DE19505006C1 - Fahrzeugdach mit zwei Deckelelementen - Google Patents
Fahrzeugdach mit zwei DeckelelementenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeugdach mit zwei eine Dachöffnung wahlweise
verschließenden oder wenigstens teilweise freigebenden Deckelelementen, von denen das
vordere als Windabweislamelle ausgebildet ist, welche um eine nahe ihrer Vorderkante
angeordnete Schwenkachse schwenkbar und mit ihrer Hinterkante über das feste
Fahrzeugdach ausstellbar ist, und von denen das hintere Deckelelement als Schiebedeckel
ausgebildet ist, der mittels einer Absenkmechanik unter das feste Fahrzeugdach absenkbar
und der an längs von dachfesten Führungsschienen verschiebbaren Gleitelementen unter
das feste Fahrzeugdach verfahrbar ist, wobei Windabweislamelle und Schiebedeckel
mittels eines gemeinsamen Antriebes betätigbar sind.
Aus der DE 35 22 781 A1 ist ein gattungsgemäßes Fahrzeugdach bekannt, bei dem das
vordere Deckelelement durch eine im Bereich der Schwenkachse angeordnete Feder
ausstellbar und gegen deren Druck von einem Gleitelement des Schiebedeckels absenkbar
ist. Nachteilig bei dieser Anordnung ist, daß die Windabweislamelle lediglich durch die
Kraft der Feder in ausgestelltem Zustand gehalten wird, so daß die Feder, um auch starken
Windkräften standhalten zu können, entsprechend stark ausgebildet sein muß, was sich
jedoch nachteilig beim Schließen der Windabweislamelle durch die erhöhten
aufzubringenden Antriebskräfte auswirkt. Dasselbe gilt auch für eine andere, aus der
DE 40 40 825 C2 bekannte gattungsgemäße Ausführungsform eines Fahrzeugdaches.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach mit zwei eine
Dachöffnung wahlweise verschließenden oder wenigstens teilweise freigebenden
Deckelelementen der eingangs genannten Art so auszulegen, daß auch die Windabweislamelle als vorderes
Deckelelement vom einzigen Antrieb während ihrer Ausstell- und Absenkbewegung
zwangsgesteuert wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Mittel gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Durch das Vorsehen vorderer und hinterer Hilfsgleitelemente, welche durch Gleitsteine mit einem
vorderen oder hinteren Gleitelement des Schiebedeckels oder mit einem dachfesten Teil
koppelbar sind und dadurch, daß eine Ausstellmechanik der Windabweislamelle am
vorderen Hilfsgleitelement angelenkt ist, wird eine zwangsweise, jedoch vom
Bewegungsablauf her unabhängige Ansteuerung der beiden Deckelelemente mittels eines
einzigen gemeinsamen Antriebes unter Verzicht auf jegliche Federmittel ermöglicht.
Durch das wahlweise Koppeln der Gleitsteine mit einem dachfesten Teil wird gleichzeitig
eine sichere Verriegelung der Windabweislamelle in Ausstellposition und eine
Verriegelung des gesamten öffnungsfähigen Fahrzeugdaches in der Schließposition
gewährleistet. Das Vorsehen einzelner Gleitsteine zum phasenweisen Verriegeln eines
Gleitelementes eines verschiebbaren Deckelteiles mit einem dachfesten Teil ist dabei für
sich gesehen beispielsweise aus der DE-C1-42 00 724 bekannt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das vordere Gleitelement mit einer Führung
für die Absenkmechanik des Schiebedeckels versehen, welche einen Leerweg für die
Relativbewegung des vorderen Hilfsgleitelementes aufweist.
