DE19508383A1 - Bauelement mit Verzahnungselementen und mindestens einem durchgehenden Kanal - Google Patents
Bauelement mit Verzahnungselementen und mindestens einem durchgehenden KanalInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bauelement, insbesondere in
Quaderform, aus Stein, Beton oder einem anderen steinarti
gen Werkstoff zum Erstellen von Wänden, mit sowohl an den
Stoß- als auch an den Lagerflächen angebrachten Verzah
nungselementen zur Sicherung der rage aneinandergrenzender
Bauelemente und mit mindestens einem lotrechten,
durchgehenden Kanal innerhalb des Bauelements.
Aus der deutschen Patentschrift 14 09 139 sind derartige
Bauelemente bekannt. Sie haben an den Stoß- und Lagerflä
chen als Verzahnungselemente eine Nut bzw. Feder und sind
zum Errichten von geschoßhohen Wänden in Trockenbauweise
vorgesehen. Die Bauelemente haben lotrechte durchgehende
Hohlräume, die mit Beton, losem Füllmaterial, Armie
rungseisen gefüllt werden können oder zum Durchführen von
Abflußrohren dienen. Die Verzahnung besteht aus einer oder
mehreren parallel zur vorgesehenen Wand verlaufenden Nuten
bzw. Federn. Eine Verschiebung der Bauelemente senkrecht
zur Wand wird damit vermieden, aber die Bauelemente lassen
sich gegenseitig längs der Wand verschieben.
Sollen in der Wand Zu- oder Abflußrohre oder Kabel verlegt
werden, so muß beim Errichten der Wand sorgfältig darauf
geachtet werden, daß die Kanäle übereinanderliegender Bau
elemente miteinander fluchten. Diese Ausrichtung erfordert
einen relativ hohen Zeitaufwand und ist für den Laien kaum
zufriedenstellend zu lösen.
Die DE 43 34 377 A1 beschreibt einen Bausatz für ein in
ein Mauerwerk integriertes Elektrosystem. Der Bausatz
besteht aus Steinen mit vertikalen Kanälen, den sogenann
ten Vertikalleitungssteinen, sowie Steinen mit horizonta
len Kanälen, den sogenannten Horizontalleitungssteinen und
Steinen mit sowohl horizontal als auch vertikal verlaufen
den Kanälen, die ineinander münden, den sogenannten Ver
teiler/Gerätesteinen. Mit diesen Steinen soll die Arbeit
von Elektrikern erleichtert werden, die bei herkömmlicher
Arbeitsweise zur Installation von Kabeln zunächst Schlitze
aus dem Mauerwerk ausbrechen, dann die Kabel in die
Schlitze einlegen, fixieren und schließlich die Schlitze
wieder mit Mörtel ausfugen müssen. Die aus der
Offenlegungsschrift bekannten Bauelemente haben jedoch den
Nachteil, daß beim Einbau dieser Leitungssteine sehr genau
gearbeitet werden muß, denn die durchgehenden Kanäle müs
sen genau miteinander fluchten. Da die bekannten Bauele
mente keine Verzahnungselemente an den Stoß- und Lager
flächen aufweisen, sind sie beim Erstellen der Wand manu
ell Stein für Stein genau zu justieren.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Er
richten von Wänden mit dem eingangs genannten Bauelement
erheblich zu erleichtern. Sowohl der Maurer als auch der
Elektriker soll die Arbeiten in kürzerer Zeit durchführen
können. Außerdem soll es auch für Laien möglich sein, auf
schnelle, einfache und unkomplizierte Weise eine Wand mit
den Bauelementen zu errichten und dabei problemlos eine
fluchtende Ausrichtung der durchgehenden Kanäle zu errei
chen.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Bauelement
dadurch gelöst, daß sowohl die Verschiebung parallel zur
vorgesehenen Wand als auch in der dazu senkrechten
(seitlichen) Richtung verhindernde Verzahnungselemente der
Lagerflächen und ein konstanter Abstand der lotrechten Ka
näle zu den jeweils benachbarten Verzahnungselementen vor
gesehen sind.
