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DE19503520C1 - Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn und Anlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn und Anlage zur Durchführung des Verfahrens

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DE19503520C1
DE19503520C1 DE19503520A DE19503520A DE19503520C1 DE 19503520 C1 DE19503520 C1 DE 19503520C1 DE 19503520 A DE19503520 A DE 19503520A DE 19503520 A DE19503520 A DE 19503520A DE 19503520 C1 DE19503520 C1 DE 19503520C1
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Eduard Kuesters Maschinenfabrik GmbH and Co KG
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B23/00Component parts, details, or accessories of apparatus or machines, specially adapted for the treating of textile materials, not restricted to a particular kind of apparatus, provided for in groups D06B1/00 - D06B21/00
    • D06B23/20Arrangements of apparatus for treating processing-liquids, -gases or -vapours, e.g. purification, filtration or distillation

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Als "Bemusterung" im Sinne der Erfindung kommt in erster Linie eine farbige Bemusterung in Betracht, wobei nicht nur an eine regelrechte Bebilderung zu denken ist, sondern auch eine Uni-Färbung unter den Begriff fallen soll. Auf die Art des Auftrags des Bemusterungsmittels kommt es für die Erfindung nicht an. In vielen Fällen wird es sich um einen Druckvorgang handeln, doch kommen auch Verfahren in Betracht, bei denen das Bemusterungsmittel auftropfen gelassen wird, aufgegossen wird oder aufge­ sprüht wird oder bei denen gar die Warenbahn in eine Bemu­ sterungsflotte getaucht wird.
Die Erfindung befaßt sich mit Verfahren dieser Art, bei denen auf der Warenbahn ein Verdickungsmittel zugegen sein muß. Dies ist in erster Linie bei Druckverfahren der Fall, damit das Bemusterungsmittel nicht verläuft und eine saubere Kontur entsteht oder damit das Bemusterungsmittel nicht zu schnell in Tiefe des textilen Materials ein­ dringt. Die Verwendung von Verdickungsmitteln beim Textil­ druck ist in dem Buch von M. Peter und H.K. Rouette "Grundlagen der Textilveredlung" 13. Auflage (1989), Sei­ ten 620 bis 623 beschrieben und eine Reihe geeigneter Stoffe aufgezählt. Es versteht sich, daß als Verdickungs­ mittel auch Mischungen mehrerer entsprechender Stoffe anzusehen sind.
Beim Druck befindet sich die Verdickung in dem aufge­ tragenen Medium, d. h. der Druckpaste. Dies gilt auch, wenn bei der Teppichfärberei mit Verdickung gearbeitet werden muß, damit das aufgetragene Bemusterungsmittel nicht zu rasch in den bei Teppichen recht hohen Flor einsinkt und die Spitzen der Fasern nicht genügend Farbstoff erhalten, so daß ein Grauschleier entsteht. Die der Färbeflotte in diesen Fällen zugesetzte Verdickung hält die Flotte lang genug auch an den oberen Bereichen der Fasern fest.
Es gibt aber auch Fälle, bei denen Verdickungsmittel nicht mit dem Bemusterungsmittel zusammen, sondern vorher aufgetragen wird. Ein Beispiel hierfür ist der DE 27 08 000 A1 zu entnehmen, bei der das Verdickungsmittel (Gum) als Farbrückhaltemittel dient und in einer Schicht auf eine Teppichbahn aufgetragen wird, auf die anschließend ein rapportloses Muster durch Farbflotten aufgetröpfelt wird. Auch hier sind jedoch, wenn die Bemusterung beendet ist und die Ware sich im Dämpfer befindet, Verdickungs­ mittel zugegen.
Diese Verdickungsmittel müssen von der Warenbahn nach dem Dämpfen wieder entfernt werden. Diese Aufgabe ist schwierig und erfordert einen erheblichen Waschaufwand. Viele Versuche sind unternommen worden, um das Entfernen der Verdickungsmittel zu erleichtern. Beispielsweise ist die Verdickung erst angefeuchtet worden, worauf sie eine Verweilstrecke durchlief, um die Verdickung durch die Feuchtigkeit quellen zu lassen. Danach sollte sie sich leichter auswaschen lassen.
In jedem Fall war bisher der Waschaufwand zur Ent­ fernung der Verdickung wesentlich größer als in der norma­ len Färberei, wo keine Verdickungsmittel notwendig sind.
