DE1808100U - Vorrichtung zur standardwertmarkierung bei mess- und registriergeraeten. - Google Patents
Vorrichtung zur standardwertmarkierung bei mess- und registriergeraeten.Info
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Description
Fritz Hellige & Co0 Freiburg i.Br6, aen 3.9«1959
G.m.boH« Cho/Fo P 40
Gebrauchsmusteranmeldung
"Vorrichtung zur Standardwertmarkierung "bei Meß- und Registrier=
geräten".
Im technischen und wissenschaftlichen Meßwesen, z.3. auch bei elektrodiagnostischen
Geräten, werden häufig elektrische Meßgeräte für elektrische oder für nichtelektrische Großen, wie beispielsweise Drucke, Längenänderungen,
Temperaturen und andere Größen an Registriergeräte angeschlossen, um eine fortlaufende quantitative Aufzeichnung der Meßgrößenschwankungen
zu erhalten. Hierbei ist eine Kalibrierung erforderlich, um aus der Amplitude der vom Aufzeichnungsträger getragenen Aufzeichnungsspur
auf den zugehörigen Wert der gemessenen, gewöhnlich an einem im Meßgerät eingebauten Instrument ablesbaren Größe schließen zu können=, Üblicherweise
werden zu diesem Zweck die einem oder mehreren bekannten V/erten
dieser zu messenden Größen entsprechenden Signalspannungen in den Eingang
des Registriergerätes eingespeist und der Ausschlag des Registrierorgans mittels eines eingebauten Empfindlichkeitsstellers auf einen passenden
Ausschlag gebracht, in welcher Stellung der Steller alsdann während
der Messung zu verbleiben hat.
Es ist bereits bekannt, das Meßgerät mit Vorrichtungen auszustatten,
die z.B. beim Drücken einer Taste das einem bestimmten Standardwert
der Meßgröße entsprechende elektrische Signal an das Registriergerät ../,.
liefern, so daß die Kalibrierung keinen nennenswerten Aufwand erfordert
und im Verlauf einer Messung bzw0 einer Registrierung recht häufig die
Markierung des Standardwertes wiederholt v/erden kann. Letzteres erleichtert die spätere Auswertung und vermeidet Fehler, die durch Veränderung
der Empfindlichkeit des Registriergerätes während des Betriebs entstehen
könnten,,
Insbesondere sind solche Einrichtungen auch zur Messung von nichtelektrischen
Größen gebräuchlich, die dann in einem Meßwertumformer in elektrische
Signale umgesetzt werden, '\ienn die Erzeugung von Standardwerten
der nichtelektrischen Meßgröße umständlich ist, -wird eine in das Meßgerät eingebaute elektrische Simulatorschaltung benutzt, die den
■bestimmten. Standardwerten der Meßgröße entsprechende elektrische Signale liefert.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun Meß- bzw. Registriergeräte mit
mehreren verschiedenen Meß- "bzw. Empfindlichkeitsbereichen und verfolgt
das Ziel der Schaffung einer den Empfindlichkeitsbereichen angepaßten Standardwerteinspeisung bei der Kalibrierung und einer eindeutigen
Kennzeichnung dieser Standardwerte, damit eine Verwechselung der Empfindlichkeitsbereiche
nicht möglich ist.
Bei bisher bekanntgewordenen Einrichtungen zur Messung und Registrierung
von Größen verschiedener Art mit mehreren Empfindlichkeitsbereichen war lediglich die Möglichkeit der Einspeisung eines einem einzigen
Wert der Meßgröße entsprechenden Standardsignals vorgesehen, das höchstens dem gesamten Wertbereich des empfindlichsten Meßbereiches entsprechen
durfte, damit nicht der Maximalaussohlag des Meß- bzwo Registriergerätes
überschritten und das Gerät dadurch beschädigt werden konnteο
Es war dann zwar für alle Meßbereiche der Maßstab auf dem Aufzeichnungsträger,
Linearität vorausgesetzt, eindeutig zur Auswertung festgelegt, aber bei den Meßbereichstufen geringerer Empfindlichkeit die Genauigkeit
bei der Einstellung der Empfindlichkeit und bei der Auswertung der Registrierung
entsprechend vermindert. Da die Empfindlichkeit in manchen Meßgeräten um Größenordnungen verschieden einstellbar ist, konnten durch
die Änderung des Standardwertausschlages im reziproken Verhältnis zur Änderung des Meßbereiches zusätzlich noch beträchtliche Fehler der Auswertung
in den an sich schon weniger empfindlichen Meßbereichen verursacht werden«
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Standardwertmarkierung bei Meß-
und Registriergeräten kennzeichnet sich demgegenüber durch eine Kopp__
lung zwischen dem Empfindlichkeitsbereichsschalter und dem Standardwertgeber
derart, daß mit der Einstellung eines Empfindlichkeitsbereiches der diesem zugeordnete Standardwert der Meßgröße selbsttätig im
Standardwertgeber zur Einspeisung in das Gerät bereitgestellt wird.
Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken sind Mittel oder Maßnahmen
zur unterseheidungskräftigen Kennzeichnung der Standardwertaufzeich-.
nungsspuren in eindeutiger Zuordnung zu dem eingestellten Meßbereich
vorgesehen. Demzufolge ist bei der Auswertung der Aufzeichnungsspur
eine eindeutige Zuordnung des Standardausschlages zum Standardwert und die Feststellung des eingestellten Empfindlichkeitsbereiches bzw.
Meßbereiches möglich, so daß zusätzliche Notizen hierüber nicht erforderlich
werden.
Die erfindungsgemäße Ausstattung eines Gerätes vermeidet Schäden, die
etwa durch Bedienungsfehler dann entstehen könnten, wenn ein dem eingestellten Meßbereich nicht entsprechender zu hoher Standardwert in
das Gerät eingespeist würde.
Der Srfindungsvorschlag wird nachstehend noch anhand einer schematischen
Schaltskizze einer der an sich mannigfaltigen, nach Kenntnis des
Grundprinzips ohne weiteres im Bereich des Könnens eines Fachmanns liegenden Ausführungsformen erläutert.
Die vom Meßwertgeber oder Fühler aufgenommene Große wird in einem Meßwertumformer
1 in eine elektrische Größe umgewandelt und über die Leitung
13» gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Verstärkers 3>
dem Anzeige- oder Registrierwerk 2 zugeführt. Mittels eines beispielsweise
auf irgendein geeignetes Organ des Verstärkers 3 wirkenden Einp-
findlichkeitsbereichsumschalters 4 mit Bedienungsknopf 4a können verschiedene
Meß- bzw. Empfindlichkeitsbereiche eingestellt werden. Ein beispielsweise zwischen dem Verstärker 3 und dem Meß- bzw. Registrierwerk
2 eingefügter Empfindlichkeitssteiler 7 mit Bedienungsknopf Ja.
dient zur Feineinregulierung des gewünschten Standardausschlags für
den jeweiligen Standardwert.
Der Eich- oder Standardwertgeber 5 ist beispielsweise über die Leitung
14 und den Verstärker 3 in die Zuleitung zum Meßwerk 2 angeschlossen.
Zum Einspeisen des Eich- oder Standardwertes ist eine Drucktaste oder
ein ihr entsprechendes Organ 9 vorgesehen, bei dessen Betätigung vorzugsweise
ein Schalter 10 in der Meßwertszuleitung I3 geöffnet, und
der Schalter 11 in der Standardwertzuleitung geschlossen wird. Die gezeigte
Ausführungsform stellt nur das Prinzip dar. Tatsächlich gibt es
mannigfache Möglichkeiten für die Einspeisung eines Eich- oder "," Standardwertes in ein Meß- bzw. Registriergeräte
\ Erfindungsgemäß ist nun der Meßbereichsumschalter 4 über ein elektri-
! sches oder mechanisches. Koppelglied 6 mit dem Standardwertgeber 5 der-
1 art gekoppelt, daß selbsttätig mit dem umschalten auf einen anderen
' Empfindlichkeits- bzw=, Meßbereich der diesem entsprechende Eich- oder
' Standardwert, welcher im Meß- oder Anzeigewerk 2 immer einen gewünsch-
L ten, im allgemeinen den gleichen Ausschlag liefern soll, bereitgehalten
und bei Betätigung der Taste 9 eingespeist wird, so daß die richtige
; Größe des Ausschlags die volle Betriebsbereitschaft des Gerätes anzeigt.
