DE1945378U - Vorrichtung zum pruefen und justieren von thermostaten. - Google Patents
Vorrichtung zum pruefen und justieren von thermostaten.Info
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Description
RA. 331615*25.8.66 !/
586 Iserlohn, 24. Juni 1966 180/bo-st. / 3220 ' \J-
WITTE·HEIZTECHNIK GMBH & CO
ISERLOHN, BARBAROSSASTR. 17
Vorrichtung zum Prüfen und Justieren von Thermostaten
Die hier unter Schutz gestellte Neuerung "betrifft
Vorrichtung, mit deren. Hilfe auf bequeme Weise Thermostate
geprüft und geeicht werden können. Die Merkmale dieser Vorrichtung sind so ausgebildet, daß ein Transport z.B. in
der Aktentasche eines Monteurs ohne weiteres möglich ist. Mit Vorrang eignet sich diese Vorrichtung zum Prüfen von
solchen Thermostaten, die mit einem flüssigkeitsgefüllten Fühlersystem gesteuert werden. --.-■
Die bisher bekannten Vorrichtungen zum Prüfen und Justieren von Thermostaten waren für stationären Betrieb eingerichtet.
Eine ambulante Handhabung, z.B. am Montageort oder anläßlich einer Reparatur beim Kunden war nahezu ausgeschlossen.
Diese Geräte und Vorrichtungen bestanden im wesentlichen aus einer'heizbaren, ölgefüllten Wanne. Hier wurden die
Prüflinge mittelbar oder unmittelbar eingetaucht und durch Variierung der Ölbadtemperatur konnte der Schaltpunkt ermittelt
und gegebenenfalls durch Verstellen der Justierorgan§
geändert werden. Hierbei war es natürlich auch möglich,· schadhafte, also nicht funktionierende Thermostate sofort
zu erkennen und auszusondern*
Störend waren bei diesen Vorrichtungen die bestehenden Transportschwierigkeiten. Sowohl die Größe·, als auch die
Materie des Ölbades gestattet nunmai keinen bequemen, '
Transport.
Hier greift der Vorschlag der Neuerung verbessernd ein, indem er vorsieht, eine derartige Vorrichtung mit
einer Temperierkammer auszurüsten, die aus einem mechanisch festen Block aus gut wärmeleitendem Material
besteht, wobei dieser Block weitgehend mit wärmedämmendem
Material umhüllt sein soll. D£ese kompakt ausgeführte Temperierkammer bietet also keinerlei Transportschwierigkeiten.
Sie kann pro Volumeneinheit wesentlich höher erwärmt werden, als ein bisher übliches Ölbad.
Für den fall, daß z.B. in einer Heizungsanlage mehrere Thermostäte nacheinander geprüft werden sollen, muß die
Möglichkeit bestehen, jeden einzelnen von niedriger Temperatur auf Nenntemperatur in bestimmten Zuwachsschritten zu erwärmen.
Dadurch ergibt sich die Forderung, die Temperierkammer nach jedem Prüfvorgang möglichst kurzfristig wieder
abkühlen zu können. Ein weiterreichender Vorschlag der
Neuerung sieht daher vor, daß zumindest Teile der wärmedämmenden
Umhüllung lösbar·, schwenkbar oder verschiebbar angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, mit einem einzigen
Handgriff die äußere Hülle zu öffnen, so daß die Wärme der Temperierkammer durch Strahlung an die umgebende Luft abgeleitet
werden kann.
Für diesen Zweck ist an den entsprechenden Teilen der Umhüllung
ein Handgriff vorgesehen, der gleichzeitig so ausgebildet und angeordnet sein soll,, daß er als Traggriff für
die gesamte Vorrichtung dienen kann. Zweckmäßigerweise befindet sich zur Durchführung dieser Aufgabe etwa im Bereich
des Handgriffes eine lösbare Sperre, die beim Transport verhindert, daß sich die Dämmschicht öffnet, also z.B. aufklappt.
