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Beschreibung
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Im Freien verwendbarer Förderer mit einer geschlossenen Bahn als
Rollbahn für mehrere Wagen Die Erfindung betrifft einen im Freien verwendbaren Förderer
mit einer geschlossenen Bahn als Laufbahn für mehrere Wagen, die Lasttragelemente
tragen und unter sich mittels eines Gelenkbandes verbunden sind, das von einer Antriebsvorrichtung
gezogen ist.
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Die Erfindung betrifft insbesondere einen Förderer für Geflügel,
wie er beim Einsammeln zum Transport der Geflügeltiere außerhalb von deren Aufzuchtgebäuden
verwendet wird.
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Das Einsammeln von Geflügel nach dessen Aufzucht zum Töten
hat
die Züchter ständig vor schwere Probleme gestellt, insbesondere bei mittleren und
großen Betrieben.
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In der Praxis geschieht das Einsammeln manuell und im Dunkeln, um
die Unbeweglichkeit der Tiere auszunützen und den Betriebsablauf zu beschleunigen,
der darin besteht, das Tier dort, wo es sich befindet, zu ergreifen und es nach
außen bis zu einem Transportfahrzeug zu transportieren, mit dem es weggebracht wird.
Um Zeitverluste zu vermeiden, nutzt man die Unbeweglichkeit der Tiere zu deren Ergreifen
aus, wodurch die mögliche Dauer der Beladung der Fahrzeuge auf wenige Stunden begrenzt
ist, wenn nachts eingesammelt wird.
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Bei kleineren Zuchtbetrieben ist während der Nachtstunden ein vollständiges
Einsammeln möglich, das von Hand von Arbeitergruppen durchgeführt wird. Dennoch
ist diese Arbeit mühsam, weil sie ohne Unterbrechung zu erfolgen hat. Für mittlere
und große Zuchtbetriebe aber stellt das Einsammeln wegen der Zahl der in einer begrenzten
Zeit ei naisammelnden Tiere erhebliche Probleme dar, Der Arbeitsablauf muß beschleunigt
werden,und es muß eine große Zahl von Personen beschäftigt werden, die sich gegenseitig
in relativ engem Raum der Zuchtgebäude drängen, der zusätzlich noch in Dunkel getaucht
ist. Die Arbeitsbedingungen sind wegen der erforderlichen Schnelligkeit, der ununterbrochenen
Tätigkeit, der Dunkelkeit, der Wärme, des Staubs und der in den Gebäuden herrschenden
Gerüche besonders schwierig. Dadurch wird es ständig schwieriger, ja fast unmöglich,
eine genügende Anzahl Arbeitskräfte zusammenzubringen, die ohnehin notwendigerweise
vermindert ist, um eine gegenseitige Behinderung zu vermeiden. Dies beschränkt die
Möglichkeiten der Einsammlung ganz erheblich und kann für Züchter in bestimmten
Gebieten
eine Bremse bezüglich der Vergrößerung ihrer Betriebe sein.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das geschilderte Problem
des Einsammelns, das für die Geflügelzuchtbetriebe kritisch ist, zu lösen.
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Diese Aufgabe wird mit einem Förderer der eingangs beschriebenen
Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Laufbahn mehrere Schienenstücke
aufweist, die von einem beweglichen Gestell/-yetragen sind und unter sich und mit
dem Gestell gelenkig verbunden sind, so daß eine verformbare, in sich geschlossene
und auf wenigstens einer Höhe angeordnete Bahn gebildet ist, und daß die Laufbahn
zwei seitliche Längsbalken, die zwei auf gleicher Höhe angeordnete und sich gegenüberliegende
Wege - hin und zurück - bilden, und zwei Stirnrahmen enthält , die die Wege verbinden
und jeweils zwei sich gegenüberliegende Seitenarme, die um senkrechte Achsen an
den Enden der Längsbalken drehbar sind und ein die Seitenarme verbindendes Verbindungsstück
aufweisen.
