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DE1940632A1 - Hydraulisches Mehrkreis-Bremssystem mit Kraftverstaerker und Antiblockierregler - Google Patents

Hydraulisches Mehrkreis-Bremssystem mit Kraftverstaerker und Antiblockierregler

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Publication number
DE1940632A1
DE1940632A1 DE19691940632 DE1940632A DE1940632A1 DE 1940632 A1 DE1940632 A1 DE 1940632A1 DE 19691940632 DE19691940632 DE 19691940632 DE 1940632 A DE1940632 A DE 1940632A DE 1940632 A1 DE1940632 A1 DE 1940632A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
force
control
pressure
brake system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19691940632
Other languages
English (en)
Other versions
DE1940632B2 (de
DE1940632C3 (de
Inventor
Heinz Leiber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Teldix GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teldix GmbH filed Critical Teldix GmbH
Priority to DE19691940632 priority Critical patent/DE1940632C3/de
Publication of DE1940632A1 publication Critical patent/DE1940632A1/de
Publication of DE1940632B2 publication Critical patent/DE1940632B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1940632C3 publication Critical patent/DE1940632C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/34Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition
    • B60T8/44Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition co-operating with a power-assist booster means associated with a master cylinder for controlling the release and reapplication of brake pressure through an interaction with the power assist device, i.e. open systems
    • B60T8/447Reducing the boost of the power-assist booster means to reduce brake pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/12Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being liquid
    • B60T13/16Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being liquid using pumps directly, i.e. without interposition of accumulators or reservoirs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description

  • Hydraulisches Mehrkreis-Bremssystem mit Kraftverstärker und Antiblocierregler Für die Anwendung in Fahrzeugen sind hydraulische Bremssysteme mit sogenannten kobinierten Brenssteuergeräten bekannt (US-Patente 3 401 986 und 3 004 801). Darunter werden Steuergeräte verstanden, die bei normal-er Bremsbetätigung mit Hilfe einer Hilfskraft die Bremspedalkraft verstärken, andererseits jedoch, sobald ein Fahrzeugrad blockieren will, den Bremsdruck dadurch steuern, daß sie die Hilfskraft reduzieren oder in umgekehrter Richtung wirken lassen. Solche kombinierten Bremssteuergeräte vereinigen also die Funktion der Bremskraftverstärkung und der Bremskraftsteuerung in sich.
  • Bezüglich der Bremskraftsteuerung sind sie Teil eines Regelsystems, das weiterhin einen Radsensor und einen Antiblockierregler umfaßt. Insofern ist das kombinierte Bremssteuergerät in den irkungskreis eingeschaltet, welcher in Abhängigkeit vom Drehbewegungsverhalten der Fahrzeugräder die Bremskraft regelt und ein Blockieren vermeidet.
  • Allerdings gibt es kombinierte Bremssysteme bisher nur für je elnen Bremskreis, was so zu verstehen ist, daß nur ein Hauptzylir.der vorgesehen ist, der den Bremsdruck erzeugt und der mit einem oder mehreren Radbremszylindern verbunden ist.
  • Andererseits sind Mehrkreisbremssysteme mit Kraftverstärker bekannt, insbesondere Zweikreis-Bremssysteme mit pneumatischem Bremskraftverstärker. Bei diesen letzteren sind zwei koaxiale Hauptzylinderkolben vorgesehen, die kraftschlüssig verbunden sind und betätigt werden von einer einzigen Kolbenstange, auf die die Hilfskraft und die Bremspedalkraft wirken.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, auch für Mehrkreis-Bremssysteme ein kombiniertes Bremssteuergerät zu schaffen? das eine individuelle Bremsregelung für jeden Bremskreis zuläßt.
  • Dieses Ziel soll außerdem auf möglichst einfache Weise erreicht werden, das heißt also unter Einsparung von Gemäteteilen, die bei einer einfachen Aneinanderreihung mehrerer bekannter kombinierter Bremssteuergeräte für je einen 3remskreis erforderlich wären. Schließlich muß auch bei der Erfindung sichergestellt sein, daß die Bremse allein mit der auf das Bremspedal ausgeübten Kraft funktioniert, sofern die Hilfskraft einmal störungsweise ausfällt. Dieses für die Verkehrssicherheit sehr wichtige Merkmal verlangen gewöhnlich auch die gesetzlichen Zulassungsvorschriften für Fahrzeuge.
  • Die Erfindung besteht bei einem hydraulisch betätigbaren Mehrkreis-Bremssystem mit Kraftverstärker und Antiblockierregler und mit mechanischen, zwischen dem Bremspedal und dem Hauptzylinderkolben angeordneten Kraftübertragungsgliedern, welche bei Ausfall der Hilfskraft infolge einer Störung die Bremsbetätigung auch ohne Hilfskraft erlauben, darin; daß mehrere unabhängig voneinander bewegliche kraft verstärker vorgesehen sind, denen je ein Bremskreis zugeordnet ist und deren Druckstargen über mindestens ein kippfähiges Tstraft;ibertrarurgsglied miteinander verbunden sind, und daß ein gemeinsames, mittels des Bremspedales betätigbares Stellglied vorgesehen ist, welches die in den Kraft verstärkern wirksamen Hilfskräfte bestimmt.
  • Als Hilfskraft kommen pneumatische oder hydraulische Drücke in Frage, die über Membranen oder Kolben auf eine Druckstange und auf den zugehörigen Bauptzvlinderkolben wirken.