Die Verdickungsmittel bilden am Ende des Dämpfers eine regelrechte Schicht auf der Bahn, und es ist auch bereits unternommen worden, diese Schicht im Endbereich des Dämpfers mechanisch durch Rakeln zu entfernen, so daß wenigstens ein wesentlicher Teil der Verdickungsmittel schon ohne Waschvorgang von der Warenbahn herunter war und der Waschvorgang entsprechend entlastet wurde (DE 34 40 948 A1). Dieser Stand der Technik liegt dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrunde.
Alle diese bekannten Maßnahmen standen aber unter dem Aspekt lediglich der Entfernung der, Verdickungsmittel, die anschließend aufwendig entsorgt werden mußten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gat­ tungsgemäße mit Verdickungsmitteln arbeitende Bemuste­ rungsverfahren zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und 5 in ihrem verfahrensmäßigen bzw. apparativen Aspekt wie­ dergegebene Erfindung gelöst.
Das Gewicht liegt hierbei also nicht auf der bloßen Entfernung der Verdickung, sondern auf ihrer Wiedergewin­ nung und im erneuten Einsatz beim Ansatz weiteren Bemuste­ rungsmittels. Die Erfindung hat also sowohl einen ökologi­ schen Aspekt, insofern durch die mehrmalige Verwendung der Verdickungsmittel der Entsorgungsaufwand wesentlich redu­ ziert wird, als auch einen wirtschaftlichen Aspekt, inso­ fern die Mehrfachverwendung der teuren Verdickungsmittel eine Kostenersparnis ergibt, die die Kosten der zusätzli­ chen apparativen Ausrüstung in relativ kurzer Zeit amorti­ siert.
Als "Mittelreste" soll hierbei die Gesamtheit der ungebundenen auf der Warenbahn und ihren Fasern befindli­ chen Stoffe verstanden werden, also nicht nur die Reste des aufgetragenen Bemusterungsmittels, sondern auch die verbliebenen Reste von in vorangegangenen Behandlungs­ schritten aufgetragenen Behandlungsmitteln wie Schlichte, Avivagen und ähnliches, die den Fasern anhaften. Bei der mechanischen Entfernung der Mittelreste werden diese An­ teile weniger erfaßt. Sie verbleiben überwiegend auf der Warenbahn und werden erst beim nachfolgenden Waschvorgang entfernt. Die mechanisch entfernbaren Anteile beinhalten vielmehr vorwiegend die Reste des Bemusterungsmittels, z. B. der Druckpaste, die ganz überwiegend aus dem Verdic­ kungsmittel bestehen, welches auf diese Weise von den unerwünschten Behandlungsmitteln wie Schlichten, Avivagen usw. separierbar ist und sich in dem wiederzuverwendenden Anteil nicht anreichern kann.
Die "Reinigung" der mechanisch entfernten Mittelreste erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
Einerseits, wie in Anspruch 2 angegeben, erfolgt eine mechanische Reinigung durch Sieben oder Filtern, die bei der mechanischen Entfernung der Mittelreste mitgenommene Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen aus dem Mate­ rial entfernt.
An diese mechanische Reinigung kann sich gemäß An­ spruch 3 eine Entfärbungsbehandlung anschließen. Es ist zwar so, daß bei vielen farblichen Bemusterungen, also Färbungen, die in dem Bemusterungsmittel enthaltenen Farb­ stoffe zu 99% und mehr auf die Fasern aufziehen und schon von daher die ganz überwiegend aus dem verbliebenen Ver­ dickungsmittel bestehenden Mittelreste fast farblos übrig­ bleiben. Da aber diese Farbstoffreste sich bei der Mehr­ fachverwendung der Verdickungsmittel anreichern können, empfiehlt sich eine eigene Entfärbungsbehandlung.
Ein hierfür in Betracht kommendes Verfahren ergibt sich aus Anspruch 4. Die mechanisch gereinigten Mittel­ reste werden mit einer geeigneten Auftragsvorrichtung wie bei einer Färbung auf ein bahnförmiges durchlässiges Flä­ chengebilde aus Textilfasern aufgetragen, die von dem Bemusterungsfarbstoff leicht anfärbbar sind. Das Flächen­ gebilde kann ein Gewebe oder aber auch ein Vlies aus den Textilfasern sein. Die auf dem Flächengebilde befindlichen Mittelreste werden sodann durch das Flächengebilde hin­ durchgesaugt, wobei die darin noch enthaltenen Farbstoffe bereitwillig auf die Fasern des Flächengebildes übergehen, die ja entsprechend ausgewählt sind. Die in den Mittel­ resten noch enthaltenen Farbstoffe werden also aus ihnen gewissermaßen "weggefärbt". Es verbleibt praktisch reines Verdickungsmittel, welches wiederverwendet werden kann. Das Flächengebilde wird entweder verworfen oder durch geeignete Verfahren seinerseits entfärbt, um gegebenen­ falls wiederverwendbar zu sein.
