DE19507836C2 - Ottomotor - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ottomotor, der einen, in
einem Kolbenraum eines Zylinders axial verschiebbaren und mit
einem Triebwerk verbundenen, Kolben aufweist, wobei das Trieb
werk mit einer Pleuelstange sowie einer mit dieser verbundenen
Kurbelwelle versehen ist, die in einem Kurbelraum drehbar an
geordnet ist, mit einem Arbeitsspiel von zwei Umdrehungen der
Kurbelwelle in dem Kurbelraum und von vier Takten des Kolbens,
wobei der den oberen Teil des Kolbenraumes bildende Brennraum
nach oben durch einen, ein oder mehrere Einlaß- und Auslaßven
tile sowie eine Zündkerze aufweisenden, Zylinderkopf abge
schlossen ist und der Kolbenraum am äußeren Umfang durch eine
Kolbenlaufbuchse begrenzt und der Innendurchmesser des Zylin
ders in seinem unteren Bereich größer als der Außendurchmesser
der Kolbenlaufbuchse ist, wodurch zwischen beiden ein zu dem
Kurbelraum hin offener Ringkanal ausgebildet ist, in dessen
oberem Abschnitt in der Kolbenlaufbuchse ringförmig und annä
hernd gleichmäßig verteilt Überströmöffnungen in axialer Rich
tung in einer Höhe angeordnet sind, die der Stellung der obe
ren Kante des Kolbens, etwa 10% über dessen unterem Totpunkt,
entspricht.
Durch die US 4 879 974 ist eine Viertaktbrennkraftmaschine be
kannt, die in sechs Zyklen arbeitet. Bei der Brennkraftmaschi
ne ist der Vergaser über ein Rohr mit dem Kurbelraum, der als
ein Kompressionsraum ausgebildet ist, verbunden. An dem Kom
pressionsraum ist ein zu dem Einlaßventil in den Verbrennungs
raum führendes Rohr angeschlossen. Zwischen dem Vergaser und
dem Kompressionsraum sowie zwischen dem Kompressionsraum und
dem Zuführungsrohr zu dem Einlaßventil ist jeweils ein Reed
ventil angeordnet. Im Bereich des unteren Totpunktes des Kol
bens der Brennkraftmaschine weist der Kolbenraum mehrere Kanä
le und Öffnungen auf, über die der Kompressionsraum mit dem
Verbrennungsraum im Bereich des unteren Totpunktes des Kolbens
verbunden ist.
Im ersten Zyklus der Arbeitsweise der Brennkraftmaschine steht
der Kolben im oberen Totpunkt, und es besteht ein Unterdruck
im Kompressionsraum. Das Reedventil zum Vergaser ist geöffnet,
und es strömt über den Vergaser Luft oder ein mageres Gemisch
ein.
Beim zweiten Zyklus erfolgt die Verbrennung im Verbrennungs
raum, und der Kolben wird durch den entstehenden Druck nach
unten geschoben. Dadurch schließt das Reedventil zum Vergaser,
und es öffnet sich das Reedventil zu der Zuführungsleitung zum
Einlaßventil. Die Luft oder das magere Gemisch strömt in die
Zuführungsleitung ein.
Während des dritten Zyklus befindet sich der Kolben in seinem
unteren Totpunkt. Beide Reedventile sind geschlossen, und über
die Kanäle und Schlitze strömt ein Teil der restlichen Luft
oder des mageren Gemisches in den Verbrennungsraum. Das ein
strömende Gas umschließt die Oberseite des Kolbens, wobei das
Abgas über das Auslaßventil aus dem Verbrennungsraum strömt.
In dem anschließenden vierten Zyklus bewegt sich der Kolben
nach oben, und es strömt erneut Luft oder ein Gemisch von dem
Vergaser in den Kompressionsraum. Das restliche Abgas wird
über das noch geöffnete Auslaßventil aus dem Verbrennungsraum
gedrückt.
Spätestens zu Beginn des fünften Zyklus wird mit einem Injek
tor in die Luft oder das Magergemisch in der Zuführungsleitung
Kraftstoff eingespritzt, und es entsteht ein angereichertes
Kraftstoff-Luft-Gemisch.
