DE19500237A1 - Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen - Google Patents
Vorrichtung zum Schneiden von BodenbelägenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von
Bodenbelägen bei ihrer Verlegung mit einem Messer.
Bodenbeläge wie Teppiche, Kunststoff-Bahnware oder Linoleum
muß bei der Verlegung am Fußboden so zugeschnitten werden,
daß die Kanten zweier aneinander angrenzender Bahnen oder
Flächen genau auf Stoß zueinander passen. Dies geschieht üb
licherweise so, daß die an die äußeren Fußbodenbegrenzungen
(Wände) angepaßten Belagstücke oder -bahnen nach grobem Zu
schnitt in einem mittleren Bereich des Fußbodens einander
überlappen. Es wird dann ein Lineal auf den überlappenden
Bereich gelegt und beide Kanten werden gemeinsam mit einem
Handmesser geschnitten. Der Schnitt von oben ist schwer
durchzuführen und beschädigt den Teppichflor. Danach wird der
abfallende obere Streifen entfernt. Um jedoch den unter einer
der Belagbahnen liegenden unteren Abfallstreifen zu entfer
nen, muß die Belagbahn an dieser Stelle abgehoben werden. Aus
diesem Grunde ist es auch nicht möglich, den Bereich der
Stoßstelle vorher mit Kleber zu versehen. Es müssen daher
nach dem Schnitt beide Belagbahnen hochgeklappt, der Fußboden
mit entsprechendem Kleber versehen und danach die Bahnen wie
der paßgenau angelegt und angedrückt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Schneiden
von Bodenbelägen zu schaffen, die die Verlegung vereinfacht.
Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.
Nach der Erfindung arbeitet die Führungseinrichtung für das
Messer mit einer der bereits vorhandenen Bodenbelagkanten zu
sammen, d. h. es braucht nur eine der beiden Bodenbelagbahnen
oder -stücke geschnitten zu werden. Das Abfallstück entsteht
auf der Oberseite des Bodenbelages und kann ohne weiteres
entnommen werden. Daher ist es möglich, den Boden bereits
vollständig mit Kleber zu versehen, was auch die Kleberauf
bringung vereinfacht. Im Bereich der Führungskante liegt der
Bodenbelag dann etwas erhöht, so daß der bereits aufgebrachte
Kleber noch nicht wirksam wird, bevor der Schnitt erfolgt und
beide Kanten paßgenau zueinander geschnitten sind.
Obwohl es möglich wäre, die Führungseinrichtung, beispiels
weise eine Platte mit einer um eine Bodenbelagkante herum
greifenden abgewinkelten Kante, anzulegen und entlang dieser
Kante mit einem Hakenmesser die zweite Bodenbelagkante paßge
nau zu schneiden, wird die Verlegung weiter vereinfacht, wenn
das Messer an einem mit der Führungseinrichtung verbindbaren
Messerträger angebracht ist. Dieser kann, ggf. nach Vor
schnitt mit einem Hakenmesser, im Bereich der Wand fest an
der Führungseinrichtung angebracht werden und dann mit dieser
zusammen an der Kante entlanggeschoben werden. Es ist aber
auch möglich, den Messerträger nach Art eines Schlittens auf
der Führungseinrichtung längs der Kante beweglich zu führen.
Damit könnte dann abschnittsweise je über die Länge der Füh
rungseinrichtung geschnitten werden. Eine solche Ausbildung
kann aber auch das Schneiden im Bereich der beiden Wände er
leichtern, weil dann das Messer jeweils bis nahe an die Wand
herangeführt werden kann.
Die Führungseinrichtung kann eine Platte bzw. eine breite
Schiene sein, auf der der später abgeschnittene, überlappende
Abschnitt des Bodenbelagstückes liegt. Üblicherweise ist ein
Bodenbelag so steif, daß er die beim Schneiden auftretenden
Kräfte überträgt, ohne sich zu verziehen. Bei besonders emp
findlichen Bodenbelägen ist es jedoch möglich, die Platte mit
einer über das spätere Abfallstück greifenden Klappe zu ver
sehen, die dieses Abfallstück während des Schneidens fest
hält. In diesem Falle würde dann mit zur Führungseinrichtung
beweglichem Messer gearbeitet werden.
