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DE19500237A1 - Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen - Google Patents

Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen

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Publication number
DE19500237A1
DE19500237A1 DE1995100237 DE19500237A DE19500237A1 DE 19500237 A1 DE19500237 A1 DE 19500237A1 DE 1995100237 DE1995100237 DE 1995100237 DE 19500237 A DE19500237 A DE 19500237A DE 19500237 A1 DE19500237 A1 DE 19500237A1
Authority
DE
Germany
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knife
edge
cutting
floor covering
guide
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1995100237
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Ramsak
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JANSER MAXIMILIAN 71139 EHNINGEN DE
Original Assignee
JANSER MAXIMILIAN 71139 EHNINGEN DE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JANSER MAXIMILIAN 71139 EHNINGEN DE filed Critical JANSER MAXIMILIAN 71139 EHNINGEN DE
Priority to DE1995100237 priority Critical patent/DE19500237A1/de
Publication of DE19500237A1 publication Critical patent/DE19500237A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B5/00Hand knives with one or more detachable blades
    • B26B5/005Hand knives with one or more detachable blades specially adapted for cutting cardboard, or wall, floor or like covering materials

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Anwendungsgebiet und Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen bei ihrer Verlegung mit einem Messer.
Bodenbeläge wie Teppiche, Kunststoff-Bahnware oder Linoleum muß bei der Verlegung am Fußboden so zugeschnitten werden, daß die Kanten zweier aneinander angrenzender Bahnen oder Flächen genau auf Stoß zueinander passen. Dies geschieht üb­ licherweise so, daß die an die äußeren Fußbodenbegrenzungen (Wände) angepaßten Belagstücke oder -bahnen nach grobem Zu­ schnitt in einem mittleren Bereich des Fußbodens einander überlappen. Es wird dann ein Lineal auf den überlappenden Bereich gelegt und beide Kanten werden gemeinsam mit einem Handmesser geschnitten. Der Schnitt von oben ist schwer durchzuführen und beschädigt den Teppichflor. Danach wird der abfallende obere Streifen entfernt. Um jedoch den unter einer der Belagbahnen liegenden unteren Abfallstreifen zu entfer­ nen, muß die Belagbahn an dieser Stelle abgehoben werden. Aus diesem Grunde ist es auch nicht möglich, den Bereich der Stoßstelle vorher mit Kleber zu versehen. Es müssen daher nach dem Schnitt beide Belagbahnen hochgeklappt, der Fußboden mit entsprechendem Kleber versehen und danach die Bahnen wie­ der paßgenau angelegt und angedrückt werden.
Aufgabe und Lösung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen zu schaffen, die die Verlegung vereinfacht.
Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.
Nach der Erfindung arbeitet die Führungseinrichtung für das Messer mit einer der bereits vorhandenen Bodenbelagkanten zu­ sammen, d. h. es braucht nur eine der beiden Bodenbelagbahnen oder -stücke geschnitten zu werden. Das Abfallstück entsteht auf der Oberseite des Bodenbelages und kann ohne weiteres entnommen werden. Daher ist es möglich, den Boden bereits vollständig mit Kleber zu versehen, was auch die Kleberauf­ bringung vereinfacht. Im Bereich der Führungskante liegt der Bodenbelag dann etwas erhöht, so daß der bereits aufgebrachte Kleber noch nicht wirksam wird, bevor der Schnitt erfolgt und beide Kanten paßgenau zueinander geschnitten sind.