Vorteilhaft ist es ferner, daß ein vorderer Gleitstein bei vollständig geschlossenem Dach
das vordere Hilfsgleitelement mit dem vorderen Gleitelement verbindet und bei
vollständig ausgestellter Windabweislamelle diese Verriegelung freigibt und das vordere
Hilfsgleitelement mit einem dachfesten Teil verriegelt. Durch die Verbindung zum festen
Dach in vollständig ausgestelltem Zustand der Windabweislamelle ist diese auch bei einer
Abkoppelung von der Mechanik des Schiebedeckels stets stabil abgestützt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist ein hinterer Gleitstein vorgesehen,
der bei vollständig geschlossenem Schiebedeckel das hintere Gleitelement mit einem
dachfesten Teil verriegelt und bei vollständig ausgestellter Windabweislamelle diese
Verriegelung freigibt und das hintere Hilfsgleitelement mit dem hinteren Gleitelement
verriegelt. Hierdurch ist der Schiebedeckel in Schließposition und während des
Öffnungsvorganges der Windabweislamelle besonders stabil mit dem festen Dach
verriegelt und diese Verriegelung wird erst aufgelöst, wenn die Absenkbewegung für eine
Schiebebewegung nach hinten beginnt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß die Absenkmechanik am hinteren
Gleitelement einen in einer dachfesten Hilfsführung geführten Hebel umfaßt, der der
Hinterkante des Schiebedeckels beim Absenken eine nach vorne gerichtete
Bewegungskomponente aufzwingt. Bei einer derartigen Ausgestaltung der Mechanik kann
die Hinterkante des Schiebedeckels so ausgebildet sein, daß sie die angrenzende Kante des
festen Daches teilweise überlappt. Da die Absenkung des Schiebedeckels erst bei
vollständig geöffneter Windabweislamelle erfolgt, steht an der Vorderkante des
Schiebedeckels nach vollständigem Ausstellen der Windabweislamelle genügend Freiraum
für diese Schwenkbewegung zur Verfügung. Für eine derartige Absenkmechanik ist es
ferner vorteilhaft, daß der Hebel derselben einen Steuerbolzen aufweist, der im
Zusammenwirken mit einer dachfesten Anhebekulisse einen mit dem Schiebedeckel
verbundenen Bolzen beim Verfahren des Schiebedeckels aus der geöffneten in die
geschlossene Position zwangsweise in die Hilfsführung einführt.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch ein Fahrzeugdach bei geschlossenen
Deckelelementen,
Fig. 2 die Ausstellmechanik der Windabweislamelle und das vordere Gleitelement
des Schiebedeckels bei geschlossenem Dach,
Fig. 3 die Absenkmechanik des Schiebedeckels mit hinterem Gleitelement bei
geschlossenem Dach,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 2 mit vollständig ausgestellter
Windabweislamelle,
Fig. 5 eine Darstellung entsprechend Fig. 3 mit teilweise abgesenkter Hinterkante des
Schiebedeckels,
Fig. 6 eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit vollständig abgesenktem und teilweise
nach hinten verfahrenem Schiebedeckel,
Fig. 7 den Schnitt längs der Linie IV-IV zur Verdeutlichung des vorderen
Hilfsgleitelements und des vorderen Gleitelements und eines mit dem vorderen
Riegelstein zusammenwirkenden Riegelschiebers.
In Fig. 1 ist ein Fahrzeugdach insgesamt mit 1 bezeichnet, das eine Dachöffnung aufweist,
die mittels zweier Deckelelemente wahlweise verschließbar oder zumindestens teilweise
freigebbar ist. Die Deckelelemente werden von einer Windabweislamelle 2 und einem in
Fahrtrichtung dahinter angeordneten Schiebedeckel 3 gebildet. Die Windabweislamelle 2
ist nahe ihrer Vorderkante mit einer Schwenkachse 4 seitlich im Bereich der Dachöffnung
mit dem festen Fahrzeugdach schwenkbar verbunden. Sie ist zum anderen über einen nahe
ihrer Hinterkante angeordneten Bolzen 5 mit einer Ausstellmechanik 6 verbunden. Die
Ausstellmechanik 6 umfaßt einen Ausstellhebel 7, der an seinem dem Bolzen 5
gegenüberliegenden Ende mittels eines Bolzens 12 schwenkbar an einem vorderen
Hilfsgleitelement 13 angelenkt ist. Zwischen den Bolzen 5 und 12 weist der Ausstellhebel 7
einen längsverlaufenden Kulissenschlitz 8 auf, in welchen ein Gleitstein 9 gleitend
eingreift. Der Gleitstein 9 ist seinerseits mittels eines Bolzens 10 mit einem Lagerbock 11
verbunden, der am festen Fahrzeugdach seitlich befestigt ist.
