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DE19507681A1 - Gitarrenwandhalter - Google Patents

Gitarrenwandhalter

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Publication number
DE19507681A1
DE19507681A1 DE1995107681 DE19507681A DE19507681A1 DE 19507681 A1 DE19507681 A1 DE 19507681A1 DE 1995107681 DE1995107681 DE 1995107681 DE 19507681 A DE19507681 A DE 19507681A DE 19507681 A1 DE19507681 A1 DE 19507681A1
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DE
Germany
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guitar
holder according
wall holder
holding
holding arm
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DE1995107681
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English (en)
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DE19507681C2 (de
Inventor
Herbert Fleischer
Helmut Lippert
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Koenig and Meyer GmbH and Co KG
Original Assignee
Koenig and Meyer GmbH and Co KG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G5/00Supports for musical instruments

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Gitarrenwandhalter mit einem Befestigungsgehäuse, an dem zwei Haltearme befe­ stigt sind, die nach Art einer Gabel mit zwei Zinken vorstehen.
Derartige Gitarrenwandhalter werden dazu verwendet, eine Gitarre oder ein ähnliches Instrument an einer Wand aufzuhängen, beispielsweise zu Aufbewahrungs- oder Ausstellungszwecken. Hierbei wird der Gitarrenhals so zwischen die beiden Haltearme eingeführt, daß der Kopf, der gegenüber dem Hals in der Regel eine Verbreiterung aufweist, nach dem Absenken der Gitarre auf den Halte­ armen aufliegen kann. Mit "Hals" der Gitarre ist der Teil der Gitarre gemeint, auf dem die Saiten der Gitar­ re abgegriffen werden können, um ihre für die Klanger­ zeugung wirksame Länge zu verändern. Mit "Kopf" ist der Teil gemeint, an dem üblicherweise Spannschrauben oder ähnliches zum Stimmen der Gitarre vorgesehen sind.
Beim Aufhängen der Gitarre sollten die Haltearme dem Hals möglichst dicht benachbart sein, um ein Herausrut­ schen der Gitarre aus der Halterung zu vermeiden. Die Gitarre sollte möglichst eine definierte Lage im Wand­ halter einnehmen können.
Problematisch hierbei ist, daß die Breite der Gitarren­ hälse beträchtlich variiert. Jeder Hersteller hat seine Spezialmaße, die teilweise noch von Modell zu Modell unterschiedlich sind. Darüber hinaus gibt es Gitarren unterschiedlicher Größe, die zu einer weiteren Varia­ tion der Halsbreite beitragen. Schließlich möchte man mit einem derartigen Gitarrenwandhalter unter Umständen auch andere Instrumente aufhängen können, beispielswei­ se ein Banjo, eine Ukulele, eine Balalaika oder auch Streichinstrumente, wie Geigen, Bratschen oder Celli.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wand­ halter für eine Vielzahl von Instrumenten mit unter­ schiedlichen Halsbreiten geeignet zu machen.
Diese Aufgabe wird bei einem Gitarrenwandhalter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß mindestens ein Haltearm am Befestigungsgehäuse einzeln in Richtung auf den anderen Haltearm zu bewegbar angeordnet ist.
Mit dieser Ausgestaltung läßt sich die Anpassung an die Breite des Gitarrenhalses einfach dadurch erreichen, daß der eine Haltearm so weit auf den anderen Haltearm zu bewegt wird, daß der Hals der Gitarre oder des Mu­ sikinstruments gerade dazwischen paßt. Der Kopf kann dann mit der notwendigen Zuverlässigkeit auf den Halte­ armen ruhen, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Gi­ tarre herausrutscht. Wenn im folgenden von "Gitarre" die Rede ist, sollen damit natürlich auch alle anderen Instrumente gemeint sein, die auf die gleiche Art auf­ gehängt werden können.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der Haltearm über eine Befestigungseinrichtung am Befe­ stigungsgehäuse befestigt ist, die eine in Schwerkraft­ richtung wirkende Antriebskraft in eine Bewegung mit einer Komponente auf den anderen Haltearm zu umsetzt. Wenn man die Gitarre in den Wandhalter einhängt, liegt ihr Kopf unter der Wirkung der Schwerkraft auf den Hal­ tearmen auf. Durch die Beweglichkeit des mindestens einen Haltearmes kann dieser Haltearm nun der Schwer­ kraft folgen. Durch die Befestigungseinrichtung ist allerdings Sorge dafür getragen, daß sich der Haltearm nicht nur in Schwerkraftrichtung bewegt, sondern die Bewegung dann auch eine Komponente in Richtung auf den anderen Haltearm zu aufweist. Hierdurch erfolgt beim Einhängen der Gitarre in den Wandhalter automatisch eine Annäherung der beiden Haltearme. Diese Annäherung wird im Grunde genommen erst dann unterbrochen, wenn der Haltearm an den Gitarrenhals zur Anlage kommt. Dies ist aber genau die optimale Stellung der beiden Halte­ arme, weil dann die beiden Haltearme dem Gitarrenhals so dicht wie möglich benachbart sind. In dieser Stel­ lung wird die Gitarre optimal im Wandhalter gehalten, ohne daß es zusätzlicher Einstellmaßnahmen durch den Benutzer bedarf. Die Einstellung der richtigen Breite ergibt sich vielmehr automatisch.
