltet ist.
In der erfindungsgemäßen Saumherstellungsvorrichtung arbeitet die Stoffvorschubeinrichtung in der Weise, daß sie einen Basisstoff und einen Saumstoff hält und diese in Nährichtung bewegt, während der Nahtherstellungsmecha­ nismus seine Nähnadeln wahlweise betätigt. Insbesondere betätigt der Mechanismus für die Herstellung einer Unter­ naht diejenige Nähnadel, die der Position entspricht, an der die Unternaht hergestellt werden soll.
Anschließend wird ein Seitenkantenabschnitt des Saums über dem anderen Seitenkantenabschnitt mit Hilfe der Heftvorrichtung gefaltet, woraufhin die Faltplatte betä­ tigt wird, um den anderen Seitenkantenabschnitt über den einen Seitenkantenabschnitt, der bereits gefaltet worden ist, zu falten, so daß der Saumstoff in drei Schichten gefaltet ist. Um in diesem Zustand eine Obernaht herzu­ stellen, betätigt der Nahtherstellungsmechanismus die Nähnadel, die der Position entspricht, an der die Ober­ naht hergestellt werden soll.
Nun werden die bevorzugten Ausführungsformen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine erste Ausführungsform einer beispiel­ haften Saumherstellungsvorrichtung gemäß der Erfindung.
In Fig. 1(a) bezeichnet das Bezugszeichen A einen Nahtherstellungsmechanismus. Der Nahtherstellungsmecha­ nismus A umfaßt zwei Nähmaschinen M1 und M2 des Einzelna­ deltyps, die auf einem Nähmaschinentisch T in Nährichtung hintereinander angeordnet sind. Jede der Nähmaschinen M1 und M2 besitzt eine eigene Nähnadel N.
Die Nähnadel N einer der Nähmaschinen (M1 in Fig. 1) wird an einer Position gehalten, die derjenigen Position ent­ spricht, an der eine Unternaht X hergestellt werden soll­ te, wenn eine (später beschriebene) Stoffvorschubeinrich­ tung C einen Basisstoff 1 und einen Saumstoff 2 in Näh­ richtung H bewegt. Die Nähnadel N der anderen Nähmaschine (M2 in Fig. 2) wird an einer Position gehalten, die der Position entspricht, an der eine Obernaht Y hergestellt werden soll, wenn die Stoffvorschubeinrichtung C den Basisstoff 1 und den Saumstoff 2 in Nährichtung H bewegt.
Für die Nähmaschine M2 ist ein Mittelmesser E vorgesehen, mit dem im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a gebildet werden kann. Auf dem Nähmaschinentisch ist ferner ein Eckmesser­ mechanismus F vorgesehen, mit dem Ecköffnungen 1b wie in Fig. 20(d) dargestellt gebildet werden können.
In Fig. 1(a) bezeichnet das Bezugszeichen C die obener­ wähnte Stoffvorschubeinrichtung. Die Stoffvorschubein­ richtung C ist in bezug auf den Nähmaschinentisch T in vertikaler Richtung beweglich und enthält zwei Basis­ stoffhalter C1 sowie ein Paar von Saumstoffhaltern C2. Die beiden Basisstoffhalter C1 halten einen Basisstoff auf dem Nähmaschinentisch T, während die beiden Saum­ stoffhalter C2, die in bezug auf die oberen Flächen der Basisstoffhalter C1 in vertikaler Richtung beweglich sind, mit den Basisstoffhaltern C1 in der Weise zusammen­ wirken, daß sie den Saumstoff 2 halten. Daher kann die Stoffvorschubeinrichtung C den Basisstoff 1 und den Saum­ stoff 2 halten und in Nährichtung H bewegen.
Das Bezugszeichen D in Fig. 1(a) bezeichnet zwei Falt­ platten zum Falten eines Saumstoffs. Die Faltplatten D sind normalerweise in den jeweiligen Basisstoffhaltern C1 der Stoffvorschubeinrichtung c untergebracht und stehen gegebenenfalls in Richtung der Pfeile vor (die Faltplat­ ten D sind in Fig. 1(a) vorstehend gezeigt). Um zwei Saumstoffe zu falten und vorzuschieben, sind die Falt­ platten D rechts und links vorgesehen, wie in Fig. 1(a) gezeigt ist.
Das Bezugszeichen B in den Fig. 1(a) und 1(b) bezeichnet eine Heftvorrichtung, die einen Seitenkantenabschnitt eines Saumstoffs 2 über den anderen Seitenkantenabschnitt faltet. Die Heftvorrichtung B ist durch eine Hebeeinrich­ tung 6 auf dem Nähmaschinentisch T in vertikaler Richtung beweglich. Die Hebeeinrichtung 6, die in Fig. 1(b) ge­ zeigt ist, enthält einen vor der Nähmaschine M2 vorgese­ henen Zylinder 3 und einen Schwenkarm 5, der um eine Welle 4 in den Richtungen des Doppelpfeils in Fig. 1(b) beweglich ist.
Die Heftvorrichtung B enthält einen gekrümmten Rückwen­ dungsabschnitt B1 und einen geradlinigen Halteabschnitt B3. Der Boden der Heftvorrichtung B ist in den Fig. 2(a) und 2(b) gezeigt. Der Boden des Rückwendungsabschnitt B1 weist eine Stufe auf, die durch einen nach oben sich erstreckenden erhöhten Abschnitt R und einen auf der Oberseite des erhöhten Abschnitts R ausgebildeten flachen Abschnitt L gebildet ist. Der erhöhte Abschnitt R ist gekrümmt und steht in Nährichtung vom vorderen Ende bis zum hinteren Ende in seitlicher Richtung vor. Der flache Abschnitt L ist ebenfalls gekrümmt und steht seitlich vor. Der Vorsprung des flachen Abschnitts L ist stärker als derjenige des erhöhten Abschnitts R ausgebildet.