Das vordere Hilfsgleitelement 13 ist in einer seitlich der Dachöffnung in Längsrichtung
verlaufenden Führungsschiene 18 verschiebbar geführt. Es weist einen senkrecht zur
Bewegungsrichtung in der Führungsschiene 18 verlaufenden Schlitz 14 auf, in welchem ein
vorderer Gleitstein 15 senkrecht zur Führungsschiene 18 verschiebbar gelagert ist. Der
vordere Gleitstein 15 weist an seiner in Fahrtrichtung vorn liegenden Fläche oben eine
schräg nach hinten geneigte obere Steuerflanke 16 und unten eine ebenfalls schräg nach
hinten geneigte untere Steuerflanke 17 auf.
In der Führungsschiene 18 ist in Fahrtrichtung hinter dem vorderen Hilfsgleitelement 13
ein vorderes Gleitelement 20 angeordnet. Der vordere Gleitstein 15 dient zum
zwangsweisen Koppeln und Entkoppeln des vorderen Hilfsgleitelementes 13 und des
vorderen Gleitelementes 20. Bei vollständig geschlossenem Dach (Fig. 2) koppelt der
vordere Gleitstein das vordere Hilfsgleitelement 13 mit dem vorderen Gleitelement 20, in
dem er mit seinem unteren Teil in eine Aussparung 21 am vorderen Gleitelement 20
eintaucht. Dabei liegt ein Teil der Führungsschiene 18 an der oberen Fläche des vorderen
Gleitsteins 15 an und unterbindet eine Bewegung des vorderen Gleitsteins 15 nach
oben. Bei einer Bewegung des vorderen Gleitelementes 20 und des mit diesem
gekoppelten vorderen Hilfsgleitelementes 13 nach hinten in die in Fig. 4 dargestellte
Position ermöglicht eine in der Führungsschiene 18 vorgesehene Aussparung 19 hingegen
eine Bewegung des vorderen Gleitsteines 15 nach oben, die von einer mit der unteren
Steuerflanke 17 zusammenarbeitenden nicht näher bezeichneten Steuerfläche am vorderen
Gleitelement 20 bewirkt wird. Nach dem zwangsweisen Anheben des vorderen
Gleitsteins 15 und dessen vollständigem Eintauchen in die Aussparung 19 wird ein am
vorderen Gleitelement 20 vorgesehener Riegelschieber 22 aktiv, welcher horizontal quer
zur Bewegungsrichtung des vorderen Hilfsgleitelementes 13 federnd beweglich an diesem
angeordnet ist und verhindert, daß der Gleitstein 15 sich wieder nach unten bewegt. Der
Riegelschieber 22 ist weiter unten in Verbindung mit der Fig. 7 im Detail beschrieben.
Der Schiebedeckel 3 weist nahe seiner Vorderkante an der Unterseite einen vorderen
Deckelträger 23 auf, an dem ein Bolzen 24 vorgesehen ist. Der Bolzen 24 greift in eine
abschnittsweise parallel zur Führungsschiene 18 verlaufende, am vorderen Gleitelement 20
vorgesehend Steuerkulisse 25 ein. Die Steuerkulisse 25 setzt sich aus einem in
Fahrtrichtung vorn liegenden schräg nach hinten ansteigenden geneigten Abschnitt 25B
und einem daran anschließenden parallel zur Führungsschiene 18 verlaufenden geraden
Abschnitt 25A zusammen. Der Abschnitt 25A repräsentiert einen Leerweg, den das
vordere Gleitelement 20 während des Ausstellvorganges der Windabweislamelle 2
gegenüber dem Bolzen 24 zurücklegt. Aufgrund der parallelen Anordnung des geraden
Abschnittes 25A gegenüber der Führungsschiene 18 erfolgt in diesem Bereich noch kein
Absenken der Vorderkante des Schiebedeckels 3. Dies findet erst bei einer weiteren
Bewegung des vorderen Gleitelementes 20 nach hinten im Bereich des geneigten
Abschnittes 25B statt. Das vordere Gleitelement 20 ist mit einem in einem Kanal der
Führungsschiene 18 geführten druck- und zugfesten Antriebskabel 27 verbunden und durch
dieses mit einem manuellen oder motorischen Antrieb betätigbar.