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Eine vereinfachte und wirtschaftlichere Ausführungsform des Förderers,
die im wesentlichen die gleichen Vorteile wie die geschilderte Ausführungsform bietet,
weist eine Bahn für den Umlauf mehrerer; durch ein Gelenkband verbundener und davon
angetriebener Lasttragelemente auf, die von wenigstens zwei Gestellen getragen ist,
von denen jedes auf Rädern montiert ist und die unter sich an einem Ende um eine
einzige senkrechte Achse schwenkbar verbunden sind, die in der Längssymmetrieebene
jedes der Gestelle liegt.
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Der erfindungsgemäße Förderer, der speziell an die Art der beim Einsammeln
von Geflügel auftretenden Probleme angepaßt ist, ermöglicht, das Sammeln zu vereinfachen
und die Arbeit
der Samirelgruppen merklich zu vermindern, wodurch
nur wenige Arbeiter nötig sind.
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Die Erfindung wird im folgenden Anhand schematischer Zeichnungen
von Ausführungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten erläutert.
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Es stellen dar: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Förderers, Fig. 2
eine Aufsicht des Förderers, Fig. 3 eine Endansicht des Förderers, Fig. 4 ein Detail
eines Endes des Förderers, Fig. 5 ein Konstruktionsdetail, Fig. 6 einen Querschnitt
durch ein Schienenstück, Fig. 7 eine Seitenansicht einer vereinfachten Ausführungsform
des Förderers' Fig. 8 eine Aufsicht des Förderers gemäß Fig.7, Fig. 9 eine vergrößerte
Ansicht der Kettenspannvorrichtung des Förderers der Fig. 7 und 8 und Fig. 10 einen
Querschnitt der Bahn.
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Gemäß den Fig. 1, 2, und 3 weist ein Förderer 1 ein Gestell in Form
eines hochkant angeordneten Gitterträgers 2 auf, der Zwischen-traversen 4 und Endtraversen
4a und 4b trägt, die in ihrer Mitte um senkrechte Achsen 20, 20a und 20b auf dem
Gitterträger 2 drehbar angebracht sind; die Traversen 4, 4a und 4b bilden zu beiden
Seiten des mittleren Gitterträgers zwei Schwenkarme, an deren Enden ,ängsbalken
3 mittels Gelenken mit senkrechten Achsen 19, 19a und 19b aufgehängt sind. Die Längsbalken
3 bilden die geradlinigen Teile der Laufbahn des Förderers, die geschlossen ist
und längs der sich Wagen bewegen, die unter sich mittels eines Gelenkbandes, beispielsweise
einer Endloskette, verbunden sind, und die Lasttrageelemente, wie Bügel 12, tragen.
An den Enden der seitlichen Längsbalken 3, die in Fig. 2 zueinander parallel dargestellt
sind, weist die Laufbahn haarnadelförmige Teile auf, die durch Stirnrahmen 5 und
6 (Fig.1) gebildet sind. Die Stirnrahmen 5 und 6 weisen Seitenarme bildende Schinenstücke
13 und 15 auf, die mit den Enden Längsbalken 3 verbunden sind und an diesen um die
senkrechten Achsen 19a und 19b drehbar sind, wobei die Gelenke gleich oder verschieden
sein können; die seitlichen Schienenstücke 13 und 15 sind unter sich, an jedem Rahmen,
durch ein Verbindungsstück 14 und 16 verbunden. Diese Verbindungsstücke 14 und 16
bilden die Lade- und Entladestelle an den Enden des Förderers, Der Stirnrahmen 5
ist relativ zur oberen Ebene des Gestells derart geneigt, daß das Verbindungsstück
des Rahmens 5 relativ zum Verbindungsstück 16 des Rahmens 6 erhöht ist, so daß sich
die Arbeitsplätze zum Beladen und Entladen auf verschiedenen Höhen befinden. Gleichzeitig
ist aus Fig. 2 ersichtlich, daß der Rahmen 5 sich erweiternd ausgebildet ist, so
daß.seine die
Seitenarme bildenden Schienenstücke 13 zu den Längsbalken
3 hin konvergieren und zum Verbindungsstiik 14 hin divergieren , dessen Länge auf
diese Weise größer ist als der Abstand zwischen den Längsbalken 3, so daß ein vergrößerter
Arbeitsplatz zur Verfügung steht, der mehreren Personen ein Arbeiten Seite an Seite
ermöglicht, ohne daß sich diese gegenseitig behindern und der weiter die Zeitdauer
erhöht, während der die Wagen sich an dieser Stelle entlangbewegen, wodurch jegliche
Hast beim Entladen vermieden wird.
