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DE1802365A1 - Elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmassen - Google Patents

Elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmassen

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Publication number
DE1802365A1
DE1802365A1 DE19681802365 DE1802365A DE1802365A1 DE 1802365 A1 DE1802365 A1 DE 1802365A1 DE 19681802365 DE19681802365 DE 19681802365 DE 1802365 A DE1802365 A DE 1802365A DE 1802365 A1 DE1802365 A1 DE 1802365A1
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DE
Germany
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elastomer
natural
modified
polymer composition
weight
Prior art date
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Application number
DE19681802365
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English (en)
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DE1802365B2 (de
DE1802365C3 (de
Inventor
Muirhead Leslie Alfred
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
Original Assignee
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
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Publication date
Application filed by SHELL INT RESEARCH, Shell Internationale Research Maatschappij BV filed Critical SHELL INT RESEARCH
Publication of DE1802365A1 publication Critical patent/DE1802365A1/de
Publication of DE1802365B2 publication Critical patent/DE1802365B2/de
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F279/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00
    • C08F279/02Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00 on to polymers of conjugated dienes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L51/00Compositions of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L51/04Compositions of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers grafted on to rubbers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08L53/02Compositions of block copolymers containing at least one sequence of a polymer obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers of vinyl-aromatic monomers and conjugated dienes

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Description

  • Beschreibung zu der Patentanmeldung Elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmassen Die Erfindung betrifft thermoplastische Polymerisatmassen, die polyvinylaromatische Polymerisate mit verbesserter Zähigkeit und besseren Fliesseienschaften darstellen, sowie die Herstellung derartiger polyvinylaromatischer Polamerisatmassen und daraus wie z.Bç durch Spritzgiessen hergestellte Gegenstände.
  • Es ist bekannt, dass die Schlagfestigkeit von polyvinylaromatischen Verbindungen, z.B. Polystyrol, durch Einlagern einer elastomeren Komponente durch Verfahren, bei denen das vinylaromatische Monomere zusammen mit einem Elastomeren polymerisiert wird, verbessert werden kann.
  • Die erhaltenen zäh gemachten polyvinylaromatischen Polymerisatmassen enthalten die Elastomerkomponente oder einen wesentlichen Teil dieser Komponente als Blockmischpolymerisat oder Pfropfpolymerisat. Die Erfindung betrifft solche zäh gemachten polyvinylaromatisoben Polymerisatmassen, die im folgenden als "elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmassen" bezeichnet werden sollen0 Eine Reihe von Verfahrens derartige zäh gemachten polyvinylaromatischen Verbindungen herzustellen, sind bereits vorgeschlagen worden, wobei in allen Bällen ein Interpolymerisationsverfahren zur Herstellung wenigstens eines grösseren Anteils des polymeren Produkts verwendet wird.
  • Es ist ebenfalls bekannt, dass die Fliesseigenschaften einer polyvinylaromatischen Verbindung dadurch verbessert werden können, dass man eine kleine Menge eines Schmiermittels wie ein Mineralöl oder ein Schmiermittel auf Esterbasis, z. B. Butylstearat zufügt und es wurde sum selben Zweck die Zugabe von Paraffin (Festparaffin) bereits vorgeschlagen.
  • Die Fliesseigenschaften sind dann von besonderer Bedeutung, wenn Gegenstande durch Spritzgiessen mit relativ dünnen Abschnitten hergestellt werden und es wurden bisher etwa 7 bis 8 Gew.-% Schmiermittel zugesetzt, was zu diesem Zweck fur vollständig ausreichend befunden wurde, wobei auch der weitere Zweck einer Zugabe von Schmiermitteln erreicht wurde, nämlich als Mittel zur Förderung der Geschwindigkeit, mit. der Formkörper gemacht werden können, dh. zur Verminderung der Zeit, die für einen Spritzgiesszyklus notwendig ist.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden. dass die Zugabe von wenigstens 13 Gew.-% Naturvaseline zu einem zäh gemachten elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisat sowohl die Fliesseigenschaften wie die Festigkeitseigenschaften des Polymerisats verbessern kann, ohne dass andere wesentliche Eigenschaften beeinträchtigt werden, insbesondere der Erweichungspunkt des elastomermodifixierten polyvinylaromatischen Polymerisats in einem unerwUnsohten Ausmass gesenkt wird. Es wurde beispielsweise gefunden, dass dünnwandige Behälter schnell durch Spritzdessen aus einem elastomermodifizierten Polystyrol der genannten Art hergestellt werden kann, das 14 bis 17 Gew-% Naturvaseline enthält und dass derartige Behälter eingedrückt werden können, ohne dass sie reissen oder brechen.
  • Die erfindungsgemässe elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmasse ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Schmiermittelzusatz aus wenigstens 13 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 14 und 17 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, Naturvaseline enthält. Vorzugsweise beträgt die Schmiermittelmenge in der Polymerisatmasse soviel, dass deren Erweichungspunkt nicht niedriger als 700C ist.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisatmassen, das dadurch gekennzeichnet ists dass man ein Gemisch der elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Verbindung mit einem Schmiermittelzusatz aus wenigstens 13 Gew.-% vorzugsweise wenigstens 14 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, Naturvaseline bildet. Die ßchmiermittelmenge in der erhaltenen Polymerisatmasse ist vorsugsweise derart bemessen, dass der Erweichungspunkt der Masse nicht weniger als 70°C beträgt.
  • Erfindungsgemäss werden Formkörper, z. B. ein dünnwandiger Behälter, dadurch hergestellt, dass man den Formkörper aus einer Polymerisatmasse gemäse der Erfindung durch Spritzgiessen herstellt.
