DE19500165A1 - Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien - Google Patents
Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen BakterienInfo
- Publication number
- DE19500165A1 DE19500165A1 DE19500165A DE19500165A DE19500165A1 DE 19500165 A1 DE19500165 A1 DE 19500165A1 DE 19500165 A DE19500165 A DE 19500165A DE 19500165 A DE19500165 A DE 19500165A DE 19500165 A1 DE19500165 A1 DE 19500165A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- instrument
- liquid
- tube
- probe
- compressible
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 38
- 239000000523 sample Substances 0.000 claims abstract description 27
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims abstract description 7
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims abstract description 7
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 claims description 7
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 claims description 6
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000004053 dental implant Substances 0.000 claims 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 abstract description 3
- 238000003973 irrigation Methods 0.000 abstract description 2
- 230000002262 irrigation Effects 0.000 abstract description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 210000003811 finger Anatomy 0.000 description 3
- 229920001296 polysiloxane Polymers 0.000 description 3
- 241000894006 Bacteria Species 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 201000001245 periodontitis Diseases 0.000 description 2
- 206010061218 Inflammation Diseases 0.000 description 1
- 244000089486 Phragmites australis subsp australis Species 0.000 description 1
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 1
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 244000052616 bacterial pathogen Species 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 210000000988 bone and bone Anatomy 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
- 239000007943 implant Substances 0.000 description 1
- 208000015181 infectious disease Diseases 0.000 description 1
- 230000002458 infectious effect Effects 0.000 description 1
- 230000004054 inflammatory process Effects 0.000 description 1
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 210000000214 mouth Anatomy 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 230000003239 periodontal effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 238000001356 surgical procedure Methods 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
- 230000000472 traumatic effect Effects 0.000 description 1
- 241001148471 unidentified anaerobic bacterium Species 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C17/00—Devices for cleaning, polishing, rinsing or drying teeth, teeth cavities or prostheses; Saliva removers; Dental appliances for receiving spittle
- A61C17/02—Rinsing or air-blowing devices, e.g. using fluid jets or comprising liquid medication
- A61C17/028—Rinsing or air-blowing devices, e.g. using fluid jets or comprising liquid medication with intermittent liquid flow
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Dentistry (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)
Description
Die vorliegende Anmeldung bezieht sich auf einen neuen Apparat und ein neues
Fachinstrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien mit dem
Ziel, die im Zusammenhang mit parodontösen, endodontischen, traumatischen oder
infektiösen Schädigungen auftretende Entzündung zu behandeln.
Die Paradontose kennzeichnet sich durch die Ausbildung einer mehr oder weniger tiefen
Tasche längs des Zahnes, die einen direkten Kontakt der Wurzel mit einer Anhäufung
pathogener Bakterien bewirkt.
Gegenwärtig gibt es keinen Apparat und kein Instrument, der bzw. das die Spülung dieser
Höhlung von weniger als 3 mm Breite mit einer Spülflüssigkeit unter guten Bedingungen,
insbesondere was die erforderliche Präzision betrifft, und zu einem erschwinglichen Preis
gestattet.
Das ideale Instrument sollte handlich, schwingungsfrei und sterilisierbar sein; es sollte der
Bedienungsperson, d. h. dem Zahnarzt oder dem Stomatologen, die Möglichkeit
verschaffen, sich ausschließlich auf seine Arbeit konzentrieren zu können, ohne seine
Aufmerksamkeit von dem zu versorgen den Zahn abwenden zu müssen, und ohne das
Risiko, infolge zu großen Druckes der Spülflüssigkeit oder einer ungünstigen
Winkelausrichtung der Spitze eine zusätzliche Verletzung zu verursachen. Deshalb ist die
Verwendung einer solchen Spitze in einer für die Parodontose charakteristischen Tasche
selbst für einen gut geschulten Fachmann bei den gegenwärtig auf dem Markt befindlichen
Geräten recht heikel.
Die FR-A-2 565 816 beschreibt ein spezielles Ansatzstück, das auf sämtliche vorhandenen
Hydropulseren, jede Turbinenleitung, jede Wälzkolbenpumpe oder jeden Apparat mit einer
Zuführung von Luft und Wasser mittels eines Zwischenanschlußstücks paßt, wobei das
Ansatzstück eine hohle Sonde mit einem Ende in abgerundeter Form aufweist, welche eine
Einführung und eine Spülung unter dem Zahnfleisch zuläßt.