Vorzugsweise ist der bewegliche Haltearme über einen abgewinkelten Hebelabschnitt einzeln verschwenkbar am Befestigungsgehäuse befestigt. Der Hebelabschnitt bil­ det in diesem Fall die Befestigungseinrichtung. An sei­ nem einen Ende ist der Hebelabschnitt mit dem Haltearm verbunden. Das andere Ende des Hebelabschnitts ist drehbar im Befestigungsgehäuse gelagert. Wenn nun der Hebelabschnitt um diesen Drehpunkt verdreht wird, wird der Haltearm verschwenkt. Mit dieser Vorgehensweise ist es relativ einfach möglich, eine Kraft, die in Schwer­ kraftrichtung wirkt, zum Annähern der beiden Haltearme zu verwenden. Ein weiterer Vorteil ist, daß der Hebel­ abschnitt in dem Drehpunkt, also einem Drehgelenk, mit der notwendigen Zuverlässigkeit festgehalten werden kann.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vor­ gesehen, daß beide Haltearme aufeinander zu bewegbar sind. Der richtige Abstand stellt sich dann etwas schneller ein. Die Verwendungsmöglichkeiten werden ins­ besondere für asymmetrisch ausgebildete Instrumente vergrößert.
Vorzugsweise sind beide Haltearme in jeder Position in gleicher Höhe einstellbar. Die meisten Gitarren haben einen Kopf, dessen unteres Ende in einer Ebene liegt, aus der der Gitarrenhals im wesentlichen senkrecht her­ vorsteht. Wenn man beide Haltearme in der gleichen Höhe halten kann, hängt die Gitarre dann senkrecht, was vom Betrachter als angenehm empfunden wird. Darüber hinaus werden die Belastungen auf den Kopf der Gitarre gleich­ mäßig gehalten.
Vorteilhafterweise sind die Haltearme in einer Stel­ lung, in der sie den größten Abstand zu einander ein­ nehmen, mit ihren Spitzen in Richtung auf eine gemein­ same Mittelebene zwischen den Haltearmen geneigt. Wenn nun die Haltearme nach unten verschwenkt werden, ergibt sich automatisch eine Neigung nach hinten, d. h. von den Spitzen der Haltearme weg in Richtung auf das Befesti­ gungsgehäuse. Falls die Gitarre durch widrige Umstände einmal auf den Haltearmen ins Rutschen kommen sollte, wird sie der Neigung folgen und auf das Befestigungs­ gehäuse zu rutschen. Eine umgekehrte Bewegung, die dazu führen würde, daß die Gitarre vom Halter herunterfällt, ist praktisch ausgeschlossen.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß jeder Haltearm mit seiner Drehachse einen Winkel im Bereich von 2° bis 10° einschließt. Ein derartiger Winkel ist groß genug, um die Neigung der Haltearme nach hinten, d. h. auf das Befestigungsgehäuse zu, sicherzustellen. Er ist aber immer noch klein genug, um eine im wesentlichen ebene Auflage des Kopfes sicherzustellen, so daß die Be­ lastung auf dem Kopf gleichmäßig gehalten wird.
Mit Vorzug sind zwischen dem Haltearm und dem Befesti­ gungsgehäuse reibungserhöhende Mittel vorgesehen. Diese reibungserhöhende Mittel führen zu einer gewissen Zäh­ gängigkeit, so daß der Haltearm in einer einmal einge­ nommenen Position verbleibt, wenn er nicht durch äußere Kräfte belastet wird, beispielsweise die Gewichtskraft der Gitarre. Man kann nun die gewünschte Öffnungsbreite zwischen den Haltearmen einstellen, bevor man die Gi­ tarre einhängt, so daß der Gitarrenhals leicht eingefä­ delt werden kann. Erst durch das Gewicht der Gitarre wird dann der Haltearm bewegt, um sich den Haltearm anzunähern.