  • Naturvaseline, die auch unter dem Namen Petrolatum bekannt ist, ist ein mikrokristallines Wachs, das eine kleinere Menge, beispielsweise 2 bis 10 Gew.-% öl enthält und einen Stockpunkt zwischen 60 und 9300 besitzt, wobei der Stockpunkt die Temperatur ist, bei der die geschmolzene Naturvaseline anfängt, sich zu verfestigen. Unter den Ausdrücken "ein Gemisch bilden" und "gemischt" soll das Erreichen einer homogenen Dispersion der Naturvaseline im elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisat bezeichnet werden, was durch Mischen der beiden Komponenten oder vorzugsweise durch Einbringen der Naturvaseline in das elastomermodifizierte polyvinylaromatisehe Polymerisat während der Polymerisation bei dessen Herstellung beispielsweise durch Polymerisieren eines vinylaromatischen Monomeren mit darin gelösten Elastomeren und Naturvaseline erreicht werden kann.
  • Eine Polymerisatmasse gemäss der Erfindung enthält vorzugsweise Naturvaseline als einzigen Schmiermittelzusatz.
  • Es wurde jedoch auch gefunden, dass es möglich ist, einen kleineren Teil der Naturvaseline durch ein Mineralöl zu ersetzen, wobei das Mineralöl eine zusätzliche Schmiermit telkomponente in dem Sinn darstellt, dass es eine ölmenge im Überschuss über die in der Naturvaseline vorhandenen Menge darstellt. Es ist dementsprechend durchführbar, eine Polymerisatmasse gemäss der Erfindung dadurch herzustellen, dass man eine Naturvaseline mit einem elastomermodifizierten Polystyrol der genannten Art vermischt, das bereits eine kleine Menge, beispielsweise bis zu 4 Gew.-% eines Mineralöls enthält, unter der Voraussetzung, dass die Gesamtmenge an Mineralöl und Naturvaseline in der erhaltenen Polymerisatmasse wenigstens 13 %, vorzugsweise 14 Gew.-%, beträgt.
  • Dementsprechend betrifft die Erfindung auch ein Verfah ren zur Herstellung einer Polymerisatmasse, das eine Modifikation des oben genannten Verfahrens darstellt, und eine Polymerisatmasse als Modifikation der oben genannten Polymerisatmasse, wobei der Schmiemittelzusatz. aus Naturvaseline und einem Mineralöl besteht und der Mengenanteil des Mineralöls nicht mehr als 40 Gew.-% der Naturvaseline beträgt und die Gesamtmenge des Schmiermittelzusatzes wenigstens 13 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 14 Gew.-% der im Überschuss über die in der Naturvaseline vorhandenen Das Mineralöl kann in einem elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisat vorliegen, das mit Naturvaseline gemischt wird unter Bildung einer Polymerisatmasse gemäss der Erfindung oder es kann das Mineralöl und die Naturvaseline in ein elastomermodifiziertes polyvinylaromatisches Polymerisat während dessen Herstellung eingebracht werden unter Bildung der Polymerisatmasse.
  • Gewöhnlich ist die elastomermodifizierte polyvinylaromatische Verbindung der genannten Art ein zäh gemachtes Polystyrol, weshalb die Erfindung unter Bezugnahme auf solche Polymerisate näher erläutert wird.
  • Ein besonderer und tatsächlich unerwarteter Vorzug der Polymerisatmassen gemäss der Erfindung besteht darin, dass sie überraschende Pliesseigenschaften beim Spritz giessen zeigen und trotzdem Erweichungspunkte haben können, die ansehnlich höher als diejenigen sind, die man im Zusammenhang mit der bekannten den Erweichungspunkt senkenden Effekt üblicher Schmiermittel wie Mineral öle und Ester des Typus von Butylstearat erwarten könnte. Bs werden auch dünnwandige Formkörper wie Behälter aus den erfindungsgemässen Polymerisatmassen geformt, die eine gute Bruchfestigkeit haben und trotzdem annehmbare Erweichungspunke besitzen und ihre Aufnahmefähigkeit für Druckfarben wird nicht durch die Gegenwart der Naturvaseline in der Polymerisatmasse beeinträchtigt.
  • Es wurde gefunden, dass diese Vorteile das Ergebnis einer Auswahl von mehr als 13 Gew.-% vorzugsweise mehr als 14 Gew.-% Naturvaseline (oder Naturvaseline zusammen mit Mineralöl) als Schmiermittelzusatz in einem zäh gemachten Polystyrol ist, wobei die Elastomerkomponente einpolymerisiert oder aufgepfropft ist, wobei festgestellt wird, dass ein zäh gemachtes Polystyrol, in dem die Elastomerkomponente einfach als physikalisches Gemisch mit Polystyrol vorliegt, schlechtere Ergebnisse ergibt, selbst wenn grosse Mengen des Schmiermittels verwendet werden.
  • Da es bekannt ist, dass kleinere Mengen üblicher Schmiermittel die Fliesseigenschaften und d.ie Flexibilität von Polystyrol verbessern, könnte man annehmen, dass eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht durch einfaches Erhöhen der Menge von üblichen Schmiermitteln erreicht werden könnte.