Ein solches Ansatzstück überträgt allerdings insbesondere die Schwingungen des
Hydropulsers, und es ist ein Einwirken auf auf diesem angeordneten Steuerelementen
erforderlich, wenn man den Spülstrahl verändern oder stoppen will; daraus ergibt sich aber
die Gefahr einer wechselseitigen Kontamination.
Man kennt aus der DE-A-37 08 736 und der DE-A-38 01 097 wie auch aus der EP-A-0
163 156 Apparate "des täglichen Gebrauchs", die zur Reinigung von Zähnen sowie
Zahnzwischenräumen dienen, mit einem sehr steifen Rohr ausgestattet sind und die es
gestatten, einen starken und ruckartigen Strahl bei einem Druck im Bereich von 400 bis
450 mmHg abzugeben.
Ausgehend hiervon hat die Erfindung zum Ziel, ein präzise und einfach handhabbares
Instrument zur Zahnbehandlung, insbesondere zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch
befindlichen Bakterien, wie auch einen Apparat zu schaffen, bei dem ein solches
Instrument entsprechend den Anforderungen einer Zahnbehandlung eingesetzt werden
kann.
Dies wird erfindungsgemäß durch einen Apparat zur Zahnbehandlung erreicht, der aus
einem Gerät zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit besteht, das über ein Rohr aus
dünnem, elastischem Material und mit einer Länge von mehr als 50 cm mit einem
länglichen Instrument verbunden ist und eine Strömungsverbindung zwischen der vom
Gerät zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit stammenden Flüssigkeit und einem Ende
dieses Instrumentes schafft, wobei dieses Ende des Instrumentes eine hohle Sonde oder
ein Anschlußsystem für eine hohle Sonde zum Spülen einer Höhlung unter dem Zahnfleisch
aufweist.
Bei dem Gerät zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit handelt es sich bevorzugt um den
Apparat, den man üblicherweise als "Hydropulser" bezeichnet. Ein herkömmlicher
Hydropulser umfaßt einen Speicherbehälter und eine Pumpe, welche die Flüssigkeit im
Speicherbehälter ansaugt, um sie stoßweise, unter Druck, zu den Ansatzstücken
hinzufördern, und zwar unter Zwischenschaltung eines üblicherweise spiralförmigen Rohres
mit steifer Wandung. Der Anschluß einer einfachen Sonde an das Ende eines solchen
Rohres gestattet keinen fachmännischen Einsatz unter befriedigenden Komfort- und
Sicherheitsbedingungen.
Das Rohr aus elastischem Material, das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
überträgt aufgrund der Länge und Biegsamkeit seines Materials praktisch keine
Schwingungen auf das längliche Instrument.
Unter "elastischem Material" soll ein unter mäßiger Kraft dehn- und zusammendrückbares
Material verstanden sein.
Man kann zum Beispiel ein Rohr aus Silikonkunststoff, wie z. B. dem von der Firma AIREL
unter der Bezeichnung "Silicone origine Rhône Poulenc" vertriebenen, einsetzen.
Der Außendurchmesser des Rohres kann z. B. zwischen 3 und 7 mm liegen und beträgt
vorzugsweise etwa 4 bis 5 mm bei einer geringen Wandstärke von z. B. 0,3 bis 0,9 mm,
insbesondere von 0,4 bis 0,8 mm, und besonders bevorzugt von etwa 0,5 bis 0,8 mm.
Seine Länge beträgt beispielshalber 0,5 m bis 2 m und vorzugsweise etwa 1,5 m bis 2 m.
Man versteht unter einem "länglichen Instrument" ein Instrument, das zum Beispiel eine
Länge von 10 cm oder mehr bei einem Querschnitt von 1 cm aufweist; dieses Instrument
hat vorteilhafterweise die Form und die Abmessungen eines Bleistiftes und ist
gegebenenfalls auch gekrümmt.