Vorzugsweise kann der Messerträger quer zur Schneidrichtung
einstellbar an der Führungseinrichtung angeordnet sein. Auf
diese Weise ist es möglich, je nach Dicke und Art des Boden
belages die Paßgenauigkeit der beiden aufeinanderstoßenden
Kanten so einzustellen, daß der Stoß optisch und festig
keitsmäßig ideal ist. Durch diese Einstellung wird auch die
ggf. unterschiedliche Hochwölbung des einen Bodenbelagstücks
zur Messerposition ausgeglichen.
Um den Schnitt bis an die Außenkante (Wand) des Bodenbelages
zu führen, kann der Messerträger abkuppelbar an der Führungs
einrichtung angebracht sein, z. B. in einer Längsführung, wie
einer C-Schiene. Um insbesondere bei Teppichware den Flor
nicht zu beschädigen, sollte das Messer so angeordnet sein,
daß es schräg von unten schneidet und somit zuerst den Tep
pichrücken trennt, bevor es den Flor nach oben teilt. Dabei
arbeitet es mit Gegenhaltern zusammen, die den Bodenbelag im
Messerbereich an der Oberseite führen. Vorzugsweise handelt
es sich um Rollen, die höhenverstellbar am Messerträger ange
ordnet sein können. Das Messer kann dabei in einen Spalt zwi
schen zwei Rollenhälften bzw. eine Nut in einer Rolle ein
greifen.
Es kann ein Niederhalter vorgesehen sein, der dem Messer vor
zugsweise nahe neben der die Führungseinrichtung führenden
Bodenbelagkante in Schneidrichtung nachläuft. Dieser Nieder
halter hat eine Doppelfunktion, weil er einerseits das ge
schnittene Bodenbelagstück mit seiner paßgenau geschnittenen
Kante gegen die bereits vorhandene Kante niederdrückt und da
mit praktisch bereits den Endzustand herstellt. Andererseits
wird dadurch auch das geschnittene Bodenbelagstück festge
klemmt und kann somit dem Messer nicht ausweichen. Zwischen
der durch den Niederhalter festgeklemmten Stelle des Bodenbe
lages und dem Messer tritt praktisch nur Zugbelastung auf, so
daß ein seitliches Ausweichen der Schnittposition nicht zu
erwarten ist.
Der Niederhalter kann abnehmbar bzw. abschwenkbar sein und
ist vorzugsweise mit einer Handhabe zum mit dem Niederdrücken
gleichzeitigen Vorschieben der Vorrichtung in Schneidrichtung
versehen. Der Niederhalter kann also zum leichteren Einlegen
des überlappenden Bodenbelagstücks vorher abgeschwenkt sein
und wird erst vor dem Schnitt in Andrückposition geschwenkt.
Dadurch, daß der Benutzer mit einer Hand am Niederhalter an
greift und darüber die Schneidkraft aufbringt, wird die neu
geschnittene Kante gut in das vorhandene Klebstoffbett ge
drückt, ohne daß eine Nacharbeit notwendig ist. Auch der Nie
derhalter kann vorteilhaft Rollen haben, die auf dem Teppich
laufen und entsprechend der von der Messerposition zum Boden
leicht abwärts geneigten Linie höhenmäßig zueinander versetzt
sind.