Vorzugsweise sind die Haltearme mit einem Überzug aus rutschhemmendem Material, insbesondere aus PP-EPDM (Po­ lypropylen-Ethylenpropylenterpolymer) überzogen. Dies ist eine weitere Sicherung gegen das Herunterfallen der Gitarre. Ein Rutschen der Gitarre, das beispielsweise auf ein versehentlichen Stoß zurückzuführen ist, wird weitgehend unterbunden. Darüber hinaus sind derartige rutschhemmende Materialien vielfach weich genug, um den Kopf bzw. Hals der Gitarre beschädigungsfrei festzuhal­ ten.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Überzug für jeden Haltearm als Spritzgußteil ausgebildet ist, das auf einen Kern aufgespritzt ist, der als Biegeteil, insbesondere als Drahtbiegeteil, oder als Gußteil aus­ gebildet ist. Mit dem Kern kann man die Form des Halte­ armes bestimmen, insbesondere dann, wenn er einstückig mit dem Hebelabschnitt ausgebildet ist. Durch das Spritzgießen erreicht man nicht nur ein innige Verbin­ dung zwischen dem Überzug und dem Kern, so daß der Überzug praktisch unverlierbar auf dem Kern gehalten ist. Man erreicht auch eine ausgezeichnete Anpassung der Form des Überzugs an die Form des Haltearmes, so daß man durch die entsprechende Ausbildung des Kernes die gewünschte Form des Haltearmes mit relativ einfa­ chen Mitteln erreichen kann. Auch die Fertigung eines derartigen Haltearmes wird relativ einfach. Man muß den Kern lediglich in die Spritzgußform einlegen und den Überzug einspritzen. Ein langwieriges Auffädeln des Überzugs auf den Kern ist nicht notwendig.
Auch ist von Vorzug, daß der Überzug bis in das Befe­ stigungsgehäuse hineinragt. Der in das Befestigungsge­ häuse hineinragende Teil des Überzuges bildet dann die reibungserhöhenden Mittel, die eine Bewegung des Halte­ arms gegenüber dem Befestigungsgehäuse erschweren. Zu­ sätzliche Mittel sind dann nicht mehr notwendig.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Überzug im Bereich des Befestigungsgehäuses eine verminderte Dicke aufweist. Der Überzug hat nur die Aufgabe, zur Rei­ bungserhöhung bei der Bewegung zwischen Haltearm und Befestigungsgehäuse beizutragen. Er muß keine zusätzli­ chen Polsterfunktionen erfüllen. Aus diesem Grunde ist es möglich, ihn in diesem Bereich relativ dünn auszu­ führen. Dies hat den vorteilhaften Effekt, daß auch das Befestigungsgehäuse relativ kleingehalten werden kann, was sich vorteilhaft auf das äußere Erscheinungsbild des Befestigungsgehäuses auswirkt und andererseits zu einer Materialersparnis führt.
Auch ist bevorzugt, daß der Überzug im Bereich des Be­ festigungsgehäuses eine Stufe aufweist und mindestens eine Stirnfläche der Stufe am Befestigungsgehäuse an­ liegt. Diese anliegende Fläche dient wiederum der Rei­ bungserhöhung bei der Bewegung zwischen dem Haltearm und dem Befestigungsgehäuse, wobei diese Reibfläche nicht gewichtsbelastet ist. Sie kann daher auch dann, wenn das in das Befestigungsgehäuse hineinragende Über­ zugsmaterial aufgrund einer längeren Gebrauchszeit durch das Gewicht der Gitarre etwas zusammengedrückt ist, genauso funktionsfähig gehalten werden, wie am Anfang. Dies erhöht die Lebensdauer.
Weiterhin ist von Vorteil, wenn jeder Haltearm mit sei­ nem Hebelabschnitt einen Winkel von mehr als 90°, ins­ besondere im Bereich von 100 bis 130°, einschließt. In diesem Fall kommt die Gitarre beim Einführen zwischen die beide Haltearme nicht vollflächig zur Anlage an den Hebelabschnitt, sondern nur mit der Kante des Halses. Es ergibt sich daher keine flächige Reibung, die ein Drehen der Hebelabschnitte erschweren würde, sondern lediglich ein annähernd punktweises Berühren von Hals und Hebelabschnitt. In diesem Fall kann die Gitarre beim Absenken den Hebelabschnitt durch Reibung mitneh­ men, ohne daß der übrige Bereich des Hebelabschnitts am Hals reibt.