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Der am anderen Ende des Förderers in Höhe der Längsbalken 3 befindliche
Stirnrahmen 6 hat die Form eines Rechtecks* seine durch die Schienenstücke 15 gebildeten
Seitenarme sind also im wesentlichen zueinander parallel; dieser Rahmen erfüllt
zwei Aufgaben; einerseits bildet sein Verbindungsstück 16 eine vordere Arbeitsstelle,
indem er über den zentralen Gitterträger 2 hinausragt, so daß diese Stelle gegenüber
dem Gestell freiliegt und der Dunitritt der Bügel sowie die Bewegungen der Arbeiter
nicht behindert werden, und zum anderen wird mit ihm erreicht, daß die Kette, die
die sich längs der geschlossenen Bahn bewegenden Wagen verbindet, nicht zu plötzliche
Richtungsänderungen ausführen muß, was nötig wäre, wenn der Stirnrahmen 6 nicht
vorgesehen wäre und wenn die Kette einem durch die Längsbalken 3 und die Endtraverse
4b gebildeten Weg folgen müßte, der einen sehr kleiner. spitzen Winkel i bilden
kann, wenn der Förderer verformt ist (Fig.2).
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Um die der Zugkette aufgezwungenen Richtungsänderungen zu erleichtern,
ist an jeder Ecke der Bahn eine Führung mit Hilfe von Rädern oder Rollen 17 und
18 vorgesehen. Die Kette wird von gezahnten Kettenrädern 7 am Fuß des Stirnrahmens
5 gezogen, wobei diese Räder 7 von einer Motor-Getriebeeinheit 8 drehangetrieben
sind. Selbstverständlich kann jedwelcher anderer geeig-* bzw. Vierecks
nete
Antrieb und jedwelcheandere geeignete Führung verwendet werden, wobei der Antrieb
auch an jedwelcher anderer Stelle mir Bahn erfolgen kann.
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Der Förderer ist auf Rädern montiert. Zwei Räder.9 sind an dem Stirnrahmen
5 vorgesehen und können mit diesem zusammen ausgerichtet werden. Ein ausrichtbares
Rad 10 trägt den zentralen Gitterträger 2 am anderen Ende des Förderers; am Untergurt
des Gitterträgers 2 ist gleitbar ein Kupplungsteil 11 vorgesehen, das aus dem Arbeitsbereich
wegverschoben werden kann, wenn der Förderer in Betrieb ist und das herausgezogen
werden kann, wenn der Förderer zu seiner Bewegung zwischen zwei Sammelstellen oder
von einem Betrieb zu einem anderen gezogen werden soll.
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Eine senkrechte Endstrebe 22 des Gitterträgers 2 ist teleskopisch
ausgebildet und mit einer Hubvorrichtung versehen, die mittels eines Handhebels
23 betätigt werden kann, um den Gitterträger -2 anzuheben oder. abzusenken und seine
Längsneigung zu verändern. Die Hubvorrichtung kann beispielsweise durch ein Schneckengetriebe
oder durch eine Zahnstange mit Ritzel gebildet sein. Der Förderer kann auch ohne
die Hubvorrichtung ausgebildet sein und es kann lediglich die Neigung des Stirnrahmens
5 einstellbar sein, der in diesem Fall um waagerechte Achsen am Rahmen des Förderers
schwenkbar ist und während des Transports auf diesen umgeklappt werden kann.
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Die Fig. 4 zeigt im Detail das Ende des Förderers mit dem Stirnrahmen
5. Dieser Stirnrahmen 5 ist an einem Gestell 5a angebracht, das von den beiden Rädern
9 getragen ist. Das Gestell 5a, der zugehörige Stirnrahmen 5, die Motor-Getriebeeinheit
8, die Räder 9 und deren Achse bilden eine einheitliche
Baugruppe,
die relativ zum zentralen Gitterträger 2 ausrichtbar ist und einerseits gegenüber
diesem um eine untere Schwenkachse 21 und andererseits gegenüber den seitlichen
Längsbalken 3 um die senkrechten Achsen 19a schwenkbar ist. Neben diesen Achsen
19a sind um senkrechte Achsen 18a drehbare,Führungsrollen 18 jeweils paarweise angeordnet,
wobei die Zugkette für die Wagen zwischen den beiden Rollen 18 jedes Paare gehalten
ist.
