DE19503520C1 - Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn und Anlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn und Anlage zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Als "Bemusterung" im Sinne der Erfindung kommt in
erster Linie eine farbige Bemusterung in Betracht, wobei
nicht nur an eine regelrechte Bebilderung zu denken ist,
sondern auch eine Uni-Färbung unter den Begriff fallen
soll. Auf die Art des Auftrags des Bemusterungsmittels
kommt es für die Erfindung nicht an. In vielen Fällen wird
es sich um einen Druckvorgang handeln, doch kommen auch
Verfahren in Betracht, bei denen das Bemusterungsmittel
auftropfen gelassen wird, aufgegossen wird oder aufge
sprüht wird oder bei denen gar die Warenbahn in eine Bemu
sterungsflotte getaucht wird.
Die Erfindung befaßt sich mit Verfahren dieser Art,
bei denen auf der Warenbahn ein Verdickungsmittel zugegen
sein muß. Dies ist in erster Linie bei Druckverfahren der
Fall, damit das Bemusterungsmittel nicht verläuft und eine
saubere Kontur entsteht oder damit das Bemusterungsmittel
nicht zu schnell in Tiefe des textilen Materials ein
dringt. Die Verwendung von Verdickungsmitteln beim Textil
druck ist in dem Buch von M. Peter und H.K. Rouette
"Grundlagen der Textilveredlung" 13. Auflage (1989), Sei
ten 620 bis 623 beschrieben und eine Reihe geeigneter
Stoffe aufgezählt. Es versteht sich, daß als Verdickungs
mittel auch Mischungen mehrerer entsprechender Stoffe
anzusehen sind.
Beim Druck befindet sich die Verdickung in dem aufge
tragenen Medium, d. h. der Druckpaste. Dies gilt auch, wenn
bei der Teppichfärberei mit Verdickung gearbeitet werden
muß, damit das aufgetragene Bemusterungsmittel nicht zu
rasch in den bei Teppichen recht hohen Flor einsinkt und
die Spitzen der Fasern nicht genügend Farbstoff erhalten,
so daß ein Grauschleier entsteht. Die der Färbeflotte in
diesen Fällen zugesetzte Verdickung hält die Flotte lang
genug auch an den oberen Bereichen der Fasern fest.
Es gibt aber auch Fälle, bei denen Verdickungsmittel
nicht mit dem Bemusterungsmittel zusammen, sondern vorher
aufgetragen wird. Ein Beispiel hierfür ist der DE 27 08
000 A1 zu entnehmen, bei der das Verdickungsmittel (Gum)
als Farbrückhaltemittel dient und in einer Schicht auf
eine Teppichbahn aufgetragen wird, auf die anschließend
ein rapportloses Muster durch Farbflotten aufgetröpfelt
wird. Auch hier sind jedoch, wenn die Bemusterung beendet
ist und die Ware sich im Dämpfer befindet, Verdickungs
mittel zugegen.
Diese Verdickungsmittel müssen von der Warenbahn nach
dem Dämpfen wieder entfernt werden. Diese Aufgabe ist
schwierig und erfordert einen erheblichen Waschaufwand.
Viele Versuche sind unternommen worden, um das Entfernen
der Verdickungsmittel zu erleichtern. Beispielsweise ist
die Verdickung erst angefeuchtet worden, worauf sie eine
Verweilstrecke durchlief, um die Verdickung durch die
Feuchtigkeit quellen zu lassen. Danach sollte sie sich
leichter auswaschen lassen.
In jedem Fall war bisher der Waschaufwand zur Ent
fernung der Verdickung wesentlich größer als in der norma
len Färberei, wo keine Verdickungsmittel notwendig sind.