Der Boden des Halteabschnitts B3 besitzt ebenfalls eine Stufe, die durch einen erhöhten Abschnitt, der sich nach oben erstreckt, sowie einen flachen Abschnitt, der auf der Oberseite des erhöhten Abschnitts ausgebildet ist, geschaffen ist. Der erhöhte Abschnitt und der flache Abschnitt erstrecken sich in Nährichtung geradlinig. Darüber hinaus besitzt der Halteabschnitt B3 im vorderen Endabschnitt eine Nadeleinstichrille B2, in die sich die Nähnadel bewegen kann.
Nun wird mit Bezug auf die Fig. 3 und 4 die Funktionswei­ se der obenbeschriebenen Saumherstellungsvorrichtung erläutert.
Die Stoffvorschubeinrichtung C (in den Fig. 3 und 4 nicht gezeigt), die zu vernähende Materialien (z. B. einen Ba­ sisstoff 1 und einen Saumstoff 2, die im folgenden, falls dies möglich ist, als "Nähmaterialien" bezeichnet werden) hält, bewegt sich in Nährichtung H. Wenn die Vorschubein­ richtung C die Nähmaschine M1 erreicht, näht die Nähma­ schine M1 den Basisstoff 1 und den Saumstoff 2 zusammen, wodurch eine Unternaht X gebildet wird, wie sie in Fig. 3(a) gezeigt ist.
Die Nähmaterialien (der Basisstoff 1 und der Saumstoff 2) mit der Unternaht X werden durch die Stoffvorschubein­ richtung C zur Heftvorrichtung B bewegt, die ihrerseits nach unten bewegt und auf dem Nähtisch T angeordnet wor­ den ist, wo das hintere Ende eines Seitenkantenabschnitts des Saums gegen das vordere Ende des erhöhten Abschnitts der Heftvorrichtung stößt. Wenn sich die Nähmaterialien in Nährichtung weiter bewegen, stößt ein Seitenkantenab­ schnitt des Saumstoffs 2 am flachen Abschnitt L an, wobei er durch den erhöhten Abschnitt R in seitlicher Richtung nach oben geschoben wird und dann unter der Führung des flachen Abschnitts L seitlich bewegt wird, wie in Fig. 2(b) gezeigt ist. Im Ergebnis wird ein Seitenkantenab­ schnitt des Saumstoffs 2 über den anderen Seitenkantenab­ schnitt gefaltet. Nach dem Durchgang durch den Rückwen­ dungsabschnitt B1 wird der Saumstoff 2 zum Halteabschnitt B3 geführt, um die Faltung aufrechtzuerhalten (Fig. 3(b)).
Anschließend steht die (nicht gezeigte) Faltplatte D in der Weise vor, daß der andere Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs 2 über den einen Seitenkantenabschnitt, der bereits durch die Heftvorrichtung B gefaltet worden ist, gefaltet wird. Daher wird der Saumstoff 2 in drei Schich­ ten gefaltet.
Nach dem Falten des Saumstoffs 2 auf die obenbeschriebene Weise werden die Nähmaterialien durch die Stoffvorschub­ einrichtung C zur anderen Nähmaschine M2 bewegt. Die Nähmaschine M2 stellt eine Obernaht Y her, wie in Fig. 4(b) gezeigt ist. Somit wird auf einer Seite ein Saum hergestellt. Danach werden die Nähmaterialien (der Basis­ stoff 1 und ein Saumstoff 2 an vorgegebenen gegenüberlie­ genden Positionen angeordnet und von der Stoffvorschub­ einrichtung C gehalten. Ähnlich wie in dem obenbeschrie­ benen Nähvorgang werden auf den Nähmaterialien eine wei­ tere Unternaht X und eine weitere Obernaht Y ausgebildet.
In dem vorangehenden Nähvorgang arbeitet das Mittelmesser E der Nähmaschine in der Weise, daß es im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a ausbildet, wie in Fig. 20(a) gezeigt ist.
Danach bewegt die Stoffvorschubeinrichtung C die Nähmate­ rialien zum Eckmessermechanismus F, wo im Basisstoff 1 Ecköffnungen 1b ausgebildet werden, wie in Fig. 20(d) gezeigt ist. Damit ist die Reihe der Nähvorgänge abge­ schlossen.
In den Fig. 5 bis 7 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Saumherstellungsvorrichtung gemäß der Erfindung gezeigt. Ahnliche Teile, die funktional denje­ nigen der ersten Ausführungsform entsprechen, die mit Bezug auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben worden ist, sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
In Fig. 5(a) bezeichnet das Bezugszeichen A einen Nahtherstellungsmechanismus. Der Mechanismus A enthält eine Nähmaschine M3 des Zweinadeltyps, die zwei Nähnadeln enthält, die um eine vorgegebene Strecke in einer zur Nährichtung H senkrechten Richtung W beabstandet sind. Der Abstand zwischen den beiden Nähnadeln ist im wesent­ lichen gleich dem Abstand zwischen einer Unternaht X und einer Obernaht Y. D.h., daß die Positionen der beiden Nähnadeln den jeweiligen Positionen entsprechen, an denen die Unternaht X und die Obernaht Y ausgebildet werden sollen, wenn der Basisstoff 1 und der Saumstoff 2 durch die Stoffvorschubeinrichtung C in Nährichtung H bewegt werden. Die beiden Nähnadeln arbeiten unabhängig vonein­ ander, um entsprechende Säume auszubilden.
