DE19511878A1 - Elektrischer Tastschalter - Google Patents
Elektrischer TastschalterInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H21/00—Switches operated by an operating part in the form of a pivotable member acted upon directly by a solid body, e.g. by a hand
- H01H21/02—Details
- H01H21/18—Movable parts; Contacts mounted thereon
- H01H21/22—Operating parts, e.g. handle
-
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01H2231/00—Applications
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischer Tastschal
ter mit einem Schaltelemente aufnehmenden Gehäuse und minde
stens einer selbsttätig rückstellenden sowie außermittig ge
lagerten Taste mit einem auf die Schaltelemente einwirkenden
Schaltfinger.
Aus dem DE 71 38 974 U1 ist ein derartiger elektrischer Tast
schalter bekannt. Hierbei ist eine Taste in einem Gehäuse
vertieft eingesetzt. Die Lagerung der Taste erfolgt über eine
außermittige Drehachse die sich durch die Seitenwände der Ta
ste und des Gehäuses erstreckt. Zwischen den senkrecht und
parallel zur Drehachse ausgerichteten Seitenwänden der Taste
und dem Gehäuse ist stets ein großer, die Toleranzen ausglei
chender Spalt vorhanden. Der Spalt ist erforderlich, um ein
leichtgängiges Schalten zu ermöglichen. Beim Betätigen der
Taste ändern die drehachsparallelen Spalte außerdem noch ihre
Größe. Durch die Spalte können sehr leicht Schmutz und Fremd
körper in den Tastschalter gelangen. Die flache Ausgestaltung
der Taste läßt es nur zu, die Taste nur aus einer Richtung zu
betätigen. Dieser Negativeffekt wird noch dadurch verstärkt,
daß die Taste tief im Gehäuse eingebettet ist bei einem tie
fen Gehäuse ist die Montage des Tastschalters aufwendig und
teuer, da die im Gehäuse einliegenden Teile umständlich ein
zulegen sind. Die Taste bietet weiterhin keine eindeutige
Angriffsfläche für eine Betätigungskraft. Die Betätigungs
kraft muß senkrecht zum Gehäuse eingeleitet werden, damit das
Schalten auch eindeutig erfolgt. Insofern sind für die Posi
tionierung eines solchen Tastschalters eindeutige Grenzen ge
setzt. Er bietet durch seine Ausgestaltung nicht die Möglich
keit des universelleren Einsatzes und nicht den Komfort einer
unterschiedlichen, das gleiche Ergebnis erzielenden Bedie
nung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen
Tastschalter der eingangs genannten Art zu schaffen, der ei
nen hohen Bedienungskomfort bei gleichzeitig einfachem Aufbau
und kostengünstiger Herstellung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß die Ta
ste einen mit zwei gegenüberliegenden Betätigungsflächen ver
sehenen Betätigungswulst aufweist der annähernd achsparallel
zum Tastenlager ausgerichtet ist, wobei die auf der Seite des
Tastenlagers etwa parallel zum Gehäuse eingeleitete Betäti
gungskraft die gleiche Wirkrichtung auf die Taste hat wie die
auf der gegenüberliegenden Seite etwa senkrecht zum Gehäuse
eingeleitete Betätigungskraft.
Durch diese Maßnahme wird ein hoher Bedienkomfort erreicht,
der es ermöglicht, den elektrische Tastschalter aus unter
schiedlichen Richtungen zu betätigen. Es sind keine aufwen
digen Umlenkgetriebe erforderlich, um die Richtung der Betä
tigungskräfte auf die Wirkrichtung der Taste anzupassen, was
sich äußerst kostengünstige auswirkt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Tastschalter derart im Bereich eines Lenkrades eines Kraft
fahrzeuges befestigt, daß eine den Lenkkranz des Lenkrades
umgreifende Hand mit ihrem Daumen auf die eine Betätigungs
fläche und mit ihren Fingern auf die andere Betätigungsfläche
der Taste einwirken kann. Da die Hand den Lenkkranz des Lenk
rades umgreift, kann sie sich abstützen. Das richtige Dosie
ren der erforderlichen Betätigungskraft ist sonach sehr
leicht möglich. Analog den Möglichkeiten der natürlichen Be
wegung der Finger bzw. des Daumens wird die Betätigungskraft
eingeleitet, wobei bei der Betätigung des Tastschalters der
Griff um den Lenkkranz nicht gelöst werden muß. Vielmehr er
folgt eine engere Umschließung des Lenkkranzes durch den die
Betätigung ausführenden Finger bzw. Daumen.