Um den Fluß der Spülflüssigkeit stoppen zu können, ohne daß die Bedienungsperson ihre
Aufmerksamkeit vom Zahnfleisch abwenden muß, weist das längliche Instrument
vorteilhafterweise für die Ausflußmenge der in Richtung auf die Sonde strömenden
Flüssigkeit eine Regeleinrichtung auf, die vorzugsweise als zusammendrückbares Rohr
ausgeführt ist, das zumindest einen Abschnitt aufweist, der für ein Element zum
Zusammen drücken zugänglich ist, und das eine Fließverbindung zwischen einem Zulauf
sowie einem Ablauf für die Spülflüssigkeit schafft und entweder aus einer Spülsonde,
nämlich einer hohlen Spitze an seinem stumpfen Ende, oder einem Anschlußsystem für
eine solche Sonde besteht, das über Aufschrauben oder einfaches Aufstecken arbeitet.
Das Element zum Zusammendrücken kann einer der Finger der Bedienungsperson sein, der
das zusammendrückbare Rohr eindrückt. Es kann bevorzugt aber auch jede geeignete
mechanische Vorrichtung sein, vorteilhafterweise ein Rändelrad, das vorteilhafterweise
entlang der Längsachse des länglichen Instrumentes verschiebbar ist und zwar mittels einer
Führungsanordnung, die wenigstens eine Führung aufweist, mit der das komprimierbare
Rohr zusammengedrückt werden kann.
Zur Begrenzung des Flüssigkeitsdrucks im Bereich des Spülansatzstückes umfaßt der neue
Apparat nach der Erfindung bevorzugt ein Druckbegrenzungssystem, das aus einer
Rohrabzweigung, z. B. einem sogenannten T-Stück, besteht, das den Hydropulser mit dem
Instrument verbindet. Der erreichbare Druck liegt im Bereich von 40 bis 80 mmHg und
beträgt bevorzugt insbesondere etwa 60 mmHg.
Die Abzweigung des Rohres ist ihrerseits vorteilhafterweise mit einem Rücklaufkanal
versehen, der einen Teil der vom Gerät zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit stammenden
Flüssigkeit in einen Aufnahmebehälter zurückführt, in den dieses Gerät die Flüssigkeit
pumpt.
Eine solche Vorrichtung erlaubt neben einer Begrenzung des Druckes auf einen Wert
unterhalb eines für den Patienten schmerzhaften Niveaus auch ein permanentes
Durchmischen und Vermengen der Flüssigkeit im Aufnahmebehälter des Hydropulsers, und
so die Einführung von Luftsauerstoffmolekülen, gegenüber denen die anaeroben Bakterien
empfindlich sind.
Das Ende des Rücklaufkanals ist vorzugsweise mit einem Ballast versehen, der die wichtige
Aufgabe hat, es auf oder nahe am Boden des Aufnahmebehälters zu halten.
Das Ende des Rücklaufschlauches umfaßt vorteilhafterweise ein Regelsystem für die
Rücklaufmenge, das vorzugsweise auf dem Ballast angeordnet ist und auch die Regelung
des maximalen Flüssigkeitsdruckes in der Sonde gestattet.
Die beiden vorgenannten Funktionen werden bevorzugt von einem einzigen Ballastelement
übernommen, das hohl und schwer ist und daher auf dem Boden eines Aufnahmebehälters
ruht, wobei eines seiner Enden mit dem Rücklaufkanal verbunden ist und das Element eine
Dosierschraube umfaßt, die es gestattet, die Öffnung des Elementes vollständig oder
teilweise - wie gewünscht - zu verschließen.
Das Ballastelement kann auch an seinem Umfang mit Bohrungen, Auszackungen oder
anderen Ausbildungen versehen sein, um den Rücklauf der Flüssigkeit lageunabhängig zu
sichern. Zum Beispiel kann es die Form eines Zylinders oder eines Parallelepipedes oder die
eines Würfels haben.
Um eine beste Handhabbarkeit des Instrumentes sicherzustellen, ist die
Rücklaufabzweigung nahe am Hydropulser, zum Beispiel 20 oder 30 cm von diesem
entfernt, angeordnet, während die Länge des Rohres, das den Hydropulser mit dem
Instrument verbindet, im allgemeinen 50 cm bis 2 m und mehr, verteilhafterweise aber 1,5
bis 2 m beträgt.
Um die Ausflußmenge der Spülflüssigkeit in befriedigender und einfacher Weise steuern zu
können, umfaßt das längliche Instrument vorteilhafterweise ein Rändelrad, mit dem das
Rohr bevorzugt innerhalb des vorgenannten Instrumentes, welches das vom Hydropulser
kommende Rohr aus elastischem Material mit dem Anschlußsystem für die hohle
Spülsonde verbindet, eingedrückt werden kann.