Obwohl es möglich wäre, die Führungseinrichtung, beispiels­ weise eine Platte mit einer um eine Bodenbelagkante herum­ greifenden abgewinkelten Kante, anzulegen und entlang dieser Kante mit einem Hakenmesser die zweite Bodenbelagkante paßge­ nau zu schneiden, wird die Verlegung weiter vereinfacht, wenn das Messer an einem mit der Führungseinrichtung verbindbaren Messerträger angebracht ist. Dieser kann, ggf. nach Vor­ schnitt mit einem Hakenmesser, im Bereich der Wand fest an der Führungseinrichtung angebracht werden und dann mit dieser zusammen an der Kante entlanggeschoben werden. Es ist aber auch möglich, den Messerträger nach Art eines Schlittens auf der Führungseinrichtung längs der Kante beweglich zu führen. Damit könnte dann abschnittsweise je über die Länge der Füh­ rungseinrichtung geschnitten werden. Eine solche Ausbildung kann aber auch das Schneiden im Bereich der beiden Wände er­ leichtern, weil dann das Messer jeweils bis nahe an die Wand herangeführt werden kann.
Die Führungseinrichtung kann eine Platte bzw. eine breite Schiene sein, auf der der später abgeschnittene, überlappende Abschnitt des Bodenbelagstückes liegt. Üblicherweise ist ein Bodenbelag so steif, daß er die beim Schneiden auftretenden Kräfte überträgt, ohne sich zu verziehen. Bei besonders emp­ findlichen Bodenbelägen ist es jedoch möglich, die Platte mit einer über das spätere Abfallstück greifenden Klappe zu ver­ sehen, die dieses Abfallstück während des Schneidens fest­ hält. In diesem Falle würde dann mit zur Führungseinrichtung beweglichem Messer gearbeitet werden.
Vorzugsweise kann der Messerträger quer zur Schneidrichtung einstellbar an der Führungseinrichtung angeordnet sein. Auf diese Weise ist es möglich, je nach Dicke und Art des Boden­ belages die Paßgenauigkeit der beiden aufeinanderstoßenden Kanten so einzustellen, daß der Stoß optisch und festig­ keitsmäßig ideal ist. Durch diese Einstellung wird auch die ggf. unterschiedliche Hochwölbung des einen Bodenbelagstücks zur Messerposition ausgeglichen.
Um den Schnitt bis an die Außenkante (Wand) des Bodenbelages zu führen, kann der Messerträger abkuppelbar an der Führungs­ einrichtung angebracht sein, z. B. in einer Längsführung, wie einer C-Schiene. Um insbesondere bei Teppichware den Flor nicht zu beschädigen, sollte das Messer so angeordnet sein, daß es schräg von unten schneidet und somit zuerst den Tep­ pichrücken trennt, bevor es den Flor nach oben teilt. Dabei arbeitet es mit Gegenhaltern zusammen, die den Bodenbelag im Messerbereich an der Oberseite führen. Vorzugsweise handelt es sich um Rollen, die höhenverstellbar am Messerträger ange­ ordnet sein können. Das Messer kann dabei in einen Spalt zwi­ schen zwei Rollenhälften bzw. eine Nut in einer Rolle ein­ greifen.
Es kann ein Niederhalter vorgesehen sein, der dem Messer vor­ zugsweise nahe neben der die Führungseinrichtung führenden Bodenbelagkante in Schneidrichtung nachläuft. Dieser Nieder­ halter hat eine Doppelfunktion, weil er einerseits das ge­ schnittene Bodenbelagstück mit seiner paßgenau geschnittenen Kante gegen die bereits vorhandene Kante niederdrückt und da­ mit praktisch bereits den Endzustand herstellt. Andererseits wird dadurch auch das geschnittene Bodenbelagstück festge­ klemmt und kann somit dem Messer nicht ausweichen. Zwischen der durch den Niederhalter festgeklemmten Stelle des Bodenbe­ lages und dem Messer tritt praktisch nur Zugbelastung auf, so daß ein seitliches Ausweichen der Schnittposition nicht zu erwarten ist.