Das Einlaßventil wird geöffnet, und das angereicherte Kraft
stoff-Luft-Gemisch strömt in den Verbrennungsraum, wobei über
das Reedventil aus dem Kompressionsraum Luft oder Gemisch
nachströmt.
Im sechsten Zyklus strömt weiterhin aus der Zuführungsleitung
über das Einlaßventil ein Gemisch in den Verbrennungsraum ein,
und gleichzeitig strömt über die Kanäle und Schlitze aus dem
Kompressionsraum die Luft oder mageres Gemisch in den unteren
Teil des Verbrennungsraumes und bildet in dem Bereich eine
Schicht aus Luft oder magerem Gemisch.
Es folgt nunmehr der vorstehend beschriebene erste Zyklus.
Bei der bekannten Lösung bilden sich in dem Verbrennungsraum
zwei weitgehend unvermischte Schichten, wobei im oberen Teil
des Verbrennungsraumes die Schicht vor dem Verbrennen aus an
gereichertem Kraftstoff-Luft-Gemisch und nach dem Verbrennen
aus Abgas besteht, während um die Oberseite des Kolbens eine
Schicht aus Luft oder einem mageren Gemisch gebildet ist. Da
durch soll eine weitgehend vollständige Verbrennung des Kraft
stoff-Luft-Gemisches im Verbrennungsraum erreicht werden.
Mit der bekannten Lösung ist jedoch aufgrund der Schichtenbil
dung nur ein relativ geringer Wirkungsgrad der Brennkraftma
schine erreichbar.
Außerdem erfordert die Steuerung der sechs Zyklen der Brenn
kraftmaschine einen relativ hohen Aufwand.
Es ist weiterhin bekannt, die Leistung eines Ottomotors durch
Aufladen noch zu steigern. Die Aufladung kann mit mechanisch
angetriebenen Ladern mit Aufladegebläsen oder durch Abgastur
binen erreicht werden. Damit ist es möglich, die Leistung
eines Motors erheblich zu steigern. Die Aufwendungen für eine
derartige Aufladung sind jedoch sehr hoch und kostenaufwendig.
Der Ottomotor wird durch eine Aufladung mechanisch stark bela
stet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ottomotor ent
sprechend dem Oberbegriff nach Anspruch 1 zu schaffen, bei dem
die Leistung erhöht und dabei die mechanische Belastung durch
eine Kühlung des Kurbelgehäuses und der Wandung des Kolbenrau
mes sowie des Auslaßventiles verringert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß über das
oder die Einlaßventile in dem Brennraum ein Kraftstoff-Luft-
Gemisch als Basisfüllung einströmbar ist und daß in dem Kur
belgehäuse eine den Kurbelraum mit einem Drehschieber verbin
dende Bohrung angeordnet ist und daß der Drehschieber mit Zu
führungen für ein zusätzliches Kraftstoff-Luft-Gemisch sowie
von Spülluft verbunden ist und die Zuführungen in gesteuerter
Weise zu dem Kurbelraum des Kurbelgehäuses öffnet und
schließt, wobei vor der Verbrennung nach Freigabe durch die
obere Kante des Kolbens über den offenen Ringkanal und die
Überströmöffnungen das in dem Kurbelraum verdichtete, zusätz
liche Kraftstoff-Luft-Gemisch dem Kraftstoff-Luft-Gemisch in
dem Brennraum zumischbar ist und wobei nach der Verbrennung
nach Freigabe durch die obere Kante des Kolbens über den offe
nen Ringkanal und die Überströmöffnungen die in dem Kurbelraum
verdichtete Spülluft dem Abgas in dem Brennraum zumischbar
ist.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird erreicht, daß durch das
zusätzliche Kraftstoff-Luft-Gemisch die Literleistung des
Ottomotors erhöht wird. Gleichzeitig wird dessen Laufleistung
verbessert, indem das Kurbelgehäuse und der Kolbenraum gekühlt
sowie die thermische Beanspruchung des Auslaßventiles verrin
gert werden. Die Spülluft sorgt gleichzeitig für eine ständige
Reinigung des Kurbelgehäuses sowie des Brennraumes.