  • Außerdem wird vorgeschlagen, Elektromagnete als Hilfskrafterzeuger zu verwenden. Um im Notfall bei Ausfall der Hilfskraft die Bremspedalkraft auf die einzelnen Haupt zylinderkolben zu übertragen, werden vorzugsweise bei nebeneinanderliegenden oder gebündelten Kraftverstärkern waagebalkenartige Traversen, gegebenenfalls mehrfach gestaffelt, oder Taumelscheiben oder Taumelkreuze verbindet. Das gemeinsame Stellglied ist jeweils zwischen dem Bremspedal und dem nachfolgenden Kraftübertragungsglied eingeschaltet und steuert zentral die Funktion der einzeln wirksamen Kraftverstärker.
  • Die Bremskraft soll vorzugsweise zu der auf das Bremspedal ausgeübten Kraft proportional sein, eine Abhängigkeit also, wie sie auch bei den weitverbreiteten pneumatischen Bremskraftverstärkern gegeben ist. rian erreicht dies bei hydraulisch oder pneuatisch arbeitenden einzelnen Kraftverstärkern dadurch, daß die, Kraftverstärker Steuerkammern mit beweglichen Jände-. enthalten, die untereinander verbunden sind und in denen ein Druckmittel entsprechend seinem nometanen Steuerdruck die Unterstützung der Bremspedalkraft bewirkt, daß ferner zwischen dem Bremspedal und den gemeinsamen, auf alle Hauptzylinderkolben wirksamen Kraftubertragungsglied eine Reaktionskammer -mit beweglicher Wand eingeschaltet ist, die mit den Steuerkanmern verbunden ist, und daß als Stellglied eine Ventilanordnung mit drei Stellungen vorgesehen ist, welche alle miteinander verbundenen Kammern bei ab zunehmend em Abstand der Reaktionsksmmerwände in entsprechender Reihenfolge zu einem Auslaß hin öffnet, abschließt und mit der Hilfsdruckquelle verbindet. Vorzugs- -weise ist diese im folgenden mit Dreistellungsventil bezeichnete Anordnung, die auch aus zwei Zweivegeventilen, nämlich einem Einlaß- und einem, Auslaßventil, bestehen kann, elektromagnetisch betätigbar,und ferner ist ein entsprechend dem Abstand der Rea'stionskammerwände verstellbares elektrisches Schaltglied vorgesehen, welches das Dreistellungsventil steuert.
  • Arbeiten die einzelnen Kraftverstärker mit elektronagnetischer Hilfskraft, so wird vorgeschlagen, daß ein elektromagnetischer Reaktionskrafterzeuger für das Bremspedal sowie ein elektrisches Steuerorgan für den Hilfskraft- und Reaktionskrafterzeuger vorgesehen ist.
  • Bekanntlich ist es wunschenslfert, im Interesse der Betriebssicherheit der Bremsanlage Undichtigkeiten in einem der Bremskreise festzustellen und anzuzeigen, noch bevor die Wirksamkeit der Bremse beeinträchtigt wird. Erfindungsgemäß wird hierzu vorgeschlagen, daß der Kippwinkel mindestens eines der kippfähigen Eraftübertragungsglieder auf einen bestimmten lehrt begrenzt und eie elektrische Rontaktanordnung vorgesehen ist, mit deren Hilfe über eine Anzeigeeinrichtung ein Kippen bis zum Grenzwert dem Fahrer zur Kenntnis gebracht wird zum Zeichen dafür, daß einer der Hauptzylinderkolben infolge Undichtigkeit des betreffenden Bremskreises sich gegenüber einem anderen unzulässig weit verschoben hat.
  • Obwohl auch Variationen möglich sind, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß ein Antiblockierregelsystem vorgesenen ist, welches in åedem-Bremskreis in Abhängigkeit vom Drehbewegungsverhalten mindestens eines Fahrzeugrades die Größe und Wirkungsrichtung der Hilfskraft individuell verändert. Eine neue und unkonventionelle Konzeption der Vorderradaufhängung und Lenkung von Kraftfahrzeugen macht es möglich, notfalls auch nur mit einem Vorderrad zu bremsen, ohne daß das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Im Hinblick darauf wird vorgeschlagen, für die beiden Vorderräder äe einen Bremskreis und für die Hinterräder entweder einen gemeinsamen Bremskreis vorzusehen, wobei das jeweils schlechter am Boden haftende Rad über das Antiblockierregelsystem den Bremsdruck bestimmt, oder auch für die Hinterräder je einen Bremskreis vorzusehen.
  • Diese letztgenannte Version zeichnet sich also dadurch aus, daß jedem bremsfähigen Rad eines Fahrzeuges ein Bremskreis zugeordnet ist, und daß an Jedem Rad ein Sensor vorgesehen ist, der das Drehbelltégungsverhalten dieses Rades erfaßt und den Druck in dem zugehörigen Bremskreis steuert.
