DE19500952C1 - Rohrbogen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rohrbogen zur austauschbaren
Eingliederung in einen dem hydraulischen oder pneumati
schen Transport von Feststoffen dienenden Rohrstrang ge
mäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Rohrbogen zählt durch die DE 40 10 556 C2
zum Stand der Technik. Er setzt sich aus einem ver
schleißfesten Futterrohr, aus einem das Futterrohr umge
benden Mantelrohr aus schweißbarem Stahl sowie aus end
seitigen Kupplungsflanschen zusammen, die mit dem Mantel
rohr verschweißt sind. Der Außendurchmesser des Futter
rohrs und der Innendurchmesser des Mantelrohrs sind der
art aufeinander abgestimmt, daß das Futterrohr und das
Mantelrohr ohne Verformung ineinander gesteckt werden
können. Dadurch, daß das Futterrohr lediglich zwischen
den Kupplungsflanschen eingespannt ist, können sich die
Bereiche zwischen dem Futterrohr und dem Mantelrohr mit
dem jeweils transportierten Feststoff zusetzen. Auf diese
Weise wird das Futterrohr in das Mantelrohr bzw. in diese
durch den Feststoff gebildete Druckausgleichsschicht
quasi eingebettet.
Beim Transport von Feststoffen ist der dem Krümmungsmit
telpunkt des Rohrbogens abgewandte Bereich des Futter
rohrs nahezu ausschließlich dem Reibungsverschleiß ausge
setzt. Um nun die Standzeit des Rohrbogens heraufzuset
zen, wäre es denkbar, das vom Material her verschleiß
festere Futterrohr umfangsseitig mit unterschiedlichen
Wanddicken zu versehen und das Verschleißvolumen im we
sentlichen in dem dem Krümmungsmittelpunkt abgewandten
Umfangsbereich zu konzentrieren. Dieser Gedanke kann je
doch nur begrenzt in die Praxis umgesetzt werden, da ins
besondere bei einem gußeisernen Futterrohr erhebliche
Schwierigkeiten beim Gießen anfallen, wenn größere Un
terschiede in den Wanddicken vorhanden sind.
Im Umfang der DE 35 10 840 A1 ist ein Krümmer für
pneumatische Förderleitungen, insbesondere für Untertage
Blasversatzleitungen, bekannt, der aus einem Gehäuse mit
endseitigen Flanschen besteht. In die Flansche sind
Schleißringe eingebettet. Zwischen den Flanschen besitzt
das Gehäuse sowohl am radial innen liegenden Umfang als
auch am radial außen liegenden Umfang verschließbare
Öffnungen. Über die am radial äußeren Umfang liegende
Öffnung kann bei abgenommenem Deckel eine gekrümmte
Schleißeinlage eingesetzt und mit Hilfe eines dem Deckel
zugeordneten Schraubbolzens nach Lagefixierung des
Deckels bestimmungsgemäß befestigt werden.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, einen Rohrbogen zu schaffen, der auch
bei stark abrasiven Feststoffen eine merklich längere
Standzeit aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in
den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten
Merkmalen.
Danach wird jetzt in dem dem Krümmungsmittelpunkt des
Rohrbogens abgewandten Umfangsbereich lediglich ein
äußeres Schalensegment mit radialem Abstand zum Mantel
rohr angeordnet und zwischen den Kupplungsflanschen ein
gespannt. Ein solches Schalensegment hat einen halbkreis
förmigen Querschnitt, wobei sich die Schenkelstirnseiten
in einer Ebene erstrecken, die durch die Längsachse des
Transportquerschnitts verläuft und zum Krümmungsmittel
punkt senkrecht angeordnet ist. Dieses Schalensegment
kann jetzt gezielt in allen Bereichen mit einer auf den
jeweiligen Einsatzfall und den dabei zu erwartenden Ver
schleiß abgestimmten optimalen Wanddicke versehen werden.
Da hierbei keine größeren Wanddickenunterschiede auftre
ten, kann das Schalensegment vergleichsweise problemlos
hergestellt, insbesondere gegossen, werden. Dabei kann
das Gesamtgewicht des Schalensegments so gehalten werden,
daß das zulässige Maximalgewicht des Rohrbogens, insbe
sondere bei Eingliederung in einen Rohrstrang eines fahr
baren Betonförderers (Autobetonpumpe) nicht überschritten
wird.