Über den Drehschieber ist die Steuerung der Einströmvorgänge
dabei stabil lösbar.
Zweckmäßigerweise ist die Zuführung für das zusätzliche Kraft
stoff-Luft-Gemisch zu dem Drehschieber als eine Rohrleitung
ausgebildet, die den Drehschieber mit einem Vergaser für das
Gemisch verbindet.
Eine vorteilhafte Lösung besteht dabei darin, daß der Vergaser
für das zusätzliche Kraftstoff-Luft-Gemisch der gleiche Ver
gaser wie der für das frische Kraftstoff-Luft-Gemisch, das dem
Brennraum über das Einlaßventil als Basisfüllung zugeführt
wird, ist. Es ist natürlich auch möglich, einen eigenen Verga
ser vorzusehen.
Die Zuführung für die Spülluft an dem Drehschieber ist eben
falls vorzugsweise als eine Rohrleitung ausgebildet, die mit
der Außenatmosphäre in Verbindung steht und in der ein Luft
filter angeordnet ist.
Zur Verbesserung des Leistungsgewichtes des Ottomotors und zur
Verringerung der Freifläche im Kurbelraum können die Ausspa
rungen der Kurbelwelle mit spezifisch leichten Werkstoffen
ausgefüllt sein.
Um eine gute Steuerung der Einströmvorgänge in den Brennraum
zu erreichen, ist es vorteilhaft, daß die Überströmöffnungen
in der Kolbenlaufbuchse einen sich in Richtung des unteren
Totpunktes des Kolbens verringernden Querschnitt aufweisen.
Zur Erhöhung der Festigkeit können, vorzugsweise bei großen
Motoren, zwischen der Kolbenlaufbuchse und der Innenwand des
Zylinders diese miteinander verbindende, vertikale Stege ange
ordnet sein.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht eines Ottomotors im Schnitt in der
Stellung "Ansaugen",
Fig. 2 den Ottomotor nach Fig. 1 in der Stellung "Verdichten",
Fig. 3 den Ottomotor nach Fig. 1 in der Stellung "Zünden,
Verbrennen",
Fig. 4 den Ottomotor nach Fig. 1 in der Stellung "Ausschie
ben".
In den Fig. 1 bis 4 ist ein als Hubkolbenmaschine ausgebilde
ter Ottomotor mit einem Kolben 3 im Viertaktverfahren darge
stellt. Hierbei umfaßt ein Arbeitsspiel zwei Umdrehungen einer
Kurbelwelle 7. Durch die vier Takte erfolgt das Ansaugen eines
frischen Kraftstoff-Luft-Gemisches über wenigstens ein Einlaß
ventil 10 in einem Brennraum 13, das Verdichten desselben und
im Arbeitstakt das Zünden sowie Verbrennen des verdichteten
Gemisches, wodurch der Kolben 3 nach unten gedrückt wird und
Arbeit verrichtet. Anschließend wird das verbrannte Gas als
Abgas ausgeschoben. Während des Ausschiebens des Abgases B
(Fig. 4) durch den Kolben 3 aus dem Brennraum 13 über wenig
stens ein Auslaßventil 11 wird ein zusätzliches Kraftstoff-
Luft-Gemisch C über einen Drehschieber 15 in das Kurbelgehäuse
6 des Ottomotors gesaugt. Während des Ansaugens eines frischen
Kraftstoff-Luft-Gemisches A über das Einlaßventil 10 in dem
Brennraum 13 wird durch die Abwärtsbewegung des Kolbens 3
(Fig. 1) das zusätzliche Kraftstoff-Luft-Gemisch C im Kurbel
gehäuse 6 vorverdichtet. Vor Erreichen des unteren Totpunktes
gibt der Kolben 3 das Gemisch C frei und drückt es zur zusätz
lichen Ladung in den Brennraum 13.