Das Antriebskabel 27 ist ferner an einem ebenfalls in der Führungsschiene 18 längs
verschiebbar angeordneten hinteren Hilfsgleitelement 26 befestigt. In Fahrtrichtung hinter
dem hinteren Hilfsgleitelement 26 ist ein hinteres Gleitelement 33 angeordnet, an dem
eine Absenkmechanik für den Schiebedeckel 3 angelenkt ist. Das hintere Gleitelement 33
weist einen senkrecht zur Führungsschiene 18 verlaufenden Schlitz 34 auf, in dem ein
hinterer Gleitstein 30 senkrecht zur Bewegungsrichtung des hinteren Gleitelementes 33
verschiebbar angeordnet ist. Der hintere Gleitstein 30 greift bei vollständig
geschlossenem Dach (Fig. 3) mit seinem oberen Teil in eine Aussparung 29 ein, die an der
Führungsschiene 18 vorgesehen ist. Da er gleichzeitig mit seinem mittleren Bereich mit
dem hinteren Gleitelement 33 in Eingriff steht, koppelt der hintere Gleitstein 30 bei
geschlossenem Schiebedeckel 3 diesen mit dem festen Fahrzeugdach 1.
Bei einer Verschiebung des hinteren Hilfsgleitelementes 26, die aufgrund der Anbindung
an dasselbe Antriebskabel 27 zeitgleich mit der Verschiebung des vorderen
Hilfsgleitelementes 13 aus der in Fig. 2 gezeigten Position in die in Fig. 4 gezeigte Position
erfolgt, gelangt eine im hinteren Hilfsgleitelement 26 vorgesehene Aussparung 28 unter
den hinteren Gleitstein 30, so daß dieser sobald das hintere Hilfsgleitelement 26 an das
hintere Gleitelement 33 anläuft und dieses mit nach hinten bewegt, durch eine in
Fahrtrichtung hinten an der Oberseite liegende schräg nach vorne geneigte obere
Steuerflanke 31 und eine nicht näher bezeichnete, zu dieser komplementäre Steuerflanke
an der Aussparung 29 zwangsweise nach unten bewegt wird. Dabei gibt der hintere
Gleitstein 30 die Verbindung zwischen hinterem Gleitelement 33 und der
Führungsschiene 18 frei und koppelt gleichzeitig das hintere Gleitelement 33 mit dem
hinteren Hilfsgleitelement 26.
Der Schiebedeckel 3 ist nahe seiner Hinterkante an der Unterseite mit einem hinteren
Deckelträger 35 versehen, an welchem ein Bolzen 36 befestigt ist. Der Bolzen 36 ist
schwenkbar mit einem Hebel 37 verbunden, der an seinem gegenüberliegenden Ende über
einen Bolzen 38 schwenkbar am hinteren Gleitelement 33 angelenkt ist. Der Hebel 37
weist ferner einen Steuerbolzen 39 auf, der mit einer dachfesten Anhebekulisse 41
zusammenwirkt, welche gemeinsam mit einem in Schließposition unterhalb des
Steuerbolzens 39 angeordneten Anschlag 42 an einem mit der Führungsschiene 18
verbundenen Steuerteil 43 angeordnet ist. Das Steuerteil 43 weist ferner eine bogenförmig
von oben nach hinten verlaufende Steuerkulisse 40 auf, welche den Bolzen 36 führt.
Bei einer Bewegung des hinteren Gleitelements 33 von der in Fig. 3 dargestellten Position
in die in Fig. 5 dargestellte Position zieht das hintere Gleitelement 33, welches seinerseits
vom hinteren Hilfsgleitelement 26 nach hinten geschoben wird, den Bolzen 38 nach hinten.