Die Verdickungsmittel bilden am Ende des Dämpfers
eine regelrechte Schicht auf der Bahn, und es ist auch
bereits unternommen worden, diese Schicht im Endbereich
des Dämpfers mechanisch durch Rakeln zu entfernen, so daß
wenigstens ein wesentlicher Teil der Verdickungsmittel
schon ohne Waschvorgang von der Warenbahn herunter war und
der Waschvorgang entsprechend entlastet wurde (DE 34 40
948 A1). Dieser Stand der Technik liegt dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zugrunde.
Alle diese bekannten Maßnahmen standen aber unter dem
Aspekt lediglich der Entfernung der, Verdickungsmittel, die
anschließend aufwendig entsorgt werden mußten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gat
tungsgemäße mit Verdickungsmitteln arbeitende Bemuste
rungsverfahren zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und
5 in ihrem verfahrensmäßigen bzw. apparativen Aspekt wie
dergegebene Erfindung gelöst.
Das Gewicht liegt hierbei also nicht auf der bloßen
Entfernung der Verdickung, sondern auf ihrer Wiedergewin
nung und im erneuten Einsatz beim Ansatz weiteren Bemuste
rungsmittels. Die Erfindung hat also sowohl einen ökologi
schen Aspekt, insofern durch die mehrmalige Verwendung der
Verdickungsmittel der Entsorgungsaufwand wesentlich redu
ziert wird, als auch einen wirtschaftlichen Aspekt, inso
fern die Mehrfachverwendung der teuren Verdickungsmittel
eine Kostenersparnis ergibt, die die Kosten der zusätzli
chen apparativen Ausrüstung in relativ kurzer Zeit amorti
siert.
Als "Mittelreste" soll hierbei die Gesamtheit der
ungebundenen auf der Warenbahn und ihren Fasern befindli
chen Stoffe verstanden werden, also nicht nur die Reste
des aufgetragenen Bemusterungsmittels, sondern auch die
verbliebenen Reste von in vorangegangenen Behandlungs
schritten aufgetragenen Behandlungsmitteln wie Schlichte,
Avivagen und ähnliches, die den Fasern anhaften. Bei der
mechanischen Entfernung der Mittelreste werden diese An
teile weniger erfaßt. Sie verbleiben überwiegend auf der
Warenbahn und werden erst beim nachfolgenden Waschvorgang
entfernt. Die mechanisch entfernbaren Anteile beinhalten
vielmehr vorwiegend die Reste des Bemusterungsmittels,
z. B. der Druckpaste, die ganz überwiegend aus dem Verdic
kungsmittel bestehen, welches auf diese Weise von den
unerwünschten Behandlungsmitteln wie Schlichten, Avivagen
usw. separierbar ist und sich in dem wiederzuverwendenden
Anteil nicht anreichern kann.
Die "Reinigung" der mechanisch entfernten Mittelreste
erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
Einerseits, wie in Anspruch 2 angegeben, erfolgt eine
mechanische Reinigung durch Sieben oder Filtern, die bei
der mechanischen Entfernung der Mittelreste mitgenommene
Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen aus dem Mate
rial entfernt.
An diese mechanische Reinigung kann sich gemäß An
spruch 3 eine Entfärbungsbehandlung anschließen. Es ist
zwar so, daß bei vielen farblichen Bemusterungen, also
Färbungen, die in dem Bemusterungsmittel enthaltenen Farb
stoffe zu 99% und mehr auf die Fasern aufziehen und schon
von daher die ganz überwiegend aus dem verbliebenen Ver
dickungsmittel bestehenden Mittelreste fast farblos übrig
bleiben. Da aber diese Farbstoffreste sich bei der Mehr
fachverwendung der Verdickungsmittel anreichern können,
empfiehlt sich eine eigene Entfärbungsbehandlung.