Die Vorrichtung kann vorteilhaft zu einem Universalgerät für
das Verlegen von Bodenbelägen ausgebaut sein. So kann bei
spielsweise der von der Führungseinrichtung abgenommene Mes
serträger auch zum Schneiden ohne Führungseinrichtung verwen
det werden, wobei vorteilhaft vor der Messerposition eine
Visiereinrichtung angebracht werden kann, um bei manuellem
Schnitt den Messerträger in einer "Florgasse" des Teppichs zu
führen und dort schneiden zu können. Ferner kann an dem Mes
serträger ein Messermagazin, das zugleich auch als Handgriff
dienen kann, angebracht sein. Ferner wäre es möglich, an der
Führungseinrichtung, vorzugsweise am Messerträger, eine Zu
führung mit einer Austrittsdüse für ein Bindemittel, bei
spielsweise ein Kaltschweißmittel, vorzusehen, das zur Ver
bindung der beiden Bodenbelagstücke im Bereich der zusammen
stoßenden Schnittkanten dient, teilweise auch zur Sicherung
der geschnittenen Florstücke gegen Ausfransen. Diese Binde
mittelausgabeeinrichtung kann mit einer Dosiereinrichtung
versehen sein, die zum Beispiel ihre Dosierung von den den
Bodenbelag führenden Rollen ableitet und somit das Bindemit
tel entsprechend der Schnittgeschwindigkeit dosiert.
Es ist auch möglich, statt eines festen, nur durch die Längs
bewegung schneidenden Messers ein oszillierendes oder rotie
rendes Messer vorzusehen, das mit einem mechanischen, bei
spielsweise elektrischen Messerantrieb zusammenwirkt. Zur
Energieversorgung könnten am Messerträger, z. B. im Griff,
entsprechende aufladbare Batterien vorgesehen sein. Auch ein
in Schneidrichtung wirkender Eigenantrieb, z. B. über moto
risch angetriebene Gegenhalter-Rollen, ist möglich.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu meh
reren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungs
form der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein
und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen
darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die
Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwi
schen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten
Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung
zum Schneiden von Bodenbelägen mit strichliert
bzw. strichpunktiert angedeuteten Bodenbelä
gen, und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II in Fig. 1.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 11 enthält eine
Führungsvorrichtung 12, die als Blechbiegeteil ausgebildet
ist und die Form einer langgestreckten Platte oder Schiene
hat, die angrenzend an ein breites Mittelstück 13 eine nach
unten gerichtete Randabbiegung 14 und auf der anderen Seite
eine nach oben gerichtete und nochmals einwärts gewinkelte
Randabbiegung 15 aufweist.
An der Randabbiegung 15 ist über ein Scharnier 16 ein
Schwenkarm 17 angelenkt, dessen nach oben gekröpfter Mittel
teil eine Handhabe 18 bildet. An seinem äußeren Ende ist ein
Niederhalter 19 mit zwei Rollen 20 vorgesehen, die höhenmäßig
gegeneinander versetzt sind und im dargestellten herunterge
klappten Zustand nahe neben der Randabbiegung 14 und parallel
zum Mittelstück 13 verlaufen.
Eine zweite Handhabe 21 ist an der Randabbiegung 15 vorge
sehen.
Am Mittelstück 13 der Führungseinrichtung 12 ist eine Ein
stellplatte 22 vorgesehen, die über dem Mittelstück 13 ver
läuft und über Langlöcher 23 und feststellbare Kopfschrauben
24 quer zur Schneidrichtung (Pfeil 25) verschiebbar und fest
stellbar geführt ist. Zur leichteren Einstellung dient eine
im Bereich der Randabbiegung 15 angreifende Stellschraube 26.
Über der Randabbiegung 14, die mit ihrer Innenkante eine Füh
rungsfläche 27 bildet, ist eine Längsführung 28 in Form einer
C-Schiene vorgesehen, die in Schneidrichtung 25 verläuft. Die
C-Schiene ist an ihrer in Schneidrichtung vorderen Kante ge
schlossen und nach hinten offen, so daß darin ein Fuß 29
eines Messerträgers 30 eingeschoben und festgelegt werden
kann. Dieser besteht aus einem vertikalen Blechteil 31, deren
unteres Ende zur Führungseinrichtung 12 hin rechtwinklig ab
gebogen ist und zusammen mit einem untergesetzten Blech 31
und einem Streifen 32 den Fuß 29 bildet. Zwischen dem Strei
fen 32 und dem vertikalen Teil 31 des Messerträgers verbleibt
ein Spalt 33, in das auswechselbares Messer 34 mit seiner
unteren schrägen Kante hineingreift. Das Messer ist am Mes
serträger 30 so befestigt, daß seine Schneide 35 in Schneid
richtung 25 ansteigend verläuft, um den Bodenbelag von unten
her schneiden zu können.