Die Steuerkulisse 40 zwingt dabei über den Bolzen 36 und den hinteren Deckelträger 35
der Hinterkante des Schiebedeckels 3 eine nach vorne gerichtete Bewegungskomponente
auf. Dabei wird gleichzeitig die Vorderkante des Schiebedeckels 3 durch den geneigten
Abschnitt 25B und den in diesen eingreifenden Bolzen 24 nach unten bewegt. Nachdem
sich der Hebel 37 vollständig nach unten geschwenkt hat, wobei die Bolzen 38 und 36 auf
gleicher Höhe in der Führungsschiene geführt werden, ist der Schiebedeckel 3 soweit
abgesenkt, daß er nach hinten unter das feste Fahrzeugdach 1 verfahren werden kann. Der
Steuerbolzen 39 ist dabei auf der Anhebekulisse 41 nach unten geglitten. Die Position mit
vollständig nach unten geschwenktem Hebel 37 und teilweise nach hinten gefahrenem
Schiebedeckel 3 ist in Fig. 6 dargestellt.
In Fig. 7 sind das vordere Gleitelement 20 und das vordere Hilfsgleitelement 13 bei
geschlossener Windabweislamelle 2 und geschlossenem Schiebedeckel 3 in der Draufsicht
dargestellt. In dieser Position koppelt der vordere Gleitstein 15 das vordere
Hilfsgleitelement 13 mit dem vorderen Gleitelement 20. Der Riegelschieber 22 wird von
einer Druckfeder 45 in Richtung auf den Gleitstein 15 federnd vorgespannt. Beim
Verfahren in die Ausstellposition der Windabweislamelle 2 zieht das vordere Gleitelement
20 über den Gleitstein 15 das vordere Hilfsgleitelement 13 soweit nach hinten (d. h. in Fig. 7
nach rechts), bis der Gleitstein 15 unter die Aussparung 19 in der Führungsschiene 18
gelangt. Hier wird der Gleitstein 15 zwangsweise durch die untere Steuerflanke 17 beim
weiteren Verfahren des vorderen Gleitelementes 20 nach oben in Eingriff mit der
Aussparung 19 gebracht. Eine an der Vorderseite eines vorspringenden Teils des vorderen
Gleitelementes 20 vorgesehene schräge Steuerfläche 44 ermöglicht dabei einer
komplementär dazu angeschrägten Steuerfläche 22A am Riegelschieber 22, daß sich dieser
unter dem Druck der Druckfeder 45 auf den Riegelstein 15 zu bewegt und diesen
schließlich untergreift, so daß der Riegelstein 15 im Eingriff mit der Aussparung 19
gehalten wird. Beim Verfahren des vorderen Gleitelementes 20 nach vorn drückt die
Steuerfläche 44 über die Steuerfläche 22A den Riegelschieber 22 entgegen dem
Federdruck nach innen, so daß dieser wieder eine Bewegung des Gleitsteins 15 nach
unten für eine Kopplung von vorderem Hilfsgleitelement 13 und vorderem Gleitelement
20 freigibt.
Im folgenden wird ein Öffnungs- und Schließvorgang des Fahrzeugdaches beschrieben. Bei
vollständig geschlossenem Fahrzeugdach koppelt der hintere Gleitstein 30 das hintere
Gleitelement 33 durch Eingriff in die Aussparung 29 mit der Führungsschiene 18. Der
vordere Gleitstein 15 koppelt gleichzeitig das vordere Hilfsgleitelement 13 mit dem
vorderen Gleitelement 20 durch Eingriff in dessen Aussparung 21. Wenn nun der nicht
dargestellte Antrieb das Antriebskabel 27 nach hinten, d. h. in den Zeichnungen nach
rechts bewegt, so zieht das vordere Gleitelement 20 das vordere Hilfsgleitelement 13 nach
hinten. Dabei sorgt der Ausstellhebel 7 durch das Verschieben des Bolzens 12 nach hinten
und den gleichzeitigen Eingriff des schwenkbar mit dem festen Lagerbock 11 gekoppelten
Gleitsteines 9 in den Kulissenschlitz 8 für ein Aufstellen der Hinterkante der
Windabweislamelle 2 in die in Fig. 4 dargestellte Position. Gleichzeitig legt das vordere
Gleitelement 20 gegenüber dem Bolzen 24 einen dem geraden Abschnitt 25A
entsprechenden Leerweg zurück. Durch die gleichzeitige Anbindung an dasselbe
Antriebskabel 27 wird im selben Zeitraum auch das hintere Hilfsgleitelement 26 um den
selben Weg nach hinten auf das hintere Gleitelement 33 zu bewegt.