Ein hierfür in Betracht kommendes Verfahren ergibt
sich aus Anspruch 4. Die mechanisch gereinigten Mittel
reste werden mit einer geeigneten Auftragsvorrichtung wie
bei einer Färbung auf ein bahnförmiges durchlässiges Flä
chengebilde aus Textilfasern aufgetragen, die von dem
Bemusterungsfarbstoff leicht anfärbbar sind. Das Flächen
gebilde kann ein Gewebe oder aber auch ein Vlies aus den
Textilfasern sein. Die auf dem Flächengebilde befindlichen
Mittelreste werden sodann durch das Flächengebilde hin
durchgesaugt, wobei die darin noch enthaltenen Farbstoffe
bereitwillig auf die Fasern des Flächengebildes übergehen,
die ja entsprechend ausgewählt sind. Die in den Mittel
resten noch enthaltenen Farbstoffe werden also aus ihnen
gewissermaßen "weggefärbt". Es verbleibt praktisch reines
Verdickungsmittel, welches wiederverwendet werden kann.
Das Flächengebilde wird entweder verworfen oder durch
geeignete Verfahren seinerseits entfärbt, um gegebenen
falls wiederverwendbar zu sein.
Ein wichtiger Aspekt der geschilderten Verfahrens
weise liegt darin, daß sowohl die Entfernung des Verdic
kungsmittels von der Warenbahn als auch seine Reinigung
ohne die Zuhilfenahme von Wasser vonstatten gehen, so daß
das wiedergewonnene Verdickungsmittel so, wie es ist, und
ohne energieaufwendige Entwässerung wiederverwendet werden
kann.
Die Ansprüche 5 bis 12 geben die Erfindung in ihrer
apparativen Ausgestaltung wieder.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch darge
stellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Wiedergewinnungsteils
einer Bemusterungsanlage;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Entfärbungsein
richtung.
Die in Fig. 1 mit 1 bezeichnete textile Warenbahn ist
in dem Ausführungsbeispiel eine Teppichbahn, die an einer
der Darstellung vorgeschalteten Stelle mit einem Auftrag
eines Bemusterungsmittels versehen worden ist, welches
Verdickungsmittel enthielt. In dem Ausführungsbeispiel
handelt es sich um eine verdickte Druckpaste.
Nach dem Auftrag des Bemusterungsmittels sind also
auf der Warenbahn 1 das Bemusterungsmittel und das Ver
dickungsmittel zugleich zugegen. Die Warenbahn 1 läuft so
im Sinne des Pfeiles 2 in einen Dämpfer 3 ein, in welchem
die Farbstoffe aus dem Bemusterungsmittel auf die Fasern
der Warenbahn 1 aufziehen. Am Ende des Durchlaufs ist
dieser Vorgang beendet und bleibt auf der Warenbahn ein
Mittelrest zurück, der aus geringen Farbstoffresten, et
waigen geringen Rückständen sonstiger Art und dem gesamten
Verdickungsmittel besteht. Letzteres findet sich als eine
Art Schicht auf der Polseite der Warenbahn, wenn diese
dabei ist, den Dämpfer 3 an dem Auslaß 4 zu verlassen. In
dem Dämpfer 3 ist in diesem Bereich eine Rakel 5 vorgese
hen, die die Warenbahn 1 abrakelt und einen wesentlichen
Anteil des auf der Warenbahn 1 befindlichen Mittelrestes,
beispielsweise 50 bis 70%, von der Warenbahn mechanisch
abnimmt und in einer Rinne 6 sammelt, von wo er in einen
Pufferbehälter 7 am Auslaß 4 des Dämpfers übergeht. Die
Rakel oder eine sonstige mechanische Entfernungseinrich
tung können auch außerhalb des Dämpfers dicht am Auslaß 4
angeordnet sein.
Es ist nicht erwünscht, den auf der Warenbahn ver
bliebenen Mittelrest durchgreifend zu entfernen. In dem
Mittelrest sind nämlich auch Rest von Schlichte, Avivagen
und dergleichen enthalten, die an der Faser und weniger im
Bereich der oben auf dem Pol befindlichen Verdickungsmit
telschicht sitzen. Diese Anteile des Mittelrestes verblei
ben bei der Abrakelung überwiegend auf der Warenbahn 1 und
gelangen nicht in den Pufferbehälter 7 mit dem abgerakel
ten Anteil des Mittelrestes. Die unerwünschten Bestand
teile wie Schlichte, Avivagen und dergleichen werden aus
gewaschen, wenn die Warenbahn 1 nach dem Verlassen des
Dämpfers 3 an dem Auslaß 4 im Sinne des Pfeiles 8 in eine
nicht dargestellte Waschanlage überführt wird.
