DE1940580C3 - Verfahren zur maschinellen Herstellung einer Spule - Google Patents
Verfahren zur maschinellen Herstellung einer SpuleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur maschinellen Herstellung einer Spule, insbesondere
einer Spule für elektrotechnische Zwecke aus einem elektrisch leitenden Spulendraht, i/ei der der Spulendraht,
bevor er auf die Spule gewickelt wird, mit einem Kontaktklebstoff versehen wird, um iie Spulenwindungen
fest miteinander zu verbinden.
Ein derartiges Verfahren ist aus der CH-PS 2 17 607
bekannt
Der Spulendraht kann rund oder flach sein. Unter Kontaktklebstoff ist in diesem Zusammenhang jede
Klebstoffart zu verstehen, welche die Eigenschaft aufweist, daß Schichten derselben in trockenem Zustand
aneinanderhaften.
Bei dem aus der CH-PS 2 17 607 bekannten Spulenwickelverfahren wird während des Wickeins eine
Klebemittellösung auf die in Entstehung begriffene Drahtwicklung aufgespritzt, deren Lösungsmittel
schnell verdampft Beim Aufspritzen des Klebemittels während des Wickelvorganges läßt sich eine starke
Verschmutzung der Wickelmaschine nicht vermeiden. Die Wickelmaschine muß also in gewissen Abständen
gründlich gereinigt werden und steht während dieser Zeit nicht der Produktion zur Verfügung.
Aus der DD-PS 45 232 ist ein Verfahren zur maschinellen Herstellung einer Spule bekannt, bei dem
der Spulendraht durch einen, einen Klebstoff in flüssigem Zustand enthaltenden Behälter geführt und
überflüssiger Klebstoff dadurch entfernt wird, daß der Spulendraht durch eine kalibrierte Öffnung gezogen
wird. Auch hierbei tritt eine Verschmutzung der Wickelmaschine durch den auf den Draht aufgebrachten
Klebstoff auf. Um lediglich einen dünnen Klebstoffilm um den Draht zu erzeugen, läuft der Klebstoffbehälter
mit der Umlenkrolle um den Wickelkörper um. Diese Vorrichtung ist umständlich und teuer und verhindert
auch nicht eine Verschmutzung der Wickelmaschine.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spulenwickelverfahren zu schaffen, bei dem der Draht,
bevor er auf die Spule gewickelt wird, mit Klebstoff versehen wird, wöbet jedoch durch den Klebstoff keine
Verschmutzung der Wickelmaschine auftritt
der auf dem Spulendraht angebrachte Kontaktklebstoff getrocknet wird, bevor der Spulendraht mit Teilen der
insbesondere darin, daß der auf den Draht aufgebrachte
Klebstoff also praktisch trocken ist, wenn er in die
Wickelmaschine einläuft, und von solcher Art, daß er
nur an Teilen festhaftet, die ebenfalls mit Kontaktklebstoff versehen sind, d.h, daß der mit diesem
Kontaktklebstoff bedeckte Draht während des Wickelvorganges nur mit anderen bereits gewickelten
Drahtteilen eine festhaftende Verbindung eingeht
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der Spulendraht durch einen, einen Kontaktklebstoff
in flüssigem Zustand enthaltenden Behälter geführt und überflüssiger Kontaktklebstoff dadurch entfernt,
daß der Spulendraht durch eine kalibrierte öffnung gezogen wird.
der Maschine diese kalibrierte Öffnung selbsttätig durch
ein Kügelchen getrockneten Klebstoffes schließt Die Maschine kann später ohne weiteres wieder in Betrieb
genommen werden. Sobald der Wicklungsdraht weiterläuft,
wird das Klebstoffkügelchen aus der kalibrierten
Öffnung herausgezogen und mit dem Wicklungsdraht mitgeführt Dieser Teil des Wicklungsdrahtes kann dann
gegebenenfalls abgeschnitten werden.
Es hat sich herausgestellt, daß es auf diese Weise möglich ist, einen Mantel aus Kontaktklebstoff anzubringen,
der nach Trocknung eine Dicke von nur einem Mikron hat Sogar bei sehr dünnem Draht hat ein
derartiger dünner Mantel aus Klebstoff kaum einen Einfluß auf den Füllfaktor der Spule, während das sehr
regelmäßige Wickelmuster, das praktisch mühelos
-to erhalten werden kann, da jede Wicklung sofort festliegt,
einen günstigen Einfluß auf den Füllfaktor ausübt Es hat sich daher in der Praxis herausgestellt, daß Spulen, die
nach der Erfindung hergestellt sind, mit einem besseren Füllfaktor hergestellt werden können, als Spulen der
bisher bekannten Art, die nach demselben Wickelverfahren
hergestellt sind.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zur Herstellung einer auf einem Spulenkörper gewickelten
Spule wird auch auf dem Spulenkörper Kontaktkleb-
stoff angebracht Der Vorteil dieser Weiterbildung der Erfindung besieht darin, daß die Spule und der
. Spulenkörper sich gegeneinander nicht bewegen können und daß beim Wickeln auch bereits die
Wicklungen, die noch keinen Kontakt mit anderen
v> Wicklungen haben, in bezug auf den Spulenkörper
fixiert sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Die Figur zeigt eine schematische Darstcl-
w> lung einer Wickelmaschine zur Herstellung einer Spule.
einen Teil f, meistens als »Flyer« bezeichnet der durch
der ebenfalls um ihre Achse sich drehenden Spule a
><· anbringt. Indem der »Flyer« /'beim Wickeln eine hin-
und hergehende Bewegung, beispielsweise mit Hilfe einer Nockenscheibe, durchführt, wird die gewünschte
Sniilenfonn erhalten.
Der Spulendraht g wird von einer Vorratshaspel Λ abgewickelt, geht dann durch ein Gefäß i, in dem sich
flüssiger Kontaktklebstoff j befindet, wird durch Ziehen
durch eine kalibrierte Öffnung k geführt, wo überflüssiger
Kontaktklebstoff entfernt wird, und danach bei /mit Hilfe eines Ventilators m getrocknet. Die Trocknung
kann selbstverständlich, wenn die Strecke / lang genug ist, ohne Hilfsmittel erfolgen oder mit Hilfe eines
Heizelementes statt des Ventilators m.
Claims (3)
1. Verfahren zur maschinellen Herstellung einer Spule, insbesondere einer Spule für elektrotechnische
Zwecke aus einem elektrisch leitenden Spulendraht, bei der der Spulendraht, bevor er auf
die Spule gewickelt wird, mit einem Kontaktklebstoff versehen wird, um die Spulenwindungen fest
miteinander zu verbinden, dadurch gekennzeichnet,
daß der auf dem Spulendraht (g) angebrachte Kontaktklebstoff (j) getrocknet wira\
bevor der Spulendraht (g) mit Teilen der Wickelmaschine in Berührung kommt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spulendraht (g) durch einen, einen Kontaktklebstoff (J) in flüssigem Zustand enthaltenden
Behälter (i) geführt und überflüssiger Kontaktklebstoff (J) dadurch entfernt wird, daß der
Spulendraht (g) durch eine kalibrierte Öffnung (Jc)
gezogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. zur Hersteilung einer auf einem Spulenkörper gewickelten
Spule, dadurch gekennzeichnet, daß auch auf dem Spulenkörper Kontaktklebstoff angebracht
wird.
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