Ein Mittelmesser E der Nähmaschine M3 erzeugt im Basis­ stoff 1 eine Öffnung 1a, ferner ist auf dem Nähmaschinen­ tisch T ein Eckmessermechanismus F vorgesehen, der Eck­ öffnungen 1b herstellt, wie in Fig. 20(d) gezeigt ist.
Das Bezugszeichen B in Fig. 5(a) bezeichnet eine Heftvor­ richtung, die einen Seitenkantenabschnitt eines Saum­ stoffs über den anderen Seitenkantenabschnitt faltet. Die Heftvorrichtung B enthält einen Rückwendungsabschnitt B1 und einen Halteabschnitt B3, die voneinander beabstandet sind. Der Rückwendungsabschnitt B1 und der Halteabschnitt B3 befinden sich im wesentlichen beiderseits der Nähnadel der Nähmaschine M3. Der Rückwendungsabschnitt B1 ist, wie in Fig. 5(b) gezeigt, an einem vorgegebenen, beweglichen Teil des Zylinders 8 befestigt, der auf der Nähmaschine M3 im wesentlichen vertikal gehalten wird. Auf diese Weise wird der Rückwendungsabschnitt B1 durch den Zylin­ der 8 in bezug auf den Nähmaschinentisch T vertikal be­ wegt. Der Halteabschnitt B3 kann in bezug auf den Nähma­ schinentisch T durch die obenbeschriebene Hebeeinrichtung 6 vertikal bewegt werden. Somit sind der Rückwendungsab­ schnitt B1 und der Halteabschnitt B3 der Heftvorrichtung 3 in bezug auf den Nähmaschinentisch T unabhängig vonein­ ander vertikal beweglich.
In der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform kann die Stoffvorschubeinrichtung C zu­ sammenzunähende Materialien (einen Basisstoff 1 und einen Saumstoff 2) halten und diese längs der Achse der Näh­ richtung H vorwärts und rückwärts bewegen.
Nun wird mit Bezug auf die Fig. 6 und 7 die Funktionswei­ se der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert.
Die Stoffvorschubeinrichtung C (in den Fig. 6 und 7 nicht gezeigt), die die Materialien (den Basisstoff 1 und den Saumstoff 2) hält, bewegt sich in Nährichtung H. Wenn sie die Nähmaschine M3 erreicht, wie in Fig. 6(a) gezeigt ist, betätigt die Maschine M3 eine der beiden Nadeln, die der Position entspricht, an der die Unternaht X ausgebil­ det werden soll, um die Unternaht X herzustellen. In diesem Unternaht-Herstellungsvorgang ist die Heftvorrich­ tung B über den Nähmaschinentisch T angehoben, um einen Kontakt mit den Nähmaterialien zu verhindern.
Nach der Herstellung der Unternaht X werden die Nähmate­ rialien durch die Stoffvorschubeinrichtung in entgegenge­ setzter Richtung bewegt und zur Nähstartposition zurück­ geführt. Vor der erneuten Bewegung der Nähmaterialien wird die Heftvorrichtung B abgesenkt und auf dem Nähtisch T angeordnet. Folglich wird ein Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs 2 durch den Rückwendungsabschnitt B1 der Heft­ vorrichtung B zurückgewendet und durch den Halteabschnitt B3 gehalten (Fig. 6(b)).
Dann steht die (nicht gezeigte) Faltplatte D wie in Fig. 7(a) gezeigt so vor, daß der andere Seitenkantenab­ schnitt des Saumstoffs 2 über den einen Seitenkantenab­ schnitt, der bereits durch die Heftvorrichtung B gefaltet worden ist, gefaltet wird. Somit wird der Saumstoff 2 in drei Schichten gefaltet.
Wenn der Saumstoff 2 auf die obenbeschriebene Weise ge­ faltet worden ist, werden die Nähmaterialien durch die Stoffvorschubeinrichtung C erneut in Nährichtung H be­ wegt. Vor der erneuten Bewegung der Nähmaterialien wird jedoch der Rückwendungsabschnitt B1 der Heftvorrichtung B durch den Zylinder über den Nähtisch T hochgehoben, damit die Bewegung der Nähmaterialien nicht behindert wird.
Wenn die Nähmaterialien in Nährichtung bewegt werden, betätigt die Nähmaschine M3 die andere Nähnadel, die der Position entspricht, an der eine Obernaht Y ausgebildet werden soll, um diese Obernaht Y herzustellen. Auf diese Weise wird der Saum auf einer Seite ausgebildet. Danach werden die Nähmaterialien (der Nähstoff 1 und ein Saum­ stoff 2 an vorgegebenen gegenüberliegenden Positionen angeordnet und durch die Stoffvorschubeinrichtung C ge­ halten. Ähnlich wie in der obenbeschriebenen Nähoperation werden eine weitere Unternaht X und eine weitere Obernaht Y auf einer weiteren Seite der Nähmaterialien ausgebil­ det.
Bei diesem Nähvorgang bildet das Mittelmesser E der Näh­ maschine im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a. Danach bewegt die Stoffvorschubeinrichtung C die Nähmaterialien zum Eckmessermechanismus F, wo im Basisstoff 1 Ecköffnungen 1b ausgebildet werden, wie sie in Fig. 20(d) gezeigt sind. Damit ist die Reihe der Nähvorgänge abgeschlossen.