Der Niederhalter kann abnehmbar bzw. abschwenkbar sein und ist vorzugsweise mit einer Handhabe zum mit dem Niederdrücken gleichzeitigen Vorschieben der Vorrichtung in Schneidrichtung versehen. Der Niederhalter kann also zum leichteren Einlegen des überlappenden Bodenbelagstücks vorher abgeschwenkt sein und wird erst vor dem Schnitt in Andrückposition geschwenkt. Dadurch, daß der Benutzer mit einer Hand am Niederhalter an­ greift und darüber die Schneidkraft aufbringt, wird die neu geschnittene Kante gut in das vorhandene Klebstoffbett ge­ drückt, ohne daß eine Nacharbeit notwendig ist. Auch der Nie­ derhalter kann vorteilhaft Rollen haben, die auf dem Teppich laufen und entsprechend der von der Messerposition zum Boden leicht abwärts geneigten Linie höhenmäßig zueinander versetzt sind.
Die Vorrichtung kann vorteilhaft zu einem Universalgerät für das Verlegen von Bodenbelägen ausgebaut sein. So kann bei­ spielsweise der von der Führungseinrichtung abgenommene Mes­ serträger auch zum Schneiden ohne Führungseinrichtung verwen­ det werden, wobei vorteilhaft vor der Messerposition eine Visiereinrichtung angebracht werden kann, um bei manuellem Schnitt den Messerträger in einer "Florgasse" des Teppichs zu führen und dort schneiden zu können. Ferner kann an dem Mes­ serträger ein Messermagazin, das zugleich auch als Handgriff dienen kann, angebracht sein. Ferner wäre es möglich, an der Führungseinrichtung, vorzugsweise am Messerträger, eine Zu­ führung mit einer Austrittsdüse für ein Bindemittel, bei­ spielsweise ein Kaltschweißmittel, vorzusehen, das zur Ver­ bindung der beiden Bodenbelagstücke im Bereich der zusammen­ stoßenden Schnittkanten dient, teilweise auch zur Sicherung der geschnittenen Florstücke gegen Ausfransen. Diese Binde­ mittelausgabeeinrichtung kann mit einer Dosiereinrichtung versehen sein, die zum Beispiel ihre Dosierung von den den Bodenbelag führenden Rollen ableitet und somit das Bindemit­ tel entsprechend der Schnittgeschwindigkeit dosiert.
Es ist auch möglich, statt eines festen, nur durch die Längs­ bewegung schneidenden Messers ein oszillierendes oder rotie­ rendes Messer vorzusehen, das mit einem mechanischen, bei­ spielsweise elektrischen Messerantrieb zusammenwirkt. Zur Energieversorgung könnten am Messerträger, z. B. im Griff, entsprechende aufladbare Batterien vorgesehen sein. Auch ein in Schneidrichtung wirkender Eigenantrieb, z. B. über moto­ risch angetriebene Gegenhalter-Rollen, ist möglich.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu meh­ reren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungs­ form der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwi­ schen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen mit strichliert bzw. strichpunktiert angedeuteten Bodenbelä­ gen, und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II in Fig. 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 11 enthält eine Führungsvorrichtung 12, die als Blechbiegeteil ausgebildet ist und die Form einer langgestreckten Platte oder Schiene hat, die angrenzend an ein breites Mittelstück 13 eine nach unten gerichtete Randabbiegung 14 und auf der anderen Seite eine nach oben gerichtete und nochmals einwärts gewinkelte Randabbiegung 15 aufweist.
An der Randabbiegung 15 ist über ein Scharnier 16 ein Schwenkarm 17 angelenkt, dessen nach oben gekröpfter Mittel­ teil eine Handhabe 18 bildet. An seinem äußeren Ende ist ein Niederhalter 19 mit zwei Rollen 20 vorgesehen, die höhenmäßig gegeneinander versetzt sind und im dargestellten herunterge­ klappten Zustand nahe neben der Randabbiegung 14 und parallel zum Mittelstück 13 verlaufen.
Eine zweite Handhabe 21 ist an der Randabbiegung 15 vorge­ sehen.
Am Mittelstück 13 der Führungseinrichtung 12 ist eine Ein­ stellplatte 22 vorgesehen, die über dem Mittelstück 13 ver­ läuft und über Langlöcher 23 und feststellbare Kopfschrauben 24 quer zur Schneidrichtung (Pfeil 25) verschiebbar und fest­ stellbar geführt ist. Zur leichteren Einstellung dient eine im Bereich der Randabbiegung 15 angreifende Stellschraube 26.