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Jedes seitliche Schienenstück 13 des Stirnrahmens 5 ist abgebogen,
so daß es einen im wesentlichen in der Ebene der Längsbalken 3 liegenden waagerechten
Teil 13a und einen geneigten Teil 13b bildet, der das Verbindungsstück anschließt;
an jeder, durch die Teile 13a und 13b der seitlichen Schienenstücke 13 gebildeten
Krümmungen ist ein gezahntes Kettenrad 7 angeordnet, das von der Motor-Getriebeeinheit
8 angetrieben ist und in die Glieder der die WageWkerbindenden Zugkette eingreift.
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An den Ecken, die durch die seitlichen Schienenstücke 13 des Stirnrahmens
5 und das Verbindungsstück 14 gebildet sind, wird die Kette von Rollen 17 geführt.
Die Spannung der Kette kann mit Hilfe von Spannern 30 eingestellt werden, die in
jedem seitlichen Schienenstück 13 des Stirnrahmens 5 vorgesehen sind. Selbstverständlich
können Drehmomentbegrenzer in Form von auf Grund Reibung arbeitenden Sicherheitskettenrädern
7 oder mit Kettenrädern 7 vorgesehen sein, die Scherstifte aufweisen. Diese Drehmomentbegrenzer
vermeiden Brüche, wenn die Zugkette blockiert ist.
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Fig. 5 zeigt im Detail den Teil des Förderers an der gelenkigen Verbindung
eines seitlichen Schienenstücks 15 des Stirnrahmens 6 mit dem zugehörigen Längsbalken
3, wobei die Gelenkigkeit um die senkrechte Achse 19b gegeben ist, um die die Endtraverse
4b ebenfalls gegenüber dem Längsbalken 3 schwenkbar
ist. Neben
dieser Achse 19b sind zwei Führungsrollen 18 jeweils paarweise und gegenläufig um
etwa senkrechte Achsen 18b drehend zu beiden Seiten der seitlichen Schienenstücke
zwischen 15 angeordnet. Die Zugkette 25 tritt/diesen beiden Rädern hindurch und
ist im Inneren von Aussparungen 24 gehalten, die längs des Umfangs der Räder ausgebildet
sind. Die Zugkette 25 verbindet Wagen miteinander. Die Wagen sind jeweils durch
ein in der Zugkette enthaltenes Kettenglied 26 gebildet, an dem ein kreuzförmiges
Element 27, beispielsweise durch Schweißen befestigt ist; dieses Element 27, das
im Detail in Fig.6 dargestellt ist, weist zwei Querachsen 27a und 27b auf, die sich
gegenseitig verlängern und an denen zwei Rollen 28 angebracht sind. Weiter gehört
zu dem Element 27 ein mit einem Gewindeloch 29 versehener Unterteil 27c, in dem
der als Lasttragelement dienende Bügel 12 befestigt wird. Diese aus einem Kettenglied
26, dem kreuzförmigen Element 27 und den Rollen 28 bestehenden Wagen rollen im Inneren
der gelenkig miteinander verbundenen Schienenstücke, die die Förderbahn bilden;
diese zusammengebauten Schienenstücke bilden die Längsbalken 3 und den Kern der
Stirnrahmen 5 und 6 und sind als Hohlprofil (Fig.6) geformt, das einen Kanal bildet,
dessen Unterwand einen zwischen zwei Schenkeln 32 und 33, auf denen die Rollen 28
der Wagerollenlgebildeten Längsschlitz 31 aufweist, der den Unterteil 27c des kreuzförmigen
Elements 27 aus dem Kanal vorstehen läßt. Die Seitenränder der Schenkel 32 und 33,
die den Längsschlitz31 bilden, sind erhöht und stehen in das Innere des Kanals vor,
so daß sie Führungsränder für die Rollen 28 bilden.