■-. '■ .-'■-■ ι
Es kann nun weiterhin je nach den Erfordernissen sowohl für jeden Meßbereich ein eigener Standardausschlag vorgesehen sein oder aber auch
ein passender Standardausschlag für eine Gruppe mehrerer aufeinanderfolgender
Meß- bzw. Empfindlichkeitsbereicheo
Eine Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß ent---
? weder das Gerät mit mehreren Eich- oder Standardwertgebern 5 und zuge-
' hörigen Betätigungsorganen, wie Drucktasten, ausgestattet wird, oder
f: daß der Standardwertgeber für die gleichzeitige Bereithaltung mehrerer
? Standardwerte'ausgebildet ist, die etwa über verschiedene Leitungen 1'4
ti' mit Betätigung von Drucktasten bzw. der diesen gleichwertigen 0rganen9
>* eingespeist werden können, so daß zum Beispiel gewisse Bruchteile eines
I zum eingeschalteten Meßbereich passenden Maximalausschlags etwa nach-
ψ, einander geliefert werden können. Diese Maßnahme ermöglicht u.a. eine
* Kontrolle der Linearität des Ausschlags im Meßwerk bzw. im Registrier-
I werk 2. Hierfür läßt sich auch eine Automatik vorsehen, die beispiels-
'«" weise bei Drücken einer Taste ein Folgerelais auslöst, das nacheinander
F' die zum eingeschalteten Meßbereich gehörenden Standardsignale als Sig-
L naifo-Xge "liefert...
\* TJm die erzeugten Standardausschläge eindeutig ihren Meß- bzw. Empfindlichkeitsbereichen
zuordnen und letztere damit sofort erkennen zu kön- ψ"' nen, werden z.B. die Standardißarken durch ihr besonderes Aussehen geeignet
[ gekennzeichnet, Bei einer Registrierung mit dem Nullpunkt- in der Mitte
;,„ des Aufzeichnungsträgers und mit je einem anderen Standardwert bzwo
- 5 -■
je einer anderen Standardwertfolge für zwoi verschiedene Meßbereiche
oder Meßbereichsgruppen kann die Kennzeichnung dadurch erhalten werden,
daß die Ausschlagsrichtung für die beiden Standardwerte verschleiß '■■ den ist. Zweckmäßig ist der dazu erforderliche Umschalter 8 mit dem
: Schalter für die Meßbereichswahl fest gekoppelt, wie durch die gestri-'.
chelte Linie 15 angedeutet isto
;> Allgemein können beispielsweise die Eichkurven auch dadurch gekenn-
?■ zeichnet werden, daß sie unterbrochen sind, und die Länge der verblei-'
benden Spurteile oder der Zwischenräume mit dem Meßbereich verschieden '■-. ist. Dazu lassen sich Einrichtungen an sich bekannter Art vorsehen, die
bei Betätigen der Eichtaste 9 ansprechen. In die Leitung 14 zwischen
; dem Standardwertgeber 5 und dem Verstärker 3 bzw. dem Meß- oder Regi=
strierwerk 2 kann z.B. auch ein Unterbrecher - in der Figur kann z.3o
'.'.[ dieser auch durch die Position 8 vertreten werden, wenn diese nicht
·-.. ' den vorerwähnten Umschalter darstellt - eingeschaltet sein, der, wie
" die Figur dann gestrichelt andeutet, derart mit dem Bereichsehalter 4
'■"■ gekoppelt ist, daß der Unterbrechungstakt im oben beschriebenen Sinne
::!; mit dem eingeschalteten Bereich geändert wird.
--■ Auch durch die Verwendung von Tastenschaltern mit 'rfischkontakten ist
,; z.B. die Bereichskennzeichnung der Eichausschläge in einfacher V/eise
; möglich, wenn die Wischkontakte zwangsläufig bei Betätigen des Bereichs-
! ■schalters 4 entsprechend geschaltet werden»
■ Bei Verwendung einer oben genannten Einrichtung zur Erzeugung von
'Γ Markiersignalfolgen mit jeweils mehreren abgestuften Standardwerten
bei zwei Meßbereichen oder zwei Meßbereichsgruppen kann beispielsweise eine Bereichskennzeichnung dadurch erreicht werden, daß die Folge in
Richtungen durchlaufen wird.
Abhängigkeit vom eingeschalteten Meßbereich jeweils in verschiedenen
Durch die erfinaungsgemäße Gestaltung der Standardwertmarkierung; wird
eine eindeutige, genügend genaue Kalibrierung des Registriergerätes
bzw. Meßgerätes in Bezug auf die zu messende Größe möglich. Zweckmäßigerweise
wird auf dem Meß- oder Registriergerät, das mit der beschriebenen erfindungsgemäßen Standardwertmarkiervorrichtung ausgerüstet ist,
|: in sinnfälliger Weise durch, geeignete Gestaltung und Beschriftung
; der Bedienungsplatte angezeigt, welcher Standarüvvert der Markier-■:**
vorrichtung jeweils dem Meßbereich zugeordnet ist.
Claims (1)
- A η β ρ r ii c h e ; ■1.) Vorrichtung zur Standardwertmarkierung "bei Meß- und Registriergeräten mit mindestens zwei Empfindlichkeitsbereichen und diesen angepaßten, mindestens zwei verschiedenen festen Eich- oder Stan= dardwerten, gekennzeichnet durch eine Kopplung (6) zwischen dem Empfindlichkeitsbereichschalter (4) und dem Eich- oder Standard= wertgeber (5) derart,^ daß mit der Einstellung eines Empfindlichkeitsbereiches der diesem zugeordnete Standardwert der Meßgröße selbsttätig im Standardwertgeber (5) zur Einspeisung in das Meßgerät (2) bereitgestellt wird. ·»2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel (δ) oder . Maßnahmen zur verschiedenen Kennzeichnung der Standardwertaufzeichnungsspuren in eindeutiger Zuordnung zu dem eingestellten Empfind-" lichkeitsbereich.3·) Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Mittel für eine ,taktweise Unterbrechung der Aufzeichnungsspur des eingestellten Eich-oder Standardwertes mit einer $e nach-dem Empfindlichkeitsbereich verschiedenen Länge der aufgezeichneten Spurteile und/oder. der Zwischenräuine zwischen ihneno4·) Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Mittel (8) zur_ Erzielung einer verschiedenen Auss.chlagsrichtung bei der Aufzeichnung der zwei verachiedenen Empfindlichkeitsbereichen zugeordneten■ Standardwerte.5ö) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4> gekennzeichnet durch einen Geber für der Größe, nach gestufte Standardwerte in y/enigstens einem. Empfindlichkeitsbereich für eine Kontrolle der Ausschlagscharakteris-tik.60) Vorrichtung nach Anspruch 5> gekennzeichnet durch ein beim Bedienendes Standardwertgebers in Betrieb gesetztes Folgerelais zur Einspei-'■■■ . '■(.-.
.' sung der Stufen des betreffenden Standardwertes zeitlich hinterein-andere
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH32899U DE1808100U (de) | 1959-09-21 | 1959-09-21 | Vorrichtung zur standardwertmarkierung bei mess- und registriergeraeten. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH32899U DE1808100U (de) | 1959-09-21 | 1959-09-21 | Vorrichtung zur standardwertmarkierung bei mess- und registriergeraeten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1808100U true DE1808100U (de) | 1960-03-17 |
Family
ID=32916034
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| DEH32899U Expired DE1808100U (de) | 1959-09-21 | 1959-09-21 | Vorrichtung zur standardwertmarkierung bei mess- und registriergeraeten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1808100U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3219500A1 (de) * | 1981-05-26 | 1983-02-03 | Goerz Electro GmbH, 1100 Wien | Verfahren und schaltanordnung zur aufzeichnung von messparametern bei einem analog-registriergeraet mit zumindest einem messkanal |
-
1959
- 1959-09-21 DE DEH32899U patent/DE1808100U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3219500A1 (de) * | 1981-05-26 | 1983-02-03 | Goerz Electro GmbH, 1100 Wien | Verfahren und schaltanordnung zur aufzeichnung von messparametern bei einem analog-registriergeraet mit zumindest einem messkanal |
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