Sobald der vordere Gleitstein 15 unter der Aussparung 19 in der Führungsschiene 18 und
der hintere Gleitstein 30 über der Aussparung 28 im hinteren Hilfsgleitelement 26
angekommen sind, werden diese zwangsweise in diese Aussparungen bewegt. Dabei hebt
der vordere Gleitstein 15 die Koppelung zwischen vorderem Hilfsgleitelement 13 und
vorderem Gleitelement 20 auf und koppelt gleichzeitig das vordere Hilfsgleitelement 13
mit der Führungsschiene 18. Die Windabweislamelle 2 wird dadurch in der in Fig. 4
dargestellten vollständig ausgestellten Position fest mit der Führungsschiene verriegelt.
Zum selben Zeitpunkt hebt der hintere Gleitstein 30 die Verriegelung des hinteren
Gleitelementes 33 mit der Führungsschiene 18 auf und koppelt gleichzeitig das hintere
Gleitelement 33 mit dem hinteren Hilfsgleitelement 26. Beim weiteren Verfahren nach
hinten wird die Absenkmechanik an der Deckelhinterkante in der bereits vorstehend
beschriebenen Weise wirksam. In dieser Phase schiebt das hintere Hilfsgleitelement 26 das
hintere Gleitelement 33 nach hinten bis der Schiebedeckel 3 vollständig unter den hinteren
Teil des festen Fahrzeugdaches 1 verfahren ist.
Beim Schließvorgang zieht das hintere Hilfsgleitelement 26 durch die Kopplung mittels des
hinteren Gleitsteins 30 das hintere Gleitelement 33 solange mit nach vorne, bis über dem
hinteren Gleitstein 30 die Aussparung 29 in der Führungsschiene 18 ein Ausweichen des
hinteren Gleitstein 30 ach oben ermöglicht. In dieser Position wird eine an der hinteren
Flanke des hinteren Gleitsteines 30 an der Unterseite schräg nach vorne geneigte untere
Steuerflanke 32 von einer dazu komplementären Fläche am hinteren Hilfsgleitelement 26
zwangsweise nach oben gedrückt. Der hintere Gleitstein 30 wird dadurch vom hinteren
Hilfsgleitelement 26 zwangsweise entkoppelt und koppelt gleichzeitig wieder das hintere
Gleitelement 33 mit der Aussparung 29 in der Führungsschiene 18.
Bevor dies geschieht, ist zum Anheben der Deckelhinterkante der Steuerbolzen 39 auf die
dachfeste Anhebekulisse 41 aufgelaufen und hat dabei den Bolzen 36 in die nach unten
und hinten geneigte Steuerkulisse 40 eingeführt. Dadurch wird der Hebel 37, an dem die
Deckelhinterkante über dem Bolzen 36 angeordnet ist, bei einem weiteren nach vorne
Ziehen des Bolzens 38 zwangsweise nach oben geschwenkt. Da sich parallel hierzu das
vordere Gleitelement 20 aufgrund der Kopplung mit dem selben Antriebskabel 27 um
einen entsprechenden Betrag nach vorne bewegt, wird parallel dazu über die Bewegung
des Bolzens 24 entlang des geneigten Abschnittes 25B der Steuerkulisse 25 die
Deckelvorderkante nach oben angehoben.
Zeitgleich zur Entkoppelung des hinteren Gleitsteines 30 vom hinteren Hilfsgleitelement
26 erfolgt das Entkoppeln des vorderen Gleitsteines 15 von der Aussparung 19 in der
Führungsschiene 18. Dies geschieht dadurch, daß das vordere Gleitelement 20 an das
vordere Hilfsgleitelement 13 anläuft, wobei die obere Steuerflanke 16 von der
komplementär dazu geformten nicht näher bezeichneten Flanke der Aussparung 19 nach
unten gedrückt wird. Gleichzeitig dazu öffnet der Riegelschieber 22 und ermöglicht dem
Gleitstein 15 das Eintreten nach unten in die Aussparung 21 im vorderen Gleitelement
20. Somit sind vorderes Hilfsgleitelement 13 und vorderes Gleitelement 20 während der
weiteren Bewegung nach vorne zum Absenken der Windabweislamelle 2 wieder
zwangsweise miteinander gekoppelt.