  • Es ergeben sich jedoch unannehmbare Schwierigkeiten hinsichtlich der anderen Eigenschaften des Polystyrole, wenn man dies versucht, wobei hinsichtlich des Erweichungspunktes die grössten Schwierigkeiten auftreten Es wurde eine grosse Zahl potentieller Schmiermittelzusätze mit verschiedenen Konzentrationen einem zäh gemachten Polystyrol der genannten Art zugesetzt, das bereits 2 Gew.% eines Schmiermittels enthielt und der Einfluss dieser Zusätze auf erstens die Verarbeitungsviskosität und den Erweichungspunkt des elastomermodifizierten Polystyrols, zweitens dessen Schlagfestigkeit und drittens dessen Eigenschaften, die ebenfalls hinsichtlich des Endgebrauchs der Polymerisatmasse von Wichtigkeit sind, z*B. die Bedruckbarkeit und das Aussehen, die Vertraglichkeit des Zusatzes und die Fähigkeit der Massen, brauchbare Formkörper su ergeben, bestimmt. Zu den Zusätzen gehörten übliche Schmiermittel wie Öle (Mineralöle und Palkernöl) und Ester (Butylstearat, Stearylstearat und Dicyclohexylstearat) sowie Paraffinwachs, das zwar als Schmiermittel bekannt ist, aber nicht ein übliches Schmiermittel bei der Herstellung von Polymerisatmassen darstellt, mikrokristallines Wachs und Naturvaseline. Die Erniedrigung des Erweichungspunktes, die durch Zusatz verschiedener Mengen dieser Zusätze zum zäh gemachten Polystyrol verursacht wurde, wurde nach dem Verfahren British Standard 2782, Teil 1, Methode 1020 bestimmt Es wurde gefunden, dass die Zugabe von zwischen 12 und 16 Gew.-% Naturvaseline eine Polymerisatmasse (die einen Gesamtschmiermittelgehalt zwischen 14 und 18 Gew.-% hatte) mit einem Erweichungspunkt oberhalb 7000 ergab, während mit zwei Ausnahmen die Zugabe von 12 Gew.-% oder mehr bei den restlichen Schmiermitteln, die untersucht wurden, jeweils Massen ergaben (die wenigstens 14 Gew.-% Gesamtschmiermittelgehalt hatten) mit Erweichungspunkten unterhalb 70°C, wobei die Depression des Erweichungspunktes unverhältnismassig schlechter wurde, wenn die Schmiermittelmenge über 12 Gew.- anstieg. Die beiden Ausnahmen waren Paraffinwachs und mikrokristallines Wachs.
  • Z.B. ergab Paraffinwachs Massen mit einem nur etwas niedrigem Erweichungspunkt als Massen, die das gleiche Gewicht Naturvaseline enthielten. Formkörper aus Polymerisatmassen mit 12 Gew.-% oder mehr Paraffinwachs ergaben jedoch kein brauchbares Produkt, wenn es mit der üblichen Druckmasse bedruckt werden sollte, während mikrokristallines Wachs Polymerisatmassen ergab, die beim Formen ableimten und daher für den Verbraucher nicht annehmbar waren. Aus diesen Gründen sind Paraffinwachs und miekrokristallines Wachs ungeeignete Schmiermittelzusätze bei den erfindungsgemäss verwendeten Konzentrationen.
  • Es wurden ebenfalls Versuche mit anderen genannten Polymerisatmassen durchgeführt, um Beziehungen zwischen der Verarbeitungsviskosität einer Formmasse und der prozentualen Depression von deren Erweichungspunkt zu bestimmen Die Verarbeitungsviskosität bei 30 000 Sek1 wurde aus der Fliesskurve berechnet, die durch Messen der Fliesseingenschaften einer Masse mit einem Kapillar-Rheometer bei 250°C mit einer flachen Eintrittsdüse mit einem Verhältnis von Menge zu Durchmesser von 20 : 1 erhalten wurde. Ein ähnliches Verhaltensbild zeigte sich darin, dass die Zugabe von 12 Gew.-% Naturvaseline zum elastomermodifizierten Polystyrol (dessen Gesamtschmiermittelgehalt daher 14 Gew.-betrug) die Verarbeitungsviskosität auf 55 % des als Ausgangsmaterial verwendeten elastomemodifizierten Polystyrols vermindert wurde, obwohl der Erweichungspunkt- immer noch 750C betrugt Im Gegensatz hierzu wurde eine Reduktion der Verarbeitungsviskosität von 60 % nur mit den üblichen Schmiermitteln auf der Basis von Öl und Estern erreicht, wobei die Erweichungspunkte erheblich unterhalb 70°C lagen.
  • Es wurde ebenfalls gefunden, dass sowohl Paraffinwache wie mikrokristallines Wachs, insbesondere das Letztere, einen weniger günstigen Einfluss auf die Verarbeitungsviskosität hatten als die üblichen Schmiermittel auf der Basis von Ö1 und Estern, obwohl, wie eingangs erwähnt, Paraffinwachs und mikrokristallines Wachs aus anderen Gründen nicht in Prage kommen.
  • Der Erweichungspunkt und die Bedruckbarkeit wurden als Kriterien des Verhaltens genommen, weil diese Eigenschaften von grösster Wichtigkeit für den Hersteller von Dünnwandigen Behältern sind, die in allen Fällen vor dem Gebrauch bedruckt werden. Bisher bestand ein erheblicher Bedarf nach derartigen Behältern, die ein gutes Aussehen hatten, stark aber von geringem Gewicht waren und dem Verbraucher keine Toxizitätsprobleme bieten. Däruber hinaus sollten derartige Behälter mit hoher Geschwindigkeit nach einem wirtschaftlichen Verfahren hergestellt werden können, wobei diese Erfordernis die Verwendung von Spritzgiessverfahren notwendig macht, im Gegensatz zum Blasformen, das bisher zur Herstellung von Gegenständen notwendig war die sehr dünne Wandstellen hatten Während solche Formkörper aus zäh gemachten polyvinylaromatischen Polymerisaten in Form dünner Platten durch Blassformverfahren hergestellt werden können, sind derartige Verfahren unter dem Gesichtspunkt des Verfahrensaufwands.mühsam und können sich in wirtschaftlicher Hinsicht nicht günstig mit dem Spritzgiessen vergleichen. her war das Spritzgiessen jedoch nicht in der- Lage, Behälter mit sehr dünnen Wänden herzustellen, hinsichtlich der Begrenzungen, die sich aus den Verarbeitungsviskositäten der verwendeten zäh gemachten polyvinylaromatischen Verbindungen ergaben. Um Spritzgiessverfahren zur Herstellung solcher Gegenstände nutzbar zu machen, waren Polymerisatmassen notwendig mit Verarbeitungsviskositäten von weniger als etwa 60 % der bisher verfügbaren elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Formmassen (deren gewöhnliche Qualitäten 2 bis 3 Gew.-% Schmiermittel enthielten).