In den Fig. 8 bis 12 ist eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Saumherstellungsvorrichtung gezeigt. Ahnliche Teile, die funktional denjenigen entsprechen, die mit Bezug auf die erste und die zweite Ausführungs­ form beschrieben worden sind, sind mit den gleichen Be­ zugszeichen bezeichnet.
In Fig. 8 bezeichnet das Bezugszeichen A einen Nahther­ stellungsmechanismus. Der Nahtherstellungsmechanismus A enthält vier Nähmaschinen M4, M5, M6 und M7 des Einzelna­ deltyps, wovon jede eine einzige Nähnadel N besitzt. Die Nähmaschinen sind in Nährichtung H auf einem Nähmaschi­ nentisch T hintereinander angeordnet.
Die Positionen der Nähnadeln N der Nähmaschinen M4, M5, M6 und M7 entsprechen den Positionen, an denen dann, wenn die Stoffvorschubeinrichtung C einen Basisstoff und zwei Saumstoffe 2 in Nährichtung H bewegt,′ eine erste und eine zweite Unternaht X1 bzw. X2 sowie eine erste und eine zweite Obernaht Y1 bzw. Y2 ausgebildet werden sollen.
In der dritten Ausführungsform stellen die Nähmaschine M4 die erste Unternaht X1, die Nähmaschine M5 die zweite Unternaht X2, die Nähmaschine M6 die erste Obernaht Y1 und die Nähmaschine M7 die zweite Obernaht Y2 her.
Das Bezugszeichen B in Fig. 8 bezeichnet eine Heftvor­ richtung, die eine erste Heftvorrichtung Bc zum Rückwen­ den eines Saumstoffs 2a sowie eine zweite Heftvorrichtung Bd zum Rückwenden eines weiteren Saumstoffs 2b enthält. Wie in Fig. 8 gezeigt, sind die erste und die zweite Heftvorrichtung Bc bzw. Bd symmetrisch konfiguriert. Die erste Heftvorrichtung Bc ist mit der Nähmaschine M6 über eine Hebeeinrichtung 6 verbunden, die der obenbeschriebe­ nen Hebeeinrichtung ähnlich ist, während die zweite Heft­ vorrichtung Bd mit der Nähmaschine M7 über eine weitere Hebeeinrichtung 6 verbunden ist.
Nun wird mit Bezug auf die Fig. 9 bis 12 die Funktions­ weise der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Die Stoffvorschubeinrichtung C (in den Fig. 9 bis 12 nicht gezeigt), die die zusammenzunähenden Materialien (einen Basisstoff 1 und zwei Saumstoffe 2) hält, bewegt sich in Nährichtung H. Wenn die Nähmaterialien die Nähma­ schine M4 erreichen, wie in Fig. 9(a) gezeigt ist, bildet die Nähmaschine M4 die erste Unternaht X1. Wenn die Näh­ materialien durch die Stoffvorschubeinrichtung C zur Nähmaschine M5 bewegt werden, wie in Fig. 9(b) gezeigt ist, bildet die Nähmaschine M5 die zweite Unternaht X2.
Wenn dann die Nähmaterialien durch die Stoffvorschubein­ richtung C zur Nähmaschine M6 bewegt werden, wird ein Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs 2a durch die erste Heftvorrichtung Bc über den anderen Seitenkantenabschnitt gefaltet, wie in Fig. 10(a) gezeigt ist, wobei die Falt­ platte D vorsteht, um den Saumstoff 2a in drei Schichten zu falten, wie in Fig. 10(b) gezeigt ist. Danach werden die Nähmaterialien zur Nähmaschine M6 bewegt. Die Nähma­ schine M6 näht den Saumstoff 2a, der in drei Schichten gefaltet ist, um die erste Obernaht Y1 herzustellen, wie in Fig. 11(a) gezeigt ist.
Wenn dann die Nähmaterialien durch die Stoffvorschubein­ richtung C zur zweiten Heftvorrichtung Bd bewegt werden, wie in Fig. 11(b) gezeigt ist, wird ein Seitenkantenab­ schnitt des anderen Saumstoffs 2b durch die zweite Heft­ vorrichtung Bd über den anderen Seitenkantenabschnitt gefaltet, wobei die Faltplatte C vorsteht, um den Saum­ stoff 2b in drei Schichten zu falten, wie in Fig. 12(a) gezeigt ist. Anschließend werden die Nähmaterialien zur Nähmaschine M7 bewegt. Die Nähmaschine M7 näht den Saum­ stoff 2b, der in drei Schichten gefaltet ist, um die zweite Obernaht Y2 herzustellen, wie in Fig. 12(b) ge­ zeigt ist.
Bei diesem Vorgang arbeitet das Mittelmesser E der Nähma­ schine M7 in der Weise, daß im Basisstoff 1 eine Öffnung ausgeschnitten wird. Die Nähmaterialien werden durch die Stoffvorschubeinrichtung C bewegt und am Eckmessermecha­ nismus F angeordnet. Der Eckmessermechanismus F arbeitet in der Weise, daß er Ecköffnungen 1b ausbildet, wie sie in Fig. 20(d) dargestellt sind. Damit ist die Reihe der Nähvorgänge abgeschlossen.
In den Fig. 13 bis 15 ist eine vierte Ausführungsform der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung gezeigt. Ähnliche Teile, die funktional denen ent­ sprechen, die mit Bezug auf die obigen Ausführungsformen beschrieben worden sind, sind mit den gleichen Bezugszei­ chen bezeichnet.