  • Das erfindungsgemäße Bremssystem hat den Vorteil, daß es gegenüber den bekannten Hehrkreisbremssystemen mit Kraftverstärker und individueller Antiblockierregelung einzelner Bremskreise wesentlich weniger Dichtstellen und Verbindungsstellen im Bremsdruck-Leitungssystem aufweist. Diese gefährdeten Punkte beeinträchtigen die Betriebssicherheit aber erfahrungsgemäß am meisten. Wenn man außerdem von pneumatischen Bremskraftverstärkern, die sehr viel Platz beanspruchen, zu hydraulischen übergeht, dann läßt sich ein außerordentlich kleines kombiniertes Bremssteuergerät erzielen, das neben den Kolben zur Bremskraftverstärkung und Dremskraftabsenkung zufolge eines Signals des Antiblockierreglers auch alle erforderlichen Nagnetventile und die elektronischen Schaltelemente für das Antiblockierregelsystem enthalten kann. Von,diesem kombinierten Bremssteuergerät müßte dann nur zu jeder Radbremse Je eine Rohrleitung ohne Abzweigung verlegt werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt ein kombiniertes Vierkreis-Bremssystem.nach der Erfindung mit hydraulischer Verstärkung, ;wobei das die Hilfskraft steuernde Dreistellungsventil elektromagnetisch betätigt und seinerseits von einem elektrischen Schaltglied am Bremspedal gesteuert wird.
  • Fig. 2.zeigt als weiteres Beispiel der Erfindung ein Z!eikreis-Bremssystem mit einem vom Bremspedal direkt betätigten Dreiwege-Schieberventil zur Steuerung des Hilfsdruckes. An einem als Kraftübertraga<£sglied dienenden Taumelkreuz ist eine Kontaktanordnuug zur Leckanzeige vorgesehen.
  • Fig. 3 zeigt einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III durch das Taumelkreuz nach Figur 2.
  • Fig. 4 ist eine schematische Darstellung eines Z;reikreis-Bremssystems mit elektromagnetischer Trraptverstärkung.
  • Auch hier wird mit Hilfe eines Antiblockierreglers der Bremsdruck unabhängig vom Fahrer und abhängig vom Drehbewegungsverhalten der Fahrzeugräder geregelt.
  • Die Figur 1 zeigt vier Verstärkerzylinder 1 bis 4, die in an sich bekannter Weise zugleich als vom Antiblockierregelsystem beeinflußte Bremsdruckmodulatoren dienen. Die vier Verstärkerkolben 5 bis 8 teilen die Verstärkerzylinder jeweils auf in eine auf der rechten Seite gelegene Bremssteuerkammer und eine auf der linken Seite gelegene Gegensteuerkammer.
  • Mit den Verstärkerkolben sind starr oder zumindest in Bremsrichtung kraftschlüssig vier Hauptzylinderkolben 9 bis 12 verbunden. Diese bewegen sich in vier Haupt zylindern 13 bis 16, von denen vier Bremsleitungen 17 bis 20 zu vier Radbmenszylindern 21 bis 24 führen, die an den Fahrzeugrädern 25 bis 28 angebracht sind. In den Hauptzylindern sind die üblichen Rückstellfedern eingelegt, von denen eine mit 13 a bezeichnet ist.
  • An den vier Verstärkerkolben 5 bis 8 sind auf der rechten Seite vier Druckstangen 29 bis 32 befestigt. Diese ragen aus den Verstärkerzylindern heraus und sind gelenkig niet zwei Traversen 33 und 34 verbunden. Die beiden Traversen sind ihrerseits wieder in der Mitte mit einer Traverse 35 gelenkig verbunden. An deren Mitte ist ein Gelenkstück 36 vorgesehen, das mit einem Reaktionszylinder 37 fest verbunden ist. In dem Reaktionszylinder bewegt sich unter Zwischenschaltung einer Feder 39 ein Reaktiorskolben~38, der über eine Kolbenstange 40 æm Bremspedal 41 angelenkt ist. Der Reaktionskolben und der Boden des Reaktionszylinders bilden die be.eglichen Wände einer sogenannten Reaktionskammer.
  • Das Bremssystem umfaßt ferner eine zumindest beim Bremsen fördernde Hilfsdruci'pumpe 42, die über ein HilfsdrucZ-Leitungssystem 43 mit vier Gegensteuerventilen b4 bis 47 und einem Bremssteuerventil 48 verbunden ist. Von diesen Ventilen führen Rücklaufleitungen 49 und 50 zu einem Druckmittelsammelgefäß 51 zurück. Aus aiesem Gefäß saugt die Hilfsdruckpumpe über eine Saugleitung 52 an. Jedes der vier Gegensteuerventile ist mit einer der vier Gegersteuerkammern verbunden, während das Bremssteuerventil 48 über ein Steuerleitungssystem 53 mit alle vier Bremssteuerkammern und außerdem noch über ein Schlauchstück 54 mit der Reaktions'Ka-mer verbunden ist.
  • Bei den Ventilen handelt es sich um elektromagnetisch steuerbare Dreistellungsventile, die in nicht erregtem Zustand die durch schwarze Schrägbalken angedeuteten Verbindingen zwischen den Rohrleitungsanschlüssen herstellen.