Der abgerakelte Mittelrest aus dem Pufferbehälter 7
wird mittels einer Pumpe 9 in eine als Ganzes mit 10 be
zeichnete Reinigungseinrichtung überführt. Die Reinigungs
einrichtung 10 umfaßt zwei Aggregate 11 und 12. Der abge
rakelte Mittelrest gelangt zunächst in das Aggregat 11,
welches eine Sieb- und Filtereinheit zum Entfernen von
mechanischen Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen
ist, die beim Abrakeln von der Warenbahn 1 abgenommen
werden.
Der mechanisch vorgereinigte Mittelrest gelangt so
dann in eine Entfärbungseinheit 12, die die geringfügigen
Farbstoffanteile, die in dem Dämpfer 3 nicht auf die Wa
renbahn 1 aufgezogen, sondern in dem Mittelrest verblieben
sind, aus diesem herausholt. Die Entfärbungseinheit 12
wird anhand von Fig. 2 noch im einzelnen beschrieben.
Das die Entfärbungseinheit 12 in der Leitung 13 ver
lassende Medium ist nicht mehr als "Mittelrest" anzuspre
chen, sondern besteht aus praktisch reinem Verdickungs
mittel, welches in Vorratsbehälter 14 abgegeben werden
kann. An sich wäre nur ein Vorratsbehälter 14 erforder
lich. Die Qualität des auf der Leitung 13 anstehenden
Verdickungsmittels kann jedoch von Metrage zu Metrage der
Warenbahn 1 schwanken. Es empfiehlt sich daher, das Ver
dickungsmittel bei jeder Metrage separat aufzufangen. Aus
diesem Grund sind in dem Ausführungsbeispiel drei Vorrats
behälter 14 vorgesehen, in die das auf der Leitung 13
geförderte Verdickungsmittel wahlweise abgegeben werden
kann.
Außer den drei Vorratsbehältern 14 ist noch ein Be
hälter 15 mit Verdickungsmittel-Stammlösung vorgesehen,
aus welchem mittels einer Pumpe 16 über eine Leitung 17
Verdickungsmittel-Stammlösung in einen Ansatzbehälter 18
zur Bereitung weiteren Bemusterungsmittels, zum Beispiel
weiterer Druckpaste, abgegeben werden kann.
Alternativ oder zusätzlich kann über die Leitung 20
Verdickungsmittel-Stammlösung wahlweise in einen der Vor
ratsbehälter 14 gegeben werden, um das darin befindliche
Verdickungsmittel, dessen Qualität in den drei Vorrats
behältern 14 unterschiedlich sein kann, in der erforderli
chen Weise einzustellen. Diese Einstellung kann automa
tisch erfolgen, indem die Eigenschaften der in den einzel
nen Vorratsbehältern 14 befindlichen Verdickungsmittel
mengen durch geeignete Meßeinrichtungen 21 gemessen wer
den. Die Meßwerte werden jeweils über eine Leitung 22
einem Regler 40 zugeführt, der die dosierende Pumpe 16
derart steuert, daß sie den einzelnen Vorratsbehältern 14
die dort jeweils benötigte Menge an Verdickungsmittel-
Stammlösung zu führt.
Aus den einzelnen Vorratsbehältern 14 wird wahlweise
das Verdickungsmittel über eine Leitung 23 mittels einer
Pumpe 24 entnommen und dem Ansatzbehälter 18 zur Bereitung
weiteren Bemusterungsmittels zugeführt.