Ein wichtiger Aspekt der geschilderten Verfahrens­ weise liegt darin, daß sowohl die Entfernung des Verdic­ kungsmittels von der Warenbahn als auch seine Reinigung ohne die Zuhilfenahme von Wasser vonstatten gehen, so daß das wiedergewonnene Verdickungsmittel so, wie es ist, und ohne energieaufwendige Entwässerung wiederverwendet werden kann.
Die Ansprüche 5 bis 12 geben die Erfindung in ihrer apparativen Ausgestaltung wieder.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch darge­ stellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Wiedergewinnungsteils einer Bemusterungsanlage;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Entfärbungsein­ richtung.
Die in Fig. 1 mit 1 bezeichnete textile Warenbahn ist in dem Ausführungsbeispiel eine Teppichbahn, die an einer der Darstellung vorgeschalteten Stelle mit einem Auftrag eines Bemusterungsmittels versehen worden ist, welches Verdickungsmittel enthielt. In dem Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine verdickte Druckpaste.
Nach dem Auftrag des Bemusterungsmittels sind also auf der Warenbahn 1 das Bemusterungsmittel und das Ver­ dickungsmittel zugleich zugegen. Die Warenbahn 1 läuft so im Sinne des Pfeiles 2 in einen Dämpfer 3 ein, in welchem die Farbstoffe aus dem Bemusterungsmittel auf die Fasern der Warenbahn 1 aufziehen. Am Ende des Durchlaufs ist dieser Vorgang beendet und bleibt auf der Warenbahn ein Mittelrest zurück, der aus geringen Farbstoffresten, et­ waigen geringen Rückständen sonstiger Art und dem gesamten Verdickungsmittel besteht. Letzteres findet sich als eine Art Schicht auf der Polseite der Warenbahn, wenn diese dabei ist, den Dämpfer 3 an dem Auslaß 4 zu verlassen. In dem Dämpfer 3 ist in diesem Bereich eine Rakel 5 vorgese­ hen, die die Warenbahn 1 abrakelt und einen wesentlichen Anteil des auf der Warenbahn 1 befindlichen Mittelrestes, beispielsweise 50 bis 70%, von der Warenbahn mechanisch abnimmt und in einer Rinne 6 sammelt, von wo er in einen Pufferbehälter 7 am Auslaß 4 des Dämpfers übergeht. Die Rakel oder eine sonstige mechanische Entfernungseinrich­ tung können auch außerhalb des Dämpfers dicht am Auslaß 4 angeordnet sein.
Es ist nicht erwünscht, den auf der Warenbahn ver­ bliebenen Mittelrest durchgreifend zu entfernen. In dem Mittelrest sind nämlich auch Rest von Schlichte, Avivagen und dergleichen enthalten, die an der Faser und weniger im Bereich der oben auf dem Pol befindlichen Verdickungsmit­ telschicht sitzen. Diese Anteile des Mittelrestes verblei­ ben bei der Abrakelung überwiegend auf der Warenbahn 1 und gelangen nicht in den Pufferbehälter 7 mit dem abgerakel­ ten Anteil des Mittelrestes. Die unerwünschten Bestand­ teile wie Schlichte, Avivagen und dergleichen werden aus­ gewaschen, wenn die Warenbahn 1 nach dem Verlassen des Dämpfers 3 an dem Auslaß 4 im Sinne des Pfeiles 8 in eine nicht dargestellte Waschanlage überführt wird.
Der abgerakelte Mittelrest aus dem Pufferbehälter 7 wird mittels einer Pumpe 9 in eine als Ganzes mit 10 be­ zeichnete Reinigungseinrichtung überführt. Die Reinigungs­ einrichtung 10 umfaßt zwei Aggregate 11 und 12. Der abge­ rakelte Mittelrest gelangt zunächst in das Aggregat 11, welches eine Sieb- und Filtereinheit zum Entfernen von mechanischen Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen ist, die beim Abrakeln von der Warenbahn 1 abgenommen werden.
Der mechanisch vorgereinigte Mittelrest gelangt so­ dann in eine Entfärbungseinheit 12, die die geringfügigen Farbstoffanteile, die in dem Dämpfer 3 nicht auf die Wa­ renbahn 1 aufgezogen, sondern in dem Mittelrest verblieben sind, aus diesem herausholt. Die Entfärbungseinheit 12 wird anhand von Fig. 2 noch im einzelnen beschrieben.