  • Es sind ferner zwei erregte Zustände zu unterscheiden. In einer ersten Erregungsstufe werden alle Anschlüsse an den Ventilen gegeneinander abgesperrt. In einer zweIten Erregungsstufe wird von den Gegensteuerventilen die Pumpe mit den Gegensteuerkammern verbunden; das Bremssteuerventil verbindet entsprechend die Pumpe mit den Bremssteuerkammern und der Reaktionskt mer. -An den vier Falirzeugrädern 25 bis 28 sind vier elektrische Sensoren 55 bis 58 angebracht. Diese erfassen das Drehbevegungsverhalten der Räder, sei es nun die Drehverzögerung oder auch die Drehbeschleunigung, und geben entsprechenae elektrische Steuerbefehle zu den Gegensteuerventilen 44 bis 47. Die Übertragung dieser Steuerbefehle ist der Einfachheit halber durch vier Steuerkanäle 59 bis 62 angedeutet. In Wirklichkeit geht die Übertragung über eine zentrale, meist elektronische Schaltanordnung, die jedoch in ihren Einzelheiten hier nicht interessiert und grundsätzlich auch bekannt ist.
  • Eingehender ist dagegen die elektrische Steuerschaltung des Bremssteuerventiles 48 gezeigt. Es hat wie die Gegensteucrventile zwei eietromgnetische Wicklungen, die allerdings aus der Zeichnung nicht ersichtlich sind, und dementsprechend drei Anschlüsse. Der gemeinsame Anschluß führt über eine Batterie 63 an Masse, die beiden anderen Anschlüsse der Wicklungen sind mit 64 und 65 bezeichnet. Sie gehen beide in flexible Leitungen über und sind dann an Kontaktfedern 66 und 67 angeschlossen. Diese sind über nicht bezeichnete Isolierstücke an einem Flansch des Reaktionszylinders 37 befestigt und in Richtung der Zylinderachse gegeneinander versetzt. An der Kolbenstange 40 ist ein Kontaktstück 68 befertigt, das ebenfalls über eine flexible Leitung mit Masse verbunden ist und beim Einfahren des Reaktionskolbens 38 in seinen Zylinder der Reihe nach die Xontaktfedern 67 und dann 66 berührt. Im dargestellten Zustand, bei dem die Feder 39 entspannt ist, berührt das Kontaktstück 68 keine der -beiden Kontaktfedern 66 oder 67.
  • Es ergibt sich folgende l.rïrkungsaseise der Anordnung nach Fig. 1, wobei zunächst die reine Kraftverstärkungsfunktion erläutert sein soll. Es wird vorausgesetzt, daß die Pumpe 42 arbeitet und somit der volle Hilfsdruck im Leitung system 43 ansteht. Alle Ventile sind entregt und somit alle Kammern der Verstärkungszylinder 1 bis 4 mit den entsprechenden Auslaßleitungen verbunden und damit drucklos. Wird nun das Bremspedal niedergetreten, dann überträgt sich der Pedaldruck über die Feder 39 auf die gestaffelten Traversen und damit auf die Druckstangen 29 bis 32, so daß sich in den Hauptzylindern 13 bis 16 der Bremsdruck aufzubauen beginnt. Die Feder 39 ist Jedoch sehr schwach bemessen, so daß sie den sich bietenden Widerstand nicht überwinden kann und daher eine Relativbewegung zwischen der Kolbenstange 40 und dem Traversensystem zustande kommt. Der Reaktionskolben38 taucht also in den Reaktionszylinder 37 ein und verdrängt das darin stehende Druckmittel über die Leitungen 54 und 49.
  • In der schon erwähnten allgemeiner Ausdrucksweise bedeutet diese Relativbe.egung eine Annäherung der Reaktionskammerwände.
  • Diese Annäherang bewirkt schon bald eine Beruhrung des Kontaktstückes 68 mit der rontaktfeder 67. Damit gelangt das Bremssteuerventil 48 in die erste Erregungsstufe, in der die bisherige Verbindung der vier Bremssteuerkammern und der Reaktionskammer mit der Auslaßleitung 49 unterbrochen wird.
  • Bei der weiteren Relativbewegung des Reaktionskolbens 38 beginnt sich in den fünf Kammern ein Druck aufzubauen, der in steigendem Maße auch eine Reaktionskraft auf das Bremspedal bewirkt. Allerdings ist diese Reaktionskraft zunächst noch so klein, daß sie von-der Pedalkraft ohne weiteres überwunden wird und eine weitere Relativbewegung nicht aufzuhalten vermag.
  • Das Konta1tstück 68 kommt somit mit der zweiten Kontaktfeder c6 in Berührung und bewirkt die zweite Erregungsstufe des Brenssteuerventils 48. Damit werden die fünf Kammern mit der Pumpe 42 verbunden und der in' ihnen bestehende Druck steigt an. Das hat zunächst zur Folge, daß auf die Verstärkerkolben 5 bis 8 eine die Pedalkraft unterstützende Kraft wirkt, die den Bremsdruck steiler ansteigen läßt. Auf der anderen Seite wächst aber auch die-Reaktionskraft auf das Bremspedal an.
  • Unter der Voraussetzung, daß der Fahrer mit einer ganz bestimmten Kraft bremst, wird schließlich die nach rechts wirkende Reaktionskraft größer als die Pedalkraft und eine Relativbewegung in umgekehrter Reihenfolge setzt ein, welche das Kontaktstück 68 von der Feder 66 löst, während der Kontakt mit Feder 67 bestehen bleibt. Das Ventil 48 fäll-t dabei in die erste Erregungsstufe zurück und der Druck in den fünf Ea=nern bleibt konstant. Damit ist ein Gleichgewichtszustand im System erreicht, dem eine bestimmte Bremskraft zugeordnet ist.