Im Gegensatz zum Stand der Technik lassen sich die erfin
dungsgemäßen Bauelemente in Längsrichtung der vorgesehenen
Wand nicht verschieben. Die Verzahnungselemente aufeinan
derliegender Bauelemente rasten erst dann ein, wenn die
lotrechten durchgehenden Kanäle genau fluchtend ausgerich
tet sind. Auch beim Mauern im Verband werden die lotrech
ten Kanäle der einzelnen Bauelemente gleichsam selbsttätig
miteinander fluchtend ausgerichtet.
Erfindungsgemäß werden also folgende Vorteile erreicht.
Der Maurer kann in kürzester Zeit eine Wand errichten.
Beim Verlegen der elektrischen Leitung ist es nicht mehr
notwendig, Schlitze zu stemmen. Es reicht aus, an zwei
Stellen der Wand jeweils ein Loch auszustemmen, um die Ka
bel durch die Kanäle innerhalb der Bauelemente zu führen.
Durch die einfache, gleichsam selbsttätige Ausrichtung der
durchgehenden Kanäle ist es auch dem Laien möglich,
schnell und sicher eine Wand mit diesen Bauelementen zu
errichten und zu verkabeln.
Des weiteren wird vorgeschlagen, daß die Verzahnungsele
mente als Nut und Feder ausgebildet sind und daß die an
den Lagerflächen vorgesehenen Nuten bzw. Federn sich kreu
zen und insbesondere im rechten Winkel zueinander liegen.
Alternativ oder in Kombination damit können die Verzah
nungselemente auch als halbkugelförmige Vorsprünge und
entsprechende Vertiefungen ausgebildet sein.
Eine horizontale Leitungsführung wird in einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung durch einen pa
rallel zur Lagerfläche und zur vorgesehenen Wand verlau
fenden durchgehenden Kanal innerhalb des Bauelements er
möglicht.
Die erfindungsgemäßen Bauelemente lassen sich universell
einsetzen. Insbesondere werden dazu unterschiedlich lange
Steine mit ein, zwei oder drei im gleichen Abstand zuein
ander, längs der vorgesehenen Wand ausgerichteten,
lotrechten durchgehenden Kanälen innerhalb des Bauelements
vorgeschlagen.
Als Begrenzungssteine (Anfangs- und Endsteine) für die
Wand sind Bauelemente vorgesehen, bei denen nur eine der
beiden Stoßflächen Verzahnungselemente aufweist und die
andere Stoßfläche glatt ist.
Zum Mauern von Ecken sind Bauelemente der erfindungsgemä
ßen Art vorteilhaft, die eine L-Form in Draufsicht haben.
Mit den erfindungsgemäßen Bauelement lassen sich nicht nur
ebene Wände mit rechteckigen Öffnungen mauern, sondern
auch Tür- und Fensterbögen sowie sonstige Öffnungen mit
gekrümmten Begrenzungen. Dazu sind erfindungsgemäß Bauele
mente mit ebenen, nichtparallelen Stoßflächen und gekrümm
ten Lagerflächen vorgesehen.
Die erfindungsgemäßen Bauelemente sind besonders gut ge
eignet, um Wände im Dünnbettverfahren, also durch Aufbrin
gen eines dünnen Leimfilms, zu errichten. Sie können aber
auch mit üblichem Mörtel oder auch in Trockenbauweise ein
gesetzt werden, wie es in der bereits genannten deutschen
Patentschrift 14 09 139 beschrieben ist.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an
hand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Bauele
ments in einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Bauelement nach Fig. 1,
Fig. 3 Eine Draufsicht auf ein Bauelement mit nur einem
lotrechten Kanal,
Fig. 4 eine Seitenansicht zweier Bauelemente mit je
vier lotrechten Kanälen,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Bauelements mit drei
lotrechten Kanälen,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Bauelements mit zwei
lotrechten Kanälen,
Fig. 7 eine Vorderansicht auf die Stoßfläche eines Bau
elements nach den Fig. 1 bis 6,
Fig. 8 eine Seitenansicht auf einen Anfangsstein,
Fig. 9 eine Seitenansicht auf einen Endstein,
Fig. 10 eine Draufsicht auf einen Eckstein,
Fig. 11 eine Draufsicht auf einen Eckstein nach Fig.
10, wobei Nut und Feder an den Stoßflächen ver
tauscht sind,
Fig. 12 eine Seitenansicht auf zwei Bauelemente mit
halbkugelförmigen Verzahnungselementen und
Fig. 13 eine Draufsicht auf ein solches Bauelement.