Über der Randabbiegung 14, die mit ihrer Innenkante eine Füh­ rungsfläche 27 bildet, ist eine Längsführung 28 in Form einer C-Schiene vorgesehen, die in Schneidrichtung 25 verläuft. Die C-Schiene ist an ihrer in Schneidrichtung vorderen Kante ge­ schlossen und nach hinten offen, so daß darin ein Fuß 29 eines Messerträgers 30 eingeschoben und festgelegt werden kann. Dieser besteht aus einem vertikalen Blechteil 31, deren unteres Ende zur Führungseinrichtung 12 hin rechtwinklig ab­ gebogen ist und zusammen mit einem untergesetzten Blech 31 und einem Streifen 32 den Fuß 29 bildet. Zwischen dem Strei­ fen 32 und dem vertikalen Teil 31 des Messerträgers verbleibt ein Spalt 33, in das auswechselbares Messer 34 mit seiner unteren schrägen Kante hineingreift. Das Messer ist am Mes­ serträger 30 so befestigt, daß seine Schneide 35 in Schneid­ richtung 25 ansteigend verläuft, um den Bodenbelag von unten her schneiden zu können.
In Schneidrichtung vor dem Messer und bis zur Schneidposition 36 reicht ein Gegenhalter 37, der an einem einstell- und feststellbar am Messerträger 30 befestigten Halter 38 mehre­ re, hier drei Rollensätze hintereinander trägt. Diese sind relativ breit und, wie auch die Rollen 20 des Niederhalters an der Oberfläche zur guten Mitnahme aufgerauht bzw. gerif­ felt. Die direkt über dem Messer liegende Rolle 39a hat zwi­ schen zwei Rollenhälften einen Spalt 40, in den die Messer­ schneide 35 eingreift.
Der Messerträger 30 hat an seiner schrägen Oberkante einen Handgriff 41, in dem beim Ausführungsbeispiel Ersatzmesser untergebracht sind. An der hinteren Kante des Messerträgers 30 ist doppelt strichpunktiert eine Zuführung 56 für Binde­ mittel angedeutet, die aus einem im Handgriff vorgesehenen Reservoir versorgt wird und Kaltschweißmittel in die Fuge 58 zwischen den beiden Bodenbelagstücken 44, 45 einbringen kann.
Eine als Visier 57 zur genauen Führung des Messerträgers in einer Florgasse eines Teppichs dienender Blechwinkel kann an der Vorderkante des Messerträgers 30 angebracht werden, wenn dieser in abgekoppeltem Zustand allein verwendet wird.
Funktion
Das Verlegen von Bodenbelägen kann mit der Vorrichtung 11 wie folgt vorgenommen werden:
Nach dem üblichen Zuschnitt der Bodenbeläge zur Anpassung an die Ränder bzw. den Boden 42 begrenzenden Wände kann der Bo­ den bereits vollständig mit Kleber 43 eingestrichen werden. Die beiden auf dem Boden zusammenzufügenden Bodenbelagstücke 44, 45 können bereits in das Klebebett gelegt werden und sind somit fixiert. Dabei hat das erste Bodenbelagstück 44 eine gerade Kante 46, beispielsweise die fabrikationsmäßig vorge­ sehene äußere Bahnkante.
Das daran anzuschließende zweite Bodenbelagstück 45 wird überlappend darüber gelegt und grob so zugeschnitten, daß der überlappende Abschnitt 47 schmaler ist als die Breite des Mittelstücks 13 der Führungseinrichtung 12. Dazu kann der ab­ gekoppelte Messerträger 30 verwendet werden.