  • Erhöht der Fahrer die Pedaikraft, so wird die Kontaktfeder 66 wieaer berührt und der Bremssteuerdruck steigt abermals bis zu einem anderen Gleichgewichtszustand an. Verringert der Fahrer die Pedalkraft, dann löst sich auch ie Kontaktfeder 67 vom Kontaktstück 68 und das in den fünf Kammern eingeschlossene Drucknittel kann entweichen. Der auf den Hauptzylinderkolben 9 bis 12 stehende Bremsdruck bewirkt eine Bewegung der Kolben und damit der Druckstangen 29 bis 32 nach rechts, so daß die Kontaktfeder 67 dem Kontaktstück 68 unmittelbar nachfolgt und es bald wieder berührt, womit ein neues GleichEew-icht erreicht ist. Ein weiteres Nachlassen der Pedalkraft bewirkt ein weiteres Absinken des Bremsdruckes,bis zum Schluß der drucklose Ausgangszustand wieaer erreicht ist.Die Zuckstellfedern stellen sicher, daß alle Kolben ihre Ausgangslage einnehmen. Auf diese 5.Zeise hängt der Bremsdruck nach einer an sich bekannten proportional verlaufenden Kennlinie von der Pedalkraft ab.
  • Für den Fall, daß die Hilfsdruckpumpe 42 einmal aussetzt, oder für den Fall, daß im Leitungssystem 53 ein Beck auftritt, was beispielsweise auch durch Fehlfunktion des Ventiles 48 passieren kann, kommt die rein mechanische Kraftübertragung vom Bremspedal 41 zu den Hauptzylinderkolben 9 bis 12 zustande. Der Reaktionskolben 38 drückt dann die Feder 39 schnell zusammen und kommt am Boden des Reaktionszylinders 37 zum Anschlag. Dzzit überträgt das gezeigte Gestänge die Bremskraft unmittelbar. Es ist selbstverständlich und bei derartigen Anordnungen auch unzulässig, daß die erreichbare Bremsraft niedriger liegt als mit Kraftunterstützung. Die Anlage wird jedoch. in der Regel so ausgelegt, daß der Fahrer mit vernünftiger Pedalkraft sein Fahrzeug bei jedem vorkommenden Gefälle zum Stehen bringen kann. Fällt außerdem einer der Bremskreise durch Leck aus, so daß der betreffende Hauptzylinderkolben am Zylinderboden zum Anschlag kommt, dann macht sich das an der am Bremspedal angelenkten Kolben stange 40 nur mit einem Viertel des Hauptzylinder-Kolbenhubes bemerkbar.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung nach Figur 1 in der Funktion als hntiblockierregler ist wie folgt: In diesem Fall ist davon auszugehen, daß der Fahrer mit einer bestimmten Pedalkraft bremst und - im einfachsten Fall - diese Pedalkraft dauernd aufrecht erhält. Das System ist also in einem Gleichgewichtszustand, ein ganz bestimmter Bremsdruck hat sich eingestellt. Wenn jetzt beispielsweise das Rad 25 sehr stark verzögert, so daß ein Blockieren zu befürchten ist, so erfaßt dies den Sensor 55 und Infolge entsprechender Signale über den elektrischen Kanal 59 komnt das Gegensteuerventil 44 in seine zweite Sdrregunsstufe, in der es die Gegensteuerkammer des Verstärkerzylinders 1 mit der Pumpe 42 verbindet. In der Gegensteuerkammer baut sich infolgedessen ein Druck auf. Das bisherige Gleichgewicht der Kräfte an dem Doppelkolben 5/9 infolge des Bremsdruckes im Hauptzylinder 13 einerseits und des Bremssteuerdruckes auf der rechten Seite des Kolbens 5 andererseits, sowie der anteiligen Pedalkraft auf die Druckstange 29 wird damit aufgehoben.
  • Der Druck in der Gegensteuerkammer bewirkt eine Bewegung des Doppelkolbens 5/a nach rechts unter Absenkung des T'rens druckes. Dabei muß notwendigerweise der Bremssteuerdruck in den fünf durch das Leitungssystem 53 zusammengeschlossenen Kammern ansteigen. Andererseits ist ein solcher Druckstieg infolge der oben erläuterten proportionalen Relation wischen der Pedalkraft und dem Bremssteuerdruck nicht möglich.
  • Vielmehr tritt; sobald die Kraft am Reaktlonskolben 38 die Pedalkraft übersteigt, eine Relativbewegung dieses Kolbens gegenüber dem Resktionszylinder nach rechts ein, so daß die Kontaktplatte 68 von der Feder 67 kurz abhebt, das Ventil 48 öffnet und der Bremssteuerdruck damit auf seinen der Pedalkraft entsprechenden Wert sinkt. Dieser Prozeß der Absenkung des Bremsdruckes im HauPtzylinder 13 und dem entsprechenden Radbremszylinder 21 setzt sich so lange fort, wie die Gegensteuerkammer des Verstärkerzylinders 1 mit der Pumpe verbunden bleibt.