Im Umfang der FR-PS 11 35 039 ist es zwar bekannt, ver
schleißfestere Schalensegmente in dem dem Krümmungsmit
telpunkt eines Rohrbogens abgewandten Umfangsbereich an
zuordnen. Hierfür wird jedoch ein speziell ausgebildetes
Mantelrohr mit einstückig angesetzten endseitigen Kupp
lungsflanschen verwendet. Außerdem bedarf es zur Einglie
derung der Schalensegmente einer Montageöffnung in dem im
Bereich der Schalensegmente oval ausgebildeten Rohrbogen.
Die Erfindung läßt es prinzipiell zu, daß lediglich in
dem dem Krümmungsmittelpunkt abgewandten Umfangsbereich
des Rohrbogens ein Schalensegment oder ggf. auch mehrere
Schalensegmente hintereinander vorgesehen werden. In dem
dem Krümmungsmittelpunkt zugewandten Umfangsbereich ge
nügt aus rein verschleißtechnischen Gründen eigentlich
das Mantelrohr. Um aber auch in diesem Bereich den Ver
schleißwiderstand ohne wesentlichen Aufwand zu erhöhen,
wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 2 ein in
neres Schalensegment halbkreisförmigen Querschnitts vor
gesehen. Dieses innere Schalensegment stützt sich mit
seinen Schenkelstirnseiten an den Schenkelstirnseiten des
äußeren Schalensegments ab und bildet zusammen mit diesem
ein Futterrohr im Mantelrohr. Das innere Schalensegment
kann mit einer minimalen Wanddicke versehen werden. Es
kann aus Gußeisen oder auch aus Stahl bestehen. Bei der
Fertigung aus Stahl kann es beispielsweise durch Trennen
eines geschlossenen bogenförmigen Stahlrohrs oder auch
auf preß- bzw. schmiedetechnischem Wege erzeugt werden.
Es liegt mit radialem Abstand zum Mantelrohr.
Bei einem Rohrbogen mit mindestens einem äußeren Schalen
segment wird es entsprechend den Merkmalen des Anspruchs
3 als vorteilhaft angesehen, daß sich die Stirnseiten des
Mantelrohrs und des äußeren Schalensegments jeweils in
denselben Querebenen erstrecken und die Kupplungsflansche
innere Schleißringe aufweisen. Während die aus einem
schweißbaren Stahl bestehenden Außenlagen der Kupplungs
flansche mittels das Mantelrohr endseitig übergreifenden
Anschweißstutzen verschweißt sind, stoßen die Stirnseiten
des Schalensegments an die inneren Stirnseiten der Außen
lagen und der Schleißringe der Kupplungsflansche. Die
Schleißringe besitzen hierbei eine Verschleißfestigkeit,
die der Standzeit des äußeren Schalensegments weitgehend
angepaßt ist.
Kommt in dem dem Krümmungsmittelpunkt abgewandten Um
fangsbereich des Rohrbogens wenigsten ein äußeres Scha
lensegment zur Anwendung, so ist es entsprechend Anspruch
4 von Vorteil, wenn dann die Schleißringe in dem dem
Krümmungsmittelpunkt abgewandten Umfangsbereich eine
größere Wanddicke als in dem dem Krümmungsmittelpunkt zu
gewandten Umfangsbereich aufweisen. Hierbei kann die
Wanddicke der Schleißringe gezielt der Wanddicke des
Schalensegments im Ein- und Auslaufbereich bzw. der des
Mantelrohrs angepaßt werden.
Im Falle der Ausführungsform des Anspruchs 5 erstrecken
sich sowohl die Stirnseiten des äußeren als auch des in
neren Schalensegments in denselben Querebenen, wo die
Stirnseiten des Mantelrohrs an die zweilagigen Kupplungs
flansche stoßen. Die Außenlagen der Kupplungsflansche
sind mit der äußeren Oberfläche des Mantelrohrs ver
schweißt. Die Schleißringe besitzen in diesem Fall über
den gesamten Umfang eine gleichmäßige Wanddicke.