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Die Temperierkammer könnte an sich als beliebiger Hohlkörper ausgebildet sein. Bevorzugt wird gemäß der !Teuerung
eine solche Ausführung, bei der mehrere Kanäle den · . Temperierkammer-Block durchdringen. Der im Mittelpunkt
dieser Gruppe angeordnete Kanal soll zur Aufnahme des elektrischen Heizkörpers dienen, mit dem die Prüftemperaturen
erzeugt werden. Die übrigen Kanäle können enger ausgebildet sein und sollen je von dem zentralen Heizkanal
gleiche Abstände aufweisen. Damit ist gewährleistet, daß die vom Heizkanal auf dem Wege der Wärmeleitung erzeugte
Temperaturerhöhung auf sämtliche übrigen Kanäle in gleichem Maße einwirkt.
Die außerhalb des Zentrums angeordneten Kanäle dienen also zumJAufnehmen der Prüflinge, In der Regel handelt es sich
hier um die Fühler von flüssigkeitsgefüllten Kapillar-Thermostaten.
Wird nun die Temperatur an einem.dieser symmetrisch angeordneten Prüflinge gemessen und angezeigt, dann kann
festgestellt werden, bei welchen Temperaturen er und die übrigen Prüflinge schalten. · .
Dieses. Verfahren soll gemäß einem weiterreichenden Merkmal der !Teuerung dadurch vereinfacht werden, daß im Aufbau
der Vorrichtung ein Vergleichs-Thermostat eingegliedert ist, dessen Fühler ebenfalls in einen der Kanäle hineinragt. Dieser
Thermostat enthält'- einen verstellbaren Skalenknopf, mit
dem eingestellt werden kann, bei welcher Temperatur er und
die Prüflinge abschalten sollen. Der tatsächliche Schaltvorgang wird dann mit Hilfe von Signallampen optisch angezeigt.
Die Bedienungs-Sicherheit dieser elektrisch betriebenen Vorrichtung
wird wesentlich erhöht, wenn zum Betrieb Niederspannung verwendet wird. Zu diesemjZweck ist es günstig,
wenn mit im Aufbau der gesamten Vorrichtung ein Untersetzungs-Transformator enthalten ist. Bei Betrieb mit Niederspannung
besteht auch die Möglichkeit, den- Temperierkammer-Block metallisch,
also z.B. aus Aluminium auszubilden.
Vorteilhaft für die Kompakt-Bauweise eines solchen ■
Gerätes ist es, wenn die Temperierkammer stabförmig gestaltet ist und in schräg geneigter Richtung angeord*·
net wird. Unter dem höher gestellten Ende dieses stabförmigen Blockes können dann bequem der Vergleichs-Thermostat,
die Signallampen und gegebenenfalls der Transformator untergebracht werden. ■
Die Schräglage unterstützt zugleich das Tieferhineingleiten
der kühlkörper in die Aufnahme-Kanäle. Auch während der Justier-und Prüfvorgänge verharren dani^die Fühler
in dieser vorgegebenen Position. ;.
Die beigefügte Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Gedanken der hier unter Schutz gestellten Neuerung.
Die gesamte Prüfvorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einem stabförmigen Aluminiumblock 2, der in schräggeneigter
Anordnung oberhalb einer Grundplatte 10 befestigt ist.
Dieser Block enthält in längsrichtung parallel verlaufende Kanäle 5; 6; 7. Der im Zentrum gelegene Kanal 5 ist im
Durchmesser größer als die anderen; er dient zum Aufnehmen einer stabförmigen elektrischen Heizpatrone, die ihrerseits
unter Zwischenschaltung des Untersetzungs-Transformätors vom Energienetz gespeist werden kann.
Die übrigen Kanäle sind z. T. mit den Prüflingen 8 und mit dem Fühler 9a des Vergleichs-Thermostaten 9 bestückt. An
diesem Vergleichs-Thermostaten kann mit Hilfe eines Skalen-Knopfes der gewünschte AbsehaltZeitpunkt eingestellt werden. Dieser muß dann bei den Prüflingen kontrolliert und
gegebenenfalls naehgeeicht werden. · .-,-■■"
Den -Schaltvorgang der Thermostate erkennt man optisch am
Öffnen der Kontakte oder auch akustisch an dem bekannten Knackvorgang. /■""·. ' · ' ..-■■.
Um jedoch, die Kontrolle zu erleichtern, sind zusätzlich
elektrische Signallampen 12; 13; 14 vorgesehen, mit denen das Öffnen jedes einzelnen Kontaktes■signalisiert
werden kann.