Bevorzugte Ausführungsformen zum Regeln oder Stoppen des Ausflusses sind
beispielsweise die folgenden:
das Rändelrad wird durch eine oder mehrere Führungen geführt, und zwar entsprechend einer Bewegung, die entweder das Rändelrad zunehmend auf das innenliegende Rohr zuführt, bis es dies vollständig eindrückt und die Strömung der Flüssigkeit blockiert, wobei das innenliegende Rohr in diesem Fall gegen ein Widerlager anliegt, das zum Beispiel parallel zum Rohr verläuft, oder bei der die Verschiebung des Rändelrades parallel zur Achse des länglichen Instrumentes verläuft, während das Rohr mit einem Widerlager so zusammenwirkt, daß es sich laufend dieser Achse annähert. In beiden Fällen wird dieselbe Wirkung einer Abklemmung des Rohres erreicht.
das Rändelrad wird durch eine oder mehrere Führungen geführt, und zwar entsprechend einer Bewegung, die entweder das Rändelrad zunehmend auf das innenliegende Rohr zuführt, bis es dies vollständig eindrückt und die Strömung der Flüssigkeit blockiert, wobei das innenliegende Rohr in diesem Fall gegen ein Widerlager anliegt, das zum Beispiel parallel zum Rohr verläuft, oder bei der die Verschiebung des Rändelrades parallel zur Achse des länglichen Instrumentes verläuft, während das Rohr mit einem Widerlager so zusammenwirkt, daß es sich laufend dieser Achse annähert. In beiden Fällen wird dieselbe Wirkung einer Abklemmung des Rohres erreicht.
Das Rändelrad zum Steuern und zum Stoppen des Flüssigkeitsstromes ist auf dem
Instrument angeordnet, und zwar vorteilhafterweise 2 bis 5 cm von der Spülsonde
entfernt, um eine leichte Betätigung, z. B. mit dem Daumen, dem Zeigefinger oder dem
Mittelfinger, zu gestatten.
Die vorliegende Erfindung hat gleichermaßen ein Instrument zur Zahnbehandlung zum
Gegenstand, das speziell für den vorbeschriebenen Apparat zur Zahnbehandlung ausgelegt
und dadurch gekennzeichnet ist, daß es aus einem Handteil besteht, das ein
zusammendrückbares Rohr umfaßt, welches zumindest einen Abschnitt aufweist, der für
ein Zusammendrück-Element zugänglich ist und eine Fließverbindung zwischen einem
Zulauf und einem Ablauf für Spülflüssigkeit schafft, wobei letzterer entweder eine
Spülsonde, nämlich eine hohle Spitze am stumpfen Ende, oder ein Anschlußsystem z. B.
für einen Schraub-, Bajonett- oder einen einfachen Klemmanschluß für eine solche Sonde
ist.
Das zum Tragen der Spülsonde vorgesehene Ende des Instrumentes weist
vorteilhafterweise ein Befestigungssystem für diese Sonde auf, das es dieser erlaubt, sich
geschlossen und dicht an das Ende des Instrumentes anzupassen.
Daher weist das Ende des Instrumentes vorteilhafterweise entweder ein Gewinde, oder
einen sogenannten Bajonettanschluß auf, womit eine Anpassung und die Verriegelung einer
Sonde möglich ist.
Auf dem System zur Fixierung und zum Verriegeln findet man bevorzugt ein Teil, das mit
dem zusammendrückbaren Rohr und dem Hydropulser in einer Strömungsverbindung steht
und die Flüssigkeit in die Sonde einführt. Dieses Teil ist vorteilhafterweise mit einem
Dichtungssystem, wie z. B. einem O-Ring, ausgestattet. Das zusammendrückbare Rohr
befindet sich vorteilhafterweise im Inneren des Handteiles, das seinerseits vorzugsweise
allgemein in Form eines Rohres oder eines Stiftes ausgebildet und gegebenenfalls
gekrümmt ist.
Weitere Eigenschaften des länglichen Instrumentes sind weiter oben im Abschnitt zur
Beschreibung des Apparates zur Zahnbehandlung, der ebenfalls Gegenstand der Erfindung
ist, und auch nachstehend in den Beispielen angegeben.