Bei der im Anspruch 6 gekennzeichneten Ausführungsform
besteht der Erfindungskern darin, daß am auslaufseitigen
Ende des Rohrbogens sowohl das äußere Schalensegment als
auch das innere Schalensegment den hier nur einlagigen
und mit dem Mantelrohr verschweißten Kupplungsflansch
durchfassen. Die Stirnseiten der Schalensegmente verlau
fen dann in einer Querebene mit der Stirnseite des Kupp
lungsflansches. Die axiale Lage der Schalensegmente wird
an dem einlaufseitigen Ende dadurch sichergestellt, daß
ihre Stirnseiten gegen die inneren Stirnseiten eines
zweilagigen Kupplungsflansches stoßen, während am aus
laufseitigen Ende die Schalensegmente umfangsseitige Vor
sprünge, beispielsweise in Form von Nocken oder Schweiß
punkten, besitzen, die an der Innenseite des einlagigen
Kupplungsflansches zur Anlage gelangen. Bei dieser Aus
führungsform nehmen die auslaufseitigen Enden der Scha
lensegmente, insbesondere des äußeren Schalensegments,
gewissermaßen die Funktion eines Schleißrings wahr.
Zur Lagefixierung des äußeren Schalensegments im Mantel
rohr, insbesondere bei der Montage und bis zur Bildung
einer Druckausgleichsschicht zwischen dem Schalensegment
und dem Mantelrohr, kann es gemäß Anspruch 7 von Vorteil
sein, das äußere Schalensegment mit umfangsseitigen Vor
sprüngen, beispielsweise in Form von mit der Wand eintei
ligen Nocken, auszurüsten, die an der inneren Oberfläche
des Mantelrohrs zur Anlage gelangen können. Insbesondere
können endseitig des Schalensegments und in der Mitte
solche Vorsprünge vorgesehen sein. Denkbar ist es aber
auch, daß in anderen Längenabschnitten derartige Vor
sprünge vorgesehen sind.
Nach Anspruch 8 ist es auch bei dem inneren Schalenseg
ment vorstellbar, diesem endseitig, in der Längsmitte
oder in anderen Längenabschnitten zum Mantelrohr weisende
Vorsprünge zuzuordnen, die sich an der inneren Oberfläche
des Mantelrohrs abstützen können.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt einen Rohrbogen;
Fig. 2 eine Stirnansicht auf den Rohrbogen der Fig.
1 gemäß dem Pfeil II;
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Rohrbogen der
Fig. 1 entlang der Linie III-III;
Fig. 4 bis 9 verschiedene Stadien bei der Fertigung des
Rohrbogens der Fig. 1;
Fig. 10 bis 13 im Längsschnitt vier weitere Ausführungsfor
men eines Rohrbogens und
Fig. 14 eine Stirnansicht auf den Rohrbogen der Fig.
13 gemäß dem Pfeil XIV.
Mit 1 ist in den Fig. 1 bis 3 und 9 ein Rohrbogen be
zeichnet, der in einen ansonsten nicht näher dargestell
ten Rohrstrang zum hydraulischen Transport eines Fest
stoffs, insbesondere von Beton, eingegliedert werden
kann.
Der Rohrbogen 1 weist (siehe Fig. 1 bis 3) ein sich
über einen Winkel von 90° erstreckendes zylindrisches
Mantelrohr 2 aus einem schweißbaren Stahl auf. Die Wand
dicke D des Mantelrohrs 2 ist überall gleich.
An den Enden 3, 4 wird das Mantelrohr 2 von Anschweiß
stutzen 5 zweier Kupplungsflansche 6 übergriffen, die der
lösbaren Verbindung mit benachbarten geraden oder ge
krümmten Transportrohren dienen. Die Kupplungsflansche 6
besitzen jeweils eine Außenlage 7 aus einem schweißbaren
Stahl sowie innere Schleißringe 8 aus einem gegenüber dem
Material der Außenlagen 7 verschleißfesteren Werkstoff.
Die Stirnseiten 9, 10 der Außenlagen 7 und der Schleiß
ringe 8 verlaufen jeweils in denselben senkrecht aufein
ander stehenden Querebenen E-E.
Die Außenlagen 7 der Kupplungsflansche 6 setzen sich aus
endseitigen Ringbunden 11, benachbarten Kupplungsnuten 12
sowie den Anschweißstutzen 5 zusammen, die mit der äuße
ren Oberfläche 13 des Mantelrohrs 2 verschweißt werden.
In dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 abgewandten Bereich
des Rohrbogens 1 erstreckt sich zwischen den Kupplungs
flanschen 6 ein äußeres Schalensegment 15 halbkreisförmi
gen Querschnitts mit radialem Abstand A zum Mantelrohr 2.
Die zum Krümmungsmittelpunkt 14 gewandten Schenkelstirn
seiten 16 des äußeren Schalensegments 15 verlaufen in der
in der Längsachse 17 des kreisförmigen Transportquer
schnitts TQ sich erstreckenden, zum Krümmungsmittelpunkt
14 senkrechten Mittellängsebene ME-ME.
Das äußere Schalensegment 15 besitzt im Längsverlauf eine
zunächst zunehmende und dann wieder abnehmende Wanddicke
D1. Es weist von der äußeren Oberfläche 18 einstückig ab
stehende nockenartige Vorsprünge 19 auf, die an der inne
ren Oberfläche 20 des Mantelrohrs 2 zur Anlage gelangen
können. Dadurch befindet sich das äußere Schalensegment
15 in einem vorbestimmten Abstand A zum Mantelrohr 2.
Wie die Fig. 1 bis 3 und 9 ferner zu erkennen geben,
ist in dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 des Rohrbogens 1
zugewandten Bereich ein zwischen den Kupplungsflanschen 6
eingespanntes inneres Schalensegment 21 halbkreisförmigen
Querschnitts im radialen Abstand Al zum Mantelrohr 2 vor
gesehen. Auch dessen Schenkelstirnseiten 22 erstrecken
sich in der in der Längsachse 17 des Transportquer
schnitts TQ verlaufenden, zum Krümmungsmittelpunkt 14
senkrechten Mittellängsebene ME-ME. Die Wanddicke D2 des
inneren Schalensegments 21 ist deutlich geringer als die
geringste Wanddicke D1 des äußeren Schalensegments 15 be
messen.
Bei dem Material des äußeren Schalensegments 15 handelt
es sich um Gußeisen, während das Material des inneren
Schalensegments 21 ein schweißbarer Stahl, wie z. B.
St 37, ist.
Die Fig. 1 und 9 lassen noch erkennen, daß von der
äußeren Oberfläche 23 des inneren Schalensegments 21 ein
stückige Vorsprünge 24 in Richtung zum Mantelrohr 2 vor
kragen. Diese Vorsprünge 24 können sich an der inneren
Oberfläche 20 des Mantelrohrs 2 abstützen.
Bei der Fertigung des Rohrbogens 1 der Fig. 1 und 9
wird wie folgt vorgegangen (siehe Fig. 4 bis 9):
Zunächst wird das bogenförmige Mantelrohr 2 geformt (Fig. 4). In dieses Mantelrohr 2 wird dann gemäß Fig. 5 das äußere Schalensegment 15 eingeschoben, bis die Stirn seiten 25 und 26 von Mantelrohr 2 und äußerem Schalenseg ment 15 in jeweils derselben Querebene EI-EI liegen. Im Anschluß daran wird entsprechend Fig. 6 auch das innere Schalensegment 21 in das Mantelrohr 2 eingeschoben, und zwar ebenfalls so weit, bis seine Stirnseiten 27 in je weils einer Querebene E1-E1 liegen.
Zunächst wird das bogenförmige Mantelrohr 2 geformt (Fig. 4). In dieses Mantelrohr 2 wird dann gemäß Fig. 5 das äußere Schalensegment 15 eingeschoben, bis die Stirn seiten 25 und 26 von Mantelrohr 2 und äußerem Schalenseg ment 15 in jeweils derselben Querebene EI-EI liegen. Im Anschluß daran wird entsprechend Fig. 6 auch das innere Schalensegment 21 in das Mantelrohr 2 eingeschoben, und zwar ebenfalls so weit, bis seine Stirnseiten 27 in je weils einer Querebene E1-E1 liegen.
Nunmehr wird, wie aus Fig. 7 ersichtlich, ein Kupplungs
flansch 6 an das eine Ende 3 des Mantelrohrs 2 geheftet
und anschließend gemäß Fig. 8 auch der zweite Kupplungs
flansch 6 an das andere Ende 4 des Mantelrohrs 2 gehef
tet.