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Im folgenden sei die Verwendung des beschriebenen Förderers beim
Sammeln von Geflügel unter sehr schwierigen Bedingungen beschrieben, d.h. im Falle
eines großen Zuchtbetriebes,
wo die Tiere in schmalen und länglichen
Gebäuden mit Toren am Ende oder im Giebel und ohne seitliche Tore eingepfercht sind;
bei dieser Art von Zuchtbetrieben ist nötig, tief in das Innere der Gebäude einzudringen,
um die Tiere zu suchen und sie bis zu dem Tor zu transportieren, vor dem ein Sammelfahrzeug
steht, wobei die Entfernung zwischen dem Fahrzeug und der Stelle, an der die Tiere
aufgenommen werden, ziemlich groß sein kann.
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Bei einem solchen Aufzuchtbetieb mit Toren in der Giebelwand.
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der die für das Sammeln ungünstigsten Bedingungen in sich vereint,
wird der Förderer in das Innere des zu entleerenden Gebäudes derart eingebracht,
daß nur der geneigte Stirnrahmen 5 des Förderers, der wie in Fig.2 dargestellt,
verdreht werden kann, in das Tor eindringt. Bei der Verdrehung werden die seitlichen
Längsbalken 3 relativ zueinander verschoben, was durch die Achsen bzw. Gelenke 19,
19a, 19b, 20, 20a, 20b und 21 möglich ist; die Stirnrahmen 5 und 6 orientieren sich
schräg zur Längsachse des Förderers. Das Sammelfahrzeug wird anschließend nahe dem
Verbindungsstück 14 angeordnet, das die Entladestelle des Förderers bildet und unmittelbar
an den Kastenaufbau des Fahrzeugs reicht und sich auf einer Arbeitshöhe befindet,
die relativ zum Boden des Fahrzeugkastens ausreicht.
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Der Förderer wird dann in Gang gesetzt, so daß die Zugkette 25 die
Wagen langsam und kontinuierlich antreibt, beispielsweise in gegen Uhrzeigerrichtung,
wie Pfeile A und R in Fig.2 anzeigen.
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Die Hühner bzw. das Geflügelwerdenan die die Lasttragelemente bildenden
Bügel angehängt, die sich längs des Verbindungsstücks 16 des Stirnrahmens 6 und
längs den Längsbalken 3 bewegen und schließlich zur Entladungsstelle (Verbindungsstück
14
des Stirnrahmens 5) gelangen, das neben dem Kasten des Transportfahrzeugs angeordnet
ist, wo eine kleine Mannschaft (1 bis 3 Personen) das Geflügel abnimmt und es in
den Kasten bringt, wobei die Bügel 12 ihre umlaufende Bewegung nicht unterbrechen
und erneut zur Ladestelle (Verbindungsstück 16 und Längsbalken 3) gelangen, die
im Inneren des Gebäudes ist. Wenn die Kette des Förderers von einer Motor-Getriebeeinheit
angetrieben wird,kann die Fördergeschwindigkeit verlangsamt oder beschleunigt werden
und an die Personen angepaßt werden, die nur kurze Bewegungen in der Nähe der Ladezone
ausführen.
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Die Verwendung des erfindungsgemäßen Förderers ermöglicht also ein
regelmäßiges Arbeiten und einen regelmäßigen Durchsatz, vermeidet Stockungen, Warteschlangen,
verhindert, daß das Geflügel weit gehoben werden muß, vermeidet plötzliche Beleuchtungsänderungen
beim Beladen bei Tag sowie die Temperaturänderungen im Winter und vermeidet unnötiges
Hin- und Hergehen, vermindert entsprechend die Müdigkeit des Personals merklich
und vermeidet unnötiges Betasten sowie Schwierigkeiten in der Dunkelheit der Gebäude.
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Desweiteren ermöglicht die Neigung des Stirnrahmens 5 zum Entladen
das Verbindungsstück 14 bzw. den entsprechenden Arbeitsplatz in einer in Bezug zum
Fahrzeug bequemen Höhe anzuordnen, so daß das Geflügel direkt ohne unnötiges und
das Personal ermüdendes Arbeiten, durch das die Tiere Blessuren erleiden können,
am Fahrzeug angelangen.
