DE1946000C - Fahrbares Gerat zum Ernten von Fruchten - Google Patents
Fahrbares Gerat zum Ernten von FruchtenInfo
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Description
25
Die Erfindung betri.ft ein fahrbares Gerät zum Ernten von Früchten, insbesondere ν a an Stauden
oder Sträuchern wachsenden Früchten wie Weintrauben, Beeren, Tomaten usw., deren S auden oder
Sträucher in Plantagenform, d. h. in geradlinigen Reihen eingepflanzt sind mit in Fahrtrichtung nebeneinander
angeordneten, quer zur Fahrtrichtung orientierten Sitzen.
Es ist bereits ein fahrbares Gerät zum Ernten von Früchten bekannt, bei dem in 3 Reihen angeordnete
Sitzvorrichtungen angebracht sind. Die Sitzvorrichtungen weisen jedoch dabei alle in dieselbe Richtung,
so daß die Bewegungsfreiheit der Pflücker etwas eingeschränkt ist. Weiterhin ist dabei auch eine Sitzversteilbarkeit
vorgesehen. Diese dient jedoch dabei nur zur Berücksichtigung der individuellen Wünsche des
Pflückers, nicht jedoch zur Einstellung einer speziellen Sitzanordnung.
Weiterhin ist ein fahrbares Gerät bekannt, bei dem jedem Sitz eine Ablage für den Erntebehälter zugeordnet
ist. Dieses Gerät eignet sich jedoch nicht zum Abernten von Stauden und Sträuchern in Plantaßenform,
da dessen Aufbau einerseits zu breit ist und andererseits keine einstellbaren Sitze vorhanden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fahrbares Gerät zum Ernten von Früchten zu schaffen,
die gegenüber den bekannten Geräten wesentliche Vorteile bringt, insbesondere die Bewegungsfreiheit
der Pflücker vergrößert.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Sitzvorrichtungen in zwei Reihen Rücken an Rükken
angeordnet, einzeln höhenverstellbar und mit je einem Erntebehälter versehen sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Sitze in einer Reihe in abwechselnd
um 180° in geänderter Orientierung angebracht sind.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme der Anordnung der Sitze Rücken an Rücken wird eine wesentliche
größere Bewegungsfreiheit für die Pflücker erreicht.
Durch die Anbringung der Sitze in einer Reihe in abwedelnd um 180° geänderter Orientierung können
auch Stauden abgeerntet werden, bei denen nu ein schmaler Gang zwischen den Pflanzenreihen be
steht.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen bringen aucl Vorteile für die Anbringung der Erntebehälter. Dii
Sträucher können nun in verschiedenen Ebenei durch einmaliges Durchfahren des Gerätes abgeernte
werden. Weiterhin wurde festgestellt, daß durch diesi Sitzmöglichkeiten Ermündungserscheinungen de
Pflücker um ein wesentliches herabgesetzt wurden Ferne.- wird die Leistung durch Teamarbeit wesent
lieh verbessert.
Die Sitze können einem eventuellen Hang unc auch der Größe der Arbeiter angepaßt werden. Zun
Beispiel beim Befahren eines Hanges werden men rere hintereinander angeordnete Sitzvorrichtungei
slufenartig eingestellt, so daß jeweils die Arbeit die selben Höhenbedingungen vorfinden.
Dadurch, laß jeder Sitzvorrichtung ein Erntebe hälter zugeordnet ist und jeweils eine Sitzvorrichtuni
und ein Erntebehälter eine Einheit bilden, wobei du Sitzvorrichtung und der dieser zugeordnete Erntebe
hälter gemeinsam höhenverstellbar sind, wird derr Pflücker das Arbeiten wesentlich erleichtert. Es wire
weiterhin erreicht, daß die geerneteten Früchte Irr
mer von der gleichen Höhe aus in den Erntebehältei fallen und daher nicht beschädigt werden können
Ferner ist dadurch eine indiviuuelle Anpassungsmög lichkeit gegeben.