  • Die Zahl von 60 % wird dementsprechend als Kriterium für die Verarbeitungsviskosität in der folgenden Beschreibung genommen. Erfindungsgemäss wird die Verarbeitungsviskosität erheblich ohne nachteilige Beeinflussung der Bedruckbarkeit der Folymerisatmassen vermindert und überraschenderweise auch ohne unannehmbare Reduzierung von deren Erweichungspunkt. In dieser Beziehung muss festgestellt werden, dass Behälter nach dem Bedrucken bei erhöhter Temperatur zum Trocknen der Druckfarbe in einem Ofen behandelt werden und aus diesem Grunde kann eine Polymerisatmasse mit einem Erweichungspunkt unter 60°C nicht als brauchbar zur Herstellung von Behältern angesehen werden, die bedruckt werden sollen. Der Wert des Erweichungspunktes von 70°C wird dementsprechend als Kriterium für den Erweichungspunkt in dieser Beschreibung genommen.
  • Es ist daher ersichtlich, dass die Entwicklung einer geeigneten Kunststoff-Formmasse auf der Basis von polyvinylaromatischen Verbindungen, wie Polystyrol, die BerUcksichtigung einer Reihe von miteinander verbundenen Paktoren und Erfordernissen notwendig macht. Die erfindungsgemässen Formmassen wurden unter Berücksichtigung dieser Forderungen entwickelt und unter der Berücksichtigung der zusätzlichen Forderung, dass eine Polymerisatmasse geschaffen werden sollte, aus der dünnwandige Behälter mit grösserer Festigkeit hinsichtlich der Eindrückfestigkeit als die elastomermodifizierten Polystyrole hergestellt werden sollte, ganz gleich ob sie schmiermittelbaltig waren oder nicht. Diese Ziele werden durch eine Kombination von Faktoren erreicht, nämlich der Auswahl von Naturvaseline (oder Naturvaseline und Mineralöl) als Schmiermittelzusatz, die Auswahl einer elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisatmasse in der genannten Art als Grundpolymerisat und * dieser * in dieser Beziehung bevorzugt die Bildung des elastomermodifizierten zäh gemachten Polystyrols in Gegenwart von Naturvaseline, sowie die Auswahl der genannten Mindestmenge, d.h. wenigstens 13 Gew.-%, bezogen auf die Masse, von Naturvaseline oder Naturvaseline und Mineralöl.
  • Die hervorragenden Fliesseigenschaften beim Spritzgiessen der Polymerisatmassen gemäss der Erfindung erlauben die Anwendung erheblich niedrigerer Schmelztemperaturen (z. B. 2000C anstatt 26000 als typische erreichbare Verminderung bei den erfindungsgemässen Massen) mit der daraus folgenden Verminderung des Zeitaufwandes für einen Zyklus, z.B bis zu 1/3 gegenüber dem bisher für die Herstellung dickerwandiger Gegenstande durch Spritzgiessen benötigten Zyklen.
  • Die elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Massen, mit denen sich die Erfindung befasst, sind solche, die durch Polymerisieren eines vinylaromatischen Monomeren oder eines Gemisches davon, falls gewünscht, zusammen mit ein oder mehreren deren Monomeren, die damit copolymerisierbar sind, z.B. einem vinylidenaromatischen Monomeren oder mehreren solcher Monomeren, in Gegenwart eines Elastomeren oder eines Gemisches davon hergestellt sind. Anfäglich kann das Elastomere in den Monomeren in einer Menge gelöst werden, die vorzugsweise zwischen 5 und 10 Gew.-%, bezogen auf das Monomere, liegt und die Polymerisation kann in jeder bekannten oder geeigneten Weise durchgeführt werden, damit ein elastomermodifiziertes polyvinylaromatisches Polymerisat der genannten Art erhalten wird. Es kann auch das Verfahren verwendet werden, das in der britischen Patentanmeldung Nr. 48 976/66 beschrieben ist. Erfindungsgemäss kann beispielsweise 14 bis 17 Gew.-% Naturvaseline mit der Masse gemischt werden. Vorzugsweise wird die Naturvaseline zum Reaktionsgemisch vor oder während der Polymerisation zugefügt. In diesem Pall kann die Naturvaseline als Lösung im vinylaromatischen Monomeren zugesetzt werden, was ein bevorzugtes Verfahren darstellt, obwohl es ebenfalls möglich ist, die Naturvaseline als Lösung in einem verdampfbaren Kohlenwasserstofflösungsmittel zu verwenden, das während der Polymerisation durch Verdampfen entfernt werden kann.
  • Wenn die Naturvaseline mit der elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Verbindung nach der Polymerisation vermischt wird, kann das Mischen in jeder bekannten oder geeigneten Weise durchgeführt werden, beispielsweise unter Verwendung eines Banbury-Mischers oder durch unmittelbares Einmischen, d.h. durch Zugabe zum elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisat, falls gewünscht, zusammen mit anderen Züsatzen, die einverleibt werden sollen, vor dem abschliessenden Verarbeiten in Stückchenform, z. B.
  • in einem Extruder zur Herstellung einer Polymerisatmasse für den Verbrauch durch die Kunststoff-FOrmindustrie. Wenn ein Banbury-Mischer verwendet wird, kann es vorteilhaft sein, mit rundansätzen zu arbeiten.