Letztlich werden entsprechend Fig. 9 die Kupplungsflan
sche 6 über die Anschweißstutzen 5 mit der äußeren Ober
fläche 13 des Mantelrohrs 2 verschweißt.
Die Ausführungsform des Rohrbogens 1a der Fig. 10 unter
scheidet sich von derjenigen der Fig. 1 und 9 dadurch,
daß statt eines einstückigen äußeren Schalensegments 15
zwei gleich lange äußere Schalensegmente 15a, 15b hinter
einander vorgesehen werden. Ansonsten entspricht die Aus
führungsform der Fig. 10 derjenigen der Fig. 1 und 9,
so daß eine nochmalige Erläuterung entbehrlich ist.
Bei der Ausführungsform eines Rohrbogens 1b der Fig. 11
sind drei äußere Schalensegmente 15c, 15d, 15e zwischen
die Kupplungsflansche 6 eingegliedert. Auch hierbei ent
spricht die sonstige Gestaltung der Ausbildung der
Fig. 1 und 9, so daß eine nochmalige Erläuterung nicht
notwendig ist.
In der Fig. 12 ist eine Ausführungsform eines Rohrbogens
1c veranschaulicht, bei welcher in das endseitig mit
Kupplungsflanschen 6a verschweißte Mantelrohr 2 lediglich
in dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 des Rohrbogens 1c ab
gewandten Bereich ein äußeres Schalensegment 15f aus Guß
eisen eingegliedert ist. Dieses äußere Schalensegment 15f
erstreckt sich zwischen den Kupplungsflanschen 6a, wobei
die Stirnseiten 28 des Schalensegments 15f und 25 des
Mantelrohrs 2 jeweils in denselben rechtwinklig aufeinan
der stehenden Querebenen E1-E1 verlaufen. Die Wanddicke
Dl des Schalensegments 15f ist in seinem mittleren Län
genbereich am größten und verringert sich zu den Enden
hin. Von der äußeren Oberfläche 18 des Schalensegments
15f stehen einstückige Vorsprünge 19 in Richtung auf die
innere Oberfläche 20 des Mantelrohrs 2 vor.
Die Kupplungsflansche 6a sind zweilagig ausgebildet, wo
bei die Außenlagen 7a mit Anschweißstutzen 5a die Enden
des Mantelrohrs 2 übergreifen und mit der äußeren Ober
fläche 13 verschweißt sind. Die Außenlagen 7a umfassen
Schleißringe 8a, die in dem dem Krümmungsmittelpunkt ab
gewandten Umfangsbereich eine größere Wanddicke als in
dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 zugewandten Umfangsbe
reich aufweisen. Die Wanddicke ist einmal der endseitigen
Wanddicke des äußeren Schalensegments 15f und zum anderen
der Wanddicke des Mantelrohrs 2 angepaßt.
Die äußeren Stirnseiten 9a, 10a der Außenlagen 7a und der
Schleißringe 8a verlaufen in denselben Querebenen E-E.
Im Falle der Ausführungsform eines Rohrbogens 1d der
Fig. 13 und 14 ist ein über 90° gekrümmtes zylindrisches
Mantelrohr 2 aus einem schweißbaren Stahl an dem in
Transportrichtung TR des Feststoffs einlaufseitigen Ende
29 des Rohrbogens 1d mit einem doppellagigen Kupplungs
flansch 6 verschweißt. Dazu weist der Kupplungsflansch 6
eine Außenlage 7 mit Ringbund 11, Kupplungsnute 12 und
Anschweißstutzen 5 auf, der das einlaufseitige Ende 3 des
Mantelrohrs 2 übergreift. Die Außenlage 7 umfaßt einen
Schleißring 8 aus einem demgegenüber verschleißfesteren
Material. Der Schleißring 8 besitzt über den gesamten Um
fang gesehen die gleiche Wanddicke. Die äußeren Stirnsei
ten 9, 10 der Außenlage 7 und des Schleißrings 8 verlau
fen in derselben Querebene E-E.
Das in Transportrichtung TR liegende Auslaufende 4 des
Mantelrohrs 2 wird von einem einlagigen Kupplungsflansch
6b aus einem schweißbaren Stahl mit Ringbund 11, Kupp
lungsnute 12 und Anschweißstutzen 5 übergriffen. An
schweißstutzen 5 und äußere Oberfläche 13 des Mantelrohrs
2 sind verschweißt.