Dabei ist es denkbar, daß die Höhenverstellung dei
Sitzvorrichtur.gen und der Erntebehälter mechanisch z. B. mittels Spindeln, pneumatisch oder hydraulisch
erfolgt. Je nach den vorhandenen Mitteln wird dahei die entsprechende Verstellmöglichkeit ν gesehen.
Durch die Anordnung der Sitzvorrichtungen je· weils paarweise gegeneinander kann auf relativ ge
ringstem Raum eine große Anzahl von Sitzvorrichtungen
angeordnet werden. Die Pflücker sitzen dabei Rücken an Rücken auf den Sitzvorrichtungen.
Sind die Stauden bzw.'Sträucher in relativ enger Reihen nebeneinander angeordnet, so wird vorgesehen,
daß die Sitzvorrichtungen in einer Reihe angeordnet sind, wobei aufeinanderfolgende Sitzvorrichtungen
auf einander gegenüberliegenden Seiter benutzt werden.
Weiterhin ist es möglich, daß die Sitzvorrichtungen um eine vertikale Achse drehbar zu lagern sind. Dadurch
können beispielsweise bei einer einzeln stehenden Reihe von Stauden bzw. Sträuchern alle Sitzvorrichtungen
auf dieselbe Richtung gedreht werden, so daß ein sehr schnelles Pflücken stattfinden
kann.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Erntebehältei über die vordere Begrenzung der Sitzvorrichtungen
vorstehende Einzelöffnungen aufweisen. Zweckmäßig ist es dabei, wenn beiderseitig der Einfüllöffnungen
Fußauflagen für den Benutzer der Sitzvorrichtungen vorgesehen sind. Durch die hier angeführten Maßnahmen
kann der Pflücker die von den Stauden bzw. Sträuchern entfernten Früchte direkt zwischen seinen
Füßen nach unten in den Behälter einfüllen.
Um einen Verlust der Früchte bzw. ein Hinunierfallen
auf den Boden zu verhindern, wird ferner vorgesehen, daß an der Sitzvorrichtung ein Profil mit
einer Haltelasche befestigt ist, ,velche zur Aufnahme eines Pflücktuches ausgeführt ist, wobei das Pflücktuch
bis unmittelbar an die Stauden bzw. Sträucher herangeführt ist und bis in die Einzelöffnung des Em-
tebehälters ragt. Dadurch können auch eventuell von selbst abfallende Früchte aufgefangen werden, ohne
daß diese auf den Boden fallen.
Es ist in diesem Zusammenhang auch möglich, daß die Einfüllöffnung trichterartig ausgestaltet ist oder
aber, daß zu Zuführung der Früchte von den Stauden bzw. Sträuchern zum Erntebehälter rinnenartige, in
an der Sitzvorrichtung befestigte Laschen einhängbare Rutschen vorgesehen sind. Je nach der Größe
der Früchte bzw. der Art der zu erntenden Früchte wird daher das eine oder das andere Einfüllsystem
angewandt. Um ein rasches Entleeren der Erntebehälter zu gewährleisten bzw. ein rasches Einschieben
derselben unter die Sitzvorrichtungen zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, daß der bzw. die Erntebehäitcr
verschiebbar im Gestell gehalten sind.
Dd das erfindungsgemäße Gerät sowohl auf
einigermaßen schlechtem oder weichem Untergrund gc7ogen werden muß und andererseits auch auf Straßen
mit einer Zugmaschine mitgeführt werden soll, wird vorgeschlagen, daß das Gestell mit Kufen und
Lenkrollen ausgestattet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Gerätes mit einer
Zugmaschine, -4
F ig. 2 eine Draufscht auf das Gerät,
F i g. 3 einen Erntebehälter,
F i g. 4 und 5 verschiedene Ansichten einer Sitzvorricntung
mit einem Pflücktuch.