  • Falls gewünscht, kann eine Polymerisatmasse gemäse der Erfindung weitere Zusätze enthalten neben den spezifisch als Schmiermittel zugesetzten Stoffen, z.B. Farbstoffe und Antistatika, wie sie an sich bekannt sind. Beispielsweise kann die Polymerisatmasse bis zu 2 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 1,5 Gew.-% des Alkanolamids als Antistatikum enthalten, beispielsweise Laurinsäurediäthanolamid und in solchen Fällen wird die obere Grenze der verwendeten Naturvaselinemenge (oder der Menge an Naturvaseline und Mineralöl), die verwendet werden kann, etwas niedriger liegen als wenn ein solches antistatisches Mittel nicht vorliegt, wegen des Einflusses des antistatischen Mittels auf den Brweichungspunkt der Polymerisatmasse. Die untere Grenze bleibt bei 13 Gew.-% Naturvaseline oder Naturvaseline und Minieralöl.
  • Die Naturvaseline, die erfindungsgemäss als Schmiermittel verwendet wird, ruft kein Schlüpfen der Schnecke während des anschliessenden Verarbeitens der Polymerisatmasse hervor, wenn sie in den angegebenen gewöhnlich verwendeten Mengen verwendet wird. Das Phänomen des Schlüpfen der Schnecke während des Spritzgiessens ist an sich bekannt und braucht nicht weiter ausgearbeitet zu werden. Die Verwendung eines Schmiermittels, das bei den benötigten Konzentrationen unverträglich istt wie Paraffinwachs, ruft ein Schlüpfen der Schnecke hervor und ist unbefriedigend. Die Menge an verwendeter Naturvaseline sollte derart sein, dass kein Schlüpfen der Schnecke in erheblichem Ausmass erfolgt.
  • Gewöhnlich wird dies durch Zugabe einer Naturvaselinemenge zwischen 14 und 17 Gew,-% bezogen auf die gesamte Polymerisatmasse, erreicht und im allgemeinen wird die obere Grenze von Naturvaseline (oder Naturvaseline und Mineralöl) bei der Durchführung der Erfindung durch das Schlüpfen der Schnecke und Überlegungen hinsichtlich des Erweichungspunktes diktiert. Vorzugsweise wird weisse Naturvaseline verwendet, um eine Verfärbung der Kunststoffmasse zu vermeiden und gute Ergebnisse können durch Verwendung von Zweite Petroleum Jelly B.P" der Firma Shell ahemicals (U.K.) Limited erreicht werden, die von der U.S.A Food & Drugs Administration anerkannt ist. Eine synthetische Naturvaseline, die aus einem mikrokristallinen Wachs in Kombination mit einer angemessenen kleineren Menge, beispielsweise 2 bis 10 Gew.-%, eines in geeigneter Weise fraktionierten Weissöls, das hinßichtlioh des Flüchtigkeitspunktes mit dem olgehalt von Naturvaseline vergleichbar ist, könnte verwendet werden, obwohl ein derartiges Gemisch gewöhnlich kostspieliger als Naturvaseline an eich ist. Wie bereits erwähnt, ergibt die Zugabe von mikrokristallinem Wachs allein keine brauchbaren Ergebnisse. Eine angemessene Verträglichkeit zwischen der zugesetzten Naturvaseline und der elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Masse bei den Schmeltemperaturen des Extrudierens ist wichtig und sofern ein geringes Schlüpfen der Schnecke in manchen Fällen geduldet werden kann, ist das Schlüpfen gewöhnlich unerwünscht, weil es die Verarbeitungszeit erhöht. Ein merkliches Schlüpfen ergibt eine unwirtschaftliche Arbeitsweise oder im Extremfall eine nicht verarbeitbare Polymerisatmasse.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Eine Polystyrolmasse wurde hergestellt durch Mischen von 86 Gew.-Teilen eines elastomermodifizierten Polystyrols mit 14 Gew.-Teilen Naturvaseline, die unter der Handelsbezeichnung "Shell" White Petroleum Jelly B.P. bekannt ist.
  • Das zäh gemachte Polystyrol war durch Polymerisation von Styrol mit einem Gehalt von 7 Gew.- eines Styrol-Butadien-Kautschuks hergestellt worden. Das Vermischen wurde unter Verwendung eines Banbury-Mischers durchgeführt und die erhaltene Masse wurde anschliessend in Teilchenform durch Extrudieren zu Strängen und Schneiden der Stränge zu kleinen Stücken (Spitzen) überführt.
  • Kleine dünnwandige tasten von etwa 7 cm Höhe und einem Durchmesser von 6,5 cm oben und 5 cm am Boden sowie 0,5 mm Wandstärke wurden auf einer Spritzgiessmaschine Netstal "Rotomat" mit Schnecken-Vorplastizierung aus dieser Polystyrolmasse geformt und ebenfalls zu Vergleichs zwecken aus der elastomermodifizierten Polystyrolmasse ohne Zusatz.
  • Die passen aus der Masse gemäss der Erfindung zeigten eine hervorragende Bruchfestigkeit und konnten plattgedrückt und mehrfach gefaltet werden, ohne dass sich Anzeichen für einen Bruch ergaben. Zum Vergleich brachen die Passen aus dem elastomermodifizierten Polystyrol ohne zugesetztes Schmiermittel leicht (in Richtung des Materialflusses wthrend des Formens), wenn sie von Hand zusammengedrückt wurden.