Vom einlaufseitigen Kupplungsflansch 6 aus erstreckt sich
in dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 des Rohrbogens 1d
abgewandten Bereich ein äußeres Schalensegment 15g aus
Gußeisen, das den einlagigen Kupplungsflansch 6b durch
faßt. Die Schenkelstirnseiten 16 des äußeren Schalenseg
ments 15g erstrecken sich in der in der Längsachse 17 des
kreisförmigen Transportquerschnitts TQ verlaufenden, zum
Krümmungsmittelpunkt 14 senkrechten Mittellängsebene ME-
ME.
Zur Lagesicherung besitzt das äußere Schalensegment 15g
am auslaufseitigen Ende 32 mindestens einen von der äuße
ren Oberfläche 18 abstehenden Vorsprung 30, der an der
inneren Stirnseite 31 des Kupplungsflansches 6b zur An
lage gelangt. Die Wanddicke D1 des äußeren Schalenseg
ments 15g nimmt von dem zweilagigen Kupplungsflansch 6
ausgehend bis zur Mitte hin zu und verringert sich wieder
am auslaufseitigen Ende 32 des Rohrbogens 1d bis zu der
Stirnseite 33, die in derselben Querebene E-E wie die
Stirnseite 34 des Kupplungsflansches 6b verläuft.
In dem dem Krümmungsmittelpunkt 14 des Rohrbogens 1d
zugewandten Bereich ist ein zwischen den Kupplungsflan
schen 6, 6b eingespanntes inneres Schalensegment 21a aus
einem schweißbaren Stahl halbkreisförmigen Querschnitts
im radialen Abstand A1 zum Mantelrohr 2 vorgesehen. Die
Schenkelstirnseiten 22 dieses inneren Schalensegments 21a
erstrecken sich in der in der Längsachse 17 des Trans
portquerschnitts TQ verlaufenden, zum Krümmungsmittel
punkt 14 senkrechten Mittellängsebene ME-ME. Seine Wand
dicke D2 ist geringer als die geringste Wanddicke D1 des
äußeren Schalensegments 15g bemessen.
Das innere Schalensegment 21a erstreckt sich vom
doppellagigen Kupplungsflansch 6 aus bis zum auslaufsei
tigen Ende 32 des Rohrbogens 1d und durchfaßt ebenfalls
den einlagigen Kupplungsflansch 6b so weit, daß seine
Stirnseite 35 in der Querebene E-E verläuft, in der sich
auch die Stirnseiten 33, 34 des Kupplungsflansches 6b und
des äußeren Schalensegments 15g erstrecken.
Es ist ferner zu sehen, daß die Wanddicke D2 des inneren
Schalensegments 21a der Wanddicke D2 des Schleißrings 8
des doppellagigen Kupplungsflansches 6 entspricht.
Zur Lagesicherung des inneren Schalensegments 21a besitzt
dieses am auslaufseitigen Ende 32 des Rohrbogens 1d min
destens einen Schweißpunkt 36, der sich gegen die innere
Stirnseite 31 des Kupplungsflansches 6b abstützt. Ein
Schweißpunkt 37 am einlaufseitigen Ende 29 des Mantel
rohrs 2 kann der Distanzierung zum Mantelrohr 2 dienen.