in Fig. 1 ist eine Zugmaschine 1 dargestellt, die
über eine Anhängevorrichtung 2 mit dem Gerät 3 verbunden ist. Je nachdem, ob der Boden weich oder
hart ist, ist das Gerät 3 mit Kufen 4 oder Rädern versehen. Das Gerät 3 wird von einem Gestell 5 gebildet,
welches als umla'ifender Rahmen ausgebildet ist. An
diesem umlaufenden Rahmen sind in ihrer Höhe zusammen mit den Sitzen 6 verstellbare Erntebehälter 7
angeordnet. Das Verstellen der Sitzvorrichtungen 6 sowie der Behälter 7 kann z. B. mechanisch durch
Spindeln 8 erfolgen. Selbstverständlich ist es auch möglich, teleskopartig ineinandergeschobene Rohrstücke
zu verwenden oder aber die Bewegung hydraulisch oder pneumatisch durchzuführen. Es wild
dabei immer darauf geachtet, daß die Behälter 7 unabhängig voneinander mit ihern Sitzen 6 in der Höhe
einstellbar sind. Man erreicht dadurch eine Anpassung an das Erntegut, d. h., jeder der Arbeiter kann
einen ganz bestimmten Bereich abernten, wobei er hierzu noch sitzen kann.
Dabei können die Behälter, wie insbesondere aus F i g. 2 ersichtlich ist, paarweise zusammengeordnet
sein, so daß die Arbeiter Rücken an Rücken zueinander sitzen und daher gleichzeitig zwei, einander gegenüberliegende
Reihen abernten können. Bei mit geringem Abstand voneinander angeordneten Reihen
von Stauden bzw. Sträuchern können die Sitzvorrichtungen 6 in einer einzigen Reihe angeordnet werden,
wobei die aufeinanderfolgenden Sitzvorrichtungen 6 jeweils um 180° gegeneinander versetzt sind.
Es ist dabei auch möglich, die Sitzvorrichtungen 6 um eine vertikale Achse drehbar auszuführen, damit
diese je nach den Erfordernissen eingestellt werden können.
Die Erntebehälter 7 weisc;i über die vordere Begrenzung
der Sitzvorrichtung 6 vorstehende Einfüllöffnungen 9 auf, wobei beidseitig der Einfüllöffnungen
9 Fußaufleger 10 für den Benutzer der Sitzvorrichtung 6 vorgesehen sind. Dadurch kann der Arbeiter
die geernteten Früchte zwischen seinen Beinen nach unten der Einfüllöffnung 9 zuführen. Es kann
daher alles auf engstem Raum zusammengefaßt werden, so daß die Sitzvorrichtungen 6 unmittelbar aufeinanderfolgend
angeordnet werden können.
An den Sitzvorrichtungen 6 sind Profile 11 befestigt, welche eine Haltelasche 12 aufweisen (Fig. 4
und 5). Diese Haltelaschen 12 dienen zur Aufnahme eines Pflücktuches. Dieses Pflücktuch 13 ist bis unmittelbar
an die Stauden bzw. Sträucher herangeführt und ragt in die Einfüllöffnung 9 des Erntebehälters 7.
Durch diese Ausführung tritt kein Verlust von eventuell abfallenden Früchten auf, da diese durch das
Pflücktuch aufgefangen werden, wobei diese dann entlang des PPücktuches in den Behälter 7 rollen.
Selbstverständlich ist es auch mögl: Ά, die Einfüllöffnungen
trichterartig auszugestalten. iZs kann auch vorgesehen werden, daß zur Zuführung der Früchte
von den Stauden bzw. Sträuchern zum Erntebehälter 7 rinnenartige, in an der Sitzvorrichtung 6 befestigte
Las.hen einhängbare Rutschen vorgesehen sind.