  • Eine quantitative Bestimmung dieser Ergebnisse wurde durchgeführt, indem Zugestigkeitsversuche an stäbchenförmigen Proben durchgeführt wurden, die in Richtung im rechten Winkel zur Materialfliessrichtung aus lassen geschnitten wurden, die wie beschrieben hergestellt worden waren. Es wurden folgende Versuchsergebnisse erhalten: Bruch- Bruch- Bruchdehnung belastung arbeit Passen aus elastomermodifiziertem Polystyrol 11 % 147 kg/cm2 0,128 kgm/cm2 Tassen aus Naturvaseline enthaltender Masse 98 % 98 kg/cm2 0s3 kg.m/cm2 Aus den Ergebnissen geht hervor, dass trotz einer Verminderung der tatsächlichen Bruchfestigkeit des elastomermodifizierten Polystyrols durch den Schmiermittelgehalt die Reissfestigkeit, wie sie durch die Bruchdehnung angegeben ist, erheblich erhöht worden ist. Dies ergibt eine merkliche Verbesserung der Zahlen für die Brucharbeit, die durch Integration des Verhältnisses zwischen Bruchspannung und Bruchbeanspruchung erhalten wurden.
  • Dieses Beispiel erläutert ebenfalls den weiteren Vorteil der besseren Fliesseigenschaften, die erfindungagemäss erhalten werden. Es wurde gefunden, dass das elastomermodifizierte Polystyrol bei 26000 geformt werden musste und eine Mindestzykluszeit von 5,2 Sek. benötigte, während das elastomermodifizierte Polystyrol mit 14 Gew.-% Naturvaseline bei 200°C geformt werden koote und eine Zykluszeit von nur 3,5 Sek. benötigte. Die Verarbeitungsviskosität, gemessen mit einem Kapillar-Rheometer bei hoher Schergeschwindigkeit betrug etwa die Hälfte der des nicht geschmierten Polystyrols (d.H. 40 gegenüber 77 P). tberraschenderweise war Jedoch der Erweichungspunkt nur 50C niedriger Der Erweichungspunkt wird nach dem Verfahren British Standardt 2782, Teil 1, Methode 102C bestimmt und die Zugfestigkeiten gemäss British Standard 2782, Methode 301/f.
  • Beispiel 2 Um die Notwendigkeit darzulegen, als Grundpolymeres ein elastomermodifiziertes zähe gemachtes Polymerisat einer polyvinylaromatischen Verbindung zu verwenden, wurden Versuche. mit drei Polymerisatmassen durchgeführt, wobei weise Naturvaseline mit (a) kristallinem Polystyrol, (b) einem elastomermodifizierten Polystyrol, das durch Interpolymerisation von Styrol und Polybutadien-Kautschuk hergestellt worden war und 2 Gew.- Schmiermitteleinschluss enthielt und (c) einem elastomermodifizierten Polystyrol, das durch Mischen von kristallinem Polystyrol mit der gleichen Menge des gleichen Polybutadien-Kautschuks, der im Polystyrol der Masse (b) vorlag, hergestellt worden war, gemischt wurde. Eine Reihe physikalischer Eigenschaften die ser Massen nach den Formen zu Behältern gemäss Beispiel 1 wurden bestimmt und sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben. Damit ein Vergleich zwischen den drei Massen (a), (b) und (o) mit Naturvaseline und etier Masse ohne zugesetztes Schmiermittel erhalten wurde, sind in der Tabelle ebenfalls Werte des elastomermodifizierten Polystyrols mit 2 Gew.-% Schmiermitteleinschluss der Masse (b) eingefügt und als Masse (d) bezeichnet.
  • Die in der Tabelle angegebene Sprödigkeit in der Hand wurde durch Zerdrücken eines Behälters in der Hand bestimmt, wobei eine Bewertung von 1 bis 10 verwendet wurde. Die Bewertung 1 entspricht einer Flexibilität, die ein Zerdrücken auf ein maximal mögliches Ausmass ohne Bruch ermöglichte und eine Bewertung 10 entsprach einem Sprödigkeitsgrad, dass der Behälter unmittelbar nach einem Druck mit der Hand zerbrach. Der Zerdrückversuch mit dem Behälter wurde durchgeführt durch Zerdrücken der Wand des Behälters mit einer Zugfestigkeits-Prüfmaschine nach Instron zwischen parallelen Flächen mit 25,4 cm Je Min. und Messen der benötigten Kraft in kg.m und der Ablenkung in cm bei der Stufe im Versuch, bei der der erste Riss im Behälter beobachtet wurde. Beim Zugspannungsversuch, beim Versuch zum Prüfen der Fliesseigenschaften und bei der Bestimmung des Erweichungspunktes wurde wie in Beispiel 1 verfahren.
  • Polymerisatmasse (a) (b) (¢) (d) Naturvaselinegehalt 12 Gew.-% 14 Gew.-% 16 Gew.- kein Erweichungspunkt 750c 7500 74°C 9600 Verarbe itungsviskosität 61 Poise 55 Poise 62 Poise 98 Ps Sprödigkeit in der Hand, Bewertung 9 2 6 - 7 6 - 8 Zerdrückversuch, ) 1,35 cm 4,6 cm 1,35 cm 4,6 cm Versuchsabweichung) Bruchdehnung 5 % 40 % 4 % 20 % (Bruch bei (Bruch bei Grenze) Grenze) Fortsetzung Tabelle: (a) (b) (c) (d) Bruchbelastung (kg.m/cm²) 61,7 32,7 19,5 (Bruch bei (Bruch bei Grenze) Grenze) Obwohl die Nasse (b) gemäse der Erfindung eine etwas höheren Vaselingehalt als die Nasse (a) beaass, ist der ausgeprägte Unterschied bezüglich der Sprödigkeit und der Festigkeitseigenschaften deutlich. Überraschenderweise zeigt auch die Masse (c) nit einen Kautschukgehalt in physikalischen Gemisch eine ausgeprägt schlechtere Sprödigkeit und schlechtere Festigkeitseigenschaften trotz eines etwas höheren Vaselinegehalts als Masse (b). Die Verarbeitungsvilskosität der Masse (b) lag ebenfalls merklich unter der der Nasse (a) oder (a) während deren Erweichungspunkt hoch genug liegt, um für den Endverbraucher annehmbar zu sein.