Das die Entfärbungseinheit 12 in der Leitung 13 ver­ lassende Medium ist nicht mehr als "Mittelrest" anzuspre­ chen, sondern besteht aus praktisch reinem Verdickungs­ mittel, welches in Vorratsbehälter 14 abgegeben werden kann. An sich wäre nur ein Vorratsbehälter 14 erforder­ lich. Die Qualität des auf der Leitung 13 anstehenden Verdickungsmittels kann jedoch von Metrage zu Metrage der Warenbahn 1 schwanken. Es empfiehlt sich daher, das Ver­ dickungsmittel bei jeder Metrage separat aufzufangen. Aus diesem Grund sind in dem Ausführungsbeispiel drei Vorrats­ behälter 14 vorgesehen, in die das auf der Leitung 13 geförderte Verdickungsmittel wahlweise abgegeben werden kann.
Außer den drei Vorratsbehältern 14 ist noch ein Be­ hälter 15 mit Verdickungsmittel-Stammlösung vorgesehen, aus welchem mittels einer Pumpe 16 über eine Leitung 17 Verdickungsmittel-Stammlösung in einen Ansatzbehälter 18 zur Bereitung weiteren Bemusterungsmittels, zum Beispiel weiterer Druckpaste, abgegeben werden kann.
Alternativ oder zusätzlich kann über die Leitung 20 Verdickungsmittel-Stammlösung wahlweise in einen der Vor­ ratsbehälter 14 gegeben werden, um das darin befindliche Verdickungsmittel, dessen Qualität in den drei Vorrats­ behältern 14 unterschiedlich sein kann, in der erforderli­ chen Weise einzustellen. Diese Einstellung kann automa­ tisch erfolgen, indem die Eigenschaften der in den einzel­ nen Vorratsbehältern 14 befindlichen Verdickungsmittel­ mengen durch geeignete Meßeinrichtungen 21 gemessen wer­ den. Die Meßwerte werden jeweils über eine Leitung 22 einem Regler 40 zugeführt, der die dosierende Pumpe 16 derart steuert, daß sie den einzelnen Vorratsbehältern 14 die dort jeweils benötigte Menge an Verdickungsmittel- Stammlösung zu führt.
Aus den einzelnen Vorratsbehältern 14 wird wahlweise das Verdickungsmittel über eine Leitung 23 mittels einer Pumpe 24 entnommen und dem Ansatzbehälter 18 zur Bereitung weiteren Bemusterungsmittels zugeführt.
In Fig. 2 ist eine in Betracht kommende Entfärbeein­ heit 12 wiedergegeben. Die die Sieb- und Filtereinheit 11 verlassende Mittelrestmenge wird über ein Zuführrohr 25 auf einen horizontal geführten Abschnitt 30′ eines bahn­ förmigen Flächengebildes 30 aufgegeben, welches ein Gewe­ be, eine Gewirke oder ein Vlies aus Fasern darstellt, die von den in dem Bemusterungsmittel für den Teppich enthal­ tenen Farbstoffen besonders leicht anfärbbar sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Flächengebilde von einer Rolle 26 abgewickelt, über eine Tragwalze 27 und ein über die Breite des Flächengebildes 30 wirksames Saugrohr 28 in dem horizontalen Abschnitt 30′ geführt und anschlie­ ßend auf eine Rolle 29 wieder aufgewickelt. Der Mittelrest wird durch das Zuführrohr 25 an einer Stelle auf die Ober­ seite des Flächengebildes 30 abgegeben, an der dieses auf der Rückseite durch eine Gleitplatte 31 unterstützt ist. Durch eine auf der Oberseite angeordnete Streichrakel 32 wird die aufgebrachte Mittelrestmenge zu einer gleichmäßi­ gen Schicht 33 ausgestrichen, die beim Passieren der Ein­ gangsöffnung des Saugrohrs 28 durch das Flächengebilde 30 hindurch in das Saugrohr 28 hineingesaugt wird.
Die in dem Mittelrest noch enthaltenen geringen Farb­ stoffmengen gehen dabei auf das Flächengebilde 30 über, so daß in der Leitung 34 praktisch farbloses Verdickungsmit­ tel herauskommt, welches in dem Abscheider 35 von dem Saugluftstrom getrennt wird, so daß luftfreies Verdik­ kungsmittel in die Leitung 13 gelangt, aus der es in der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Weise weiterver­ arbeitet wird.

