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"Tragkonstruktion für Gurtförderer" Die Neuerung bezieht sich auf
endlose Muloengurtförderer, und zwar insbesondere solche, deren Gurt im Obertrum
nicht auf Muldenrollensätzen läuft, sondern durch ortsfeste, auf seine Seitenwangen
wirkende Führungsorgane, insbesondere um entsprechend geneigte Achsen umlaufende
Rollen, gemuldet wird.
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Diese Art der Bildung eines gemuldeten Querschnitts des Gurtes ergibt
die Möglichkeit, die Seitenwangen wesentlich steiler gegenüber der Bodenfläche des
Gurtes zu neigen als bei den üblichen Konstruktionen von Muldengurtförderern der
Fall ist, bei denen durch die Muldenrollen eine Neigung der Seitenwangen nur um
etwa 300 erzielt werden kann und derart die Vorteile eines wesentlich höheren Fassungsvermögens,
verbunden mit einer einwandfreien Sicherung des Gurtes im fördernden Trum gegen
seitliches Verlaufen. Durch die Neuerung werden Förderer dieser grundsätzlichen
Bauart
hinsichtlich ihrer Anpassungsmöglichkeit an wechselnde Fördermengen weiter verbessert.
Insbesondere wird die Möglichkeit geschaffen, den Querschnitt der Mulde je nach
den Erfordernissen beliebig, und zwar von einem schwachgemuldeten bis zu einem solchen,
der wegen der Steiletellung der Seitenwangen als trogähnlich im Sinne des Querschnitts
eines Stahlgliederbandes zu bezeichnen ist, zu gestalten, wobei gleichzeitig den
je nach der Schrägstellung der Seitenwangen verschiedenen Beanspruchungen derselben
im beladenen Gurt in zweckentsprechender Weise Rechnung getragen wird.
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Das wird gemäss der Neuerung dadurch erreicht, das die Achsen der
den Querschnitt des Gurtes, der in an sich bekannter Weise an den Knickstellen durchgehende
Schwächungen aufweist, muldenden, an der Tragkonstruktion festen Führungsrollen
neigungsverstellber an der Tragkonstruktion befestigt und ausserdem ihre Abstände
voneinander in der ~längsrichtung der Tragkonstruktion verstellbar sind. Zu diesem
Zwecke sind die Führungsrollen auf Konsolen-diesen gegenüber in der Vertikalebene
verschwenkbar-gelagert, die ihrerseits an den Seitenholmen der Tregkonstruktion
lösbar und an beliebigen Punkten derselben, vorzugsweise schrauben-
| Je nach der grõsseren oder geringeren Iigun der Seitenwangen |
| u |
| des Gurtes sind die auf diee durch das Fördergut ausgeübten |
Beanspruchungen, die in die Wangen flacher stellendem Sinne wirken,
verschieden gross. Dieser Tatsache wird gemäss der Neuerung dadurch Rechnung getragen,
dass die Führungsrollen in entsprechend größeren oder kleineren Abständen an der
Tr gkonstruktion angebracht werden.
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Diese seitlichen Führungsrollen sind so be@essen, dass sie in ihrer
aufgerichteten Stellung mit der Oberkante der dann entsprechend aufwärts geklappten
Seitenwange des Gurtes, die bis u etwa 800 gegen die Horizontale geneigt sein kann,
abschneiden, weil bei kürzerer Ausbildung der Rollen ein Klettern und bei längerer
Ausbildung der Rollen eine Beschädigung derselben durch das auffallende Fördergut
erfolgen würde.
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Bei den bekannten Konstruktionen von @uldengurtförderern, deren Gurt
durchgehende Schwächungszonen, die die Scheitel der Abknickwinkel der Seitenwangen
bilden, aufeist, wird der Gurt im Untertrum durch im Vergleich zu den Laufrollen
des Obertrums wesentlich breitere Rollen getragen, durch die er in nahezu seiner
ganzen Breite unterstützt und horizontal gehalten wird. Das hat zur Folge, das bei
einem Verläufen des Gurtes die Randbereiche desselben an feste Teile der Tragkontraktion
anlaufen und dadurch der Gurt in seiner Ebene gestaucht wird. Im Zuge dieser Stauchungen
legen sich die Ra. : dbereiche des Gurtes nach oben oder unten um und werden, wenn
sie in dieser Lage an der Tragkonstruktion anlaufen, in hohem Grade der Gefahr von
Beschädigungen ausgesetzt.
| t |
| In weiterer Ausbildung dr uerung wird dieser Nachteil da- |
durch beseitigt, dass im Untertrum Laufrollen von der gleichen
Breite bzw. überhaupt den gleichen Abmessungen wie die des Obertrums verwendet werden,
die also den Gurt nur bis in den Bereich der Schwächungszonen unterstützen, sodass,
derart planmässig herbeigeführt, die aussenseitig der oberen Zonen liegenden Bereiche
des Gurtes sich unter der Wirkung der Schwerkraft nach unten neigen bzw. herabhingen.