Während der Verdichtung beider Gemische A; C im Brennraum 13
durch den sich aufwärts, in Richtung seines oberen Totpunktes
bewegenden Kolben 3 (Fig. 2) wird Spülluft D in den Kurbelraum
5 des Kurbelgehäuses 6 gesaugt. Diese wird nach dem Takt
"Zünden, Verbrennen" (Fig. 3) durch die Bewegung des Kolbens 3
in Richtung seines unteren Totpunktes freigegeben und strömt
in den Brennraum 13. Sie vermischt sich mit den Abgasen B,
kühlt diese und wird mit diesen gemeinsam über das Auslaßven
til 11 ausgestoßen. Hierbei ist es zweckmäßig, daß das in das
Kurbelgehäuse 6 gesaugte bzw. atmosphärisch gedrückte Kraft
stoff-Luft-Gemisch C sowie die Spülluft D durch den Kolben 3
zum Strömen in den Brennraum dann freigegeben werden, wenn der
Kolben 3 etwa 90% seines Hubes in Richtung des unteren Tot
punktes zurückgelegt hat.
In den Fig. 1 bis 4 ist ein Ottomotor in seinen vier Stellun
gen dargestellt. In einem Kolbenraum 1 ist der Kolben 3 axial
verschiebbar angeordnet. Er ist mit einem Triebwerk verbunden,
das eine Pleuelstange 4 sowie eine mit dieser verbundene Kur
belwelle 7 aufweist. Die Kurbelwelle 7 ist in einem Kurbelraum
5 des Kurbelgehäuses 6 drehbar angeordnet. Der Kolbenraum 1
ist an seinem äußeren Umfang durch eine Kolbenlaufbuchse 8 be
grenzt. Der Zylinderkopf 9 weist ein oder mehrere Einlaß
ventile 10 und Auslaßventile 11 sowie eine Zündkerze 12 auf.
In dem Kurbelgehäuse 6 befindet sich eine Bohrung 14, die den
Kurbelraum 5 mit dem Drehschieber 15 verbindet. Der Dreh
schieber 15 kann scheiben- oder walzenförmig ausgebildet sein.
Über eine Rohrleitung 18 ist der Drehschieber 15 mit einem
nicht dargestellten Vergaser für das zusätzliche Kraftstoff-
Luft-Gemisch C verbunden. Dabei kann der Vergaser ein separa
ter Vergaser sein oder aber gleichzeitig für das frische
Kraftstoff-Luft-Gemisch A verwendet werden. Weiterhin ist der
Drehschieber 15 mit einer Rohrleitung 19 verbunden, über die
die Spülluft D zuführbar ist.
Der Innendurchmesser des Zylinders 2 ist in seinem unteren Be
reich größer als der Außendurchmesser der Kolbenlaufbuchse 8,
wodurch zwischen beiden ein Ringkanal 16 ausgebildet ist. Die
ser ist zum Kurbelraum 5 hin offen. Im oberen Abschnitt des
Ringkanals 16 sind in der Kolbenlaufbuchse 8 ringförmig und
annähernd gleichmäßig verteilt Überströmöffnungen 17 ange
ordnet. In axialer Richtung sind diese dabei in einer Höhe
vorgesehen, die der Stellung der oberen Kante des Kolbens 3,
etwa 10% über dessen unterem Totpunkt, entspricht. An dieser
Stelle weisen die Überströmöffnungen 17 vorzugsweise ihre
größte Breite auf und verjüngen sich dann in Richtung des un
teren Totpunktes des Kolbens 3, wobei sie sich bis annähernd
zu der Lage der oberen Kante des Kolbens 3 in dieser Stellung
erstrecken können.
Die Überströmöffnungen 17 verbinden den Ringkanal 16 und damit
den Kurbelraum 5 mit dem Brennraum 13. Ihr Öffnen und Schlies
sen wird über die Oberkante des Kolbens 3 gesteuert. Zur Erhö
hung der Stabilität des Ottomotors können in dem Ringraum 16
in nicht dargestellter Weise Stege angeordnet sein, die die
Kolbenlaufbuchse 8 mit der Innenwand des Zylinders 2 verbin
den.