In Schneidrichtung vor dem Messer und bis zur Schneidposition
36 reicht ein Gegenhalter 37, der an einem einstell- und
feststellbar am Messerträger 30 befestigten Halter 38 mehre
re, hier drei Rollensätze hintereinander trägt. Diese sind
relativ breit und, wie auch die Rollen 20 des Niederhalters
an der Oberfläche zur guten Mitnahme aufgerauht bzw. gerif
felt. Die direkt über dem Messer liegende Rolle 39a hat zwi
schen zwei Rollenhälften einen Spalt 40, in den die Messer
schneide 35 eingreift.
Der Messerträger 30 hat an seiner schrägen Oberkante einen
Handgriff 41, in dem beim Ausführungsbeispiel Ersatzmesser
untergebracht sind. An der hinteren Kante des Messerträgers
30 ist doppelt strichpunktiert eine Zuführung 56 für Binde
mittel angedeutet, die aus einem im Handgriff vorgesehenen
Reservoir versorgt wird und Kaltschweißmittel in die Fuge 58
zwischen den beiden Bodenbelagstücken 44, 45 einbringen kann.
Eine als Visier 57 zur genauen Führung des Messerträgers in
einer Florgasse eines Teppichs dienender Blechwinkel kann an
der Vorderkante des Messerträgers 30 angebracht werden, wenn
dieser in abgekoppeltem Zustand allein verwendet wird.
Das Verlegen von Bodenbelägen kann mit der Vorrichtung 11 wie
folgt vorgenommen werden:
Nach dem üblichen Zuschnitt der Bodenbeläge zur Anpassung an die Ränder bzw. den Boden 42 begrenzenden Wände kann der Bo den bereits vollständig mit Kleber 43 eingestrichen werden. Die beiden auf dem Boden zusammenzufügenden Bodenbelagstücke 44, 45 können bereits in das Klebebett gelegt werden und sind somit fixiert. Dabei hat das erste Bodenbelagstück 44 eine gerade Kante 46, beispielsweise die fabrikationsmäßig vorge sehene äußere Bahnkante.
Nach dem üblichen Zuschnitt der Bodenbeläge zur Anpassung an die Ränder bzw. den Boden 42 begrenzenden Wände kann der Bo den bereits vollständig mit Kleber 43 eingestrichen werden. Die beiden auf dem Boden zusammenzufügenden Bodenbelagstücke 44, 45 können bereits in das Klebebett gelegt werden und sind somit fixiert. Dabei hat das erste Bodenbelagstück 44 eine gerade Kante 46, beispielsweise die fabrikationsmäßig vorge sehene äußere Bahnkante.
Das daran anzuschließende zweite Bodenbelagstück 45 wird
überlappend darüber gelegt und grob so zugeschnitten, daß der
überlappende Abschnitt 47 schmaler ist als die Breite des
Mittelstücks 13 der Führungseinrichtung 12. Dazu kann der ab
gekoppelte Messerträger 30 verwendet werden.