In dieser Lage sind sie bzw. ist der Gurt als solcher bei einem Verlaufen keinen
Stauchungen mehr ausgesetzt, sondern bei einem etwaigen Anlaufen der herabhängenden
Seitenwangen an ortsfesten Teilen der Tragkonstruktion werden die fangen lediglich
weiter nach zu unten umgeklappt und gleiten in dieser Lage leicht vorbei. Um mit
völliger Sicherheit auch dann etwa noch dankbare Beschädigungen des Gurtes auszuschliessen,
sind genäse einem weiteren Merkmal der Neuerung die aus Rohrabschnitten bestehenden
| stützen der Trgkonstruktion mit auf ih-ien dr< ? hbpr gelagerten |
buchsenartigen Schutzkörpern versehen, die sich bei einem Anlaufen der Gurtkanten
mir-drehen, sodass gleitende Reibungbeanspruchungen ausgeschlossen sind.
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Da die Tragrollen im Untertrum nunmehr wegen ihrer geringen Breite
nicht mehr unmittelbar an den Stützen der Tr"gkonstruktion gelagert werden können
werden sie gemäss einem weiteren Merkmal der Neuerung auf gegenüber den @blichen,
die Stützen miteinander verbindenden Bode@schwellen um ein entsprechendes Maas angehobenen,
die Stützen verbindenden Traversen in sich von diesen erstreckenden Lagerschilden
gelagert. Die -agerschilde
sind, um den heruntergeklappten Seitenbereichen
des Gurtes eine günstigere Auflagerfläche darzubieten, mit sich von ihrer Oberkante
nach aussen abwärts geneigt erstreckenden Schrägblechen versehen.
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Die Traversen bewirken ausser ihrer Funktion als Träger der Laufrollen
im Untertrum gleichzeitig eine sehr günstige Versteifung der Gespmtkonstruktion.
Sie distanzieren die durch sie verbundenen Stützen in statisch besonders vorteilhafter
Weise und ergeben zusammen mit den die oberen Laufrollen tragenden ihnen gegenüber
in der Längsrichtung der Tregkonstruktion versetzten Traversen eine Verbundkonstruktion
von ausserordentlicher Steifigkeit.
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Die dadurch erreichte Stabilität wird noch erhöht, wenn in weiterer
Ausbildung der Neuerung die Stosaverbindungen der Längsholme in der Bereich der
Stützen Lpleett d. h. von diesen
| unmittelbar unterstützt und die Längsholme an ihren'runden
mit |
| t |
den Stützen starr verbunden werden. Zu diesem Zwecke sind gemaß einem besonderen
Merkmal der Neuerung auf die Stirnflächen der die Stützen bildenden Rohrabschnitte
Körper von oben offenem U-förmigem Querschnitt aufgeschweißen, in welche die Enden
der Längsholme mit ihren Stirnflächen aufeinanderstossend, eingeschoben und je durch
| Drehbolzen in an sich bekannter leise perl die U-Körper ver- |
| CD |
| spannt werden. |
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Eine solche Verbindung kann nunmehr in vorteilhafter Weise noch so
ausgestaltet werden, dass nur eine begrenzte Relativverschwenkung der aufeinanderfolgenden
Längsholme zueinander möglich ist. Das erfolgt durch ein in den U-Körper eingeschweisstes
Distanzstück, durch welches Anschlagflächen gebildet werden, an welche in den zulässigen
Grenzstellun@en die Holmenden zur Anlage kommen. Weitere Merkmale und Einzelheiten
der neuerung gehen aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels derselben
an Hand der Abbildungen hervor. Von den Abbildungen zeigt Abb. l eine Seitenansicht
eires Teils der Trrgkonstruktion des neuen Gurtbandes. Abb. 2 ist ein Querschnitt
durch das Band im Bereich einer Stosaverbindung. Abb. 3 zeigt die Anordnung der
um neigungsverstellbare Achsen umlaufenden seitlichen Führungsrollen und Abb. 4
in vergrössertem Masstabe die Befestigung der Längsholme der Tragkonstruktion an
den Stützen. In Abbildung 1 und 2 sind mit a die durch Rohrabschnitte gebildeten
Stützen der Tragkonstruktion bezeichnet, die durch
die unteren Traversen
b miteinander verbunden sind, und die Längsholme c tragen, die in noch zu beschreibender
reise an den Stützen befestigt sind.