Der Apparat und das Instrument gemäß der vorliegenden Erfindung sind von
bemerkenswerter Qualität.
Infolge des bei dem erfindungsgemäßen Instrument vorgesehenen Anschlußsystems kann
man in austauschbarer Weise alle Arten von hohlen Sonden oder Spitzen unterschiedlicher
Formen installieren, wobei die Form bevorzugt gekrümmt ausgebildet ist (für per
chirurgische Spülung in der Mundhöhlen- und Knochenimplantationschirurgie usw. . .).
Sämtliche Elemente, Kanal wie auch Sonde, Instrument und dessen unterschiedliche Teile,
bestehen aus sterilisierbaren Materialien.
Durch die Materialkombination, die Materialabmessungen und die Länge des Kanals, der
den Hydropulser mit dem erfindungsgemäßen Instrument verbindet, wird eine Übertragung
von Schwingungen auf das Instrument verhindert, wobei dem Praktiker eine große
Präzision bei seinen medizinischen Handhabungen ermöglicht wird, zumal der Zugang zum
Boden der bei Parodontose auftretenden Taschen und zum Boden der Mundhöhle schwierig
ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im Prinzip beispielshalber noch
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 den Aufbau des erfindungsgemäßen Apparates in schematischer Darstellung und
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Instrument im Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt einen Hydropulserblock 1 mit einem Aufnahmebehälter 2. Die Flüssigkeit 3,
die von diesem Block angetrieben wird, wird mittels eines biegsamen Rohres 4 aus
Silikonkunststoff (Innendurchmesser 1,5 mm, Außendurchmesser 3 mm, Länge 1,8 m) zu
einem Zahnbehandlungsinstrument 5 befördert.
Das Rohr 4 ist einerseits mit dem Flüssigkeitsauslaß des Hydropulsers über ein
Ansatzstück 6 verbunden und weist nahe bei dem Hydropulser eine T-Abzweigung 7 auf,
die einen Teil des Flusses in den Aufnahmebehälter 2 zurückführt, in den die zu fördernde
Flüssigkeit gepumpt wird, und zwar über einen Rücklaufkanal 8, an dessen Ende ein Ballast
9 vorgesehen ist, der auf dem Boden des Aufnahmebehälters 2 liegt. Das Ende des
Instrumentes 5 ist mit einer Spülsonde 10 versehen.
Im Schnitt der Fig. 2, die das erfindungsgemäße Instrument darstellt, erkennt man den
Griff des Instrumentes, der hier drei Teile 11a, 11b, 11c umfaßt. Das Rohr 4 ist am Ende
eines von zwei Ansatzstücken eines Verbindungsteils 12 befestigt, das die Strömung der
Flüssigkeit 3 vom Rohr 4 zu einem inneren Rohr 13 des Instrumentes zuläßt und mittels
einer kleinen Schraube 14 mit dem Teil 11b des Griffes verbunden ist, wobei das andere
Ende des inneren Rohres 13 mit einem Ansatzstück eines zweiten Verbindungsteil 15
verbunden ist, das über eine andere kleine Schraube 16 an einem der Teile 11c des Griffes
befestigt ist. Das andere, außerhalb des Instrumentes liegende Ansatzstück des zweiten
Teiles 15 des inneren Rohres 13 dient ebenso zum Anschluß einer hier nicht dargestellten
Spülsonde. Diese ist am Ende des Teiles 15 durch Einführung und anschließendes
Einschrauben in ein Gewinde 17 befestigbar, das vom Teil 11c des Griffes umfaßt wird,
wobei die Dichtigkeit durch einen O-Ring 18 gewährleistet wird, der auf dem äußeren
Ansatzstück dieses Teiles 15 in einer Ausnehmung angeordnet ist. Das innere Rohr 13
liegt teilweise auf einem Widerlager 19 auf, dessen Dicke in Richtung auf den Abschnitt
des Instrumentes, auf dem man die Sonde befestigt, zunimmt. Ein Rändelrad 20, das
seitlich und parallel zur Achse AA′ des Instrumentes geführt ist und dessen größte
Verschiebungen in Richtung AA′ durch Anschläge 21 und 22 begrenzt sind, ermöglicht
eine Regelung des Flüssigkeitsstromes; in der hier (mit durchgezogenen Linien
dargestellten) Position läßt es die gesamte ankommende Flüssigkeit passieren. Wenn es
hingegen in die punktiert eingezeichnete Lage versetzt wird, drückt es das Rohr 13 gegen
das Widerlager 19, um den Fluß zu stoppen.