Danach wird die Führungseinrichtung 12 mit hochgeklapptem
Niederhalter 19 und durch Herausziehen aus der C-Schiene 28
entferntem Messerträger 30 an einem Wandbereich an die Kante
46 angelegt, so daß seine innere Führungsfläche 27 sich an
der Kante 46 führt. Mit einem üblichen Teppichleger-Hakenmes
ser wird nun an der Außenkante der Randabbiegung 14 entlang
von der wandnahen Hinterkante 48 bis zum Beginn der Längsfüh
rung 28 geschnitten. Dieser manuelle Schnitt kann noch durch
Vorverschiebung der Führungseinrichtung 12 in Schneidrichtung
25 verlängert werden. Es wäre auch möglich, den Messerträger
30, beispielsweise um eine Längsachse nahe der Randabbiegung
15, schwenkbar an der Führungseinrichtung 12 anzubringen, daß
die gesamte Randabbiegung 14 zur Führung eines Handmessers
zur Verfügung steht. In diesem Falle brauchte der Messerträ
ger zum Ansetzen nicht abgenommen zu werden. Wenn er aller
dings, wie beim Ausführungsbeispiel, abnehmbar ist, so kann
er auch zum Grobzuschnitt längs der Kante 49 des überlappen
den Abschnittes 47 verwendet werden.
Danach wird nach Wegklappen des bereits manuell abgeschnit
tenen ersten überlappenden Abschnittes 47 im Randbereich der
Messerträger 30 in Schneidrichtung in die Längsführung 28
hineingeschoben, bis er sich in der in Fig. 1 dargestellten
Position am Ende der Längsführung festlegt. Mittels einer
Skala 50 kann der Bodenleger entsprechend seinen Erfahrungs
werten und passend zur Bodenbelagsart und -dicke die genaue
Schnittposition des Messers in Relation zur Kante 46 des
ersten Bodenbelagstücks einstellen.
Danach wird der Gegenhalter 37, der zum besseren Einführen
des überlappenden Abschnitts 47 längs einer parallel zur
Schneide 35 verlaufenden Führung 51 nach oben gestellt war,
entsprechend der tatsächlichen Bodenbelagsdicke herunterge
stellt und festgesetzt und der Niederhalter 19 in die in
Fig. 1 dargestellten Position geklappt.
Der Teppichleger faßt dann die Handgriffe 18 und 21 und
schiebt die gesamte Vorrichtung 11 in Schneidrichtung 25,
wobei sie sich an der Kante 46 führt und das zweite Boden
belagstück 45 paßgenau zu dem ersten Stück 44 und seiner
Kante 46 zuschneidet. Dabei schneidet das Messer besonders
schonend von unten in den Schneidspalt 40 der rotierenden
Rolle 39a. Dabei stützt sich der Niederhalter 19 über einen
Anschlag 52 unmittelbar am Messerträger 30 ab, um das Schar
nier 16 zu entlasten und den Messerträger in seiner Position
zu verriegeln. Wie zu erkennen ist, hebt sich der wegen der
überlappenden Lage ohnehin noch nicht angeklebte, an die ge
schnittene Kante 53 des zweiten Bodenbelagstücks 45 angren
zende Abschnitt 54 in die Schneidposition an, wird aber da
nach vom Niederhalter 19 und seinen Andrückrollen 20 ange
preßt und damit längs der Fuge 58 verklebt. Bei anderen An
bringungsarten oder auch ganz ohne Verklebung geschieht dies
entsprechend.
Wenn die Vorderkante 55 der Vorrichtung an der gegenüber
liegenden Wand angelangt ist, so wird der Messerträger 30
wieder abgenommen, die Führungseinrichtung etwas zurückgezo
gen und der Bodenleger kann dann mit der Hakenklinge wiederum
entlang der hier als Lineal dienenden Randabbiegung 14 der
Führungseinrichtung 12 den letzten Rest bis zur Wand schnei
det. Danach kann der abgeschnittene Streifen 47, der lose auf
dem Bodenbelagstück 44 liegt, abgenommen werden und die Ver
legung ist beendet.