In Fig. 2 ist eine in Betracht kommende Entfärbeein
heit 12 wiedergegeben. Die die Sieb- und Filtereinheit 11
verlassende Mittelrestmenge wird über ein Zuführrohr 25
auf einen horizontal geführten Abschnitt 30′ eines bahn
förmigen Flächengebildes 30 aufgegeben, welches ein Gewe
be, eine Gewirke oder ein Vlies aus Fasern darstellt, die
von den in dem Bemusterungsmittel für den Teppich enthal
tenen Farbstoffen besonders leicht anfärbbar sind. In dem
gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Flächengebilde von
einer Rolle 26 abgewickelt, über eine Tragwalze 27 und ein
über die Breite des Flächengebildes 30 wirksames Saugrohr
28 in dem horizontalen Abschnitt 30′ geführt und anschlie
ßend auf eine Rolle 29 wieder aufgewickelt. Der Mittelrest
wird durch das Zuführrohr 25 an einer Stelle auf die Ober
seite des Flächengebildes 30 abgegeben, an der dieses auf
der Rückseite durch eine Gleitplatte 31 unterstützt ist.
Durch eine auf der Oberseite angeordnete Streichrakel 32
wird die aufgebrachte Mittelrestmenge zu einer gleichmäßi
gen Schicht 33 ausgestrichen, die beim Passieren der Ein
gangsöffnung des Saugrohrs 28 durch das Flächengebilde 30
hindurch in das Saugrohr 28 hineingesaugt wird.
Die in dem Mittelrest noch enthaltenen geringen Farb
stoffmengen gehen dabei auf das Flächengebilde 30 über, so
daß in der Leitung 34 praktisch farbloses Verdickungsmit
tel herauskommt, welches in dem Abscheider 35 von dem
Saugluftstrom getrennt wird, so daß luftfreies Verdik
kungsmittel in die Leitung 13 gelangt, aus der es in der
im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Weise weiterver
arbeitet wird.
Claims (12)
1. Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn,
insbesondere Teppichbahn,
bei welchem ein Bemusterungsmittel auf die Warenbahn
aufgetragen wird und auf der Warenbahn ein Verdickungsmittel
zugegeben wird,
bei welchem die mit dem Bemusterungsmittel versehene Warenbahn durch einen Dämpfer geleitet
und bei welchem auf der Warenbahn befindliche Mittel reste von der ganz oder im wesentlichen noch die Dämpfer temperatur aufweisenden Warenbahn mechanisch zumindest teilweise entfernt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die entfernten Mittelreste, ohne mit Wasser ver dünnt zu werden, gereinigt und das dann verbleibende prak tisch reine Verdickungsmittel beim Ansatz weiteren Bemu sterungsmittels wiederverwendet wird.
bei welchem die mit dem Bemusterungsmittel versehene Warenbahn durch einen Dämpfer geleitet
und bei welchem auf der Warenbahn befindliche Mittel reste von der ganz oder im wesentlichen noch die Dämpfer temperatur aufweisenden Warenbahn mechanisch zumindest teilweise entfernt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die entfernten Mittelreste, ohne mit Wasser ver dünnt zu werden, gereinigt und das dann verbleibende prak tisch reine Verdickungsmittel beim Ansatz weiteren Bemu sterungsmittels wiederverwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Reinigung eine mechanische Reinigung durch
Sieben und Filtern zur Entfernung von Flusen und derglei
chen umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Reinigung eine Entfärbungsbehandlung
folgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die mechanisch entfernten Mittelreste auf ein
bahnförmiges durchlässiges Flächengebilde aus Textilfa
sern, die von dem Bemusterungsfarbstoff leicht anfärbbar
sind, aufgebracht und dann durch das Flächengebilde hin
durchgesaugt werden, wobei die in dem Verdickungsmittel
noch enthaltenen Farbstoffe an das Flächengebilde abgege
ben werden.
5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 4,
mit Mitteln zur kontinuierlichen Förderung einer
textilen Warenbahn (1), insbesondere einer Teppichbahn, in
ihrer Längsrichtung entlang einer Behandlungsstrecke,
mit einer Auftragseinrichtung, mittels derer das Bemuste
rungsmittel und zugleich oder separat das Verdickungsmittel
auf die sich vorwärtsbewegende Warenbahn (1) auftragbar
ist,
mit einem der Auftragseinrichtung in der Behandlungs strecke nachgeschalteten Dämpfer (3)
und mit einer im Bereich des Dämpferauslaufs (4) angeordneten Einrichtung (5, 6, 7) zur mechanischen Entfer nung eines wesentlichen Teils der Verdickungsmittel ent haltenden Mittelreste von der Warenbahn (1), dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung (6, 7, 9) zum Auffangen und Wei terfördern der entfernten Mittelreste,
eine Einrichtung (10) zur Reinigung der Mittelreste, ohne daß sie mit Wasser verdünnt werden, zwecks Rückgewin nung praktisch reinen Verdickungsmittels
und eine Einrichtung (13, 14, 23, 24) zur Rückführung des zurückgewonnenen Verdickungsmittels zwecks Wiederver wendung desselben beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels vorgesehen sind.
mit einem der Auftragseinrichtung in der Behandlungs strecke nachgeschalteten Dämpfer (3)
und mit einer im Bereich des Dämpferauslaufs (4) angeordneten Einrichtung (5, 6, 7) zur mechanischen Entfer nung eines wesentlichen Teils der Verdickungsmittel ent haltenden Mittelreste von der Warenbahn (1), dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung (6, 7, 9) zum Auffangen und Wei terfördern der entfernten Mittelreste,
eine Einrichtung (10) zur Reinigung der Mittelreste, ohne daß sie mit Wasser verdünnt werden, zwecks Rückgewin nung praktisch reinen Verdickungsmittels
und eine Einrichtung (13, 14, 23, 24) zur Rückführung des zurückgewonnenen Verdickungsmittels zwecks Wiederver wendung desselben beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels vorgesehen sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mit
telreste eine über die Breite der Warenbahn (1) wirksame,
von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende
Rakelanordnung (5) umfaßt.
7. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mit
telreste eine über die Breite der Warenbahn (1) wirksame,
von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende
Saugvorrichtung umfaßt.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der
entfernten Mittelreste ein Flusensieb und/oder -filter
umfaßt.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der
entfernten Mittelreste eine Entfärbungseinrichtung (12)
umfaßt.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entfärbungseinrichtung (12) eine Auftragseinrich
tung (25, 32) umfaßt, mittels derer die mechanisch gerei
nigten Mittelreste auf ein vorlaufendes Flächengebilde
(30) aus textilen Fasern, die von den Farbstoffen des
Bemusterungsmittels leicht anfärbbar sind, auftragbar ist,
eine dem Auftragsbereich nachgeschaltete Saugvorrichtung
(28), mittels derer die aufgetragenen Mittelreste durch
das Flächengebilde (30) hindurch absaugbar sind, und einen
Abscheider (35) zum Abscheiden des Verdickungsmittels aus
dem abgesaugten Luftstrom umfaßt.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das bahnförmige Flächengebilde (30) von einer Abwic
kelrolle (26) ausgebreitet über eine Strecke (30′) zu
einer Aufwickelrolle (29) geführt ist und die Auftragsvor
richtung (25, 32) und die Saugvorrichtung (28) in der
Strecke (30′) hintereinandergeschaltet sind.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß eine Meßeinrichtung (21) für
Eigenschaften des wiedergewonnenen Verdickungsmittels und
ein Vorratsbehälter (15) für Verdickungsmittel-Stammlösung
vorgesehen sind, aus welchem beim Ansatz weiteren Bemuste
rungsmittels Stammlösung zur Einstellung der geforderten
Verdickungsmitteleigenschaften geregelt zuführbar ist.
Priority Applications (7)
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