Bezugszeichenliste
1 Rohrbogen
1a Rohrbogen
1b Rohrbogen
1c Rohrbogen
1d Rohrbogen
2 Mantelrohr v. 1
3 Ende v. 2
4 Ende v. 2
5 Anschweißstutzen v. 6
5a Anschweißstutzen
6 Kupplungsflansche
6a Kupplungsflansche
6b Kupplungsflansche
7 Außenlagen v. 6
7a Außenlagen v. 6a
8 Schleißringe
8a Schleißringe
9 Stirnseiten v. 7
9a Stirnseiten
10 Stirnseiten v. 8
10a Stirnseiten
11 Rungbunde v. 7
12 Kupplungsnuten
13 äußere Oberfläche v. 2
14 Krümmungsmittelpunkt
15 äußeres Schalensegment
15a äußeres Schalensegment
15b äußeres Schalensegment
15c äußeres Schalensegment
15d äußeres Schalensegment
15e äußeres Schalensegment
15f äußeres Schalensegment
15g äußeres Schalensegment
16 Schenkelstirnseiten v. 15
17 Längsachse v. 1
18 äußere Oberfläche v. 15
19 Vorsprünge an 15
20 innere Oberfläche v. 2
21 inneres Schalensegment
21a inneres Schalensegment
22 Schenkelstirnseiten v. 21
23 äußere Oberfläche v. 21
24 Vorsprünge an 21
25 Stirnseiten v. 2
26 Stirnseiten v. 15
27 Stirnseiten v. 21
28 Stirnseiten v. 15f
29 Ende v. 1d
30 Vorsprung an 15g
31 Stirnseite v. 6b
32 Ende v. 1d
33 Stirnseite v. 15g
34 Stirnseite v. 6b
35 Stirnseite v. 21a
36 Schweißpunkt
37 Schweißpunkt
A Abstand zw. 2 u. 15
A1 Abstand zw. 2 u. 21
D Wanddicke v. 2
D1 Wanddicke v. 15
D2 Wanddicke v. 21
D3 Wanddicke v. 8
E-E Querebene
E1-E1 Querebene
ME-ME Mittellängsebene
TQ Transportquerschnitt
TR Transportrichtung
1a Rohrbogen
1b Rohrbogen
1c Rohrbogen
1d Rohrbogen
2 Mantelrohr v. 1
3 Ende v. 2
4 Ende v. 2
5 Anschweißstutzen v. 6
5a Anschweißstutzen
6 Kupplungsflansche
6a Kupplungsflansche
6b Kupplungsflansche
7 Außenlagen v. 6
7a Außenlagen v. 6a
8 Schleißringe
8a Schleißringe
9 Stirnseiten v. 7
9a Stirnseiten
10 Stirnseiten v. 8
10a Stirnseiten
11 Rungbunde v. 7
12 Kupplungsnuten
13 äußere Oberfläche v. 2
14 Krümmungsmittelpunkt
15 äußeres Schalensegment
15a äußeres Schalensegment
15b äußeres Schalensegment
15c äußeres Schalensegment
15d äußeres Schalensegment
15e äußeres Schalensegment
15f äußeres Schalensegment
15g äußeres Schalensegment
16 Schenkelstirnseiten v. 15
17 Längsachse v. 1
18 äußere Oberfläche v. 15
19 Vorsprünge an 15
20 innere Oberfläche v. 2
21 inneres Schalensegment
21a inneres Schalensegment
22 Schenkelstirnseiten v. 21
23 äußere Oberfläche v. 21
24 Vorsprünge an 21
25 Stirnseiten v. 2
26 Stirnseiten v. 15
27 Stirnseiten v. 21
28 Stirnseiten v. 15f
29 Ende v. 1d
30 Vorsprung an 15g
31 Stirnseite v. 6b
32 Ende v. 1d
33 Stirnseite v. 15g
34 Stirnseite v. 6b
35 Stirnseite v. 21a
36 Schweißpunkt
37 Schweißpunkt
A Abstand zw. 2 u. 15
A1 Abstand zw. 2 u. 21
D Wanddicke v. 2
D1 Wanddicke v. 15
D2 Wanddicke v. 21
D3 Wanddicke v. 8
E-E Querebene
E1-E1 Querebene
ME-ME Mittellängsebene
TQ Transportquerschnitt
TR Transportrichtung
Claims (8)
1. Rohrbogen zur austauschbaren Eingliederung in einen
dem hydraulischen oder pneumatischen Transport von
Feststoffen dienenden Rohrstrang, welcher ein zwi
schen endseitigen Kupplungsflanschen (6, 6a, 6b) ein
geschweißtes Mantelrohr (2) aus einem schweißbaren
Stahl und eine mit radialem Abstand (A) zum Mantel
rohr (2) in dessen Innerem angeordnete Schleißeinlage (15, 15a-
g) aus einem gegenüber dem Material des Mantelrohrs
(2) verschleißfesteren Werkstoff aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleißeinlage (15, 15a-g) aus mindestens einem in dem dem Krüm
mungsmittelpunkt (14) des Mantelrohrs (2) abgewandten
Bereich angeordneten und zwischen den Kupplungsflan
schen (6, 6a, 6b) eingespannten äußeren Schalenseg
ment halbkreisförmigen Querschnitts ge
bildet ist, dessen Schenkelstirnseiten (16) sich in
der in der Längsachse (17) des kreisförmigen Trans
portquerschnitts (TQ) verlaufenden, zum Krümmungsmit
telpunkt (14) senkrechten Mittellängsebene (ME-ME)
erstrecken.