In Fig. 13 bezeichnet das Bezugszeichen A einen Nahther­ stellungsmechanismus. Der Mechanismus A enthält zwei Nähmaschinen M8 und M9 des Zweinadeltyps, wovon jede zwei Nähnadeln besitzt, die um eine vorgegebene Strecke in der zur Nährichtung H senkrechten Richtung W beabstandet sind.
Der Abstand zwischen den beiden Nähnadeln der Nähmaschine M8 ist so gewählt, daß er der Strecke zwischen zwei der vier Nähte, d. h. der ersten und der zweiten Unternaht X1 bzw. X2 und der ersten und der zweiten Obernaht Y1 bzw. Y2 entspricht. Der Abstand zwischen den beiden Nähnadeln der Nähmaschine M9 ist so gewählt, daß er der Strecke zwischen den verbleibenden der vier Nähte entspricht. In der vierten Ausführungsform ist der Abstand zwischen den zwei Nähnadeln der Nähmaschine M8 im wesentlichen gleich der Strecke zwischen der ersten und der zweiten Unternaht X1 bzw. X2, während der Abstand zwischen den beiden Näh­ nadeln der Nähmaschine M9 im wesentlichen gleich der Strecke zwischen der ersten und der zweiten Obernaht Y1 bzw. Y2 ist. Ein Mittelmesser E ist in der Nähmaschine M9 dazu vorgesehen, im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a auszu­ bilden.
Das Bezugszeichen B in Fig. 13 bezeichnet eine Heftvor­ richtung. Die Heftvorrichtung B enthält einen rechten und einen linken Rückwendungsabschnitt B1 sowie einen rechten und einen linken Halteabschnitt B3, die symmetrisch so angeordnet sind, daß ein Seitenkantenabschnitt jedes der beiden Saumstoffe 2a und 2b über den entsprechenden ande­ ren Seitenkantenabschnitt gefaltet wird. Somit ist die in Fig. 13 gezeigte Heftvorrichtung B durch eine Kombination der in Fig. 8 gezeigten Heftvorrichtung Bc und Bd gebil­ det.
Nun wird mit Bezug auf die Fig. 14 und 15 die Funktions­ weise der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Durch die Vorschubeinrichtung C (in den Fig. 14 und 15 nicht gezeigt) werden die Nähmaterialien (ein Basisstoff 1 und zwei Saumstoffe 2a und 2b) bewegt. Wenn die Nähma­ terialien die Nähmaschine M8 erreichen, wie in Fig. 14(a) erreicht ist, bildet die Nähmaschine M8 eine erste Unter­ naht X1 und eine zweite Unternaht X2.
Wenn dann die Nähmaterialien durch die Stoffvorschubein­ richtung C zur Heftvorrichtung B bewegt werden, wird ein Seitenkantenabschnitt jedes Saumstoffs 2a bzw. 2b über den jeweiligen anderen Seitenkantenabschnitt gefaltet (Fig. 14(b)). Die Faltplatten D stehen so vor, daß jeder der Saumstoffe 2a und 2b in drei Schichten gefaltet wird (Fig. 15(a)).
Wenn dann die Nähmaterialien durch die Stoffvorschubein­ richtung C zur Nähmaschine M9 bewegt werden, bildet die Nähmaschine M9 die erste Obernaht Y1 und die zweite Ober­ naht Y2 (Fig. 15(b)). Während der Nähoperation der Nähma­ schine M9 wird das Mittelmesser E so betätigt, daß im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a ausgebildet wird.
Danach werden die Nähmaterialien durch die Stoffvorschub­ einrichtung C am Eckmessermechanismus F positioniert. Der Eckmessermechanismus F wird so betätigt, daß Ecköffnungen 1b erzeugt werden (Fig. 20(d)). Damit ist die Reihe der Nähvorgänge abgeschlossen.
In den Fig. 16 bis 18 ist eine fünfte Ausführungsform der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung gezeigt. Ähnliche Teile, die funktional denen ent­ sprechen, die mit Bezug auf die ersten bis vierten Aus­ führungsformen erläutert worden sind, sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
In Fig. 16 bezeichnet das Bezugszeichen A einen Nahther­ stellungsmechanismus. Der Mechanismus A enthält eine Nähmaschine vom Viernadeltyp mit vier Nähnadeln, die in der zur Nährichtung H senkrechten Richtung W je nach Bedarf beabstandet sind.
Die Positionen der vier Nähnadeln sind derart, daß der Abstand zwischen zwei der vier Nähnadeln im wesentlichen der Strecke zwischen der ersten Unternaht X1 und der zweiten Unternaht X2 entspricht, während der Abstand zwischen den beiden verbleibenden der vier Nähnadeln im wesentlichen gleich der Strecke zwischen der ersten Ober­ naht Y1 und der zweiten Obernaht Y2 ist. Mit anderen Worten, die Positionen der ersten zwei Nähnadeln entspre­ chen den jeweiligen Positionen, an denen die erste bzw. die zweite Unternaht X1 bzw. X2 ausgebildet werden sol­ len, wenn ein Basisstoff 1 und zwei Saumstoffe 2a und 2b durch die Stoffvorschubeinrichtung C bewegt werden, wäh­ rend die Positionen der beiden verbleibenden Nähnadeln jeweils den Positionen entsprechen, an denen die erste Obernaht Y1 bzw. die zweite Obernaht Y2 ausgebildet wer­ den.
Zwei der vier Nähnadeln (die im folgenden, falls dies möglich ist, als "erstes Paar von Nähnadeln" bezeichnet werden) werden als Einheit betätigt, um jeweils vorgege­ bene Nähte herzustellen, während die beiden verbleibenden Nähnadeln (die im folgenden, falls dies möglich ist, als "zweites Paar von Nähnadeln" bezeichnet werden) als wei­ tere Einheit betätigt werden, um vorgegebene Nähte zu bilden. Genauer werden zwei Nähnadeln als Einheit für die Herstellung der ersten und der zweiten Unternaht X1 bzw. X2 betätigt, während die beiden verbleibenden Nähnadeln als weitere Einheit für die Herstellung der ersten und der zweiten Obernaht Y1 bzw. Y2 betätigt werden. An der Nähmaschine M10 ist ein Mittelmesser E vorgesehen, mit dem im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a ausgebildet wird.
Das Bezugszeichen B in Fig. 16 bezeichnet eine Heftvor­ richtung, die sich in Nährichtung erstreckt. Die Heftvor­ richtung B enthält einen vorderen Teil Ba mit einem rech­ ten und einem linken Rückwendungsabschnitt B1, die symme­ trisch konfiguriert sind. Die Heftvorrichtung B enthält außerdem einen hinteren Teil Bb mit einem rechten und einem linken Halteabschnitt B3, die ebenfalls symmetrisch konfiguriert sind, so daß ein Seitenkantenabschnitt jedes der beiden Saumstoffe 2a bzw. 2b über den jeweiligen anderen Seitenkantenabschnitt gefaltet wird. Der vordere Teil Ba mit den Rückwendungsabschnitten B1 ist auf einer Seite der Nähnadeln der Nähmaschine vorgesehen, während der hintere Teil Bb mit den Halteabschnitten B3 auf der anderen Seite der Nähnadeln vorgesehen ist. Der vordere Teil Ba und der hintere Teil Bb sind in bezug auf den Nähmaschinentisch T vertikal beweglich (Fig. 5(b)).
Nun wird mit Bezug auf die Fig. 17 und 18 die Funktions­ weise der Saumherstellungsvorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Die Nähmaterialien (ein Basisstoff 1 und zwei Saumstoffe 2) werden durch die Stoffvorschubeinrichtung C (in den Fig. 17 und 18 nicht gezeigt) in Nährichtung H bewegt. Wenn die Nähmaterialien die Nähmaschine M10 erreichen, werden die ersten beiden Nähnadeln der Nähmaschine M10 so betätigt, daß eine erste und eine zweite Unternaht X1 bzw. X2 hergestellt werden, wie in Fig. 17(a) gezeigt ist. Bei diesem Nähvorgang ist die Heftvorrichtung B vom Nähtisch T hochgehoben, damit die Bewegung der Nähmate­ rialien nicht behindert wird.
Nach der Herstellung der ersten und der zweiten Unternaht X1 bzw. X2 werden die Nähmaterialien durch die Stoffvor­ schubeinrichtung C in entgegengesetzter Richtung bewegt, d. h. daß sie zur Anfangsposition zurückgeführt werden. Vor dieser Bewegung der Nähmaterialien wird jedoch die Heftvorrichtung B auf den Nähtisch T gesetzt, so daß ein Seitenkantenabschnitt jedes Saumstoffs 2 über den jewei­ ligen anderen Seitenkantenabschnitt gefaltet wird.
Dann werden die Faltplatten D so vorgeschoben, daß der eine Seitenkantenabschnitt jedes der Saumstoffe 2, der gefaltet worden ist, über den anderen Seitenkantenab­ schnitt gefaltet wird. Danach werden die Nähmaterialien, die in drei Schichten gefaltet worden sind, durch die Stoffvorschubeinrichtung C erneut in Nährichtung H be­ wegt. Vor der Bewegung der Nähmaterialien wird der vorde­ re Teil Ba mit den Rückwendungsabschnitten B1 vom Näh­ tisch T hochgehoben, um eine Behinderung der Bewegung der Nähmaterialien zu verhindern.
Während der Bewegung der Nähmaterialien in Nährichtung H arbeiten die zweiten Nähnadeln der Nähmaschine M10 in der Weise, daß die erste und die zweite Obernaht Y1 bzw. Y2 hergestellt werden, wie in Fig. 18(b) gezeigt ist. Wäh­ rend des Nähvorgangs der ersten Obernaht Y1 und der zwei­ ten Obernaht Y2 wird das Mittelmesser E der Nähmaschine M10 so betätigt, daß im Basisstoff 1 eine Öffnung 1a ausgebildet wird.
Danach werden die Nähmaterialien durch die Stoffvorschub­ einrichtung C bewegt und am Eckmessermechanismus F ange­ ordnet. Der Eckmessermechanismus F wird so betätigt, daß im Basisstoff 1 Ecköffnungen 1b geschaffen werden, wie in Fig. 20(c) gezeigt ist. Damit ist die Reihe der Nähvor­ gänge beendet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Reihe von Nähvorgängen bei stets flach gehaltenem Basisstoff ausge­ führt werden. Darüber hinaus können erfindungsgemäß eine Unternaht und eine Obernaht an den korrekten Positionen hergestellt werden, mit denen stets qualitativ hochwer­ tige Säume produziert werden können.
Die obige Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist zum Zweck der Erläuterung gegeben worden. Es ist nicht beabsichtigt, die Erfindung damit erschöpfend zu beschreiben oder auf die genaue offenbarte Form einzuschränken, vielmehr sind Abwandlun­ gen und Veränderungen im Lichte der obigen Lehren möglich oder ergeben sich aus der praktischen Umsetzung der Er­ findung. Die Ausführungsformen wurden so gewählt und beschrieben, daß die Prinzipien der Erfindung und deren praktische Anwendung deutlich werden, so daß der Fachmann die Erfindung in vielen verschiedenen Ausführungen mit verschiedenen Abwandlungen für den besonderen in Betracht gezogenen Gebrauch übernehmen kann. Es ist beabsichtigt, daß der Umfang der Erfindung lediglich durch die beige­ fügten Patentansprüche definiert ist.

Claims (19)

1. Saumherstellungsvorrichtung, die einen Basisstoff (1) und einen Saumstoff (2) zusammennäht, mit
einer Stoffvorschubeinrichtung (C), die den Ba­ sisstoff (1) und den Saumstoff (2) hält und in einer Nährichtung (H) bewegt,
gekennzeichnet durch
einen Nahtherstellungsmechanismus (A) mit zwei Nähnadeln (N), der eine Unternaht (X) und eine Obernaht (Y) herstellt, wobei die zwei Nähnadeln (N) auf dem Saum­ stoff (2) an Positionen angeordnet sind, an denen die Unternaht (X) und die Obernaht (Y) genäht werden sollen,
eine Heftvorrichtung (B), die einen ersten Sei­ tenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) über einen zweiten Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) faltet, und
eine Faltplatte (D), die den zweiten Seitenkan­ tenabschnitt des Saumstoffs (2) über den ersten Seiten­ kantenabschnitt faltet, so daß die Heftvorrichtung (B) und die Faltplatte (D) den Saumstoff (2) in der Weise falten, daß sich drei übereinander befindliche Stoff­ schichten ergeben.
2. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisstoff (1) und der Saumstoff (2) mittels der Unternaht (X) zusammengenäht werden, wobei die Unter­ naht (X) in einen vorgegebenen Abstand von der Kante des Saumstoffs (2) hergestellt wird.
3. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) mittels der Obernaht (Y) am Basisstoff (1) angenäht wird, wobei die Obernaht (Y) um eine vorgegebene Strecke von der Unternaht (X) beabstandet und zu dieser parallel ist.
4. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nahtherstellungsmechanismus (A) eine erste und eine zweite Nähmaschine (M1, M2) vom Einzelnadeltyp enthält, wobei die erste Nähmaschine (M1) eine einzige Nadel (N) enthält, die sich an einer der Unternaht (X) entsprechenden Position befindet, und die zweite Nähma­ schine (N2) eine einzige Nadel (N) enthält, die sich an einer der Obernaht (Y) entsprechenden Position befindet.
5. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nahtherstellungsmechanismus (A) eine Nähma­ schine (M3) des Zweinadeltyps mit zwei Nadeln (N) ent­ hält, wobei die zwei Nähnadeln (N) voneinander in einer zur Nährichtung (H) senkrechten Richtung (W) um eine vorgegebene Strecke beabstandet sind, und
die vorgegebene Strecke zwischen den zwei Nähna­ deln (N) einem Abstand zwischen der Unternaht (X) und der Obernaht (Y) entspricht.
6. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heftvorrichtung (B) ent­ hält:
einen Boden mit einem gestuften Abschnitt,
einen erhöhten Abschnitt (R), der durch den ge­ stuften Abschnitt geschaffen wird und sich in Nährichtung (H) erstreckt,
einen Rückwendungsabschnitt (B1), der durch den erhöhten Abschnitt (R) in einer zur Nährichtung (H) senk­ rechten Richtung (W) gebildet wird,
einen Halteabschnitt (B3), der einen flachen Abschnitt (L) enthält, der sich auf der Oberseite des erhöhten Abschnitts (R) befindet,
eine Einrichtung (C), die ein Stoffstück (2) rückwärts bewegt und einen Endabschnitt des Stoffstücks (2) am Rückwendungsabschnitt (B1) in Anschlag bringt, wobei der eine Endabschnitt ausgehend von einem weiteren Endabschnitt des Stoffstücks (2) allmählich über eine obere Fläche des Stoffstücks (2) gefaltet wird, und
eine Einrichtung (C), die das Stoffstück (2) zum Halteabschnitt (B3) befördert, der die Faltung des Stoff­ stücks (2) aufrechterhält.
7. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückwendungsabschnitt (B1) und der Halteab­ schnitt (B3) voneinander getrennt ausgebildet sind.
8. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückwendungsabschnitt (B1) und der Halteab­ schnitt (B3) in zwei in axialer Richtung symmetrische Teile unterteilt sind.
9. Saumherstellungsvorrichtung, die einen Basisstoff (1) und zwei Saumstoffe (2) zusammennäht, mit
einer Stoffvorschubeinrichtung (C), die den Ba­ sisstoff (1) und die beiden Saumstoffe (2) hält, wobei die beiden Saumstoffe (2) auf dem Basisstoff (1) parallel zueinander und um eine vorgegebene Strecke beabstandet angeordnet sind, und die den Basisstoff (1) und die Saum­ stoffe (2) in einer Nährichtung (H) bewegt, gekennzeichnet durch
einen Nahtherstellungsmechanismus (A) mit vier Nähnadeln (N), mit denen eine erste und eine zweite Un­ ternaht (X1, X2) sowie eine erste und eine zweite Ober­ naht (Y1, Y2) hergestellt werden, wobei sich die vier Nähnadeln (N) auf den Saumstoffen (2) an Positionen be­ finden, die den gewünschten Positionen der ersten und der zweiten Unternaht (X1, X2) bzw. der ersten und der zwei­ ten Obernaht (Y1, Y2) entsprechen,
eine Heftvorrichtung (B), die einen ersten Sei­ tenkantenabschnitt jedes Saumstoffs (2) längs einer ent­ sprechenden der ersten und zweiten Unternähte (X1, X2) über einen zweiten Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) faltet, und
eine Faltplatte (D), die den zweiten Seitenkan­ tenabschnitt des Saumstoffs (2) über den ersten Seiten­ kantenabschnitt faltet, so daß die Heftvorrichtung (B) und die Faltplatte (D) jeden Saumstoff (2) in der Weise falten, daß drei Stoffschichten geschaffen werden.
10. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder der Saumstoffe am Basisstoff (1) mit der ersten bzw. der zweiten Unternaht (X1, X2) angenäht wird,
die Saumstoffe (2) auf dem Basisstoff (1) mit einem vorgegebenen Abstand zwischen den Saumstoffen (2) nebeneinander angeordnet sind und
die erste und die zweite Unternaht (X1, X2) in einem vorgegebenen Abstand von den Kanten der Saumstoffe (2) ausgebildet werden.
11. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Seitenkantenabschnitt jedes Saumstoffs (2) mit der jeweiligen Obernaht (Y1, Y2) am Basisstoff (1) angenäht wird und
die erste und die zweite Obernaht (Y1, Y2) von der ersten bzw. der zweiten Unternaht (X1, X2) um eine vorgegebene Strecke beabstandet und zu diesen parallel sind.
12. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Nahtherstellungsmechanismus (A) eine erste und eine zweite Nähmaschine (M8, M9) des Zweinadeltyps enthält, wovon jede zwei Nähnadeln (N) enthält, die in einer zur Nährichtung (H) senkrechten Richtung (W) um eine vorgegebene Strecke beabstandet sind.
13. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorgegebene Strecke zwischen den beiden Näh­ nadeln (N) der ersten Nähmaschine (M8) des Zweinadeltyps einem Abstand zwischen einer ersten Doppelsaumkombination aus einer die erste und die zweite Unternaht (X1, X2) sowie die erste und die zweite Obernaht (Y1, Y2) enthal­ tenden Gruppe entspricht, und
die vorgegebene Strecke zwischen den zwei Nähna­ deln (N) der zweiten Nähmaschine (M9) des Zweinadeltyps einem Abstand zwischen einer zweiten Doppelsaumkombina­ tion aus der aus der ersten und der zweiten Unternaht (X1, X2) sowie der ersten und der zweiten Obernaht (Y1, Y2) bestehenden Gruppe entspricht.
14. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Doppelsaumkombination die erste und die zweite Obernaht (Y1, Y2) enthält.
15. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Doppelsaumkombination die erste und die zweite Obernaht (Y1, Y2) enthält.
16. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Heftvorrichtung (B) ent­ hält:
einen Boden mit einem gestuften Abschnitt,
einen erhöhten Abschnitt (R), der durch den ge­ stuften Abschnitt geschaffen wird und sich in Nährichtung (H) erstreckt,
einen Rückwendungsabschnitt (B1), der durch den erhöhten Abschnitt (R) in einer zur Nährichtung (H) senk­ rechten Richtung (W) gebildet ist,
einen Halteabschnitt (B3), der einen flachen Abschnitt (L) auf der Oberseite des erhöhten Abschnitts (R) enthält,
eine Einrichtung (C), die ein Stoffstück (2) rückwärts bewegt und einen Endabschnitt des Stoffstücks (2) am Rückwendungsabschnitt (B1) in Anschlag bringt, wobei der eine Endabschnitt ausgehend von einem weiteren Ende des Stoffstücks allmählich über eine obere Fläche des Stoffstücks (2) gefaltet wird, und
eine Einrichtung (C), die das Stoffstück (2) zum Halteabschnitt (B3) befördert, der die Faltung des Stoff­ stücks (2) aufrechterhält.
17. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückwendungsabschnitt (B1) und der Halteab­ schnitt (B3) voneinander getrennt sind.
18. Saumherstellungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückwendungsabschnitt (B1) und der Halteab­ schnitt (B3) in axialer Richtung in symmetrische Teile unterteilt sind.
19. Saumherstellungsvorrichtung, die einen Basisstoff (1) und einen Saumstoff (2) miteinander vernäht, mit
einer Stoffvorschubeinrichtung (C), die den Ba­ sisstoff (1) und den Saumstoff (2) hält in einer Nährich­ tung (H) bewegt, gekennzeichnet durch
einen Nahtherstellungsmechanismus (A) mit mehre­ ren Nähnadeln (N), der eine Unternaht (X) und eine Ober­ naht (Y) herstellt, wobei sich die mehreren Nadeln (N) auf dem Saumstoff (2) an Positionen befinden, die den gewünschten Positionen der Unternaht (X) und der Obernaht (Y) entsprechen,
eine Heftvorrichtung (B), die einen ersten Sei­ tenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) über einen zweiten Seitenkantenabschnitt des Saumstoffs (2) faltet, und
eine Faltplatte (D), die den zweiten Seitenkan­ tenabschnitt des Saumstoffs (2) über den ersten Seiten­ kantenabschnitt, der in der Heftvorrichtung (B) gefaltet worden ist, faltet, so daß ein Saumstoff (2) mit drei Schichten geschaffen wird.
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