Mit Vorteil ist jeder Haltearm durch das Befestigungs­ gehäuse hindurchgesteckt und durch ein formschlüssig oder kraftschlüssig auf dem durchgesteckten Ende gehal­ tenes Federelement gesichert. Ein derartiges Federele­ ment kann auch nach vielen Dreh- oder Verschwenkbewe­ gungen der Haltearme nicht herausgeschraubt werden, wie dies beispielsweise bei einer Schraubbefestigung der Fall sein könnte. Zusätzlich Sicherungsmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug­ ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich­ nung beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Gitarrenwandhalter,
Fig. 2 den Gitarrenwandhalter im Schnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Gitarrenwandhalters mit abgesenktem Haltearm und
Fig. 4 eine Vorderansicht des Gitarrenwandhalters.
Ein Gitarrenwandhalter 1 weist ein Befestigungsgehäuse 2 und zwei Haltearme 3, 4 auf. Die Haltearme 3, 4 sind hierbei über jeweils einen Hebelabschnitt 5, 6 mit dem Befestigungsgehäuse verbunden. Jeder Hebelabschnitt 5, 6 ist mit dem dem zugehörigen Haltearm 3, 4 abgewandten Ende in das Befestigungsgehäuse 2 hineingesteckt und dort drehbar gelagert. Dieser Aufbau ist insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, die den Gitarrenwandhalter 1 in einer Schnittansicht zeigt. Haltearm 3, 4 und zugehöri­ ger Hebelabschnitt 5, 6 sind im vorliegenden Fall ein­ stückig ausgebildet. Jeder Haltearm 3, 4 mit Hebelab­ schnitt 5, 6 besteht aus einem Kern 7, 8, der im vor­ liegenden Fall als Drahtbiegeteil ausgebildet ist, und einem Überzug 9, 10 aus einem Material mit rutschhem­ menden Eigenschaften. Bewährt haben sich hierfür Werk­ stoffe aus der Gruppe der thermoplastischen Elastomere, insbesondere PP-EPDM (Polypropylen-Ethylenpropylenter­ polymer). Am vorderen Ende weist jeder Überzug eine Verdickung 11, 12 auf.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist jeder Kern 7, 8 mit einem Ende 13, 14 durch eine entsprechende Bohrung im Befestigungsgehäuse durchgesteckt und dort drehbar ge­ lagert. Das aus dem Befestigungsgehäuse herausragende Ende ist durch eine Federscheibe 15, 16, die in einer nicht näher dargestellten Nut eingerastet ist, gegen Herausfallen gesichert. In manchen Fällen wird auch eine Klemmscheibe ausreichen, die federnd auf das Ende 13, 14 geklemmt ist.
Der Überzug 9, 10 ragt ebenfalls ein Stück weit in das Befestigungsgehäuse hinein. Hierzu weist er einen Ab­ schnitt 17, 18 mit einer verminderten Dicke auf, der in das Befestigungsgehäuse 2 hineinragt. Der Überzug 9, 10 bildet hier also eine Stufe, wobei zusätzlich eine Stirnfläche 19, 20 des Überzugs am Befestigungsgehäuse 2 anliegt. Sowohl die Umfangsfläche des Abschnitts 17, 18 als auch die Stirnfläche 19, 20 der Stufe reiben am Befestigungsgehäuse 2, führen also zu einer Reibungs­ erhöhung und damit zu einer Zähgängigkeit bei der Dreh­ bewegung der Enden 13, 14 im Gehäuse. Diese Zäh- oder Schwergängigkeit sollte so eingestellt sein, daß sich die Haltearme 3, 4 unter ihrem eigenen Gewicht nicht aus einer eingestellten Stellung herausbewegen können. Notwendig ist vielmehr eine äußere Kraft, die etwa durch die Gewichtskraft einer in den Gitarrenwandhalter 1 eingehängten Gitarre aufgebracht wird.