Claims (13)
1. Instrument zur Zahnbehandlung, das an ein Gerät zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit
anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Handteil besteht, das ein
kompressibles Rohr (13) umfaßt, welches zumindest einen Abschnitt aufweist, der für ein
Zusammendrück-Element (20) zugänglich ist, und das eine Strömungsverbindung zwischen
einem Zulauf und einem Ablauf für Spülflüssigkeit (3) schafft, wobei der Ablauf entweder
von einer Spülsonde (10) oder von einem Anschlußsystem (15, 17) für eine solche Sonde
gebildet wird.
2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammendrück-
Element eine mechanische Vorrichtung (20) zum Zusammendrücken des kompressiblen
Rohres (13) ist.
3. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische
Zusammendrück-Vorrichtung ein Rändelrad (20) ist.
4. Instrument nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rändelrad (20) zum
Zusammendrücken des kompressiblen Rohres (13) mit einem ihm zugeordneten Widerlager
(19) zusammenwirkt.
5. Instrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rändelrad (20) entlang
der Längsachse des Instrumentes (5) mittels einer Führungseinrichtung, die wenigstens
eine Führung aufweist, welche das Zusammendrücken des kompressiblen Rohres (13)
gestattet, verschiebbar ist.
6. Apparat zur Zahnbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Gerät (1) zur
Erzeugung pulsierender Flüssigkeit (3) besteht, das über ein Rohr (4) aus dünnem,
elastischem Material einer Länge von mehr als 50 cm mit einem länglichen Instrument zur
Zahnbehandlung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 verbunden ist, wobei das Rohr eine
Strömungsverbindung zwischen der vom Gerät (1) zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit
stammenden Flüssigkeit (3) und einem Ende (10, 15) des Instrumentes (5) schafft und
wobei dieses Ende des Instrumentes eine hohle Sonde (10) oder ein Anschlußsystem (15,
17) für eine hohle Sonde (10) zum Spülen von Höhlungen unter dem Zahnfleisch umfaßt.
7. Apparat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das längliche Instrument (5) ein
kompressibles Rohr (13) umfaßt.
8. Apparat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr aus dünnem,
elastischen Material (4) eine Länge von 1,5 bis 2 m aufweist.
9. Apparat nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wanddicke des Rohres aus dünnem, elastischen Material (4) 0,4 bis 0,8 mm beträgt.
10. Apparat nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (4)
eine Abzweigung (7) aufweist, die mit einem Rücklaufkanal (8) ausgestattet ist, der einen
Teil der vom Gerät (1) zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit stammenden Flüssigkeit in
einen Aufnahmebehälter (2) zurückführt, in den das Gerät (1) die Flüssigkeit (3) pumpt.
11. Apparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzweigung (7) nahe bei
dem Gerät (1) zur Erzeugung pulsierender Flüssigkeit (3) angeordnet ist.
12. Apparat nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das dem
Aufnahmebehälter (2) zugeordnete Ende des Rücklaufkanals (8) eine Anordnung zum
Regeln der Rücklaufmenge umfaßt, die auf einem Ballast (9) angeordnet ist.