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Die ängaholme sind an zweckentsprechenden Stellen ihrerseits durch
obere Traversen d, welche die oberen Laufrollen e für den Gurt f tragen, schraubenlos,
z. B.-wie dargestellt-durch eine Steckverbindung miteinander verbunden. Der Gurt
f weist, wie Abbildung 2 erkennen lässt, durchgehende geschwächte Langszonen k auf,
um deren Bereich herum die Abknickung seiner Seitenwangen zwecks Bildung der Mulden
bzw. des trogflrmigen Querschnitts erfolgt.
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Die zum Zwecke dieser Muldung vorgesehenen, an sich bekannten seitlichen,
um aufgerichtete Achsen laufenden Führungsrollen 1 sind in der vertikalen Ebene
verschwenkbar. Sie sind gemäas der orzugweisen Ausführungaform der Neuerung, wie
Abbildung 3 erkennen lässt, auf Konsolen m gelagert, die die Längsholme c klammerartig
umgreifen, wobei der unter Flansch des U-Profils, das den Längsholm bildet in einen,
zwischen einem mit der Konsole fest verbundenen Tragkörper n und dem Konsolenkörper
gebildeten Schlitz einz-schaben wird. Die Konsolen können an beliebigen Stellen
der Längsholme angebracht werden und sind gegen diese in geeigneter, in der Abbildung
nicht dargestellter leise schraubenlos verspannbar.
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Die konstruktive Ausbildung der versch@enkbaren Anordnung der
Führungsrollenachsen
ist, weil sie als solche keine besonderen Merkmale aufweist, in den Abbildungen
nicht dargestellt.
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Wie nach den vorstehenden Erläuterungen ohne weiteres verständlich,
ist es nunmehr möglich, jeder beliebigen durch entsprechende Verschwenkung der Führungsrollenachsen
erzielten Mauldung bzw. mehr oder weniger groasen Stpilstellung der Seitenwangen
und den sich dadurch ergebenden unterschiedlichen Beanspruchungen durch den Druck
des Fördergutes durch Verkürzung oder Verlängerung der Abstände, in welchen die
Führungsrollen an der Tragkonstruktion angebracht sind, Rechnung zu tragen.
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Die unteren Laufrollen g, welche den Gurt nur bis in den Bereich seiner
geschwächten Längazonen k unterstützen, sind über Lagerschilde h auf der unteren
Traverse b befestigt. An den Lagerschilden sind sich von ihrer Oberkante nach unten
und aussen erstreckende geneigte Gleitbleche i angebracht. Mit s sind auf die Rohrstüzen
drehbar aufgesetzte Buchsen, an welchent wie aus Abbildung 2 ersichtlich, die seitlich
der Endbegrenzungen der unteren Tragrollen r ? ach abwärts hängenden Randbereiche
des Gurtes gegebenenfalls anlaufen und die sich dann-unter Verhinderung einer gleitenden
Reibung-drehen, bezeichnet. Um die Möglichkeit eines Feststzens der Buchsen s zu
vermeiden, kann der Zwischenraum zwischen ihnen und den Rohrstützen mit einem Schmiermittel
gefüllt sein. Die Distanzie-
| rung der Buchsen S auf den Rohrstutzen erfolgt durch eine unte- |
| re abstandsscheiben und eine obre kurze Buchse mit einer |
| diese haltenden Schrauben, nach deren Lösen die Buchse ge- |
gebenenfalls zwecks Auffüllens des Schmiermittels nach oben verschoben werden kann.
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Die durch die Versteifung der Tragkonstruktiont wie sie sich durch
die untere Traverse ergibt, ermöglichte Verlegung der Stoßverbindung der Längsholme
c in den Bereich der Stützen bzw. in den unmittelbar von den Stützen getragenen
Verbindungskörper o von U-förmiger Gestalt ist insbes@ndere aus Abbildung 4 ersichtlich.
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Die Enden der beiden Längsholme c werden (Abb. 1) in den mit der rohrförmigen
Stütze a verschweißten Verbindungskörper o unter Belassung eines gewissen Spiels
zwischen ihre Stirnflächen eingelegt und je durch den drehbare@ Riegel p gegen den
U-Körper verspannt.
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In den Verbindungskörper o ist eine Lasche q eingeschweißt, deren
untere Kante in einem planmässig bemessenen Abstand vom Boden des U-Profils liegt
und Anschläge bildet, an welche die untereFlansche der Holme von gemäss dem Ausftihrungsbeispiel
U-förmigen Profil in den zulässigen Grenzstellungen ihrer Versch@enkungsmöglichkeit
in der Vertikalen, z. B. entsprechend 4p , zur Anlage kommen. Selbstverständlich
ist die Neuerung nicht auf die vorstehend
im einzelnen beschriebenen
und die in den Abbildungen dargestellte Ausführungsform beschränkt, sondern es sind
demgegenüber zahlreiche Änderungen möglich, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen.
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Schutsansprüche