Danach wird die Führungseinrichtung 12 mit hochgeklapptem Niederhalter 19 und durch Herausziehen aus der C-Schiene 28 entferntem Messerträger 30 an einem Wandbereich an die Kante 46 angelegt, so daß seine innere Führungsfläche 27 sich an der Kante 46 führt. Mit einem üblichen Teppichleger-Hakenmes­ ser wird nun an der Außenkante der Randabbiegung 14 entlang von der wandnahen Hinterkante 48 bis zum Beginn der Längsfüh­ rung 28 geschnitten. Dieser manuelle Schnitt kann noch durch Vorverschiebung der Führungseinrichtung 12 in Schneidrichtung 25 verlängert werden. Es wäre auch möglich, den Messerträger 30, beispielsweise um eine Längsachse nahe der Randabbiegung 15, schwenkbar an der Führungseinrichtung 12 anzubringen, daß die gesamte Randabbiegung 14 zur Führung eines Handmessers zur Verfügung steht. In diesem Falle brauchte der Messerträ­ ger zum Ansetzen nicht abgenommen zu werden. Wenn er aller­ dings, wie beim Ausführungsbeispiel, abnehmbar ist, so kann er auch zum Grobzuschnitt längs der Kante 49 des überlappen­ den Abschnittes 47 verwendet werden.
Danach wird nach Wegklappen des bereits manuell abgeschnit­ tenen ersten überlappenden Abschnittes 47 im Randbereich der Messerträger 30 in Schneidrichtung in die Längsführung 28 hineingeschoben, bis er sich in der in Fig. 1 dargestellten Position am Ende der Längsführung festlegt. Mittels einer Skala 50 kann der Bodenleger entsprechend seinen Erfahrungs­ werten und passend zur Bodenbelagsart und -dicke die genaue Schnittposition des Messers in Relation zur Kante 46 des ersten Bodenbelagstücks einstellen.
Danach wird der Gegenhalter 37, der zum besseren Einführen des überlappenden Abschnitts 47 längs einer parallel zur Schneide 35 verlaufenden Führung 51 nach oben gestellt war, entsprechend der tatsächlichen Bodenbelagsdicke herunterge­ stellt und festgesetzt und der Niederhalter 19 in die in Fig. 1 dargestellten Position geklappt.
Der Teppichleger faßt dann die Handgriffe 18 und 21 und schiebt die gesamte Vorrichtung 11 in Schneidrichtung 25, wobei sie sich an der Kante 46 führt und das zweite Boden­ belagstück 45 paßgenau zu dem ersten Stück 44 und seiner Kante 46 zuschneidet. Dabei schneidet das Messer besonders schonend von unten in den Schneidspalt 40 der rotierenden Rolle 39a. Dabei stützt sich der Niederhalter 19 über einen Anschlag 52 unmittelbar am Messerträger 30 ab, um das Schar­ nier 16 zu entlasten und den Messerträger in seiner Position zu verriegeln. Wie zu erkennen ist, hebt sich der wegen der überlappenden Lage ohnehin noch nicht angeklebte, an die ge­ schnittene Kante 53 des zweiten Bodenbelagstücks 45 angren­ zende Abschnitt 54 in die Schneidposition an, wird aber da­ nach vom Niederhalter 19 und seinen Andrückrollen 20 ange­ preßt und damit längs der Fuge 58 verklebt. Bei anderen An­ bringungsarten oder auch ganz ohne Verklebung geschieht dies entsprechend.
Wenn die Vorderkante 55 der Vorrichtung an der gegenüber­ liegenden Wand angelangt ist, so wird der Messerträger 30 wieder abgenommen, die Führungseinrichtung etwas zurückgezo­ gen und der Bodenleger kann dann mit der Hakenklinge wiederum entlang der hier als Lineal dienenden Randabbiegung 14 der Führungseinrichtung 12 den letzten Rest bis zur Wand schnei­ det. Danach kann der abgeschnittene Streifen 47, der lose auf dem Bodenbelagstück 44 liegt, abgenommen werden und die Ver­ legung ist beendet.