2. Rohrbogen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem dem Krüm
mungsmittelpunkt (14) des Mantelrohrs (2) zugewandten
Bereich ein zwischen den Kupplungsflanschen (6, 6a,
6b) eingespanntes inneres Schalensegment (21, 21a)
halbkreisförmigen Querschnitts im radialen Abstand
(A1) zum Mantelrohr (2) vorgesehen ist, dessen Schen
kelstirnseiten (22) sich in der in der Längsachse
(17) des Transportquerschnitts (TQ) verlaufenden, zum
Krümmungsmittelpunkt (14) senkrechten Mittel
längsebene (ME-ME) erstrecken und dessen Wanddicke
(D2) geringer als die Wanddicke (D1) des äußeren
Schalensegments (15, 15a-g) bemessen ist.
3. Rohrbogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Stirnseiten
(25, 28) des Mantelrohrs (2) und des äußeren Schalen
segments (15f) jeweils in denselben Querebenen (E1-
E1) erstrecken und die Kupplungsflansche (6a) innere
Schleißringe (8a) aufweisen.
4. Rohrbogen nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleißringe
(6a) in dem dem Krümmungsmittelpunkt (14) abgewandten
Umfangsbereich eine größere Wanddicke als in dem dem
Krümmungsmittelpunkt (14) zugewandten Umfangsbereich
aufweisen.
5. Rohrbogen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Stirnseiten (25, 26, 27) des Mantelrohrs (2), des
äußeren Schalensegments (15, 15a-e) und des inneren
Schalensegments (21) jeweils in denselben Querebenen
(E1-E1) erstrecken und die Kupplungsflansche (6) in
nere Schleißringe (8) aufweisen.
6. Rohrbogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem in Transport
richtung (TR) einlaufseitigen Ende (3) die Stirnsei
ten (25, 26, 27) des Mantelrohrs (2), des äußeren
Schalensegments (15g) und des inneren Schalensegments
(21a) in derselben Querebene (E1-E1) verlaufen sowie
an den Schleißring (8) und an die Außenlage (7) eines
zweilagigen Kupplungsflansches (6) stoßen, während am
auslaufseitigen Ende (4) das äußere und das innere
Schalensegment (15g, 21a) einen einlagigen Kupplungs
flansch (6b) durchfassen, mit umfangsseitigen Vor
sprüngen (30, 36) axial an diesem Kupplungsflansch
(6b) anliegen und sich ihre Stirnseiten (33, 35) so
wie die Stirnseite (34) des einlagigen Kupplungsflan
sches (6b) in derselben Querebene (E-E) erstrecken.
7. Rohrbogen nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das
äußere Schalensegment (15, 15a-g) über umfangsseitige
Vorsprünge (19) an der inneren Oberfläche (20) des
Mantelrohrs (2) abstützbar ist.
8. Rohrbogen nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das
innere Schalensegment (21, 21a) über umfangsseitige
Vorsprünge (24) an der inneren Oberfläche (20) des
Mantelrohrs (2) abstützbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19500952A DE19500952C1 (de) | 1995-01-14 | 1995-01-14 | Rohrbogen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19500952A DE19500952C1 (de) | 1995-01-14 | 1995-01-14 | Rohrbogen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19500952C1 true DE19500952C1 (de) | 1996-07-25 |
Family
ID=7751487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19500952A Expired - Fee Related DE19500952C1 (de) | 1995-01-14 | 1995-01-14 | Rohrbogen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500952C1 (de) |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0867652A3 (de) * | 1997-03-18 | 2000-11-08 | L.N. di NATALINI LINO & C. - S.r.l. | Rohranschluss für konzentrische Röhre, der aus zwei koaxialen Rohrbogen besteht |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3510840A1 (de) * | 1985-03-26 | 1986-10-16 | Maschinenfabrik Karl Brieden GmbH & Co, 4630 Bochum | Kruemmer fuer pneumatische foerderleitungen, insbesondere fuer untertage-blasversatzleitungen |
-
1995
- 1995-01-14 DE DE19500952A patent/DE19500952C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |