DE1814369C - Toupet oder Perücke - Google Patents
Toupet oder PerückeInfo
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Description
i 814369
1 2
Die Erfindung betrifft ein Toupet oder eine Zur Lösung dieser Aufgabe wird flir ein Toupet
Perücke, bei welcher die die Einzelhaare tragende oder eine Perücke der eingangs genannton Art erfln-
Moiitur aus mehreren, miteinander verbundenen Tei- dungsgemHß vorgesehen, daß der stirnseitige Kantcn-
len aus biegsamem Folienmaterial gebildet ist und bereich der Montur frei von Haaren und entspre-
zur Verstärkung ein eingearbeitetes netzartiges Ge- 5 chend der Kopfhautfarbe des Trägers in an sich
webe aufweist. . bekannter Weise cingefürbt und daß dieser Kanten-
Toupets oder Perücken der vorgenannten Art sind bereich im Querschnitt gesehen zu der durch einen
bekannt, Bei ihnen besteht die Montur entweder «us an sich bekannten unregelmäßig geformten Rand
drei gleichen, übereinander angeordneten und gegen- gebildeten Stirnkante hin spitz zulaufend gestallet ist.
einander verklebten Einzelteilen aus biegsamem io Wird ein Haarersatz mit einer solchen Montur
Folienmaterial, wobei der mittlere Teil die Einzel- mittels eines geeigneten Klebemittels auf die Kopfhaare
verankert, oder aber aus einem Basisteil aus haut festgeklebt, dann ist in dem kritischen Bereich
biegsamem Folienmaterial, der mit einem mit den der Vorderstirn praktisch keine Unterscheidung
Haaren beknilpftcn, netzartigen Gewebe überdeckt mehr zwischen der Kopfhaut und dem dünnen
ist, das im hinteren Bereich auf den hinteren Bereich 15 Folienmaterial der Montur zu erkennen, das eine
des Basisteils aufgeklebt ist, während sein vorderer Stärke bis maximal 1 mm aufweisen sollte, vorzugs-Bereich
auf einen zwischen beiden angeordneten weise jedoch eine Stärke zwischen 0,01 und 0,4 mm
weiteren Teil aus biegsamem Folienmaterial auf- hat. Der frei von Haaren gehaltene, stirnseitige Kangeklebt
ist, der seinerseits auf den vorderen Bereich tenbereich der Montur erlaubt eine volle Ausnutzung
des Basisteils aufgeklebt ist und sich von dessen ao des biegeweichen Verhaltens des Folienmaterials, so
Klebelinie mit dem Netz bis etwa zu dessen stirnsei- daß auf ihn jede Stirnfaltenmimik übertragen werden
tiger Kante hin erstreckt. kann, deren Individualität bei dem einzelnen Träger
Das mit den Haaren beknüpfte netzartige Gewebe eines erfindungsgernäßen Toupets oder einer Perücke
ist um die stirnseitige Kante des zwischen ihm und durch entsprechende Formung des Randes der Stirn-
dem Basisteil angeordneten Teils eingeschlagen, so 35 kante der Montur gewahrt werden kann. Eine solche
daß sein vorderer Kantenbereich zwischen den bei- unregelmäßige Ausbildung des Randes der Stirnkante
den Teilen aus biegsamem Folienmaterial liegt. der Montur erhöht darüber hinaus die Haltekraft von
Für die Montur von Toupets oder Perücken ist dieser an der Kopfhaut.
daneben noch die ausschließliche Verwendung von Ein nach der Erfindung gestaltetes Toupet wird
mehr oder weniger biegeweichen Netzen oder netz- 30 nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrie-
artigen Geweben bekanntgeworden, auch die Ver- ben. Es zeigen
wendung von relativ biegesteifem Folienmaterial Fig. 1 bis 3 Teilquerschnitte durch die Montur
wurde ebenso vorgeschlagen wie die Verwendung des Toupets mit der Darstellung verschiedener Mög-
von mehrfachlagigen Schichtkörpern, bestehend aus Henkelten der Festlegung eines Einzelhaares oder
zwischen textilem Flächenmaterial eingebetteten is einer Mehrzahl von Einzelhaarcn,
Haarstücken, wobei das textile Flächenmaterial an Fig. 4 in einer Perspektivansicht das Toupet
seinem Rand aus Gründen einer geringeren Sichtbar- gemäß einer denkbaren Autbildung,
keit auf der Kopfhaut gezackt war. Fig. 5 eine Ansicht von unten auf das Toupet
In allen diesen Fällen ist die gesamte Oberfläche gemäß F i g. 4,
der Montur, abgesehen von sogenannten Glatzen- 40 F i g. 6 einen Querschnitt nach der Linie A-A der
perücken für Schauspieler, mit den Einzelhaaren be- F i g. 5,
stückt, was es unvermeidlich macht, daß sich das F i g. 7 in Seitenansicht einen Kopf mit Teilglatze,
Toupet oder di· Perücke selbst bei feinster Knüpfung F i g. 8 eine der F i g. 7 entsprechende Seitenansicht,
der Einzelhaare von der Kopfhaut des Trägers ab- nach welcher die Teilglatze de» Kopfes durch ein
hebt. Als besonders kritische Stelle einer solchen 45 Toupet der Erfindung; abgedeckt ist, und
Sichtbarkeit des Haarersatzes ist dabei die Stirnpartie F i g. 9 und 10 Teildraufsichten auf das Toupet anzusehen, insbesondere die Vorderstirn, wo die zur Veranschaulichung der möglichen Ausbildung Kopfhaut am beweglichsten ist. Da nun bei den vor- des stirnseitigen Kantenbereichs der Montur.
bekannten Toupets oder Perücken auch der stirn- Die Fig. 1 bis 3 veranschaulichen verschiedene seitige Kantenbereich der Montur Haare trägt und im 50 Möglichkeiten der Festlegung eines Einzelhaares Regelfall durch eine Materialansammlung relativ oder einer Mehrzahl von Einzelhaaren an dem biegstark ausgebildet ist, wodurch dieser Kantenbereich eamen Folienmaterial, welches die Montur eines oft biegesteifer ist als der übrige Bereich der Montur, erfindungsgemäßen Toupets oder einer Perücke ausist die Simulierung eines natürlichen Haarwuchses macht und das aus einem Teil oder aus mehreren äußerst unvollkommen, und sie betont in Einzelfällen 55 miteinander verbundenen Teilen besteht, die durch sogar die Unnatürlichkeit. Ganz abgesehen davon ein eingearbeitetes, netzartiges Gewebe versteift sein hinterläßt ein materiälstark ausgebildeter Stirnkan- können. Gemäß der Darstellung nach Fig. 1 wird tenbereich der Montur eines Haarersatzes bei dem ein Einzelhaar 1 durch eine ersfe öffnung α hindurch Träger des Toupets oder der Perücke das verstärkte zur rückwärtigen Fläche des ,Folienmaterials 3 geGefühl, daß er einen Fremdkörper auf seinem Kopf 60 führt, es wird dann in diesem Folienmaterial im herumträgt, an den er jedesmal dann erinnert wird, Bereich einer zweiten Öffnung 6 oder im Bereich der wenn er seine Vorderstirn bewegt. rückwärtigen Fläche eine Schlinge 2 gebildet, durch
Sichtbarkeit des Haarersatzes ist dabei die Stirnpartie F i g. 9 und 10 Teildraufsichten auf das Toupet anzusehen, insbesondere die Vorderstirn, wo die zur Veranschaulichung der möglichen Ausbildung Kopfhaut am beweglichsten ist. Da nun bei den vor- des stirnseitigen Kantenbereichs der Montur.
bekannten Toupets oder Perücken auch der stirn- Die Fig. 1 bis 3 veranschaulichen verschiedene seitige Kantenbereich der Montur Haare trägt und im 50 Möglichkeiten der Festlegung eines Einzelhaares Regelfall durch eine Materialansammlung relativ oder einer Mehrzahl von Einzelhaaren an dem biegstark ausgebildet ist, wodurch dieser Kantenbereich eamen Folienmaterial, welches die Montur eines oft biegesteifer ist als der übrige Bereich der Montur, erfindungsgemäßen Toupets oder einer Perücke ausist die Simulierung eines natürlichen Haarwuchses macht und das aus einem Teil oder aus mehreren äußerst unvollkommen, und sie betont in Einzelfällen 55 miteinander verbundenen Teilen besteht, die durch sogar die Unnatürlichkeit. Ganz abgesehen davon ein eingearbeitetes, netzartiges Gewebe versteift sein hinterläßt ein materiälstark ausgebildeter Stirnkan- können. Gemäß der Darstellung nach Fig. 1 wird tenbereich der Montur eines Haarersatzes bei dem ein Einzelhaar 1 durch eine ersfe öffnung α hindurch Träger des Toupets oder der Perücke das verstärkte zur rückwärtigen Fläche des ,Folienmaterials 3 geGefühl, daß er einen Fremdkörper auf seinem Kopf 60 führt, es wird dann in diesem Folienmaterial im herumträgt, an den er jedesmal dann erinnert wird, Bereich einer zweiten Öffnung 6 oder im Bereich der wenn er seine Vorderstirn bewegt. rückwärtigen Fläche eine Schlinge 2 gebildet, durch
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausfüli- weiche hindurch das Einzelhaar gefädelt wird, nach-
rungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, dem es entlang der rückwärtigen Fläche, durch die
einen Haarersatz in der Form eines Toupets oder 65 erste öffnung α hindurch und entlang der oberen
einer Perücke zu schaffen, welcher derart ausgebildet Fläche geführt worden ist. Das Einzelhaar verläßt
ist, daß sich insbesondere die Stirnkante der Montur nach seiner Durchfädelung durch die Schlinge 2 das
nicht von der Kopfhaut abhebt. Folienmaterial 3 über die zweite öffnung b zur
oberen Flüche hin, Gcmliß der Darstellung nach
Fig, 2 wird das Einzelhaar 11 oder eine Mehrzahl von Einzclhnaren unter Bildung einer Schlinge 12
verdoppelt, das Binzolhattr 11 wird durch eine erste
öffnung c hindurch zur rückwärtigen Flüche des S
Folienmaterials 13 und dann durch eine zweite OfT-nung
d hindurcligeführt, wobei die Schlinge 12
durchfädelt wird.
üetnäß der Darstellung nach Fig, 3 wird das Einzelhaar
21 oder eine Mehrzahl von Einzelhaaren durch eine erste öffnung e hindurch zur rückwärtigen
Fläche des Folienmaterials 23 geführt, es wird dann durch eine zweite öffnung/ zur oberen Fläche zurückgeführt,
so daß sich eine Schlinge 22 bildet. Die Abstände zwischen den öffnungen α und b bzw. c
und d bzw. e und / sind vorzugsweise sehr klein gewählt, so daß im Falle eines örtlichen Reißens des
Folienmaterials eine geschlossene Haarfläche erhalten
bleibt. Eine Aufteilung des Folienmaterials in einzelne, miteinander verbundene Teile und die Einarbeitung
eines netzartigen Gewebes vermag im übrigen die Gefahr eines solchen Reißens des Folienmaterials
wesentlich zu verringern.
Das Toupet gemäß den Fig. 4 bis 10 weist nun eine aus zwei Teilen 33 und 34 gebildete Momur aus as
einem biegsamen Folienmaterial auf, die, sich streifenförmig überlappend, miteinander verbunden sind
und die Einzelhaare in einer Dichte tragen, weiche der Dichte des Haares des Trägers eines solchen
Toupets entspricht. Die von der Montur getragenen Einzelhaare 31 können fallweise entlang einer Scheitellinie
43 gescheitelt sein. Entweder nur der eine Teil 33 der Montur oder die beiden Teile 33 und 34
können fallweise entsprechend der Kopfhautfarbe dus Trägers eingefärbt sein, weiterhin können für
diese Monturteile Hautmale vorgesehen werden, Der eine Teil 33 der Montur ist nun nach der Erfindung
in seinem stirnseitigen Kantenbereich 45 β frei von Hauren und ist weiterhin, wie insbesondere aus
Fig, 6 erkennbar, im Querschnitt gesehen zu der Stirnkante 45 hin spitz zulaufend gestaltet, Diese
Stirnkante 45 ist, wie insbesondere aus den F i g. 9 und K) erkennbar, durch einen unregelmäßig geformten,
beispielsweise gezackten oder wellenförmigen Rand gebildet.
Durch diese besondere Ausbildung des stirnseitigen Kantenbereichs 45« und der Stirnkante 45 dui
Montur erreicht man in optimaler Weise, daß sich die Stirnkante 45 der Montur von der Kopfhaut nicht
abhebt, so daß, wie über die Fig. 7 und 8 veranschaulicht, das eine Teilglatze abdeckende Toupet
für Dritte nicht erkennbar ist,
Claims (1)
- Patentanspruch:Toupet oder Perücke, bei welcher die die Einzelhaare tragende Montur aus mehreren, miteinander verbundenen Teilen aus biegsamem Folienmaterial gebildet ist und zur Verstärkung ein eingearbeitetes netzartiges Gewebe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der stirnseitige Kantenbereich (45 a) der Montur (33, 34) frei von Haaren und entsprechend der Kopfhautfarbe des Trägers in an sich bekannter Weise eingefärbt ist und daß dieser Kantenbereich (45a) im Querschnitt gesehen zu der durch einen an sich bekannten unregelmäßig geformten Rand gebildeten Stirnkante (45) hin spitz zulaufend gestaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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