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In der in den Figuren 7 und 8 dargestellten vereinfachten Ausführungsform
weist der Förderer zwei-metallische Gestelle 101 und 102 auf, die unter sich an
einem Ende um eine senkrechte SchnJachse 103, die in der Längssymmetrieebene
der
Gestelle 101 und 102 angeordnet ist, drehbar verbunden sind.
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Das Gestell 101 ist länglich und wird an seinem freien Ende von einem
lenkbaren Rad 106 getragen, das in einem schwenkbaren Gelenk 107 montiert ist, während
das Gestell 102 die Form eines kurzen Wagens hat, der auf einem Satz nicht ausrichtbarer
Räder 108 montiert ist.
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Das Chassis 101 ist im wesentlichen von einem metallischen Gitterträger
109 gebildet, der hochkant angeordnet ist und dessen Obergurt 110 Seitenträger 111
aufweist, deren als Tragteile ausgebildete Enden 112 ein Paar paralleler Profilstücke
113 trägt, die sich beidseitig des Obergurtes 110 längs zu diesem erstrecken und
die geradlinigen Teile einer Bahn bilden, auf der unter sich mittels eines Gelenkbandes,
beispielsweise einer endlosen Kette, verbundene Lasttragelemente auf einem geschlossenen
Weg umlaufen. Diese gradlinigen und zueinander parallelen Teile sind an ihren Enden
auf einer Seite mittels einer vom Gestell 101 getragenen Kettenspannvorrichtung
105 und auf der anderen Seite mittels eines vom Gestell 102 getragenen Verbindungsrahmens
104 verbunden. Der Rahmen 104 hat die Form eines gleichschenkligen Trapezes, das
am Gestell 102 längs seiner kurzen Basis um waagerechte Achsen 114 schwenkbar befestigt
ist, wodurch es angehoben werden kann und ggf. auf das Gestell 102 zurückgeklappt
werden kann, wen der Förderer transportiert wird. Der Rahmen 104 ist von einer teleskopartigen
Strebe gehalten, die aus einem an der Basis des Gestells 102 um eine Achse 116 schwenkbar
angebrachten Rohr 115 und einer Gabel 117 besteht, deren Stiel im Rohr 115 gleitbar
ist, so daß die Neigung des Rahmens 104 -einstellbar ist.
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Im Rohr und dem Stiel der Gabel sind Löcher 118 ausgebildet, mit denen
das Rohr und die Gabel relativ zu-einander angeordnet
werden können,
indem ein Stift 119 in aufeinander ausgerichtete Löcher eingreift; die Enden der
Arme der Gabel 117 sind um Achsen 120 schwenkbar am Rahmen 104 befestigt, damit
die Neigung des Rahmens 104 eingestellt werden kann.
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Die Form des Rahmens 104 wird weiter durch metallische Profilstücke
113 festgelegt, die mit Hilfe von Verbindungsteilen 121 paarweise parallel gehalten
werden; die Verbindung an den beiden Ecken der großen Basis des Trapezes geschieht
mit Hile von oberen Winkelplatten 122 und unteren Winkelplatten 123, die mit den
Profilstücken 113 verschweißt sind und Lagerhülsen für Umlenkrollen 124 bilden,
die sich um von den Platten getragene Achsen 125 drehen.