Claims (12)

1. Verfahren zum Bemustern einer textilen Warenbahn, insbesondere Teppichbahn, bei welchem ein Bemusterungsmittel auf die Warenbahn aufgetragen wird und auf der Warenbahn ein Verdickungsmittel zugegeben wird,
bei welchem die mit dem Bemusterungsmittel versehene Warenbahn durch einen Dämpfer geleitet
und bei welchem auf der Warenbahn befindliche Mittel­ reste von der ganz oder im wesentlichen noch die Dämpfer­ temperatur aufweisenden Warenbahn mechanisch zumindest teilweise entfernt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die entfernten Mittelreste, ohne mit Wasser ver­ dünnt zu werden, gereinigt und das dann verbleibende prak­ tisch reine Verdickungsmittel beim Ansatz weiteren Bemu­ sterungsmittels wiederverwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Reinigung eine mechanische Reinigung durch Sieben und Filtern zur Entfernung von Flusen und derglei­ chen umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Reinigung eine Entfärbungsbehandlung folgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die mechanisch entfernten Mittelreste auf ein bahnförmiges durchlässiges Flächengebilde aus Textilfa­ sern, die von dem Bemusterungsfarbstoff leicht anfärbbar sind, aufgebracht und dann durch das Flächengebilde hin­ durchgesaugt werden, wobei die in dem Verdickungsmittel noch enthaltenen Farbstoffe an das Flächengebilde abgege­ ben werden.
5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit Mitteln zur kontinuierlichen Förderung einer textilen Warenbahn (1), insbesondere einer Teppichbahn, in ihrer Längsrichtung entlang einer Behandlungsstrecke, mit einer Auftragseinrichtung, mittels derer das Bemuste­ rungsmittel und zugleich oder separat das Verdickungsmittel auf die sich vorwärtsbewegende Warenbahn (1) auftragbar ist,
mit einem der Auftragseinrichtung in der Behandlungs­ strecke nachgeschalteten Dämpfer (3)
und mit einer im Bereich des Dämpferauslaufs (4) angeordneten Einrichtung (5, 6, 7) zur mechanischen Entfer­ nung eines wesentlichen Teils der Verdickungsmittel ent­ haltenden Mittelreste von der Warenbahn (1), dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung (6, 7, 9) zum Auffangen und Wei­ terfördern der entfernten Mittelreste,
eine Einrichtung (10) zur Reinigung der Mittelreste, ohne daß sie mit Wasser verdünnt werden, zwecks Rückgewin­ nung praktisch reinen Verdickungsmittels
und eine Einrichtung (13, 14, 23, 24) zur Rückführung des zurückgewonnenen Verdickungsmittels zwecks Wiederver­ wendung desselben beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels vorgesehen sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mit­ telreste eine über die Breite der Warenbahn (1) wirksame, von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende Rakelanordnung (5) umfaßt.
7. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mit­ telreste eine über die Breite der Warenbahn (1) wirksame, von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende Saugvorrichtung umfaßt.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der entfernten Mittelreste ein Flusensieb und/oder -filter umfaßt.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der entfernten Mittelreste eine Entfärbungseinrichtung (12) umfaßt.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfärbungseinrichtung (12) eine Auftragseinrich­ tung (25, 32) umfaßt, mittels derer die mechanisch gerei­ nigten Mittelreste auf ein vorlaufendes Flächengebilde (30) aus textilen Fasern, die von den Farbstoffen des Bemusterungsmittels leicht anfärbbar sind, auftragbar ist, eine dem Auftragsbereich nachgeschaltete Saugvorrichtung (28), mittels derer die aufgetragenen Mittelreste durch das Flächengebilde (30) hindurch absaugbar sind, und einen Abscheider (35) zum Abscheiden des Verdickungsmittels aus dem abgesaugten Luftstrom umfaßt.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das bahnförmige Flächengebilde (30) von einer Abwic­ kelrolle (26) ausgebreitet über eine Strecke (30′) zu einer Aufwickelrolle (29) geführt ist und die Auftragsvor­ richtung (25, 32) und die Saugvorrichtung (28) in der Strecke (30′) hintereinandergeschaltet sind.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 11, da­ durch gekennzeichnet, daß eine Meßeinrichtung (21) für Eigenschaften des wiedergewonnenen Verdickungsmittels und ein Vorratsbehälter (15) für Verdickungsmittel-Stammlösung vorgesehen sind, aus welchem beim Ansatz weiteren Bemuste­ rungsmittels Stammlösung zur Einstellung der geforderten Verdickungsmitteleigenschaften geregelt zuführbar ist.
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