In allen Zeichnungen haben gleiche Bezugszeichen die glei
che Bedeutung und werden daher gegebenenfalls nur einmal
erläutert.
Das in Fig. 1 in perspektivischer Ansicht dargestellte
Beispiel für ein erfindungsgemäßes Bauelement hat im we
sentlichen eine Quaderform. Die Fläche der mit solchen
Bauelementen zu errichtenden Wand wird von glatten Seiten
flächen 1, 2 gebildet. Die obere Lagerfläche 3 hat eine in
Längsrichtung verlaufende Nut 4 und zwei Quernuten 5, die
das Bauelement in zwei Segmente gleicher Länge untertei
len. Die Nuten 4 und 5 verlaufen über die gesamte Breite
bzw. Länge des Bauelements.
Auf der gegenüberliegenden, in Fig. 1 unteren Lagerflä
che 6 sind komplementärer Weise zwei Querstege 7 und ein
Längssteg 8 angebracht, die mit den Nuten der oberen La
gerfläche 3 eines unter diesem Bauelement angeordneten
weiteren Bauelements nach Art von Nut und Feder zusammen
wirken können.
Eine weitere Nut- und Federverbindung ist an den Stoßflä
chen 9 und 10 des Bauelements verwirklicht. Die Stoßfläche
9 trägt eine Feder 11, die in eine entsprechende Nut 12
der Stoßfläche 10 eines angrenzenden Bauelements eingrei
fen kann.
Jedes der drei, von den Quernuten 5 begrenzten Segmente
wird von einem lotrechten Kanal 13 durchzogen. Das Bauele
ment hat außerdem einen horizontalen, also parallel zu den
Lagerflächen 3, 6 verlaufenden Kanal 14. Die Bezeichnungen
"lotrecht" und "horizontal" beziehen sich auf die Einbau
lage des Bauelementes, wobei die Lagerfläche 3 oben und
die Lagerfläche 6 unten liegt. Jeder lotrechte Kanal 13
hat den gleichen Abstand zu den entsprechenden Nuten 5 und
12.
Vorzugsweise kreuzen sich die lotrechten Kanäle 13 mit dem
horizontalen Kanal 14 und sind auf diese Weise miteinander
verbunden, damit eine abgewinkelte Führung der elektri
schen Leitungen möglich ist.
In gleicher Weise wie das Bauelement nach den Fig. 1
und 2 sind auch Bauelemente mit nur einem oder drei Seg
menten möglich. Fig. 2 zeigt ein entsprechendes Bauele
ment mit drei Segmenten und Fig. 3 ein Bauelement mit nur
einem Segment, in beiden Fällen in Draufsicht.
Fig. 4 zeigt, wie die Bauelemente in Verbundbauweise auf
einandergesetzt werden. Die unteren Querstege 7 des oberen
Bauelements liegen dann in den oberen Quernuten 5 des un
teren Bauelements ein. Da die lotrechten Kanäle 13 immer
den gleichen Abstand zu den benachbarten Quernuten 5 und
der Längsnut 12 haben, bilden die lotrechten Kanäle 13 der
aufeinandergelegten Bauelemente jeweils einen durchgehen
den fluchtenden Kanal. Eine manuelle Ausrichtung der auf
einanderliegenden Bauelemente ist auch bei Verbundbauweise
nicht notwendig.
Die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils ein Bauelement mit drei
und mit zwei Segmenten in Seitenansicht. Jedes Segment ist
in gleicher Weise wie die bisher beschriebenen Bauelemente
aufgebaut, so das sich auch hier beim versetzten Auf
einanderlegen von Bauelementen unterschiedlicher Länge
durchgehende lotrechte Kanäle ergeben.
Fig. 7 zeigt die Vorderansicht, also die Stoßfläche der
Bauelemente nach den bisherigen Figuren.
Zur Begrenzung der mit den erfindungsgemäßen Bauelemente
zu errichtenden Mauer sind Anfangs- und Endsteine vorteil
haft, die in Seitenansicht in den Fig. 8 und 9 darge
stellt sind. Das Bauelement nach Fig. 8 hat eine glatte
Stoßfläche 9 ohne Feder und bildet z. B. einen Anfangs
stein. Das Bauelement nach Fig. 9 hat dagegen an seiner
Stoßfläche 9 die Feder 11, aber eine glatte Stoßfläche 10
ohne Nut 12.