Wenn die Enden 13, 14 in dem Befestigungsgehäuse 2 um ihre Achsen 21, 22 gedreht werden, werden die Haltearme 3, 4 um diese Achsen 21, 22 verschwenkt. Ihre Spitzen mit den Verdickungen 11, 12 führen dabei Kreisbewegun­ gen aus. In der in den Fig. 1, 2 und 4 dargestellten Stellung haben die Spitzen mit den Verdickungen 11, 12 ihren größten Abstand zueinander. Eingezeichnet ist in den Fig. 1 und 4 eine Mittelebene 23. Es ist erkennbar, daß die Haltearme 3, 4 mit ihren die Verdickungen 11, 12 aufweisenden Spitzen in Richtung auf die Mittelebene 23 hin geneigt sind. Die Spitzen mit den Verdickungen 11, 12 haben daher einen geringeren Abstand zueinander als die mit den Hebelabschnitten 5, 6 in Verbindung stehenden Enden der Haltearme 3, 4. Wenn nun eine Gi­ tarre oder ein anderes Instrument auf die Haltearme 3, 4 aufgelegt wird, werden die Haltearme 3, 4 um die Ach­ sen 21, 22 verschwenkt, weil das Gewicht der Gitarre die Haltearme 3, 4 nach unten drückt. Durch die Umset­ zung der Hebelabschnitte 5, 6 ergibt sich aus der in Schwerkraftrichtung wirkenden Antriebskraft auch eine Bewegung der beiden Haltearme 3, 4 aufeinander zu. Da sich diese Bewegung aus einer Bewegungskomponente in Schwerkraftrichtung und einer Bewegungskomponente der Haltearme aufeinander zu zusammensetzt, ergibt sich hierbei die oben genannte Schwenkbewegung, bei der die Spitzen eine Kreisbewegung ausführen. Diese Schwenkbe­ wegung setzt sich solange fort, bis die Haltearme 3, 4 an dem Hals der nicht näher dargestellten Gitarre zur Anlage kommen.
Bei dieser Schwenkbewegung erhalten die Haltearme 3, 4 eine Neigung nach hinten, d. h. in Richtung auf das Be­ festigungsgehäuse 2, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Die Neigung ist zwar nur relativ gering. Sie reicht aber aus, um ein versehentliches Rutschen der Gitarre nach vorne zu verhindern. Sollte die Gitarre auf irgendeine Art ins Rutschen kommen, rutscht sie nur gegen den Hebelabschnitt 5, 6, was keine nachteiligen Folgen hat.
Der Winkel, den die Haltearme in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Lage mit den Drehachsen 21, 22 ein­ schließen, liegt im Bereich von 2 bis 10°. Dementspre­ chend liegt der Neigungswinkel (Fig. 3) in einem ver­ gleichbaren Bereich.
Der Winkel zwischen dem Haltearm 3, 4 und den Hebelab­ schnitt 5, 6 ist größer als 90°, bevorzugterweise liegt er im Bereich zwischen 100° und 130°. Wenn nun der Gitarrenhals zwischen die Haltearme 3, 4 eingeführt wird, kann er praktisch nicht zu einer vollflächigen Anlage an den Hebelabschnitten 5, 6 kommen. Er wird vielmehr nur mit seiner Kante dort anliegen. Bei einer Absenkbewegung der Gitarre aufgrund der Schwerkraft wird sich dementsprechend auch nur diese Kante an dem Hebelabschnitt 5, 6 reiben und diesen durch diese Rei­ bungskraft mit nach unten nehmen. Diese Bewegung wird dann nicht durch Reibung an einem anderen Teil der Gi­ tarre gebremst.
Dadurch, daß die Haltearme 3, 4 in der in Fig. 1 darge­ stellten Stellung in Richtung auf die Mittelebene 23 geneigt sind, ergibt sich insbesondere in Verbindung mit den Verdickungen 11, 12 an den Spitzen eine zusätz­ liche Sicherungsfunktion. Die Gitarre, die möglichst weit in Richtung auf das Befestigungsgehäuse 2 gescho­ ben wird, hat an den dortigen Enden mit ihrem Hals ein größeres Spiel zwischen den Haltearmen 3, 4 als an den anderen Enden. Dementsprechend ist es dort möglich, daß die Gitarre die Haltearme 3, 4 herabzieht und damit aufeinander zu schwenkt. Dadurch nähern sich aber die Verdickungen 11, 12 einander an und zwar soweit, daß der lichte Zwischenraum zwischen ihnen kleiner ist als die Breite des Gitarrenhalses. Ein versehentliches Her­ ausziehen der Gitarre wird damit zwar nicht unmöglich gemacht, weil die Haltearme 3, 4 auch wieder in die entgegengesetzte Richtung verschwenkt werden können. Ein versehentliches Herausziehen wird aber erschwert, so daß die Gitarre sicherer in dem Gitarrenhalter ge­ halten wird.