Es ist zu erkennen, daß mit der Vorrichtung eine besonders wirkungsvoll schnelle und paßgenaue Verlegung von Bodenbelä­ gen und ähnlichen Bahnen, beispielsweise Teppich, Wandbespan­ nungen, möglich ist. Insofern ist unter dem hier verwendeten Begriff "Boden" jeder entsprechende Untergrund für eine Ver­ legung eines Belages zu verstehen.

Claims (16)

1. Vorrichtung zum Schneiden von Bodenbelägen (44, 45) bei ihrer Verlegung mit einem Messer (34), gekennzeichnet durch eine mit einer Bodenbelagkante (46) zusammenwir­ kenden Führungseinrichtung (12) für das Messer (34).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (34) an einem mit der Führungseinrichtung (12) verbindbaren Messerträger (30) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß sie zum zu der Bodenbelagkante (46) eines er­ sten Bodenbelagstückes (44) paßgenauen Schneiden eines zweiten Bodenbelagstückes (45) längs einer Schnittkante (53) im schon weitgehend mit dem Boden (42) bzw. durch Klebung (43), verbundenen Zustand ausgebildet ist, wobei vorzugsweise Mittel (19) zur Anpressung des zweiten Bo­ denbelagstückes (45) längs der Schnittkante (53) an den Boden (42) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung eine zur Bewegung längs der Bodenbelagkante (46) ausgebildete Führungsfläche (27) aufweist und vorzugsweise als eine Platte bzw. breite Schiene mit einer nach unten gerich­ teten Randabbiegung (14) ausgebildet ist, die die Füh­ rungsfläche (27) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) quer zur Schneidrichtung (25) einstellbar an der Führungseinrich­ tung (12) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) abkoppelbar an der Führungseinrichtung (12) angebracht ist, vorzugs­ weise in einer Längsführung (28), wie einer C-Schiene.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) eine Halterung für ein schräg von unten schneidendes Messer (34) und einen mit der Oberseite des Bodenbelags (45) zusammen­ wirkenden Gegenhalter (37), vorzugsweise in der Form von wenigstens einer Rolle (39) aufweist, wobei insbesondere der Gegenhalter höhenverstellbar an dem Messerträger (30) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Rolle (39a) das Messer (34) um­ greift, insbesondere durch einen umlaufenden Spalt (40) zwischen zwei Rollenhälften.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ge­ kennzeichnet durch einen Niederhalter (19), der dem Mes­ ser (34) vorzugsweise nahe neben der die Führungsein­ richtung (12) führenden Bodenbelagskante (46) in Schneidrichtung (25) nachläuft.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (19) abnehmbar bzw. abschwenkbar ist und vorzugsweise mit einer Handhabe (18) zum mit dem Niederdrücken gleichzeitigen Vorschieben der Vorrichtung (11) in Schneidrichtung (25) sowie ggf. mit einer Anlage (52) zur direkten Schneidkraftübertragung an einen Mes­ serträger (30) versehen ist, wobei der Niederhalter (19) insbesondere an einem die Breite der Führungseinrichtung (12) überspannenden Schwenkarm (17) angebracht ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Niederhalter (19), vorzugsweise höhen­ mäßig zueinander versetzt, Rollen (20) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, gekenn­ zeichnet durch ein insbesondere auch als Handgriff die­ nendes Messermagazin (41) am Messerträger (30).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger (30) an der Füh­ rungseinrichtung (12) längsverschiebbar geführt ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Schneidrichtung (25) hinter dem Messer (34) eine ggf. mit einer von der Schnittbewegung gesteuerten Dosiereinrichtung versehene Zuführung (56) für ein Bindemittel, wie ein Kaltschweiß­ mittel, vorgesehen ist, die dieses in die Fuge (58) zwischen den beiden Bodenbelagstücken (44, 45) ein­ dringt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, gekenn­ zeichnet durch einen Messerträger vorgesehenen oszillie­ renden oder rotierenden Messerantrieb.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, gekenn­ zeichnet durch eine am Messerträger (30) vorgesehene Visiereinrichtung (57) für die manuelle Schnittführung.
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