Die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Ottomotors ist dann be
sonders effektiv, wenn im Kurbelraum 5 kein unnötiger Frei
raum vorhanden ist und sich damit zwischen dem unteren und dem
oberen Totpunkt des Kolbens 3 eine möglichst große Volumen
änderung ergibt. Hierzu ist es vorteilhaft, daß an der Kurbel
welle 7 die Aussparung für den Massenausgleich, die Bohrungen
zur Gewichtsreduzierung und ähnliche Hohlräume durch Werk
stoffe mit einem geringen spezifischen Gewicht ausgefüllt wer
den.
Die Arbeitsweise mit dem Drehschieber 15 entspricht dem ein
gangs dargelegten Viertaktverfahren. Hierbei ist in Fig. 4
dargestellt, daß zu Beginn des Taktes "Ausschieben" der Dreh
schieber 15 die Rohrleitung 18 zur Zuführung des zusätzlichen
Kraftstoff-Luft-Gemisches C mit dem Kurbelraum 5 verbindet.
Durch den sich in Richtung des oberen Totpunktes verschieben
den Kolben 3 wird das Gemisch C in den Kurbelraum 5 gesaugt
bzw. durch die Außenatmosphäre gedrückt. Die Überströmöffnun
gen 17 sind dabei geschlossen. Bei dem Takt "Ansaugen" (Fig.
1) ist der Drehschieber 15 geschlossen, der Kolben gleitet
nach unten und gibt ab einer Stellung 10% über dem unteren
Totpunkt die Überströmöffnungen 17 frei, so daß das zusätzli
che Kraftstoff-Luft-Gemisch C durch diese bei der weiteren Ab
wärtsbewegung des Kolbens 3 in den Brennraum 13 gedrückt wird
und sich dort mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch A vermischt.
Während des Taktes "Verdichten" (Fig. 2) verbindet der Dreh
schieber 15 die Rohrleitung 19 mit dem Kurbelraum 5, und die
Spülluft D strömt in diesen ein. Danach schließt der Dreh
schieber 15 beide Rohrleitungen 18; 19, und nach dem Takt
"Zünden, Verbrennen" (Fig. 3) drückt der Kolben 3 durch seine
Abwärtsbewegung nach Freigabe der Überströmöffnungen 17 die
Spülluft D in den Brennraum 13. Die Spülluft D mischt sich mit
den Abgasen B. Durch die Spülluft D werden der Kolbenraum 5
und die Kolbenlaufbuchse 8 während des Durchströmens gekühlt.
Das Mischen mit den Abgasen B senkt deren Temperatur, wodurch
das Auslaßventil 11 gekühlt und dessen thermische Belastung
verringert werden.
Der Einsatz eines Drehschiebers 15 und die Anordnung von Über
strömöffnungen 17 in der Kolbenlaufbuchse 8 sind besonders
vorteilhafte Lösungen. Die Steuerung der Takte und des Dreh
schiebers 15 erfolgt in an sich bekannter Weise, z. B. über
eine Nockenwelle. Der Drehschieber läuft mit der Nockenwellen
drehzahl um, d. h. mit 1 : 2 untersetzt zur Kurbelwelle.
Ein derartiger Ottomotor ist besonders als kleiner Motor, wie
ein Modellmotor bzw. ein Motor für Kleinkrafträder oder
Leichtflugzeuge, geeignet. Bei einer Verstärkung der Kolben
laufbuchse 8 durch Rippen im Bereich des Ringkanals 16 ist
auch die Ausbildung größerer Motore möglich.