Im Befestigungsgehäuse 2 sind Bohrungen 24, 25 vorgese­ hen, durch die Schrauben gesteckt werden können, mit denen der Gitarrenwandhalter 1 an einer Wand befestigt werden kann.
Der Gitarrenhalter 1 ist nicht nur für Gitarren geeig­ net, sondern beispielsweise auch andere Instrumente, wie Banjos, Ukulelen, Streichinstrumente oder ähn­ liches.
Von der dargestellten Ausführungsform kann in vielerlei Art abgewichen werden. Es müssen nicht beide Haltearme 3, 4 bewegbar sein. Im Grunde genommen reicht es aus, wenn nur eine der beiden Haltearme 3, 4 bewegbar ist. Die Beweglichkeit von beiden Haltearmen 3, 4 hat jedoch den Vorteil, daß beide Haltearme 3, 4 auf der gleichen Höhe gehalten werden können.
Anstelle der Drehbefestigung der Haltearme 3, 4 im Be­ festigungsgehäuse 2 kann auch eine andere Art der Bewe­ gung möglich sein, etwa eine translatorische Schiebe- oder Gleitbewegung. Schließlich muß das Verschwenken nicht um die in Fig. 2 dargestellte Achse erfolgen. Auch eine andere Schwenkbewegung wäre denkbar.

Claims (15)

1. Gitarrenwandhalter mit einem Befestigungsgehäuse, an dem zwei Haltearme befestigt sind, die nach Art einer Gabel mit zwei Zinken vorstehen, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mindestens ein Haltearm (3, 4) am Befestigungsgehäuse (2) einzeln in Richtung auf den anderen Haltearm (4, 3) zu bewegbar angeordnet ist.
2. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Haltearm (3, 4) über eine Befe­ stigungseinrichtung (5, 6) am Befestigungsgehäuse (2) befestigt ist, die eine in Schwerkraftrichtung wirkende Antriebskraft in eine Bewegung mit einer Komponente auf den anderen Haltearm (4, 3) zu um­ setzt.
3. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der bewegliche Haltearme (3, 4) über einen abgewinkelten Hebelabschnitt (5, 6) einzeln verschwenkbar am Befestigungsgehäuse (2) befestigt ist.
4. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Haltearme (3, 4) aufeinander zu bewegbar sind.
5. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß beide Haltearme (3, 4) in jeder Posi­ tion in gleicher Höhe einstellbar sind.
6. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (3, 4) in einer Stellung (Fig. 1), in der sie den größten Abstand zu einander einnehmen, mit ihren Spitzen in Richtung auf eine gemeinsame Mittelebene (23) zwi­ schen den Haltearmen (3, 4) geneigt sind.
7. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß jeder Haltearm (3, 4) mit seiner Drehachse (21, 22) einen Winkel im Bereich von 2° bis 10° einschließt.
8. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Haltearm (3, 4) und Befestigungsgehäuse (2) reibungserhöhen­ de Mittel (17, 18) vorgesehen sind.
9. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (3, 4) mit einem Überzug (9, 10) aus rutschhemmendem Mate­ rial, insbesondere aus PP-EPDM überzogen sind.
10. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Überzug (9, 10) für jeden Halte­ arm (3, 4) als Spritzgußteil ausgebildet ist, das auf einen Kern (7, 8) aufgespritzt ist, der als Biegeteil, insbesondere als Drahtbiegeteil, oder als Gußteil ausgebildet ist.
11. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (9, 10) bis in das Befestigungsgehäuse (2) hineinragt.
12. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Überzug (9, 10) im Bereich des Befestigungsgehäuses (2) eine verminderte Dicke aufweist.
13. Gitarrenwandhalter nach Anspruch 12, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Überzug (9, 10) im Bereich des Befestigungsgehäuses (2) eine Stufe aufweist und mindestens eine Stirnfläche (19, 20) der Stufe am Befestigungsgehäuse (2) anliegt.
14. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haltearm (3, 4) mit seinem Hebelabschnitt (5, 6) einen Winkel von mehr als 90°, insbesondere im Bereich von 100 bis 130°, einschließt.
15. Gitarrenwandhalter nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haltearm (3, 4) durch das Befestigungsgehäuse (2) hindurchge­ steckt und durch ein formschlüssig oder kraft­ schlüssig auf dem durchgesteckten Ende (13, 14) gehaltenes Federelement (15, 16) gesichert ist.
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