13. Apparat nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
pulsierende Flüssigkeit (3) unter einem Druck in einem Bereich von 40 bis 80 mmHg
austritt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR9308899A FR2707869B1 (fr) | 1993-07-20 | 1993-07-20 | Nouvel appareil et instrument d'élimination des bactéries sous-gingivales. |
| DE19500165A DE19500165A1 (de) | 1993-07-20 | 1995-01-04 | Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR9308899A FR2707869B1 (fr) | 1993-07-20 | 1993-07-20 | Nouvel appareil et instrument d'élimination des bactéries sous-gingivales. |
| DE19500165A DE19500165A1 (de) | 1993-07-20 | 1995-01-04 | Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19500165A1 true DE19500165A1 (de) | 1996-07-11 |
Family
ID=26011453
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19500165A Ceased DE19500165A1 (de) | 1993-07-20 | 1995-01-04 | Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500165A1 (de) |
| FR (1) | FR2707869B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1601306A1 (de) * | 2003-03-10 | 2005-12-07 | Joseph Ohayon | Mundpflegevorrichtung |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999048613A2 (en) * | 1998-03-25 | 1999-09-30 | Reipur Technology A/S | A method for selectively generating a flow of gas from an open end of a tubular body, such as a hose |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1985002240A1 (en) * | 1983-11-08 | 1985-05-23 | Mediplast Ab | A device for regulating the flow area in a flexible tube |
| DE3420213A1 (de) * | 1984-05-30 | 1985-12-05 | Gimelli & Co. AG, Zollikofen | Handgeraet zur koerperpflege |
| FR2565816B1 (fr) * | 1984-06-18 | 1988-09-09 | Itic Joel | Embout special adaptable sur hydropulseur pour injecter un liquide sous la gencive |
| DE3708736C2 (de) * | 1987-03-18 | 1996-02-22 | Moser Gmbh Kuno | Munddusche |
| DE3801097A1 (de) * | 1988-01-16 | 1989-07-27 | Moser Gmbh Kuno | Munddusche und verfahren zum ein- und ausschalten einer munddusche |
-
1993
- 1993-07-20 FR FR9308899A patent/FR2707869B1/fr not_active Expired - Fee Related
-
1995
- 1995-01-04 DE DE19500165A patent/DE19500165A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1601306A1 (de) * | 2003-03-10 | 2005-12-07 | Joseph Ohayon | Mundpflegevorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2707869A1 (fr) | 1995-01-27 |
| FR2707869B1 (fr) | 1996-08-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69322612T2 (de) | Verstellbare Flüssigkeitsabgabebürstenspitze mit sekundärem Strömungsweg | |
| EP1250106B1 (de) | Spülkanüle zum spülen eines wurzelkanals eines zahnes | |
| DE3923851C1 (de) | ||
| DE3824910A1 (de) | Arthroskopie-hakenstanze | |
| EP3915514A1 (de) | Saug-handstück für eine dentale behandlungseinheit sowie saugvorrichtung mit einem solchen saug-handstück | |
| DE2427366B2 (de) | Endodontotechnisches Gerät für die Zahnwurzelkanalspülung | |
| DE3047131A1 (de) | Vorrichtung zur pneumatischen trennung von gewebeteilen und verfahren zu deren betrieb | |
| EP1044655B1 (de) | Dentale Einrichtung zur Behandlung von Geweben mit vorzugsweise hochfrequenten mechanischen Schwingungen | |
| DE3217476C2 (de) | ||
| DE2949142A1 (de) | Vorrichtung zum zufuehren von steriler fluessigkeit zu einer chirurgischen arbeitsstelle | |
| EP1593401A1 (de) | Sauger für die Chirurgie | |
| DE3716230C2 (de) | ||
| DE19500165A1 (de) | Apparat und Instrument zur Entfernung von unter dem Zahnfleisch befindlichen Bakterien | |
| DE3216017C2 (de) | Vorrichtung zum Versorgen eines Osteotomiegebietes mit steriler Kühlflüssigkeit | |
| DE69608975T2 (de) | Zwischenstück für dentales Handstück | |
| DE3704194A1 (de) | Zahnaerztliches dentalgeraet | |
| EP0031126A1 (de) | Filtriereinrichtung zur bakteriellen Entkeimung von Kühlflüssigkeit bei kieferchirurgischen Geräten | |
| DE3704086C2 (de) | Medizinisches Instrument mit einem Winkelstück zum Schrauben | |
| EP0379962B1 (de) | Einsatzteil zur Belüftung des Mittelohrraumes | |
| DE9203955U1 (de) | Medizinisches Spül- und Sauginstrument | |
| DE10045115B4 (de) | Medizinisches,insbesondere dentalmedizinisches Handstück | |
| DE3425617A1 (de) | Vorrichtung zur lokalen spuelung | |
| DE9318938U1 (de) | Wegwerfdentalinstrument | |
| DE202022101511U1 (de) | Vorrichtung zum Schmieren und optional Reinigen und Desinfizieren von zahnärztlichen Handstücken | |
| DE202024100932U1 (de) | Mundhygienegerät |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8131 | Rejection |