Mit dem vorstehend beschriebenen Fahrzeugdach ist eine einfache Möglichkeit
angegeben, zwei Deckelelemente mittels eines einzigen Antriebes unabhängig voneinander
und dennoch zwangsweise sicher anzusteuern.
Claims (6)
1. Fahrzeugdach (1) mit zwei eine Dachöffnung wahlweise verschließenden oder
wenigstens teilweise freigebenden Deckelelementen, von denen das vordere
als Windabweislamelle (2) ausgebildet ist, welche um eine nahe ihrer
Vorderkante angeordnete Schwenkachse (4) schwenkbar und mit ihrer
Hinterkante über das feste Fahrzeugdach (1) ausstellbar ist, und von denen das
hintere Deckelelement als Schiebedeckel (3) ausgebildet ist, der mittels einer
Absenkmechanik (Hebel 37, Bolzen 36, Steuerkulisse 40; Bolzen 24,
Steuerkulisse 25) unter das feste Fahrzeugdach (1) absenkbar und der an längs
von dachfesten Führungsschienen (18) verschiebbaren Gleitelementen (20 bzw. 33)
unter das feste Fahrzeugdach (1) verfahrbar ist, wobei Windabweislamelle (2)
und Schiebedeckel (3) mittels eines gemeinsamen Antriebes (Antriebskabel 27)
betätigbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiebedeckel (3) ein vorderes
und ein hinteres Gleitelement (20 bzw. 33) aufweist, an dem die
Absenkmechanik (Hebel 37, Bolzen 36, Steuerkulisse 40; Bolzen 24,
Steuerkulisse 25) angelenkt ist, und daß ferner relativ zu den Gleitelementen (20
bzw. 33) bewegbare vordere und hintere Hilfsgleitelemente (13 bzw. 26)
vorgesehen sind, die mittels senkrecht zur Bewegungsrichtung der Gleitelemente
(20 bzw. 33) bewegbarer Gleitsteine (15 bzw. 30) selbsttätig mit dem jeweiligen
Gleitelement (20 bzw. 33) oder mit einem dachfesten Teil (Führungsschiene 18)
koppelbar sind, wobei am vorderen Hilfsgleitelement (13) gleichzeitig eine
Ausstellmechanik (6) der Windabweislamelle (2) angelenkt ist.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere
Gleitelement (20) mit einer Führung (Steuerkulisse 25) für die Absenkmechanik
(6) des Schiebedeckels (3) versehen ist, die einen Leerweg (Abschnitt 25A) für die
Relativbewegung des vorderen Hilfsgleitelementes (13) aufweist.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
vorderer Gleitstein (15) bei vollständig geschlossenem Dach das vordere
Hilfsgleitelement (13) mit dem vorderen Gleitelement (20) verbindet und bei
vollständig ausgestellter Windabweislamelle (2) diese Verriegelung freigibt und
das vordere Hilfsgleitelement (13) mit einem dachfesten Teil (Aussparung 19 in
Führungsschiene 18) verriegelt.
4. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein hinterer Gleitstein (30) bei vollständig geschlossenem
Schiebedeckel (3) das hintere Gleitelement (33) mit einem dachfesten Teil
(Aussparung 29 in Führungsschiene 18) verriegelt und bei vollständig
ausgestellter Windabweislamelle (2) diese Verriegelung freigibt und das hintere
Hilfsgleitelement (26) mit dem hinteren Gleitelement (33) verriegelt.
5. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Absenkmechanik am hinteren Gleitelement (33) einen
in einer dachfesten Hilfsführung (Steuerkulisse 40) geführten Hebel (37) umfaßt,
der der Hinterkante des Schiebedeckels (3) beim Absenken eine nach vorne
gerichtete Bewegungskomponente aufzwingt.
6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (37) der
Absenkmechanik einen Steuerbolzen (39) aufweist, der im Zusammenwirken mit
einer dachfesten Anhebekulisse (41) einen mit dem Schiebedeckel (3)
verbundenen Bolzen (36) beim Verfahren des Schiebedeckels (3) aus der
geöffneten in die geschlossene Position zwangsweise in die Hilfsführung
(Steuerkulisse 40) einführt.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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