  • Es wird somit vom Drehbewegungsverhalten des Rades 25 abhängen, wie weit der Bremsdruck sinkt. Ohne auf das logische Arbeitsprinzip des betreffenden Antiblockierreglers näher einzugehen, kann man wohl allgemein sagen, daß die Druckabsenkung dann beendet ist, wenn die Drehverzögerung des Rades auf einen normalen Wert zurückgegangen ist oder das Rad gar beschleunigt. Diesbezügliche Signale des Sensors 55 bewirken dann ein Zurückgehen des Gegensteuerventiles 44 auf den ersten Erregungszustand, in dem die Gegensteuerkammer abgeschlossen wird, Der Bremsdruck des betreffenden Rades bleibt also - immer vorausgesetzt, daß die Pedalkraft unverandert weiter wirkt - konstant. Auf ein weiteres Signal des Sensors hin, spätestens aber nachdem das Rad die der Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechende Drehzahl wieder erreicht hat, wird das Gegensteuerventil ; ganz entregt und die Gegensteuerkanimer wieder drucklos gemacht. Damit steigt der Bremsdruck wieder auf seinen vorherigen Wert an. Es sei nocheinmal ausdrücklich vermerkt, daß die Erfindung sich nicht auf eine bestimmte "Regelphilosophie" des Antiblockierregelsystems beschränkt, so daß sich ein näheres Eingehen hierauf erübrigt.
  • Entsprechende Regelzyklen können sich auch gleichzeitig in den übrigen Verstärkerzylindern abspielen. Jeder der vier Doppelkolben hat infolge der gegenseitigen Kopplung über die kippfähigen Traversen seine eigene Bewegungsfreiheit. Eine gewisse Bewegung am Bremspedal 41 wird sich während der Regelung allerdings nicht ganz vermeiden lassen. Dies muß jedoch nicht unbedingt von Nachteil sein, weil sich die Bewegungen zum Teil gegenseitig ausgleichen und der Fahrer das ordnungsgemäße Arbeiten des Antiblockierregelsystems erfühlen kann.
  • Von dem Vierkreisbremssystem nach Figur. 2 sind der Einfachheit halber nur zwei Verstärkerzylinder 70 und 71 gezeigt. Die beiden anderen 72 und 73 sind jedoch aus dem Schnittbild nach Figur 3 zu erkennen. Die Zylinder sind hier in einen Bündel mit parallelen Achsen angeordnet und die Kraftübertragung vom Reaktionszylinder 74 zu den Druckstangen 75 bis 78 erfolgt hier über ein Tamnelkreuz 79, das insbesondere im Zusammenhang mit Figur 7 zu erkennen ist. Der Reaktionszylinder 74 hat einen Fortsatz 80, der in einem Kugelkopf 81 endet.
  • Dieser Kugelkopf sitzt in einer passenden Kuhle des çaumelkreuzes, wobei eine konische Aussparung 82 im Taumelkreuz die Taumelbewegung auf einen allseitigen Winkel von ungefähr 300 beschränkt. Die Enden der Druckstangen 75 bis 78 sind halbkugelig ausgebildet und liegen in passenden Kugelpfannen des Taumelkreuzes. Federklemmen 83 bis 86 bewirken einen losen Zusammenhalt zwischen den Druckstangen und dem maumelkreuz, so daß die Druckstangen z.B. beim Zurückgehen des Taumelkreuzes nicht aus den Kugelpfannen herausfallen können.
  • Das Taumelkreuz ist ferner mit vier Kontaktwarzen 87 bis 90 versehen, die mit einem Kontaktring 91 zusammen arbeiten.
  • Dieser Kontaktring ist aus Figur 2 im Schnitt zu ersehen und wird vpn vier gebogenen Armen 92 an dem Fortsatz 80 festgehalten. Es ist vorgesehen, daß die Arme 92 aus einem Isolierstoff bestehen und das Taumelkreuz mit dem Kontaktring 91 über eine Leitung 93 verbunden ist, welche in Reihenschaltung eine Batterie 94 und eine Kontrollampe 95 enthält. Bei einer bestimmte Schrägstellung, die etwas geringer als der erreichbare Grenzwinkel ist, berührt eine der Kontaktwarzen des Taumelkreuzes den Kontaktring und bringt die Kontrollampe zum Aufleuchten.
  • In dem Reaktionszylinder 74 ist ein Reaktionskolben 96 angeordnet, der mittels seiner Kolbenstange 40 mit dem Bremspedal 41 verbunden ist. Zwischen dem Kolben und dem Boden des Zylinders ist wie in Figur 1 eine schwache Rückstellfeder 98 angeordnet. Der Unterschied gegerlüber Figur 1 besteht jedoch darin, daß der Reaktionskolben zugleich Ventilschieber ist und zusammen mit den Leingseinlässen 99, 100 und 101 das Dreistellungsventil darstellt, welches den Bremssteuerdruck bestimmt. Der Kolben hat zu diesem Zweck eine Nut 97, welche in der gezeichneten Stellung die Leitung 99 mit der Leitung 100 verbindet. Wird der Kolben etwas weiter nach lir.ks verschoben, dann sind alle drei Leitungen gegeneinander abgeWrent und bei noch weiter nach links gehender Bewegung wird die Leitung 9? mit der Leitung 100 verbunden.
  • Die Leitungsanschlüsse sind im übrigen sinngemäß der Anordnung nach Figur 1 zu entnehmen. Die Hilfsdruckpumpe 42 ist mit der Leitung 101 und weiter mit den Gegensteuerventilen 44 bis 47 verbunden. Die Leitung 100 ist die Äuslaßleitung des Dreistellungsventiles und mündet im Druckmittelsammelgefäß 51.