Claims (7)
1. Ottomotor, der einen, in einem Kolbenraum (1) eines Zy
linders (2) axial verschiebbaren und mit einem Triebwerk
verbundenen, Kolben (3) aufweist, wobei das Triebwerk mit
einer Pleuelstange (4) sowie einer mit dieser verbundenen
Kurbelwelle (7) versehen ist, die in einem Kurbelraum (5)
drehbar angeordnet ist, mit einem Arbeitsspiel von zwei
Umdrehungen der Kurbelwelle (7) in dem Kurbelraum (5) und
von vier Takten des Kolbens (3), wobei der den oberen Teil
des Kolbenraumes (1) bildende Brennraum (13) nach oben
durch einen, ein oder mehrere Einlaß- und Auslaßventile
(10; 11) sowie eine Zündkerze (12) aufweisenden, Zylin
derkopf (9) abgeschlossen ist und der Kolbenraum (1) am
äußeren Umfang durch eine Kolbenlaufbuchse (8) begrenzt
und der Innendurchmesser des Zylinders (2) in seinem unte
ren Bereich größer als der Außendurchmesser der Kolben
laufbuchse (8) ist, wodurch zwischen beiden ein zu dem
Kurbelraum (5) hin offener Ringkanal (16) ausgebildet ist,
in dessen oberem Abschnitt in der Kolbenlaufbuchse (8)
ringförmig und annähernd gleichmäßig verteilt Überström
öffnungen (17) in axialer Richtung in einer Höhe angeord
net sind, die der Stellung der oberen Kante des Kolbens
(3), etwa 10% über dessen unterem Totpunkt, entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß über das oder die Einlaßventi
le (10) in den Brennraum (13) ein Kraftstoff-Luft-Gemisch
(A) als Basisfüllung einströmbar ist und daß in dem Kur
belgehäuse (6) eine den Kurbelraum (5) mit einem Dreh
schieber (15) verbindende Bohrung (14) angeordnet ist und
daß der Drehschieber (15) mit Zuführungen für ein zusätz
liches Kraftstoff-Luft-Gemisch (C) sowie von Spülluft (D)
verbunden ist und die Zuführungen in gesteuerter Weise zu
dem Kurbelraum (5) des Kurbelgehäuses (6) öffnet und
schließt, wobei vor der Verbrennung nach Freigabe durch
die obere Kante des Kolbens (3) über den offenen Ringkanal
(16) und die Überströmöffnungen (17) das in dem Kurbelraum
(5) verdichtete, zusätzliche Kraftstoff-Luft-Gemisch (C)
dem Kraftstoff-Luft-Gemisch (A) in dem Brennraum (13) zu
mischbar ist und wobei nach der Verbrennung nach Freigabe
durch die obere Kante des Kolbens (3) über den offenen
Ringkanal (16) und die Überströmöffnungen (17) die in dem
Kurbelraum (5) verdichtete Spülluft (D) dem Abgas (B) in
dem Brennraum (13) zumischbar ist.
2. Ottomotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuführung für das zusätzliche Kraftstoff-Luft-
Gemisch (C) zu dem Drehschieber (15) als eine Rohrleitung
(18) ausgebildet ist, die den Drehschieber (15) mit einem
Vergaser für das Gemisch (C) verbindet.
3. Ottomotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vergaser für das zusätzliche Kraftstoff-Luft-Gemisch
(C) der gleiche Vergaser wie der für das frische Kraft
stoff-Luft-Gemisch (A), das dem Brennraum (13) über das
Einlaßventil (10) als Basisfüllung zugeführt wird, ist.
4. Ottomotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuführung für die Spülluft (D) an dem Drehschieber (15)
als eine Rohrleitung (19) ausgebildet ist, die mit der
Außenatmosphäre in Verbindung steht und in der ein Luft
filter angeordnet ist.
5. Ottomotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aussparungen der Kurbelwelle (7) mit spezifisch leichten
Werkstoffen ausgefüllt sind.
6. Ottomotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überströmöffnungen (17) in der Kolbenlaufbuchse (8) einen
sich in Richtung des unteren Totpunktes des Kolbens (3)
verringernden Querschnitt aufweisen.
7. Ottomotor nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Kolbenlaufbuchse (8) und der Innenwand
des Zylinders (2) diese miteinander verbindende, vertikale
Stege angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995107836 DE19507836C2 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Ottomotor |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995107836 DE19507836C2 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Ottomotor |
Publications (2)
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