  • Beispiel 3 Eine Reihe von Polymerisatmassen gemäss der Erfindung wurden durch Vermischen von einer von zwei elastomermodifizierten Polystyrolen (#) oder (3) der genannten Art mit einem Gehalt von 3 % bzw 2 * Mineralöl mit verschiedenen Mengen weisser Naturvaseline hergestellt. Diese Nassen wurden wie in den vorhergehenden Beispielen untersucht und folgende Resultate erhalten: Elastomermodifiziertes Elastomermodifiziertes Polystyrol Polystyrol A B 3% Ö1 + 3% Ö1 + 2% Ö1 2% Ö1 + keine 10% Vase- keine 14% Vaseline Vadeline line Vaseline Erweichungs- 87,5°C 73°C 96°C 75°C punkt Verarbeitunge-Viskosität 95 Poise 54 Poise 98 Poise 55 Poise Sprödigkeit in der hand, Bewertung 8 - 9 3 - 4 -6 - 8 2 Zerdrückversuch, Versuchsabweitchung 2,8 cm 4,55 cm - 4,55 cm Bruchdehnung 4 % 26 % 20 % 40 % (Bruch bei Grenze) Bruchbelastung 65% 33,7 55,4 32,6 (kg.m/cm²) (Bruch bei Grenze) Beispiel 4 Zur Demonstration der Wirkung eines Gehalts von wenigstens 14 Grew.-% üblicher Schmiermittel auf die Verarbeitungeviskosität und den Erweichungspunkt eines elastomermodifizierten Polystyrols der genannten Art wurdeneine Anzahl Polymerisatmassen hergestellt, in/dem das elastomermodifizierte Polystyrol B von Beispiel 3 (mit einem Gehalt von 2 Gew.-% Schmiermittel) mit verschiedenen Mengen "Risella-Ö1 33" (einem weissen Mineralöl), Butylstearat, Stearylstearat, Dicyclohexylphthalat und Palmkernöl jeweils und vermischt wurde und die Verarbeitungsviskosität/der Erweichungspunkt (ausgedrückt als Prozentsatz der Verarbeitungsviskosität und des Erweichungspunktss des als Ausgangsmaterial verwendeten elastomermodifizierten Polystyrols) für eine Reihe von Schmiermittel-Gesamtkonzentrationen gemessen.
  • Zum Vergleich wurden ähnliche Bestimmungen mit Massen durchgeführt, die durch Vermischen des gleichen elastomermodifizierten Polystyrols mit verschiedenen Mengen weisser Naturvaseline erhalten worden waren. Es wurden folgende Ergebnisse bezüglich eines Gehalts von 14 bzw. 17 Gew.-% Schmiermittel erhalten, d.h. einer Gesamtschmiermittelkonzentration von 12 ffi bzw. 15 ,, die aus den vielen erhaltenen Ergebnissen ausgezogen worden waren, um den Unterschied auf die Wirkung der Verarbeitungsviskosität und des Erweichungspunktes bei der Verwendung von Naturvaseline erhalten wurden. zu zeigen.
  • Schmiermittel- 14 Gew.-% Gesamtschmier- 17 Gew.-% Gesamtzusatz mittel schmiermittel Verarbeitungs- Erwei- Verarbei- Erweiviskosität chungs- tungsvisko- chungspunkt sität punkt "Rissella"-Ö1 62 % 73 % 55 % 69 % Butylstearat 56 % 54 % 48 % 42 % Stearylstearat 56 % 70 % 48 s 67 s Palmkernöl 59 % 63 % 52 % 57 % Dicyclohexylphthalat 66 % 70 ffi 60 % 65 , Naturvaseline 57 % 79 % 47 % 77 % Der Erweichungspunkt# der elastomermodifizierten Polystyrole mit einem Ursprungsehalt von 2 Gew.- % Schmiermittel betrug 94°C, woraus berechnet werden kann, dass der annehmbare Mimdesterweichungspunkt von 700C 75 , des Erweichung.-punktes des Ausgangsmaterials darstellt. Alle in der Tabelle genannten Massen hatten daher Erweichungspunkte unter dem annehmbaren Mindestpunkt, mit Ausnahme der Massen mit Naturvaseline. Hinsichtlich der Verarbeitungsvirkosität ist erkennbar, dass die Zugabe von Naturvaseline eine erhebliche Verminderung dieses Wertes ergibt und dass bei beiden Konsentrationen von 12 Gew.-% bzw. 15 Gew.-% zugefügten Naturvaseline die Verarbeitungsviskosität besser ist als das vorher genannte Ziel von 60 % der Verarbeitungsviskosität des Ausgangsmaterials.
  • Beispiel 5 Das elastomermodifizierte Polystyrol mit einem Ursprungsgehalt von 2 Gew.-% Schmiermittel nach Beispiel 4 wurde mit 11 Gew.-% weisser Naturvaseline vermischt. Die erhaltene Polymerisatmasse, die 13 Gew.-% Gesamtschmiermittelgehalt aufwies, hatte einen Erweichungspunkt von 76°C und die Verarbeitungsviskosität betrug nur 60 % der des als Ausgangsmaterial verwendeten elastomermodifizierten Polystyrols.
  • Beispiel 6 Eine Polystyrolmasse gemäss der Erfindung wurde durch Interpolymerisieren eines Gemischs aus monomerem Styrol, einem Styrol-Butadien-Kautachuk "Cariflex" 5-1006 und einem Schmiermittelzusatz aus weisser Naturvaseline und "Lobitos WA1"-Weissöl erhalten, wobei die Schmiermittelmenge 14 Gew.-% des Geazmtpolymerisate betrug. Der Schmiermittelzusatz bestand aud 75 % Naturvaseline und 25 % Weissöl, wobei die Zahlen auf das Gewicht bezogen sind. Die Polymerisation wurde bei 1150i unter Rühren bis zu einem Umsatz von etwa 25 % durchgeführt und anschliessend in einem Behalter bei 180°C zum End produkt polymetisiert.