  • Die Leitung 99 ist mit dem Reaktionszylinder 74 sowie mit den Gegensteuerkammern der vier Verstärkerzylinder 70 bis 73 verbunden. Die Gegensteuerventile werden von einer zentralen Schaltanordnung 102 des Antiblockierreglers betätigt, welche ihrerseits mit den vier Radsensoren 55 bis 58 in VerDindung steht.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung nach Figur 2 und 3 ist kurz zusammengefaßt folgende: Zunächst sind beide Seiten der Verstärkerkolben ruckfrei. Alle Teile der Anordnung befinden sich in der gezeichneten Stellung. Wird jetzt gebremst, so verschließt der Reaktionskolben 96 zunächst die Auslaßleitung 100. Dann verbindet er die Pumpdruckleitung 101 mit der Leitung 99, so daß sich nun ein Bremssteuerdruck in den Bremssteuerkammern und im Reaktionszylinder aufbaut. Dadurch wird die Verstärkungswirkung erzielt und der Bremsdruck in den Hauptzylindern steigt an, bis das Gleicligewichtz'ischen Reaktionskraft und Bremspedalkraft erreicht ist.
  • Die Vorgänge beim Zurücknehmen des Bremspedals und beim Arbeiten der Gegensteuerventile 44 bis 47 wurden schon im Zusammengang mit Figur 1 erläutert und brauchen daher nicht wiederholt zu werden. Lediglich die Wirkungsweise der Leckanzeigevorrichtung sei wie folgt in einzelnen erläutert: Normalerweise sind die Hauptzylinderkolben und die mechanischen EraftübertraburgsElieder so eingestellt, daß ein gegenseitiger Versatz der Do-ppelkolben in Achsrichtung nicht auftritt.
  • Selbstverständlich müssen dazu auch alle vier Bremskreise sorgfältig entlüftet sein. Ist jedoch einer der Bresskreise leck geworden, dann tritt bein Bremsen ein Versatz auf, was sich in einer entsprechenden Schrägstellung des Taurnelkreuzes kundtut. Der Fahrer erkennt dies am Aufleuchten der Koritrolllampe 95. Natürlich ergeben sich solche Schrägstellungen des Taumelkreuzes auch beimArbeiten des Antiblockierregelsystems, so daß dann ein Flackern der Kontrolleuchte zu erwarten ist.
  • Dies ist jedoch kein Nachteil, sofern der Fahrer die Ursache dieses Aufleuchtens kennt. Im übrigen ist es leicht möglich, die Kontrollampe während des Regelns abzuschalten.
  • Figur 4 zeigt endlich ein Zweikreis-Bremssystem, bei dem anstelle der Verstärkerkolben Magnetanker 110 und 111 an den Druckstangen der Hauptzylinderkolben vorgesehen sind. Diese Anker arbeiten mit feststehenden hufeisenförmigen Elektromagneten 113 und 114 zusammen, welche von den Druckstangen durchsetzt sind. Links sind an den Magneten die Hauptzylinder 13 und 14 befestigt. Sie sind mit je zwei Radbremszylindern 138 und 139 sowie 140 und 141 über Druckleitungen verbunden.
  • Die Radbremszylinder 140 und 141 sitzen an den nicht angetriebenen und die beiden anderen Radbremszylinder an den angetriebenen Rädern. Die Wicklungen der Elektromagneten sind mit 115 und 116 bezeichnet. Beide Anschlüsse der Wicklungen sind durch geschweifte Klammern schematisch zusammengefaßt und führen als Ein-Strich-Leitungen 117 und 118 weiter. Die beiden Druckstangen sind mittels einer Traverse 119 gelenkig verbunden. In der Mitte der Traverse ist eine elektrische Steuereinrichtung 120 gelenkig angebracht. In ihrem Innern ist ein Steuer- und Reaktionselement 121 längsbeweglich gelagert, das sich in einer Schubstange 122 fortsetzt. Die Schubstange ist am Bremspredal 41 angelenkt.
  • Die elektrische Steuereinrichtung 120 enthält weiter eine Einrichtung 123 zur Erzeugung einer Bremspedal-Reaktionskraft.
  • Die elektrischen Anschlüsse beider Einrichtungen sind zu Ein-Strich-Leitungen 124 und 125 zusammengefaßt. Der Anschluß 125 der elektrischen Steuereinrichtung führt zu einem Verstärker 126, dessen Ausgang mit der Leitung 124 sowie mit den KontaRten 127 und 128 zweier Umschalter verbunden ist.