Die eventuell angeordneten Rutschen bzw. Pflücktücher 13 sind an ihren den Stauden bzw. Sträuchern
zugewandten Bereichen besonders elastisch ausgestaltet bzw. mit Gummibändern versehen, damit die
Ctauden bzw. Sträucher nicht verletzt werden können. Der vordere Rand des Pflücktuches 13 kann zusätzlich
einen nach oben gebogenen Wulst aufweisen, so daß eine Beschädigung der abzuerntenden Sträucher
oder Stauden absolut ausgeschlossen ist. Die Aufhängung des Pflücktuches 13 am Profil 11 bzw. den Haltelaschen
12 kann selbstverständlich auf verschiedene Art und Weise gelöst werden. Dabei ist es auch möglich,
daß das Profil 11 in seiner Länge verstellbar ausgeführt wird, so daß je nach dem Abstand der
Stauden bzw. Sträucher näher mit dem Fülltuch zu diesem hingefahren werden kann.
Um eine leichte Auswechslung der Erntebehälter 7 und ein schnelles Ausleeren zu gewährleisten, wird
vorgesehen, daß die Erntebehälter 7 verschiebbar im Gestell gehalten sind. Dabei ist es auch möglich, anstatt
der jeder einzelnen Sitzvorrichtung zugeordneten Erntebehälter einen einzigen Erntebehälter vorzusehen.
Am rückwärtigen Ende des Gerätes 3 ist eine an sich bekannte Lenkvorrichtung 14 mit einem
hochklappbaren Rad 15 vergesehen, um mit dem Gerät 3 nucli Kurven fahren zu können. Es können auch
zwei Rüder vorgesehen werden, die jedoch einen geringeren Abstand voneinander haben Js die
Kufen 4.
Beim Ernteanhänger kann der Sitz in eine Schräglage gebracht weraer so daß der Arbeiter eine normale
Sitzstellung innehaben kann.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, die Sitzvorrichtungen 6 auf einem Sitzbalken
vorzusehen, welcher dann in jedes Schräglage gegenüber dem Gestell gebracht werden kann. Der
Sitzbalken kann dabei mit senkrecht am Gestell angeordneten Rohren versehen sein, durch die der Sitzbalken
in der Höhe verstellt werden kann.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß der Sitzbalken durch Unterlegstücke oder andere Teile
eine Schräglage einnimmt. Die Sitze können dann noch in eine Schräglage gebracht werden, so daß
auch hier wieder die Sitzvorrichtungen treppenförmig übereinander angeordnet sind. Bei einer derartigen
Ausführung werden also alle Sitze gemeinsam durch einen Sitzbalken verstellt, während bei der vorher beschriebenen
Ausführung die Sitzvorrichtungen immer paarweise, d. h. die jeweils einander zugewandten
Sitzvorrichtungen miteinander verstellt werden.
Durch die Erfindung wird ein wesentlicher Fortschritt
auf dem Gebiet des Erntens von Früchten geschaffen, was sich nicht nur in der Einsparung von
Arbeitskräften, sonderen auch in einer wesentlich geringeren Erntezeit auswirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Fahrbares Gerät zum Ernten von Früchten, insbesondere von an Stauden oder Sträuchern
wachsenden Früchten wie Weintrauben, Beeren, Tomaten usw., deren Stauden oder Sträucher in
Plantagenform, d. h. in gradlinigen Reihen, eingepflanzt sind mit in Fahrtrichtung nebeneinander ig
angeordneten, quer zur Fahrtrichtung orientierten Sitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sitzvorrichtungen (6) in zwei Reihen Rücken an Rücken angeordnet, einzeln höhenverstellbar und
mit je einem Erntebehälter (7) versehen sind.
2. Gerät nac). Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitze in einer Reihe in abwechselnd
um !80° geänderter Orientierung angebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691946000 DE1946000C (de) | 1969-09-11 | Fahrbares Gerat zum Ernten von Fruchten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691946000 DE1946000C (de) | 1969-09-11 | Fahrbares Gerat zum Ernten von Fruchten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1946000A1 DE1946000A1 (de) | 1971-04-08 |
| DE1946000C true DE1946000C (de) | 1973-02-22 |
Family
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