Um den körperlichen Gegebenheiten unter Berücksichtigung der
Ausrichtung der Gelenke der Finger und des Daumens zu ent
sprechen, ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Er
findung der Tastschalter derart dem Lenkkranz zugeordnet, daß
der Betätigungswulst hinter dem Lenkkranz annähernd parallel
und zurückversetzt zu dem Lenkkranz verläuft. Dies gewährlei
stet eine optimale Zuordnung der Betätigungsflächen der Taste
zu den Fingern bzw. dem Daumen.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung
ist das Gehäuse fest mit dem Lenkrad verbunden, wobei die Be
tätigungsflächen der Taste durch ein Blendenloch in der die
Lenkradnabe umgebenden Lenkradschüssel hindurchragen und im
Bereich der Taste keine Lenkradspeichen vorgesehen sind.
Hierdurch wird immer ein Gegenüberliegen von Fingern und Dau
men in Bezug zu den Bedienflächen gewährleistet. Dreht sich
das von den Händen geführte Lenkrad, so wird die Taste mit
gleichem Winkel mitgedreht. Selbst in kritischen Situationen
ist das Betätigen der Taste möglich, ohne die Hand vom Lenk
rad zu lösen. Der freie Blick auf die Taste ist sicherge
stellt.
Wird das Lenkrad um einen großen Winkelbereich verschwenkt,
so soll nach dem Zurückschwenken des Lenkrades wieder eine
eindeutige und sichere Zuordnung der Taste zu den Fingern
bzw. dem Daumen gewährleitet sein, ohne daß dazu eine Inau
genscheinnahme der Taste erforderlich ist. Zweckmäßigerweise
befindet sich daher die Taste zwischen zwei Lenkradspeichen
des Lenkrades.
Bevorzugt ist ferner vorgesehen, daß die dem Bediener zuge
wandte Betätigungsfläche der Taste eine Symbolfläche besitzt,
die durch ein unterhalb der Taste angeordnetes Leuchtelement
beleuchtbar ist. Gerade in der Phase, in der sich ein Bedie
ner an eine Tastenkombination gewöhnen muß oder ein in der
Kombination ungeübter Bediener das Lenkrad in der Hand hält,
wird durch das Anzeigen der Schaltfunktion eine Fehlbedienung
vermieden. Hilfreich ist es, wenn zweckmäßigerweise die Betä
tigungsflächen der Taste taktile Symbole aufweisen. Ohne In
augenscheinnahme der Taste erkennt der Bediener zweifelsfrei
die Funktion die der Taste zugeordnet ist.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist im Gehäuse eine
der oder den Tasten zugewandte Gehäuseöffnung vorhanden, die
von der oder den Tasten überdeckt wird, wobei jede Taste
drehbeweglich an mindestens einer gehäusefesten Lagerlasche
befestigt ist, und gehäusefeste Schwenkanschläge den Schwenk
bereich der Taste festlegen. Die Überdeckung der Gehäuseöff
nung durch die Taste bzw. die Tasten verhindert das Eindrin
gen von Schmutz in den elektrischen Tastschalter. Zugleich
baut bei gleicher Tastenfläche das Gehäuse kleiner.
An den Tasten und/oder dem Gehäuse sind nach einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung Dichtblenden ange
formt die den Spalt zwischen dem Gehäuse und der jeweiligen
Taste überbrücken. Dies stellt eine weiterreichende Sicher
heit vor Verschmutzung dar. Auch wird das nicht gewollte Ab
strahlen von Licht verhindert, das von dem im Gehäuse vorhan
denen Leuchtelement abgestrahlt wird.
Damit der elektrische Tastschalter leicht im elektrischen
Schaltbild geändert werden kann oder durch Austausch von Ein
zelteilen sowohl elektrisch als auch mechanisch verändert
werden kann, ist bevorzugt im Gehäuse eine mit elektrischen
Leitungen verbundene Kontakteinheit vorgesehen und zwischen
dem Gehäuse und der Taste eine die Rückstellung der Taste be
wirkende Federeinheit eingespannt.
Zweckmäßigerweise ist die Kontakteinheit eine mindestens ein
Leuchtelement tragende Leiterplatte, auf der der Taste zuge
wandt eine die elektrische Überbrückung bewirkende und die
Taste zurückstellende Schnappscheibe aufliegt. Bei der Ver
wendung von Leiterplatten ist die Anpassung an geänderte
Strompfade sehr leicht möglich, da die Kontur der Leiterplat
te immer identisch bleiben kann. Lediglich durch Ändern des
Leiterplattenlayouts lassen sich die Strompfade und somit das
Schaltbild ändern. Selbst durch das Entfernen oder Hinzufügen
von elektrischen Brücken zwischen den Pfaden ist die Anpas
sung möglich. Dies ist bereits mit einer automatischen Ferti
gungsstraße möglich, in der sowohl die Leuchtelemente als
auch die Schnappscheibe eingesetzt werden können. Die Leuch
telemente und eventuell erforderliche Widerstände werden po
sitioniert und elektrisch verbunden. Die Schnappscheiben wer
den lediglich positioniert.
Die Anzahl der Teile und damit die Teilekosten und die Monta
gekosten sollen möglichst gering sein. Um dies zu erreichen,
wirkt bevorzugt der an der Taste angeordnete Schaltfinger auf
die Schnappscheibe ein, und diese schließt oder öffnet bei
Betätigung die Strompfade auf der Leiterplatte, wobei nach
Beendigung der Betätigungskraft die Taste unter der Federwir
kung der Schnappscheibe ihre Ausgangsstellung einnimmt.
Damit die Endmontage preisgünstig wird, ist die Qualität der
zusammengehörenden Funktionsteile zu überprüfen und bereits
vor der Endmontage sicherzustellen. Weiterhin sollen bei die
ser Fertigungstiefe Fehlmontagen und Fehlsteckungen oder
nicht korrekt ausgeführte Einsteckungen der Anschlüsse ver
mieden werden. Dies wird zweckmäßigerweise dadurch erreicht,
daß das mindestens zwei Tasten aufnehmende Gehäuse über elek
trische Leitungen als eine Anschlußstecker aufweisende Schal
tereinheit ausgebildet ist.
Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nach
folgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles,
das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht auf ein Lenkrad eines Kraftfahrzeuges
mit erfindungsgemäßen elektrischen Tastschaltern,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Lenkrad gemäß Fig. 1 in
Richtung der Pfeile II-II,
Fig. 3 eine Ansicht auf das Lenkrad gemäß Fig. 1 in Rich
tung des Pfeiles III mit ausgebrochenem Lenkrad
kranz,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht auf eine aus elektri
schen Tastschaltern nach der Erfindung zusammenge
setzte Schaltereinheit,
Fig. 5 einen Schnitt durch einen unbetätigten elektrischen
Tastschalter gemäß Fig. 4, entlang der Linie V-V und
Fig. 6 den elektrischen Tastschalter gemäß Fig. 5 im betä
tigten Zustand.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Lenkrad 1 dargestellt, dem eine
Schaltereinheit 2 zugeordnet ist. Hinter dem Lenkrad 1 liegt
der Lenkstock 3, in dem die Lenksäule 4 gelagert ist, an de
ren Ende sich das Lenkrad 1 befindet. Konzentrisch zum Lenk
rad 1 ist die Lenkradnabe 5 angeordnet, die die Lenkradschüs
sel 6 umgibt. Die Lenkradschüssel 6 nimmt den Airbag, den Hu
penkontakt und ein elektrisches Verbindungssystem auf, durch
das der Kontakt vom drehenden Lenkrad 1 zum feststehenden
Lenkstock 3 übertragen wird. Das Lenkrad 1 besitzt einen
Lenkkranz 7, der über Lenkradspeichen 8 mit der die Lenkrad
nabe 5 umgebenen Lenkradschüssel 6 verbunden ist. Die Schal
tereinheit 2, die in der Lenkradschüssel 6 angeordnet ist,
besteht aus zwei Tastschaltern 9, von denen an jeder Seite
des Lenkrades 1 einer angeordnet ist. Jeder der Tastschalter
9 besitzt drei Tasten 10, die nebeneinander und vom Bediener
aus sichtbar angeordnet sind.
Der Tastschalter 9 weist ein annähernd rechteckförmiges Ge
häuse 11 mit Schmalseiten 12 und Längsseiten 13 auf. An ge
genüberliegenden Ecken des Gehäuses 11 ist zwischen je einer
Schmalseite 12 und einer Längsseite 13 ein Befestigungs
flansch 14 mit einem eingelassenen Befestigungsloch 15 ange
formt. Zur Versteifung des Befestigungsflansches 14 befindet
sich eine Strebe 16 zwischen dem Befestigungsflansch 14 und
der Schmalseite 12. Das Gehäuse 11 ist an seiner Basis 17
breiter ausgeführt als die Tasten 10. Über eine umlaufende
Schräge 18 ist die Gehäusewand 19 zurückgesetzt, die an der
der Basis 17 des Gehäuses 11 abgewandten Seite die gleiche
Breite wie die Taste 10 hat. Ein Sockel 20 ist von der Seite
der Basis 17 in das Gehäuse 11 eingesetzt und dort befestigt.
Der Sockel 20 deckt nicht die ganze Öffnung an der Basis 17
des Gehäuses 11 ab. Durch einen ausgesparten Freiraum 22 füh
ren elektrische Leitungen 23 hindurch. Für jede Taste 10 sind
am Sockel zwei Lagerlaschen 21 angespritzt. Die Lagerlaschen
21 besitzen eine L-Form und setzen damit das Tastenlager 24
außermittig zum Gehäuse 11. Die zwei für eine Taste 10 vor
handenen Lagerlaschen 21 sind soweit voneinander beabstandet,
daß sie die Taste 10 auch axial führen. Auf der Innenseite 25
des Sockels 20 befinden sich Schaltelemente 26, die sowohl
für das elektrische als auch das mechanische Schalten vorge
sehen sind. Über die Schaltelemente 26 wird die Taste 10
selbsttätig zurückgestellt. Die Taste 10 nimmt dadurch im un
betätigten Zustand die Stellung ein, die in Fig. 5 darge
stellt ist. Die Taste 10 besitzt auf der dem Gehäuse 11 ge
genüberliegenden Seite einen Tastenhohlraum 27, der von einem
an einer Tastenwand 28 angespritzten Schaltfinger 29
durchragt wird. Ringsum ist der Tastenhohlraum 27 vom Tasten
rand 31 begrenzt, der der Gehäusewand 19 des Gehäuses 1 ge
genüberliegt. Der Schaltfinger 29 ist im Querschnitt rund und
trägt an seinem dem Gehäuse 11 zugewandten Ende einen Schalt
kegel 65, mit dem der Schaltvorgang punktgenau eingeleitet
wird.
Jede Taste 10 weist einen Betätigungswulst 30 auf, der annä
hernd achsparallel zum Tastenlager 24 ausgerichtet und von
diesem beabstandet ist. Die von dem Tastenrand 31 beidseitig
zum Betätigungswulst 30 verlaufenden Flächen sind die Betäti
gungsflächen 32 und 33. Die Betätigungsflächen 32 und 33 ver
laufen wie der Betätigungswulst 30 annähernd achsparallel zum
Tastenlager 24. Senkrecht zum Tastenlager 24 und vom umlau
fenden Tastenrand 31 ausgehend liegen ebenfalls senkrecht zu
den Betätigungsflächen 32 und 33 Tastenschenkel 34 vor. An
jedem Tastenschenkel 34 schließt sich ein Lagerflansch 35 an,
in den eine Flanschbohrung 36 eingelassen ist. Ein an der La
gerlasche 21 befestigter Lagerzapfen 37 liegt in der Flansch
bohrung 36 ein. Das Tastenlager 24 ist zum Tastenrand 31 ver
schoben und weist von diesem etwa einen Abstand von einem
viertel der Länge der Schmalseiten 12 auf. Zwischen dem Ta
stenrand 31 und der Gehäuseoberseite 38 befindet sich ein
Spalt 39. Die gehäusefeste Lagerlasche 21 ist so hoch ausge
führt, daß sich das Tastenlager 24 etwa mittig auf der Höhe
des Spaltes 39 befindet. In die Betätigungsflächen 32 und 33
sind, um eine bessere Griffigkeit zu erreichen, leichte
Griffmulden 40 eingelassen, aus denen die Fingerspitzen bzw.
die Daumenspitze beim Bedienen nicht abrutschen. Die Tast
schalter 9 sind so am Lenkrad 1 befestigt, daß die vom Daumen
41 eingeleitete Betätigungskraft 42 auf die dem Tastenlager
24 gegenüberliegenden Betätigungsfläche 32 einwirkt, und zwar
annähernd senkrecht zum Gehäuse 11. Die von den Fingern 43
eingeleitete Betätigungskraft 44 wirkt auf die Betätigungs
fläche 33, die sich auf der Seite des Tastenlagers 24 befin
det und sich vom Tastenrand 31 bis zum Betätigungswulst 30
erstreckt. Die Ausdehnung der Betätigungsfläche 32 geht vom
Tastenrand 31 bis hin zum Betätigungswulst 30, jedoch gegen
über der Betätigungsfläche 33. Die Anordnung der Betätigungs
flächen 32 und 33 mit dem dazwischen angeordneten Betäti
gungswulst 30 ist in etwa V-förmig, wobei sich jedoch der Be
tätigungswulst 30 außermittig auf der Taste 10 mehr in Rich
tung des Tastenlagers 24 befindet.
Über die Befestigungsflansche 14 ist das Gehäuse 11 des Tast
schalters 9 im Bereich des Lenkrades 1 befestigt. Die Befe
stigung erfolgt so, daß die den Lenkkranz 7 umgreifende Hand
mit ihren Fingern 43 vor der Betätigungsfläche 33 und der
Daumen 41 vor der Betätigungsfläche 32 liegt und somit die
Betätigungskraft 42 bzw. 44 eingeleitet werden kann. Die gün
stigste Anordnung ist dann gegeben wenn der Betätigungswulst
30 annähernd parallel zum Lenkkranz 7 auf der Höhe der Rück
seite 45 des Lenkkranzes 7 vorliegt. Die Rückseite 45 des
Lenkkranzes 7 ist die dem Bediener abgewandte Seite des Lenk
rades 1.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse 11
fest mit dem Lenkrad 1 verbunden. Somit dreht sich der Tast
schalter 9 mit dem Lenkrad 1 mit. Das Lenkrad 1 ist im Be
reich seiner Lenkradnabe 5 von einer Lenkradschüssel 6 umge
ben, die sich ebenfalls mit dem Lenkrad 1 mitdreht. In der
Lenkradschüssel 6 ist ein Blendenloch 46, das lediglich so
groß ist, daß die Tasten 10 des Tastschalters 9 mit ihren Be
tätigungsflächen 32 und 33 und ihrem Betätigungswulst 30 dort
hindurchragen und frei beweglich sind. Die Lenkradschüssel 6
deckt auch den über die Tasten 10 hinausragenden Bereich des
Gehäuses 11 mit den daran angeordneten Befestigungsflanschen
14 ab. Die Befestigung des Tastschalters 9 am Lenkrad 1 er
folgt immer an einer Stelle, an der keine Lenkradspeichen 8
vor den Tasten 10 des Tastschalters 9 liegen.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, besitzt das Lenkrad 1 insge
samt vier Lenkradspeichen 8. Der Abstand zwischen zwei Lenk
radspeichen 8 ist so ausgelegt, daß die Tasten 10 des Tasten
schalters 9 direkt zwischen den beiden Lenkradspeichen 8 hin
durchschauen. Dadurch hat der Bediener freien Einblick auf
die Tasten 10 bzw. auf die Betätigungsflächen 32. Auf die Be
tätigungsflächen 32 ist jeweils ein Symbol 47 aufgebrach, das
einen Hinweis auf die Funktion der zugehörigen Taste 10 gibt.
Damit der Bediener auch im Dunkeln einen Hinweis auf die
Funktion der Taste 10 erhält, ist in die Betätigungsfläche 32
der Taste 10 eine durchscheinende Symbolfläche 48 eingelas
sen. Im Innern des Tastschalters 9 ist auf einer Leiterplatte
49 ein Leuchtelement 50 in Form einer LED aufgebracht. Wird
das Leuchtelement 50 aktiviert, so strahlt das Licht auch
durch die Symbolfläche 48 in der Taste 10. Im unbeleuchteten
Zustand der Taste 10 wird das Erkennen der Schaltfunktion
durch auf den Betätigungsflächen 32 und 33 aufgebrachte tak
tile Symbole (nicht dargestellt) ermöglicht.
Den Tasten 10 zugewandt befindet sich im Gehäuse 11 eine Ge
häuseöffnung 51 die von den Gehäusewänden 19 umschlossen ist.
Die nebeneinander angeordneten Tasten 10 überdecken die ge
samte Gehäuseöffnung 51. Zwischen den einzelnen Tasten 10
bleibt immer ein Tastenspalt 52 frei, damit die Tasten 10
nicht aneinander reiben. Die Tastenlager 24 sind parallel zu
den Längsseiten 13 des Gehäuses 11 ausgerichtet. Um die Ta
stenlager 24 schwenken die Tasten 10 um einen begrenzten Win
kel, der durch Schwenkanschläge 52 und 53 festgelegt ist. Das
Wegschwenken der Taste 10 vom Gehäuse 11 wird durch den als
Anschlag dienenden Schwenkriegel 52 begrenzt. Dabei greift
ein an der Gehäusewand 19 im Bereich der Gehäuseöffnung 51
angebrachter, nach innen gerichteter Riegelzapfen 54 in ein
Riegellangloch 55 ein, das in eine im Tastenhohlraum 27 an
der Taste 10 angeformte Dichtblende 56 eingelassen ist. Bei
der Anlage der Riegelkante 57 am Riegelzapfen 54 ist die
Grenze des Ausschwenkbereiches erreicht. Das Einschwenken der
Taste 10 wird durch das Auftreffen des Schaltfingers 29 unter
Zwischenschaltung der Schnappscheibe 58 auf die Leiterplatte
49 begrenzt.
An den Tasten 10 sind parallel zu den Längsseiten des Gehäu
ses 11 im Tastenhohlraum 27 Dichtblenden 56 angespritzt, die,
so lang sind, daß sie bis in die Gehäuseöffnung 51 eintauchen
und somit den Spalt 39 zwischen der Gehäuseoberseite 38 und
dem Tastenrand 31 überdecken. Das von dem Leuchtelement 50
abgestrahlte Licht kann daher nicht aus dem Gehäuse 11 über
den Spalt 39 austreten. Im Bereich des Riegelzapfens 54 hat
die Dichtblende 56 einen Durchbruch, nämlich das Riegellang
loch 55, durch den Licht hindurchdringen kann. Um das zu ver
hindern, ist in diesem Bereich am Gehäuse 11 eine das Riegel
langloch 55 überdeckende weitere Dichtblende 59 vorhanden.
Im Gehäuse 11 des Tastschalters 9 ist eine Kontakteinheit 60
angeordnet. Die Kontakteinheit 60 umfaßt eine Leiterplatte
49, eine Schnappscheibe 58 und das Leuchtelement 50. Über an
der Leiterplatte 50 angelötete elektrische Leitungen 23, wel
che durch den Freiraum 22 aus dem Gehäuse 11 herausgeführt
sind, ist der Tastschalter 9 an das Bordnetz eines Kraftfahr
zeuges anschließbar. Wirkt eine der Betätigungskräfte 42, 44
auf die Taste 10 ein, so schwenkt diese entgegen der Kraft
der im Gehäuse 11 angeordneten Federeinheit 61 um das Tasten
lager 24. Der Schaltfinger 29 drückt die bereits leicht vor
gespannte Federeinheit 61 zusammen. Da die Federeinheit 61
gleichzeitig die Schnappscheibe 58 ist, schnappt diese um und
verbindet oder unterbricht Strompfade auf der Leiterplatte 49
(Fig. 6). Die Taste 10 wird durch die gleichzeitig als Fe
dereinheit 61 dienende Schnappscheibe 58 nach dem Wegfall der
Betätigungskraft 42 oder 44 selbsttätig in ihre Ausgangslage
(Fig. 5) zurückgeschwenkt.
Die Fig. 4 zeigt eine Schaltereinheit 2, die aus zwei Tast
schaltern 9 besteht. Jeder der Tastschalter 9 trägt drei Ta
sten 10, von denen je zwei Tasten 10 mit einem Symbol 47 ver
sehen sind. Von dem linken Tastschalter 9 verlaufen elektri
sche Leitungen 23 zu dem rechten Tastschalter 9. Im rechten
Tastschalter 9 sind die Leitungen 23 auf der Leiterplatte 49
verbunden. Aus dem rechten Tastschalter 9 abgehende Anschluß
leitungen 63 enden in Anschlußsteckern 64, mit denen die
Schaltereinheit 2 an ein Bordnetz angeschlossen wird.
Claims (13)
1. Elektrischer Tastschalter mit einem Schaltelemente auf
nehmenden Gehäuse und mindestens einer selbsttätig
rückstellenden sowie außermittig gelagerten Taste mit
einem auf die Schaltelemente einwirkenden Schaltfinger,
dadurch gekennzeichnet, daß die Taste (10) einen mit
zwei gegenüberliegenden Betätigungsflächen (32, 33)
versehenen Betätigungswulst (30) aufweist, der annä
hernd achsparallel zum Tastenlager (24) ausgerichtet
ist, wobei die auf der Seite des Tastenlagers (24) etwa
parallel zum Gehäuse (11) eingeleitete Betätigungskraft
(44) die gleiche Wirkrichtung auf die Taste (10) hat
wie die auf der gegenüberliegenden Seite etwa senkrecht
zum Gehäuse (11) eingeleitete Betätigungskraft (42).
2. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Tastschalter derart im Bereich
eines Lenkrades (1) eines Kraftfahrzeuges befestigt
ist, daß eine den Lenkkranz (7) des Lenkrades (1) um
greifende Hand mit ihrem Daumen auf die eine Betäti
gungsfläche (32) und mit ihrem Finger auf die andere
Betätigungsfläche (33) der Taste (10) einwirken kann.
3. Elektrischer Tastschalter nach dem Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tastschalter derart dem
Lenkkranz (7) zugeordnet ist daß der Betätigungswulst
(30) hinter dem Lenkkranz (7) annähernd parallel und
zurückversetzt an dem Lenkkranz (7) verläuft.
4. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Gehäuse (11) fest
mit dem Lenkrad (1) verbunden ist, wobei die Betäti
gungsflächen (32, 33) der Taste (10) durch ein Blenden
loch (46) in der die Lenkradnabe (5) umgebenden Lenk
radschüssel (6) hindurchragen und im Bereich der Taste
(10) keine Lenkradspeichen (8) vorgesehen sind.
5. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Taste (10) sich
zwischen zwei Lenkradspeichen (8) des Lenkrades (1) be
findet.
6. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Bediener zu
gewandte Betätigungsfläche (32) der Taste (10) eine
Symbolfläche (48) besitzt, die durch ein unterhalb der
Taste (10) angeordnetes Leuchtelement (50) beleuchtbar
ist.
7. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsflä
chen (32, 33) der Taste (10) taktile Symbole aufweisen.
8. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (11) ei
ne der oder den Tasten (10) zugewandte Gehäuseöffnung
(51) vorhanden ist, die von der oder den Tasten (10)
überdeckt wird, wobei jede Taste (10) an mindestens ei
ner gehäusefesten Lagerlasche (21) drehbeweglich befe
stigt ist, und gehäusefeste Schwenkanschläge (52, 53)
den Schwenkbereich der Taste (10) festlegen.
9. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den Tasten (10)
und/oder dem Gehäuse (11) Dichtblenden (56, 59) ange
formt sind die den Spalt (39) zwischen dem Gehäuse (11)
und der jeweiligen Taste (10) überbrücken.
10. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (11) eine
mit elektrischen Leitungen (23) verbundene Kontaktein
heit (60) vorgesehen und zwischen dem Gehäuse (11) und
der Taste (10) eine die Rückstellung der Taste (10) be
wirkende Federeinheit (61) eingespannt ist.
11. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakteinheit
(60) eine mindestens ein Leuchtelement (50) tragende
Leiterplatte (49) ist, auf der der Taste (10) zugewandt
eine die elektrische Überbrückung bewirkende und die
Taste (10) zurückstellende Schnappscheibe (58) auf
liegt.
12. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Taste
(10) angeordnete Schaltfinger (29) auf die Schnapp
scheibe (58) einwirkt und diese bei Betätigung die
Strompfade auf der Leiterplatte (49) schließt oder öff
net, wobei nach Beendigung der Betätigungskraft (42,
44) die Taste (10) unter der Federwirkung der Schnapp
scheibe (58) ihre Ausgangsstellung einnimmt.
13. Elektrischer Tastschalter nach einem der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens zwei
Tasten (10) aufnehmende Gehäuse (11) über elektrische
Leitungen (23, 63) als eine Anschlußstecker (64) auf
weisende Schaltereinheit (2) ausgebildet ist.
Priority Applications (5)
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