Berührungssicherheit· und Energieersparnisse werden erreicht,
wenn die Temperierkammer mit·einer wärmedämmenden Umhüllung
3 versehen ist. Um jedoch ein schnelles Abkühlen zu erreichen, wurde der obere Teil 3a dieser Umhüllung schwenkbar
ausgebildet. Nach'dem Lösen der Sperre 16 kann mit HiI- ■
fe des Handgriffes 4 dieser Teil der Umhüllung um die Schar-'
nöa?achse 15 herum geschwenkt werden. · . ■
Kurze Zeit danach ist die Abkühlung soweit vorangeschritten, daß ein neuer Prüfling wieder mit stufenweiser gesteigerter
^temperatur geprüft werden kann«'
Sämtliche Merkmale, die. in der Beschreibung.einschließlich
Zeichnung, sowie in den Ansprüchen offenbart wurden, können sowohl je für sich, als auch in den verschiedensten,
nicht ausdrücklich erwähnten Kombinationen für die Verwirklichung der vorliegenden Neuerung von Bedeutung sein. Der
nachfolgend begehrte Schutz soll sich auch auf fachmännisch naheliegende äquivalente Mittel erstrecken* So wäre es z.B. möglich,
die Kammerbeheizung auf Baustellen mit einer Batterie durchzuführen.
Zur Verbesserung des Wärmeüberganges in den Prüf- kanälen könnte auch eine zusätzliche, z.B... nachträgliche
Füllung mit öl oder dergleichen ergänzend von Vorteil sein.
Schutzansprüche ι
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Prüfen und Eichen von Thermostaten, insbesondere solchen mit stabförmigen Fühlerorganen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Temperierkammer (2) - , der Vorrichtung (1) aus einem mechanisch festen Block
aus gut wärmeleitendem Material besteht, der weit- .,,
gehend mit wärmedämmendem Material (3) umhüllt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest Teile (3a) der Umhüllung (3) lösbar, schwenkbar oder verschiebbar angeordnet sind.
3. Vorrichtung, vor-gugswgige. nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch einen Handgriff (4), mit dem der entriegelbare
Teil (3a) der wärmedämmenden Umhüllung geschwenkt \
werden kann, wobei dieser Handgriff etwa in der Schwerpunktslinie der Vorrichtung angeordnet und zugleich
als Traggriff für die gesamte Vorrichtung bemessen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die blockförmige
Temperierkammer (2) mit mehreren Kanälen (5;6;7)- ausgerüstet
ist, wobei mindestens einer (5) als Heizkanal dient und zentrisch angeordnet ist, während die. übrigen
in gleichen Abständen von diesen entfernt angeordnet
■ sind und zur Aufnahme der Prüflinge (8) und eines Vergleichsthermostat-Fühlers
(9a) dienen. ■ ·
5. Vorrichtung, vorzugsweise nach Anspruch 4» dadurch ge-. kennzeichnet-, daß der Vergleichs thermos tat (9) ortsfest auf
' der Grundplatte (10) der Vorrichtung angeordnet ist»
6. Vorrichtung, vorzugsweise nach einem oder mehreren der
vorgenannten Schutzansprüche, gekennzeichnet durch einen Heizspannungs-Untersetzungs-Transformator (11), der auf
' 'der Grundplatte '(10) der Vorrichtung (1) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach, einem oder mehreren der vorgenannten
Schutzansprüche, gekennzeichnet durch Kon-
■ trollampen (12;13»H)» die je einem Kontakt der
Vergleichs- und Prüfthermostate zugeordnet und auf der Grundplatte ortsfest angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten
Schutzansprüche, gekennzeichnet durch rundstabförmige
Gestaltung des Temperierkammer-Blockes (2) in schräg
geneigter Anordnung.
WÜDTE 3220
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW37607U DE1945378U (de) | 1966-06-25 | 1966-06-25 | Vorrichtung zum pruefen und justieren von thermostaten. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW37607U DE1945378U (de) | 1966-06-25 | 1966-06-25 | Vorrichtung zum pruefen und justieren von thermostaten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1945378U true DE1945378U (de) | 1966-09-01 |
Family
ID=33390665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW37607U Expired DE1945378U (de) | 1966-06-25 | 1966-06-25 | Vorrichtung zum pruefen und justieren von thermostaten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1945378U (de) |
-
1966
- 1966-06-25 DE DEW37607U patent/DE1945378U/de not_active Expired
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