Es ist zu erkennen, daß mit der Vorrichtung eine besonders
wirkungsvoll schnelle und paßgenaue Verlegung von Bodenbelä
gen und ähnlichen Bahnen, beispielsweise Teppich, Wandbespan
nungen, möglich ist. Insofern ist unter dem hier verwendeten
Begriff "Boden" jeder entsprechende Untergrund für eine Ver
legung eines Belages zu verstehen.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen (44, 45) bei
ihrer Verlegung mit einem Messer (34), gekennzeichnet
durch eine mit einer Bodenbelagkante (46) zusammenwir
kenden Führungseinrichtung (12) für das Messer (34).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Messer (34) an einem mit der Führungseinrichtung
(12) verbindbaren Messerträger (30) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß sie zum zu der Bodenbelagkante (46) eines er
sten Bodenbelagstückes (44) paßgenauen Schneiden eines
zweiten Bodenbelagstückes (45) längs einer Schnittkante
(53) im schon weitgehend mit dem Boden (42) bzw. durch
Klebung (43), verbundenen Zustand ausgebildet ist, wobei
vorzugsweise Mittel (19) zur Anpressung des zweiten Bo
denbelagstückes (45) längs der Schnittkante (53) an den
Boden (42) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung eine
zur Bewegung längs der Bodenbelagkante (46) ausgebildete
Führungsfläche (27) aufweist und vorzugsweise als eine
Platte bzw. breite Schiene mit einer nach unten gerich
teten Randabbiegung (14) ausgebildet ist, die die Füh
rungsfläche (27) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) quer zur
Schneidrichtung (25) einstellbar an der Führungseinrich
tung (12) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) abkoppelbar an
der Führungseinrichtung (12) angebracht ist, vorzugs
weise in einer Längsführung (28), wie einer C-Schiene.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) eine Halterung
für ein schräg von unten schneidendes Messer (34) und
einen mit der Oberseite des Bodenbelags (45) zusammen
wirkenden Gegenhalter (37), vorzugsweise in der Form von
wenigstens einer Rolle (39) aufweist, wobei insbesondere
der Gegenhalter höhenverstellbar an dem Messerträger
(30) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die wenigstens eine Rolle (39a) das Messer (34) um
greift, insbesondere durch einen umlaufenden Spalt (40)
zwischen zwei Rollenhälften.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ge
kennzeichnet durch einen Niederhalter (19), der dem Mes
ser (34) vorzugsweise nahe neben der die Führungsein
richtung (12) führenden Bodenbelagskante (46) in
Schneidrichtung (25) nachläuft.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Niederhalter (19) abnehmbar bzw. abschwenkbar ist
und vorzugsweise mit einer Handhabe (18) zum mit dem
Niederdrücken gleichzeitigen Vorschieben der Vorrichtung
(11) in Schneidrichtung (25) sowie ggf. mit einer Anlage
(52) zur direkten Schneidkraftübertragung an einen Mes
serträger (30) versehen ist, wobei der Niederhalter (19)
insbesondere an einem die Breite der Führungseinrichtung
(12) überspannenden Schwenkarm (17) angebracht ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Niederhalter (19), vorzugsweise höhen
mäßig zueinander versetzt, Rollen (20) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, gekenn
zeichnet durch ein insbesondere auch als Handgriff die
nendes Messermagazin (41) am Messerträger (30).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) an der Füh
rungseinrichtung (12) längsverschiebbar geführt ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in Schneidrichtung (25)
hinter dem Messer (34) eine ggf. mit einer von der
Schnittbewegung gesteuerten Dosiereinrichtung versehene
Zuführung (56) für ein Bindemittel, wie ein Kaltschweiß
mittel, vorgesehen ist, die dieses in die Fuge (58)
zwischen den beiden Bodenbelagstücken (44, 45) ein
dringt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, gekenn
zeichnet durch einen Messerträger vorgesehenen oszillie
renden oder rotierenden Messerantrieb.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, gekenn
zeichnet durch eine am Messerträger (30) vorgesehene
Visiereinrichtung (57) für die manuelle Schnittführung.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995100237 DE19500237A1 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995100237 DE19500237A1 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995100237 Withdrawn DE19500237A1 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19500237A1 (de) |
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