Im Rahmen der Erfindung liegen auch gewinkelte Bauele
mente, wie sie z. B. in den Fig. 10 und 11 in Drauf
sicht dargestellt sind. Sie ermöglichen ein einfaches und
schnelles Mauern von Ecken.
Die Verzahnungen der erfindungsgemäßen Bauelemente können
auch in anderer Weise als mit langgestreckten Nuten und
Federn ausgebildet sein. So zeigt Fig. 12 ein weiteres
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bauelementes,
bei dem die Verzahnungselemente aus halbkugelförmigen Vor
sprüngen 15 und Vertiefungen 16 gebildet werden. In Fig.
13 ist die Draufsicht dargestellt.
Bezugszeichenliste
1 glatte Seitenfläche
2 glatte Seitenfläche
3 obere Lagerfläche
4 Nut (Längsnut)
5 Quernut
6 untere Lagerfläche
7 Quersteg (Feder)
8 Längssteg (Feder)
9 Stoßfläche
10 Stoßfläche
11 Feder
12 Nut
13 lotrechter Kanal
14 horizontaler Kanal
15 Vorsprung
16 Vertiefung
2 glatte Seitenfläche
3 obere Lagerfläche
4 Nut (Längsnut)
5 Quernut
6 untere Lagerfläche
7 Quersteg (Feder)
8 Längssteg (Feder)
9 Stoßfläche
10 Stoßfläche
11 Feder
12 Nut
13 lotrechter Kanal
14 horizontaler Kanal
15 Vorsprung
16 Vertiefung
Claims (9)
1. Bauelement, insbesondere in Quaderform, aus Stein,
Beton oder einem anderen steinartigen Werkstoff zum
Erstellen von Wänden, mit sowohl an den Stoß- als
auch an den Lagerflächen angebrachten Verzahnungsele
menten (4, 5, 7, 8, 15, 16) zur Sicherung der Lage
aneinandergrenzender Bauelemente und mit mindestens
einem lotrechten, durchgehenden Kanal innerhalb des
Bauelements,
gekennzeichnet durch
sowohl die Verschiebung parallel zur vorgesehenen
Wand als auch in der dazu senkrechten (seitlichen)
Richtung verhindernde Verzahnungselemente (4, 5, 7,
8, 15, 16) der Lagerflächen (3, 6) und einen kon
stanten Abstand der lotrechten Kanäle (13) zu den je
weils benachbarten Verzahnungselementen.
2. Bauelement nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzahnungselemente als Nut (4, 5, 10) und
Feder (7, 8, 11) ausgebildet sind und daß die an den
Lagerflächen (3, 6) vorgesehenen Nuten (4, 5) bzw.
Federn (7, 8) sich kreuzen und insbesondere im rech
ten Winkel zueinander liegen.
3. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzahnungselemente als halbkugelförmige Vor
sprünge (15) und entsprechende Vertiefungen (16) aus
gebildet sind.
4. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
einen parallel zur Lagerfläche (3, 6) und zur vorge
sehenen Wand verlaufenden durchgehenden Kanal inner
halb des Bauelements.
5. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ein, zwei oder drei im gleichem Abstand zueinander,
längs der vorgesehenen Wand ausgerichtete, lotrechte
durchgehende Kanäle (13) innerhalb des Bauelements.
6. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur eine der beiden Stoßflächen (9, 10) Verzah
nungselemente (10, 11) aufweist und die andere Stoß
fläche glatt ist.
7. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine L-Form in Draufsicht.
8. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ebene, nichtparallele Stoßflächen und gekrümmte La
gerflächen zum Erstellen von Tür- und Fensterbögen.
9. Verwendung eines Bauelements nach einem der vorherge
henden Ansprüche zum Erstellen von Wänden im Dünn
bettverfahren.
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|---|---|---|---|
| DE1995108383 DE19508383A1 (de) | 1995-03-13 | 1995-03-13 | Bauelement mit Verzahnungselementen und mindestens einem durchgehenden Kanal |
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Publications (1)
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| DE19508383A1 true DE19508383A1 (de) | 1996-09-19 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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