  • Ein ähnliches Produkt wurde ebenfalls duroh Interpolymerisation unter Verwendung von 14 Gew.-% Naturvaseline anstelle des Gemischs aus Vaseline und Ö1 hergestellt und zu Vergleichszwecken eine Polymerisatmasse in gleicher Weise hergestellt, unter Verwendung von 14 Gew.-« des öls aber ohne Vaseline. Die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Nassen sind im folgenden angegeben: Zusammensetzung 1 2 3 Naturvaselingehalt 10,5 Gew.-% 14 Gew.-% kein Ö1gehalt 3,5 Gew,-% kein 14 Gew.-% Erweichungspunkt 750a 71150c 670C Verarbeitungsviskosität 53 Poise 52 Poise 51 Poise Patentansprüche

Claims (20)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmasse mit einem Gehalt an einem Schmiermittelzusatz, g e -k e n n z e i c h n e t durch einen Gehalt von wenigstens 13 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, von Naturvaseline als Schmiermittelzusatz.
  2. 2. Polymerisatmasse nach.Anspruch 1, dadurch g e k e n nz e i c h n e t, dass die Menge an Schmiermittelzusatz 80 hoch ist, dass der Erweichungspunkt der Masse nicht weniger als 7000 beträgt.
  3. 3. Polymerisatmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i o h n e t, dass der Gehalt an Naturvaseline zwischen 14 und 17 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, beträgt.
  4. 4. Polymerisatmasse nach Anspruch 1 oder , dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass als Schmiermittelzusatz Naturvaseline und ein Mineralöl verwendet wird, wobei der Mengenanteil des Mineralöls nicht mehr als 40 Gew.-% bezogen auf die Naturvaseline, beträgt und die Gesamtmenge an Schmiermittelzusatz wenigstens 13 Gew,-% bezogen auf die Gesamtmasses beträgt,
  5. 5. Polymerisatmasse nach Anspruch 4, dadurch g e k e n nz e i c h n e t, dass der Schmiermittelzusatz aus 10 bis 16 Gew.-% Naturvadeline und bis zu 4 Gew.-% eines Mineralöls, bezogen auf die Gesamtmasse, besteht.
  6. 6. Polymerisatmasse nach Anspruch 1 bis 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, das man die Naturvaseline in das elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisat während einer Polymerisationsstufe bei dessen Herstellung einverleibt.
  7. 7. Polymerisatmasse nach Anspruch 1 bis 6, dadurch g e -k e n n s e i c h n e t, dass man das gegebenenfalls vorhandene Mineralöl dem elastomermodifizierten polyvinylaromatischen Polymerisat während dessen Herstellung einverleibt.
  8. 8, Polymerisatmasse nach Anspruch 1 bis 72 dadurch ge -k e n n z e i c h n e t, dass die elastomermodifizierte polyvinylaromatisohe Polymerisatmasse aus Polybutadien als Ausgangselastomer/Verbindung hergestellt worden ist.
  9. 9. Polymerisatmasse nach Anspruch 1 bis 8, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass die elastomermodifizierte polyvinylaromatische Verbindung elastomermodifiziertes Polystyrol ist.
  10. 10. Verfahren zur Herstellung der Polymerisatmasse nach Anspruch 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i o h n e t, dass man eine elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmasse mit einem Schmiermittelzusatz aus wenigstens 13 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, Naturvaseline vermischt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, dass man eine Schmietmittelmenge verwendet, die ausreichend hoch istt dass der Erweichungspunkt der Polymerisatmasse nicht weniger als 7000 beträgt
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 10 bis 11, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass man 14 bis 17 Gew.-% Naturvaseline, bezogen auf die Gesamtmasse zumischt.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass man als Schmiermittelzusatz Naturvaseline mit einem Gehalt an einem MineralCl in einer Menge von nicht mehr als 40 Gew.-%, bezogen auf die Naturvaseline, verwendet und eine Gesamtmenge des Schmiermittelzusatzes von wenigstens 13 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, verwendet.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, dass man eine Mischung aus 10 bis 16 Gew.-% Naturvaseline und bis zu 4 Gew.-% Mineralöl, bezogen auf die Gesamtmasse, verwendet.
  15. 15, Verfahren nach Anspruch 10 bis 14, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass man die Naturvaseline in die elast omermodifisiert e polyvinylaromatische Verbindung wthrend einer Polymerisationsstufe bei deren Herstellung einverleibt.
  16. 16, Verfahren nach Anspruch 10 bis 15, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, das man das gegebenenfalls als Teil des Schmiermittelzusatzes vorliegende Mineralöl in die elastomermodifizierte polyvinylaromatische Verbindung während deren Herstellung einverleibt.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 10bis 16, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass man als elastomermodifizierte polyvinylaromatische Polymerisatmasse eine unter Verwendung von Polybutadien als Ausgangs/elastomeres hergestelle Masse verwendet.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 10 bis 17, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, dass die elastomermodifizierte polyvinylaromatische Verbindung Polystyrol ist.
  19. 19. Verwendung der Polymerisatmassen nach Anspruch 1 bis 9 zum Spritzgiessen von Gegenständen.
  20. 20. Verwendung nach Anspruch 19 zum Spritzgiessen dünnwandiger Behälter.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2163248A1 (de) * 1970-12-22 1972-07-13 Shell Int Research Verfahren zur Herstellung von vinylaromatischen Polymerisaten
DE2135348A1 (de) * 1971-07-15 1973-01-25 Bayer Ag Thermoplastisch-elastische formmassen
DE2463059C2 (de) * 1973-02-16 1988-04-14 Hercules Inc., Wilmington, Del., Us

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