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Die endlose Kette, die die Lasttragelemente (nicht dargestellt) verbindet,
wird von einer am Gestell 102 mittels einer Montageplatte 127 befestigten Motor-Getriebeeinheit
126 angetrieben, wobei dieser Antrieb über einen Drehmomentbegrenzer eine mit Aussparungen
versehene Nuß 128 antreibt, die sich einem Führungsschuh 129 gegenüber um eine waagerechte
Achse dreht. Der Führungsschuh 129 hält die Kette in den Aussparungen der Nuß, die
ebenso wie der Führungsschuh in der Verlängerung der vom Gestell 101 getragenen
Profilstücke 113 uiid am Beginn des durch die Profilstücke des Rahmens 104 definierten
Bahn angeordnet7.5wischen den vom Gestell 101 und vom Rahmen 104 getragenen Profilstücken
ist die Kette einerseits von Umlenkrollen 130, die sich am Ende der mit dem Obergurt
des Gestells 102 verschweißten Seitenträger 131 drehen,und andererseits von Rollenpaaren
132 geführt, die den Eingang und Ausgang der Laufbahn am Ende der Profilstücke 113
des Gestells 101 einrahmen und sich einander gegenüberliegend um senkrechte Achsen
drehen, die in Platten 133 gehalten sind, die Lagerbügel bilden und mit einer Endtraverse
134 des Gestells verschweißt sind.
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Die Schwenkverbindung zwischen dem Gestell 102 und dem länglichen
Gestell 101 erfolgt mittels einer oberen Verbindungsplatte 137 und einer unteren
Verbindungsplatte 136 (Fig. 7), die beide mit dem Gestell 102 verschweißt sind und
eine von der Schwenkachse 103 durchquerte BoHrung aufweisen. Die untere Platte 136
weist zusätzlich eine Hilfsbohrung auf, die mit einer entsprechenden Bohrung im
Ende des unteren Zuges des Gitterträgers 109 ausrichtbar ist, so daß ein Stift 137
in beide Bohrungen bzw. Löcher eingreifen kann, um.die Schwenkverbindung zwischen
den beiden Gestellen 101 und 102 zu versteifen.
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Das freie Ende des Gestells 101 trägt eine Kettenspannvorrichtung
105, die im wesentlichen von einer an jedem Ende mit einer Umlenkrolle 141 versehenen
Strebe 140 und ein Stützglied 142 gebildet ist, das senkrecht zur Strebe 140 mit
dieser verschweißt ist und teleskopisch im hohl ausgebildeten Ende des Obergurtes
110 des Gitte.rträgers 109 gleitbar ist.
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Gemäß Fig. 9 weist die Kettenspannvorrichtung 105 zusätzlich zur
Strebe 140 und dem gleitbaren Stützglied 142 Spannorgane auf, die durch zwei senkrecht
auf der Querstrebe 140 stehende und mit dieser beidseitig des Stützgliedes 142 verschweißte
Rohre 143 und durch zwei Druckfedern 144 gebildet ist, die in den Rohren 143 angeordnet
sind und sich an Anlageplatten 145 abstützen, die an einem Ende von Gewindestangen
146 gehalten sind, die mit Hilfe von Schrauben 147 an den Seitenträgern 111 befestigt
sind, die die Profilstücke 113 seitlich halten.
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Die Gewindestangen 146 weisen an ihrem freien Ende Anflachungen 148
auf, wodurch sie hinein- oder herausgeschraubt werden können und entsprechend die
Kompression der Federn 144
und folglich die Spannung der in Fig.
9 strichpunktiert angedeuteten Kette eingestellt werden kann. Die Kette läuft zwischen
den beiden parallelen Profilstücken 113 heraus und läuft dann um Umlenkrollen 141,
die um senkrechte Achsen 149 drehbar sind. Die senkrechten Achsen 149 sind in Bügeln
150 aufgenommen, die mit den Enden der Strebe 140 verschweißt sind.
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Die Kette ruft dann zwischen den zueinander parallelen Profilstücken
113 weiter, die auf der anderen Seite des Gitterträgers 109 des Gestells 101 angeordnet
sind.
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Fig. 10 zeigt einen Querschnitt der Umlaufbahn der Kette an einem
Tragteil 112 und in der Achse eines Seitenträgers 111; die Bahn wird im wesentlichen
von zwei Profilstücken 113 gebildet, die zueinander parallel und sich gegenüberliegend
angeordnet sind und von den Tragteilen 112, mit denen sie verschweißt sind, in gegenseitigem
Abstand gehalten sind. Die waagerechten Schenkel der Profilstücke 113 tragen auf
ihnen mit Hilfe von Schrauben 152 befestigte Verschleißplatten 151 und lassen zwischen
sich einen Schlitz frei, der zur Führung senkrecht angeordneter Kettenglieder 153
dient.