  • Die Schaltungen 129 und 130 dieser Umschalter sind mit den Anschis3leitzgen 118 und 117 der Elektromagnetwicklung verbunden, die beiden anderen Kontakte 131 und 132 der Umschalter sind an der zentralen Schaltanordnung 133 des Blockierreglers angeschlossen. Dieser steuert auch die Betätigungs=aete 134 und 135 der Umschalter. Die Schaltanoranung 133 erhalt ihrerseits Signale von Sensoren 136a, 136b und 137. Der Sensor 137 wird von der Kardanwelle des Fahrzeuges angetrieben, während die Sensoren 136a und 136b ar. den Rädern der nicht angetriebenen Achse sitzen und den Bremsdruck in dem betreffenden Bremskreis nach dem Rad mit dem schlechteren Bodenkont&kt regeln. Die Wirkungs.Jeise entspricht wiederum den vorhergehenden Beispiel. Die Relativbewegung zwischen der Schubstange 122 und dem Gehäuse der elektrischen Steuereinrichtung 120 bewirkt beim Betätigen des Bremspedals in steigendem Maße eine Zugkraft zwischen den Magneten und ihren åeweiligen Ankern. Andererseits wird von der gestrichelt dargestellten Einrichtung 123 eine zur Zugkraft der Magneten proportionale Reaktionskraft auf das Bremspedal ausgeübt. Die Proportionalität kommt einfach dadurch zustande, daß der Ausgang des Verstärkers 126 sowohl mit dieser Einrichtung als auch mit den Magneten elektrisch verbunden ist. Tritt das Antiblockierregelsystem in Tätigkeit, indem z.B. der Sensor 136a meldet, daß an der betreffenden Achse der Bremsdruck abgesenkt werden soll, dann erhält~der Betätigungsmagnet 134 Strom und legt die Zunge 129 des einen Umschalters um. Dadurch wird der Magnet 114 dem Einfluß der Steuereinrichtung 120 entzogen und erhält seinen Steuerstrom anstatt vom Verstärker 126 jetzt von der Schaltanordnung 133 nach i!iaßgabe der weiteren Sensorsignale. Dabei verringert sich die Zugkraft des Magneten auf den Anker 111 und damit der Bremsdruck im Hauptzylinder 14. Das Bremspedal geht dabei auch etwas zurück, jedoch kommt eine Relativbewegung zwischen der Scnubstange 122 und der Einrichtung 120 nicht zustande, solange nur die ausgeübte Pedalkraft konstant bleibt. Je nach Bauart der Zugmagnete können diese auch umgepolt werden so daß die Zugkraft zu einer Druckkraft wird und dadurch der Bremsdruck entsprechend schneller abgebaut wird. Genauso kann auch der Druck im anderen Hauptzylinder oder in beiden l'auptzylindern gleichzeitig abgebaut werden.
  • - Patentansprüche -

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Hydraulisch betätigbares Mehrkreis-Bremssystem mit Kraft-~ verstärker und hntiblockierregler und mechanischen, zwischen dem Bremspedal- und dem Hauptzylinderkolben angeordneten Kraftübertragungsgliedern, welche bei Ausfall der Hilfskraft infolge einer Störung die Bremsbetä.tigung auch ohne Hilfskraft erlauben, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere unabhängig voneinander bewegliche Kraftverstärker (1 bis 4; 113, 114) vorgesehen sind, denen je ein Bremskreis (z.B. 1.3, 17, 21 oder 14, 140, 141) zugeordnet ist und deren Druckstangen (29 bis 32) über mirdesters ein kippfähiges Kraftübertragungsglied (33, 35, 7) miteinander verbunden sind und daß ein gereinsames, mittels des Bremspedales (41) betätigbares Stellglied (68, 96, 120) vorgesehen ist, welches die in den Kraftverstärkern wirksamen Hilfskräfte bestimmt.
  2. 2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftverstärker Steuerkammern mit beweglichen Wänden (5 bis 8) enthalten, die untereinander verbunden sind und in denen ein Druckmittel entsprechend seinem momentanen Steuerdruck die Unterstützunr der Bremspedalkraft bewirkt, daß ferner zwischen dem Bremspedal und dem gemeinsamen, auf alle Hauptzlinderkolben (9-bis 12) wirksamen Kraftübertragungsglied (35, 79, 119) eine Reaktionskammer (37, 74) mit beweglicher ,..Tand (28, 96) eingeschaltet ist, die mit den Steuerkammern verbunden ist, und daß als Stellglied eine Ventilanordnung mit drei Stellungen vorgesehen ist, welche alle miteinander verbundenen Kammern bei abnehmendem Abstand der Reaktionskammerwände in entsprechender Reihenfolge zu einem Auslaß hin öffnet, abschließt und mit der Hilfsdruckquelle (42) verbindet.
  3. 3. Bremssystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung mit drei Stellungen elektromagnetisch betätigbar ist und ferner ein entsprechend dem Abstand der Reaktionskammerwände verstellbares elektrisches Schaltglied (66, 67, 68) vorgesehen ist, welches die Ventilanordnung steuert.
  4. 4. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftverstärker (110, 113, 115) mit elektromagnetischer Hilfskraft arbeiten und daß ein elektromagnetischer Reaktionskrafterzeuger (123) für das Breaispedal sowie ein elektrisches Steuerorgan (120) für die Hilfsrafterzeugung vorgesehen ist.
  5. 5. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippwinkel der kippfähigen Kraft übertragungsgwieder (79) auf einen bestimmten Wert begrenzt und eine dLektrische Kontaktanordnung (88 bis 91) vorgesehen ist, mit deren Hilfe über eine -Anzeigeanordnung(95') ein Kippen bis zum Grenzwert dem Fahrer zur Kenntnis gebracht werden kann zum Zeichen dafür, daß einer der Hauptzylinderkolben infolge Undichtigkeit des betreffenden Bremskreises sich gegenüber einem anderen unzulässig weit verschoben hat.
  6. 6. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antiblockierregelsystem vorgesehen ist, welches in Jedem Bremskreis in Abhängigkeit vom Drehbeweglrgsverhalte. mindestens eines Fahrzeugrades die Größe und Wirkungsrichtung der Hilfskraft individuell verändert.
  7. 7. Bremssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß vier Bremskreise vorgesehen sind, von denen Jeder die Bremse eines Rades eines vierrädrigen Fahrzeuges betätigt.
    Leerseite
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