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Der Betrieb bzw. die Verwendung des letztbeschriebenen Förderers
ist gleich dem bzw. der des Förderers gemäß den Figuren 1 bis 6. Die Drehung der
beiden Gestelle 101 und 102 um die mittlere Schwenkachse 103 dient einerseits zum
Lenken des Förderers bei seiner Bewegung und andererseits zum Formen der Umlaufbahn
der Transportkette, um diese an die Lage der Aufzuchtgebäude bzw. den Ort der Sammlung
anzupassen.
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Das Schwenken des Rahmens 104 am Gestell 102 ermöglicht ein Laden
und Entladen auf verschiedenen Höhen entsprechend der Neigung des Rahmens.
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Als Beispiele für weitere Ausführungsformen des Förderers seien genannt:
die Längsbalken 3 müssen weder zueinander parallel noch geradlinig sein: sie können
geneigte Bereiche aufweisen und sich auf verschiedene Höhen erstrecken; desgleichen
kann der Stirnrahmen 6 die gleiche sich erweiternde Form haben wie der Stirnrahmen
5; die Verbindungsteile (Verbindungsstücke bzw. Schienen 14 und 16) können gekrümmt
sein und die Stirnrahmen 5 und 6 können jeweils durch ein einziges Schienenstück
gebildet sein, das kreisbogenförmig und mehr oder weniger geschlossen, beispielsweise
zu 2/3 oder 3/4 eines Kreises gekrümmtl sein kann , was die Arbeitsplätze vergrößert;
um die Breite des Förderers zu verringern, können die Längsbalken 3 auf verschiedenen
Höhen angeordnet sein, so daß sie sich in einer schrägliegenden oder sogar senkrechten
Ebene befinden und übereinander angeordnet sein können und den Ober- und Untergurt
eines hochkant stehenden Gitterträgers, wie des Gitterträgers 2, bilden können,
wobei die Stirnrahmen an den Enden des Trägers senkrecht schwenkbar angebracht sind
und einer der Rahmen beispielsweise die Form eines senkrecht verformbaren Vierecks
hat und nach oben verformt werden kann, um dem Aufbau des Sammellastwagens gegenüber
unterhalb von dessen Boden angeordnet werden zu können.
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Desgleichen kann der Querschnitt der Schienen irgendeine Hohlform
aufweisen oder auch nicht hohl sein, die Schienen können Rohre oder irgendwelche
herkömmlichen Profile sein und die die Wagen verbindende Kette kann durch ein metallisches
Kabel oder ein Kunststoffkabel ersetzt sein, wobei die Führungs-und Antriebsrollen
selbstverständlich an das gewählte Verbindungskabel angepaßt werden.
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Weiter können die erhöhten Ränder der Schenkel 32 und 33, die zur
Längsführung der Rollen 28 dienen, fehlen; die Führung
geschieht
dann anderweitig, beispielsweise mit Hilfe des Längsschlitzes 31 und der Unterteil
27c, die so gewählt sind, daß sie mit einem ausreichenden Spiel zwischen den Rändern
des Längsschlitzes gleiten können. Wenn die Neigung des Stirnrahmens 5 veränderbar
ist, kann eine Vorrichtung vorgesehen werden, die ein Einstellen dieser Neigung
ermöglichen, wobei diese Vorrichtung selbstverständlich nicht ein Umklappen des
Rahmens auf das Gestell des Förderers während seines Transports hindert, beispielsweise
indem sie während des Umklappens abgekuppelt werden kann.
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Anstelle die Umlaufgeschwindigkeit der Kette mit Hilfe der Motor-Getriebeeinheit
zu verändern, kann entsprechend den wirtschaftlichen Gegebenheiten auch eine Motor-Getriebeeinheit
verwendet werden, deren Antriebsgeschwindigkeit konstant ist.
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In diesem Falle kann beispielsweise die Sammelgeschwindigkeit dadurch
verlangsamt werden, daß anstelle von zwei oder drei Bügeln nur einer verwendet wird.
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Der Förderer muß desweiteren nicht vollständig verformbar sein, er
kann sogar gänzlich starr sein.
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Ansprüche
L e e r s e i t e